Abg. Singer (Soz.) erklärt, seine Freunde stimmten der Vorlage Zu, denn bei der Reichspost seien die Angestellten jedenfalls gesicherter, «ls bei Privatunternehmungen. Seine Freunde würden aber nicht aufhören, jederzeit gegen einen Druck der Postverwaltung auf die politische Gesinnung der Unterbeamten anzukämpfen.
Abg. Oertel-Sachsen (kons.) plaidiert für seinen Antrag: Erhöhung der Entschädigung der Anstalten auf das Zehnfache des Reinge- »innes. Ein Teil seiner Freunde habe allerdings große Bedenken gegen den Antrag, die zu beseitigen ihm nicht gelungen sei. Sollte die Postverwaltung daran Anstoß nehmen, daß die 3 Jahre vor April 1899, statt 1898, zu gründe gelegt werden, so sei er bereit, auf diesen Teil seines Antrages zu verzichten, sich also lediglich dem Anträge Marcour anzuschließen.
Staatssekretär von Podbielski hält es für äußerst bedenklich, auch noch das letzte Jahr, April 1898 bis 1899, in Rechnung zu ziehen.
Abg. Rickert (frs. Vp.) hält vor allem daran fest, daß die Leute emen Rechtsanspruch auf Entschädigung hätten. Dringend zu wünschen sei, daß das Reich die Angestellten nach Möglichkeit übernimmt. Weiter empfiehlt^Redner seinen Antrag bezüglich des Verfahrens, eventuell bitte er um Annahme des Antrages Schmidt-Marburg, der den Ent- Zchädigungsberechtigten wenigstens fakultativ den ordentlichen Rechtsweg gestatte.
Staatssekretär v. Podbielski widerspricht dem Anträge Rickert.
Abg. Marcour (Ctr.) befürwortet seinen Antrag: im Maximum Las Zehnfache, im Mnimum das Fünffache des Reingewinnes.
Abg. Schmidt-Warburg (Centr.) wünscht Annahme seines Antrages. Es handele sich hier zweifellos um private Rechte, die geschädigt würden.
Abg Haußmann-Balingen (südd. Vp.) sieht in der Einsetzung eines Entschädigungsmaximums ein Unrecht ohne gleichen, ohne Vorgang. Wenn man den ordentlichen Rechtsweg nicht zulasse, dann sei Lies eine Husarenjustiz, die er nicht mitmache. Da würde man doch auch der Sozialdemokratie Vorschub leisten. Am besten würde es sein, L la Podbielski zu entschädigen. (Heiterkeit links.)
Abg. Roeren (Centr) plaidiert für den Antrag Schmidt-Warburg, der die Zulassung des Rechtsweges betreffe und damit das einzig Richtige sei.
Staatssekretär v. Podbielski hält diese Juristenauffaffung für unrichtig, denn auch bei der Enteignung von Land bespielsweise für Eisenbahnzwecke werde nicht der „entgangene Gewinn" erstattet, sondern es werde nur der Wert des Ackers erstattet.
Abg. Graf Bernstorff-Lauenburg (Rp.) lehnt alle Anträge ab und bezeichnet nur den Antrag Marcour für annehmbar.
Abg. Oertel (kons.) zieht seinen Antrag zu gunsten des Marcour'- schen zurück,
Abg. Stadthagen (Soz.) stellt in Abrede, daß es sich um entschädigungsberechtigte wohlerworbene Rechte bei den Privatposten handle. Wo sei denn z. B. die Entschädigung bei den Handelsverträgen. Wo bei Auflegung von Einkommensteuern, bei Beschränkung des Hausierhandels? Und habe man etwa bei Aufhebung des besonderen Eheschließungsrechts in Helgoland den Pastor entschädigt? (Stürmische Heiterkeit.)
Die Debatte wird geschlossen.
Die Abstimmungen über Artikel 4 ergeben Annahme der litt, a in der Fassung der Kommission nur mit der Aenderung (nach dem Anträge Marcour), daß die Entschädigung das Zehn- sache beträgt. Litt b wird unverändert in der Kommissionsfassung angenommen.
Bei Artikel 5 wird der Antrag Rikert angenommen.
Zum Schlußartikel 6 wird ein Antrag Oertel angenommen, demzufolge die neue Regelung der Zeitungsgebühr am 1. Januar 1900 in Kraft tritt.
Morgen 1 Uhr ^Resolutionen zum Postgesetz, Fernsprechgebühren- Drdnung.
Schluß 5j/2 Uhr.
Vom Kriegsschauplatz.
Daß die Buren thatsächlich in den letzten Tagen die Vorwärtsbewegung gegen Estcourt ausgenommen haben, und dieser Stadt schon recht nahe gekommen sind, wird durch die heute eingetroffenen Nachrichten bestätigt. So wird aus Estcourt vom 15. November berichtet: Eine Abteilung aufklärender Kavallerie traf heute auf den dreihundert Mann starken Feind, welcher eine starke Position auf einem Kopje acht Meilen von der Stadt entfernt inne hatte, und trieb ihn unter Verlusten zurück. Die Engländer hatten einen Verwundeten.
lieber den bereits gemeldeten Angriff der Buren auf einen gepanzerten Zug nördlich von Estcourt veröffentlicht der drüben erscheinende „Natal Mercury" weitere Einzelheiten, welche besagen, daß die Buren mit Maximgeschützen und zwei Neunpfünder das Feuer eröffneten. Das Feuer war so heftig, daß Telegraphendrähte und Telegraphenstangen niedergeworfen wurden. Die Burengeschütze waren auf einem Kopje aufgestellt, während die Scharfschützen der Buren hinter Felsen in Deckung lagen. Die Dublin- Füsiliere und die Durban-Infanterie warfen den Feind dreimal zurück, aber das Ugestüm des Gewehr- und Artilleriefeuers war zu überwältigend für die kleine Abteilung, welche anfänglich auch dadurch litt, daß mehrere
Wunderbare fand tiefandächtige Hörer. Und im Hinblick auf diese „wunderbare" Wiedergabe der Nora nehmen wir für diesmal Abschied von der jungen, talentvollen Künstlerin in der Hoffnung, daß sie uns in dieser Saison — vielleicht in „Maria Magdalena" — noch einmal Gelegenheit giebt, uns an ihrer vollendeten Darstellungsweise zu erfreuen und zu erbauen.
Es erübrigt noch am Schluß unserer Betrachtung der wenigen einheimischen Kräfte, die dem Spiele der gastierenden Künstlerin eine wirksame Resonanz gaben, zu gedenken, da auch sie einen guten Teil am Erfolge zu beanspruchen haben. In Herrn Par en als Helmer fand Nora einen guten Partner, der vielleicht in einzelnen und namentlich in der Schlußscene etwas mehr Temperament hätte entwickeln können. Vorzüglich aber war seine Auffassung der Scene, bie die Katastrophe bildet. Den verhängnisvollen Brief in der Hand flössen dem tätlich verletzten Helmer des Herrn Paren die Worte leidenschaftlich und in echter Glut von den Lippen. Eine sehr gewinnende Erscheinung, nur in der Kleidung etwas zu „modern", war Frl. Margarethe Haussig als Frau Linden. Sehr angemessen waren die Darstellungen des Herrn Rolan als Doktor Rank und Herrn Curl and als Günther. Beim ersteren kam der Ibsen-Mephistopheles, der in dem Doktor Rank steckt, vortrefflich zur Empfindung, während bei dem letzteren Künstler das dringend Energische in Verfolgung seines Ziels in Markanter Sprache das Spiel zu einer wertvollen Leistung gestaltete. Allerliebst waren auch die Kinder des Herrn
Eisenbahnwagen umgestürzt wurden, wobei verschiedene Man» Verletzungen erlitten.
Von den vorliegenden Meldungen registrieren wir die folgenden:
Loudon, 17. November. Aus Estcourt wurde ein Detachement zur Unterstützung der bei der Fort- nahme des Panzerzuges abgefaßten englischen Truppen entsandt, welches bisher jedoch ebenfalls noch nicht zurückgekehrt ist. Als die Maschine wieder nach Estcourt zurückfuhr, zog sich die Besatzung längs der Bahn fechtend zurück. Einige Leute sind bisher zurückgekehrt.
Loudon, 17. November. In politischen Kreisen verlautet, daß General Buller mit 4000 Mann nach Norden abmarschiert ist, zum Entsätze von Kimberley, woselbst sich 7000 Buren aufhalten sollen.
London, 17. November. Zwei Kompagnieen des Genie-Korps von Gibraltar haben Befehl erhalten, sich sofort nach Südafrika einzuschiffen und die zerstörten Telegraphen- und Eisenbahn-Linien baldmöglichst wieder in Betrieb zu setzen.
In den Mittagsstunden des heutigen Tages erhalten wir noch folgende Telegramme:
London, 18. November. Trotz der Censur hat man über die Bewegungen, welche in der Umgegend von Ladysmith gemacht werden, folgende Nachricht erhalten: Das Burenheer ist in drei Kolonnen eingeteilt. Die eine belagert Ladysmith, die zweite steht in der Gegend von Eastcourt und die dritte bewegt sich auf der nach Durban ziehenden Hauptstrecke. — Die Nachricht, die Truppen zum Entsätze von Ladysmith könnten nicht vor 10 Tagen zum Abmarsche bereit sein, hat hier die größte Erregung hervorgerufen. — In Lorenzo Marquez ist ein Mitglied des Parlaments des Oranje-Freistaates angekommen. Dasselbe befindet sich unterwegs nach Kapstadt. Man glaubt, daß es dem General Buller Vorschläge zur Kapitulation von Ladysmith (??) machen wird. — Morning Leader ist der Ansicht, daß augenblicklich die Hauptbewegung der Buren gegen Estcourt und nicht gegen Ladysmith gerichtet ist.
London, 18. November. Die öffentliche Subskription für die Witwen und Waisen der in Südafrika gefallenen englischen Soldaten hat bisher 7V2 Millionen ergeben, diejenige zur Unterstützung der aus Transvaal Geflüchteten beträgt 4 Millionen.
London, 18. November. Die Morgenblätter drücken ihre Besorgnis über das Schicksal von Ladysmith aus. „Daily Mail" bestätigt, daß die Lage dieser Stadt Anlaß zu großer Befürchtung gebe, größer als dies der Fall bei Kimberley sei. Das Blatt verzeichnet mit Ge- nugthuung die Meldung, wonach die Buren mit einem Angriffe auf die Stadt wiederum zurückgeschlagen worden sein sollen. (!) Die Ueberlegenheit der englischen Artillerie besteht jedoch nicht mehr. Andere Blätter fragen, weshalb die englischen Marine-Geschütze dem Feuer der Buren keinen größeren Widerstand entgegensetzen.
Paris, 18. November. Einer Blättermeldung 'zufolge soll ein neuer Panzerzug, worin sich 27 Freiwillige befanden, bei Estcourt von den Buren zerstört worden sein.
London, 18. November. Die kritische Lage in Natal erregt stündlich größere Besorgnis. Die Wegnahme des Panzerzuges nördlich von Estcourt hat die Stimmung sehr niedergedrückt. Nicht minder fürchtet man jeden Augenblick, von der Kapitulation von Ladysmith zu hören, zumal ein Entsatzversuch nach den jüngsten Vorgängen immer geringere Aussicht auf Erfolg hat. Nach einer Meldung aus Kapstadt proklamierte Präsident Stein die Annexion des Teiles der Kap Kolonie nördlich des Oranje-Flusses. Das „Bureau Laffan" erfährt, die Feldwachen von Estcourt melden vom 16. d. M. heftiges Feuer vor Ladysmith um 9 Uhr morgens, was anzeigt, daß ein Nachtangriff auf die Stadt gemacht wurde. Stärkere Burenkorps besetzten Weston Howick. Ein weiteres Kommando droht, die Verbindung zwischen Durban und Pietermaritzburg abzuschneiden. GeneralGreyton ist in der vorigen Woche gefallen.
Kapstadt, 18. November. Die Zahl der hier ein-
Direktor Helm, Reinhard, Alfred und Trudchen Helm; auch sie scheinen auf den weltbedeutenden Brettern schon heimisch zu sein. Die Regie lag in den Händen des Herrn Helm, und wir brauchen wohl nicht zu versichern, daß bei dieser bewährten Besetzung eine Entgleisung auf diejem Gebiete nicht möglich war.
* * *
— lieber Fräulein Triesch gehen uns aus unserem Leserkreise noch folgende biographischen Notizen zu, die von den kürzlich von uns veröffentlichten etwas abweichen: „Frl. Triesch kam nach München zuerst an das von Direktor Drach geleitete Deutsche Theater, wo sie eine untergeordnetere Stellung einnahm. Als das genannte Theater sich in ein Variötö verwandelte, ging sie mit Drach an das von diesem neu gegründete Münchener Schauspielhaus, bei dessen Eröffnungsvorstellung „Romersholm" vor nunmehr etwa zwei Jahren sie den ersten größeren Erfolg errang Von da ab spielte sie erste Nollen und war binnen wenigen Monaten die gefeiertste Schauspielerin Münchens. Die ersten Kritiker waren in dem Urteil einig, daß sich in ihr ernstes Streben, ausnehmende Kraft des Temperaments mit einer fast congenialen Auffassungsgabe des Dichterisch-Charakteristischen vereinigt finde. Sie gab die sinnlich erregte Leidenschaft moderner Dramenheldinnen und das Weib des Claudius, mit derselben Wahrheit und Ueberzeugung wie etwa die markige, in ruhigen großen Zügen gehaltene Marie Magdalena Hebbels. — Seit etwa l1/« Jahren wirkt Frl. Triesch in Frankfurt a. M. Sie hatte anfangs einen schweren Stand, denn ihre Vorgängerin Frl. Landori war der ausgesprochene Liebling des dortigen Publikums gewesen. Vermöge ihrer Energie und ihrer Talente errang sie sich aber doch in Kurzem ihre Position. Unermüdlich erweiterte sie ihr Repertoire und in wenigen Wochen galt sie auch der Frankfurter Kritik als die begabteste unter den jüngeren Schauspielerinnen Deutsch, lands, ja sie wurde mit dem Ehrentitel einer deutschen Düse, und dies nicht nur von einer Seite, geehrt.
getroffenen Transportschiffe beträgt 21. Dieselbe» enthielten 1002 Offiziere und 21 488 Mann.
Paris, 17. November. Von gut unterrichteter Stelle wird versichert, daß die Einnahme von Ladyschith sich bestätige. Das englische KriegSamt zögere nur [mit der Veröffentlichung dieser Nachricht, weil es Unruhen befürchte.
Vermischtes.
* Hagen, 14. November. In welch bestialischer Weise hierselbst ein Kind von seinem Vater bestraft wurde, zeigt folgender Vorfall: Ein Kind von 2*/2 Jahren hatte sich das Portemonnaie mit 30 Mark Inhalt, welches von der Mutter in der Tischschublade aufbewahrt wurde, angeeignet und spielend damit vor die Thüre begeben, hier dasselbe aber verloren. Die Frau erzählt ihrem von der Fabrik am Abend heimkehrenden Manne solches, und dieser Wüterich nimmt einen Ochsenziemer und schlägt damit das arme Kind derart, daß dasselbe noch am selbigen Abend infolge Verletzung innerer Organe gestorben. ift; er selbst hat sich der Polizei stellen oder das Leben nehmen wollen. Ersteres hat er jedoch nicht gethan, ist aber auch bis zur Stunde noch nicht zurückgekehrt und wird wahrscheinlich sich das Leben genommen haben. Das Portemonnaie mit Inhalt wurde am anderen Tage von der älteren Schwester hinter dem Hause wiedergefunden. Der Leichnam und die Mordwaffe sind von der Staatsanwalt- schäft beschlagnahmt.
Naumburg, 17. November. Der Kommandeur des in- Meiningen garnifonierenben 2. Thür. Jnf.-Regts. Nr. 32 widmet dem in Naumburg verstorbenen Obersten von Holtzendorff einen ehrenden Nachruf. Der Verstorbene führte 1870 mit der Fahne in der Hand das I. Bataillon der 32er gegen die stark besetzte Höhe von Cazal zum Sieg.
* Meiningen, 17. November. Bei der jüngst stattge- habten Rekrutenvereidigung fanden sich noch vier Mann aus den Reichslanden, die der deutschen Sprache nicht mächtig waren und daher den Fahneneid in französischer Sprache ablegen mußten.
• Halle, 17. November. Die Stadt Halle will eine Anleihe von zwölf Millionen Mark aufnehmen. Dieselbe soll fast gänzlich zu Bauzwecken angewendet werden.
Cannstatt, 16. November. Hier bildete sich ein Verein für fakultative Feuerbestattung. Die Mitglieder- zahl beträgt bereits über 100._______________________________
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Gießen, 18. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JL 1.00—1.20, HühnerÄer per St. 7—9 4, 2 St. 00—00 H, Enteneier 1 St. 0-0 Gänseeier per St. 0—00 H, Käse 1 St. 5—8 H, Käsematte 2 St. 5—6 H, Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar vÄ 0.70—1.00, Hühner per St. JL 0.90—1.00, Hahnen per Stück vH 0.70—1.00, Enten per St. JL 1.70—2.20, Gänse per Pfund v* 0.48-0.58, Ochsenfleisch per Pfd. 68-74 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd- 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 66—74 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 H, Hammelfleisch per Pfd. 50—60 H, Kartoffeln per 100 Kilo 3.10 618 4.50 JL, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per Ctr. JL 5.00—5.50. Milch per Liter 16 4-
Offenbach a. M., 16. November. In Bayern bestehen jtfci 44 kleine genossenschaftliche Lagerhäuser, die 1898 etwa 180,500^6tr. Getreide verkauften. Die 15 Kornhäuser in Pommern setzten im Geschäftsjahr 1898/99 108,227 Ctr. Getreide ab, größtenteils nach dm Rheinlanden, nach England und Norwegen, sowie an die Proviantämter.
Frankfurter Börse vom 17. November.
Wechsel auf New-York zu 4.19i/2-20V2-
Prämien auf Kredit per ult. November 1.007c, do. per nlt. Dez. 2.407 , Diskonto Kommandit per ult. Nov. 0.807., do. per ult. Dez. 2.1O7o, Lombarden per ult. Nov. 0.557», do. per ult. Dee. 0.857k», Staatsbahn per ult. Dez. —.—o/o.
Notierungen: Kreditaktien 231.20, Diskonto - Kommandit 191.90-00, Staatsbahn 141.00, Gotthard 143.80-144-000.00, Lombarden 32.10, Ungar. Goldrente 98.00, Italiener 93 50-00, ßprozentige Mexikaner —.—, 3proz. Mexikaner 25.80, Oesterr. Coupons 847s, Amerik. Coupons 4.1974, Privat-Diskont 57/87» G.
V/i bis 28/4 Uhr: Kredit 231.00-000.00, Diskonto Kommandit 191.90, Staatsbahn 141.00, Lombarden 32.10, Türken C 25.70, Bochumer 259.50-261.10.
Caffel, 16. November. Die diesjährige ordentliche Auffichts- ratssitzung der Großen Casseler Straßenbahn-Aktiengesellschaft für die Beratung und Beschlußfassung über die Verteilung des Reingewinnes rc. wurde gestern abend in den Geschäftsräumen
— Ein Theaterzettel. In der „Straßburger Post" veröffentlicht ein Mitarbeiter seine Sammlung komischer Theaterzettel. Die Perle der Sammlung ist folgende Anzeige, die im Jahre. 1882 in einem kleinen sächsischen Dorfe angeschlagen wurde:
Heunte, Dienestag, aufzuführen zum Vordeil der Gesellschaft allhie. Das Schmuckkästchen
oder der Weg zu Herzen!
• Ein Sauspil in für Akt, von Kozeburg, Dichter.
Die Musigk von Richter und Mozard allda.
Person!
Baron Durlach, ein guter Mann . . Herr M. Amalie, seine Gadtin, jung .... Frau S. Die alte plauschette Landrättin . . . Frau P. Graf Esellingen, Schwalid .... Herr B. Chrisdiana, rührender alter Diener . Herr M.
Advogat Bauermann, komisch . . . Herr P. d. 6. Sohm, Kammer .......Herr P. d. j.
Die Handlung Spillt im Dealer.
Geklebtes PubluqumI
Dieses Stug hatte sogar in Wien und Berlin gefallen und ist auf alle große Deater gefallen, denn es ist Lustigen Temperamend, die muß hie auch Beyfall finden, weilen es Lustig ißt und die ald Landrätttn Viles blauscht und rädet dabey. Auch ißt Moral dabey. Preis der Plätze um 6 Uhr und mit Schlag Uhr angefangen.
Die Gesellschaft allhie.
Caffel, 17. November. Als Tag der Aufführung der neue* Oper „Die Bettlerin vom Pont des Arts" von Baron v. Kaskel, welche überhaupt zum erstermale am hiesigen Königlichen Hoftheater m Szene geht, ist nunmehr der 5. Dezember bestimmt worden.
Berlin, 17. November. Der (auch hierorts bekannte) Hofschau- spieler Adalbert Matkowski tritt zurzeit mit einer deutschen Trupps der ersten, die sich in Serbien sehen läßt, in Belgrad auf.
In Paderborn ist der Fuhrmann Henschel verboten worden.
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270 des Gieß" der hiesigen Gemarl durch Anlegung von gärtner und die M He des Oöerhess. I^s der erfordert!
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Die Bereich' zwischen 2 und 7' Die Mädchen köm gemeinsame Unterh unterhaltende Bür
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w den Friedrich Sch wegen Beleidig hat das Großherz gericht zu Gießen 1899 für Recht er! Der Angeklagte i Beleidigung der Je. von Wieseck schuldig hold in eine Gelds! Mark, welche im U M mit acht Tarn verbüßen ist, sowie Mahrm verurtei Gleichzeitig wird die Befugnis Verurteilung einmal «"geklagten inner »ach Zustellung einer N' lm //Gießeners n^Mtgleit de ?Esiomel wird hL .^firellbarkit descheinlgt.
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