Ausgabe 
19.8.1899 Zweites Blatt
 
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vor dem Flottengesetze beschlossen wurde, noch eine Position erscheinen und zwar die 4. Rate zum Bau des Linienschiffes Ersatz König Wilhelm". Sodann dürften drei verschiedene auf Grund des Flottengesetzes aufgestellte Forderungs­kategorien im Etat verzeichnet sein, einmal die dritten Raten für die im Etatsjahr 1898 begonnenen Bauten und zwar die Linienschiffe A und B, den großen Kreuzer A und die kleinen Kreuzer A und B, sodann die zweiten Raten für die irrt Jahre 1899 in Angriff genommenen Linienschiffe C, D und E und die kleinen Kreuzer C und D, drittens die ersten Forderungen für die Neubauten, welche im Jahre 1900 beginnen sollen. Im Reichstage sind im Januar d. I. als solche 2 Linienschiffe, 1 großer und 2 kleine Kreuzer be­zeichnet worden. Es würden sich demnach auf Grund des Flottengesetzes im Jahre 1900 in Ausführung begriffen befinden können 7 Linienschiffe, 2 große Kreuzer, 6 kleine Kreuzer.

Males and MsvinMes.

Gießen, 18. August 1899.

** Dienstnachrichten. Dem Schulamtsaspiranten Joh. Schröder aus Planig wurde eine Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Ober-Erlenbach übertragen; der Karl Sting aus Darmstadt wurde zum Mechaniker am physikalischen Institut der Technischen Hochschule ernannt; dem Schul­lehrer Servatius Rudolph zu Ober-Hilbersheim wurde eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gaulsheim, dem Schulamtsaspiranten Anton Mang aus Heppenheim a. d.B. die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Unter-Abtsteinach, dem Schulverwalter Philipp Ellrich zu Ockenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wackernheim, dem Schulamtsaspiranten Karl Kirn aus Offenheim die Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Kocherbach, dem Schulamts­aspiranten Kaspar Spreitzer aus Laubenheim eine Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Heidesheim, dem Schulamts- Aspiranten Heinrich Sperb aus Wahlheim eine Lehrer­stelle an der evangelischen Schule zu Groß-Zimmern, dem Schulamtsaspiranten Jakob Schmitt aus Horchheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ockenheim übertragen; dem Geometergehilfen Johannes Fey aus Groß Gerau wurde das Patent als Geometer 11. Klasse für den Kreis Groß-Gerau erteilt; der Schulverwalterin an der höheren Bürger-(Mädchen-)Schule zu Friedberg Auguste Frank wurde eine Lehrerinnenstelle an dieser Schule, dem Schul­lehrer Adam Schmitt zu Appenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Ingelheim übertragen; dem Geometergehilfen Johannes Weis aus Heppenheim a. d. B. wurde das Patent als Geometer I. Klasse für den Kreis Heppenheim, dem Geometergehilfen Karl Gräf aus Alzey das Patent als Geometer I. Klasse für den Kreis Alzey erteilt; dem Schulamtsaspiranten Heinrich Keil aus Sprend­lingen (im Kreise Offenbach) wurde eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Langen, dem Schulamtsaspiranten Peter Bersch aus Nieder Beerbach eine Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Dudenhofen, dem Schulamtsaspiranten Adolf Baum aus Ruppertsburg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bodenhausen II, dem Schullehrer Philipp Kitz zu Geiß-Nidda eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wallerstädten, dem Schullehrer Leonhard Haas zu Rohrbach (im Kreise Erbach) eine Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Walldorf übertragen. Der Dammwärter Peter Schneider zu Stockstadt wurde seines Dienstes, die Lehrerin an der höheren Mädchenschule zu Mainz Eugenie Kratt auf ihr Nachsuchen aus dem Schuldienste, der Forstwart der Forstwartei Eichelsdorf Friedrich Zimmermann durch Urteil des Verwaltungsgerichtshofs feines Amtes, der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Schönnen Georg S ch w i n n aus dem Schuldienste 'entlassen.

American Suffrage Association, welche sich 1890 zu der National - American Woman Suffrage Association ver­einigten. Auch die angeblich 200,000 Mitglieder zählende Womans Christian Temperance Union erwarb sich großen Einfluß. Anfang der 60er Jahre entstand das Medicinal College für Frauen in Philadelphia, es gründeten sich regel­rechte Gewerkvereine nach dem Beispiele derjenigen der männlichen Arbeiter zur Erzielung höherer Frauenlöhne, in Wyoming und Utah erlangten die Frauen das politische Wahlrecht, in Kalifornien die Eröffnung aller Aemter, mit Ausnahme der in der Verfassung ausdrücklich ausgenommenen, in Chile wurde ihnen bereits 1876 das Stimmrecht verliehen. In Australien kennt das Gemeindewahlrecht keinen Geschlechts­unterschied. Weniger günstige Erfolge hat die Agitation bisher in den anderen Staaten, und vor allem in Deutsch­land auszuweisen. Ausgang der 50er Jahre verbreitete sich die Bewegung in Frankreich und England. 1860 gründete bie National association for social Science auf Betreiben iJorb Shaftesburys die Londoner Gesellschaft zur Beför­derung der Beschäftigung der Frauen. Die lebhafte Agi- tation erreichte erst 1870 und 1882 die Beseitigung der großen Härten des englischen Ehegesetzes durch das Gesetz zum Schutze der Frauen und die Ehefrauen-Eigentumsakte, dagegen wurde der 1867 von Mill im Parlament ein­gebrachte Antrag auf Verleihung des Parlamentswahlrechts damals und seither abgelehnt. Glücklicher waren die Frauen in Bezug auf die Gemeindewahlrechte. In England er- hrelten die weiblichen Hauseigentümerinnen 1869, in Schott­land 1882 das aktive Gemeindewahlrecht verliehen, und 1870 erlangten die englischen Frauen auch das aktive und passive Wahlrecht für die Schulratswahlen, sowie 1888 die Grundbesitzerinnen das Recht zur aktiven Teilnahme an den Grafschaftswahlen. Für Frankreich entstand anfangs der 60er Jahre eine Gesellschaft mit ähnlichen Zielen wie die Londoner unter Leitung der Frau Allard und des bekannten Jules Simon.

(Schluß folgt.)

Der Zeichenlehrer an der Volksschule zu Darmstadt August Drach wurde auf sein Nachsuchen, der Gefangen­aufseher am Provinzialarresthaus zu Darmstadt Anton Kronenberger auf sein Nachsuchen, der Schullehrer an der Volksschule zu Gießen Heinrich Pfaff in den Ruhe­stand versetzt.

* * Erledigte Lehrerstellen. Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende I. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Neu-Isenburg mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter sich bemessenden Gehalt; der refor­mierten Kirchengemeinde zu Neu-Isenburg steht das Präsen­tationsrecht zu derselben zu.

* Hinsichtlich der Beförderung von Jagdhunden mit der Eisenbahn hat derVerein für Prüfung von Gebrauchs­hunden zur Jagd" an das Reichseisenbahnamt eine Petition gerichtet, in welcher mit Rücksicht auf die beabsichtigte Um­arbeitung der Verkehrsordnung für die Eisenbahnen Deutsch­lands gebeten wird, daß diese Jagdhunde in die Personen­wagen der 3. Wagenklasse mitgenommen werden dürften.

* * Wechselstempelsteuer. Im Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt ertrug die Wechsel st empelsteuer im Juli d. I. 15,420.70 Mk., mit den Vormonaten des im Gange befindlichen Etatsjahres zusammen 61,760.30 Mk. oder 2414.10 Mk. mehr als im entsprechenden Zeiträume des Rechnungsjahres 1898.

* Bei der Entgegennahme von Postwertzeichen als Zahlung ist größte Vorsicht geboten, da in letzter Zeit mehr­fach Postwertzeichen in den Verkehr gebracht worden sind, welche sich bei der durch die Neichsdruckerei vorgcnommenen Prüfung als gefälscht erwiesen haben. Die Fälschungs­merkmale sind, nach demBerliner Lokalanzeiger" folgende: Die Ränder der Briefmarken sind nicht durchlocht; der Druck ist fetter, sodaß die Linien breiter erscheinen, be­sonders bei den feinsten Teilen des Markenbildes, beispiels­weise beim Adler im Mittelfelde, bei dem Brustbilde des Adlers, dem Blattwerk, der Adlerkette. Die Formen der Zeichnung sind vielfach unrichtig, namentlich die Zeichnung, welche den Mittelschild der Krone über dem Reichsadler füllt. Das Papier der Briefmarken ist ziemlich grob und hat ein mattes Aussehen. Den Fälscher zu ermitteln, ist bisher nicht gelungen.

W. Alsfeld, 17. August. Infolge eines Ausschreibens des Präsidenten des landw. Vereins für die Provinz Ober- heffen, wegen Imports von Simmenthaler Zucht-' vieh aus der Schweiz, sind cirka 30 Stück Zuchttiere zum Ankauf angemeldet worden. Die Zahl ist größer als man es erwartet hatte, da von den maßgebenden Kreisen darauf hingewirkt wird, gutes Zuchtmaterial, besonders weibliche Tiere, aus den inländischen Zuchten zu kaufen. Erfreulich ist diese starke Beteiligung immerhin, da sie zeigt, welch reges Interesse sich in den Kreisen unserer Viehzüchter zeigt. Der Ankauf des bestellten Viehs findet in der nächsten Woche, von der hierzu berufenen Kommission im Simmen- thal statt und dürfte die Versteigerung der Tiere. dann wohl Ende der übernächsten Woche in Gießen stattfinden. Da auch Zuchtvieh bei dem landw. Provinzialvereine zum Bezug aus Ober-Baden bestellt worden ist, so ist auch hier­für noch ein Import in Aussicht genommen, der aber wohl erst Ende September zur Ausführung gelangen dürfte.

A Mainz, 17. August. Ein weithin leuchtendes, mäch­tiges Schadenfeuer wütete vom gestrigen Abend bis zu den ersten Morgenstunden heute am Rhein bei dem ober­halb Mainz gelegenen Orte Weisenau. An einem Ringofen der dortigen, einer Mannheimer Aktiengesellschaft gehörigen, vormaligen Lothary'schen, Cementfabrik, brach aus bis jetzt unbekannter Ursache Feuer aus, das, in den großen, aus- getrockueten Hallen und Lagerräumen reiche Nahrung findend, sich alsbald über das ganze Fabrikterritorium ausbreitete, und den größten Teil der Fabrik, soweit derselbe nicht aus Stein und Eisen bestand, in Asche legte. Daß Menschen bei dem Brande verletzt wurden, darüber verlautet bis jetzt nichts. Der durch Versicherung gedeckte Schaden dürfte ein ziemlich bedeutender fein. Durch den Brand wurde eine größere Anzahl Arbeiter beschäftigungslos.

A Mainz, 17. August. Bei der, kommenden Montag erfolgenden Hierherkunft des Kaisers wird auf speziellen Wunsch Sr. Maj. von einem offiziellen Empfang Umgang genommen, und unterbleibt daher das Errichten von Ehren­pforten, Begrüßungsansprache und Ehrentrunk. Den Kaiser leitete bei seiner Entschließung der Gedanke, daß seine Hier­herkunft einen rein militärischen Charakter habe, und daß er der Stadt, welche ihn im vorigen Jahre so glänzend empfangen, die großen Kosten ersparen wolle. Die Straßen und Plätze, welche der Kaiser nach der Parade passieren wird, werden desungeachtet in Flaggenschmuck prangen. Durch den großen Brand, welcher am gestrigen Abend und während der verflossenen Nacht die ausgedehnte Mann­heimer Portland-Cementfabrik in dem nahen Weisenau in Asche legte, sind ca. 1000 Arbeiter, darunter eine größere Anzahl Italiener brodlos geworden. Das Feuer bekam dadurch einen sehr intensiven Charakter, weil auch ein großes Kohlenlager der Fabrik im Bereich des Brandes war, aus welchem alsbald nach Ausbruch des Feuers die Flammen emporschlugen. Wie man nachträglich erfährt, sind mehrere Arbeiter unbedeutend bei dem Brande verletzt worden. Zu Ehren Goethe's, dessen 150. Geburtstag man am 28. August in Alldeutschland feiert, haben die hiesigen Stadtverordneten in ihrer letzten Sitzung beschlossen, eine Straße der Neustadt hier,Goethestraße" zu taufen.

*t Den landwirtschaftlichen Fachblättern entnehmen wir ein neuerdings erprobtes Mittel gegen die Maul- und Klauenseuche des Rindviehs. Es ist dies derSteinkohlen- theer. Derselbe wurde in einer Reihe von Fällen mit durchschlagendem Erfolge angewendet. Man bestrich den erkrankten Tieren Nase, Maul, Zunge, sowie die Weichteile an den Klauen mit Steinkohlentheer und rieb diesen fest ein.

Schon nach zwei Tagen waren sämtliche Krankheits­erscheinungen geschwunden. Auch Tiere, welche von der Seuche noch nicht ergriffen waren, sind an den bezeichneten Stellen mit Steinkohlentheer behandelt worden, und blieben von der Seuche völlig verschont, obgleich sie mit verseuchten Tieren in einem Stalle und an einer Krippe standen. Die landwirtschaftlichen Blätter wünschen, daß diese erzielten Resultate wohl Anlaß zu ähnlichen Versuchen geben, und wäre es im Interesse der Viehzucht von hohem Werte, wenn die bezüglichen Erfahrungen zur Veröffentlichung mitgeteilt würden.

*t Das Programm der 12. General-Versammlung des Evangelischen Bundes zu Nürnberg vom 8. bis 12. Ok­tober d. I. ist wie folgt: Montag, 9. Oktober, 3?V2 U$t nachmittags: Verhandlungen. 8 Uhr abends: Begrüßungs­versammlung mit Ansprachen. Dienstag, 10. Oktober, vor­mittags: Verhandlungen. - 4% Uhr: Festzug zum Fest­gottesdienst in der Lorenzkirche. Festpredigt: Konsistorialrat Prof. D. Haupt-Halle. - Abends 8 Uhr: Oeffentliche Abendversammlung: Begrüßungen: Vorträge; Pastor D. Buchwald-Leipzig:Die Persönlichkeit Luthers in ihrer Bedeutung für die Gegenwart"; Superintendent Trümpel- mann-Magdeburg:Die Hand Gottes in der Führung des deutschen Volkes seit der Reformation";Die Liebesarbeit der evangelischen Kirche" (Referent Vorbehalten). Mittwoch, 11. Oktober, vormittags 8 10 Uhr: Spezialkonferenzen. 10 Uhr: Oeffentliche Hauptversammlung: Begrüßung durch Graf v. Wintzingerode-Bodenstein, Vorsitzender des Central- Vorstandes; Konstituierung der Versammlung; Begrüßungen; Vortrag von Dr. Arnold Berger-Berlin:Humanismus oder Protestantismus? Eine Gewiffensfrage an unsere Zeit." 2 Uhr: Festessen. 8 Uhr: Aufführung des Oratoriums Gustav Adolf" von Max Bruch, Dichtung von Pfarrer Hackenberg. Donnerstag, 12. Oktober, vormittags 9 Uhr : Verhandlungen. 3 Uhr: Mittagessen. 7 Uhr: Fest- Versammlung in Fürth. Alle diese Versammlungen sind ausschließlich für Evangelische bestimmt. Gesuche von Woh­nungen (Hotel ober Privatwohnungen) sind bis zum 30. Sep­tember an Herrn Pfarrer Engelhardt in Nürnberg zu richten.

f Deutsche Turnerschaft. Dem Jahres- und Geschäfts­bericht, erstattet auf dem Turntage in Naumburg, entnehmen wir noch das folgende: DieDeutsche Turn-Zeitung", 1856 begründet von Ernst Keil und von diesem 1875 seinem langjährigen Mitarbeiter Eduard Strauch als Eigentum übergeben, wird auf Grund eines hochherzigen Entschlusses ihres Besitzers vom 1. Januar 1900 ab bedingungslos in das Eigentum der Deutschen Turnerschaft übergeben. Es ist dieselbe dadurch dem bisherigen Besitzer, der sein Blatt jederzeit selbstlos in den Dienst der Turnerschaft gestellt hat, zu hohem Danke verpflichtet. Das Blatt, das seit 43 Jahren aufs engste mit der Entwickelung der Turnsache im allge­meinen und der Deutschen Turnerschaft im besonderen ver­knüpft ist, bleibt nicht nur, wie bisher, ihr amtliches Blatt, sondern wird auch ihr Eigentum, für das sie in Zukunft alle Verantwortlichkeit zu tragen hat. Der Kampf um die Deutsche Turn-Zeitung", der plötzlich vor vier Jahren entbrannte, erreicht dadurch hoffentlich fein Ende. Ob die goldenen Berge, die mancher von der eigenen Verwaltung erhofft, sich einstellen werden, wird die Zukunft zeigen. Grund­satz für das gesunde Bestehen des Blattes muß jedenfalls eine einheitliche, dem Ausschuß verantwortliche Leitung des­selben und Prüfung der Eingänge auf Form und Inhalt bleiben. Ein Tummelplatz für aller Launen darf unser Amtsblatt nie werden. Die Regelung aller einschlagenden Verhältnisse wird Sache des Ausschusses sein. Das äußere Wachstum der Deutschen Turnerschaft ist ein fortschreitendes gewesen, sie hat im Jahre 1898 um 304 Vereine und 31762 Mitglieder zugenommen und zählte am 1. Januar 1899 6303 Vereine mit 626512 Mitgliedern. In den letzten vier Jahren aber hat sich die Zahl der zu uns ge­hörenden Vereine um 991, die der Mitglieder um 96587 vermehrt. Deswegen sind aber unsere Verhältnisse noch lange keine idealen, es gibt noch viele Vereine, in denen Leitung, Strammheit und Turnen mangelhaft sind, auch viele, in denen Festwnt und Vergnügen die Oberhand haben. Das deutet alles daraus hin, daß wir das Hauptgewicht auf die heimische Arbeit zu legen haben und ernst darauf bedacht fein müssen, daß das Ehren­schild unserer Turnsache blank und rein bleibt. Be­sonderer Förderung von obenher bedürfen wir, wie schon gesagt, nicht, aber die öffentliche Achtung und Anerkennung können wir nicht entbehren und das Eintteten der einfluß­reicheren Klassen der Gesellschaft für unsere gute vater­ländische Sache müssen wir wünschen.

*t Frankfurt a. M., 14. August. Ce ntralstelle für Obstverwertung und Obst-Markt-Komit ee Frankfurt a. M. Nachfragen. Obstverwertungs-Ge- nossenschaft in Eisenach, Karlsstraße Nr. 2, kauft alle Sorten Obst. A. Leusser, Konditor in Vilseck, Bayern, kauft Himbeeren und Aprikosen. Ernst Schröder, Hamburg I, kauft alle Sorten Obst. Franz Riedel, Obsthandlung, Berlin SO., Gri'mauerstraße 33, kauft 1000 Ctr. Birnen, 10,000 Ctr. Pflaumen (Zwetschen) und 2000 Ctr. Aepfel. Jul. Graf, Auerbach a. B., kauft 400 Ctr. sauere Mostäpfel. G. L. Ewald, Obsthandlung, Frankfurt a. M., Neue Zeil, kauft Tafeläpfel, Mostäpfel, Himbeeren, Preiselbeeren, Zwetschen. Oesterreichische Feinbäckerei Karl Schwarte, Frankfurt a. M., Schwarzburgstraße, kauft Mirabellen, Reineklauden, Aprikosen und Einmachbirnen. Verband der Badischen Landw. Konsum-Vereine in Karlsruhe in Baden, Bahnhofstraße Nr. 2, kaufen große Quanta Mostäpfel. Johannes Koch in Weilheim und Teck, Württemberg, kauft 10 Waggon Mostävfel. Dr. Otto Walther, Nordrach-Kolonie (Badischer Schwarz­wald), kauft alle Sorten Obst. Adolf Kranzbühler, Neustadt a. Haardt, kauft Mirabellen, Reineklauden, Birnen, Zwetschen und Aepfel für Konservezwecke. Jakob Wilh.