Ausgabe 
19.2.1899 Erstes Blatt
 
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das Kampflied der Meineidigen gewesen sei. Am 20. Juli 1895 habe derAvis" angedeutet, daß Skobelew, Ludwig EL, Gambetta u. a., sämtlich Gegner Bismarcks durch Meuchel­mord umgekommen seien (Bewegung). Die Ausweisungen seien gerechtigt, so schließt Redner, der preußischen Regierung gebühre dafür Dank.

Abg. Liebknecht (Soz.) bezeichnet die Ausweisungen als einen Skandal für die ganze zivilisierte Welt. Der preußische Landtag, der sie billige, sei ein trauriges Produkt des elendesten aller Wahlsysteme. Wenn man bedenke, was alles in den 35 Jahren geschehen sei, begreife man den Haß in Schleswig-Holstein, nicht gegen Deutschland, sondern gegen das preußische System. Mit Gewalt könne man die Dänen nicht gewinnen.

Abg. v. Levetzow (kons.) führt aus, die Angelegen­heit gehöre nicht vor den Reichstag, sondern in das Ab­geordnetenhaus ; und da sei sie ja mehr als hinreichend besprochen worden. Unbedingt nötig sei es, Maßnahmen zu ergreifen, um weiteren Schäden in Nordschleswig vor­zubeugen.

Abg. Tönnies (natl.) bestreitet, daß infolge der Ausweisungen eine Leutenot in Nordschleswig eingetreten sei. Der Sprachenerlaß sei zu billigen, und es sei höchste Zeit gewesen, daß strengere Maßnahmen gegen die dänische Agitation ergriffen würden. Diese Agitation werde immer dreister. (Redner, welcher seine Rede abliest, wird vom Präsidenten Grafen Ballestrem unterbrochen und ihm be­deutet, daß dies nicht zulässig sei).

Abg. Lieber (Centr.) widerspricht der Ansicht des Reichskanzlers, daß die Angelegenheit nicht zur Kompetenz des Reiches gehöre. Seine, Redners, Freunde meinten, die Ehre und das Ansehen Deutschlands in dieser Ausweisungs­frage zu vertreten, sei eine der vornehmsten Aufgaben des deutschen Reichstages. Ob die Mittel, die angewendet worden seien, die richtigen seien, bleibe dahingestellt. Jeder, der es mit dem deutschen Reiche gut meine, müsse seine warnende Stimme dagegen erheben. Wohlwollen und Ge­rechtigkeit auch gegen Ausländer seien die einzig richtigen Mittel. Himmelschreiendes Unrecht sei die Einmischung preußischer Richter in das Erziehungsrecht von dänischen Eltern in Schleswig-Holstein. Der deutsche Reichstag dürfe das nicht ruhig dulden.

Morgen 1 Uhr: Fortsetzung der Debatte. Wahlprüf­ungen, kleinere Vorlagen.

Schluß 6 Uhr.

Deutsches Reich.

M.P.C. In Bestätigung einer früher von uns ge­brachten Meldung, wonach der Chef des Kaiser!, und Königl. Civilkabinetts sich nach Ruhe sehne, wird jetzt berichtet, daß Herr v. Lucanus den in den letzten Jahren größer ge­wordenen Aufgaben seines Amtes sich nicht mehr in dem früheren Maße gewachsen fühle und deshalb um seine Ent­lassung zu bitten geneigt sei. Wir haben früher mitgeteilt, daß der Kaiser sich nur schwer von seinem Kabinettschef trennen würde; Herr v. Lucanus dürfte eine andere Stelle schwerlich noch übernehmen wollen. Ob der Regierungs­präsident v. Moltke zu seinem Nachfolger gewählt werden wird, muß abgewartet werden.

Ausland.

New'dork, 17. Februar. Hetzartikel des Ober- richters Chambers gegen Deutschland. Die Deutsche Warte bringt folgende eigene Kabelmeldung über London. Die New-Aorker Blätter bringen ein langes Schreiben des Oberrichters Chambers in Apia, welches die schleunigste Annexion der Samoa-Gruppe, am besten durch England, fordert. Chambers klagt den Generalkonsul Rose wegen Vertragsbruchs an. Rose habe mit Waffengewalt für Mataafa Partei ergriffen, unterstützt vom deutschen Präsidenten des Gemeinderats Dr. Raffel, den deutschen Kriegsschiffen und allen Deutschen durch Gewaltthaten und Verrat. (!! Red. d. D. W.) Durch deutsche Waffen und deutsche Führung habe Mataafa gesiegt, drei Tage lang ge- brandschatzt und geplündert. Die Deutschen hätten die Allgewalt usurpiert, Präsident Raffel sich selbst zum Oberrichter ernannt, worauf 28 britische Marinesoldaten die Passage durch die deut­schen Marinetruppen erzwungen, Raffel vertrieben und Cham­bers neu eingesetzt hätten. Trotzdem fuhren die Deutschen fort, die vertragsmäßigen Autoritäten zu mißachten und Widerstand zu organisieren. (Unsere Regierung wird jetzt die amerikanischen Forderungen durch die Gegenforderung beantworten können, Chambers wegen dieser öffentlichen Beleidigungen unserer Vertreter auf Samoa abzuberufen. Selbst nach seiner Darstellung haben lediglich die Engländer und Amerikaner es bis zum offenen Kampfe treiben wollen, der nur durch die musterhaft ruhige Haltung unserer Marinemannschaften verhindert worden ist. Red. d. D. W.)

Kolrales und Provinzielles.

Gießen, den 18. Februar 1899.

* Zum Steueraufseher wurde ernannt am 10. Febrnar l- Js. der Steueraufsehervikar Vizefeldwebel Heinrich Meyensch ein zu Alzey, mit Wirkung vom 1. März l. I.

* P. Stadttheater. Das in München spielende Volks­stückDas grobe Hemd" von Karlweis wurde gelegent­lich eines Gastspieles von Conrad Dreher schon einmal den hiesigen Theaterfreunden geboten, und erlebte gestern eine Neuaufführung. In dem Stücke ist der bekannte Satz: Reichtum schändet nicht, und Armut macht nicht glücklich" an einem einfachen Beispiele in sehr handgreiflicher Weise illustriert. Nach Anlage und Ton ist dies Bühnenerzeugnis mcht für litterarische Feinschmecker, sondern für das große Publikum bestimmt. Letzteres aber glänzte gestern abend durch Abwesenheit, und die kleine Gemeinde der Erschienenen

wagte sich mit Lachen und Beifall kaum hervor. Freilich hätten auch die Darsteller größtenteils flotter, lebhafter und vom Souffleur weniger abhängig sein müssen. Herr Direktor Helm war als Schöllhofer etwas ungleich, gab aber ein­zelne Teile, namentlich im dritten Akte, sehr wirkungsvoll. Der Max des Herrn Merker hätte in noch schärferem Gegensatz zu den anderen Personen stehen dürfen. Seine Partnerin, Frl. Würdig, schien etwas indisponiert zu sein, während die Damen Kruse und Pauli ihren Auf­gaben gerecht wurden. Herr Liebscher kam mit seinem Baurat Wendelin erst im letzten Akte zur Geltung. Herr Casterra genügte; als gut sei schließlich noch der Baierl des Herrn Walter erwähnt.

* * Stadttheater. Am Sonntag findet nach langer Pause wieder eine Kindervorstellung statt, und zwar wird die KinderkomödieStruwwelpeter" gegeben. Für abends steht eines der besten Volksstücke der Gegenwart: 's Nullerl" von Carl Morre, auf dem Spielplan. Dienstag den 21. dss. Mst. gastiert Fräulein Frieda Eichelsheim vom Darmstädter Hoftheater alsMaria" inMaria Stuart".

** Durch das Entgegenkommen des Nationalliberale» Vereins sind wir in der Lage, einen ausführlichen sachlichen Bericht über den vor kurzem von Herrn Regierungsbaumeister, Stadrat Sardemann aus Marburg hier gehaltenen zeit­gemäßen und interessanten Vortrag über die Kanalisation von Marburg zu bringen. Da der Gegenstand für die Stadt Gießen, welche auch vor der Lösung dieser Frage steht, von besonderem Interesse ist, so dürften die Hinweise auf die Verhältnisse in Marburg umso wertvoller sein, als diese Stadt durch ihre natürliche Lage zu einem Vergleiche mit Gießen besonders geeignet ist.

** Spezialitäteu-Vorstellungen. Am Sonntagnachmittag 4 Uhr und abends 8 Uhr, finden in LonysBierkeller zwei große Spezialitäten - Vorstellungen statt, worauf auch an dieser Stelle Vergnügungslustige auf­merksam gemacht seien.

** Polizeibericht. Am Viadukt in der Neustadt scheute gestern nachmittag vor einem Eisenbahnzug ein Pferd, und ging mit dem Wagen durch und beschädigte zwei Linden­bäumchen in der Westanlage. Auf dem Schienengeleise des Bahnüberganges in der Frankfurterstraße schlug gestern nachmittag ein hoch mit Stroh beladener Wagen um, was eine längere Verkehrsstörung zur Folge hatte. Seit etwa einem Jahre wurden ab und zu die aufgegebenen Güterballen auf dem hiesigen Güterbahnhofe zum Teil geöffnet und von deren Inhalt gestohlen. Der Dieb wurde gestern in der Person eines Eisenbahnarbeiters er­mittelt und verhaftet. Eine ganze Menge gestohlener Sachen fanden sich in dessen Wohnung vor.

** Im Oberpostdirektionsbezirk Darmstadt erzielte im Januar 1898 die Wechselstempelsteuer eine Einnahme von 15,977 Mk. 50 Pfg., zusammen mit den Vormonaten des laufenden Etatsjahres (ab 1. April 1898) 152,269 Mk. (10,060 Mk. 40 Pfg. mehr als im entsprechenden Zeit­räume 1897/98).

Hungen, 17. Februar. Aus dem Krankenhause zu Hungen (Fendtsche Stiftung), enthält dieLandpost" die Mitteilung, daß im Jahre 1898 87 Kranke (37 weibliche und 50 männliche) Aufnahme fanden und konnten für diese am Jahresschlüsse 4953 Pflegetage mit 37 Nachtwachen gezählt werden. Im Vorjahre 1897 hatten nur 56 Kranke (24 weibliche und 32 männliche) Ausnahme gefunden; dem­nach 31 weniger als 1898. Die nennenswerte Zunahme von Kranken im Jahre 1898 liefert den offenbaren Beweis von zunehmendem Vertrauen für dieses Haus, gegen welches im Anfänge seines Bestehens ein unbegründetes Vorurteil be­stand. Die ausopfernde Thütigkeit der Schwestern sowie deren außerordentliche, ja hervorragende Kunst, mit Geduld und Liebe zu ihrem schweren Berufe die Kranken zu pflegen, macht sich nicht allein hier im Krankenhause geltend, sondern auch in der Stadt; denn in dieser wurden bei 192 Familien (armen sowohl wie reichen) 4297 Krankenbesuche ausgeführt, wovon 27 ganze Tagespflegen und 85 Nachtwachen ausgeschlossen sind. Die Schwestern haben auf allen Gebieten menschlichen Elends, wo weibliche Kräfte helfend eintreten können, ihren Berus ersüllt.

Aus der Zeit für die Zeit.

Vor 426 Jahren, am 19. Februar 1473, wurde zu Thorn Nicolaus Copernicus, der Begründer der heutigen Astronomie geboren. In seinem Werke:Von den Be­wegungen der Himmelskörper" deckte er Gesetze auf, welche von Kepler und Newton weiter ausgebaut, noch heute als Richtschnur der astronomischen Wissenschaft dienen. Er lehrte ferner die Umdrehung der Erde und der übrigen Planeten um die Sonne. Seine Bestimmungen der Umlaufszeiten des Mondes dienten der von Gregor XIII. angeordneten Kalenderverbesserung zur Grundlage. Copernicus starb am 24. Mai 1543 zu Frauenburg.

Vor 100 Jahren, am 20. Februar 1799, starb zu Paris der ftanzösische Mathematiker und Seemann Jean Charles Bor da. Außer hervorragenden Verdiensten um den Schiffs­bau und die Nautik hat sich derselbe durch eine Reihe von wissenschaftlichen Arbeiten über ballistische Probleme und Erfindungen einen ehrenvollen Platz in den Annalen der mathematisch-physikalischen Wissenschaft erworben. In den Jahren 1777/78 trug er außerdem als Generalmajor der Seetruppen zu den Erfolgen der französischen Waffen im amerikanischen Kriege bei. Borda wurde am 4. Mai 1733 zu Dax geboren.

Male werden hier die weiten Gebiete der Kunst und des

unter dem TitelFröhliche Kunst" erscheinen. (Verlag von 3 C. Bruns, Minden t. W., ca. 128 S., Preis 1 Mk.) 1

Lebend von namhaften Dichtern und Schriftstellern in fat£ humoristische Beleuchtung gerückt. Launige Novellen, boshafte iU fälle auf künstlerische Auswüchse, Aphorismm, Parodien, Schnei dichte u. s. f. in Fülle wird dieser lustige Almanach enthalten, Z denen u. a. mitgearbeitet haben: Otto Julius Bierbaum, Scheerbart, M. G. Conrad, Otto Ernst, Kurt Aram, A. Croifs» Rust, Franz Held, Rich. Schaukal, Fr. Ewers, R. Öttbw H. Häfker, Chr. Morgenstern, Anselm Heine, P. Remer, E. o.fi man, P. Hille u. a. m.

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

LukaSgemernde.

Den 11. Februar. Friedrich Weber, Pfarrer zu BeerM und Johanna Marianne Scheel, Tochter des Kaufmanns W Scheel zu Gießen.

Getaufte.

MarthäuSgewriude.

Den 12. Februar. Dem Amtsrichter Ferdinand Schmidt *®' Tochter, Elisabeth Helene Ida Emilie, geboren den 29. Oktober.

Denselben. Dem Lackierer Karl Käs eine Tochter, Sinne, P boren den 19. Januar.

MarkuSgemeinde.

Dm 12. Februar. Ein unehelicher Sohn, Karl Kaspar Pl>M geboren den 22. Januar.

Dm 15. Februar. Dem Apothekenbesitzer Hermann Dorniers ein Sohn, Wolfgang Hermann Karl Theodor, geboren da 13. Oktober.

JohanneSgemeinde.

Den 12. Februar. Dem Fuhrmann Friedrich Jrschke ein Sei" Carl August, geboren den 26. November.

Beerdigte.

MatlhäuSgemeinde.

Den 12. Februar. Luise Lind, geb. Hein, Witwe des * storbenen Hofkonditors Eduard Lind, 80 Jahre alt, starb * 10 Februar.

JobannrSgemetndr.

Den 14. Februar. Ludwig Schmidt, Privatmann, 80 alt, starb den 12. Februar.

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Auszug aus den Standesamtsregistm der Stadt Gießen.

Aufgebote.

Februar: 11. Joseph Heinrich Paul Hubert Rücker, Hauptw^. zu Gießen, mit Maria Friederike AndrS zu Hirschhorn. 11. Lubrvi. Lazarus, Kaufmann zu Niedergirmes, mit Sophie Katz bWr 11. Philipp Haller, BauaSpirant dahier, mit Johanna tofftkr selbst. 13. Albrecht Hartmann, Pfarrvikar zu Hatnchen, mftÄitelhv. , Johanna Clara Christiane Luise Georgine Schellmberg tyttWi1 14. Johannes Pitz, Schreiner dahier, mit Christine Pfuhl hinM 15. Karl Max Tippmann, Gärtner dahier, mit Johanna Diehl.r Gießen. 15. Johannes Schäfer, Taglöbner zu Garbenteich, mi Katharine Grotzhaus hterselbst. 16. Wilhelm Diehl, Werkmeißi Aspirant zu Gießen, mit Ottilie Görnert zu Alsfeld. 16. Heimch Edmund RottS, Privatsekretär dahier, mit Eltsabethe Kathacki Lippert Hierselbst. 16. Karl Geitz, Hilsstelegraphtst dahier, etl Katharine Amalie Graß bierselbst.

Eheschließungnr.

Februar: 11. Friedrich Weber, Pfarrer zu Beerfelden, mt Johanna Marianne Scheel hterselbst. 15. Heinrich Walter, Wage» wärter zu Gießen, mit Maria Willersdorf daselbst. 15. Skflfrkl Emil Weißenberg, Kaufmann dahier, mit Flora Elsoffer hlerselbst

Geborene.

Februar: 6. Der Ernst Richard Wiegelmann Witwe * Tochter. 8. Der Nikolaus Wengel Witwe ein Sohn, Ernst Heim» Karl Gilbert Peter. 9. Dem Architekt Heinrich Kockerbeck ein Tochter, Marte Hildegard. 10. Dem Laternenwärter Johann Konn! Will eine Tochter. 10. Dem Weichensteller Christian Arnold eine Tochln 11. Dem Wirt Robert Johann Hermann Meuser ein Sohn. 11. Dm Assistenzarzt Dr. Ferdinand Hubert Elisen ein Sohn, Huber! Balthasar. 12. Dem Lokomotivheizer Wilhelm Konrad Grau ck« Tochter. 13. Dem Packmetster Johannes Stebling ein Sohn, Heinst-t 15. Dem Weißbinder und Lackierer Georg Beimborn ein Sohn.

Gestorbeue.

Februar: 10. Julie DebuS, geb. Schlieber, 69 Ich» ül, Witwe von Hotelbesitzer Jakob Debus zu Braunfels. 12. W» I Schmidt I,, 80 Jahre alt, Privatmann dahier. 12. Friedrich Aderl. 7 Wochen alt, Sohn von Arbeiter Karl Albert dahier. 12. Sonntag, 1 Jahr alt, Sohn von Heinrich Sonntag dahier. 15. Um Kind männlichen Geschlechts, 3/i Stunden alt, Sohn von SWfc binder und Lackierer Georg Beimborn dahier. 16. Philipp Ralxim, 52 Jahre alt, Schreiner von Großen-Buseck. 17. Heinrich Lteseu^ 64 Jahre alt, Taglöhner von Allenberg, KreiS Wetzlar.

Schrffsnaehoichten^

Der PostdamvferNederland" derRed Star Antwerpen ist laut Telegramm am 15. Februar wohlbehalten Philadelphia angekommen.

Verkehr, Land und Volkswirtschaft.

«ießeu, 18. Februar. Marktbericht. Auf bem WW Wochenmarkl kosteten: Butter per Pfd. JL 0.650.80, £>u*£-..r. per St. 00 4, 2 St. 1113 Enteneier per St. 67 «

Univerßläts Nachrichten.

München. Geheimrat Prof. Dr. v. Rothmuod, K weitbekannte Augenarzt und UniverfitätSlehrer, Vorstand bet ihm vor 45 Jahren begründeten königlichen Augenklinik, ist ua^ fetzung in den Ruhestand eingekommen.

Professoren und Prtvatdozenten. Man schreib^ Frkf. Ztg." aus Bern: Unter den Prtvatdozenten an btfc versttät Lausanne herrscht eine gewtffe Gähruvg. Bisher nämlich diese Herren, gerade wie die Professoren, das Recht i geübt, Bücher in unbeschränkter Zahl aus der Bibliothek nach hin zu nehmen. Durch ein Reskript vom Anfang dieses JahreS w* aber den Privatdozenten die Zahl der auszuleihenden Bände t den gewöhnlichen Menschen auf zwei beschränkt. Hiergegen sch die Privatdozenten einen Protest auf, worin auSgeführt wird, \ Privatdozenten bedürften der Vergünstigung, die man ihnen ent^ weit eher, als die Profefforen. Denn in der Regel ständen: Privatdozenten in einem Älter, wo man die Kollegienhefle e schreibe. Hierzu brauchten sie außerordentlich viele Bücher, die £ fessoren dagegen könnten sich mit dem Ablesen ihrer Heste begnü« Im schlimmsten Falle würden darum jene eine derartige BesSrd ung in der Btbliothekbenutzung eher ertragen können, «15 Privatdozenten.

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Wteratur, Wissenschaft und Kunst.

- «in humoristischer Almanach ftir da» Jahr 18»» {, 5^1-00, IgJL herausgegeden von Ludwig JacobowSkt, wird in der nächsten ffiM, ^Au.OO, D®'eni6 unter dem TitelFröhliche Kunst" erscheinen. (Verlag von % 62-64 -*1/ *

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