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Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 17. Februar 1899.
** Parlamentarisches. Der G es etzgebungs auSschuß
jährigen Kulturarbeit unter Aufwendung großer deutscher Kapitalien und unterstützt durch den ununterbrochenen Schutz der kaiserlichen Marine bestehen. Ob dies aber zurzeit möglich ist, wagt der Verfasser nicht zu entscheiden. Eine Teilung der Samoa-Inseln unter die drei Schutzmächu findet nicht seinen Beifall, selbst in dem als ganz selbst, verständlich vorauszusetzenden Falle, daß die Insel Upol, an Deutschland fiele. Die Hamburgischen Interessenten seien vielmehr der Ansicht, daß eine Teilung der Insel, ebenfalls zu Verwicklungen aller Art Anlaß geben könnte. Die an sich ja nicht zahlreiche und über die verschiedenen Inseln verbreitete Bevölkerung sei vielfach durch die engste, Familienbande mit einander verbunden, und der Erlaj gleichmäßiger Verwaltungsbestimmungen innerhalb verschiß dener Machtsphären, geschweige denn ihre strikte Durchfüh. rung sei kaum zu erwarten. Wenn nun aber an der herigen Grundlage festgehalten werde, so müßt? im, umsomehr auf eine strikte Erfüllung der von den Schutz, machten im Jahre 1889 eingegangenen Verpflichtung.-, bestehen, gleichviel, welche Opfer daraus entstehen.
allem würde eine Vereinbarung zu erstreben sein, wG geeignet wäre, die alsbaldige Entwaffnung und die dauert ■ Verhütung der Neubewaffnung der Eingeborenen herkp führen und auf die Dauer sicherzustellen.
— Die Sanga Ngoko-Expedition ist Enk Dezember in Kinschassa am Stanleypool eingetroffen. alle Dampfer beschäftigt waren, sollte der Aufbruch zur Sanga Anfang Januar erfolgen. In Boma hat sich k Leutnant Kramsta, der sich auf eigene Kosten nach Asti!- begeben hat, der Erpedition angeschloffen.
— Nach amtlichen Berichten aus Kamerun ist M Dezember v. I. die kaiserliche Schutztruppe unter Fühm, des Hauptmanns von Kamptz zur Bestrafung des bekamiln Häuptlings und Sklavenräubers Ngila in der Richly nach Aaunde aufgebrochen.
Ausland.
Wien, 16. Februar. Dem „Neuen Wiener Tagebl. ! wird aus besonders gut informierter Quelle gemeldet, te Rücktritt Banffys sei bei der Wiener Konferenzen! schieden worden. Als sein Nachfolger komme nur noi Koloman Zzell oder Fejervary in Betracht.
Wien, 16. Februar. Das Befinden btt Herzogin Maria Immaculata hat sich westnM verschlimmert. Eine Lungenentzündung ist im Anzuge.
Laibach, 16. Februar. Heute früh 3 Uhr 27 M. fand hier ein mehrere Sekunden dauerndes Erdbebe» statt. .
M.P.C. Italien. Das Kriegs-Budget für 1899/19(0 beträgt: 222 970 000 Frcs. für laufende und' 1 470000 Fm. für außergewöhnliche Ausgaben, zusammen 224 440000 Der Kriegsminister verlangt jedoch außerdem noch die Be willigung von 14 560000 Frcs. für Reorganisation bu Feldartillerie, sodaß die Gesamtkosten 239 Millionen Frauen betragen. Die Stärke der Armee für 1899/1900 ift er 13527 Offiziere und 212000 Mann festgesetzt, dazi 46162 Pferde. Außerdem sollen 93000 Reservisten zi Uebungen eingezogen werden für eine Dauer von mindestem 20 Tagen.
M.P.C. Frankreich. Die nach Petersburg entsandt! Abordnung der Kriegsschule St. Cyr ist wieder zurückgekehrt, nachdem dieselbe vom Zaren in der freundlichsten Weise empfangen, worden ist. Die Abordnung bat allen in Petersburg wohnenden Großfürsten Besuche grmiidit, ferner dem Kriegsminister Kuropatkin, dem Generalstabs^ Zakharof und den Direktoren der verschiedenen Milstarschulen. Kränze wurden niedergelegt am Grabe Pauls LI und Alexanders III.
Künstler verstand ihn zu wecken, wie kein anderer. «M Spiel spottet jeden Vergleiches, es ist einfach unvergleW Passagen, Cadenzen, Staccato, Triller, Piccicato, kurz^ Spielarten, die nur zu erdenken sind, sitzen in dem gelenk des Künstlers, und sein Bogen folgt willig ben*y gedungen des Genies. Was niemand von der Geige dem Cello zu hoffen wagt, das zaubert Schreyer aus w heraus, und hält damit die Sinne der Hörer gefanß ( Atemlos lauschte alles seinem göttlichen Spiel, es herr> ' eine andächtige Stille, sodaß man eine Stecknadel V fallen hören können; dafür entfesselten aber die Dort
Deutsches Reich.
Berlin, 16. Februar. Der deutsche Handelstag ist auf den 2. März einberufen. Auf der Tagesordnung steht außer geschäftlichen Angelegenheiten das Gesetz über die Privatversicherungs-Unternehmungen, die Wasserbau- Verwaltung in Preußen, die Schädigungen des Handels durch Kornhaus-Genoffenschaften und Landwirtschaftskammern und Aenderung des Bankgesetzes.
Berlin, 16. Februar. Die jüngsten englischen Meldungen aus Apia über die Vorgänge auf Samoa erweisen sich keineswegs als zutreffend. Wie die „National- Zeitung" von zuverlässiger Seite erfährt, ist es zunächst durchaus unbegründet, daß der deutsche Konsul dem Oberrichter Chambers mitgeteilt habe, seine Regierung halte seinen Protest gegen dessen Verhalten nicht aufrecht. Vielmehr werde von deutscher Seite nach wie vor betont, daß die deutschen Staatsangehörigen der Rechtsprechung des Oberrichters nicht unterstehen. Aus allen zuverlässigen Mitteilungen ergebe sich, daß den amerikanischen Oberrichter das erste Verschulden für die jüngsten Vorgänge treffe, deren Ausgleichung nunmehr der Diplomatie der beteiligten Mächte obliege.
Berlin, 16. Februar. Der hannoversche Provinzial- Landtag wurde gestern eröffnet. Der Vorsitzende Graf zu Inn- und Knyphausen hob hervor, in der Ehrung der ehemaligen hannoverschen Armee durch die Fortpflanzung ihrer Erinnerung sei der Dank des Kaisers für ihre Treue und Anhänglichkeit zu erblicken. Jeden Hannoveraner erfülle der Gedanke an die Waffenthaten der alten Armee mit Stolz, darum seien die Hannoveraner voll Dankes für die Neubelebung durch die Verbindung mit der jetzigen Armee. Der Redner forderte dann zu treuer Gefolgschaft auf und schloß mit den Wünschen für ein glückliches Gedeihen der Regierung des Kaisers.
Berlin, 16. Februar. Zum Reliktengesetz hat die Berliner Lehrerschaft am Mittwoch in einer stark besuchten Versammlung Stellung genommen. Der Referent Lehrer Claußnitzer, der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes, machte verschiedene Bedenken gegen den Entwurf der Regierung geltend, so besonders in der Frage der Mindestpension. Die Versammlung beschloß folgende Resolution: „Der Berliner Lehrerverein begrüßt mit Genugthuung die endliche Lösung der Reliktenangelegenheit der Volksschullehrer durch den vorgelegten Gesetzentwurf und stimmt demselben unter der Einschränkung zu, daß 1. das zumeist aus den Beitrügen der Lehrer angesammelte, über 16 Millionen Mark betragende Kapital der Witwenkassen zur Erhöhung der Pension der gegenwärtigen 12 000 Witwen, welche vom Gesetz ausgeschlossen sind, und zur Unterstützung derjenigen Witwen, die durch die Herabsetzung der Minimalpension von 250 auf 216 Mk. eine Schädigung erfahren, verwandt werde; 2. die kreisfreien Städte in den Rahmen des Gesetzes einbezogen werden, da sonst zu befürchten ist, daß durch ihren Ausschluß die durch das Besoldungsgesetz erleichterte Freizügigkeit der Lehrer wieder beschränkt und die Opferwilligkeit dieser Städte für Schulzwecke herabgemindert werde."
M.P.C. Berlin, 16. Februar. Neuere Gerüchte, daß der Reichskanzler Fürst Hohenlohe im Hinblick auf sein hohes Alter in den Ruhestand zu treten beabsichtige, entbehren genau so der Begründung, wie frühere. Fürst Hohenlohe weiß, daß er einen persönlichen Wunsch des Kaisers erfüllt, wenn er so lange auf seinem Posten ausharrt, als es ihm seine Kräfte erlauben. Die letzteren sind »ber in keiner Weise gegen frühere Jahre geschwächt. Der Fürst verbringt täglich mindestens acht Stunden an seinem Arbeitstisch, besucht Gesellschaften und giebt solche. Jeder, der sich des Vorzugs rühmen darf, mit ihm in Berührung zu kommen, bewundert seine körperliche und geistige Frische. Das Interesse des Fürsten für alle Fragen der Politik ist ein sehr intensives. Wenn er in der Regel nur verhältnismäßig kurze Zeit den Reichstagssitzungen persönlich anwohnt, so hat das seinen Grund darin, daß er dort durch die Staatssekretäre so gut vertreten ist, wie er es sich besser gar nicht wünschen könnte.
M.P C. Aus der Provinz Schleswig-Holstein wird uns geschrieben: Nicht nur in deutschen, auch in dänischen Kreisen wird die Politik des Oberpräsidenten v. Köller als die einzig mögliche und gesunde bezeichnet. Sie zeugt von Selbstbewußtsein und Thatkraft, und trägt dem Umstande Rechnung, daß während der Amtswaltung des Vorgängers des Herrn v. Köller Zustände in der Provinz Platz gegriffen hatten derart, daß man sich selbst in Dänemark fragte: wie lange sich derartiges wohl die preußische Regierung gefallen lassen dürfte.
MP.C. Das Reichsgericht fällte unlängst ein bemerkenswertes Urteil in Sachen der Weinfälschung. Ein Gastwirt und Weinhändler führte gezuckerten Wein, welcher jedoch an Zucker das nach dem Gesetz vom 20. April 1892 zulässige Maß nicht überschritt. Er hatte auch an solche Gäste verkauft, welche als ihm bekannte Diabetiker ausdrücklich zuckerfreien Wein verlangt hatten, weil er den gezuckerten und ungezuckerten Wein nicht genügend getrennt hielt. Er wurde aus § 14 des Gesetzes betreffend den Verkehr mit Nahrungs- und Genußmitteln bestraft. Auf eingelegte Berufung hob das Reichsgericht das Urteil auf und erkannte auf Freisprechung, und zwar aus folgenden Gründen: Es sei nicht unbedingt richtig, wenn behauptet werde, Gesundheitsschädlichkeit im Sinne des angewendeten Gesetzes liege nur vor, wenn das Nahrungs- oder Genuß- mittel für den normalen Menschen schädlich sei, nicht auch dann, wenn es nur bei Vorliegen einer bestimmten Krankheit schade. Die behauptete Regel treffe nicht zu, wenn ein Nahrungs- oder Genußmittel erkennbar nur für den Genuß einzelner Menschen bestimmt sei. In diesem Falle gebe die Gesundheit diesen Menschen die Norm. Allein der in Frage stehende Wein war nicht als zuckerfrei und für den Diabetiker
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zweiten hessischen Kammer trat am 15. ds. Miß. mi Ständehaus zu Darmstadt zu einer weiteren Sitzung zu- sammen und setzte die Beratungen des Entwurfs „DaS Einführungsgesetz zum bürgerlichen Gesetzbuch" betreffend, fort, worauf er sich am Nachmittage nach Erledigung dieses
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bestimmt ausgegeben, sondern der Weinhändler hatte eine allgemein geführte Weinsorte unter Zusicherung einer Eigenschaft, die er nicht hatte, in Einzelfällen verkauft. Im Allgemeinen war der Wein nicht gesundheitsschädlich und dadurch die Anwendung des Gesetzes vom 14. Mai 1879 ausgeschloffen. Weil eine Schädigung der Gesundheit der Käufer nicht bewiesen war, konnte auch der § 230 des Strafgesetzbuchs nicht anwendbar erklärt werden.
M.P.C. In einzelnen ausländischen Organen wird die Versicherung verbreitet, die deutsche Regierung sei nicht einverstanden damit, daß der Papst eine Einladung zur sogen. Abrüstungskonferenz erhalte. Erstens ist es gar nicht Sache der deutschen Regierung, irgend welche Wünsche darüber zu äußern, wer zu der vom Kaiser von Rußland angeregten und bereits in die Wege geleiteten Konferenz eingeladen wird oder nicht. In zweiter Linie aber liegt der Widersinn der Meldung um deswillen klar zu Tage, weil von deutscher Seite der Papst bereits in den achtziger Jahren zum Schiedsrichter in einer internationalen Frage angerufen worden ist. Damit wurde, soweit Deutschland in Frage kommt, das Recht des Papstes, zu solchen Konferenzen miteingeladen zu werden, deutlich genug anerkannt.
— Zu der Nachricht, daß vr. Arons in Gemeinschaft mit Dr. Heinrich Braun und Dr. Iastr 0 w eine sozialpolitische Zeitschrift begründe, geht der „T. R." die Mitteilung von Dr. Jastrow zu, daß er an einem derartigen Plan nicht beteiligt sei. Aus der heutigen Nummer des „Vorwärts" ist zu ersehen, daß auch inbezug auf Dr. Arons die Nachricht dementiert wird.
— Ein Seitenstück zum Löbtauer Landfriedensbruch. Aus Leipzig wird der „T. R." vom gestrigen Tage geschrieben: Das gleiche Bild sittlicher Verrohung und frivoler Verhöhnung aller Schranken gesetzlicher und gesellschaftlicher Ordnung, wie es sich im Juni v. I. in Löbtau abgespielt, entrollt der gegenwärtig vor dem hiesigen Schwurgericht zur Verhandlung stehende Prozeß wegen Aufruhrs und Landfriedensbruchs, nur daß es in letzterem Falle sich um eine Anzahl jüngerer, zum Teil erst der Fortbildungsschule entwachsener Leute handelt. Die inkriminierten Handlungen wurden in der Nacht zum 12. September in dem Vororte Möckern gegen einige Schutzleute begangen, welche einen Arbeiter verhaftet hatten und in Arrest bringen wollten. Im Nu rottete sich das Publikum zusammen und ergriff für den Arrestanten Partei. Die Aufforderung auseinander zu gehen, wurde mit dem Ruf: „Haut sie!" beantwortet. Der Schutzmann Zeißig verhaftete dabei einen der Krakehler, Namens Siebert, um ihn nach der Wache zu bringen. Nun drängte die Menge immer toller heran, schlug den Schutzmann Breitenbach in die Seite, beschimpfte ihn und suchte Siebert zu befreien. Im weiteren Verlauf wurde Breitenbach mit Stöcken über Kopf und Rücken geschlagen, mit Erdklumpen und Steinen beworfen. Als er der Menge nochmals gütlich zuredete, schrie es wild durcheinander: „Meffer raus! Stecht sie nieder!" Jetzt trieb Breitenbach die Menge mit dem Seitengewehr zurück, ohne jemanden zu verletzen. Dabei kam der Arrestant Siebert, von einem Steinwurf, der dem Schutzmann Zeißig zugedacht war, getroffen, zu Boden. Zeißig fiel über ihn, und nun schrie die Menge: „Drauf, schlagt ihn tot, jetzt liegt er da, schmeißt ihn tot!" Dabei erhielt Zeißig einen Stockschlag über den linken Arm. An einem Neubau angelangt, schrieen die Exzedenten: „Hier giebts Steine!" und nun flogen Ziegelstücke und ganze Steine gegen die Schutzleute, die auch getroffen wurden. Zeißig zog blank und drängte die Leute, die „Haut sie, schlagt sie tot, nehmt ihnen die Blembe weg!" riefen, mit der Waffe zurück. Jetzt war der Trupp vor dem Haftlokal angelangt, wohin der zur Hilfe herbeigeeilte Schutzmann Thilo mittlerweile den Siefert und den zweiten Häftling gebracht hatte. Die tobende und schreiende Menge riß die Latten aus dem Stacket und warf sie gegen das Gebäude, immer schreiend: „Los, Los! die müssen raus, laßt sie raus, sonst lauen wir alles kaput!" Der wiederholten Aufforderung des Gemeindevorstandes, den Platz zu räumen, wurde nicht entsprochen, und die Menge beruhigte sich erst, als einer der Verhafteten freigegeben wurde. Sie hatte gedroht, andere Maßregeln ergreifen zu wollen, wenn dies nicht geschehe. Ermittelt wurden acht Personen, lauter Arbeiter im Alter von 17 bis 23 Jahren, die sich nun wegen Aufruhrs und Landfriedensbruchs zu verantworten haben. Einer ist wegen Diebstahls und Sachbeschädigung, einer wegen Unterschlagung, einfachen und schweren Diebstahls, einer wegen Betrugs, Unterschlagung und Diebstahls, einer, der bereits sechs Monate im Arbeitshause verbracht hat, vielfach wegen Bettelns und Jagdvergehens vorbestraft. Die Verhand- ungen werden bei vollster Oeffentlichkeit geführt.
— lieber die Samoafrage hat der Wirkliche Geheime Rat v. Kusserow in den beiden letzten Nummern )er „Deutschen Kolonialzeitung" eine historische Arbeit veröffentlicht, welche wegen der früheren Stellung des Verfassers und der lichtvollen Durcharbeitung des Stoffes von Bedeutung ist. Nach seiner Ansicht würde sich eine Revision der Berliner General-Akte mindestens aus die Bestimmungen der General-Akte über die Zuständigkeit des Oberrichters von Samoa und des Vorsitzenden des Munizipalrats, sowie )eren beiderseitiges Verhältnis zu den Konsuln zu erstrecken haben, es sei denn, daß es möglich wäre, die ungleichmäßige Auslegung dieser Bestimmungen durch übereinstimmende Anweisungen für die Zukunft auszuschließen. Insbesondere aber werde es bei Aufrechterhaltung der gemeinsamen Schutzherrschaft unumgänglich sein, im Sinne der General- Akte eine feste Abmachung darüber zu treffen, in welcher Weise der Regierung des von den Mächten anerkannten Königs zukünftig die ihm selbst fehlende materielle Unterstützung zur Aufrechterhaltung der Regierungsgewalt zu gewähren ist. Eine etwaige Beseitigung der gemeinsamen Herrschaft der Schutzmächte dürfe unter keinen Umständen in einem Verzicht Deutschlands auf die Früchte einer dreißig
l)t eoen ipracyivs uoer oie stunji oes tyeige unu v»tuu rangen nec n meisterhaft beherrschenden, wahrhaft gottbegnadeten Künstle -
der so gar nichts aus sich selbst macht, dagegen aus st^ ' . Wq
Instrumenten herausholt, was irgend an Wucht, Wohk^ > P«iöffl N und Schmelz im Reiche der Töne zu finden ist. .
Wohllaut schläft in der Saiten Gold, und der WpA ' '■
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UtiWna^men _ , &*'»■ Mm
•fei fei» !
Entwurfes voraussichtlich bis anfangs März vertagte. | rott teQ.r. ,, n ** Sandor Schreyer. Nur ein Geiger,
gewiß der Gedanke, der das Gros der Gießener W1 ex . freunde beherrschte, sodaß es dem gestrigen WL| en^cr Schreyers in vornehmer Zurückhaltung fernblieb. ®r| ' können nur bestätigen, daß es sich dadurch um einen gM -> eigenartigen musikalischen Hochgenuß gebracht hat, ein! Meinung, der alle die rückhaltlos beipflichten werden, b’L . erwartungsvoll dem Lockrufe nach Steins Garten -I jtbtn waren. So etwas ist «nfach noch nicht dagewesen, ist eben sprachlos über die Kunst des Geige und Cello ^Wngen


