Ausgabe 
17.11.1899 Zweites Blatt
 
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wurde die ganze in dem Hause befindliche Wachmannschaft unter den Trümmern desselben begraben. Dem auf Posten stehenden Soldaten schlug ein Stein das Gewehr auf der Schulter entzwei. Trotzdem wich derselbe nicht von seinem Posten, sondern zog das Seitengewehr und blieb auf Posten stehen, bis die Ablösung kam. Was hätte wohl ein nicht gedrillter Soldat bei dem furchtbaren Ereignis gethan? Er hätte so rasch als möglich Schutz gesucht der Brave aber blieb, wo er hingestellt war.

* Aus Uhrmacherkreisen. In einer Ende vorigen Monats zu Berlin abgehaltenen Versammlung des etwa 4000 Mitglieder zählenden Deutsch en Uhrmacher­bundes wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, eine An­zahl von Prozessen anzustrengen, deren Resultat von großer prinzipieller Bedeutung sein wird. Die genannte Vereinigung will nämlich auf Grund des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb gegen diejenigen Uhrenversandthäuser vor­gehen. die unter der Bezeichnungvorteilhafteste Bezugs­quelle für den Uhrmacher" bet dem kaufenden Publikum den Eindruck zu erwecken suchten, als kaufe der Uhrmacher bei ihnen, während sie in Wirklichkeit durchweg nur geringe wertigere Qualitäten führten, für die jener gar keine Ver­wendung habe. Man sieht dem Ausgange der Prozesse mit Spannung entgegen.

* Der Gesamtbetrag der Stiftungen uud Scheukungen in Hessen, die im verflossenen Quartal genehmigt wurden, beläuft sich auf 269591 Mark; davon kommen auf WohlthätigkeitSanstalten und für Krankenpflege 88 300 Mk., auf die katholische Kirche 76474 Mk., die protestantische Kirche 43617 Mk., die israelitischen Religionsgesellschaften 50 300 Mk., auf Lehranstalten 6700 Mk., auf deutsch­katholische Gemeinden 3000 Mk. und auf sonstige Einricht­ungen 1200 Mk.

Ueber die vielbesprochene Beleuchtung der Fahrräder nach Eintritt der Dunkelheit ist vor kurzem von der Straf­kammer des Landgerichts in Köln ein weite Kreise inter­essierendes Urteil, das von einer Entscheidung des Kammer­gerichts abweicht, gefällt worden. Ein Redakteur, der abends sein unbeleuchtetes Fahrrad auf der Straße neben sich her geschoben hatte, war angezeigt und vom Schöffengericht mit einer Geldstrafe von 1 Mk. belegt worden. Auf eingelegte Berufung hin wurde er freigesprochen, indem sich das Gericht folgenden Ausführungen des Verteidigers anschloß: Das Schöffengericht habe die Polizeiverordnung, daß jedes Fahrrad bei Dunkelheit eine hellbrennende Laterne haben müsse, ganz wörtlich genommen, ohne auf den Zusammen­hang mit den übrigen Bestimmungen und den Grund­gedanken der Verordnung genügend Rücksicht zu nehmen. Eine derartige wörtliche Auslegung führe zu den ab­sonderlichsten Entscheidungen. Die Überschrift der Ver­ordnung zeige schon, daß die Beleuchtungspfiicht erst dann eintrete, wenn das Fahrrad im Straßenverkehr als Ver­kehrsmittel benutzt werde. Dies sei aber immer erst der Fall, wenn der Radfahrer auf ihm fahre. Ein Rad, das geschoben werde, könne ebensowenig als Beförderungs­mittel angesehen werden, wie ein Rad, das getragen werde. Deshalb könne hier die Polizeiverordnung über den Verkehr mit Fahrrädern keine Anwendung finden. Die gleiche Auf- faffung herrsche im Ministerium, das eine einheitliche Fahrradordnung für ganz Preußen vorbereite. Man könnte nun vielleicht einwenden, daß die Bestimmungen über die Beleuchtung der Fuhrwerke in Betracht kämen. Ein Fahrrad sei aber noch Klange k6in Fuhrwerk. Als solches könne nur ein Gerät angesehen werden, mit dem größere Lasten unter Benutzung einer besonderen vorgespannten Zugkraft fortbewegt würden. Nicht alle Beförderungsmittel seien Fuhrwerke; sonst müßten auch Kinderwagen abends mit brennender Laterne versehen sein. Häufig versage auch die Laterne, ohne daß den Radfahrer das geringste Ver­schulden treffe. Der Staatsanwalt hob dem gegenüber hervor, die Verordnung bezwecke den Schutz des Fußgängers, und es mache keinen Unterschied, ob ein Rad gefahren oder ge­schoben würde. Der Verteidiger erwiderte, daß keine Polizei­verordnung eine solche allgemeine Beleuchtungspflicht auf­gestellt habe. Dann müßte man schließlich auch den Träger irgend eines großen Gepäckstückes, den Anstreicher mit seiner Leiter, das Kindermädchen mit dem Kinderwagen und die Kinder mit dem Sportwagen bestrafen, wenn sie abends ohne hellbrennende Laterne betroffen würden. Es sei auch kaum denkbar, daß jemand durch ein geschobenes Fahrrad zu Schaden kommen könne. Nach diesen Ausführungen hob das Landgericht das Urteil des Schöffengerichts auf und legte die Kosten der Staatskasse auf.

Mendorf a. d. Lda., 15. November. Heute wurde hier derNickelsmarkt", der bedeutendste von unseren sechs alljährlich stattfindenden Märkten, abgehalten. Ob­gleich dcr Viehmarkt wegen der Seuchengefahr leider aus­fallen mußte, war der Krämermarkt dennoch gut besucht. Die Geschäftsleute verdanken ihre Einnahmen neben günstigem Wetter der altbewährten Zugkraft des Herbstmarktes. Kürzlich ist der seither hier ansässige prakt. Arzt, Herr Dr. Röschen, nach Bayern übergesiedelt. Sein Nachfolger, Herr Dr. Pulzner, ein geborener Rheinländer, hat sich in der kurzen Zeit seines Hierseins schon recht beliebt gemacht.

-f- Grünberg, 15. November. Wie seinerzeit berichtet wurde, beabsichtigte die Eisenbahnbehörde die Auflösung bezw Verlegung der hier seit einer Reihe von Jahren bestehenden Neubauabteilung. Da durch den Wegzug der verschiedenen Baubeamten unsere Stadt erheblich ge­schädigt worden wäre, richtete der Stadtvorstand ein Gesuch an die Eisenbahndirektion zu Frankfurt a. M. um Belassung der Beamten am hiesigen Platze. Die Eingabe hatte inso­fern günstigen Erfolg, als das Gemeinderatsmilglied Herr Kaufmann Louis Moll, der in der Angelegenheit nochmals persönlich vorstellig wurde, zuständigen Orts die Versicherung erhielt, daß die Neubauabteilung Grünberg bis auf weiteres bestehen bleibe. Nicht weniger als 29 Füchse haben

die Pächter der Jagd im hiesigen Stadlwalde im Laufe dieses Jahres erlegt. Daß das Raubzeug unter dem Wild­stande ganz enormen Schaden angerichtet haben muß, ist leicht begreiflich.

Grüuberg, 15. November. Der hiesige Turnver­ein veranstaltet nächsten Sonntag in seiner schönen, ge­räumigen Turnhalle seine erste Abendunterhaltung für diesen Winter. Den Vorbereitungen nach zu schließen, dürfte die­selbe die hoffentlich recht zahlreichen Besucher voll bef Ledigen, zumal auch der Musikverein seine Mitwirkung zugesagt hat.

W. Liudheim (Wetterau), 15. November. Unsere Haushaltungsschule für Mädchen aus dem Bürger­und Bauernstände, welche sich eines lebhaften Besuches er­freut, hat für dieses Jahr den bedeutenden Zuschuß von 1000 Mk. aus der Hauptstaatskasse erhalten.

r. Nidda, 15. November. Seit längerer Zeit schon hat Nidda direkten Fernsprechanschluß an Frankfurt. Nunmehr haben auch mehrere Firmen unserer Stadt H aus- anschluß machen lasten, und laufen jetzt die Drähte hoch über den Häusern hin. Die wichtigsten Firmen sind: H. W. ClooS, Holzhandlung und Tabakfabrik, und Gebr. Leopold, Pferdehandlung. Seit einiger Zeit ist in ver­schiedenen Häusern Acetyl^nbeleuchtung eingeführt. Der Geburtstag ded Großherzogs soll in diesem Jahre in einer Weise gefeiert werden, daß die Feier allen Bürgern zugänglich ist, nämlich durch einen allgemeinen Bierkommers. An demselben werden sämtliche hiesige Ver­eine teilnehmen.

-|- Nidda, 15. November. Der heutige Herb st - markt war außerordentlich von der Umgegend besucht, sodaß ein reger Verkehr in unserem Städtchen herrschte. Namentlich die Verkäufer von Winterschuhen und -Kleidern u. s. w. erfreuten sich guten Zuspruchs. Ebenso machten die Wirte und Eßwarenverkäufer glänzende Geschäfte. Der nächste Krämermarkt wird am 6. Dezember ab­gehalten.

H. Aus dem Horlofsthal, 15. November. Vor einiger Zeit brachten die öffentlichen Blätter die Nachricht: in der Wetterau solle ein Elektrizitätswerk er­richtet werden, welches imstande wäre, auf einen Umkreis von etwa 30 Kilometer elektrische Kraft zu liefern. Viele Leute schüttelten die Köpfe dazu, weil es an der erforder­lichen Wasserkraft fehle. Die Sache hat jedoch einen sehr soliden Grund, wie aus nachstehenden kurzen Andeutungen hervorgehen wird. Von Beienheim aus zieht das Horloff­thal hinauf nach Trais ein gewaltiges Braunkohlenlager, das mitunter 1200 Meter breit und 30 bis 40 Meter mächtig ist; es enthält viele Millionen Kubikmeter Braun­kohlen, die zwar an einigen Stellen bergmännisch gewonnen werden, aber im Verhältnis zu der gewaltigen Masse bis jetzt nur sehr gering. Die Braunkohle ist ein sehr billiges Brennmaterial und wird deshalb, z. B. auch in der Zucker­fabrik zu Stockheim, wo Braunkohlen von der Zeche Hedwig bei Rinderbügen mit großem Vorteil verwandt werden, anstelle der viel teureren Steinkohle zu Heizzwecken benutzt. Darauf baut das in Aussicht stehende Elektrizitätswerk seinen Plan und wahrscheinlich mit guter Aussicht auf Erfolg, denn es mögen wohl hundert und mehr Jahre vergehen, bis das mächtige Braunkohlenlager im Herzen der mittleren Wetterau erschöpft sein dürfte. Was geschieht aber dann, wenn der letzte Zentner Braunkohlen aus dem Erdenschoße gehoben und verbrannt sein wird? ist schon da und dort gefragt worden. Darüber brauchen wir uns keine grauen Haare wachsen zu lasten, es ergeben sich bis dorthin sicher neue Kräfte und neue Mittel, von denen wir heute nicht die geringste Ahnung haben können, denn wir stehen jetzt am Ende des 19. Jahrhunderts thalsächlich erst am Anfang zu den Entdeckungen und Erfolgen, die wir von Elektrizität und Magnetismus erwarten dürfen. Als in den 30 er Jahren des laufenden Säkulums die Eisen bahnen auftauchten, wurden die Menschen erschreckt von der Schnelligkeit der Züge, und das bayerische Obermedizinal­kollegium sprach in einem Gutachten an den König die Ansicht aus: die Menschen würden verrückt werden, wenn sie mit so großer Schnelligkeit dahinflögen. Was würden die Herren sagen, wenn sie jetzt mit unseren Kurier- nnd Blitzzügen durch die Welt sausen müßten! Darum braucht man sich keine Sorgen für die Zukunft zu machen. Wenn wir ein Elektrizitätswerk in die Wetterau bekämen, würde aller Wahrscheinlichieit nach für Handel, Industrie, Klein­gewerbe und Landwirtschaft eine ganz neue Epoche anheben.

Hergersdorf, 14. November. Bei einer am vorigen Sonntag Hierselbst stattgefundenen Hochzeitsfeier ereignete sich ein betrübender Unglücksfall. Die 13jährige Tochter eines hiesigen Landwirts sank während des Tanzens plötzlich zusammen und war sofort eine Leiche. Wahr­scheinlich war ein Herzschlag die Todesursache.

Darmstadt, 15. November. Heute mittag um Vz2 Uhr fand in der Hofkirche die Trauung von Freiin Alix Schenk zu Schweinsberg mit Leutnant Freiherrn Hans Carl von Dernberg zu Hausen statt, welcher Seine König­liche Hoheit der Großherzog beiwohnten. (D. Z.)

Griesheim, 14. November. Am 11. d. M. fand hier eine Sitzung des Gemeinderats statt, um über die von dem General-Kommando des 18. Armeekorps in Frankfurt a. M. gewünschte Verlängerung des am 7. April des Jahres mit der Gemeinde Griesheim für diesen Sommer getroffenen Abkommens, betreffend die Abhaltung von Scharfschießübungen der In­fanterie auf dem Truppenübungsplatz bei Griesheim, zu beraten. Nach eingehender Beratung beschloß der Gemeinde­rat in seiner Mehrheit, das erwähnte Abkommen bis 30. März 1901 zu verlängern. Die Gemeinde erhält vom Generalkommando für jeden halben Schießtag während des Sommerhalbjahres die Summe von 250 Mark ausbezahlt, welche nach dem von der Gemeinde zu beschließenden Maß­stab an die geschädigten Besitzer zu verteilen ist. Des weiteren ist im wesentlichen der Inhalt des seitherigen Ab­

kommens beibehalten worden. Das Generalkommando er­klärte sich noch bereit, soweit thunlich bei den maßgebenden Militärbehörden darauf hinzuwirken, daß auch bei Sub­missionen von baulichen Arbeiten jeder Art Griesheimer Handwerker vorzugsweise berücksichtigt werden. Auch soll den Truppen empfohlen werden, bei Lieferung von Kar­toffeln, Gemüse und Viktualien die in Griesheim ansässigen Produzenten besonders zu bedenken.

Dieburg, 14. November. Am letzten Sonntag fand in Groß-Umstadt eine sehr gut besuchte Versammlung von Schmiedemeistern aus dem Kreise Dieburg statt. Es waren ca. 80 Schmiedemeifter anwesend und wurde beschlossen, eine Schmiede-Innung für den Kreis Dieburg zu gründen.

Groß Gerau, 14. November. Zum Besten der Hinterbliebenen und Verwundeten unserer südafrikanischen Landsleute werden gegenwärtig in allen hiesigen Gasthäusern Sammelbüchsen mit ent­sprechender Aufschrift aufgestellt, welche Herr Direktor Rapp von der KonservenfabrikHelvetia" in hochherziger Weise gratis gespendet hat. Die Anregung zu diesem gewiß an- erkennenswerten Unternehmen gab Herr Redakteur Köhler Hierselbst; insbesondere machten sich auch Herr Bürgermeister Becker und Herr Spenglermeister Kleinböhl um das Gelingen des guten Werkes hervorragend verdient.

Mainz, 15. November. Liebeskummer. Gestern abend ging ein zwanzigjähriger junger Mann aus Wiesbaden mit seiner Braut am Rheinufer entlang, als er plötzlich in der Nähe der Watrin'schen Badeanstalt in den Rhein sprang. Auf das Geschrei des Mädchens eilten Schutzleute herbei, und ehe diese über die Sache Auskunft geben konnte, war derLebensmüde" schon wieder aus dem Waffer heraus- gewatet. Er gab an, sich deshalb das Leben nehmen zu wollen, weil seine Eltern in Wiesbaden nicht ihre Ein­willigung zu seiner Verheiratung geben wollten. Die Kriminalpolizei brachte den Selbstmordkandidat nach Wies­baden zu seinen Eltern. Vielleicht geben diese jetzt ihre Einwilligung zur Hochzeit.

Mainz, 14. November. Auch aus Alzey wird be­richtet, daß man für 5 Pfennig auf den Bahnsteig kommen kann, da eine Fahrkarte 4. Klasse nach Albig nur 5 Pfennig kostet. Es liegt die Sache dort also ebenso wie in Mainz. DieMaiiz. Nst. Anz." sind übrigens der Ansicht, daß bei der Lösung einer 5 Pfg.-Fahrkarte von einem Betrug absolut keine Rede sein könne, denn mcm müsse doch nicht die erworbene Fahrkarte zum Fahren benutzen. Man kaufe sich eine Fahrkarte, gehe auf den Bahnsteig und könne ruhig den Zug abfahren lassen, ohne mitzufahren. Ja, man könne, da der Ein- und Ausgang mit einer durchlochten Fahrkarte unbehindert gestattet sei, sogar nochmals den Bahnsteig betreten, und zwar immer wieder für die 5 Pfg.-Fahrkarte. Die natürliche Folge dieses Konfliktes wird wohl sein, daß die Bahndirektion den Preis für die 5 Pfg.-Fahrkarte auf 10 Pfg. erhöht.

Mainz, 14. November. Der große Exerzierplatz auf dem großen Sande wird gegenwärtig neu angelegt. Der sandige Boden wird mit Lehm gedeckt und feftgestampft. Fortwährend sind vier- und zweispännige Fuhrwerke der Artillerie-Regimenter Nr. 27 und 63 unterwegs, um den Lehm bei Finthen zu holen und an den Bestimmungsort zu fahren. Das Feststampfen des Bodens besorgen dann die Arbeitssoldaten vom Fort Biehler.

Mainz, 14. November. Im Spitale ist in der ver­flossenen Nacht der Küfer Karl Kaspar gestorben, und zwar an den verhängnisvollen Folgen des Sturzes, den er durch das Anfahren eines Wiesbadener Radfahrers am Abend des 5. November auf der Hochheimer Chaussee erlitten hat. Kaspar trug damals eine so schwere Gehirn­erschütterung davon, daß er bisher das Bewußtsein nicht wieder erlangte. Für den betreffenden Radfahrer wird die Sache jetzt recht schlimm werden. Der auf so traurige Weise um das Leben gekommene Kaspar war ein braver, fleißiger Mann. Seit Jahren war er der Vertrauensmann der hiesigen Küfer. (M. A.)

Alzey, 14. November. Auf Anregung des Herrn Rentner L. Fritz fand im GasthauseZu den drei Königen" eine Abendunterhaltung zur Feier der Buren­siege statt. Herr Notar Bechtold verlas einen poetischen Ermutigungsgruß und trug im Laufe des Abends den einst von ihm gedichteten zündenden Prolog vor, der gerade heute vor 40 Jahren gelegentlich der Alzeyer Schillerfeier von dem damaligen Fräulein Greta Wedel gesprochen worden ist. Eine von Herrn Seminarlehrer Knoll zugunsten der für ihre Freiheit blutenden, opferfreudigen Buren angeregte Sammlung ergab für den kleinen Kreis eine ganz ansehn­liche Summe. Ein Hoch, von Herrn Reallehrer Dr. Zimmer ausgebracht, schloß die animierte Feier.

Krofdorf, 14. November. Ein schrecklicher Vorfall hat sich in der vergangenen Nacht in unserem Dorf zugetragen. Der hierselbft wohnende, im Anfang der 30cr Jahre stehende, aus der Nähe von Prag stammende Küfer Ottokar Zaj- wazal hat sich zwischen 12 und 1 Uhr nachts durch einen Messerstich ins Herz getötet. Zawazal, welcher in Gießen arbeitete, hatte sich schon seit längerer Zeit derart dem Trunk ergeben, daß seine Frau, um für sich und ihre beiden Kinder den nötigen Unterhalt herbeizuschaffen, in eine Fabrik zu gehen genötigt war. Hierüber war eS zwischen dem Ehepaare, dessen Zusammenleben durch unbegründete, wie es scheint, von gewiffenlosen Leuten geschürte Eifersucht des Mannes noch mehr gestört wurde, schon ost zu uner­quicklichen Szenen gekommen. Auch am Montag abend gegen 10 Uhr, als Z. aus dem Wirtshaus heimkam, hatte sich wieder ein solcher Streit entsponnen, der bis über mitternacht andauerte. Plötzlich griff Zawazal zu dem Messer und brachte sich in Gegenwart seiner Frau den tütliche» Stich bei. Die durch das Jammern der Frau und der Kinder herbeigerufenen Nachbarn liefen sofort nach ärztlicher

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