Malis und Jumbcn (farbige Amtsvorsteher) in weit geringerem Maße Araber berücksichtigt werden, sondern in erster Linie angesehene Eingeborene (Wasuaheli). Gegen die noch immer herrschende Einwanderung von Indiern soll — abgesehen auch von der Gefahr einer Einschleppung der Pest — weiter vorangegangen werden, um diese Leute, welche selbst den Handel der Europäer stark beeinträchtigen und den der Eingeborenen fast unmöglich machen, in Zukunft fern zu halten. Nur hierdurch kann der Handelsstand gegen „unlauteren Wettbewerb" geschützt und der Eingeborene gegen planmäßige Ausbeutung bewahrt werden. Ebenso soll der weitere Niedergang des Elfenbeinhandels dadurch verhindert werden, daß auf den inneren und namentlich den Grenzstationen Einrichtungen getroffen werden, die den Eingeborenen ermöglichen, dies Produkt an die Stationen zu besseren Preisen verkaufen zu können und die unter deutscher Flagge reisenden Händler wirkungsvoller zu unterstützen. Den englischen und kongostaatlichen Agenten, die seit etlichen Jahren das deutsche Gebiet unsicher machen, soll das Geschäft möglichst erschwert werden und zwar durch erhöhte Abgaben. — Von dem oben erwähnten Erlaß ausgenommen bleiben die Bezirkamtsleute, diese, zumeist Offiziere, behalten ihren militärischen Rang (Hauptmann).
— Zur Karfreitagsvorlage. Die Vorlage, wonach künftig der Karfreitag als allgemeiner Landesfeiertag gehalten werden soll, hat bei den Ultramontanen große Erregung hervorgerufen; von ihrer Seite wird behauptet, es solle den Katholiken ein protestantischer Feiertag aufgezwungen werden. In Wirklichkeit liegt die Veranlassung zu der jetzigen Vorlage in häufigen Klagen über jeweilige Störung der evangelischen Karfreitagsfeier durch Katholiken.
— Aus Berlin wird dem „Hamb. Korresp." anscheinend offiziös mitgeteilt: Eine sonderbare Neuigkeit über die samoanischeAngelegenheit giebt der Pariser „Temps" zum Besten. Er erzählt: Der englische Kabinettskurier, Kapitän Winter, habe am letzten Samstag dem Kaiser ein Handschreiben der Kaiserin Viktoria und der englischen Botschaft Depeschen und Instruktionen Lord Salisburys betreffend die Zwischenfälle in Samoa überbracht. Im Laufe des Tages habe alsdann eine Konferenz zwischen dem englischen und dem amerikanischen Botschafter stattgefunden. Man behauptet, die beiden Diplomaten würden im Namen ihrer Regierungen den Zusammentritt einer Konferenz Vorschlägen, die die durch die Luge der Dinge auf den Inseln aufgeworfenen Fragen beraten soll. — Die einzige zweifellose Thatsache ist die Ankunft des englischen Kabinettskuriers, die freilich insofern nichts besonderes ist, als Kapitän Winter allwöchentlich die Reise macht und gelegentlich auch einmal deutsche Depeschen befördert. Alles Uebrige erledigt sich dahin, daß in letzter Zeit der amerikanische Botschafter nicht in der Lage gewesen ist, dem Auswärtigen Amt irgend welche Eröffnungen bezüglich der samoanischen Angelegenheit zu machen. Welche Fragen durch die Zwischenfälle in Samoa aufgeworfen sind, wird sich erst dann feststellen lassen, wenn die ausführlichen Berichte der Beamten der Großmächte den Kabinetten vorliegen, was bisher nicht der Fall ist.
— Die Samoafrage. Wenn vielfach die Annahme bestanden hat, daß die Samoafrage nach der erfolgten Königswahl und nach den infolge derselben durch fremde Einflüsse hervorgerufenen Unruhen einer baldigen Versöhnung der internationalen Gegensätze entgegengehen würde, so ist es jetzt unzweifelhaft, daß ein solcher Ausgleich vorerst nicht zu erwarten ist. Die unglücklichen Zustände dort werden auf unbestimmte Zeit fortdauern, da die Regierungen in London und Washington nicht geneigt sind, jetzt auf die Neuordnung der Samoaverhältnisse einzugehen. Die Union sieht in Wcstindien wie auf den Philippinen Aufgaben vor sich, die nicht nur neuartig, sondern auch unübersehbar schwierig sind. Nicht minder ist England von verschiedenen auswärtigen Fragen in Anspruch genommen. Beide suchen es daher zu vermeiden, eine neue verwickelte Frage aufzurollen. In Bezug aus die in späterer Zeit zu erwartenden Verhandlungen über die Abänderung der Samoa-Akte sind aber die jetzigen Ereignisse und Meldungen sehr lehrreich. Die amerikanische Presse wie die englische zeigen eine solche Gehässigkeit gegen alles Deutsche, daß man sich sagen muß, sie könne nicht aus einer augenblicklichen Erregung oder aus Gründen entstanden sein, die mit den unmittelbaren Ereignissen in Verbindung stehen, sondern sie müsse auf tieferen Ursachen beruhen. Darnach ist der weitere Schluß unvermeidlich, daß diese Stimmung nur schwer zu beseitigen sein wird. Mit bloßer Freundlichkeit oder gar Nachgiebigkeit ist auf diesem Gebiete nichts zu erreichen. Die Amerikaner, von denen wir die meisten Nachrichten aus Samoa erhalten, scheuen sich nicht, die Abberufung des deutschen Generalkonsuls zu verlangen, obwohl selbst die berufensten Stimmen aus der Union zugeben, daß der amerikanische Oberrichtcr Chambers die neuen Unruhen durch widerrechtliches Verhalten hervorgerufen hat. Danach müßte die Abberufung desselben verlangt und durchgesetzt werden. Darin läge doch eine heilsame Lehre.
Ausland.
Wien, 15. Februar. Nachdem im Laufe des Vormittags der Kaiser nach einander die ungarischen Minister in Einzel-Audienz empfangen hatte, ist mittags der ungarische Kronrat unter dem Vorsitz des Kaisers zusammengetreten. Das Fremdenblatt konstatiert in einer hochoffiziös inspirierten Mitteilung, daß die ungarische Krisis ihren Kulminationspunkt erreicht und daß der Kaiser wahrscheinlich noch heute seine endgültige Entscheidung treffen werde. Der „Neuen freien Presse" zufolge ist eine definitive Entscheidung über die Krisis weder in sachlicher noch in persönlicher Beziehung für heute zu gewärtigen. Banffy werde heute abend nach Budapest, die übrigen vom Kaiser empfangenen Persönlich
keiten morgen früh dorthin zurückkehren, um mit der Opposition Verbindung zu suchen.
Budapest, 15. Februar. Die Donau-Dampfschifffahrts- Gesellschaft hat mit dem heutigen Tage den regelmäßigen Schiffsverkehr zwischen Budapest und Semlin sowie auf der Save ausgenommen.
— Die Ernenn ungeinesVollblut-Tschechen, des bisherigen Zweiten Präsidenten Dr. Karl Habietinek zum Ersten Präsidenten des Obersten Gerichtshofes wird von der dcutschnationalen Presse Oesterreichs als ein neuer Faustschlag ins Gesicht der Deutschen empfunden und in erklärlicher großer Erregung besprochen. So bricht das „Grazer Tagblatt" in folgende Worte der Entrüstung aus: „Der oberste Richter Oesterreichs ein Tscheche! Am gleichen Tage, an dem die tschechische Kriegskundgebung, das Manifest der jungtschechischen Partei erschien, erfolgte die Berufung des jungtschechischen Parteigängers Habietinek auf den Platz des Deutschen Dr. Stremayr, wurde der Justiz dieses ehemals deutschen Staates der Stempel des Slavismus aufgedrückt. Graf Thun zeigt wenigstens, was er unter der „Verständigungs-Aktion" versteht, und uns Deutschnationalen, die es nicht überrascht, kann es recht sein, wenn „Mißverständnisse" vermieden werden. Im Zusammenhalte mit der frechen Selbstüberhebung des Tschechentums, die aus dem Manifeste des parlamentarischen Tschechenklubs spricht, gewinnt der Wechsel an der Spitze des Obersten Gerichtshofes eine außerordentliche politische Bedeutung. Hier, in der Kundgebung, der offene, unversöhnliche Deutschenhaß, der Hohn des Ueberwinders, dort an oberster Gerichtsstelle, das größte Zugeständnis an die Partei des Deutschenhasses! Stremayr war ja nichts weniger als ein deutschbewußter Mann. Es ;eißt, daß unter seinem Vorsitze der Oberste Gerichtshof vor kurzem den Beschluß faßte, die Sprachenverordnungen aus Grund eines Gesetzes aus der Vor-Verfassnngszeit für gesetzlich zu erklären. Auch das half ihm nicht. Da hieß es nur: Er ist ein Deutscher, — also herunter mit ihm! Der Tscheche soll Lord-Oberrichter sein! — Der Schlag wird den deutschen Gerichtsbeamten Oesterreichs durch die Glieder gehen. Die Deutschen in ihrer Gesamtheit aber önnen nur neue Kräftigung ihrer Entschlossenheit gewinnen." — Zur Vorgeschichte dieses Ereignisses sei noch erwähnt: Obwohl Stremayr als Präsident des Obersten Gerichts- ;ofes und Vater der ersten Sprachenverordnungen ein ge- ügiger Charakter ist, verlangten die Tschechen dennoch seine Ersetzung durch Habietinek. Dieser war tschechischer Advokat und Abgeordneter, dann Minister unter Hohenwart. Von den Tschechen sind nunmehr die Präsidentenstellen des Obersten Gerichtshofes, des böhmischen Oberlandesgerichts, des Prager Landesgerichts, sowie des Obersten Verwaltungsgerichts- lofes, letztere durch den Feudaltschechen Grafen Schönboxy, gesetzt.
Bern, 15. Februar. Der vor einem Jahre erfolgte Gesamtaustritt von acht reichsdeutschen Professoren aus dem Verbände der sogenannten katholischen Universität Freiburg, der von jenen in einer einläßlichen „Denkschrift" begründet wurde, steht noch in genügender Erinnerung. Und daß das ganze Vorkommnis von allgemeiner Bedeutung ist, erweist abermals eine soeben von den acht ausgeschiedenen reichsdeutschen Professoren im Druck (Akademischer Verlag München) veröffentlichte Schrift: „Herr- Python und die Universität Freiburg in der Schweiz", die sich als die „Replik" auf die von dem Freiburger Erziehungsdirektor gegen die Denkschrift der Professoren gerichtete Broschüre: „L’Universit6 de Fribourg en Suisse et ses dtitracteurs“ darstellt, worin Herr Python vergeblich versuchte, aus einem Irrgarten von, gelinde gesagt, Widersprüchen durch Phrasen sich herauszuwinden. Zur Vervollständigung des Charakterbildes der Herren Python und Decurtins, dieser Stützen des Ultramontanismus in der Schweiz, bringt die „Replik" noch einige Schattierungen, für welche man den deutschen Herren nur dankbar sein kann. Daß diese letzteren Freiburg verließen, weil mit dem Einzuge der Dominikaner, denen die theologische Fakultät gänzlich verschrieben und das Recht auf drei Lehrkanzeln in der philosophischen Fakultät verbrieft ist, der Obskurantismus mit allen seinen Nebenerscheinungen sich einstellte, ist aus der neuen Schrift der Professoren abermals herauszulesen, und dem gegenüber wird die jüngst erlassene famose Erklärung ihrer Nachfolger auch nicht um einen Zoll das Maß verrücken, das für die „Freiheit" der Wissenschaft an der Freiburger Dominikanerschule in Anwendung zu bringen ist. Eine Neuheit aus der „Replik", die gar zu hübsch ist und zeigt, wie man in Freiburg für die gute Sache arbeitete, sei noch erwähnt. Um vom Papst eine materielle Unterstützung für die Universität zu erlangen, wurde ein amtliches Dankschreiben an ihn gerichtet und darin besonders der Dominikaner lobend gedacht, und zwar deshalb, weil der Papst eine besondere Vorliebe für diesen Orden und den Thomismus habe. Man hofft, daß auf diese Weise eher etwas abfallen würde. Allein der Pontifex Maximus ließ die Leimrute unbeachtet und, so versuchte Herr Python mit der Universitätslotterie sein Glück. Aber auch diese zog nicht, wie sich gezeigt hat.
Paris, 15. Februar. Esterhazy hat einen Brief an den Präsidenten des Kassationshofes, Maceau, gerichtet, worin er sich darüber beklagt, daß die Untersuchung gegen ihn wegen Erpressungen, begangen an seinem Vetter Christian, wieder ausgenommen worden ist. Esterhazy erklärte, es gebe in der Dreyfus-Affaire noch viele, die vor den Richterstuhl gehörten, die man aber unbehelligt lasse.
Paris, 15. Februar. Gestern hat zwischen einem Redakteur des „Echo de Paris" und einem Redakteur des „Droit du peuple" ein Pistolenduell stattgefunden. Beim dritten Kugelwechsel erhielt letzterer einen Schuß in den Unterleib. Sein Zustand ist besorgniserregend.
Paris, 15. Februar. Die geographische Gesellschaft hat dem General Gallieni für seine Expedition in Madagaskar und dem Kapitän Gentil für seine Tschadsee-Expedition die große goldene Medaille verliehen.
Paris, 14. Februar. Die Mission Constans Es war wohl vorauszusehen, daß dem neuen französischen Botschafter Constans zu Konstantinopel die Rolle, die ihm von der französischen Presse zugeschnitten worden, unmöglich behagen würde. Er erschien darin wie ein Strafbotschafter, der dem Sultan und zugleich dem deutschen Botschafter auf die Finger sehen und nebenbei die französische Schutzherrschaft, den französischen Handel und die französische Sprache unter seine Fittiche nehmen solle. Der „Figaro" beeilt sich denn auch, von Konstantinopel aus, offenbar in höhere^ Auftrage, diese Rolle bedeutend abzutönen. Es heißt darin, daß Constans mit Frhrn. v. Marschall die besten Bezieh ungen unterhalte, daß er der längst erledigten Schutzherrschaftsfrage wegen mit niemandem einen Kampf zu eröffnen i fyabe, und daß im besondern die ihm von einem österreich. | ischen Blatte zugeschriebene Feindschaft gegen die Vergebung I der Hafenarbeiten von Haidar-Pascha an die deutsch-anato-1 lische Gesellschaft erfunden sei. Frankreich könne sich nur I über dieses, der Handelsentwicklung des türkischen Reicher I vorteilhafte Unternehmen freuen; denn der Hafen sei dir notwendige Ergänzung der Bahn selbst. Ein Einspruj l Frankreichs sei nur zu erwarten, wenn mit der Hasenvw gebung auch die Genehmigung einer Zollniederlage vcr> I Kunden wäre, weil das dem Firman der französische» | Stadengesellschaft von Konstantinopel widersprechen würde,! die für die Stadt und deren Weichbild das Monopol aller I Zollniederlagen besitze. Sollte also die deutsch-anatolischr! Gesellschaft sich wirklich mit dem Plan einer Zollniederlage tragen, so weiß sie wenigstens jetzt, daß sie den französische» Botschafter gegen sich haben wird; indessen wird sie ba5, | wenn es mit jenem Monopol seine Richtigkeit hat, wohl! auch früher gewußt haben. Und so erweist sich denn die I gewaltige Mission Constans' vorläufig als eine journalistische Seifenblase, die wahrscheinlich nur den Zweck hatte, die seltsame Wahl dieses eigentümlichen Politikers in den Auge» )es französischen Publikums zu rechtfertigen. Handelte d | sich wirklich um eine großartige Mission, so war es für ihre Verwirklichung wohl der allerunpassendste Weg, sie an | die große Glocke zu hängen und ihn von vornherein in einen Gegensatz zum Sultan und zur deutschen Botschaft zu versetzen. Köln. Ztg.
Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 16. Februar 1899.
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*• Kirchliche Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 13. Februar den von Seiner Durchlaucht dem Fürsten zu Stolberg- Wernigerode auf die evangelische Pfarrstelle zu GlastVerg, Dekanat Büdingen, präsentierten Pfarrer Fritz Schuster
zu Herbstein für diese Stelle zu bestätigen.
*• Der fünfte Mitiwochsvortrag des Herrn Professors Philippi in der Aula des Gymnasiums handelte von dem Kunststile. Dem Stile steht ein Inhalt gegenüber, der wenigstens in Plastik und Malerei irgend eine Art von Naturbild ist. Wirklicher Stil entwickelt sich erst allmählich aus der Form, am deutlichsten erkennbar ist er in der Architektur. Aber auch in den anderen Künsten muß er sich erkennen lassen. Nicht jedes Volk hat immer wirklichen Stil gehabt, und der charakteristische Stil muß die Art des Volkes ausdrücken. Alle dauernde Kunst ist lokal und in- i dividuell, das Allgemeine, Schematische interessiert nicht auf die Länge der Zeit. Heute schätzen wir wieder das Wahre und Charakteristische in der Kunst früherer Völker, eine zeitlang hatte man nur Sinn für schöne Formen, und man stellte antikisierende Nachahmungen am höchsten. Jetzt sehen wir jeden Klassizismus als ein Zeichen gebrochener eigener Kraft an. Kunstwerke werden nachgeahmt, und Stile wandern, aber am günstigsten wirken solche Muster, die von der eigenen Kunstart eines Volkes nicht zu verschieden sind. Den Romanen ist deswegen die Antike nützlicher gewesen, als den Germanen, und im allgemeinen ist für die Modernen die italienische Renaiffance ein besseres Vorbild, als die Antike. Neues steht uns näher, als Altes. — Der nächste Vortrag, am 22. Februar, 5 Uhr, wird zum Gegenstände haben: „Die Kunst als Naturnachahmung und die ästhetische Frage der Schönheit."
•• Akademischer Gesangverein. Fe st-Konzert an» Sonntag dem 19. Februar. Wir haben bisher unterlassen, die am Sonntag auftretenden Solisten unseren Lesern vorzustellen, und wollen das heute nachholen. Ueber Fräulein Frieda Hodapp können wir uns ganz kurz fassen, einerseits nehmen wir an, daß unser Publikum die Künstler- schäft der jungen Dame bereits kennt, andererseits ge; nügt wohl hier der Hinweis auf das Programm. Eim Pianistin, die sich eine Sonate von Brahms zum Loo trage auswählt, gehört zu den Auserwählten. Wenigei bekannt dürfte Hans Franzos sein, welchen das Pro gramm sehr verfrüht mit Herr bezeichnet. Dieser ver [ meintliche Herr ist vorläufig noch ein Bürschchen vo: 14 Jahren, und zwar ein ganz frisches, keckes, das ohr>' Bedenken und ohne Posaunenstöße der Reklame den Konzen saal betritt. Keinen Augenblick hat man bei dem Spiel' dieses kleinen Geigers die Empfindung, daß von diesem - nun, sagen wir dreist Wunderkinde — einige mühsam eingetrichterte Kunststücke abgehaspelt werden; gerade da Gegenteil trifft zu. Bei dem Vortrage vergißt man sV bald, einen Knaben vor sich zu haben, sein Verständnis seine Empfindung sind, mit der Technik vereint, den Jah^ weit vorausgeeilt. Man braucht kein Prophet zu fein, ll> diesem Wunderkinde eine glänzende KünstlerlaufbaY vorauszusagen. , *x- l
-e- Stadttheater. Dor verhältnismäßig leider schw»^ besuchtem Hause gelangte gestern abend der Novitäten- Schwank „Aschermittwoch" von H. F. Fische I. Jarno zur erstmaligen Aufführung. Wir haben es Y - mit einer so geschickt bearbeiteten Poffe zu thun, daß
i dazuistdie( i »und wir ha ^dasLehrli । l Da nicht alle 1 n eignen, ist eir
i Beschaffung eil -dem so fiufy u können, roobinx Wir Wen ji Wixhausen b tttml Mur haMMch vtusMen-, toi || einen Dienst zu । in etwas zu b illuternehmu 'allseitige M Diesen, und I IQmmlung di ■ vollen
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