Ausgabe 
16.11.1899 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

5 »8». k«. kh ® We b«( b'1'^ iÄ91 «ich« '« - L A «d-N 9*f- tnifjirJ JW», l,9a"9: 68 Wtt gnSgJan8 Wo» ' 24- »Uilu8 H «Nt L N«. '»töte L J* .'ä*Ä ***»18 »ÄÄ JÖäSr Uör.5. i ®R für gaii *9 «mgtiQufen3 MMWtt mit 8t,

W M Sich! btt * 8*tbungtll, 01 vergangenen Mnin- an «nem jeden Dienstag ewgerrchtet worden, und lltsten Erscheinungen aus s auch Stoffmuster ver- ^ezugsquelle - ausge« Vereins gebührt des- jeden tiorfeilbringtnbt d wurde noch dadurch nchtlrhrer Traber einen -rer Kr'che A'^n sem rchEveu Dar- )m instruierten Modelle iNschaulichte, so daß man )örte und Gesehene vor »iederholen.

ier. Die Müller aus )nr-Felda- und Jls- und er in der Gastwirtschaft ng ab. Gegenstand der Müller. Allseitig betonte Entgelt für ba§ Mahlen Mche. Äffe Serbitnftt, ie Anlage und BctnebS- rchsen, nur das Malier GWrnrnitz wurde ix dir Much eine ürm in dem Entgelt sür das zerr Bürgermeister Roth Bürgermeisters Rullmann % AirchenvorstandeS es 35 Jahre, daß Herr in Nidda antrat; de»' mgemindevntrrtung zahl-

Am vorigen eneralversammlling. Derselbe besteht auS den lf Gp-iasiallehrer BeSn n, Dietz und Geruht-

"*-; «

» EU W* »-l-b-mpM Q. j(tt s& 5*7 a"Äbi,|rf bezeichn p war- iLr

Herr W fflj tat ly i»b*Ä«ei ®a? i

1 Jjj seT seither

i S-Ej«e S^«S

., igOO* i. Rpnl 1 imCn* K'9^

Handel und Uertrehr. UolKswirtschafl.

Bom Lande, 14. November. Eine bemerkenswerte Ver­teuerung hat das Petroleum erfahren. Das Liter konnte man seither im Einzelverkauf für 20 Pfg. erstehen, jetzt kostet es 24 Pfg. Da das Petroleum in seiner Qualität gegen früher bedeutend herabge­gangen ist die Brenndauer und Lichtstärke sind viel kürzer und schwächer, so ist der Aufschlag für den kleinen Mann wohl empfindsam.

der französischen Sprache mächtig find, zur Ueberwachung der deutschen Ausstellungs-Abteilung für die ganze Dauer der Weltausstellung nach Paris kommandiert werden. Dieselben erhalten freie Zivilkleidung, freie- Logis und täglich 10 Mk. Löhnung. Da aber im ganzen Regiment nicht ein einziger Unteroffizier der französischen Sprache mächtig ist, so werden zwei dieser Chargierten bis dahin ««-gebildet.

Mainz, 14. November. Der Lehrling eines Wein­hauses, in dem gestern ein Brand auSbrach, wurde wegen fahrlässiger Brandstiftung verhaftet.

Mainz, 14. November. Die Ergänzungs­wahle n zu der Landtagswahl der Abgeordneten durch die am 8. l. Mts. erwählten Wahlmänner find auf kommenden Samstag, den 18. d. Mts., anberaumt.

O Mainz, 14. November. In Ausführung eines schon vor längerer Zeit gefaßten Beschlusses wird mit Beginn des kommenden Frühjahrs die hiesige Eisenbahnbrücke über den Rhein eine bedeutende bauliche Umänderung beziehungs­weise Verstärkung erfahren, wozu gegenwärtig die Vor­arbeiten im Gange sind. Wie wir hören, soll die Eisen­konstruktion des stromaufwärts gelegenen Teils der Brücke, soweit dieselbe den Rhein überschreitet, nach und nach voll­ständig erneuert und mit Rücksicht auf die starke Belastung durch den Güterverkehr bedeutend verstärkt werden. Nam­hafte Geldanforderungen hierfür soll der Landtag zu erwarten haben. Die Lokaldampfschiffahrt zwischen hier »nd Biebrich ist von heute an während der Dauer der Wintermonate eingestellt.

Alzey, 14. November. DerKöln. Ztg." hatten wir kürzlich eine die Zustände am hiesigen Amtsgericht betreffende Notiz entnommen, derzufolge diese Zustände dem früheren Amtsrichter Nehr zur Last zu legen sein sollten. In der gestrigen Abendausgabe des rheinischen Blattes be­richtigt sich dieses selbst in der folgenden Weise:In Nr. 810 war aus Alzey über Unordnungen am dortigen Amtsgericht und über die Verhaftung des dortigen Gerichtsschreibers berichtet und dabei bemerkt worden, daß die Unregelmäßig­keiten nur geschehen konnten, weil deralte Oberamts- richter", der dem Weine allzu sehr huldigte, nichts sah oder nichts sehen wollte. Daß aber auch schlimmeres passierte, komme jetzt nach dem Tode des Oberamtsrichters zutage. Dazu wird uns geschrieben: Am 15. September 1897 wurde der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Alzey, Anton'.'Nehr, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner lang- jührigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt. Er war vor seiner Pensionierung Über ein Jahr krank und dienst­unfähig gewesen und hatte einen richterlichen Vertreter. Hieraus folgt, daß die Dienstaufsicht des Verlebten vor mehr als drei Jahren ein Ende nahm. Schon hieraus ist zn ersehen, daß es nicht richtig sein kann, wenn jetzt ent­deckte Unregelmäßigkeiten der Gerichtsschreiberei einem Manne zugeschoben werden sollen, der seit so langer Zeit gar nicht mehr in der Lage und nicht mehr in dem Rechte war, eine Ueberwachung eintreten zu lasten." Wir nehmen von dieser Richtigstellung gerne Notiz.

Biedenkopf, 13. November. Gestern nachmittag fand eine gemensame Sitzung des Magistrats und der Stadtverordneten unter Vorsitz des Stadtverordneten- vvrstehers statt, um über Maßnahmen zu beraten, die infolge der Absicht unseres Bürgermeisters Grünewald, die Bürgermeisterstelle in Herborn zu übernehmen, für geeignet erschienen. Nach längerer Diskussion wurde nahezu ein­stimmig beschlossen, dem Herrn Bürgermeister den Wunsch nahezulegen, daß er auf die Stelle in Herborn verzichte und sein Amt hier weiter verwalte, sowie ferner, daß dieser Beschluß dem Herrn Grünewald sofort durch eine aus zwei Herren bestehende Deputation mitzuteilen sei. Herr Bürger­meister Grünewald nahm von diesem Beschluß sichtlich erfreut Kenntnis und gab der Deputation die Versicherung, seine Bewerbung um die Bürgermeisterstelle in Herborn zurück­zuziehen. Hiermit hat eine Angelegenheit, die seit einiger Zeit unsere Bürgerschaft beunruhigte, einen sehr befriedi­genden Abschluß gefunden.

war als Komponist und Musikdirigent über Bayern- Grenzen hinaus bekannt; seine Frau ist eines der be- fähigsten Mitglieder des Schlierseer Bauerntheaters. Sie gastiert zur Zeit in Berlin und wurde telegraphisch herbeigerufen.

* Würzburg, 14. November. In Bürgstadt a. M. erschoß gestern mittag der Inhaber des Gasthauses Zum Schwan" seine Frau. Er feuerte zur Unterhaltung mit dem Jagdgewehr nach Wafierfiaschen, die er im Garten aufgestellt hatte. Die Frau kam zufällig des Weges und ein Schuß zerschmetterte ihr den Kopf.

Leipzig, 14. November. Ein elfjähriges Mäd­chen sprang aus Unlust am Schulbesuch aus dem vierten Stock eines Hauses in den Hof herab. Es blieb merk­würdiger Weise ohne jede Verletzung.

Graz, 14. November. Heute nacht kam es zwischen unbekannten Radfahrern und den Insassen eines Fiakers zum Streite. Die Radfahrer feuerten mit einem Revolver. Ein Passagier wurde getötet, zwei schwer verletzt. Näheres ist nicht festgestellt.

* Antwerpen, 14. November. Der belgische Dampfer Belgique", ist im Aermelkanal gesunken. Acht Mann der Besatzung sind ertrunken.

* Madrid, 14. November. Der portugiesische Bot­schafter teilte der hiesigen Post mit, daß Wechsel einer Berliner Firma auf eine Lissaboner Bank im Werte von 100000, 60000, 50000, 40000, 30000 und 21455 Mk. entwendet worden sind. Es werde versucht, die Wechsel hier mit falschem Indossament zur Einlösung zu bringen. Die Polizei fahndet auf die Diebe.

Vermischtes.

Koblenz, 13. November. Zum Sekretär der hiesigen Handelskammer wurde Generalsekretär Dr. jur. Eugen Gertz in Mainz gewählt.

Hausham, 12. November. Als heute nacht der ver­heiratete Fahrhäuer, Herr Gg. Rail in Ausübung seines Dienstes auf der Förderschale durch das Gesenk 9 Ost fahren wollte, riß nach derMünch. Post" das Seil und Rail saustesamt der Förderschale in biegraufige Tiefe. Zu einer formlosen Masse zerschmettert wurde der verunglückte heute morgen zu Tage gefördert. Rail

Universität und Hochschule.

Ernannt r Der außerordentliche Professor der Mathematik Dr. Paul Stäckel zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Universität Kiel. Die Oberkonsistorialräte vr. Prinz in g und Kelber in München, sowie der Superintendent Lotze in Gera von der theologischen Fakultät der Erlanger Universität zu Ehrendoktoren. Der außerordentliche Professor der österreichischen Reichsgeschichte an der Universität in Wien, Dr. Sigmund Adler, zum ordentlichen Pro­fessor dieses Fachs. Der außerordentliche Profeffor der Mathematik an der Universität in Krakau, Dr. Stanislas Kepinski, zum ordent­lichen Professor dieses Fachs an der technischen Hochschule in Lemberg. Der Gerichtssekretär und Privatdozent Dr, Karl Grünberg zum außerordentlichen Profesior der politischen Oekonomie an der Universität in Wien. Der Privatdozent Dr. Wladimir Sieradzki zum außer­ordentlichen Professor der gerichtlichen Medizin an der Universität zu Lemberg. Der Privatdozent Dr. Julian Nowak zum außerordent­lichen Professor der Veterinärkunde und Veterinärpolizer an der Uni­versität in Krakau.

Verschiedenes: Der Prof. Lic. Dr. phil. A. Hegler von der Tübinger evangelisch-theologischen Fakultät ist am 10. November von der theologischen Fakultät zu Gießen zum Doktor der Theologie honoris causa promoviert worden. Der außerordentliche Professor der philo­sophischen Fakultät Hr. Dr. phü. Kretzschmar in Leipzig ist für dre Zeit von Weihnachten dieses Jahres bis zum Schluß des Semesters beurlaubt worden. Zum Prorektor der Universität Erlangen ist der Jurist Professor Dr. Kipp gewählt worden. Der ordentliche Profeffor an der philosophischen Fakultät der Universität Halle, Dr. Cantor, ist für das Winterhalbjahr von der Verpflichtung, Vorlesungen zu halten, entbunden worden.

Jagd und Spsrt.

Gute Strecke. Der österreichische Thronfolger wellte dieser Tage als Gast des Grafen Harnoncourt in Ecska in Ungarn, wo auf Füchse gejagt wurde. Die Gesamtstrecke während der vier Jagdtage be­trug 111 Füchse, von denen Erzherzog Franz Ferdinand allein 103 Füchse erlegte.

Arbeiterbewegung.

Breslau, 14. November. Die Verwaltung von Königshütte entließ einige zwanzig Arbeiter, die den letzten Streik veranlaßt hatten. Diejenigen Ausständigen, welche zu den alten Bedingungen weiter arbeiten, erhalten Prämien.

Charterst, 14. November Zwischen einer Anzahl Einwohner und einer Truppe Vlämen kam es gestern abend zu einer blutigen Schlägerei, bei welcher 8 Personen schwer verletzt wurden. Die Polizei war nicht stark genug, um die Ruhe wiederherzustellen.

Berp, 14. November. Meldungen zufolge sind heute auch die Arbeiter zweier weiterer Nebenunternehmungen des Simplonbaues in den Streik eingetreten, sodaß insgesamt 2000 Mann die Arbeit niedergelegt haben. Das Militär mußte gestern mittag gegen Unruhen einschreiten und die Ansammlungen der Streikenden zerstreuen. Letztere schossen einen jungen Italiener nieder, welcher in Brieg Arbeit suchte. Die Arbeitswilligen werden mit Gewalt von den Werken vertrieben. Soldaten und Gendarmen wurden beschimpft. Auf der gestrigen Ver­sammlung rief manTodI" undBlutI" Die Forderung der Streiken­den an Löhnen allein beliefe sich auf 1600 000 Franks. Unter großem Militär aufgebot dürften morgen die Arbeitswilligen die Arbeit fortsetzen. Heute herrscht Ruhe.

Bei solchemweniger Licht und mehr Geld" fallen die Wasserkräfte in die Erwägung, die insbesondere im Vogelsberg bei gar vielen Ort- chasten mit geringen Kosten zum Betrieb einer elektrischen Lichtanlage so überaus zweckdienlich verwendet werden könnten. Leider mangelt noch vielfach auf dem Lande die Erkenntnis von der Bedeutung einer elektrischen Lichtanlage, sowie das Verlangen nachmehr Licht."

Frankfurter Börse vom 14. November.

"Wechsel auf New-York zu 4.19i/2-201/g.

Prämien auf Kredit per ult. November 1.10 / , do. per ult. Dez. 2.75°/ , Diskonto Kommandit per ult. Nov. 0.907 , do. per ult. Dez. 2 25/o, Lombarden per ult. Not. 0.56%, do. per ult. Del. 0.90'/o, Staatsbahn per ult. Dez.%.

Notierungen: Kreditaktien 230.50-600.CO-000, Diskonto- Kommandit 191.80-00, Staatsbahn 140.80, Gotthard 143., Lom­barden 32.10, Ungar. Goldrente 97.85, Italiener 92 80, ßprozentige Mexikaner., Bproz. Mexikaner 25.90, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19%, Privat-Diskont 5% /q bz

1% bis 2% Uhr: Kredit 230.50-000.00, Diskonto Kommandit 191.2030.00, Staatsbahn 140.80-000.00-00, Lombarden 32.10.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Donnerstag den 16.November, abends 8Uhr, Bibelstunde im unteren Konfirmandensaal (Kirchstraße): 1. Brief des Petrus, Kap. 1, Vers 13 ff. Pfarrer Dr. Grein.________________________

Neueste Meldungen.

Depeschen deS Bureau »Herold".

Berlin, 15. November. Wie verlautet, haben die frei- finnigeVolkspartei und die deutsche Volkspartei gestern nachmittag nach der Plenarsitzung des Reichstages sich bereits mit dem neuen Flottenplane beschäftigt und gegen denselben Stellung genommen.

Berlin, 15. November. Die Mitteilung, welche seiner­zeit derLokal Anzeiger" machte von der Ermordung des Leutnants v. Queis in Kamerun bestätigt sich jetzt. Der Vater des ermordeten Offiziers, der konser­vative Reichstagsabgeordnete v. Queis hat die betrübende Nachricht gestern von dem Kolonialamt erhalten.

München, 15. November. Der Staatssekretär Tirpitz trifft demnächst hier ein, um dem Regenten über die Flo11 en f r ag e zu berichten und sich mit dem Minister- Präsidenten v. Crailsheim darüber zu beraten.

Wien, 15. November. Heute findet in Budapest ei« Kronrat statt, zu welchem sich auch der österreichische Ministerpräsident, Graf Clary, und der Leiter des Finanz­ministeriums, Ritter v. Kniazolocki, begeben werden.

Wien, 15. November. Die wegen grausamer Miß­handlung ihrer Kinder angeklagten Eheleute Hummel sind wegen beabsichtigten gemeinen Mordes zum Tode verurteilt worden.

Warschau, 15. November. Zwischen Petersburg und dem kaiserlichen Lustschloß Spala hat in den letzten Tagen ein reger Depeschenwechsel stattgefunden. Der Kriegs - Minister erhielt Befehl zu Truppen-Verschiebungen. Die Beschleunigung der Abreise des Zaren von Spala wird in unterrichteten Kreisen als ein Zeichen der Verschärfung der Situation in Asien auf gefaßt.

Bom Kriegsschauplatz.

Loudon, 15. November. Die Lage in Ladysmith ist offenbar zu bedenklich, um Nachrichten darüber durchzulaffen. Aus Pietermaritzburg liegt ein Telegramm vor, weiches be­sagt, offiziell werde erklärt, das Bombardement von Lady­smith dauere täglich fort, verursache aber keinen ernstlichen Schaden. Ein Brot koste in der Stadt schon 3 Schillinge. Nach einer KapstädterZentral-News"-Meldung hat der dortige General Postmeister bekannt gemacht, daß von sämt­lichen über Kapstadt expedierten amtlichen Telegrammen außer den englischen nur noch die zwischen der portugiesischen Ne­gierung und dem General-Gouvernement von Portugiesisch- Ostaftika passieren können. Nach einer PariserDalziel"- Meldung hätte die englische Regierung von der französischen Regierung Aufklärung darüber verlangt, wieso sie beim Ausbruch des Transvaal-Krieges französischen Offizieren habe erlauben können, in das Buren-Heer einzutreten.

Gent, 15. November. Gestern abend fand hier eine stark besuchte Versammlung gegen den südafrika­nischen Krieg statt. Die Versammlung war von Sozia­listen einberufen worden. Als Hauptredner fungierte der Sozialistenführer Anseelo. Eine Tagesordnung gegen Chamberlains Politik wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Paris, 15. November. DemGaulois" zufolge hat Prinz Louis Napoleon, der als Oberst in der russi­schen Armee dient, den Zaren um Urlaub gebeten, um nach Transvaal gehen zu können und dort in den Reihen der Buren zu kämpfen. Der Zar hat, um die Neutralität zu wahren, den Urlaub ver­weigert.

Bekanntmachung.

MU Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern vom 8. September d. IS. hat eine Abänderung der in § 3 der Polizeiverordnung vom S. Januar 1891 festgesetzten Bestimmungen bezüglich der Schlachtzeiten im städtische« Schlachthanse in folgender Weise stattgefunden:

Das Schlachten von Horn- und Kleinvieh kann den Tag über stattfinden:

x. vom 1. Mai bis 31. August von 5 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, k vom 1. September bis 30. April von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends.

Das Schlachten der Schweine hat zu geschehen:

x. vom 1. Mai bis 31. August von 6 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags, d. vom 1. September bis 30. April von 7 Uhr morgens bis 4 Uhr nachmittags.

Wir bringen diese von jetzt ab in Kraft ttetende Abänderung zur öffentlichen Kenntnis.

Gießen, den 12. November 1899. 8026

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießeu.

Guauth.

Bekanntmachung.

Die am 6. d. Mts. abgehaltene Verpachtung von 110 Trieb­vierteln ist nicht genehmigt worden. Wir bringen die» mit dem Be­merken zur Kenntnis, daß eine nochmalige Verpachtung derselben auf

Montag den 20. November d. I.

festgesetzt worden ist und daß des Vormittags von 10 Uhr ab, mit Zu­sammenkunft auf der Straße nach Lich am Bahnwärterhäuschen, die zwischen altem Steinbacherweg und der Grünbergerstraße gelegenen Trieb- viertel, und des Nachmittags von 3 Uhr ab, mit Zusammenkunft au der Landmannstraße, diejenigen unterhalb der Grünbergerstraße zum Aus­gebot kommen.

Gießen, den 15. November 1899.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

8025 Bnauth.

MimiltMlhWell

Hekanntmachung.

An Stelle des durch Wegzug ans» geschiedenen Herrn Karl Otto Bender in Hungen ist am 4. November l. I. Herr Medizinalrat Dr. Rouge dahier bis zur nächsten General- Versammlung als stellvertretendes Mitglied des Vorstandes der Spar- unb Leihrasse in Hungen, eingetragene Geuossenschast mit unbeschränkter Hastpflicht, durch den Aufsichtsrat bestellt worden.

Hungen, am 11. November 1899. Großherzogliches Amtsgericht.