Ausgabe 
16.8.1899 Zweites Blatt
 
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wird, sind herrlich ausgeschmückt, eine sucht die andere zu überbieten. Die Ausschmückung des Hauptportales des Haines selbst verrät eine echte Änstlerhand, und auch die Blumenarrangements vor dem Kaiser Wilhelm-Denkmal sind erfreuliche Zeichen der heimischen Dekorationskunst.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 14. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog werden am Mittwoch, 16. August, weder Audienzen erteilen, noch Meldungen und Vorträge entgegen­nehmen.

Darmstadt, 14. August. Aus Jagdschloß Wolfs­garten wird derDarmst. Ztg." unterm 13. August ge­meldet: Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin besuchten heute den Gottesdienst in der Kirche zu Langen. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben die beabsichtigte Reise nach Bayreuth heute abend angetreten. Se. Durchlaucht Prinz Victor zu Isenburg und Büdingen in Birstein ist nach einem Besuche bei den Allerhöchsten Herrschaften heute nachmittag wieder abgereist.

Berlin, 14. August. Der Kaiser trifft nach einer Meldung aus Cronberg am 19. ds. zu mehrtägigem Besuche seiner Mutter, der Kaiserin Friedrich, auf Schloß Friedrichshof ein.

Berlin, 14. August. Heute morgen arbeitete der Kaiser mit dem Gesandten Grafen Wolf-Metternich und begab sich gegen 11 Uhr vormittags nach Arolsen zur Einweihung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I.

Berlin, 14. August. Der bevorstehende Geburtstag des Kaisers von Oesterreich wird am Hofe durch ein Festmahl in Wilhelmshöhe gefeiert werden. Der Bot­schafter von Szögyenyi-Marich, welcher seinen Urlaub unter­bricht, und das Personal der Botschaft sind dazu geladen.

Berlin, 14. August. Der sozialistische Reichstags­abgeordnete Agster ist nach denBerl. Neuest. Nachr." in Stuttgart in der Tobsuchtszelle des Bürgerhospitals untergebracht worden. Er leidet seit Jahren an Morphium­sucht.

Berlin, 14. August. Eine beanstandete deutsche Waffensendung nach Transvaal. Eine Nachricht, die nicht wenig Aufsehen und Entrüstung Hervorrufen wird, erhält dieT. R." von ihrem Berichterstatter in London auf dem Drahtwege: Aus der Delagoabai ist die Nachricht eingetroffen, daß der DampferReichstag" mit Kriegsbedarf für Transvaal, worunter sich 15000 Gewehre befanden, am Sonnabend angekommen ist. Die Ladung wurde aber auf Befehl der portugiesischen Behörden festgehalten. Der deutsche Konsul hat vorläufig Einspruch erhoben und sich um Instruktionen nach Berlin gewandt, worüber beträchtliche Aufregung entstanden ist. Das ist ein ganz völkerrechts­widriger Eingriff der portugiesischen Behörden, denn Trans­vaal befindet sich nicht im Kriegszustand mit irgend einem Reiche. Reine Kriegsbefürchtungen geben den portugiesischen Behörden um so weniger einen Vorwand, Waffenlieferungen zu beanstanden, als das portugiesische Ostafrikagebiet nicht mit England in einem staatsrechtlichen Verband steht. Eng­lische Waffenfabriken haben zuweilen den eignen Feind mit Waffen versehen. Was sollte deutsche Waffenfabriken hindern, einem Land, das zwar Gefahren ausgesetzt ist, aber den Krieg noch nicht gekommen sieht, Kriegsbedarf zu liefern? Diesem rechtswidrigen Schritt der portugiesischen Behörden muß die Umkehr und die Sühne auf dem Fuße nachfolgen.

Arolsen, 14. August. Unter Glockengeläut und Böller­schüssen und unter ungeheurem Jubel der Bevölkerung

Ptomäinen und Leukomäinen des Leichengiftes und hoch­giftiger Bakterienkolonien große Aehnlichkeit besitzen.

Ihre Ansammlung, die sich ebenfalls proportional der geleisteten Arbeit vollzieht, äußert sich nun in der schäd­lichsten Weise auf die zartesten Gebilde des Körpers, näm­lich das Nervensystem. Die im verlängerten Mark und Halsmark liegenden Zentren, welche Atmung und Herz­schlag regulieren, werden vergiftet, und je nach dem Grade der Vergiftung kommt es zu den leichteren oder schwereren oben beschriebenen Lähmungserscheinungen, welche in Tod übergehen können.

Das ist in großen Zügen der Mechanismus und Chemismus der Bergkrankheit, und es handelt sich nur noch darum, daraus die Konsequenzen für ein vernünftiges Ver­halten der Touristen zu ziehen. Oberster Grundsatz muß natürlich sein, nie aus Eitelkeit eine Leistung erzwingen zu wollen, welche der Körper nur mit Dransetzung der aller­äußersten Energie ein oder wenige Male leisten kann. Viele Rennfahrer haben sich in ähnlicher Weise schon irreparable Herzleiden zugezogen und dem Bergkraxler geht es leicht ebenso. Wer im Sommer anstrengendere Bergtouren unter­nehmen will, trainiere sich wenigstens vorher durch Spazier­gänge und kleinere Bergpartien, bei welchen nicht nur der Körper seinen Wasserüberschuß abgiebt, sondern auch Herz und Muskulatur zu größeren Leistungen befähigt werden. Treten aber als Vorboten nahenden Unheils: Schwindel, Ohrensausen, Ekel, Erbrechen, Flimmern und Farben­erscheinungen vor den Augen, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Nasenbluten und hochgradige Rückenschmerzen auf, so drehe man am besten um, ohne sich durch den Spott der Gefährten zu einer Parforceleistung anspornen zu lassen, die man vielleicht mit dem Leben bezahlen muß. Zum mindesten ruhe man sofort auf das ausgiebigste aus und führe dem Körper durch Verdünnung des durch Schwitzen und Aus' atmung gefährlich verdickten Blutes Flüssigkeit zu, als welche sich am besten Wasser, dünner Thee oder Kaffee, am aller, wenigsten aber alkoholische Getränke, wie Wein oder gar Kognak und Schnaps, eignen.

erfolgte um 12i/2tUjr der Einzug des Kaisers in die festlich geschmückte Stadt. An der Ehrenpforte hielt der Bürgermeister eine Ansprache. Der Kaiser dankte und es folgte die Weiterfahrt in das Residenzschloß.

Straßburg, 12. August. Elsaß-Lothringen rüstet sich zum zweiten Mal in diesem Jahre, zum Empfang des Kaisers, besonders Metz, wo er bereits nächste Woche eintrifft, ist eifrig mit den Vorbereitungen beschäftigt. Er wird dort die Einweihung des Denkmals für die Gefallenen des 1. Garde-Regiments vornehmen, dessen Herstellung er von Beginn an mit besonderem Interesse verfolgt hat. Von ihm rührt die künstlerische Idee zu dem Denkmal her. Mit dessen Aufstellung, die Bauunternehmer Mungenas: aus Metz leitet, ist man eben noch beschäftigt. Auf drei Meter hohem Sockel erhebt sich eine Erzgestalt, modelliert von dem Bildhauer Walter Schott in Berlin. Auf dem Sockel liest man die Inschrift:Den braven, unvergeßlichen Kameraden Wilhelm II. und sein 1. Garde-Regiment zu Fuß. Das ganze Denkmal, einschließlich der den Erzengel Michael darstellenden Figur, wird eine Höhe von 67 Meter erreichen. Mit erklärlichem Interesse sieht man nicht allein im Elsaß, sondern überhaupt in Süddeutschland den Kaisermanövern entgegen, bei denen eine gewaltige Truppenmacht zusammengezogen wird. Es nehmen daran teil 91 >/2 Bataillone Infanterie und Jäger, 92 Schwadronen Kavallerie darunter 2 Detachements Jäger zu Pferde, 70 Batterieen Artillerie darunter 8 reitende und 4 Pionier-Bataillone. Davon gehören 30 Schwadronen und 2 reitende Batterieen nicht den drei für die Kaiser­manöver bestimmten Armeekorps, dem 13., 14. und 15., an, sondern sind aus dem 8., 10. und 16. übernommen. Gegenüber den vorjährigen Kaisermanövern nehmen dies­mal 2 Bataillone, 32 Schwadronen und 1 Batterie mehr teil. Außerdem ist aber noch zu berücksichtigen, daß sich vom 14. und 15. Armeekorps 40 Bataillone auf Kriegs­stärke befinden, sowie daß sämtliche Batterieen dieser beiden und zwei Drittel der des 13. Korps mittleren und hohen Etat haben.

Ausland.

Wien, 14. August. Wie dieNeue Freie Presse" erfährt, soll ein hoher Staatsbeamter wegen Spionage verhaftet worden sein, und zwar ist dies der Ober-Revident der Staatsbahn im Eisenbahn-Ministerium, August v. Mo selig. Er entwendete die auf die Mobilisierung bezüglichen im Eisenbahn-Ministerium liegenden Akten, die er an den Ritter von Prziboworski verkaufte. Dieser ist seit Februar flüchtig und ließ sich seine Pension bis Juni nach Brüssel senden. Verdächtig in dieser Angelegenheit ist auch ein gewisser Przibitzer, welcher ebenfalls verhaftet wurde. Die Akten wurden an die französische, wahrschein­lich auch an die russische Regierung verkauft.

Genf, 14. August. Im hiesigen serbischen Emigranten- Organ bestreitet Frau Nikolic, daß ihr Gemahl ein Geständnis abgelegt habe.

Paris, 14. August. Inder Komplott-Angelegen­heit stehen weitere elf Verhaftungen bevor.

Paris, 14. August. Der Abgeordnete Coch in hat dem Minister-Präsidenten Waldeck-Rousseau mitgeteilt, daß er ihn sofort nach Zusammentritt der Kammer über die Haltung der Regierung in der Komplott-Angelegenheit inter- icllieren werde.

Belgrad, 14. August. Die Verhaftungen dauern fort. Gestern wurden wieder 20 Personen, meistens junge Leute, Studenten und Handlungs-Angestellte verhaftet.

London, 13. August. (Telegr. derKöln. Ztg.") Die Central News" läßt sich aus Johannesburg, 12. ds. berichten, die Erwiderung der Regierung auf den Vorschlag einer Prüfung des Wahlrechtsgesetzes werde anfangs nächster Woche nach London gesandt werden. Lebhafte militärische Vorbereitungen sind auf dem Johannesburg be- rerrschenden Fort und auch in Pretoria im Gange. Aus Capstadt verlautet, die Regierung Transvaals treffe mit der Niederländischen Bahn Vorbereitungen zur Mobilmachung. Es seien schon Eisenbahnwagen nach dazu ausersehenen Punkten gesandt worden. Das in Durban angekommene Liverpool-Regiment wird sich Unmittelbar nach Laings Nek begeben und hat Befehl, diese wichtige Stellung unter Umständen zu halten.

Konstantinopel, 10. August. Auf politischem Gebiete herrscht hier zurzeit vollständige Windstille, da keine Frage von größerer Bedeutung auf der Tagesordnung steht. Verschiedene schwebende Angelegenheiten, darunter die Wieder­aufnahme der Beratungen auf der Pforte bezüglich des Abschlusses der türkisch-griechischen Konsularkonvention, nehmen einen schleppenden Verlauf. Immerhin benützt man diese ruhige Epoche türkischerseits zur Ausgestaltung freund- icher Beziehungen zu den fremden Staaten. So wird es viel bemerkt, daß sich der französische Botschafter, Herr Constans, immer mehr und mehr in der Gunst des Sultans estsetzt. Verleihungen von hohen Orden, Überreichung von kostbaren Geschenken und ähnliche Vorgänge zeigen, daß Herr Constans persona gratissima beim Sultan ist. Letzterer versäumt ferner keine Gelegenheit, die Vertreter der Balkan- taaten seiner wohlwollendsten Gesinnungen zu versichern. Von Griechenland und Serbien war diesbezüglich schon bei früheren Gelegenheiten die Rede, und kürzlich hatte der neue diplomatische Agent Bulgariens, Herr Geschoss, eine Antriltsaudienz, die gleichfalls einen sehr befriedigenden Verlauf genommen hat. Der Sultan bereitete Herrn Ge- choff den freundlichsten Empfang, ließ sich den ersten Sekretär )er bulgarischen Agentie, Herrn Pass ar off, vorstellen und prach sich sehr anerkennend über die Haltung des Kabinetts Grekosf aus. Fast gleichzeitig verlieh der Sultan dem bul­garischen Ministerpräsidenten, Herrn Grekoff, den Groß- ordon des Osmanie-Ordens, dem bulgarischen Minister des Innern, Herrn Radoslawoff, dem Finanzminister, Herrn

Teneff, den Großkordon des Medschidje-Ordens, und dem Minister für öffentliche Arbeiten, Herrn Madjaroff, die zweite Klasse des Osmanie-Ordens. Es sind aber auch minder freundliche Momente in den internationalen Be­ziehungen der Pforte zu verzeichnen. So hat letztere eine Entscheidung in der oft erwähnten Quaifrage getroffen, die als unbefriedigend bezeichnet werden muß, indem sie die wichtigeren Forderungen der Botschaften nicht zur erwünschten Lösung bringt, und das ist doch nur eine Angelegenheit von verhältnismäßig engeren Grenzen. Wichtig ist es, daß die großen Schwierigkeiten, die zumal infolge der zollamtlichen Behandlung dem Handel der fremden Staaten mit der Türkei in den Weg gelegt werden, trotz der Kollektivschritte der Botschafter noch immer fortbestehen. Es ist bedauerlich, daß man nicht darauf bedacht ist, die auf diplomatischem Gebiete eingetretene Ruhepause zur Einführung von Ver­besserungen in der finanziellen oder allgemeinen Verwaltung des Reiches zu benützen. Die finanzielle Lage der Türkei ist nicht günstig. Der Minister hatte sich mit dieser An­gelegenheit gerade in der letzten Zeit wiederholt zu befassen und gerüchtweise verlautet, daß die Stellung des Finanz- ministers, Reschav Bey, erschüttert sein soll. Was kann übrigens ein bloßer Personenwechsel an der Spitze des Finanzministeriums nützen? Von der Einführung irgend welcher gesunder Reformen in der Finanzverwaltung hat man nichts gehört. Nur auf militärischem Gebiete ist durch die Schaffung der Jlavebataillone eine Neuerung zu ver­zeichnen, wie denn überhaupt die Verwaltung des Kriegs­ministeriums vielfach als die beste Administration in der Türkei gilt, wenn man von den Ministerien der Zivilliste und der Administration der Krondomänen absieht.

Capstadt, 13. August. Es wird hier von zuverlässiger Seite versichert, daß die Führer der Afrikander in einer gestern abgehaltenen Versammlung beschlossen haben, der Regierung von Transvaal zu raten, sich zur Einsetzung einer gemischten Untersuchungskommission in der Wahlrechts­frage zu verstehen.

Kskales and Provinzielles.

+ Grünberg, 14. August. Das anläßlich des Steno­graphenverbandes gestern nachmittag in der geräumigen, schön geschmückten Turnhalle stattgehabte Konzert des hiesigen Musikvereins war sehr gut besucht. Im Verlaufe desselben dankte der Vorsitzende des Verbandes den Be­wohnern Grünbergs für die freundliche Aufnahme, welche die Verbandsteilnehmer in Grünberg gefunden und für das Interesse, welches man den Bestrebungen des Verbands hier entgegenbringe. Dem hiesigen strebsamen Stenographen­verein überreichte Redner sodann ein sehr geschmackvoll aus­geführtes, vom Gießener Bruderverein gestiftetes Bild. Zu Beginn des dem Konzert sich anschließenden Festballes wurde die Verteilung der den Siegern bei dem im Früh­jahr zu Offenbach stattgehabten Preiswettschreiben zuer­kannten Diplome vorgenommen. Den von den Damen Grünbergs für die erste Abteilung bei dem gestrigen Wett­schreiben (260 Silben in der Minute) gestifteten Ehrenpreis, einen silbernen Pokal, errang Herr Kammerstenograph Winkler-Darmstadt, dem die Gabe durch Frl. Adele v. Ber- goffsky nach sinniger Ansprache überreicht wurde. Der Ball selbst, wie überhaupt die ganze Veranstaltung nahm einen sehr schönen Verlauf, und gewiß werden die aus­wärtigen Festteilnehmer in jeder Hinsicht befriedigt unser gastliches Städtchen verlassen haben.

n. Aus der Wetterau, 13. August. Schneller als man anfänglich annahm, ist die diesjährige Ernte verlaufen. Eine so gleichzeitige Reife sämtlicher Getreidearten, wie wir sie heuer hatten, tritt selten ein. Es steht nur noch ver­schwindend wenig Getreide auf dem Halm. Und das ist gut, denn es ist jetzt in die Totreife eingetreten, bei der ohne großen Körnerverlust kein Abmachen möglich ist. Schon in den letzten Tagen hörte man die Binder oft sagen, dafi der zuletzt gemähte Weizen leichter sei, als der früher ge­schnittene. Dieser Gewichtsunterschied kommt nicht aus­schließlich auf Rechnung der größeren Wasserverdunstung in Halm und Aehre, sondern ist zumteil auch eine Folge vom Ausfallen der Körner. Was die Ernteergebnisse anbelangt, so sind sie sehr verschieden, oft schon auf dem kleinen Raum einer Gemarkung. Lager und Hagel haben die Körner­erträge stellenweise dezimiert. Doch ist auch hier die Ernte immer noch eine gute. Der Strohertrag ist überall ein reicher. Neben den alten, graubraun gefärbten Strohhaufen im Feld, türmen sich bereits die hohen, hellgelben neuen, denn die Maschinen sind schon tüchtig im Gang. Der Körnerertrag ist gut, bis sehr gut, am höchsten bei Hafer und Roggen. Die Ausbildung der Körner läßt im großen, und ganzen nichts zu wünschen übrig. In landwirtschast-- ichen Kreisen sieht man darum eben zufriedene Gesichter, denn die harte und saure Feldarbeit findet dieses Jahr guten Lohn, zumal allem Anschein nach die Frucht in gutem Zustand eingeheimst werden kann. Auch die Futterkräuter und Hackfrüchte liefern eine reiche Ernte. Die Dresch­maschinenbesitzer haben bei dem Arbeitermangel ihre Mann- chaften unter recht günstigen Bedingungen dieses Jahr aus Ostpreußen kommen lassen. Einige haben im Vogelsberge einen festen Arbeiterstamm, der jedes Jahr ihrem Rufe Folge leistet.

-t- Orteuberg, 14. August. Vor ungefähr einem halben 1 Jahre hat ein Bauunternehmer aus Starkenburg einen Steinbruch in der hiesigen Oberförsterei um den nam­haften Preis von 1000 Mark gepachtet, in der Voraus- etzung, daß Pflastersteine zu fördern wären. Anfangs waren die Proben sehr vielversprechend; in den tieferen Schichten wurde das Gestein rauh und schwer zu bearbeiten, odaß jetzt der Bruch verlassen werden muß, wodurch einige Verluste entstehen. Sie sind aber nur unbedeutend gegen diejenigen, die durch Nachgrabungen in der Forstwartei Finkenloch, wo man auf Silber zu stoßen hoffte, entstanden