sind. Der Steinbruchpächter wurde durch die Forstverwaltung von seinem Vertrage entbunden. — Die herrliche Witterung fördert unsere Erntearbeiten. Das Grummetgras ist bereits sehr schön geworden; auf manchen Kleeäckern kann dieses Jahr ein sehr hübscher dritter Kleeschnitt gemacht werden, was bekanntlich nicht jedes Jahr zu geschehen Pflegt.
§§ Von der Ernte, 14. August. Im Felde türmen sich in der Nähe der Ortschaften die Kornhaufen. Man muß das Korn, das teilweise geklöppelt, hinaussetzen, um in den Scheunen Platz für den übrigen Erntesegen zu behalten. Die Dreschmaschinen haben ihre Arbeit begonnen. Man drischt vorher das Korn. Aber auch der Weizen ist schnittreif, und Gerste und Hafer beginnen zu reifen. Bis zum Beginn der Manöver dürfte die Ernte völlig bewältigt sein. Das jetzige Wetter ist der Ernte sehr günstig, das Getreide kommt trocken in die Scheuern. Wie im vorigen Jahr, so kann auch wiederum in diesem, der Landmann ein frohes Erntedankfest feiern, und von Herzen dankbar sein dem, an deffen Segen, alles gelegen, Gott dem Allgütigen.
nn. Darmstadt, 14. August. Die am gestrigen Sonntag zu Groß-Umstadt abgehaltene Generalversammlung des Landesgewerbvereins und die damit verbundene 50jährige Jubelfeier des Bestehens der dortigen Handwerker schule war außerordentlich zahlreich von den Gewerbtreibenden des gesamten Großherzogtums besucht. Frühmorgens schon brachten die Bahnzüge viele hunderte von Festgästen, welche von dem Komitee, an der Spitze der unermüdliche Präsident des Groß-Umstädter Gewerbvereins, am Bahnhof begrüßt und zu der im Realschulgebäude veranstalteten Ausstellung von Zeichnungen und Schüler:Arbeiten geleitet wurden, woselbst die Kunstgewerbe- und gewerbliche Fachschule zu Offenbach, die Gewerbeschulen zu Bensheim, Darmstadt und Michelstadt, sowie die Handwerker- Sonntags-Zeichenschulen der Provinz Starkenburg die Leistungen ihrer Schüler anschaulich zur Darstellung gebracht haben. Von allen Seiten der zahlreichen Besucher konnte man nur Worte der Anerkennung über das hier zur Ausstellung gebrachte hören, und besonders die Kunstgewerbeschule zu Offenbach, sowie die Gewerbeschule zu Darmstadt, erstere mit ihrer neu errichteten Fachschule für feine Lederarbeiten und Damenstickereien, und letztere mit den Fachschulen für Dekorationsmaler, Kunstschlosser, Dekorateure usw., hatten sich des Beifalls aus sachverständigen Kreisen zu erfreuen. Nach Schluß der Besichtigung begaben sich die Teilnehmer unter Vorantritt eines Musikkorps nach dem „Weißen Roß", woselbst um 10 Uhr das Frühstück eingenommen wurde. Um V212 Uhr wurde im großen Saal des „Weißen Roß" die Hauptversammlung des Landesgewerbvereins durch Herrn Regierungsrat Noack eröffnet. Zu derselben hatten sich als Vertreter der Regierung Ministerialrat Braun, Kreisrat Heß, sowie Delegierte des Württemberger Landesgewerbevereins und des Straßburger Gewerbvereins eingefunden. — Bürgermeister Eidmann begrüßte die zahlreiche Versammlung namens der Stadt Groß- Umstadt, während Herr Staab die Teilnehmer im Namen des Jubelvereins und seiner Jubiläumsschule von Herzen willkommen hieß und einen kurzen Rückblick auf die nunmehr 50jährige Thätigkeit der Handwerkerschule gab. — Ministerialrat Braun entbot namens der Großh. Staatsregierung dem festgebenden Verein und der Schule zum 50jährigen Jubiläum die herzlichsten Glückwünsche. Der Verein stelle sich mit seiner heutigen Feier würdig in die Reihe derjenigen Gewerbvereine, welche bereits die gleiche Jubelfeier begehen durften. Bürgersinn und das Zusammengehen des Handwerks hätten stets Großes geleistet, das beweise die prächtige Groß Umstädter Gewerbeausstellung. Um diesen Leistungen eines halben Jahrhunderts ein Zeichen äußerer Anerkennung zu widmen, habe Seine Königl. Hoheit der Großherzog dem Großh. Bürgermeister Eidmann das Silberne Kreuz des Ordens Philipps des Großmütigen und Herrn Staab das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens zu verleihen geruht. Mit herzlichen Dankes- worten nahmen die Herren ihre wohlverdienten Auszeichnungen unter dem Beifall der Versammlung entgegen. — Hierauf wurde in die Beratung der Tagesordnung eingetreten. Reg.-Rat Noack weist auf das Institut der neu gegründeten Sterbekasse hin und bittet die Versammlung für das Aufblühen der Kasse weiter zu wirken, so daß eventuell später an einen Weiterausbau verschiedener Wohlfahrtseinrichtungen gedacht werden könne. Minist.-Rat Braun referierte sodann über den Stand der Organisation des Handwerks in Hessen. Hiernach kann von der Regierung zurzeit ein abschließendes Urteil über die Gestaltung der Handwerkerkammern gegeben werden. Mit Baden und Württemberg schweben wegen gemeinsamen Vorgehens in dieser Frage noch die Verhandlungen um nach dem Wunsch dieser Regierungen die Organisation auf gemeinsame Basis stellen zu können. Im Reichsamt des Innern sei man augenblicklich mit der Ausarbeitung eines Normalstatuts beschäftigt, zuvor würden aber noch die Einzelstaaten gehört werden, umsomehr als gerade eben in einzelnen Handwerkskreisen die Organisationsbestrebungen im Fluß seien. Bezüglich der Frage des Wahlrechts ob direkt oder indirekt sei man noch nicht schlüssig, doch neige man dem indirekten Wahlrecht aus mancherlei Gründen zu. Den im Großherzogtum befindlichen 13 Bezirksausschüssen solle eventuell die Funktion eines Wahlkörpers zufallen. Bei der Diskussion wurde von allen Rednern der Wunsch nach direktem Wahlrecht geltend gemacht und die Verwendung der Bezirksverbände als Wahlkörper anerkannt. Der Regierung sollen über diese Fragen die Berichte der Verbände zugehen. Einen weiteren Punkt der Tagesordnung bildete der Bericht des Stadtverordneten Barber-Mannheim über das Vergebungswesen, der bei Submissionen nur dem den Zuschlag erteilt wissen will, welcher dem Mittelpreis der in Betracht kommenden Gebote sich 10 Prozent über, oder 20 Prozent unter dem bauamtlichen Kostenanschläge sich
bewegt. Die Ausführungen Barbers fanden allgemeinen Beifall und sollen die Bezirksvereine diesen Gegenstand auf Grund einer gefaßten Resolution in den Bereich eingehender Beratungen ziehen. Damit war die umfangreiche Tagesordnung erledigt und fand hierauf im „Gasthof zum Lamm" das Mittagsmahl von über 100 Gedecken statt. Nachmittags begaben sich die Teilnehmer in die Gewerbeausstellung, woselbst man bei Konzert noch einige gemütliche Stunden verbrachte.
Gelegentlich der diesjährigen Generalversammlung des Landesgewerbevereins zu Groß Umstadt wurde zur Umgestaltung des Vergebungswesens in Hessen die nachstehenden Beschlüsse gefaßt und den Bezirksverbänden zur Begutachtung und baldigen Aeußerung überwiesen. Die in dem Großh. Hessischen Ministerial-Erlaß vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betr., ausgesprochenen allgemeinen Grundsätze sind bei richtiger Beobachtung und Durchführung wohl geeignet, die dem öffentlichen Vergebungswesen anhaftenden Uebelstände zu bessern. Hinsichtlich des Verfahrens bei der Zuschlagserteilung bedürfen jedoch die seither im Staats- und Kommunalbauwesen herrschenden Grundsätze einer zeitgemäßen Umgestaltung, wozu folgende Vorschläge dienen sollen: 1. Das Ausschreiben für Arbeiten und Lieferungen von 500 bis 5000 Mark erfolgt nach Maßgabe eines Kostenanschlages, welcher von den arbeitsvergebenden Behörden in der Art festzustellen ist, daß in jedem Jahre von etwa je sechs hinreichend erfahrenen Handwerksmeistern der einzelnen Handwerkszweige Preisangebote soweit möglich für alle einschlägigen Arbeiten eingezogen werden sollen. Der sich hieraus ergebende Durchschnittspreis ist alsdann bei Aufstellung der Kostenanschläge für die Arbeitsvergebungen zu Grunde zu legen 2. Lieferungen oder laufende Unterhaltungsarbeiten bis zum Betrage von 500 Mark können zu Einheitspreisen aus fester Hand vergeben werden. Bei laufenden Unterhalungsarbeiten sind in abwechselnder Reihenfolge die ortsansässigen Handwerker nach näheren Bestimmungen zu berücksichtigen. 3. Lieferungen im Werte von 500 bis 1000 Mark können öffentlich ausgeschrieben werden, doch können solche auch in engerem Ausschreiben vergeben werden. Bei diesem Verfahren müssen mindestens 3 Angebote vorliegen. Der Zuschlag ist demjenigen zu erteilen, dessen Angebot dem Kostenanschlag nach unten zu am nächsten kommt. Soweit es sich ermöglichen läßt, sollten zu diesen Arbeiten die hierfür in Betracht kommenden Unternehmer abwechselnd herangezogen werden. 4. Lieferungen im Werte von über 1000 Mark müssen öffentlich ausgeschrieben werden. Von den einlaufenden Angeboten kommen nur diejenigen in Betracht, welche bis zu 10 von Hundert über oder 20 vom Hundert unter dem bauamtlichen Kostenanschläge sich bewegen. Aus diesen Anerbietungen ist derjenigen der Zuschlag zu erteilen, welche dem Mittelpreis der in Betracht kommenden Gebote nach unten zu am nächsten kommt. 5. Lieferungen und Arbeiten über 5000 Mark können an den Mindestfordernden vergeben werden, ebenso ist bei Lieferungen von reinen Handelswaren in der Regel das mindeste Angebot anzunehmen. 6. Generalunternehmer sind thunlichst auszuschließen; die dem Verdingungsanschlage beigefügten Zeichnungen sind so genau wie möglich zu fertigen und in Kopien thunlichst unentgeltlich oder gegen mäßige Vergütung abzugeben. Als Ort für die nächste Generalversammlung, mit welcher auch eine Lehrlingsarbeiten-Ausstellung des ganzen Landes verbunden sein soll, wurde Worms gewählt, Mainz und Oppenheim hatten sich ebenfalls gemeldet.
P.C. Groß Umstadt, 13. August. Wie wir dem „Erbacher Kreisblatt" entnehmen, hat Herr Kreisrat Fey die Bürgermeister seines Kreises, die Kreisbeamten, Mitglieder des Kreistages und Kreisausschusses zum gemeinsamen Besuch der hiesigen Ausstellung am nächsten Freitag, dem 18. August eingeladen. Der Besuch der Ausstellung an dem letzten Sonntag war ganz enorm. Eine solche Menge Menschen hat Groß-Umstadt wohl kaum noch in seinen Mauern gesehen.
Vermischtes.
* Brandentsch'ädigungen für Marienburg. Die von den einzelnen Versicherungsgesellschaften zu zahlende Brand- entschädigung ist nach der „Danziger Ztg." nun annähernd festgestellt und verteilt sich wie folgt: Magdeburger 50000 Mk., Leipziger 150000 Mk., Deutscher Phönix 25000 Mk., Norddeutsche 10000 Mk., Transatlantische 37 000 Mk., Colonia 100000 M., Thuringia 50000 Mk., Union 120000 Mk., Hamburg-Bremer 70000 Mk., Westdeutsche 30000 Mk., Preußische National 65000 Mk., Deutsche 24000 Mk., Gladbacher 14000 Mk., Oldenburger 15000 Mk., Aachen-Münchener 20000 Mk., Schlesische 25000 Mk., Gothaer 60000 Mk., Berlinische 45000 Mk., Commerzial 1000 Mk. und Elberfelder 500 Mk., zusammen also 911500 Mk., und zwar Gebäude, Mobiliar und Waren. Rechnet man aber noch die Kosten der Nichtversicherten, sowie den nicht versicherten oder nicht als versichert bekannten Schaden hinzu, dann wird sich der Gesamtbetrag wohl erheblich höher belaufen.
* Die diesjährigen Bayreuther Festspiele liegen zu zwei Dritteln schon hinter uns. Denn von 20 Aufführungen sind zwölf vorüber, und acht müssen in der kurzen Zeit vom 11. bis 20. August noch erledigt werden; es wird deshalb an die Ausdauer und Leistungsfähigkeit der Mitwirkenden die denkbar höchste Anforderung gestellt. Die Festspielleitung kann sowohl mit den künstlerischen als finanziellen Erfolgen sehr zufrieden sein; die Kritiken sprachen sich im allgemeinen sehr anerkennend über das im Festspielhause Gebotene aus. Rückhaltlose Anerkennung fanden das Orchester, die Chöre, die Szenerie, Maschinerie und Regie. Da das Haus stets bis zum letzten Platz, auch die Galerie inbegriffen, ausverkauft war, so darf die Einnahme auf 600000 Mk. berechnet werden. (20 Vor
stellungen mit 1500 bezahlten Plätzen zu 20 Mk.). Der Einnahme stehen allerdings sehr bedeutende Ausgaben gegenüber, allein es verbleibt doch ein ganz annehmbarer Ueberschuß.
* Eine nachahmenswerte Neuerung — unter dieser Spitzmarke geht durch die deutsche Presse folgende Meldung aus New-Aork: „In Brooklyn wurde letzten Sonntag eine mehr als lausend Bände umfassende Kinderbibliothek in Tompkins-Park eröffnet. Es wird den Kindern, die den Park besuchen, möglich sein, in die Bibliothek zu gehen, sich ihre Lieblingsbücher auszusuchen und dann wieder in eine stille Ecke des Parks zurückzukehren, wo sie ungestört lesen können. Bei Kindern und Eltern findet die Neuerung freudigste Ausnahme. Es wäre zu wünschen, daß derartige praktische Reformen auch ihren Weg nach Europa fänden." — Hoffentlich aber nicht nach Deutschland! Die Kinder können ihr Lesebedürfnis in der Häuslichkeit hinreichend befriedigen; sie sollen in der frischen Luft nicht noch über Büchern drucksen, vielmehr sollten die Eltern darauf halten, daß die Kinder sich körperliche Bewegung machen und spielen.
* Das Recht der Bienen nach den Bestimmungen des bürgerlichen Gesetzbuches. Bekanntlich regeln die Bestimmungen der §§ 961—964 des neuen bürgerlichen Gesetzbuches das Besitzrecht an den Bienen und Bienenschwärmen. Eine sehr ausführliche Kommentierung dieser Gesetzesparagraphen aus der Feder eines Juristen versendet der Praktische Wegweiser, Würzburg, kostenlos an Interessenten gegen Vergütung des Portos (Postkarte mit Rückantwort genügt).
* Eine Millionenstiftuug. Frau Heriot, die Witwe des kürzlich verstorbenen Mitbesitzers der Grands Maga- sins du Louvre, hat zur Gründung einer Altersversorgungskasse für die weiblichen Angestellten des Hauses, deren Gehalt 5000 Franks nicht übersteigt, die Summe von 1 Million Franks gespendet. Frau Heriot war selbst in ihren jungen Jahren im Louvre angestellt gewesen.
UniversMs Nachrichten.
— Göttingen. Der ehemalige ordentliche Professor an der Universität Dorpat Dr. Leo Meyer ist zum ordentlichen Honorar- Prosesior in der phtlosophtschm Fakultät der hiesigen Universität ernannt worden.
— Leipzig. Hier werden gleichfalls in den Herbstferien Fortbildungskurse für Aerzte stattfinden.
— Halle. Dr. Karl Heldmann, wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der Landesbibliothek zu Kastel, habtlitirrte sich an der hiesigen Universität alS Privatdozent für mittelalterliche Geschichte.
— München. Dr. phiL Sigmund Helbmann auS München wurde als Prtvatdozent für Geschichte in die erste Sektion der philosophischen Fakultät und Dr. phil. Ka-l Schwarzschtld aus Frankfurt a. M. als Privatdozent für Astronomie in die zweite Sektion der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität ausgenommen.
— Lausanne. Der Staatsrat des Kantons Waadt hat den bisherigen außerordentlichen Professor für Chemie an der hiestgtN Universität Dr. Ernst Chuard zum ordentlichen Profestor dieses Fache« ernannt.
— Amsterdam. Fräulein M. Boissevain aus Amsterdam ist für das Studienjahr 1899/1900 zur Assistentin am zoologischen Laboratorium de8 Profestors Dr. E. PH. Slutter an der htefigen Universität ernannt worden.
Mteratur, Wissenschaft und Kunst.
— Nummer 33 der »Jugend", Münchener illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben (G. Hirths Verlag in München, Preis Mk. 3 pro Quartal, Mk. 1 pro Monat exkl. Porto), enthält unter anderem: Titelblatt von Fritz Erler (mit Gedicht von F. v. Ostint). — „Seine Senta" von Johannes Schlaf. — „Poetisch" von A. Otrey. — „Siegfried Wagner" von Houston Stewart Chamberlain, mit Siegfried WagnerS Bildnis von Otto Greiner. — „Morgenfahrt" von W. Lobsien, mit Zeichnung von E. Neumann. — „Gedanken" von Otto Ernst. — „Beati possidentes“ von Julie Wolfthorn. — „SwtnegelS Brautfahrt" von Reinhold Volker. — „Hofbräu und Hoftheater" von A. 0. Kubinyi. — „Schnell fertig" von A. Schmid- hammer. — „Ueberflüssig" von W. Caspari. — Kleine Geschichten. — Witze. — Humor des Auslandes. — Aktuelles: „Bitef Venus- AphroditeS an die „Jugend". — „Dewey." — „Das Lied von den sechs Nonnen." — „Galltfet beim Abholzen." — „Ein Muciue Scae- vola der Kunst." — „Aus dem lyrischen Tagebuch des Leutnants v. Versewitz." — „Schüttelreime eines Urlaublosen." — „Schrecklicher Traum deS Ftnanzmtntsters Kaizl." — „Wiener Straßen- demonstratton." — „Die Poesie muß umkehren!“ — „Mein Hrrz ist in England." — Lustige Nachrichten.
— Allgemeine Weltgeschichte von Theodor Flathe. Dritte Auflage. In Originalletnenvand 3 Mk. 50 Pfg. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Zum drittenmale geht dieser Abriß der Weltgeschichte hinaus, der sich schon so viele Freunde erworben hat. Der Verfasser, Profestor a. D. der Fürstenschule zu St. Afra in Meißen, hat es in meisterhafter Weise verstanden, den überreichen Stoff auf noch nicht zwanzig Bogen in relativ erschöpfender und auch in an- sprechenber Weise zur Darstellung zu bringen. Die höchst überficht- liche Anordnung und Gruppierung, die durchlaufende Beifügung der Jahreszahlen am Rande, sowie ein gewistenhast gearbeitetes Register erleichtern die schnelle Benutzbarkeit des verdienstvollen HandbüchleinS, dessen Wert durch die l1/, Bogen starke tabellarische Uebersicht und sechs Stammtafeln noch erhöht wird. Sämtliche Kapitel der Ländergeschichte hat der Autor bis auf die neueste ZeU sortaeführt; so find z. B. die Faschodafrage, der Sieg Kitcheners bei Omdurman, die Präsidentschaft Loubets und die Haager Friedenskonferenz bereits berücksichtigt.
Schiffsnachrichten
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl L00S und I. M. Schulhof.
Bremen, 10. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben - Postdampfer Bremen, Capitän R. Nierich, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 10. August. [$et transattantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben Postdampfer Willehad, Capitän O. Dolger, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute 8 Uhr morgenS wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Jede praktische Hausfrau
wird eine soeben unter der Marke „MackS Pyramiden-Glanz- Stärke" in den Verkehr gebrachte Neuheit mit Freuden begrüßen. Die billige kleine Packung zu 10 und 20 Pfg., die große Ergiebigkeit und die gleich gut Verwendbarkeit zum Matt- und Glanzbügeln, sogar ohne vorherige« Trocknen der Wäschestücke, machen MackS Pyramiden-Glanz Stärke für jeden Haushalt unentbehrlich. 5203


