Ausgabe 
16.8.1899 Erstes Blatt
 
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Dielen Anspielungen Merciers antworten, weil er die Debatte nicht in die Länge ziehen wolle. Mercier habe alles mög­liche gethan, um ihn (Perier) so viel als möglich in die An­gelegenheit hineinzuziehen. Betonen wolle er noch die That- sache, daß Mercier als Kriegsminister ohne Wissen und Willen des Präsidenten der Republik 60000 Mann früher als beabsichtigt gewesen, zur Reserve entlassen habe. Mercier antwortet, er habe Casimir Perier in die Angelegenheit hineingezogen, weil er geschworen habe, die ganze Wahrheit zu sagen. Von Demange über die unberechtige Mitteilung ge­heimer Schriftstücke befragt, antwortet Mercier, dieselben seien durch die damalige ernste politische Lage ver­anlaßt worden. Demange fragt weiter den Zeugen Mercier, ob er besondere Gründe gehabt habe, die offizielle Uebersetzung des Panizzardi - Telegramms, die früher im Dossier vorhanden gewesen sei, zu unterdrücken. Mercier antwortet, er habe die Uebersetzung als sein persönliches Eigentum betrachtet und habe dieselbe, nachdem sie ihre Dienste geleistet, vernichtet. Nunmehr erklärt Casimir Perier nochmals, er habe niemals versprochen, dahin wirken zu wollen, daß die Debatte ohne Ausschluß der Oesfentlich- keit stattfinden solle. Es folgt das Verhör des Generals Billot. Derselbe versichert, er habe bei seinem Eintritt in das Ministerium von der ganzen Dreyfus-Angelegenheit nicht mehr gewußt, als wie andere Leute auch. Des weiteren spricht sich der Zeuge über die Brauchbarkeit Picquarts aus und verwahrt sich gegen die Behauptung, daß er Picquart an die tunesische Grenze habe schicken wollen, um ihn für immer zu entfernen. Bedauern müsse er (Billot), daß er die meiste Zeit, während der er Minister war, sich mit der Dreyfus-Angelegenheit habe abgeben müssen. Hierauf kommentiert Billot das von einem Franzosen belauschte Ge­spräch zweier deutscher Offiziere in Berlin. Dreyfus sprang auf und schrie zu Billot gewendet: Das ist eine Lüge. Von dem Vorsitzenden aufgefordert, dies nochmals zu sagen, wiederholt Dreyfus, die Aussage des Generals Billot sei eine Lüge. Die Sitzung wurde jetzt unterbrochen. Nach Wiederaufnahme derselben beginnt das Verhör Cavaignacs. Dieser erklärt, er habe die Untersuchung des Kassationshofes mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Seine Ansicht über die Schuld Dreyfus müsse er mit den Geständnissen begründen, die Dreyfus dem Capitän Lebrun-Renault gemacht habe. Er weigere sich, über die Fälschungen Henrys Auskunft zu geben, indem er sich darauf stützte, daß der Kassationshof diese Angelegenheit erledigt habe. Alsdann erklärt Cavaignac, von einem Industriellen in Boulogne gehört zu haben, daß dieser 1894 Dreyfus in Brüssel getroffen habe. Advokat Demange sagt, er werde jetzt keine Bemerkung mehr unbe­antwortet lassen, da sich die Zeugen als Ankläger aufspielten. Demange hebt hervor, daß sich die Aussagen Merciers mit denen Cavaignacs in direktem Widerspruch befänden. Während Cavaignac bestimmt berichtete, daß Boisdeffre am 6. No­vember von Paris abwesend gewesen sei, versicherte Mercier, daß an demselben Tage Boisdeffre von ihm den Mobilisierungs- Befehl erhalten habe. Sodann wird Zurlinden hervorgerufen, der sich auf das Bordereau stützt, sowie auf die Erklärung der Schreibsachverständigen. Am Ende seines Verhörs sagt Zurlinden, er wolle die ganze Wahrheit ans Licht bringen. Bei diesen Worten springt Dreyfus auf und sagt, ich bin mit Ihnen einverstanden, ich verlange nur die volle Wahr­heit. Das Verhör Hanoteaux, welches jetzt folgt, ist nur insofern von Belang, als der ehemalige Minister des Aeußern versichert, daß die politische Lage während des Prozesses im Jahre 1894 eine sehr ernste gewesen Jei. Er habe sogar den General Mercier gebeten, von dem Prozesse abzulassen. Hiermit wird die Sitzung aufgehoben und auf Mittwoch früh 6»/z Uhr vertagt.

Deutsches Reich.

Berlin, 14. August. Die Bautischler und Ein­setzer Berlins haben einen Generalstreik proklamiert, und seit heute früh feiern sie auf den Bauten und in den Werkstätten. Auch in den Kreisen der Maurer soll man, wie eine Korrespondenz meldet, entschlossen sein, den paritä­tischen Arbeitsnachweis, dessen Schaffung die Arbeitgeber nicht zulassen wollen, eventuell durch einen Streik zu er­zwingen.

Berlin, 14. August. Die schlimmen Nachrichten aus China find, wie dieGermania" von unterrichteter Seite erfährt, von dem deutschen Gesandten in Peking bisher nicht bestätigt worden. Die Untersuchung ist noch im Gange. Die chinesischen Behörden wurden auf die nach Deutschland gelangten Berichte aufmerksam gemacht und auf die Folgen hingewiesen, welche christenfeindliche Ausschreitungen nach sich ziehen müßten.

Zur Kanalvorlage. Der Präsident des Ab­geordnetenhauses vonKröcher war Sonntag von Marien- bad in Berlin eingetroffen, ist aber bald darauf wieder abgereist. Er gedenkt heute abend zu den bevorstehenden Plenar­sitzungen zurückzukehren. Ein Montagsblatt, das gern in Sensation arbeitet, will wissen, daß auf die zweite Lesung der Kanalvorlage unmittelbar die dritte Lesung folgen werde und so schnell erledigt werden könne, daß das Herrenhaus bereits am 23. d. M. von neuem zusammentreten werde. Den offiziellen Stellen ist eine solche Anordnung unbekannt­ste wird mithin als verfrüht bezeichnet. Auf alle Fälle müssen die Entscheidung des Präsidenten und die Beschlüsse der Fraktionen abgewartet werden. Die Konservativen, Frei­konservativen und Nationalliberalen werden am 15. vor­mittags, das Centrum und die Polen ebenso tagen, ersteres auch noch am 16. vormittags, sowie an diesem Tage die beiden freisinnigen Fraktionen des Abgeordnetenhauses.

Frankfurt a. M., 14. August. Die 'Franks. Ztg." meldet aus Rennes: Der Zustand Laboris hat sich verschlimmert. Das Gerücht, das Dossier Laboris sei gestohlen worden' bestätigt sich nicht. Dagegen benutzte einer der Mordgesellen den Augenblick, wo Labori niederfiel, zwei aus seiner Tasche

gefallene Briefe zu stehlen. Es ist ein Brief Clemenceaus an Jaurös und einer Reinachs an Labori.

In Mannheim ist die von Sozialdemokraten ge­meinsam mit Demokraten für den 20. August geplante Gedenkfeier für die badische Revolution vom Jahre 1849, bei der Reichstagsabgeordneter Liebknecht sprechen sollte, durch eine bezirksamtliche Verfügung verboten worden.

Magdeburg, 14. August. Der 12. Verbandstag des Centralverbandes deutscher Bäcker-InnungenGermania" wurde heute durch den stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Obermeister B e r n a r d-Berlin im Beisen staatlicher und städtischer Behörden eröffnet. In Vertretung des Ober­präsidenten der Provinz Sachsen, von Bötticher war der Oberpräsidialrat Davidson erschienen; auch Assessor Brauer" wohnte den Verhandlungen bei, desgleichen der Reichstags­abgeordnete Euler (Centr.). Nachdem Obermeister Bernard das Hoch auf den Kaiser ausgebracht, wurde in die Ver­handlungen eingetreten. Die Errichtung einer Witwen- pensions- und Altersversicherungs-Kasse, die vom Central­verband fundiert ist, wurde einstimmig angenommen; 10000 Mk. wurden aus der Verbandskasse bewilligt. Es folgte ein Referat über den Maximalarbeitstag und dessen Schädigungen. Diesbezüglich wurde eine Resolution ein­stimmig angenommen, wonach die deutschen Bäckermeister gegen den Maximalarbeitstag protestieren und der Reichs­kanzler ersucht wird, beim Bundesrat die Aufhebung der Verordnung zu beantragen. Sollte die Aufhebung undurch­führbar sein, dann möge der Bundesrat den Maximal­arbeitstag dahin abändern, daß an dessen Stelle eine acht resp. zehnstündige Ruhezeit festgelegt werde. Der Bundes­rat möge bestimmen, daß nur die wirklich Schuldigen, welche die Verordnung übertreten, bestraft werden. Die Anzeige- Pflicht hat binnen acht Tagen einzutreten. Eine weitere Resolution, welche sich gegen den einheitlichen Ladenschluß richtet, gelangte ebenfalls zur Annahme und soll dem Reichs­tag und dem Bundesrat übermittelt werden.

Das Handelsmuseum in Philadelphia. Daß es sich bei dem Kongreß und der Ausstellung in Philadelphia nur oder ganz vorwiegend um amerikanische Interessen handelt, wird auch in der dortigen ^Presse mehr oder weniger offen anerkannt. So heißt es tn einer an­gesehenen deutsch-amerikanischen Zeitung: Die Vorbereitungen für dieNationale Export-Ausstellung", welche in den Tagen vom 14. September bis 30. November hier statt­findet, werden mit der größten Energie betrieben. . . . Daß diese Ausstellung von weittragender Bedeutung für die Entwicklung dernationalen" Industrie sein wird, ist außer Zweifel. Wenn auch andere Ausstellungen die Fortschritte amerikanischer Industrie gezeigt und dadurch indirekt dem amerikanischen Exportgeschäft genützt haben, so war doch bei keiner die Förderung des amerikanischen Außenhandels der ausgesprochene Hauptzweck des Unternehmens. Das ist bei der kommenden Philadelphier Ausstellung zum ersten­mal der Fall.

Ausland.

Rom, 14. August. Auch die neuesten Gerüchte von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes Leos XIII. sind unbegründet. Der Leibarzt vr.Lapponi hat einem Berichterstatter erklärt: Es ist nichts wahres an dem Gerede, das jedesmal im Sommer neu auftaucht, ob­wohl man wissen könnte, daß den hochbejahrten Personen und ganz besonders dem heiligen Vater der Sommer viel besser bekommt, als der Winter. Die Räume, in denen er 'ebt, lassen die Hundstagshitze nicht übermäßig fühlbar werden. Gerade an Ohnmächten, von denen man gegen­wärtig fabelt, hat der Papst seit zehn Jahren so lange behandele ich ihn niemals gelitten. Vielleicht rühren die gegenwärtigen Vermutungen betreffs eines Unwohlseins daher, daß ich mich gestern um 6 Uhr in den Vatikan be­geben habe, um vom Kardinal Mocenni Abschied zu nehmen, der nach Terracina fahren wollte. Mein Urlaub war von vornherein auf 14 Tage festgesetzt, und diese habe ich bei meinen Eltern in Abbegnano in den Marken verbracht. Ich bin nicht vor der Zeit zurückberufen worden und würde nicht auf Urlaub gegangen sein, wenn der heilige Vater nicht in guter Gesundheit gewesen wäre. Wenn man sein Alter in Betracht zieht, kann man nur jedermann eine ähnliche Gesundheit wünschen.

Rom, 14. August. Es verlautet bestimmt, daß Pelloux die Kammerauflösung fallen lassen wird, weil der Ausfall der Wahlen in Ravenna, Mailand und Forti eine Niederlage der monarchischen Parteien bei einer Neuwahl voraussehen läßt.

Brüssel, 14. August. DieJndep. Beige" erfährt aus Rennes, daß unter den Offizieren der dortigen Garnison em Komplott entdeckt worden sei; die Offiziere hätten be- chlossen, in corpore in den Gerichtssaal einzudringen und rurch ihre Haltung den Vorsitzenden zu bewegen, den Ans­chluß der Oeffentlichkeit anzuordnen.

Rennes, 14. August. Der Anwalt Demange ver- icherte gestern mehreren Journalisten gegenüber, die Prozeß- Verhandlungen würden bedeutend länger dauern, als man bisher angenommen habe.

Rennes, 14. August. Der Erzbischof von Rennes verbot die anläßlich des morgigen Feiertages beabsichtigte Prozession.

Für heute sind große Sicherheitsmaßregeln getroffen worden. Jedermann, der sich irgend eine Kund­gebung zu schulden kommen läßt, wird verhaftet werden.

Heute morgen mußten sämtliche Besucher vor Be­treten des Sitzungssaales des Kriegsgerichts Stöcke und Schirme in der Garderobe abgeben.

Wie es heißt, soll bei der geringsten Kundgebung wahrend der heutigen Verhandlung des Kriegsgerichts sofort der Sitzungssaal geräumt werden.

Rennes, 14. August. Der Zu st and Laboris hat sich etwas gebessert. Die Aerzte treffen Vorbereitungen,, um durch einen operativen Eingriff die Kugel zu entfernen. Aus allen Teilen der Welt treffen fortgesetzt Beileids­telegramme für Labori ein. Der Attentäter ist immer noch nicht verhaftet.

Rennes, 14. August. Zu dem Attentat auf Labori wird noch gemeldet: Derselbe befand sich in der Begleitung des Obersten Picquart und eines Verwandten, auf dem Wege nach dem Lyceum. Ein Individuum, welches sich verborgen gehalten hatte, stürzte plötzlich aus dem Hinter­halt und feuerte zwei Revolverschüffe auf Labori ab. Der­selbe wankte einen Augenblick und fiel dann in die Arme seiner Begleiter. Diese legten ihn auf den Boden und machten sich an die Verfolgung des Mörders. Derselbe stolperte und wurde von einem Arbeiter aufgehalten. Den­selben bedrohte der Attentäter mit dem Revolver, weshalb es ihm gelang, sich in ein Roggenfeld zu flüchten. Eine Anzahl Gendarmen machten sich an seine Verfolgung, lieber die Verwundung Laboris wird gemeldet, daß dieselbe ziemlich gefährlich sein soll. Labori verlor gleich nach dem Attentat das Bewußtsein, und eine heftige innere Blutung trat ein. Er wurde nach seiner Wohnung gebracht und Aerzte herbei­gerufen. Heute mittag wurde ein offizielles Bulletin über ben Gesundheitszustand Laboris ausgegeben. Diesem zufolge ist das Befinden des Verletzten befriedigend. Die Aerzte haben bis jetzt noch nicht konstatieren können, ob die Kugel einen Lungenflügel oder das Rückgrat verletzte.

Rennes, 14. August. Im Sitzungssaale des Kriegs­gerichts kam es zwischen den Journalisten infolge des Atten­tats auf Labori zu heftigen Auseinandersetzungen. Der Direktor des Gaulois, Arthur Meyer, sprach die An­sicht aus, daß alle Journalisten für das Attentat verant­wortlich seien. Madame Severin protestierte dagegen mit den Worten: Sie allein sind für den Vorfall verantwortlich. Gendarmen trennten die Streitenden._________

Lokales und Provinzielles.

Gießen, den 15. August 1899.

* * nn. In unserem hessischen Forstwesen wird in aller Kürze eine umfassende Reorganisation der Dien st- bezirke und des Beamtenpersonals vorgenommen werden. Zunächst sollen 4 neue Oberförfterstellen und 10 neue Forstassessorenstellen geschaffen und dafür ein Be­trag von 30,000 Mk. ins Staatsbudget eingestellt werden. Auch die Einteilung der Oberförsterei-Bezirke wird eine Aenderung erleiden, insbesondere hat man bei der Ober» sorstbehörde eine Verkleinerung der Dienstbezirke ins Auge gefaßt. Mit dieser Reorganisation wird dann sicherlich eine ganze Reihe von berechtigten Wünschen befriedigt.

* Jubiläum. Sonntag den 20. dss. Mts. feiern die Mitglieder der Gießener freiw. Feuerwehr: 2. Hauptmann Franz Wigandt und Obmann Ludwig Friedrich ihr 25jähriges Dienstjubiläum als Feuerwehrleute.

* * Darmstädter Silberlotterie. Bei der gestern statt­gehabten Ziehung fielen laut Telegramm an Herrn Kauf­mann Richard Buchacker, Neuen Säue, der erste Gewinn auf Nr. 21293, der zweite auf Nr. 1691, der dritte auf Nr. 36009. '

* * Telegramme nach dem Laudbestellbezirk des Auf. lieseruugsortes (z. B. Telegramme von Gießen nach Annerod­waren bisher nur dann zulässig, wenn der Empfänger Telegraphenanschluß mit der Aufgabepostanstalt hatte, unt> ben Antrag stellte, berartige Telegramme ihm zuzusprechen mittels bes Fernsprechers. Diese Beschränkung fällt zu­künftig weg, sobaß nunmehr allgemein bie Aufgabe von Telegrammen nach bem Lanbbestellbezirk bet Aufgabe­postanstalt zulässig ist. Die Taxe beträgt 3 Pf. pro Wort, wie bei Stadt-Telegrammen. Müssen bie Telegramme, weil telegraphische Verbindung mit bem Lanborte nicht besteht, burchBote beförbert werben, bann hat ber Aufgeber neben der 3-Pf.-Gebühr noch bie wirklich entstehenben Botenkostew zu zahlen. Diese Anorbnung entspricht einem langgehegten- Wunsche bes Publikums, und ist insofern von großem Wert, weil Eilbriefe nach dem Landbestellbezirke der Aufgabe­postanstalt nicht zulässig sind.

§ § Rodheim a. d. Bieber, 14. August. Nächsten Sonn­tag den 20. August feiern wir Hierselbst unser diesjähriges Kirchweihfest. Durch bie Bieberthalbahn ist Rodhcim ein beliebter Ausflugsort geworben, unb wirb dieselbe auch biesmal wieber für geeignete Verbinbung von unb nach ber Stabt sorgen. Die beißen Wirte K. Schlierbach IV. (Schreiner) unb K. Benber haben auch biesmal wieber für gutbesetzte Tanzmusik gesorgt. Das Trompeterkorps ber 2. Abteilung bes hessischen Felbartillerie-Regiments Nr. 11 zu Fritzlar wirb wieber seine frischen Weisen erklingen lassen. Der Korpsführer, Herr Stabstrompeter Knierim, hat selber bie Leitung übernommen. Für gute Speisen unb Getränke wirb bestens gesorgt. Durch bie Bieberthalbahn ist reich- lich Gelegenheit geboten, um von unb nach ber Stadt zu gelangen. Auf Wunsch wird bie Bieberthalbahn schon um Val Uhr mittags einen Extrazug nach Robheim einlegen.

§ Aus dem Walde, 10. August. Von dem diesjährigen großen Hirnbeereichturn unserer Wälder brachten wir kürzlich eine Mitteilung. Den Beerensuchern und Freunden des Himbeergelee ist nun ein Strich durch die Rechnung gemacht worden durch ein Verbot der Oberförsterei, welches bei Strafe das Himbeersuchen in den Waldbezirken ver- netet. Im Interesse des Forstschutzes im Geheege und der >§agd im Walde mag dieses Verbot begründet sein, aber chade wäre es doch gewesen, wenn ein solcher Beerenertrag, wie ihn dieses Jahr die Wälder liefern, elendiglich zu Grunde hätte gehen müssen. Und was hätten unsere Haus- rauen wohl für ein Lamento angestimmt, wenn kein Him­beergelee in die Vorratskammer gekommen wäre? Jetzt^ nach der Himbeerernte, kommen die Brombeeren. Auch fit