Regiment ist nur noch 300 Mann stark, von denen am letzten Sonntag 160 sich krank meldeten. Die Soldaten erklären in ihrer Bittschrift, daß sie bereit seien, sich zu schlagen, jedoch nicht mehr imstande wären, Märsche und Wachen auszuhalten. Die Mehrzahl konnte ihre Kleider seit einem Monat nicht mehr waschen, ja nicht einmal ausziehen, da sie immer zum Aufbruch bereit stehen mußte. Seit dem 4. Februar hat Vas Regiment an Toten und Verwundeten 225 Mann verloren. 59 fehlten nach dem Gefecht von Malolos beim Appell. Auch die Offiziere beabsichtigen, eine ähnliche Bittschrift an den General zu richten. Sie behaupten, mehr ertragen zu haben, als überhaupt ein Mensch ertragen könne. Einige der regulären Regimenter, die mit der Bewachung Manilas beauftragt sind, wurden zur Schlachtlinie entsandt. Seitdem die Truppen in Malolos sind, haben sie als Trinkwasser nur solches erhalten, das aus Manila herbeigeschafft werden mußte, und auch dies läßt noch zu wünschen übrig. — Nach einem andern Telegramm an die Times aus Manila vom 12. Mai haben auf dem Kongreß der Philippiner, der in San Isidro abgehalten wird und an dem 56 Mitglieder teilnehmen, 20 sich für den Frieden erklärt. Eine annähernd gleiche Zahl will von Frieden nichts wissen. Die Mehrheit der Kongreßmitglieder gibt zwar zu, daß die völlige Unabhängigkeit unmöglich ist, verlangt aber, daß die Vereinigten Staaten ihnen weniger harte Bedingungen stellen. (Times.)
Konstantinopel, 13. Mai. Wie verlautet, wird die Pforte eine Rechtsverwahrung gegen das französische Abkommen wegen Tripoli an die Mächte versenden. Gleichzeitig wird eine weitere Verstärkung der Besatzung von Tripolis um 5000 Mann verfügt.
Lokales und UrsvmMes.
-f- Ober-Schmitten, 14. Mai. Ein raffinierter Gelddiebstahl wurde in der letzten Woche dahier verübt. Die alleinstehende, betagte Witwe Döll hatte ihre auf zirka 60 Mk. sich belaufende Barschaft in der Wohnung aufbewahrt, welche Summe während einer Abwesenheit der Genannten verschwunden ist, ohne daß der freche Gauner ermittelt wurde. Vielleicht führt der anläßlich der dieser- halb gestern bei einem anderen Hausinsafsen vorgenommenen Durchsuchung ans Tageslicht gekommene frühere Diebstahl einer Taschenuhr zur Haftmachung des Geldmarders.
Salzhause«, 14. Mai. In der kommenden Woche, wahrscheinlich auf Donnerstag den 18. dss. Mts., werden wir hohen Besuch bekommen, indem Se. Exzellenz der Herr Finanzminister und einer der Herren Ministerialräte hierher reisen, um sich Salzhausen, seine Umgebung und die neuen Arbeiten anzusehen. Eine bessere Zeit läßt sich nicht wohl denken, als die Mitte des Maimonats, wo jetzt alles in Blüte getreten ist. Die angeordneten Arbeiten im Kurhause und dessen Umgebung werden rasch gefördert; verschiedene alte Gebäulichkeiten, die doch keinen Zweck mehr haben, werden beseitigt. Auch der kleine Teich am ehemaligen Laboratorium soll zugeschüttet werden, weil er keinen Zweck mehr hat, wohl aber dem Geschmeiß eine Zufluchtsstätte geboten haben mag.
nn. Darmstadt, 14 Mai. Anfangs dieser Woche ist mit den Kafernierungsbauten für die 1. Abteilung des neu zu errichtenden 2. Großh. FeldartillerieRegiments Nr. 61 (drei Batterien) begonnen worden. In diesem Jahre werden nur drei Stallgebäude und eine Reitbahn zur Vollendung kommen. Zur Unterbringung der Mannschaft sollen vorerst Wellblech-Baracken aufgestellt und das Ganze so gefördert werden, daß die Bauten am 1. Oktober ds. Js. bezogen werden können. Die Mannschaftsbauten sollen im nächsten Jahre errichtet werden. Als Bauplatz für dieses Kasernement ist das Gelände zunächst den Artillerie-Wagenhäusern westlich des Bessunger Bahnhofes vom Reichsmilitärfiskus erworben worden.
Vermischtes.
* Ein Geschenk des Kaisers ist dem Pächter Bidon von dem zum Schloß Urville gehörigen Pachthofe Menils zu Teil geworden. Gelegentlich eines Spazierganges stattete der Kaiser auch dem genannten Pachthofe einen Besuch ab, wobei ihn ganz besonders der Viehbestand interessierte. Als Anerkennung für die Pflege und Sorgfalt, welche auf die Tiere verwandt wird, schenkte der Kaiser dem aus Luxemburg stammenden Pächter Bidon einen Satz harmonisch abgestimmter Kuhglocken.
* Gefangwettstreit in Kassel. Die Festordnung für den ersten Gesangwettstreit deutscher Männer-Gesangvereine ist nunmehr wie folgt festgestellt: Donnerstag, 25. Mai, abend 8 Uhr: Konzert in der Festhalle zur Begrüßung der Gäste, veranstaltet vom Hessischen Sängerbünde unter Mitwirkung der Königlichen Theaterkapelle. Freitag, 26. Mai, vormittags 10 Uhr: Wettsingen der ersten durch das Los bestimmten Gruppe. Die erste Gruppe bilden: Lehrergesangverein-Bremen, Gesangverein Polyhymnia-Dortmund, Gesangverein Sanssouci-Dortmund, Männergesangverein-Essen a. d. Ruhr, Männergesangverein-Hannover, Männergesangverein- Straßburg. Nachmittags 3 Uhr: Wettsingen der zweiten Gruppe, gebüdet aus: Lehrergesangverein-Berlin, Liedertafel- Gotha, Gesangverein Arion-Mülhausen i. Th., Gesangverein Frohsinn-Mülheim a. d. Ruhr, Männergesangverein-Pots- dam, Männergesangverein-Köln. Samstag, 27 Mai vormittags 9 Uhr: Wettsingen der dritten Gruppe, gebildet aus: Gesangverein Coneordia-Aachen, Männergesangverein. Erfurt, Gesangverein Concordia-Essen a. d. Ruhr, Liederhalle- Karlsruhe, Sängerchor des Turnvereins Offenbach a. M. Lehrergesangverein-Magdeburg. Nachmittags 3 Uhr: Engere Konkurrenz unter den sechs Vereinen, deren Leistungen als die besten anerkannt worden sind, durch Vortrag des kurz vorher auf eine Stunde zum Studium ausgegebenen Chores.
Pause für die Beratung der Preisrichter. Lied: Brüder, weihet Herz und Hand, von Franz Abt, gesungen von sämtlichen beteiligten Vereinen und dem Hessischen Sängerbünde. Preisverteilung, Gesang der Volkshymne von allen Anwesenden.
* Die deutsche Kunst in Paris 1900. Vor einigen Tagen brachte die „Franks. Ztg." eine Zuschrift aus Dresden, worin gesagt war, die deutsche Kunst sei in Gefahr, auf der Pariser Weltausstellung 1900 eine große Schlappe zu erleiden, da die Oberleitung über die deutsche Abteilung in den Händen A. v. Werners liege, der sich schon mit den Herren v. Len bach und Seidl zum Zweck der künstlerischen Ausstattung in Verbindung gesetzt habe. Unter diesen Umstünden sei an eine Einigung der Kunstgenossenschaften und der Sezessionen nicht zu denken. — Nachdem in diesen Tagen die Vertreter der Deutschen Kunstgen offen schäft, in die zum Zweck gemeinsamen Auftretens in Paris sich die Sezessionen haben aufnehmen lassen, in Berlin getagt und ihre Beschlüsse gefaßt haben, entspricht, wie die „M. N. N." von bestinformierter Seite erfahren, die dadurch geschaffene Sachlage den alarmierenden Nachrichten der „Frkf. Ztg." nur noch in dem einen, von dem Dresdner Briefschreiber nicht gerade liebenswürdig glossierten Punkt, daß die künstlerische Ausstattung in der That Lenbach und E. Seidl übertragen ist. — Was die Sezessionen, besonders auch die Münchener, betrifft, so haben sie nicht den geringsten Grund, mit den Beschlüssen des Ausschusses unzufrieden zu sein, und denken infolgedessen durchaus nicht daran, sich von Paris fern zu halten. Man darf sich getrost der Hoffnung hingeben, daß die deutsche und speziell auch die Münchener Kunst der Gegenwart, dank dem selbstlosen Gemeinsinn aller beteiligten Faktoren, auf dem engen Raum, der ihr überlassen werden konnte, so würdig, wie die Wichtigkeit dieser Ausstellung es fordert, beim friedlichen Wettkampf der Nationen vertreten sein wird.
* Die Furcht, daß Sonn- und Mondfinsternis eine ungünstige Bedeutung haben und Epidemien in deren Gefolge auftreten müßten, behauptete sich durch viele Jahrhunderte hindurch. Heute ist dies ganz anders, seitdem wir wissen, daß Epidemien und Seuchen durch jene kleinsten Lebewesen hervorgebracht sind, die heute jedermann unter dem Namen „Batterien" kennt. Aber nicht allein diese Krankheiten sind auf Bacterien zurückzuführen, auch viele Krankheiten der Haut haben darin ihre Ursache. Eine normale Haut bildet eine Schutzdecke gegen das Eindringen der Batterien und der Grund, daß dem so ist, ist durch den Gehalt der Haut an einem für diese Batterien völlig undurchdringlichen Fette bedingt, welches dem „Lanolin" genannten Fett analog ist. Hieraus ergab sich von selbst die Anwendung des „Lanolin" für die Hauptpflege und als Schönheitsmittel. Man verwendet das „Lanolin" in Form von Lanolin-Toilette- Cream-Lanolin, das in den meisten Apotheken und Drogerien zu haben ist und in keinem Haushalte fehlen sollte. Beim Einkauf achte man darauf, daß jede Packung, (Tube oder Dose), zur Garantie der Echtheit die Marke „Pfeilring" trage.
* Der D. Phot.-Verem veranstaltet wie alljährlich auch in diesem Jahre eine Wanderversammlung und damit verbunden eine Ausstellung von Photographien und photographischen Gebrauchsgegenständen. Dieselbe findet in Baden-Baden statt. Bon der Kurdirektion sind dazu bereitwilligst die prächtigen Räume des Konversationshauses zur Verfügung gestellt worden. Für die Ausstellung hat das Großherzoglich Badensche Ministerium als Ehrenpreis eine nach besonderen Entwürfen angefertigte Schwarzwälder Uhr im Werte von 300 Mk. gestiftet, und verschiedene Gönner, Freunde und Mitglieder des D. Phot.-Vereins haben ebenfalls erhebliche Ehrenpreise u. s. w. gestiftet. In Anbetracht dieser zahlreichen Preise wird die Ausstellung vermutlich alle ihre Vorgänger übertreffen und die Gastfreundlichkeit der Bürger Baden-Badens sowie die Lieblichkeit des Badischen Landes gewährleisten einen regen Besuch der Wanderversammlung. Eingehende Auskünfte über Wanderversammlung und Ausstellung erteilt der Vorsitzende des D. Phot.-Vereins K. Schwier in Weimar.
* Verkehrswesen. Entgegen der Meldung eines Antwerpener Blattes, die „Hamburg-Amerika-Linie" habe den Tiefwasserhafen zu Cuxhaven, dessen Bau 7 Jahre gedauert und 7 Millionen Mark gekostet habe, als ein verfehltes Unternehmen aufgegeben, ist festzustellen, daß die „Hamburg-Amerika-Linie" fortgesetzt mit dem Bau der Häuser für Offiziere und Arbeiter in Cuxhaven beschäftigt ist. Die Verzögerung in der Eröffnung des Hafens liegt lediglich daran, daß immer noch nicht der Vertrag zwischen Hamburg und der preußischen Staatsbahnverwaltung bezüglich der bis zum Hafen führenden Anschlußgeleise geschlossen worden ist. Sobald dieser Vertrag vorhanden ist, soll mit der Errichtung der Wartehallen und Zollgebäude begonnen werden. Die „Hamburg-Amerika-Linie" hofft bestimmt, im nächsten Jahre den Betrieb beginnen zu können.
e Ein Stück Münchener Bierleben. Aus München schreibt man der „T. R.": Am vergangenen Mittwoch vormittag kurz vor 10 Uhr durcheilte vom Platz! aus die Stadt eine Nachricht, die einen großen Teil der Bevölkerung tief ergriff: die Bockquelle im Hofbräuhause hatte zu fließen aufgehört. Da dies Ereignis alle Jahre anfangs Mai mit erbarmungsloser Sicherheit vorauszusehen ist, beeilt sich denn auch der richtige Bierkieser und Maikurbedürftige (der Münchener Hofbräuhausbock wird in der That von vielen gewissenhaft als Kurmittel gebraucht), ein möglichst ansehnliches Quantum während der kurzen Dauer der Bockzeit seinem teueren Ich einzuverleiben. So auch Heuer wieder, und zwar so ausgiebig, daß nach genau zehn Tagen von 2000 Hektolitern Bock am Mittwoch, wie gesagt, kein Tropfen mehr übrig war. 1000 Hektoliter gehen allerdings ins „Ausland", zumeist nach Norddeutschland. In den weltbekannten Hallen am Platz! wurden täglich von Morgens 7 (!) bis Abends 5 Uhr durchschnittlich 100 Hektoliter ver
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zapft, das sind 20000 Bockgläser voll innerhalb zehn Swn^. Wahrüch eme recht achtbare Leistung, die übrigens auch den Staatssäckel willkommen ist. Denn 100 Hektoliter täu'id bedeuten einen Umsatz von 4000 Mk. in Bock allein Na^ 1 5 Uhr tritt jeden Tag dann bis 12 Uhr Nachts das Sommer &ier wieder in seine Rechte, das auch nicht verschmäht wurd^ 1 Verzehrt wurden — von den Unmassen Radies und sonstige» Speisen ganz abgesehen - während der zehntägigen kur" täglich durchschnittlich 15000 Bockwürste, wozu ivw- 25 Kälber und 12 Schweine im eigenen Schlachthause des Hofbräuhauses ihr Dasein beschließen mußten. An Brotrn wurden jeden Tag 10000 Stück verkauft. Zur Bedienunwaren 50 Kellnerinnen notwendig, während zO Schänd burschen das edle Naß verzapften. Bemerkt sei noch, da6 trotz der ausgelassensten Fröhlichkeit nicht die geringsten Ausschreitungen während der ganzen „Maikur" vorgekommen sind.
* Wem gehört der Nordpol? Der Nordpol ist ,toQL. ! noch nicht entdeckt, aber er ist schon annektiert worden Weiß man auch noch nicht, ob er bewohnt ist, ist man viel mehr zu der Annahme geneigt, daß es garnicht der sein kann, so weiß man jetzt doch wenigstens, zu welche Religion seine Bewohner gehören würden. Der anqh kanische Bischof von Labrador hat auf der letzten Jahre« Versammlung der anglikanischen Kirche in den Kolonien seinen Amtsbrüdern mitgeteilt, er habe geglaubt, die Grein, seiner Diözese bis zum Nordpol ausdehnen zu muffen, tz« scheint, daß er auf Bitten seiner Pfarrkinder diese 8e> stimmung getroffen hat. Diese frommen Leute haben in der Annahme, daß die Entdeckung des Nordpols nah, bevorstehe, geglaubt, es würde den glücklichen Nachfolgen von Nansen und AndrSe Kummer bereiten, wenn sie, am Ziele ihrer Expedition angelangt, ihren Sieg nicht auf christlichem Boden feiern könnten. So guten Gründen U; der Bischof von Labrador sich nicht verschließen können und also beschlossen, die arktischen Regionen offiziell als zni an ilikanischen Kirche gehörig zu betrachten. „Dieses Land gehört niemandem; es soll also uns gehören."
* Vor 50 Jahren. Zur Erinnerung an die Feld - bergfeste. Im April 1849 erging an alle Volks-, Schützen-, Gesang- und Turnvereine der Aufruf, sich zur Abhaltung des 6. Feldbergfestes am 8. Juli 1849 aus dar. Feldberg zusammenzuftnden. Unterzeichnet war derselbe vm A. Sadtler, K. Zimmer, H. Höhn, L. Gött, H. Stork, namens der Turngemeinde Homburg, ferner vom Vorstand des Turnvereins Gießen, Anspach, Friedberg und Tun Gesellschaft Kronberg, K. Braubach und W. Strecker fir Butzbach, Dr. Küster für Oberursel, A. Ravenstein sii Frankfurt a. M. und A. Flach für Bonames. Nachdem jedoch am 20. Januar der Beschluß des Parlaments aus Aufhebung der Spielbanken veröffentlicht worden war, lehnte sich hiergegen der Landgraf von Hessen auf, infolge« dessen ihm 1 Bataillon und 1 Schwadron österreichisches Militär in's Land gelegt wurde. Er verbot das Felb- bergfest, und Homburg sagte es ab. Eine Eingabe an das Reichsministerium erhielt den Bescheid, unterschrieben Frank furt a. M., 24. Mai 1849, Reichsministerium des Innern, gez. D. Grävell, daß das Ministerium herkömmlichen und ordnungsgemäßen Volksfesten nirgends Hindernisse in den Weg lege. Sollte indessen unter dem Scheine oder in Verfolg solcher Volksfeste durch öffentliche Reden und Diskussionen irgend welche politische Agitation versucht werden, so würde das vorgesehene Volksfest sofort in eine Volksversammlung übergehen, mithin auch sofort gegen die Vorsitzenden und Wortführer nach § 3 des Gesetzes vom 10. Oktober 1848 verfahren werden müssen. — Es wurde nunmehr die Abhaltung des Festes auf nassauischem Gebiet in's Werk gesetzt, und so fand sich dann zum 18. August 1849 eine große Anzahl Turner auf dem Berge ein. Die Burgen von Kronberg, Königstein und Falkenstein waren abends vorher beleuchtet. Andern morgens fanden sich Abgeordnete von Homburg ein, welche mitteilten, es rücke landgräfliches Militär nach dem Feldberg ab. Der Ausschuß richtete deshalb sofort den Turnplatz auf dem Fuchstanz, her, woselbst dann das Fest abgehalten wurde. Das Wettturnen erfolgte I im Wettlauf, Steinstoßen und Ringen. Die Wettlaufbahn | war 300 rheinische oder preußische Fuß lang und wurde durchlaufen 1. von Theoder Hänleiu-Frankfurt, H. Brendel und Joh. Müller-Arnoldshain in 14 Sekunden; 2. von Jak. Jos-Ansbach, Louis Bolte, T.-G. Frankfurt a. M- und Karl Braubach-Butzbach in 15 Sekunden. — Zum Steinstoßen diente den Turnern ein 33% Pfund schwerer Stein. Es warf Anton Kempf-Kronberg 15% Fuß rheinisch, Joh. Haffelbach-Falkenstein 14%, Jakob Heim* Frankfurt 14, A. Weczerzirk, T.-G. Frankfurt 13, Jakob Berg-Kronberg 12%. Im Ringen blieben Sieger: A. Verlach, T.-G. Frankfurt, Georg-Pfaff,Königstein, Fritz Becker- Usingen und Christian Anthes-Frankfurt. — Einen junge« Mann hatte das hessische Militär verhaftet, an dessen Anzug und Hut etwas auszufetzen war; geschehen ist ihm aber nichts. — Am 11. Juni d. Js. findet nunmehr das | Feldbergfest statt. Möchten diese Zeilen dazu dienen, diesem ältesten aller Volksfeste recht zahlreiche Teilnehmer zuz« führen. Der Ruf zum Feldbergfest wirkt wie ein elem scher Schlag auf alle Turner. Alle rüsten sich das würdig zu begehen und wer einmal turnerische Mv. leistnngen sehen will, der komme zum Feldbergfest. j* i dann dies wunderbar schöne Stückchen Erde; diese henU^ j Fernsicht von unserm höchsten Taunusgipfel, das >fl I Genuß, den man sich gar nicht oft genug verschaffen w * und der jedermann in dauernder Erinnerung bleibt, allem aber sollen die Turnvereine Turnfahrten zum a Vater Feldberg, ihrem Lehrherrn, ausführen. . j
geladen zur Vorfeier am Samstag dem 10. Juni find - alle oben angegebenen Sieger, die sich hoffentlich recht zay reich abends im alten Feldberghaus einfinben, uno ihr Erscheinen das Fest verherrlichen helfen. — ©'< Feldberghäuser für Verpflegung vorzüglich sorge«, o i
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