Ausgabe 
16.5.1899 Zweites Blatt
 
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n; bekannt sein. Das Feldbergfest ist der Prüfstein irfecer jungen Turner; daß cs ein Volksfest werde, dafür irlfsen die Bewohner vom Mittelrhein sorgen, deren Er- fjicmen dem Turnfest erst den richtigen Rahmen giebt. Will- ftinnen deshalb am 11. Juni zum Feldbergfest.

Mteratur, Wissenschaft und Kunst.

- Von der tn Stuttgart im Verlage von Karl Grüninger «inenden »Musikalischen Jngendpost^ttegt uns da» vierte Liartal vor; dasselbe enthält wieder eine Reihe dem jugendlichen Kiffe ngS vermögen angepahter belehrender und unterhaltender Artikel, iMdlungen, Humoresken und Märchen, sowie Gedichte mit hübschen Iufnrattonen, kurzweilige Anekdoten, Rätsel rc. Ferner 24 Seiten 'viusikbeilagen, bestehend aus melodiösen Klavierstücken, Liedern mit tlialerbeglettung und DuoS für Klavier und Violine. Wir haben -n|tu Leser schon öfter auf diese vortreffliche, mit Geschick redigierte Zi?emdzettschrtst aufmerksam gemacht und empfehlen sie den Eltern MI «lisch beanlagter Kinder, sowie Lehrern und Lehrerinnen heute 01g ligentltch aufS neue. Der Verleger Karl Grüninger in Stutt- lirt versendet Gratis-Probenummern franko zur Ansicht.

Unterhaltungen in Bad-Nauheim

vom 16. bis 20. Mai.

Die Kurkapelle spielt täglich morgens von 7 bis 8 Uhr -im Kurbrunnen, nachmittags und abends siehe unten. Bei weniger IQo R. Wärme im großen Speisesaale deS Kurhauses.

DienStaa den 16. Mai, nachmittags von 4 bis 6 Uhr und riente von 7Vi biS 9 Uhr: Konzert der Kurkapelle auf der lmofsse. Mittwoch den 17. Mai, nachmittags von 4 biS 6 Uhr und mimte von 7Vi biS 9 Uhr: Konzert der Kurkapelle auf der Terrasse. Ibmb'8 8 Uhr: Theatervorstellung. Hofgunst. Donnerstag den 18. Mtai, nachmittags von 4 biS 6 Uhr: Konzert und abends von 1'/, kits 9 Uhr: Symphonie-Konzert der Kurkapelle auf der Terraff.-. jidlc.g den 19. Mat, nachmittags von 4 bis 6», Uhr: Konzert in Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung unttc Mitwirkung der Kurkapelle. Der Mann im Monde. SamStag :btn 20. Mat, nachmittags von 4 bis 6 und abends von 7x/i bis SH, auf der Terrasse: Konzert des Großh. Hessischen HofmustkuS ferne LouiS Kümmel, unter Mitwirkung der Kurkapelle. Abends tflllbi: Theatervorstellung. Eharleys Tante.

Spitlpiro itt etttiniefn FrMfmtrr Stlütthkllttt.

Opernhaus.

DimStag den 16. Mai: Der Bärenhäuter. Mittwoch den 17. Mai: Der Opernball. Donnerstag den 18. Mai: Der Bärenhäuter. Freitag den 19. Mai geschlossen. DamStag den 20. Mai: Afrikanerin. Sonntag bat 21. Mat: Stumme von Porttct. Montag den 22. Mai: Der Bärenhäuter. Dienstag den 23. Mai: Aida.

Schauspielhaus.

Dimstag dm 16. Mai: Vetlchenfresser. Mittwoch dm 17. Mai: CtrkuSleute. Donnerstag bat 18. Mai: Maria Magdalena. Freitag den 19. Mai: Don Carlos. SamStag bat 20. Mai: Minna von Barnhelm. Sonntag ben 21. Mai: Nora. Montag ben 22. Mat: Zaza. Dienstag ben 23. Mai: Im weißen Rößl.

HmelmBeide"

nur echt, wenn btrect ab meinen Fabriken bezogen schwarz, weiß unb farbig, von 75 Pfg. bis Mk. 18,65 per Meter in bev mobernsten Geweben, Farben und Dessins. An Jedermann franot und verzollt ins Haus. Muster umgehend. 767

6. Hennebergs Seiden-Fabriken (k. u. k. ho«.), Zürich.

Eine ständig wiederkehrende Klage der Hausfrauen bildete lange Jahre hindurch die Unzulänglichkeit der roten Putzpomade und anderer Metallputzmittel, da der erzielte Glanz ein sehr mäßiger war und außerdem die zu putzenden Flächen leicht verschmiert wurden oder sichtbare Schrammen hinterließen, was in den zur Fabrikation verwmdeten Rohmaierialten seinen Grund hatte. Das Verdienst, ein Produkt geschaffen zu haben, deffen Gebrauch diese Uebelstände ausschließt und welches selbst den höchsten Anforderungen entspricht, die man billtgerweise an ein Metallputzmittel zu stellen berechtigt ist, gebührt der durch ihre HaußhaltungSartikel in den weitesten Kreisen rühmlichst bekannten chemischen Fabrik von Fritz Schulz jun., Leipzig (Inhaber: Schulz & Philipp) durch die Erfindung ihres ^Globus PutzExtrakt". Auf Grund langjähriger Erfahrungen und Versuche und unter Verwendung von nur besten Rohmattrtalien hergestellt, wozu eigene Bergwerke mit einem Grundbesitz von ca. 2 Millionen Quadratmeter Fläche die zu guten Putzmitteln durchaus

notwendige Kieselkreide liefern, die in eigener Dampfschlemmerei mit allen der Neuzeit entsprechendm Maschinen zur größtm Feinheit vorgearbeitet wird, vereinigt der auf den AuSstellungm in Nürnberg, Brüssel, Chicago und Leipzig preisgekrönte GlobuS-Putz-Extrakt alle Eigenschaften eines wirklich vorzüglichen MetallputzmittelS. GlobuS- Putz Extrakt erzeugt mühelos und rasch einen prachtvollm Glanz, der allen Gegmstanden in Gold, Silber, Kupfer, Nickel, Messing rc. ein überaus vorteilhastes, wie neues Aussehen verleiht. Ein Ver­schmieren oder Verkratzen der zu putzenden Flächen, ist dabet voll­ständig ausgeschlosien, außerdem verliert Globus-Putz-Extrakt niemals seine vorzügliche Putzkrafi und ist laut den Gutachten von drei gerichtlich vereideten Chemikern absolut frei von allen schädlichen Substanzm, also vollkommen unschädlich. Um beim Putzen und Polieren die Metallgegenstände leicht trocken und sauber zu erhalten, empfiehlt eS sich, alles mit der patentamtlich unter Nr. 19410 ge­schütztenKieselkreide" (bestes weißes Puhpuloer der Gegenwart), die in eigenen Bergwerken der Inhaber der Firma Fritz Schulz jun., der Herren Schulz k Philipp, gewonnen wird und in Schachteln h 10 Pfg. Überall erhältlich ist, trocken nachzureiben. Man braucht ben Gegenstand dabei nur mit GlobuS-Putz Extrakt zu überreiben und dann mit der trockenen Kieselkreide abzuputzm, wodurch man überraschend schnell ben schönsten, lang andauernden Hochglanz erzielt. Es ist dieses die leichteste und sauberste Putzmethode. Den besten Beweis für die Güte eines Artikels bildet jedoch der Verbrauch selbst, und da läßt der enorme und stets steigende Versand von jetzt tn einem Monat über 4 Millionen Dosen, das sind täglich mehr alS 130,000 Dosen, den sichersten Schluß auf die außerordentliche Güte dieses MetallputzmittelS zu. An diesem kolosialen Verbrauch parti­zipieren natürlich auch viele große Prioatunternebmungen und staat­liche Behörden, wie Eisenbahn-Verwaltungen, Militärbehörden rc. ebenso wie GlobuS-Putz-Extrakt auch auf den Schiffen der Kaiser­lichen Marin« zur Verwendung kommt. Dergleichen Erfolge reizen naturgemäß zu den mannigfachsten Nachahmungen; man achte daher darauf, daß sämtliche Dosen deS echten GlobuS-Putz-Extrakt di« volle Firma: Fritz Schulz jun., Leipzig, und die Schutzmarke: Globus im roten Querstreifen" tragen müssen.

Kunst-Ausstellung. ausstellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.

Bekanntmachung.

Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird IbtgiMend mit

Mittwoch de« 17. Mai

tim Fmpflokale (altes Rathaus) für die nächste« 5 bis 6 Wochen ledein Mittwoch, vormittags 9 bis IO Uhr, abgehalten werden. Znipspflichtig im laufenden Kalenderjahre sind die im vorigen Jahre Uhor^nen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahrgängen.

Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impfpflichtige Kinder haben, ;ur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß cke iin denselben vorgenommenen Impfungen uneutgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes lii zvm Jahresschluffe auf seine Kosten bewerkstelligen lassen, widrigenfalls abm iun Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zu Nachholung 3ti Z mpfung unter Strafandrohung gesetzt wird.

Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufende« Jahre geboren find, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft.

Alle in einem Termine geimpften Kinder müsse« in dem 8 Tage \ ifäter abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen.

Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit NMsp»rucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen tarnen vorgestellt werden.

Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem ; Äorpttr zur Impfung gebracht werden. Es wird nur au einem Arme i mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitute geimpft.

Gießen, den 9. Mai 1899.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

____________ I. V.: Wolff.___________________3948

Bekanntmachung,

s'nik.: Die Verwertung der Grasnutzung von den städtischen Feldwegen rc in der Gemarkung Gießen.

Die rubr. Grasnutzungen sollen Freitag de« 19. Mai d. I. $ Möbliert werden und zwar:

Nachmittags 2 Uhr, im Saale des alten Rathauses, die Gras- r Wng von sämtlichen städtischen Wegen,

Nachmittags 4*/2 Uhr die Grasnutzung von dem Niederdruck- kichltrr am Lutherberg und von dem oberen Teile des Friedhofes mit £jw|ammenfunft an Ort und Stelle, und

Nachmittags 5 Uhr die Grasnutzung von dem städtischen Ge- des neuen Friedhofs am Rodberg mit Zusammenkunft an Ort «M Stelle.

Gießen, den 13. Mai 1899.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

SM Gnauth.

Bekanntmachung.

In das Firmenregister des unterzeichneten Amtsgerichts wurden fWuide Einträge vollzogen:

1. Für die Firma Fr. Seibel zu Gießen würbe vom 1. Mai 1I8S9 ab der Ehefrau des Inhabers, Lina Seibel, geb. Lind, daselbst, HMva erteilt.

!2. Der bisherige Teilhaber der Firma S. H. Cohn zu Rixdorf Wüiii Zweigniederlassung zu Gießen, Theodor Cohn, ist infolge Ablebens wm31. März 1899 aus der Gesellschaft ousgeschieden und dessen Witwe, SUfciiritc Cohn, an seiner Stelle in die Gesellschaft eingetteten. Kollektiv- ppima ist erteilt worden dem Buchhalter Arthur Cohn und dem Buch- hßulltr Heinrich Cohn, beide zu Rixdorf.

3. Das unter der Firma F. Habenicht zu Gießen bestehende ®e- schiis! ist infolge Ablebens des bisherigen Inhabers am 20. April 1899 a'iuj deffen Witwe, Karoline Habenicht, geb. Loos, daselbst, unter uiwer* IMter Firma übergegangen. Die dem Friedrich Karl Habenicht erteilte Pdchrra besteht fort.

Hieße«, den 9. Mai 1899.

Großherzogliches Amtsgericht.

Neuenhagen. 3947

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17. Ukrtasdrschießeil des Knd. 5a«desschStze«l>ereius, des Mi. n. Mittelch. Kchiitzeulmndes.

Vergebung

von Mauaröeiten.

Die für die Festhalle nötigen Schreiner-, Glaser-, Weißbinder- resp. Malerarbeiten sollen auf dem Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Zeichnungen und Arbeitsbeding­ungen liegen auf dem Bureau der Herren Architekten Stein Sf Meyer Hierselbst zur Einficht offen. Die Ver- dingungsanschlüge werden gegen Er­stattung der Selbstkosten abgegeben. Die Angebote find verschlossen, porto­frei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 18. Mai, abends 6 Uhr, daselbst einzureichen.

Gießen, den 13. Mai 1899.

Der Vorsitzende des Bauausschuffes: 3940 Zimmer.

verllkigmulM,

Dienstag den 16. und Mittwoch den 17. Mai 1899, jedesmal mittags 2 Nhr, sollen im' Pfandlokale zu Gießen, Seltersweg 111, gegen Barzahlung ver­steigert werden:

1 Pianino, Sofa, Kommode, Glas­schrank, Schreibsekretär, Kleiderschrank, Regulator und sonstige Hausgeräte, sowie 1 Kafsensckrank.

3785 Kemmer, Pfandmeister.

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