in Fortfall. Die bisherige Admiralstabs-Abteilung des Oberkommandos wird selbständig mit der Bezeichnung „Admiralstab der Marine" mit dem „Chef des Admiralstabes der Marine" an der Spitze und dem Sitze in Berlin. Der Chef des Admiralstabes wird dem Kaiser unmittelbar unterstellt. Ferner werden dem Kaiser unmittelbar unterstellt: die Chefs der Marine-Station, der Inspekteur des Bildungswesens und die Geschwaderchefs.
Berlin, 14. März. Der neue Munizipal-Präsident von Apia, Dr. Solf, reist in diesen Tagen von hier nach seinem Bestimmungsort in der Südsee ab.
M.P C. Berlin, 14. März. Es ist ein offenes Geheimnis, daß die augenblicklicheKomplikation derLage wesentlich darauf zurückzuführen ist, daß der Kaiser es als oberster Kriegsherr nicht verantworten zu können glaubt, wenn eine Reichstagsmajorität Abstriche an den Forderungen macht, welche in den militärischen Sachverständigen-Kreisen als das Minimum dessen angesehen werden, was gegenwärtig zur Verstärkung der deutschen Wehrfähigkeit bewilligt werden müsse. Es fällt hierbei besonders ins Gewicht, daß in einer Reihe anderer Großstaaten neuerdings Bewilligungen für die Armee und Marine von den Parlamenten anstandslos votiert werden. Demgegenüber könnte nach außen hin der Eindruck entstehen, daß im deutschen Reich die Entschlußfähigkeit der gesetzgebenden Faktoren, eine notwendigerschienene Initiative der Heeresverwaltung zu unterstützen, geringer sei, als in Frankreich, England und den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika. Inwieweit außerdem auch Erwägungen der inneren Politik dazu beigetragen haben dürften, es notwendig erscheinen zu lassen, dem Eindruck zu begegnen, als ob die Regierung geneigt sein könne, sich auch in militärpolitischer Hinsicht Bedingungen vom Centrum aufnötigen oder diktieren zu lassen, darüber wird man erst reden können, wenn die jetzige Krisis überwunden ist. Daß sie mit einer gewissen Plötzlichkeit in die Erscheinung treten sollte, hat Veranlassung zum Aufwerfen der Frage gegeben, warum denn die Regierung in früheren Stadien der Beratung den Glauben an ihre Bereitwilligkeit habe aufkommen lassen, sich mit dem ihr im Antrag Lieber Gebotenen zufrieden zu geben. Es erscheint zweierlei möglich. Erstens nämlich, daß man den Bewilligungs-Eifer im Centrum zunächst mit Hilfe von Konnivenz sich soweit habe entwickeln lassen wollen, als irgend möglich, und dann, daß man an den leitenden Stellen der Reichsregierung die Situation überhaupt dahin aufgefaßt habe, daß sie im Zeichen der Bemühung stehe, mit dem Centrum so viel zu erreichen, als möglich. Wenn neuerdings mehrfach dem Kriegsminister von Goßler eine gewisse Schuld an der Herbeiführung der jetzigen Situation beigemessen wird, insofern derselbe sich der ausschlaggebenden Partei gegenüber zu konnivent verhalten habe, jo erinnert dies bis zu einem gewissen Grade an die „Umstände", die als begleitende Erscheinungen des seinerzeitigen Fallens des Admiral Hollmann eine gewisse Berühmtheit erlangen sollten. Während wir dies schreiben, ist noch alles, was die nächsten Tage bringen werden, zweifelhaft. Jedenfalls hat die augenblickliche Krisis aber das Gute vor früheren vorauf, daß sie rasch zu einer Entscheidung führt.
Berlin, 14. März. Dem Vernehmen nach ist nunmehr die Liste der Kandidaten für die Osnabrücker Bischofswahl, die der Staatsregierung genehm sind, von Berlin zurückgesandt worden. Sie enthält, wie aus Osnabrück gemeldet wird, folgende Namen: Weihbischof Graf Galen- Münster, Dompropst Bergmann-Minden, Weihbischof Dr. Schmitz Köln, Seminarregens Voß-Münster, Bischof v. Euch- Kopenhagen. Diese Wahl wird demnächst von statten gehen und dürfte sich zugunsten des mitgenannten Propstes Bergmann vollziehen.
Berlin, 14. März. Die Krefelder Weberbewegung greift in den Gladbacher Bezirk über. In mehreren Webereien sind die Arbeiter in den Ausstand getreten oder haben gekündigt. Eine von 1200 christlichen (ultramontanen) Textilarbeitern besuchte Versammlung in München-Gladbach forderte den zehnstündigen Arbeitstag und unbedingte Freiheit des Zusammenschlusses.
— Im Disziplinarverfahren gegen Professor Delbrück ist der Termin für die Verhandlung vor dem Disziplinarhof auf den 25. März anberaumt worden.
— Graf Pückler, der bisherige Amtsvorsteher in Klein-Tschirne, veröffentlicht anläßlich der Mitteilungen über sein antisemitisches Auftreten nachstehende Erklärung: In den größeren Tageszeitungen habe ich kürzlich die Meldung gelesen, daß ich meines Postens als Amtsvorsteher enthoben sei. Diese Nachricht beruht nicht auf Wahrheit. Die Regierung hat mir nach meiner zweiten antisemitischen Rede allerdings gedroht, das Disziplinarverfahren gegen mich ein- Zuleiten. Da ich nun genau wußte, daß ein solches Verehren mit meiner gewaltsamen Amtsentsetzung endigen würde, so habe ich der Sache vorgebeugt und habe freiwillig die Amtsgeschäfte bis auf weiteres an meinen Herrn Stellvertreter abgegeben.
— Die Hungersnot, welche seitdem vorigen Jahre rn Britisch Ostafrika geherrscht hat, scheint nun auch auf das deutsche Gebiet hinübergreifen zu wollen. Nach Nachrichten, welche bei der evangelischen Missionsgesellschaft eingelaufen finö, haben die Leute von Maueromango, eine Station der Berliner Missionsgesellschaft für Deutsch-Ostafrika, schon dreimal vergeblich gesäet. Die Missionare bauen eine Kirche, um den Bewohnern Arbeit und Brot zu geben, und Pastor v Bodelschwingh hat einen Aufruf an die Freunde der Mission erlassen zur Beschaffung von 1000 Rupien — Großes Elend ist auch im Kaplande und in einem Teile »pu Deutsch Südwestafrika, besonders in Keetmannshoop Das Missionshaus wird von früh bis abends von Hungernden belagert. Auf einer achttägigen Reise von Warmbad bis Keetmannshoop traf der Missionar nur einmal Menschen, wie er schreibt „abgehärmte, wankende, mit ekelhaften Krankheiten behaftete Gestalten". Im Anschlüsse an diese traurigen Mitteilungen geben auch wir die Bitte des Pastor Dr.
v. Bodelschwingh um milde Gaben weiter und wünschen nur, daß auch Deutsch-Südwestafrika bedacht werde. Beiträge in Geld ober Briefmarken will Herr v. Bodelschwingh in Bethel bei Bielefeld oder P. lic. Trittelwitz, Berlin W., Schaperstraße 3 entgegennehmen.
Planen, 14. März. Die „Neue Voigtländische Zeitung" veröffentlicht heute das in der Angelegenheit der fortgesetzten Tüll-Diebstähle gefällte Urteil. Darnach wurden 16Angestellte der Stickereibranche von dreiMonatenGefängnis bis zu 47, Jahren Zuchthaus verurteilt.
Ausland.
Wien, 14. März. Die Begehrlichkeit und Anmaßung der Tschechen geht, so schreibt man der „Tägl. Rundschau" aus Deutschböhmen, manchmal geradezu ins Unglaubliche. Wie bekannt, streben sie jetzt mit aller Gewalt darnach, die in deutschen Händen befindliche böhmische Sparkaffe mit ihrer reichen, viele Millionen von Gulden betragenden Rücklage in ihre Hände zu bekommen, was ihnen aber doch kaum gelingen dürfte. Nunmehr richten sie ihr Augenmerk auf einen weiteren deutschen Gegenstand, auf das alte Theatergebäude, in welchem zwar heute noch gespielt wird, das aber Eigentum des Landes ist. Die Tschechen wollen nämlich in Prag ein zweites tschechisches Theater haben, und da verlangen sie nun, daß ihnen entweder das alte Theatergebäude bezw. der Platz zur Erbauung eines tschechischen Theaters überlassen werde, oder „das tschechische Recht sollte dahin ausgenutzt werden, daß die Deutschen verhalten werden, eine Enschädigung für den Bau des neuen tschechischen Theaters zu leisten!" Das ist doch gewiß der Gipfel tschechischer Unverschämtheit! Die Tschechen wollen eben heute den Deutschen gar nichts gönnen und möchten ihnen am liebsten den Bissen vom Munde wegstehlen. Dabei spielen sie aber überall die gekränkte Unschuld, und erklären, sie verlangen nichts anderes, als Gleichberechtigung". Wie sie diese Gleichberechtigung aber auffassen dort, wo sie die Macht haben, das zeigt am besten die Stadtgemeinde Prag, die außer den Beiträgen für die deutschen Volksschulen — zu denen sie gesetzlich verpflichtet ist — nicht einen einzigen Kreuzer deutschen Zwecken zuwendet, nicht einen einzigen deutschen Beamten oder Arbeiter anstellt und nicht einen einzigen Deutschen in das Stadtverordneten-Kollegium wählt, obwohl die Deutschen in Prag fast die Hälfte Steuern zahlen. Der Deutsche soll eben fleißig zahlen, damit der Tscheche „reiten" kann.
Brüssel, 14. März. Aus Ecaussines wird gemeldet, die Lage der hiesigen strikenden Granitarbeiter scheint in ein neues Stadium einzutreten. Verschiedene Besitzer von Granitbrüchen der Umgegend sollen entschlossen sein, ein Syndikat zu bilden, um den Arbeitern einen thatkräftigen Widerstand leisten zu können. Andere Granitbruchbesitzer, welche einen Teil der Ausständigen wieder eingestellt hatten, sind von den hiesigen Besitzern ersucht worden, die betreffenden Arbeiter wieder zu entlasten.
Brest, 14. März. Ein englisches Geschwader, bestehend aus acht Kreuzern, vier Panzerschiffen und einer Korvette, kreuzte gestern morgen vor Quessant und schlug dann einen südlichen Kurs ein.
Iokales und Provinzielles.
Gießen, den 15. März 1899.
** Von der Universität. Unter den Universitäten, welche (in der Nachricht aus Heidelberg in Nr. 62 dss. Blattes) gegen die Idee einer Bismarckfeier im Svmmerhalbjahr sich ausgesprochen haben, wird fälschlich auch Gießen genannt. Hier ist über eine solche Feier noch nicht Beschluß gefaßt worden, nur hat man an der Wahl dcs 21. Juni im Hinblick auf das am 1. Juli stattfindende Universitäts- feft zunächst Anstoß genommen.
* Realschule. Gestern fand die diesjährige Abgangs- Prüfung der Abiturienten der hiesigen Realschule statt. 15 wurden auf Grund ihrer Leistungen im schriftlichen Examen von der mündlichen Prüfung befreit. Bon elf Schülern, welche sich derselben unterzogen hatten, haben acht bestanden. Die Namen der Schüler, welche bestanden haben, sind: Atzbach (Baufach), Konrad (Kaufmann), Du har dt (Kaufmann), Frank (Gericht), Gräf (Bankfach), Heyer- hehrer), Kahn (Kaufmann), Kanngießer (Elektrotechniker), Keil (Kaufmann), Krieger (Kaufmann), Kuri (Maschinenbaufach), Sauber (Geometer), Lehmann (Elektrotechniker), Mann (Gericht), Petri (Kaufmann), Reinhardt (Jngenieurfach), Schmidt (Bahnfach), Schröder (Gericht), Schulze (Oberrealschule Darmstadt), Stamm (Kaufmann), Thylmann (Jngenieurfach), Weller (Marine), Zulauf (Elektrotechniker).
*' Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogtums Heffen, Nr. 3, ausgegeben Darmstadt, 8. März, hat folgenden Inhalt: Ausschreiben Nr. 5 vom 3. März 1899, betr. die Feier des allgemeinen Buß- und Bettages (am Sonntag Palmarum, 26. März), Ausschreiben Nr. 6 vom 3. März 1899, betr. die Palmarums-Kollekte (zur Unterstützung von hilfsbedürftigen evangelischen Gemeinden unseres Landes, die an Orten mit überwiegend katholischer Bevölkerung bestehen).
” Die Herbstübungen der Großh. Heff. (25.) Division finden, wie laut „W. Z." nun definitiv beschlossen ist, in der Provinz Rheinhessen statt, und zwar auf der Operationsbasis Osthofen - Westhofen - Kreuznach, Alzey-Mainz. Das Regiments- und Brigade-Exerzieren der Jnfanterie- truppen werden auf den großen Truppenübungsplätzen bei Darmstadt und Mainz abgehalten.
P. Stadttheater. Gestern abend ist unserem Publikum das Vergnügen zu teil geworden, außer den Schauspielern auch einmal einen leibhaftigen Dichter herauszuklatschen. Herr Ritter von Hannover wohnte nämlich der Erstaufführung seines bürgerlichen Trauerspieles „Frau Maria"
Persönlich bei und kann mit dem äußeren Erfolg, bett fein Erstlingswerk bavontrug, zufrieden sein. Durch Ibsen, Sudermann, Halbe, Hauptmann und Langmann ist ja den Modernen in der letzten Zeit hier in Gießen genügend der Boden bereitet worden, so daß man auch einem Anfänger jener Richtung hinreichendes Verständnis entgegenbrachte. So nahm denn der klare, alles Beiwerk verschmähende Aus- bau, die natürliche Sprache, die wirkungsvolle Verwendung der tragischen Ironie sehr für die Dichtung ein. Aber die Wahl des Stoffes dämpfte wieder das Wohlgefallen. Man kam über das Abstoßende der Vorgeschichte und der Kramer szene nicht hinaus, man glaubte den Beweisführungen der Frau Maria nicht, weil sie sich auf Sophismen stützen, die dem natürlichen Denken und Empfinden stracks zuwiderlaufen, man vermißte einen Ruhepunkt, ein aufhaltendes Moment in der Entwicklung. Entschiedenes Talent leuchtet durch, vermag aber die Schwächen des Stückes nicht überall in den Schatten zu stellen. — Fräulein Margareta Würdig war als Benefiziantin in der Rolle der Frau Marie die Hauptheldin des Abends und wurde durch Hervorrufe und Blumenspenden verdientermaßen ausgezeichnet. Sie bewältigte ihre große Aufgabe mit vielem Geschick und richtiger Auffassung und sucht»tzie peinlichen Stellen, z.B. in der Erzählung des ersten Aktes, möglichst zu verdecken. Namentlich kam die unerschütterliche Ueberzeugung davon, daß sie das Rechte thue, die in den Deklamationen über den „heiligen Mord' bis zur Verstiegenheit geht, sehr wohl zum Ausdruck. Frau Helm spielt derbe Rollen im allgemeinen besser, und war als Frau Sander trotz redlichster Mühe nicht ganz am Platze. Herrn Merker war Gelegenheit geboten, eine zweite schwächere Auflage des Baron Räcknitz aus dem „Glück im Winkel", an das „Frau Marie" stark erinnert, zu geben. Aber er hatte seine Rolle nicht sicher genug inne, und kam um die heikle Klippe, das Tragische ins Lächerliche zu wandel«, nur mit genauer Not herum. Herr Dietz sch (Dr. Bähr) konnte sich nur in löblichster Weise als guten Gatten und Vater zeigen, da der Dichter selbst ihm den ganzen Konflikt er« spart. Als Pastor Schröder war Herr Liebscher gut, wenn auch vielleicht nicht immer natürlich genug. 2Tu$ der kleinen Rolle der Frau Meves wußte Fräulein Schuhmann recht viel zu machen. — Das Stück spielte sich dank der tüchtigen Regie flott ab — eigentlich zu rasch, denn die Aufführung beanspruchte noch nicht zwei Stunden. Für die Zukunft müßte also wohl noch ein Einakter beigegeben werden.
•* Stadttheater. Der erste Held und Liebhaber des Kölner Stadttheaters, Herr Oskar Bohnoe, hier durch seine früheren Gastspiele auf das vorteilhafteste bekannt, wird im hiesigen Stadttheater am Freitag dem 17. d. M. als Veilchensreffer" und am (Sonntag dem 19. d. M. als „Kean" auftreten.
** Bürgermeister-Konferenz. Am 11. d. M. fand im Saale des „Löwen" die dritte Versammlung der im vorigen Jahre begründeten Kreiskonferenz der Bürgermeister bt$ Kreises Gießen unter Vorsitz des ersten Sprechers, Hmn Bürgermeister, Reichstags- und Landtagsabgeordneten Köhler von Langsdorf statt. Anwesend waren ungefähr 50—60 Bürgermeister und Gemeindevertreter. Der erste Sprecher (dies Wort wurde gewählt, um anzudeuten, daß der Inhaber dieses Amtes mehr die Funktion eines ersten seines gleichen als eines Präsidenten haben soll) verbreitete sich eingehend über die Behandlung der Notariatsfrage im Landtage, über feine Erfahrungen mit der von her Konferenz ausgegangenen, mit 10—11000 Unterschriften versehenen Petition gegen die Notariate, über die heftigen Kämpfe, die im Landtage um die Vorlage getobt, lieber die Verhandlungen im Landtage selbst referierte der als Augen- und Ohrenzeuge anwesend geweseneBürgermeister Leu n-Großen-Linden. Redner erklärte sich zunächst mit dem Vorgehen des Herrn Abg. Köhler im Landtage einverstanden, er habe wacker gestritten, trotzdem seine Stellung von den besten Rednern des Landtages hart bedrängt gewesen sei. Scharf kritisierte Redner besonders das Verhalten des Abg. Dr. Schmitt-Mainz; unter Anlehnung an das Bürgerliche Gesetzbuch und das Einführungsgesetz dazu behauptete Herr Bürgermeister Leun weiter, daß der Inhalt der Petition richtig, die Ausführungen der Abgg. Osann, Schmitt, Ulrich, Metz, Heidenreich, Schröder u. s. w. auf unrichtigen Annahmen beruhten. Die mit Beifall aufgenommene Rede gab dem ersten Sprecher, Herrn Köhler, Veranlassung, daran noch Auslassungen zu knüpfen, die in dem Mahnruf gipfelten, die selbstständigen Erwnbs- stände des mittleren Besitzes sollten sich freimachen von btt Bevormundung der alten Parteien, sie würden dann einsehen, daß alle ihre Interessen sie zur Einigkeit unter einander hinwiesen. Nur der Uneinigkeit der Klassen des ehrlichen Erwerbs und auch zum Teil der Rückgratlosigkeit der meisten Bürgermeister sei es zu verdanken, wenn man im allgemeinen so wenig Rücksicht auf das gemeine Volk nähme. Schließlich erklärte Herr Kohler, „einem furchtlos und steifnackig des Volkes Interessen hütenden Bürgermeisterstande hätte die Regierung nimmer das Notariatsgesetz zu bieten gewagt" Die mit Beifall aufgenommene Rede erfuhr durch die Herren Bürgermeister Feldmann-Lauter, Schwarz-Garbenteich und Mettenheimer-Eichelfachsen weitere Ergänzung. —Hieraus wurde in die Verhandlungen über die Bür ger meister gehaltc eingetreten. Es wurde wiederholt des Umstandes Erwähnung gethan, daß die Bürgermeister fast mehr als Beamte von feiten des Staates in Anspruch genommen würden, als vo» der Gemeinde; man sollte deshalb mehr die Staatskaffe als die Gemeinden mit den erforderlichen Kosten belasten. 3m übrigen sprach sich die Versammlung gegen die von enter andern Seite angeregte Pensionierung der Bürgermeister aus; sie erscheine als ein Unding angesichts der Wählbarkeit der Bürgermeister; es wurde beschloffen, eine neue Petition an den Landtag zu richten, in ber um Ablehnung der Gesuche um Pensionierung von Bürgermeistern und um Gebühren-Berechtigung für die von den Bürgermeistern zu erledigenden Staatsgeschäfte ersucht wird. Nach
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