Ausgabe 
16.3.1899 Erstes Blatt
 
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Die Königin verließ

Schwurgericht.

W. Gießen, den 15. März 1899.

Schluß der Verhandlung gegen den Dienstknecht Peter Weitzel wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Die den Ge­schworenen vorgelegten Schuldfragen lauten: Ist der An­geklagte schuldig der vorsätzlichen Brandstiftung? Auf Antrag | der Verteidigung: Sind mildernde Umstände vorhanden? 1

Der Vertreter der Staatsbehörde,! Gerichts-Assessor Reuß plaidiert für schuldig im Sinne der Anklage. Der Angeklagte ist geständig, vorsätzlich aus Rache ein Haus in Brand gesetzt zu haben, in welchem Stroh gelagert. Der Angeklagte sei zwar noch nicht vorbestraft, diese Thatsache allein könne indes nicht hinreichen den Angeklagten vor der vollen Strenge des Gesetzes zu schützen. Die Beweisauf­nahme habe sich eingehend dahin bewegt, ob der Angeklagte an dem betreffenden Abend betrunken gewesen. Der Versuch seitens der Verteidigung dies nachzuweisen, sei mißglückt. Die Thal des Angeklagten sei eine äußerst gemeingefährliche solcher Mensch gehöre ins Zuchthaus. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Rosenberg II plaidiert für die Bejahung der Frage nach mildernden Umständen. Der Angeklagte entstamme einer Familie, dessen Oberhaupt ein periodischer Trinker war. Die Erziehung des Angeklagten sei eine mangel­hafte gewesen. Trotzdem hat der Angeklagte bisher sich frei gehalten von Verbrechen und Vergehen. Dies fet em Be­weis, daß nach Lage der Dinge in dem Angeklagten em guter Kern steckt. Ohne Frage war er am 7. September wenigstens angetrunken, dies sei auch durch die Zeugenver­nehmung dargethan. In vollständig nüchternem Zustande wäre der Angeklagte einer solchen That nicht fähig gewesen. Es seien auch Momente vorhanden, welche beweisen, daß der Angeklagte Reue über seine That bekundet hat, daher erkläre sich auch das Geständnis. Die Gefängnisstrafe genüge voll­ständig, um die That des Angeklagten zu sühnen, und daher bitte er, die mildernden Umstände für seinen Klienten zu be- jahen. Nach kurzer Beratung verkündete der Obmann, ^akob Korrell, Fürstlicher Kammerdirektor aus Büdingen, den Wahrspruch der Geschworenen dahin: Der Angeklagte ist schuldig unter Versagung mildernder Umstände. Der An­kläger beantragt, auf eine Zuchthausstrafe von sieben Jahre ! zu erkennen und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre auszusprechen. Das Urteil erkennt auf 5 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust.

Weise Verwahrung einzulegen.

Der erste Sprecher wurde ersucht, den Wortlaut der I Kies olution insonderheit dem Präsidenten der hessischen Land- I »intschaft, Reichstagsabgeordneten KreiSrat Geh. Rat Haas, I smie möglichst allen Vorsitzenden der landwirtschaftlichen Provinzial- und Bezirksvereine mitzuteilen. Die noch folgen- I den Verhandlungen bezogen sich u. a. auf die hessische Steuerreform, wozu die Konferenz erklärte, daß unter I feinen Umständen dieselbe zu Fall gebracht werden dürfe. Hierzu erklärte Herr Köhler, daß er prinzipiell die Wem- steuer bekämpfe, baß er aber auch auf der andern Seite die großen Vorzüge der Steuerreform für den Bauernstand im allgemeinen, nicht allein für Oberhessen, sondern auch für Rheinhessen, wohl zu würdigen wisse und er (trotz seines I ablehnenden Votums im Finanzausschüsse) nte und nimmer durch seinen Widerspruch die Steuerreform scheitern lassen wlle. Die nächste Konferenz wird im Mai oder Ium zu- lammentretcn und über den wahrscheinlich dann vorliegenden Gesetzentwurf betr. die freiwillige Gerichtsbarkeit beraten.

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-1. Lang Göns, 15. März. Heute morgen gegen 4 Uhr brannte ein dem Landwirt Konrad Johs. Brückel ge- hvrnger Strohhaufen von zirka 50 Fudern nieder.

4- Bingenheim, 14. März. Der 17jährige Wirtssohn gr. Wilhelm Repp hier wurde gestern abend in dem Ar-unnen seines elterlichen Anwesens tot aufgefunden. Man nimmt Selbstmord an, zu dem der hoffnungsvolle Jüngling in momentaner geistiger Umnachtung getrieben worden sein nnrß. Zu beklagen sind die Eltern, welche in dem Lebens- riiiben eine tüchtige Stütze verloren haben.

Alsfeld, 13. März. Nach dem Jahresbericht für 18*98/99 der Großh. Realschule (Dr. Jacobi) zählte die Amstalt im genannten Schuljahre 181 Schüler, davon 11'7 Einheimische, 46 aus anderen hessischen Orten. Unter betr Gesamtzahl waren 148 Protestanten, 4 Katholiken, 29' Israeliten. Die Abgangsprüfung in 1898 bestanden 11, in 1899 19 Schüler. An der Schule unterrichteten zwölf Lehrkräfte. Das laufende Schuljahr schließt mit öffent- Wen Prüfungen am 17. März, das neue beginnt am 10«. April.

Neueste Meldungen.

Depescken des BureauHerold".

Berlin, 15. März. Das Kaiserpaar wohnte gestern abend einer Festlichkeit in der englischen Botschaft bei, welche zu Ehren Cecil Rhodes stattfand.

Berlin, 15. März. Graf Friedrich Hohenthal, welcher vor etwa zwei Jahren wegen Ausschreitungen zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt und später steckbrieflich verfolgt worden ist, wurde vor einiger Zeit auf der Insel Rügen verchaftet. Seine Strafe verbüßt er jetzt in (5tTa$ktün, 15. März. Der Arbeiter Mittag hat gestern seine frühere Wirtin, eine 70jährige Frau, und deren drei- ährigen Enkel in räuberischer Absicht zu ermorden ver-

Aus der Zeit für die Zett.

Vor 96 Jahren, am 14. März 1803, starb zu Hamburg der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock. Mit seinen dichterischen Schöpfungen lenkte er die deutsche Poesie tn neue Bahnen und bezauberte durch Großartigkeit der Stoffe und durch enthusiastische Behandlung derselben. Seinen Ruhm begründete fein MeisterwerkMessias", ein in Hexa­metern geschriebenes Heldengedicht. Der Dichter wurde am 2. Juli 1724 in Quedlinburg geboren und ruht an der Seite seiner gefeierten Meta auf dem Kirchhofe zu Ottensen.

urteilt. .. .

Brüssel, 15. März. Die Besserung im Befinden der Königin nimmt täglich zu. Die Königin verließ gestern nachmittag zum ersten Male nach ihrer Krankheit das Schloß und begab sich zu Wagen in das Brüsseler

Palais. . . .

London, 15. März. Aus Washington wird gemeldet: Nach zahlreichen Konferenzen und einem Notenwechsel zwischen dem Staatssekretär Hay und dem englischen und deutschen Botschafter sei ein befriedigendes Einver­ständnis zwischen den drei Mächten über Samoa erzielt.

London, 15. März. Das Auswärtige Amt hat gestern ein Blaubuch über die chinesische Angelegenheit ver- veröffentlicht. . . . ,

London, 15. März. Der Nebel, der in den letzten Tagen wieder ein sehr starker war, hat zahlreiche Opfer gefordert. , , L r ..

New-York, 15. März. Infolge anhaltender heftiger Schneestürme im Staat Missouri sind zahlreiche Ziige em- geschneit. Ein Zug ist seit drei Tagen in meterhohem Schnee begraben und fest eingefroren. Zahlreiche Arbeiter sind nach der Unglücksstätte gesandt worden.

Manilla, 15. März. Unter der hiesigen Bevölkerung greift die Ruhr in besorgniserregender Weise um sich. Die Ursache davon liegt in dem schlechten Trinkwasser, mit welchem die Stadt versorgt wird, seitdem die Wasserpumpen von den Tagalen abgeschnitten sind.__

A Mainz, 14. März. Mainzer Schleppschiff. | sahrtsverein in Konkurs. In einer Publikation fordert der Konkursverwalter die Inhaber von Obligationen der I Gesellschaft auf, solche ihren Konkursanmeldungen nachträg­lich beizufügen, da bei der großen Masse der Obligationen I Prüfung und Abstempelung im Prüfungstermin unmöglich, I und leicht dadurch Weiterungen für die Gläubiger zu bc« I fürchten. t _ . ,

Mainz, 14. März. Die Führer der Sozial­demokraten im Wahlkreis Mainz Oppenheim scheinen bereits die Auflösung des Reichstags ins Auge gefaßt zu haben. Für den kommenden Sonntag haben dieselben schon nach verschiedenen Orten des Wahlkreises engere Partei- Versammlungen anberaumt. Anläßlich der Märzereigmsse | im Jahre 1848 veranstaltet die hiesige demokratische Partei | am 16. ds. Mts. eine Gedenkfeier. In der letzten Sitzung der Strafkammer des hiesigen Landgerichts wurde der von hier gebürtige 40jährige Taglöhner Joses Pfeiffer wegen Majestätsbeleidigung zu 6 Monat Ge­fängnis verurteilt. Offenbar um Unterkunft im Gefängnis zu finden, hatte Pfeiffer ohne jede Veranlassung bei einem Schutzmann auf der Straße über den Kaiser und den Groß­herzog geschimpft. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft find derartige Majestätsbeleidigungen weit verwerflicher als unüberlegte Aeußerungen bei Wirtshausgesprächen, weshalb er eine Gefängnisstrafe von 9 Monat beantragt batte. Nach Mitteilungen, welche aus den zwischen der städtischen Verwaltung hier und dem Kriegsministerium in Berlin wegen I Tausches größerer Geländekomplexe gepflogenen Ber- I Handlungen jetzt allmählich in die Oeffentlichkeit dringen, I scheint nur sehr geringe Aussicht vorhanden zu sein, daß I die von der Stadt angeregte Beseitigung der Schloßkaserne I zur Ausführung kommen wird, indem der Militärftskus nut I Ansprüchen hervorgetreten ist, welche die städtischen Ver- I treter nicht glauben verantworten zu können.,

Diphtheritis Masern Lungenschwindsucht Influenza Herzfehler Krämpfen Krebs Leberschwund Nierenentzündung Wochen betlsteber Altersschwäche_____

Summa:

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

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sucht. Der Thäter ist entkommen. Die Opfer des Ver­brechens sind in bedenklichem Zustande nach dem Kranken- Hause überführt worden.

Berlin, 15. März. Sämtliche Morgenblätter gebe« bei Besprechung der gestrigen Reichstags-Sitzung dem Wunsche Ausdruck, daß cs bei der dritten Lesung der Militär-Vorlage noch zu einer Verständigung zwischen Regierung und Parlament kommen möge, damit eine Reichs­tags-Auflösung vermieden werde. DieNational-Zeitung" sagt, eine Auflösung würde wahrscheinlich keinen besseren, sondern einen schlechteren Reichstag bringen. Die Gesamt- Politik der Regierung sei nicht dazu angethan, daß eine Mehrheit von Wählern sich begeistert um sie scharen sollte. Auch dieVossische Zeitung" meint, bis morgen könnte viel geschehen. Die Staatsmänner der Regierung könnten mit den Staatsmännern des Centrums binnen 24 Stunden handelseinig werden. Selbst derVorwärts" warnt die Regierung vor einem unüberlegten Schritt. Die Sozial bemotraten wüßten nicht, wie sie jenen geheimnisvollen i Mächten zu bauten vermöchten für bas, was sie für Die Sozialbemokratie thun. r L ,

Friedrichsrnh, 15. März. Bei ber Ankunft des Kaiser s zur Beisetzung des Fürsten und der Fürstin Bismarck in dem neu errichteten Mausoleum wird eine Ehrenwache des 31. Infanterie-Regiments aus Altona zur Stelle sein. Der Aufenthalt des Kaisers durfte ein bis zwei Stunden dauern. Es sind bisher sechs Sonderzüge angemelbct. Der Sarg des Fürsten wird heute von Mit- gliedern eines Hamburger Instituts nach dem Sterbez mmer des Fürsten gebracht. Eine Abordnung der Halberstadter Kürassiere wird heute vormittag hier eintreffen.

Detmold, 15. März. In der vergangenen Woche fand vor dem hiesigen Landgerichte Verhandlung lu der Klage­sache des Grafen Erich zur Lippe-Weißenfeld gegen den Grafregenten Ernst von Lippe statt. Graf Erich beansprucht die Herauszahlung eines Teiles einer den Biesterfelder Grafen zugeflossenen Rente. Die Ver­handlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die von dem Redakteur der Lippe'schen Tageszeitung, Wil Y Bruder, gegen das Urteil des hiesigen Landgerichts (sechs Wochen Festungshaft wegen Beleidigung des Grafr^enten durch die Presse) eingelegte Revision wurde vom ^el^^^- ^^^Wttn^l5^März. In hiesigen politischen Kreisen ver- I lautet, daß der Reichsrat Mitte April einberufen

toerb$oiemb15. März. Der ehemalige Redakteur der Bozener Zeitung", EmanuelUlrich, sowie der Redakteur derMarburger Zeitung", Hans Kordan, wurden wegen Beleidigung der katholischen Kirche zu drei Monaten schwerem Kerker, verschärft mit monatlich einem Fastentag, ver-

hner Beratung schritt man zum Punkt 4 der Tagesordnung. I 2d Reichsgesetzentwurf betr. die Schlachtvieh- unb I -Neischschau. Der erste Sprecher verbreitete sich eingehend Ker den Gesetzentwurf und beleuchtete namentlich die durch ton eiben dem Bauernstand wie dem Metzgergewerbe drohende Schädigung. Die von ihm vorgeschlagene und von der Ver- I fammluna einstimmig angenommene Resolution lautet. I ik ÄonE ^Bürgermeister Kc-is- G.eßm °-rlammelt am SamStag, dem 11. März 1899, zu Gt-b-ri, beschließt .

Die deutsche Landwtrlschisi tm allgemeinen der b lüsch Wiuernstand tm besonderen, sowie da» gesamte deutsche M.tz^er «werbe sind In bed.utmdem Maße durch da« in Aussicht Nevenoe i ^lachtoteh- unb Fleischbeschau Gesetz von Gefahren bedroht, denen I <-nby Ä XeÄli?nUnb( des & lindlschen G-oßkapttaliHmus unbabefl h« (5 infAhmna eines Reichsge ktzes über die Schlachtvieh und ^ieiilp- w.-st. »ur Z'tt ft-ht, zunächst iolg.nt. Solg.n

^/DZ'd"°mÄ7G»im.tz,.r d-r d-u.Ich-n S-.städt- <n«ch ihren eigenen Worten) das Schlachten etnhetmifcher Tiere «IS- I halb etnftcllen und zum besseren Gewinn bringenden Handel mit ausländischem, insbesondere amerikanischem Fleisch

2. d achter durch" der 'deutschen Landwirtschaft und dem Metzger, gewerbe eine Konkurrenz erwachsen wird, der beide in ganz

» da'ß^d« besstsch^erntt'and, der insbesondere zu gegen- wärltger Zeit des Darntederttegens der Getrcidepreise und bei glctchzeittger Mehrbelastung durch Steuttn, Abgaben, Ver- stcherungSbeiträge u. dgl. m. in e<nc^yet<*>U^e.n die besonders seit der gegenwärtigen Paanzperiode seitens der hessischen Regierung durch n.mhaste StaatsbeitrSg^ wird, seine letzte Hilfe erblickt, auch diese letzte Hoffnung in schwerer Notzeit dahtnschwtnden steht. «S»

Angesichts dieser allgemeinen und unser ganzes deutsches Volk «lttelbar und unmittelbar bedrohenden Gefahr, die ihren ^Eehungs- purb etnzia und allein aus der Abstcht Verleitet, ben handel, unb zwar zuerst auf Kosten ber Lanbwtrtschast, jetzt auch luf Kosten bes Metzgergewerbes inS Ungemessene zu sörbern

AnaesichlS aber auch ber nicht kleinen Schäbigungen und Be­schwerungen, bte unseren Bauernstand durch Vor- und Nachbestchttgung H den sogen. Hausschlachtungen in Ausstcht stehen, während da« lufllanb teils von ber Dorbesichiaung, teils von ber Fleischbeschau ibcrchaupt unter gewissen Umstänven gänzlich freigelassen werben soll, lichtet die Konferenz ber Bürgermeister im Kretfe Gießen sowohl an kn Hesstschen Lanbwtrtschastsrat als auch an bte lanbwtrtschastlichen tzlootnztal- unb Bezirksvereine, sowie an alle Metzgerinnungen betz ranbeS die dringende Aufforderung und Bitte: MW

sofort unb ohne Verzug biese Körperschaften einzuberufen und gegen diesen, das Wohl des ganzen deutschen Volkes in mittel­barer und unmittelbarer Weise arg gefährdenden Reichsgesetz­entwurf, die Schlachtvieh- und Fleischbeschau betr., in energischer

Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen.

10. Woche. Vom 5. März bis 11. März 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24100 (tncl. 1600 M«nn Militär). SterblichkeitSztffer: 25.89, n«ch Abzug der 12,95*1 It®.

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