Ausgabe 
15.3.1899 Zweites Blatt
 
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Standpunkt einer grundsätzlichen Gegnerschaft mit äußerster Kühle und Vorsicht geführt wissen will. Heute habe» wir wieder eine englische Stimme zu verzeichnen, die das Ver­hältnis zwischen Deutschland und England in einem Sinne behandelt, gegen den wir entschieden Einspruch erheben. Aus London läßt sich dieV. Z." berichten: DieCentral News" bestätigt, Kaiser Wilhelm werde am 29. Juli in Cowes eintreffen und dort während der ganzen Aacht- Regattawoche weilen. DerDaily Graphic" schreibt, diese Meldung, gepaart mit dem Ereignis, daß der Kaiser Cecil Rhodes empfangen, kennzeichnen in augenfälliger Weise die vollkommene Aussöhnung zwischen Großbritannien und Deutschland. Das sei sicherlich eine große Freudenbotschaft. Die Versöhnung wurde angebahnt durch die Unterzeichnung des englisch-deutschen Abkommens. Dieses behandle die ganze Afrikafrage, hauptsächlich dieMöglichkeit,daß dieportugiesischen Kolonien an der Ost- und Westküste auf den Markt kommen, und trage Fürsorge für ein gemeinsames Vorgehen beider Mächte bei der Teilung der Hegemonie im dunklen Welt­teil. Die Reise Cecil Rhodes' nach Berlin sei die logische Folge des Abkommens und eine Bürgschaft dafür, daß der große britische Imperialist für das neue Abkommen völlig und loyal eingetreten sei. Es sei im höchsten Grade er­freulich, daß das Genie und der Unternehmungsgeist Rhodes' für die Sache der englisch-deutschen Freundschaft und das Zusammenwirken beider Mächte gewonnen sei, ein großer Gewinn für ihre freundlichen Beziehungen. Englands auf­richtigster Wunsch sei es, das innigste Einvernehmen mit Deutschland zu Pflegen nicht nur in Afrika, sondern in allen Weltteilen.Daily Telegraph" widmet der Begegnung des Kaisers mit Rhodes ebenfalls einen sehr sympathischen Leit­artikel und drückt die Meinung aus, daß die von Rhodes geplante Eisenbahn, wenn sie gebaut wird, die Bande, die die deutschen und britischen Interessen in Afrika verknüpfen, befestigen werde. Tägl. Rundschau.

Berlin, 13. März. Heber die Neueinteilung S. M. Schiffe ist folgende Ordre ergangen: In Abänderung Meiner Ordre vom 29. Angust 1893 bestimme Ich hiermit: Die Schiffe Meiner Marine werden eingeteilt in Linien­schiffe, Küstenpanzerschiffe, große Kreuzer, kleine Kreuzer, Panzerkanonenboote, Kanonenboote, Schulschiffe und Spezial­schiffe. Sie haben hiernach das Weitere zu veranlassen.

Berlin, Schloß, den 27. Februar 1899.

Wilhelm.

Köln, 13. März. Zu der bevorstehenden Entscheidung über die neue Militär-Vorlage schreibt dieKölnische Volks-Zeitung": In der weiteren Entwicklung der Dinge komme es daraus an, daß morgen die Regierungs-Vorlage in zweiter Lesung mit möglichst großer Mehrheit abgelehnt werde. Insbesondere müsse das Centrum vollzählig zur Stelle sein. Sollte der Versuch gemacht werden, durch eine Reichstags-Auflösung die volle Bewilligung der Militär- Vorlage durchzusetzen, so müsse sich dieser Versuch namentlich gegen das Centrum richten, welches den aufgenötigten Kampf mit aller Entschiedenheit aufnehmen müsse.

Ausland.

Budapest, 13. März. DemPesti Naplo" zufolge hat Graf Goluchowsky thatsächlich die Absicht gehabt, eine Expedition nach China auszurüsten, vorerst aber maß­gebende ungarische Politiker um ihre Meinung befragt. Die Antworten lauteten, Ungarn sei ein Ackerbau treibendes Land. Das chinesische Abenteuer könne nur der cisleitha- nischen Industrie zu Nutzen sein, um sich dadurch von Ungarn unabhängig zu machen. Aus diesem Grunde müßte sich Ungarn gegen eine solche Expedition aussprechen. Durch diese Weigerung sah sich Graf Goluchowsky veranlaßt, von seinem Vorhaben abzustehen.

Budapest, 13. März. Die Märzfeier der hiesigen Sozialisten verlief ruhig.

Rom, 13. März. Morgen soll ein königlicher Gnadenakt, betreffend die wegen des Mai-Aufstandes verurteilten Personen, publiziert werden.

Rom, 13. März. Auf der Konsulta wird versichert, die Regierung sei fest entschlossen, keine Nachgiebigkeit

Wentworth eine Expedition bis zur Quelle des Cox River, 1815 entdeckte Evans den Fluß Lachlan, 1818 erreichte Oxley die Wüste bei Port-Macquari, weiter folgten Hamilton (1824), Cunningham (1825), Kapitän Sturt (1829). In den Jahren 1831, 1835 und 1836 erforschte Sir Thomas Mitchell das Flußgebiet des Murray und seiner Nebenflüsse. Nach dem unbekannten Nordosten unternahm 18441847 ein Deutscher, Leichhardt, Expeditionen, auf der dritten Reise ist er verschollen. Auch ein anderer Reisender, Kennedy, fand durch die Hand der Eingeborenen den Tod. Von Süden nach Norden durchzogen den Continent Burke (18601861), Mac Kinley (18611862), Landsborough 1862 und Stuart in demselben Jahre. Burke, ein ehe­maliger irländischer Offizier, brach im August 1860 mit etwa 30 Personen, 25 Kameelen, 25 Pferden und Lebens­mitteln auf 18 Monate von Melbourne auf, um im Auf­trage der Königlichen Gesellschaft zu Melbourne zu dem Golf von Carpentaria nach der nördlichen Wüste vorzu­dringen. Auch dieser Reisende wurde mit mehreren seiner Begleiter ein Opfer der Wissenschaft; er hatte sich von seinen Genossen mit einer Abteilung seiner Leute getrennt, da er aber weit über die festgesetzte Zeit ausblieb, hatten diese den Platz verlassen, und alle erlagen mit vier einzigen Ausnahmen dem Hunger und den Mühsalen ihrer Wan­derung. Warburton durchschritt 18721874, unendliche Schwierigkeiten und Strapazen überwindend, die australische Westhälfte, John Forrest untersuchte (18781879) den völlig unbekannten Nordosten der Colonie Westaustralien. Dies nur einige Namen von vielen, über die Ergebnisse und Wirkungen der einzelnen Unternehmen auch nur im Auszüge zu berichten, ist unmöglich.

gegenüber der chinesischen Regierung zu zeigen. Falls die letztere nicht sofort nachgiebt, soll dem Kommandant des Geschwaders Befehl gegeben werden, Besitz von der Sanmun-Bay zu ergreifen.

Paris, 13. März. Die Umgestaltung der franzö­sischen Artillerie wird nunmehr Thatsache. Es werden 630 Batterien mit neuen Geschützen versehen werden.

Toulon, 13. März. Die Königin Viktoria von England versprach gestern bei ihrer Durchreise dem Prä­fekten von Toulon, zur Unterstützung der Hinterbliebenen der bei der Explosions-Katastrophe Verunglückten eine größere Geldsumme zu senden. Die Aufräumungs­arbeiten an der Unglücksstätte werden noch immer fortgesetzt. Man vermißt noch sechs Leichen. Die Baronin Hirsch sandte 10 000 Francs zur Unterstützung. Der Unterstützungs-Fonds beträgt jetzt 120000 Francs.

Madrid, 13. März. Aus Cuba zurückgekehrte Soldaten haben in verschiedenen Städten Kundgebungen ver­anstaltet, um gegen die Haltung der Regierung zu pro­testieren.

Kauea, 13. März. Nach der neuen Verfassung für die Insel Kreta gelangen die griechischen Osterfeiertage zur Proklamation.

Lokales und MooinMes.

Gießen, den 14. März 1899.

** Seine Majestät der Kaiser haben den Erbgrafen Otto zu Solms-Laubach zu Laubach in Oberhessen und den Großh. Hessischen Kammerjunker und Kreisamtmann Hermann Frhrn. Schenck zu Schweinsberg zu Gießen zu Ehr^nrittern des Johanniter Ordens ernannt.

* Von der Universität. An Stelle des nach Leipzig übersiedelnden ord. Professors der Physik, Dr. O. Wiener, ist der bisherige außerordentl. Professor an der technischen Hochschule zu Aachen, Dr. Willi Wien, berufen worden.

** Sektion Gießen des Deutschen und Oefterreichischen Alpenvereins. Wir machen an dieser Stelle auf den nächsten Donnerstag in der Sektion Gießen d. D. u. Oest. A.-V. stattfindenden Vortrag des Herrn Realgymnasiallehrers Dr. Sturmfels aufmerksam, welcher seine mit einigen Kollegen im Sommer vor. Jahres ausgeführte hochinteressante Wanderung von den bayerischen Königsschlössern Hohen­schwangau und Neuschwanstein bis zu den Bergriesen der Oetzthaler Eiswelt zum Gegenstand haben wird (siehe In­serat). Zu diesem Vortrage können auch Gäste seitens der Vereinsmitglieder eingeführt werden.

** Sitzungen Großherzogl. Handelskammer vom 23. Febr. und 10. März l. I. Anwesend waren die Herren: Koch, Balser, Heichelheim, Katz, Kraatz, Schirmer und Wortmann. Der Verlag der Frankfurter Zeitung richtete an die Kammer das Ersuchen, eine Eingabe der Handels­kammer Düsseldorf, an den Bundesrat gegen die von der Reichspostverwaltung geplante Einschränkung des Expreß­botendienstes der Zeitungen bei Bundesrat und Reichstag zu befürworten. Nach den Vorschlägen der Reichspostver­waltung soll die Beförderung von Zeitungen durch expresse Boten oder Fuhren, zwar gestattet, jedoch ein solcher Ex­presser nur von einem Absender abgeschickt sein, postzwangs­pflichtige Gegenstände nur bis zum Gesamtgewichte von 5 Kilo­gramm befördern und dem Postzwang unterliegende Gegen­stände weder von anderen mitnehmen noch für andere zurückbringen dürfen. Die nützliche Einrichtung des Expreß­botendienstes würde durch das Inkrafttreten solcher Be­stimmungen thatsächlich illusorisch, und seine Beseitigung in den Provinzstädten und dem platten Lande als äußerst un­angenehme Belästigung empfunden werden. Der Expreß­botendienst allein ermöglicht es z. B. für die Stadt Gießen, daß ein großer Teil der in Frankfurt a. M. erscheinenden Blätter noch an dem Tage ihres Erscheinens zur Ausgabe gelangt, daß die Morgenblätter etwa zwei Stunden früher, als dieses sonst der Fall wäre, zum Austrag kommen, und daß an Sonn- und Feiertagen die Morgenblätter überhaupt den Abonnenten behändigt werden. Die Düsseldorfer Ein­gabe wurde deshalb durch eine Petition unserer Kammer an Bundesrat und Reichstag unterstützt. Auf Anregung des Reichsschatzamtes werden die beteiligten Gewerbetreibenden darauf aufmerksam gemacht, daß es namentlich in der letzten Zeit öfters vorgekommen ist, daß im freien Verkehr befind­licher Branntwein aus Deutschland nach Luxemburg einge­führt wurde, ohne daß zu diesen Sendungen Uebergangs- scheine vom Versender gelöst worden waren. Infolgedessen konnten die Sendungen in Luxemburg nicht übergangsab­gabenfrei behandelt werden, und sind hierdurch erhebliche Weiterungen und Kosten entstanden. Die beteiligten Kreise werden deshalb wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß gemäß dem Abkommen vom 22. Mai 1896 Branntwein aus dem freien Verkehr Deutschlands nach Luxemburg nur auf Grund eines Uebergangsscheines abgabenfrei eingeführt werden kann. Mit der von der Handels- und Gewerbe­kammer Plauen in Anregung gebrachten Schaffung von Normativbestimmungen für die Revisoren von Aktiengesell­schaften erklärte sich die Kammer einverstanden und bewilligt einen Beitrag zu den Kosten der Vorarbeiten. Die Kammer spricht sich im Interesse des reellen Kerzenhandels für Ein­führung einheitlicher Gewichtsmengen für gepackte Kerzen aus und wird eine diesbezügliche Eingabe an den Bundes­rat richten. Mit Rücksicht darauf, daß in zahlreichen Orten der Umgebung Gießen die Konfirmationen nicht mehr wie früher an dem Pfingst- sondern am Osterfeste stattfinden, soll Großherzogliches Kreisamt Gießen ersucht werden, das Offenhalten der Ladengeschäfte an den beiden Sonntagen vor Ostern bis 7 Uhr abends zu gestatten. Der langjährige Wunsch der Kammer, die Einführung von Schnellzügen auf der Strecke Gießen-Betzdorf-Hageu scheint nach dem Fahrplanentwurf vom 15. v. Mts. in Erfüllung zu gehen, da in demselben ein Schnellzugspaar Einstellung gefunden hat:

1. Ab Gießen 10»z vormittags.

an Betzdorf 1138

nach Hagen ll48

2. Betzdorf Ankunft von Hagen 736 nachmittags.

ab Betzdorf 736

an Gießen 9ei *

Zugleich wird ein Schnellzug mit Gegenzug auf der Strecke Frankfurt a. M.-Hannover zur Einführung gelangen und zwar:

Ab Frankfurt a. M. 6°s vormittags.

Ankunft Gießen 720

Kassel 958

ab Kassel 94®

Ankunft Gießen 12 mittags

Frankfurt a. M. I20 nachmittags.

Das Verzeichnis zweifelhafter Firmen im Auslande hat für die Niederlande eine Erweiterung erfahren. I» den Tagen vom 15. Juni bis 16. Oktober d. I. findet in München unter dem Protektorate Seiner König!. Hohen des Prinzregenten Luitpold eine allgemeine deutsche Spott­ausstellung statt.

** Stadttheater. Die gestrige, 17. Bolksvorstelluug, brachte als letzte dieser Saison Langmanns dreiaktigtt DramaBartel Turaser" mit Arthur Bauer vorn Frankfurter Stadttheater als Gast. Besuch und Darstellung des bereits einmal als Theatervereins-Vorstellung gegebenen Stückes ließen nichts zu wünschen übrig.

Der Verein zur Züchtung reiner Hunderaffen zu Gießen veranstaltet am 23. April auf seinem Schliefplatze (Schöne Aussicht") fehl diesjähriges Frühjahrs-Schliefen für Dachshunde und Foxterriers. Das Richteramt haben über­nommen die Herren C. Sauer in Koblenz, Vorsitzender des deutschen Foxterriers-Klubs; Rechtsanwalt Selz er in Offenbach, Vorsitzender des Dachshund-Schliefklubs in Frank­furt a. M.; Förster Kuhl in Katzenfurt, und Förster Roggendorf in Oberbiel, Vorstandsmitglieder des Ver­eins in Gießen. Es sind vorgesehen Jugend-, offene und Siegerschliefen für Dachshunde, sowie für Foxterriers, hn ganzen 6 Schliefen, welche mit je 3 Geldpreisen, nebst zahlreichen Ehren- und Spezialpreisen dotiert sind, und da­durch eine starke Beteiligung erzielen dürften. Das and führliche Programm ist erschienen und wird Interessenten vom Schriftführer des Vereins franko übersandt.

** Nationalliberaler Verein, lieber die hessische Steuerreform sprach am Samstag Abend im national­liberalen Verein Herr Miuisterialsekretär Glässing aus Darmstadt. Die Regierung sei seinerzeit durch die Kammer auf eine unbedingte Reform der Steuer verpflichtet worden; diese Reform sei aber auf Grund des bestehenden Systems unmöglich. Die Einkommensteuer besteure jegliches Einkommen ohne Rücksicht auf die Quellen; Grund-, Gewerbe- und Kapitalrentensteuer besteuerten den Ertrag nochmals besonders. Die wirtschaftlichen Zustände des Jahres 1824, in welcher Zeit der Grundbesitz die ergiebigste Steuerquelle gebil-tt habe, seien verschwunden, die steuerlichen Formen jedoch, m denen diese Zustände Ausdruck fanden, hätten sich nicht ge­ändert. Die Gewerbesteuer berücksichtige nicht das gewerb­liche Betriebskapital. Nachdem Grundbesitz und Gewerbe besteuert waren, führte man zum Ausgleich 1884 die Kapital­rentensteuer ein, allerdings mit dem aus Klugheitsrücksichten Preußen hatte noch keine Kapitalrentensteuer gebotenen Unterschied, daß der Kapitalrentner seine Schulden in Abzug bringen durfte, was dem Grundbesitzer und Gewerbetreiben­den nicht gestattet war. An Stelle dieser drei Steuern könne nur eine Vermögenssteuer treten, in Verbindung mit der Einkommensteuer. Der Grundsatz der Reform sei Verringerung der Steuerlast und gerechtere Verteilung der­selben; letzteres solle durch Einkommen- und Vermögensstcuei ersteres durch Herbeiziehung anderer Quellen erreicht werden. Eben bringe die Einkommensteuer 51 Prozent, Grund- und Kapitalrenten- und Gewerbesteuer 49 Prozent aller Steuern; die Besteuerung des Einkommens müsse aber prozentuell mehr erbringen. In Preußen erziele man 78 Prozent und nur 22 Prozent ans der Vermögenssteuer. Zehn Millionen Mark müßten in Hessen aufgebracht werden, 8 sollten durch Vermögens- und Einkommensteuer, 2 durch Wein- und Hundesteuer und durch Lotterie, Eisenbahn und Berwaltungs- stempelsteuer gedeckt werden. Auf die Einkommensteuer ein­gehend, bemerkt Redner, daß Einkommen von 500 bis 2600 Mk. nicht höher belastet werden sollten als bisher. Das Hinaufschieben der unteren Grenze auf 900 würde*/» aller Steuerpflichtigen, d. h. eine Million Mark ausfallen machen. Die mittleren Klassen von 260010000 Mk. Einkommen seien wohl stark herangezogen, denn wir hätten zu wenig reiche Leute: nur 2295 versteuern über 10000 Mk Einkommen, nur 800 über 20000 Mk. Die Steuer der Beamten würde sich erhöhen. Das vorgeschlagene Maximu» von 4,463 Prozent des Einkommens sei das höchste m Deutschland. Eine Erhöhung bis zu 5 Prozent, wie vor­geschlagen worden sei, bringe nur 42000 Mk. mehr. Vorzug bestehe noch darin, daß die Steuerveranlagung nicht mehr nach Steuerkapitalien erfolgen solle. Die Vermögens­steuer solle 55 Pfg. von 1000 Mk. Vermögen betragen. Dies bedeute für die Grundsteuerzahler eine Erleichterung von 60 Prozent, für die Gewerbtreibenden eine solche von 30 Prozent bei schuldenfreiem Betrieb. Sei aber z. B. der Grundbesitz verschuldet, so seien bei einer Verschuldung von 50 Prozent anstatt 2,40 Mk. nur 55 Pfg. zu entrichten- Dies biete kolossale und gerechte Vorteile gegen den seit­herigen Zustand. Vermögen bis zu 3000 Mk. würde nicht besteuert. Wenn man das Mobiliar versteuern wollte, rote in Rheinhessen vorgeschlagen worden sei, so müßte doch de» Steuerbeamten das Recht gegeben werden, in die Wohnung des Steuerzahlers zu kommen, was durchaus unmöglich ft>- Deklarationszwang bestehe nur bei der erstmaligen Ver­anlagung des Pflichtigen, nachher nicht mehr. Redner wendet sich nun zu den Steuersatzvorlagen: 2085000 M - seien durch diese aufzubringen. 670000 Mk. sollten au

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