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Kirchliche Nachrichten.
Sväugelischt Gemeinde.
I« der JoharrneSkirche.
Mittwoch den 19. März, abends 6 Uhr: Fünfte PasfionSandacht
Pfarrer vr. Naumann.
Schwurgericht.
W. Gießen, den 14. März 1899.
Verhandelt wird heute gegen den noch unbestraften verheirateten 31 Jahre alten Dienstknecht Peter Weitzel wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Die Anklage vertritt Gerichtsassessor Neuß. Die Verteidigung führt Rechtsanwalt Rosenberg II. — Der Angeklagte ist geständig, am 7. September 1897 zu Groß-Felda vorsätzlich Oekonomie- qebäude in Brand gesetzt zu haben. Der Angeklagte erzählt, er sei an dem betreffenden Tage abends in Kestritz, etwa' 5 Minuten von Groß-Felda entfernt, gewesen und habe zwei Kännchen Schnaps getruuken, als er nach letzterem Orte zurück kam, stand die Hofthür der Felsing'schen Hof- raithe offen. Da will der Angeklagte daran gedacht haben, daß der Vater des Felsing ihm vor 10 Jahren, wo er in dessen Diensten gestanden, ein par Ohrfeigen gegeben. Er sei in die Hofraite und von da in den Stall des Felsing getreten und habe dort ohne Zaudern, um sich wegen der Ohrfeige zu rächen, den Brand angelegt. Der Brandstifter ging nach Hause und legte sich sofort ins Bett, wo er etwa i/ Stunde gelegen, ehe Feuerlärm gemacht wurde. Der Angeklagte ist dann zur Brandstelle geeilt und hat tüchtig mit löschen helfen. Der erwachsene Schaden beläuft sich auf mehr wie 50 000 Mark. Der Angeklagte deponiert, daß er seiner Ehefrau seine Frevelthat mitgeteilt und daß diese die Anzeige gegen ihn erstattet habe. Der Vor
dem falben Heckengras, dazu Lerchenschlag im Felde und i süß flötender Gesang von Amsel und Drossel aus dem [ Walde — das sind gewiß die untrüglichen Boten des Lenzes. I Allerdings giebt es noch Nachtfröste, welche aber durch Zu- j rückhaltuug der Frühtriebe nicht schädlich sind. Die Bienen I tragen bereits Blumenstaub von den Kätzchen der Haselnuß- I hecken und der Sahlweide, der erste Beweis vom Vorhan- 1 densein junger Brut. Jetzt heißt es die Wohnungen der I Bienen öffnen, sie reinigen und die Futtervorräte prüfen. I Die Bienen brauchen gerade jetzt zur Brutbildung viel I
Honig, und die Fälle sind nicht selten, in denen Völker nach I der glücklichen Durchwinteruug im Frühling verhungerten. I Durchwintert haben ja die Völker bei einem solch sommer- I lichen Winter naturgemäß vortrefflich. Nach solch abnorm I schlechten Bienenjahren, wie die letzten gewesen, dürfte es I auch wirklich wieder einmal ein gutes geben, und die Aus- I sichten hierfür sind ja vorhanden.
§§ Aus Oberheffen, 13. März Obgleich die Witterung iu gesundheitlicher Beziehung durchaus nicht als ungünstig I bezeichnet werden muß, ist doch gegenwärtig der Gesund- I heitszustand im allgemeinen bei unserer Bevölkerung schlechter I als im Winter. Es ist insonderheit die Influenza, | dieser sattsam bekannte Krankheitszustand, welcher wieder in Städten und Ortschaften grassiert. In Friedberg erkrankten über 40 Seminaristen an ihr, und die vor der Thüre stehenden Osterferien mußten früher gelegt werden. Auch । auf dem Lande sind vielfach die Schulen wegen der Influenza geschlossen worden. Zu den bekannten Symptomen der Krankheit tritt in diesem Jahr sehr häufig Magen- und Darmkatarrh, der den Schwächezustand des Körpers noch vermehrt.
1. Lang-Gons, 13. März. Am vergangenen Sonntag nachmittag wurde durch den Polizeidiener Weil dahier ein Kaufmann aus Köln verhaftet, welcher seinen linken Arm unter den Kleidern versteckt hielt und als einarmig bei den Einwohnern um Geschenke bat. Daß er sich dadurch das Mitleid der Menschen zu erwecken wußte, ersieht man daraus, daß er bei seinen Geschenken 1 Mark und 50-Pfennigstücke, im übrigen meistens 20-, 10- und 5-Pfen- nigstücke hatte.
R. Reichelsheim, 14. März. Bei verschiedenen Erd- I arbeiten, die neben der nach Friedberg führenden großen I Straße vorgenommen worden sind, stießen die Arbeiter I plötzlich auf ein großes Gräberfeld, in dem sich noch ziemlich wohlerhaltene menschliche Knochengerüste vorfanden. In einer der Gruben müssen mindestens 8 bis 10 mensch- I liche Körper gelegen haben, und was noch besonders merk- I würdig ist: die Gruben waren nur 40 bis 50 Zentimeter hoch, an anderen Stellen kaum 30 Zentimeter mit Erde bedeckt, sodaß die Leichen fast von einem tiefgehenden Pfluge I hätten erreicht werden können. Man stand vor einem Rätsel, I das sich in folgender Weise aufklärte: Auf der Flucht über I den Rhein nach der Schlacht bei Leipzig am 16. bis 18. Oktober 1813 kamen kranke und verwundete Franzosen und später Russen hierher, unter denen der Typhus fürchterlich I aufräumte. Die Leichen wurden ohne Särge außerhalb des I Städtchens in großen Lehm-Gruben eingescharrt und nur I notdürftig mit Erde bedeckt. Nach und nach schwand die I Kenntnis dieser Thatsache aus dem Gedächtnis der Bewohner I immer mehr und sie war in der dritten Generation, die I jetzt lebt, vollständig erloschen. Merkwürdig bleibt es I immerhin, daß diese verwesende Menschenmasse, die der I Menschenschlächter Napoleon I. auch auf dem Gewissen hat, sich nicht durch ihre Zersetzungsprodukte bemerklich gemacht hat. Vielleicht erklärt es sich dadurch, daß der lehmige Boden, der an jener Stelle herrscht, 'das Ausströmen dieser Zersetzungsprodukte verhinderte.
Aus der Zeit für die Zeit.
Vor 107 Jahren, am 16. März 1792, wurde Gustav II. König von Schweden, auf einem Maskenball von dem Verschwörer Ankarström tötlich verwundet. Der unglückliche Monarch, gegen den schon zuvor eine feindselige Stimmung herrschte, zumal er ohne Befragung der Stände einen kostspieligen Krieg gegen Rußland unternommen hatte, wollte neuerdings die Rettung Ludwigs XVI. bewirken. Um aber nicht eilten neuen Gewaltstreich zu erleiden, bildete der tief- gekränkte Adel eine Verschwörung, welcher der König am obenerwähnten Tage zum Opfer fiel.
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Marburg, 14. März. Auf der Zeche „Victoria" bei Littfeld, Kreis Siegen, stürzte gestern der Förderkorb 180 Meter tief in den Schacht. Drei Bergleute wurden getötet, einer schwer verletzt.
Berlin, 14. März. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Krakau: Jn Muszyna brannten 39 Wohnhäuser nieder. Der Schaden beträgt 90,000 Gulden.
Berlin, 14. März. Ein aus konservativen Kreisen informierter Berichterstatter meldet, die verbündeten Regierungen haben gestern an verschiedenen Stellen den Ernst der Lage durchblicken lassen. In diesem Sinne soll sich auch am Samstag der Reichskanzler zu dem Zentrums- Abgeordneten Dr. Lieber geäußert haben. Sehr bemerkt wurde eine Unterredung, welche Fürst Hohenlohe am Montag mit dem bayrischen Gesandten Grafen Lerchenfeld unter Zuziehung des General-Majors Breck hatte und die mit der Krisis zusammenhing. Es wird jedoch der Annahme Vorschub geleistet, daß zwischen der zweiten und dritten Lesung der Militär-Vorlage zwischen dem Standpunkte der verbündeten Regierungen und der Reichstags-Mehrheit ein Ausgleich erzielt werden wird. Von anderer Seite wird berichtet, heute vor der Plenarsitzung des Reichstages werden die Fraktionen der Konservativen, Nationalliberalen, des Zentrums, der Polen und der freisinnigen Vereinigung Sitzungen abhalten, und zwar zu einer Zeit, wo die Ergebnisse der Beratung der noch einmal zur Besprechung über die Militär-Vorlage um 10 Uhr zusammentretenden Budget-Kommission zu erwarten sind. Die „Berl. Neuest. Nachr." haben allen Grund, zu glauben, daß die verbündeten Negierungen auf der unveränderten Annahme der Militär-Vorlage bestehen werden. Im Ablehnungsfälle sollen die Regierungen entschlossen sein, den verfassungsmäßigen Instanzenweg zu beschreiten.
Lemberg, 14. März Die Affaire der galizischen Kreditbank nimmt eine ernste sensationelle Wendung an. Die Staatsanwaltschaft reklamierte den zurückgelassenen Brief des Direktors, in welchem dieser gegen ein hervorragendes Mitglied der Kreditbank schwerwiegende Beschuldigungen erhebt und die Unregelmäßigkeiten, die vorgekommen sind, detailliert aufzählt. Gleichzeitig verlautet, daß der Fürst Sapieha beabsichtige, von jeder Sanierungs-Aktion zurückzutreten.
Haag, 14. März. In diplomatischen Kreisen versichert man, Frankreich werde bei der Abrüstungskonferenz durch Ribot, und Deutschland durch Herrn von Bülow vertreten sein.
Paris, 14. März. Für heute wird ein Ausstand sämtlicher Angestellten der Pariser Zündholz- Manufakturen erwartet, der vielfach für die Einleitung des Generalstrikes gehalten wird.
Paris, 14. März. Die Königin von England hat an Lord Salisbury ein Telegramm gerichtet, worin sie ihrer Befriedigung Ausdruck giebt, und versichert, daß ihr Empfang in Frankreich diesmal noch enthusiastischer war, als früher. .
Paris, 14. März. Eine Explosion hat in der Artillerie-Werkstatt von Bourges während des Ladens von Geschossen stattgefunden. Viele Soldaten wurden verwundet, die Werkstätte vollständig zerstört. Eine Untersuchung ist
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xn Eisenbahnen überschießen, 250000 Mk. aus Verwaltungs- I Ampeln fließen. Die Hundesteuer (165000 Mk.) solle von I o auf 10 Mk. erhöht werden unter Freilassung der Hirten- hunde. Von der Klasienlotterie würden 500000 Mk. erhofft. I Cie ethischen Bedenken gegen Einführung der Lotterie seien I Zufällig, die Regierung halte es für rätlich, die zurzeit nach I außerhesfischen Staaten fließenden Summen Geldes für den I hessischen Staat nutzbar zu machen zur Durchführung der I Steuerreform. Die Einführung sei ein Akt der Notwehr, I damit nicht die Eier der hessischen Hühner in den Garten des preußischen Finanzministers gelegt werden. — Die Neinsteuer sei interessant durch die Regierungserklärung, I daß mit ihr die Reform stehe und falle, und durch die Art der Agitation. Die verschiedenen Vorschläge über Ersatz der Iße infteuer durch Erhöhung der anderen wurden vom Redner erwähnt und im einzelnen als undurchführbar nachgewiesen, weil sonst die Steuerreform keine oder eine nur unbedeutende I üaflenerleichterung bilde. Auch die Erbschaftssteuer sei schon | recht hoch im Vergleich mit anderen Ländern, und ihre Ausdehnung auf die Deszendenten sei doch ungerecht. Die Regierung habe die Weinsteuer erst vorgeschlagen, als man I teilt anderes Mittel mehr gehabt habe. Eine eigenartige I Agitation sei gegen sie ins Werk gesetzt worden. Die I rhkiiiische Presse (bis auf eine) nehme keinen, auch noch so I sachlich gehaltenen Artikel für die Weinsteuer auf. Bei der Agitation wurde hervorgehoben: Ruin der Winzer, Aus- I Milderungen der Weinhändler, Ruin der Weinwirte, lieber- I Dang zum Schnapsgenuß. Der Winzer habe ja die Steuer I gar nicht zu tragen, weil es eine Konsumsteuer sei; die I Steuer zahlt bei 20 Liter und mehr der Empfänger. Das Hauptgeschäft liege zwischen Winzer und Händler, dort werde I ebtr keine Steuer erhoben, sondern erst, wenn der Händler I btn Wein weiter veräußere. Falsch sei der auch vom Finanz- I M^schuß erhobene Vorwurf, man führe inmitten steuerfreier Länder eine Weinsteuer ein und mache so den hessischen Wrin konkurrenzunfähig. Denn wenn auswärtiger Wein in Hejffen eingeführt würde, unterliege er derselben Beteuerung wie der hessische; umgekehrt sei ausgeführter «essischcr Wein steuerfrei. Die Kontrollmaßregel der Vor- uge der Geschäftsbücher sei schon von der Regierung allen gelassen worden. Der Händler habe nur von iei Eröffnung seines Geschäfts der Behörde Mitteilung zu machen und ein besonderes Buch über die Verabfolgung steuerpflichtigen Weines zu führen, in dem eben nur Zahlen stehen. Allerdings solle das Kunstweingeschäft nicht erleichtert werden. Trotzdem habe man von einer Agitation der Kunstweinfabrikanten aus naheliegenden Gründen nichts i gehört. Gerade diese seien die gefährlichen Konkurrenten ! des- Winzerstandes. Der Hersteller von Kunstwein müsse die Weinsteuer mit 5 Pfg., die Fabrikatsteuer mit 6 Pfg. 1 zahlen und einen Erlaubnisschein für 50 Mk. lösen, wodurch ( er sich als Fabrikant erkläre. Nicht der Weinhandel, | sondern der Kunstwein ist einer Kontrolle unterworfen. — Die Sonderinteressen der Weininteressenten seien nicht so schwer, daß das Interesse der Allgemeinheit zurückstehen muffe. Wir müssen derer gedenken, die unter drückendem | Struerjoch leben, und dazu gehören vor allem die ober- hesssischen Bauern. Darum kann man die Forderung stellen, daß die Abgeordneten Oberhessens und Starkenburgs die Interessen ihrer Wähler ebenso vertreten, wie diejenigen Rheinhessens. — Reicher Beifall lohnte dem Redner für seine anderthalbstündigen, trefflichen, klaren Ausführungen deren Inhalt wir mit Rücksicht auf den zu Gebot stehenden Raum nur kurz andeuten konnten. Nach einer kurzen Pause eröffnete der Vorsitzende, Herr Prof. Dr. Wimmenauer die Diskussion. In Beantwortung der von Herrn Landgerichtsdirektor Schäfer gestellten Fragen teilt Herr Gllässing mit, die Einkommensteuer sei progessiv von 1,69 Prozent bis 4,5 Prozent und führe so bedeutend höher als früher; bei der Vermögenssteuer sei außer der erwähnten erstmaligen Deklaration freiwillige Deklaration vorgesehen, ! geschehe diese nicht, dann schätze die Veranlagungskommission tu. Der Pflichtige kann reklamieren und zwar in mehr Instanzen als bisher, nämlich bis zum Verwaltungsgerichtshof. Bei Weinbezügen unter 20 Liter sei der Abgeber steuerpflichtig. — Nachdem Herr Dr. Korne mann sich gegen die Art der gegen die Weinsteuer betriebenen Agitation gesandt und Herr Steuerrat Bähr einige Aufklärungen gegeben hatte, fragte Herr Vaubel an, ob es richtig sei, daß, wie man ihm gesagt habe, den Gemeinden das Recht ^gesprochen würde, das nocheinmal zu versteuern, was in cnDeren Gemeinden bereits versteuert sei. Herr Gl äs sing versichert, eine derartige Bestimmung bestehe nicht. Nach einigen weiteren Bemerkungen des Redners auf Animgen des Vorsitzenden wird die Sitzung geschlossen.
x Grünberg, 13. März. Am Samstag abend gegen 11 Uhr gewahrte man auf der Westseite der Stadt Feuer- sch e i i'. Ein an der Göbelnröder Chaussee auf der „Lehm- lautc" sitzender Strohhaufen war auf bis jetzt unaufgeklärte Seife in Brand geraten und wurde vollständig eingeäschert. Glücklicherweise hatte der Geschädigte das Stroh mit etwa 250 Mk. versichert, sodaß der Schaden nicht sehr bedeutend stm dürfte.
Q Stangenrod, 13. März. Auch die hiesige Gemeinde beabsichtigt die E r b a u u n g eines neuen Schulhauses. Das Gebäude soll in den Schulgarten zu stehen kommen. Nach itr Vollendung der Kreisstraße Grünberg-Stangenrod wird »vrnussichllich mit den Bauarbeiten begonnen werden. — Gide dieses Monats verläßt Herr Lehrer Lentz unsere Gemeinde, um die ihm übertragene erste Lehrerstelle zu Geeilshauscn zu übernehmen. Die Gemeindeglieder sehen dem tüchtigen, pflichttreuen Lehrer nur ungern scheiden.
§ Aus dem Vogelsberg, 13. März. Noch vor seiner chronomischen Anmeldung ist der Frühling eingekehrt mitt dem gestrigen Sonntage. Heller Sonnenschein, klar blaauer Himmel, warme Luft, trockne Wege, das Läuten der Schneeglöckchen in den Gärten, die ersten Veilchen unter
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sitzende, Landgerichtsrat Dr. Möbius bemerkt, daß die Ehefrau Weitzel von ihrem Mann häufig und schwer mißhandelt sei, und daß dieselbe, um dem ein Ende zu machen, die Anzeige erstattet habe, lediglich um damit ihren Peiniger los zu werden. Bei der Beweisaufnahme verweigert die Ehefrau des Angeklagten chre Aussage. Die Vernehmung der Zeugen ergiebt das schon Gesagte, besonders, daß der Angeklagte seine Frau häufig bedroht, er werde sie tot stechen.
_______________________(Schluß folgt.)_______________________
Gingesandt.
Gieße«, 14. März 1899.
Am heutigen (Dienstag) abend findet die Benefiz-Var« stellung einer Schauspielerin statt, welche nun seit drei Jahren an der hiesigen Bühne in hervorragender Stellung thätig ist. F äulein Würdig, unsere erste Liebhaberin, hat während ihre« hiesigen Wirkens ihr großes, von allen bedeutenden Gästen, mit denen sie zusammen spielte, anerkanntes Talent immer durch fle htges Studium ihrer Rollen unterstützt, und unS auf diese Weis« eine ganze Reihe musterhafter Leistungen geboten. Deshalb mochten wir hier den Wunsch ausdrücken, daß ihr beute abend unser Publikum durch recht zahlreichen Besuch ihrer Benefiz Vorstellung danke, als welche sie sich ein so hochbedeutsames Werk, die „Frau Marie" Ritter«, ge- wählt hat. JL
Verkehr, Km- und Volkswirtschaft.
Gießen, 14. März. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.80-0.95, Hühnereier per St 5—6 H, 2 St. 10—11 Enteneier per St. 6—7 Ganse- । ein per St. 11—13 H, Käse 1 St. 5—8 H, Käsematte per St. 3 4, Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar X 0.80—1.00, Hühner per St. X 1.20-1.70, Hahnen per Stück X 1.30-2.00, Enten per St. X 1.80-2.40, Gänse per Pfund X 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 62—64 <4, Schweinefleisch per Pfd. 68—76 Schweine
fleisch, gesalzen, per Pfd. 80 4, Kalbfleisch per M-. 64—«« Hammelfleisch per Pfd. 50-70 Kartoffeln per 100 Kilo 5^0 bw 6.50 X, Weißkraut per St. 00-00, Zwiebeln per Ctr. X 8.00—9.00,
Dauer "der * Marktzeit von 8 Uhr Morgens bis 2 Uhr Nach« mittags. Während der ersten 8 Stunden der Marktzeit darf tm Umherziehen nicht feilgeboten werden.


