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1899
Freitag den 13. October
Gießener Anzeiger
General-"Anzeiger
Anrts- und Anzeigeblntt für den Ttveis Gieren
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Sanehet Anzeigen zu der uachmittag» für de» ^cheudr» Laß erscheinenden Nummer M vor». 16 Uhr.
ÄtheftUn, »Spedition und Druckerei:
Kch«tßratze Nr. 7.
303, Liegnitz 309, Beuchen in Schlesien 342, Mülheim a. Rh. 356, Borbeck in Rheinpreußen 329, Schwerin in Mecklenburg 314, Oberhausen in Rheinpreußen 350, Gelsenkirchen in Westfalen 367, Rheydt in Rheinpreußen 388, Kattowitz in Schlesien 321, Recklingshausen in Westfalen 317, Malstatt Bürbach in Rheinpreußen 323, Stolpe in Pommern 307, Herne in Westfalen 360, Buer in Westfalen 323, Lüdenscheid in Westfalen 357, Langendreer in Westfalen 323, Neustadt in Ober-Schlesien 340, Wattenscheid in Westfalen 308. Zwischen 200 bis 300 Einwohner kommen auf eine Wirtschaft in 66 Gemeinden, darunter z. B. München 200, Leipzig 254, Köln a. Rh. 234, Chemnitz 237, Elberfeld 226, Barmen 278, Krefeld 228, Duisburg 281, Bochum 275, Potsdam 233, M.-Gladbach 247, Bielefeld 255, Rostock 278, Gleiwitz in Schlesien 249, Hildesheim 284, Mülheim a. d. Ruhr 245, Graudenz 286, Wilhelmshaven 279, Gr. Lichterfelde 218, Staßfurt 265, Kalk b. Köln 277, Wald b. Solingen 204 und Giebichenstein b. Halle a. d. Saale 289. In den übrigen 147 Gemeinden, kommen auf eine Wirtschaft 100 bis 200 Einwohner.
Hinsichtlich des Zahlungsbefehles bringt das neue Bürgerliche Gesetzbuch in Verbindung mit den gleichfalls am 1. Januar 1900 in Kraft tretenden Abänderungen der Zivil-Prozeß-Ordnung auch eine wesentliche Aenderung mit sich. Nach den bis Ende dieses Jahres geltenden Vorschriften hat der Schuldner, der einen Zahlungsbefehl erhielt, das Recht, binnen einer Frist von zwei Wochen Widerspruch zu erheben. Diese Frist beträgt nach dem neuen Recht nur noch eine Woche.
Schulden 1,424,279 Mk. 77 Pf., somit bleibt bis heute ein reines Vermögen von 99,696 Mk. 73 Pf. Die Kasse arbeitet demnach gegenwärtig mit 11/a Millionen Mark. Nach Verlesung der Rechnung fanden Ersatzwahlen von Ausschußmitgliedern statt, nämlich dreier Mitglieder: für den von hier versetzten evangelischen Pfarrer Schneider, ferner für die verstorbenen Mitglieder Bürgermeister Nasch in Freiensteinau und Bürgermeister Hofmann in Fleschenbach. Für ersteren wurde der jetzige evangelische Pfarrer Zinn gewählt, für die beiden letzteren Bürgermeister Frank in Radmühl und der Landwirt Hofmann in Fleschenbach. Fsrner wurde noch ein Ausschuß Ersatzmitglied für den jetzt zum Ausschußmitglied gewählten Bürgermeister Frank in Radmühl, welcher seither erstere Stelle bekleidete, gewählt. Sämtliche Gewählte nahmen die Wahl an, und dankte jeder in einer kurzen Ansprache dafür den Mitgliedern. Der 4. Punkt der Tagesordnung, Verwilligungeu zu gemeinnützigen Zwecken, wurde insofern abgelehnt, als keine neue Verwilligungeu angenommen wurden, sondern nur die seither bestehenden Verwilligungeu zu gemeinnützigen Zwecken, welche alljährlich sind, wurden aufrechterhalten, nämlich: 1) für die Gewerbeschule in Herbstein 50 Mk., 2) für das Krankenhaus in Lauterbach 250 Mk., 3) für die Krankenpflege durch die Schwester in Herbstein 100 Mk. Nur eine einmalige Ausgabe ist schon früher bewilligt worden, nämlich 20,000 Mk. für den Bahnbau der Strecke Lauterbach— Gedern. Allgemein blickt unsere Kasse auf eine große Thätigkeit und Dankbarkeit seitens der Bevölkerung zurück, deren sich nur wenige Kassen zu erfreuen haben, auch dürfte es eine der größten in Oberhessen sein.
Blofeld (Wetterau), 11. Oktober. Vorgestern abend ereignete sich hier ein schrecklicher Unglücksfall. Der 53jährige verheiratete Dienstknecht I. Lißmann stürzte beim Strohherunterwerfen von dem Scheuergerüste seines Arbeitgebers in die Tenne herab, woselbst er dann bewußtlos und am Kopfe schwer verletzt aufgefunben wurde; der Verunglückte erlag in der Nacht noch dem erlittenen Schädelbruch. Die Teilnahme für die schwergeprüften Hinterbliebenen des Getöteten ist allgemein.
W.V. Vom westlichen Vogelsberge, 11. Oktober. Im vergangenen Sommer trat in unseren Wiesengründen, als gerade das Heugras gemäht war, eine Ueberschwemmung durch wolkenbruchartige Regen ein, wodurch empfindlicher Schaden ungerichtet wurde. Den Steigerern in den Gemeinden Nidda, Kohden und Geiß-Nidda ist im Verhältnis zu dem erlittenen Schaden der namhafte Betrag von nahezu 700 Mark erlassen worden.
BadNauheim, 11. Oktober. Durch alle Zeitungen läuft
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Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 12. Oktober 1899.
•• Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Tot- geborenen, betrug in der Woche vom 19. bis 25. September in Mainz 29, in Darmstadt 26, in Offenbach 12, in Worms 14 und in Gießen 13, zusammen 94, darunter 43 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr und 1000 Einwohner kamen auf Mainz 18,7, Darmstadt 19,5, Offenbach 14,7, Worms 19,4 und auf Gießen 27,6. — Die Todesursache anbelangend, verstürben an Rachenbräune (Diphtherie) 2 (je 1 in Darmstadt und Offenbach), an Keuchhusten 1 (Mainz), an Unterleibstyphus 1 (Worms), an Diarrhöe und Brechdurchfall 14 (4 in Mainz, 2 in Darmstadt, 6 in Worms, je 1 in Offenbach und Gießen), an Lungenschwindsucht 8 (je 2 in Mainz, Darmstadt und Gießen, je 1 in Offenbach und Worms), an akuten entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 5 (1 in Mainz, 4 in Darmstadt), an Gehirn-Apoplexie 2 (je 1 Darmstadt und Offenbach), an sonstigen Krankheiten 57 (21 in Mainz, 16 in Darmstadt, 6 in Offenbach, 5 in Worms, 9 in Gießen); gewaltsamen Tod erlitten drei Personen (2 in Offenbach, 1 in Worms).
E. H. Kürzlich hat daS statistische Amt der Stadt Dortmund das 3. Heft seiner Mitteilungen veröffentlicht, enthaltent: Die Gast- und Schankwirtschaften in den deutschen Gemeinden mit mehr als 15000 Einwohnern nach dem Stande vom November 1898, auf Grund amtlicher Angaben der zuständigen Behörden. Es sind das 261 Gemeinden, von denen eine nicht geantwortet hat. In diesen entfallen auf je eine Wirtschaft — sämtliche Kategorien derselben, auch die Kleinhandlungen mit Branntwein, ineinander gerechnet — weniger als 100 Einwohner in 9 Gemeinden: St. Johann bei Saarbrücken 70, Bremerhaven 72, Zerbst in Anhalt 84, Göppingen in Würtem- berg 86, Erlangen 93, Mainz 93, Kaiserslautern 98, Gießen 99, Schleswig 99. Mehr als 400 Einwohner kommen auf eine Wirtschaft in: Löbtau in Sachsen 944, Zaborze in Schlesien 930, Lipine in Schlesien 638, Beeck in Rhein- preußen 635, Ueckendorf in Westfalen 594, Schalke in Westfalen 511, Altendorf in Rheinpreußen 500, Altenessen in Rheinpreußen 495, Meiderich in Rheinpreußen 480, Langenbielau in Schlesien 471, Essen in Rheinpreußen 457, Königshütte in Schlesien 434, Passau in Bayern 427, Allenstein in Ostpreußen 425 und Jersitz in Posen 408, also in 15 Gemeinden. Zwischen 300 und 400 Einwohner entfallen auf eine Wirtschaft in 22 Gemeinden, nämlich in: Düsseldorf 393, Dortmund 329, Kiel 304, Karlsruhe i. B.
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statt. Seit Bestehen hat genannte Kasse schon sehr segensreich bei reich und arm in unserem Amtsgerichtsbezirk gearbeitet, resp. gewirkt. Nach Eröffnung der Versammlung durch den Direktor, Herrn Oberamtsrichter Weiffenbach, erstattete derselbe den Rechenschaftsbericht. Sodann fand durch den Rechner, Herrn Moritz, die Abhör der Rechnung pro 1898 statt. Der Reingewinn beträgt im vergangenen Jahre 1339 Mk. 79 Pf., welcher Betrag etwas zurückgeblieben gegen frühere Jahre, wo mitunter sich das Mehr pro Jahr um 5 bis 6000 Mk. gestellt hat. Der diesjährige niedere Reingewinn erklärt sich meistens aus dem Sinken der Kurse in Wertpapieren, welches sich jedoch auch wieder erhöht. Nach der 1898er Rechnung beträgt das gesamte Vermögen 1,523,976 Mk. 50 Pf., dagegen die gesamten
X Herbstein, 9. Oktober. Heute vormittag 10 Uhr fand im Saale der Gastwirt Kübel Witwe hier die ordentliche General-Versammlung der schon 40 Jahre bestehenden Spar- und Leihkasse Herbstein
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Fernsprecher Nr. 51.
Feuilleton.
* Der Kaiser als Ehestifter. Auf der Reise nach Kiau- tschou befindet sich gegenwärtig ein junges Mädchen aus Clausthal a. Harz, ein Fräulein Strauch. Sie hat die Reise unternommen, um sich mit ihrem Bräutigam zu verheiraten. Letzterer gehörte als Matrose dem Kiauschou- Besatzungs-Detachement an. Nach Vollendung seiner Dienstzeit gelang es ihm, in der jungen deutsch-chinesischen Kolonie eine seste Anstellung zu erhalten; er bat seine Braut zu ihm nach Kiautschou zu kommen, woselbst die Hochzeit stattfinden sollte. Fräulein Strauch war hierzu natürlich sofort bereit; da aber die Vermögensverhältniffe der Eltern eine so weite Rese nicht gestatteten, wandte sie sich mit einem Gesuch kurz entschlossen an den Kaiser und bat den Monarchen um Bewilligung der Kosten für die Ueberfahrt zu dem erwähnten Zwecke. Der Kaiser ließ der jungen gemütvollen Dame sofort ein größeres Geldgeschenk aus seiner Privatschatulle überweisen, mittels dessen sie nunmehr die Reise nach ihrer zukünftigen Heimat angetreten hat.
* Der Salonwagen des verstorbenen Fürsten Bismarck, den bet „Verein Deutscher Eisenbahn-Verwaltungen" dem Altreichskanzler in den siebziger Jahren zum Geschenk machte, und der auf allen deutschen Bahnen Fahrfreiheit genoß, sollte, wie es vor längerer Zeit hieß, dem Germanischen Museum zu Nürnberg als geschichtliches Gedenkstück überwiesen werden. Dieser Plan ist anscheinend aufgegeben, denn wie man schreibt, wird der Wagen, der in den regelmäßigen Zügen nicht mehr zu verwenden ist, abgebrochen. Einzelne Teile, wie z. B. das prächtig eingerichtete Schreibzimmer, werden dem Schönhausener Bismarck-Museum überwiesen.
* Die Doppelgänger hoher Fürstlichkeiten. Bekanntlich heißt es, daß jeder Mensch einen Doppelgänger hat, daß die Natur jede „Menschenausgabe" immer gleich in zwei Exemplaren gleichzeitig herausgiebt. Wie weit das richtig ist, läßt sich natürlich nicht tontrolieren; sonderbar aber ist es, daß man bei denjenigen, die sozusagen an der Spitze der Völker marschieren, die man überall kennt und auf die sich das allgemeine Interesse konzentrirt, bei den gekrönten Häuptern notorisch in den meisten Fällen Doppelgänger nach- weisen kann. Vor allem, was uns am meisten interessiert, auch Kaiser Wilhelm II. hat einen Doppelgänger, aber keinen deutschen. Es ist ein englischer Artillerieoffizier, der dem deutschen Herrscher äußerlich zum Verwechseln ähnlich sieht, die hervorragenden geistigen Eigenschaften des Monarchen aber nicht besitzen soll. Noch viel auffallender ist die Aehn- lichkeit, die eine Krankenpflegerin mit der Kaiserin Friedrich aufweist. Jeder, der die Kaiserin nicht genau kennt, dürfte die Kaiserin und die Krankenpflegerin kaum unterscheiden können. Selbst in der Art, sich zu kleiden, tritt der gleiche Geschmack hervor, obwohl man der Pflegerin durchaus nicht den Vorwurf machen kann, ihre hohe Doppelgängerin absichtlich kopieren zu wollen. Eine nicht weniger auffallende Aehnlichkeit mit der Prinzessin von Battenberg hat eine Engländerin, die natürlich darauf nicht wenig stolz ist und durch ihre Kleidung diese Aehnlichkeit noch nach Möglichkeit hervorzuheben sucht. Eine bekannte Thatsache ist ferner die Aehnlichkeit des Zaren und des Herzogs von Connaught, die sich dabei nicht nur auf das Aeußerliche beschränkt. Die beiden innig befreundeten Fürsten sind sich auch im Charakter sehr ähnlich. Manch lustiges Vorkommnis, das der Herzog von Connaught erzählen kann, ist auf diese Aehnlichkeit mit seinem Kaiserlichen Cousin zurückzuführen. Die Ehre aber, der Doppelgänger dieser beiden fürstlichen „Doppelgänger
zu sein, genießt nicht nur ein Kanonier der britischen Marine, sondern auch ein Agent einer Brauerei. Eine ganze Reihe von Doppelgängern hat der englische Thronfolger. So könnte sich ein Farmer, der nicht weit von Sandringham seine Besitzung hat, sehr gut für den Prinzen von Wales ausgeben, und ein Friedensrichter, der in der Nähe von Manchester amtiert, könnte als der Zwillingsbruder des Herzogs von Cambridge angesehen werden. Eine für Physiologen interessante Thatsache ist übrigens, daß die Doppelgänger von Fürstlichkeiten meist, was die Denkungsart und die moralischen Eigenschaften anbetrifft, denselben absolut nicht ähneln.
♦ eine eigenartige Wette. Der Baron Sir W. B. gehört zu den Menschen, die lieber ihr Leben lassen möchten, als eine Wette verlieren. Der Baron, auf dessen Gütern zahlreiche Herden weideten, ging nämlich kürzlich die Wette ein, er würde um 7 Uhr abends in einem wollenen Anzug speisen, dessen Wolle an demselben Morgen vom Rücken seiner Schafe geschoren wäre. Der Einsatz war 5000 Mk. Am Morgen des festgesetzten Tages um 5 Uhr ließ der Baron ein halbes Dutzend seiner Schafe holen, sie wurden gewaschen, und drei Männer wurden damit beschäftigt, sie zu verscheren. Die erhaltene Wolle wurde sofort zur Fabrik in Mewbury gesandt, um dort entfettet, dekatiert und getrocknet zu werden, darauf in die benachbarte Fabrik zum Weben und Schwarzfärben geschickt. Alle diese Operationen wurden um halb 4 Uhr beendet. Darauf bestellte man einen Schneider, Zuschneider und sechs Arbeiter, die sogleich ans Werk gingen, um das Kostüm herzustellen. Endlich, pünktlich um 7 Uhr, setzte sich der Baron in dem ver- sprocyenen Anzug zum Diner an die Tafel und steckte entzückt die „wohlverdienten" 5000 Mk. in die Tasche.
♦ Komische Anzeigen. Wenn man sich der Muhe unter-


