Ausgabe 
13.1.1899 Zweites Blatt
 
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land 14582 Einwohner.

Durchschnittlich ist bei einer ein

(Fortsetzung folgt.)

auf eine Postanstalt 1519, in Großbritannien 1906, in Oesterreich-Ungarn 4150, in Frankreich 4536 und in Ruß-

und mit seiner Mütze neben dem Gentleman im Cylinder,

auch hier nimmt keiner von beiden seine Kopfbedeckung ab; _ ....

sind eben beide damit so verwachsen, wie der Hunne I zelnen Postanstalt ein Personal thätig von: 5,5 Personen mit seinem Pferde. ' - .

in Deutschland, 7,5 in Frankreich, 7,2 in Großbritannien, 6,1 in Oesterreich-Ungarn, 1,8 in Rußland und 1,0 in der

Males und MovinMes.

Dad-Nauheim, 11 Januar. Von gut unterrichteter Seite wird demBad-Nauh. Anz." mitgeteilt, daß für die nächste Saison sich wiederum drei neue Aerzte an unserem Platze niederlassen werden.

Büdingen, 10. Januar. Im hiesigen Gewerbeverein hat sich ein Verkehrs-Ausschuß konstituiert, der sich zur Aufgabe stellt, den Handel berührende und überhaupt gewerbliche und kaufmännische Fragen gemeinschaftlich zu besprechen und für Verbesserungen, event. mit Hilfe der Großh. Centralstelle für die Gewerbe in Darmstadt, wirken zu wollen.

Vermischtes.

* Ruhrort, 10. Januar. Auf einem im Hafen liegenden holländischen Getreideschiffe wurden am Samstag bei einer weiblichen Person die schwarzen Pocken festgestellt. Das Schiff wurde sofort vom Hafen in die Ruhrmündung ge­schleppt und unter Quarantäne gestellt.

* Die auf den Nationalfesten geplanten körperlichen Wettkämpfe wurden zunächst von Dr F. A. Schmidt in Bonn in ihren Grundzügen festgestellt und sind dann in einer ausführlichen Beratung durch Turner, Sport- und Spielleute festgestellt und ergänzt worden. (Das Ergebnis dieser Beratung findet sich in Heft 7 der durch den Buch­handel zu beziehendenMitteilungen und Schriften des Reichsausschusses für die Deutschen Nationalfeste", München und Leipzig, Oldenbourg, 70 Pfg.). Die sorgfältig durch­dachte Arbeit des Dr. Schmidt und des technischen Aus­schusses wird auf lange Zeit hinaus die Grundlage bilden, auf der nicht nur die Deutschen Nationalfeste selbst, sondern auch vaterländische Volksfeste überhaupt in veredelter Gestalt sich aufbauen können.

* Zur Frage der Feuerbestattung in Deutschland liegen mehrere bemerkenswerte Beschlüsse vor: In Wiesbaden hat der Magistrat die Summe von 15000 Mk. zur Er­richtung eines Kolumbariums in den städtischen Etat für 1899 eingestellt, vorbehaltlich der Genehmigung der Stadt­verordnetenversammlung. Und in Braunschweig hat der Landtag mit einer an Einstimmigkeit grenzenden Mehr­heit beschlossen, eine Petition des Vereins für Feuer­bestattung der Regierung zur Berücksichtigung zu über­weisen. Die Verstaatlichung der Feuerbestattung wird in Hamburg angestrebt. Die Bewegung wird vor­aussichtlich dazu führen, daß die Kosten der fakultativen Verbrennung erheblich ermäßigt werden, so daß auch Minderbegüterten die Feuerbestattung ermöglicht wird. DieMünchener Medizinische Wochenschrift" meldet: Der ärztliche Bezirksverein München beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 28. v. M. mit der Frage der Feuerbestattung. Dr. R. Franke erstattete ein die Frage nach allen Richtungen hin beleuchtendes Referat. Nach eingehender Diskussion, welche erkennen ließ, daß die Münchener Aerzte mit über­raschender Einmütigkeit die Ueberlegenheit der Feuerbe­stattung gegenüber dem Begräbnis anerkennen, wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:Die Feuer­bestattung besitzt iu gesundheitlicher und ökonomischer Be­ziehung wesentliche Vorzüge vor dem Begräbnis, zur Not­wendigkeit wird sie in Zeiten verheerender Volksseuchen. Darum spricht sich der ärztliche Bezirksverein München für die alsbaldige Erbauung von Leichenöfen, so vor allem in München, aus und für die fakultative Benützung der­selben."

* Die Wohnungsfrage tarnt auch von den Kommunen aufs beste gelöst werden. Das beweist trotz allem Gerede, diese Aufgabe müsse privaten Gesellschaften überlassen bleiben, das Beispiel der Stadt Freiburg i. Br. Von 1896-1897 hat dieselbe 48 Häuser mit 168 Familien­wohnungen unter einem Aufwand von 630000 Mk. Her­stellen lassen. Zur Zeit besitzt sie ca. 200 Wohnungen, die sämtlich vermietet sind zu einem Preise von monatlich 3035 Mk. Die Wohnungen zu 3035 Mk. sind drei- zimmerig mit Küche, Keller, Speicher, dazu hat der Mieter ein Recht auf Waschküche und Badezimmer. Die Bewohner der Häuser sind z. Z. 47 gewerbliche Arbeiter, 39 Eisen­bahnangestellte, 28 staatliche und sonstige Beamte, 16 Tag­löhner, 9 Fabrikarbeiter, 10 Händler, 10 Witwen und ledige Frauenspersonen, 4 ohne Beruf. Für die Förde­rung des Baues von Arbeiterwohnungen bewilligte die Jnvaliditäts-Versicherungs-Anstalt Westfalen kürzlich eine Million. Es ist im letzten Jahrzehnt im einzelnen viel zur Hebung der kleinen Wohnungen geschehen. Noch freu­diger aber ist es zu begrüßen, daß sich im Mai d. I. ein VereinReichswohnungsgesetz" gebildet hat. der Schritte thut, die allgemeine Verbesserung der Wohnungsverhältnisse auf dem Wege der Gesetzgebung herbeiführen zu lassen.

* Der Weltpostverkehr im Jahre 1897. Die kürzlich zur Ausgabe gelangte Statistik der deutschen Reichs' Post- und Telegraphen-Verwaltung enthält auch eine Uebersicht über den Post- und Telegraphenverkehr der Länder Europas I im Kalenderjahre 1897, die in ihren Einzelheiten manches I Interessante bietet. Es geht daraus hervor, daß unter I diesen Ländern Deutschland die meisten Postanstalten besitzt, I das zahlreichste Postpersonal unterhält und die größte Zahl I von Postsendungen befördert hat; ihm zunächst steht Groß- I Britannien, das von allen Ländern die meisten Briefe ab­gesandt hat, dann folgt Frankreich, Oesterreich-Ungarn und I Rußland. Das Verhältnis der Postanstalten zur Ein- I wohnerzahl ist am günstigsten in der Schweiz, wo auf 848 I Einwohner eine Postanstalt entfällt; in Deutschland kommen

habe ich seit zwei Monaten das europäische Rußland bereist, i um mich zu überzeugen, was dort geschieht, um den hohen Gedanken des Völkerfriedens zu verwirklichen. Ich finde I zunächst, daß fein Mann von der Südwestgrenze zurückge- I zogen worden ist. Auf den Flottenwerften in Petersburg, Sebastopol und Nikolajew arbeitet man mit fieberhafter I Eile an der Vollendung der in Arbeit befindlichen Aufträge. I Man sieht die Wirkung an den zahlreichen Ankündigungen | über den bevorstehenden Stapellauf neuer Schiffe im Früh- I jahr. Sowohl der Kriegsminister als der Marineminister haben während der letzten, sechs Wochen besondere Besichti- I gungsreisen nach allen wichtigeren Heeres- und Flotten- I punkten unternommen, und in keinem Falle wurde die Ge- I legenheit versäumt, den verschiedenen Offizieren ihrer Dienst- I zweige dringend die Notwendigkeit lebhafter Beschleunigung I der Heeres- und Flottenvorbereitungen ans Herz zu legen. I Was noch bemerkenswerter ist, ich habe zu meinem Bedauern I nicht in einem einzigen russischen Blatte auch nur ein ein- I ziges Wort gelesen, daß einer der beiden Minister auf diesen Dienstreisen die Hoffnung auf das Gelingen der Friedens- I pläne seines kaiserlichen Gebieters zum Ausdruck gebracht I hätte. Auch habe ich nicht vernommen, daß mündliche Aenßernngen dieser Art gefallen wären. Die Zahl der für Flotte und Heer im Oktober und November ausgehobenen und eingestellten Mannschaften überschreitet die höchste Ziffer irgend eines vorhergegangenen Jahres. Die Verstärkungen, I die aus dem europäischen Rußland nach dem fernen Osten I abgehen, werden so rasch befördert, als Beförderungsmittel nur aufzutreiben sind. Wie die Ausrüstung und Bewaff- I nung von Port Arthur und Wladiwostok beeilt wird, ist I von Ihren dortigen Berichterstattern verschiedentlich hervor- I gehoben worden. Vergangene Woche gingen wieder weitere | Mannschaften sowie Materialsendungen von Odessa ab, und I heute verließ ein weiterer Kreuzer der Freiwilligenflotte den I Hafen Sebastopol, um sich nach den gleichen Bestimmungs­orten zu begeben. Und so schreitet die Verstärkung fort mit I eintöniger Regelmäßigkeit. Dabei wird amtlich mitgeteilt, I daß die centralasiatische Bahn nunmehr bis Kuscht vollendet I ist, und bis weniger als hundert englische Meilen von Herat I und kaum sechs Meilen bis zum nächsten afghanischen Grenz- I posten reicht, während gleichzeitig eine starke Streitmacht I am Ufer des Kuschk zusammengezogen worden ist. Der Bau I der zahlreichen kaukasischen Bahnlinien wird mit großer Schnelligkeit betrieben und kein Hehl daraus gemacht, daß die Mehrzahl ausschließlich strategische Bedeutung besitzt. | Auch ist die Zahl der Mannschaften an der russisch-türkischen Grenze im Kaukasus entlang in den letzten paar Monaten erheblich vermehrt worden.

Afrika. Nach weiteren Nachrichten Über die Nieder- I läge, welche die Truppen des unabhängigen Kongostaates I bei Kabambarre erlitten haben, war Kaliambarre, der | Hauptort des Bezirks, von 800 Mann verteidigt, welche zu | den Feinden übergingen. Fünf Weiße fielen im Kampfe, I und nach der Niederlage verbreitete sich eine wahre Panik. I Die Verwundeten mußten wegen der herrschenden Ver- I wirrung weite Strecken zurücklegen, ehe ihnen Pflege zu I teil werden konnte. Zwei Geschütze, Schießbedarf und I Gepäck, sowie 14 Weiße fielen in die Hände der Auf- I ständischen. Der Generalgouverneur Wangermpe befand I sich, als die Nachricht von der Niederlage ihm zuging, bei den Kongofällen und beabsichtigte, den Fluß aufwärts^ bis Nyangwe vorzurücken, um selbst den Befehl über die I Truppen in Manyema zu übernehmen. Für das Ansehen | der Weißen wie auch des Kongostaates in jener Gegend I Afrikas dürfte die vernichtende Niederlage eine sehr schwere I Einbuße bedeuten. nicht, daß dieser gegenwärtige Zustand in Deutschland wohl I hauptsächlich in den außerordentlich geringen Geldmitteln I seine Ursache hat, die unseren Volksbibliotheken zur Ver- I fügung gestellt sind. Es soll nur eine Mahnung sein, I alles zu thun, um aus diesen Zuständen herauszukommeu, I und, wenn die pekuniäre Lage der Volksbibliotheken sich I bessert, mit jener Praxis vollständig zu brechen; eine Volks- I bibliothek soll eben keine Anstalt sein, die aus den milden I Beiträgen einzelner unterhalten wird, sie darf überhaupt I nicht den geringsten Anklang an eine Wohlthätigkeitsanstalt I bieten, sondern sie muß eine gemeinnützige Anstalt sein, von I der Gesamtheit unterhalten und für die Gesamtheit be- I stimmt, die für jede Schenkung dankbar sein wird, aber nicht bei den Buchhandlungen um unentgeltliche Zuwendung von Büchern und bei den Redaktionen um ein Freiexemplar bittet.

Doch kehren wir 511 unserer Wanderung durch die public libraries zurück. Von dem news-room gelangen wir entweder in das Ausleihebureau oder in einen anderen Lesesaal, der für Zeitschriften nur in kleineren Biblio- I thcken, namentlich in Filialen, liegen diese mit in dem Zeitungslesesaal auf und für die Nachschlagebibliothek bestimmt ift. Hier finden wir auf den die Mitte des Saales füllenden Tischen in handfesten Ledermappen die wichtigsten englischen Zeitschriften, und zwar sowohl Unterhaltungs­zeitschriften, Witzblätter (wie den allbekanntenPunch), wie auch die ausgezeichneten englischen Revuen (reviews 1, um die wir das Jnselreich fast beneiden könnten; besitzen wir doch bei all unserem Reichtum an Zeitschriften keine einzige, die eine so ausgezeichnete Uebersicht über alle die wichtigeren Bewegungen der Gegenwart ermöglichte, wie eine ganze Reihe dieser englischen reviews.

Auch dieser Lesesaal wird, wie der Zeitungslesesaal, von den Angehörigen aller Stände benutzt, wenngleich der Prozentsatz der höheren Stände hier wohl größer ist; auch hier sieht man den Arbeiter in seinem Arbeitsrock

Türkei. Berücksichtigt man die Gesamtzahl der in bfcn einzelnen Ländern aufgelieferten Postsendungen im Ver­hältnis zur Bevölkerungsziffer, so entfallen auf einen Ein­wohner: in der Schweiz 104, in Deutschland 76, in Belgien 64, in Frankreich 52, in Oesterreich Ungarn 28, in Rußland 4% und in der Türkei V2 Stück (England hat keine Angaben geliefert). Daß die kleine Schweiz allen anderen Ländern bei diesem Verhältnis weitaus voraussteht, erklärt sich aus ihrem großen Fremdenverkehr. Wie sehr übrigens auch der erst in neuester Zeit zu großartiger Ent­wicklung gelangte Ansichtskarten-Sport dabei mitgewirkt hat, läßt sich daraus schließen, daß noch im Jahre 1890 nur

4 aufgelieferte Sendungen auf einen Einwohner in die Schweiz entfielen. Im Postanweisungs- und Postpaket-Ver­kehr nimmt, was die Stückzahl der Sendungen betrifft, Deutschland die weitaus erste Stelle ein; übertroffen wird es nur hinsichtlich des Prozentsatzes der Postpakete zur Einwohnerzahl von der Schweiz; dort gilt für Postpakete ,is 20 Kilogramm ein sehr niedriger Tarif, was bet der geringen Ausdehnung des Gebiets begreiflich ist. Die größte Anzahl von Wertbriefen weist Rußland nach; der Grund liegt darin, daß Rußland einen Postanweisungsverkehr erst eit dermal. Januar 1897 eingeführt hat, während die Statistik die Zahlen für 1897 angiebt. Staats-Telegraphen- Anstalten zählt Deutschland 17 652, Frankreich 8142, Groß- )ritannien 7904, Oesterreich-Ungarn 3949, Rußland 2319; eine Telegraphen Anstalt entfällt: in Deutschland auf 24,4 Quadratkilometer, in Frankreich auf 45,1, in Großbritannien auf 31,1, in Oesterreich-Ungarn auf 87 und in Rußland auf 4576 Quadratkilometer. Die Länge der Staats-Tele­graphenlinien beträgt in Deutschland 141 068, in Frankreich 94828, in Großbritannien 66 140, in Oesterreich-Ungarn 54207 und in Rußland 130024 Kilometer. Die meisten Telegramme (aufgegeben, eingegangen und durchgegangen) wurden in Großbritannien befördert, nämlich rund 82 Mil- ionen, in Frankreich 45, in Deutschland 40, in Oesterreich- Ingarn 21 und in Rußland 15% Millionen. Auf 100 Einwohner entfallen aufgegebene Telegramme: in Groß- mtannien 196, in Frankreich 103, in Deutschland 64, in Oesterreich-Ungarn 32 und in Rußland 10.

* Aus Kiautschou. Ein aus Ts in tau eingetroffener Privatbrief eines Soldaten des dritten See-Bataillons in Kiautschou enthält folgenden Bericht:Eine abwechselungs­reiche Woche liegt hinter uns. Die Stille unseres Alltags­lebens wurde am 15. Oktober, morgens 8 Uhr, durch dröh­nenden Salut unterbrochen. Zwei russische Panzer erster Klasse,Rossia" undDimitri Donskoy", waren am Abend vorher eingelaufen mit Sr. k. H. Großfürst Kyrill und Admiral Duwasoff an Bord. An der Landungsbrücke stan­den für die russischen Gäste Pferde bereit und es wurden die verschiedenen Lager abgeritten in Begleitung des Prinzen Heinrich von Preußen und der Offiziere unserer Garnison. Gegen 11 Uhr gelangten die Herren in das Artillerielager, wo die Feldbatterie, mit Maultieren bespannt, zur Besichti­gung zu Ehren der russischen Gäste bereit stand. Es wur­den von der Batterie verschiedene Bewegungen ausgeführt; das flotte Manövrieren erregte allgemeine Bewunderung. Als Glanzpunkt des Ganzen muß wohl der Parademarsch im Galopp bezeichnet werden, den Prinz Heinrich zum Schluß den Gästen vorführen ließ. Man konnte von einer Feld­batterie zu Hause eine bessere Leistung nicht verlangen. Dem Führer der Batterie, Leutnant Frhr. v. Bodmann, der an Stelle des erkrankten Batteriechefs, Hauptmanns v. Plönnies, das Kommando führte, sowie den Mannschaften wurde vom Prinzen Heinrich die höchste Anerkennung für die vorzüglichen Leistungen ausgesprochen. An dem darauf folgenden Sonn­tag Nachmittag halb 3 Uhr fand die Eröffnung der dies­jährigen Jagdzeit statt. Es war ein stattliches Feld: Der Großfürst, der russische Admiral, die Kommandanten und Offiziere der russischen und deutschen Kriegsschiffe, sowie das hiesige Offizierkorps. Flott und schneidig wurde die Jagd geritten und zu Ende geführt. Als Sieger aus dem Kampfe, der sich nach dem letzten Hindernis um den Fuchs­schweif entspann, ging Großfürst Kyrill hervor. Als Preis erhielt Se. kais. Hoheit einen prachtvollen silbernen Pokal. Ein dreifachesHipp, Hipp, Hurrah!", das dem Sieger galt, brauste über den Exerzierplatz. Dann wurden vom Prinzen Heinrich an die Teilnehmer Eichenzweige verteilt, die die Herren sich an die Brust steckten. Die Jagd wird Allen, die daran teilgenommen haben, eine fröhliche Erinne­rung au Tsintau fein. Die Abreise der Russen sand eine Stunde später, als beabsichtigt war, statt, lediglich damit sie noch an der Jagd teilnehmen konnten, ein Beweis, daß es ihnen in unserer jungen Kolonie gut gefallen hat. Unter lautem Hurrah und Salut schieden sie gegen 6 Uhr aus der Tsintau-Bucht, während auf dem Truppenberge die Wimpel mit dem WunscheGlückliche Fahrt" gehißt waren . . . . Tgl. Rundsch."

* Das letzte Jahr des Jahrhunderts. Vergilbte Chroniken erzählen, daß gegen das Ende des 17. und des 18. Jahr­hunderts gar heftig darum gestritten worden ist, wann eigentlich das neue Jahrhundert feinen Anfang zu nehmen habe. Diese Fehde scheint sich auch am Ende unsers Jahrhunderts zu wiederholen. Mit einem Tadel an die Thatsache anknüpfend, daß ein hervorragender Anatom in feiner Rektoratsrede im Jahre 1898 die Wahl seines Themas zum Teil damit begründet hat, daß sein Nachfolger das neue Jahrhundert zu begrüßen haben werde, wendet die Berl. Wiffenschaftl. Korresp." sich gegen die Neigung, das neue Jahrhundert mit dem Jahre 1900 zu beginnen, in folgender Ausführung:Der 3. Januar 1899 ist die ver­kürzte Schreibweise für die Thatsache, daß seit der Geburt Christi 1898 ganze Jahre und 2 ganze Tage verflossen sind und daß wir am 3. Januar 1899 vom 1899sten Jahre Öen 3. Tag des 1. Monats hatten. Am 31. Dezember 12 Uhr nachts 1899 erst werden seit dem Ausgangspunkt unserer Zeitrechnung 1899 ganze Jahre abgelaufen fein.

beginnt dann das hundertste Jahr unseres Jahrhunderts,

lieben

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fit »ns M ?el such die Lotste daß die große des neuen Jahr 1900 verbindet, hat vieles fit 1 hinwegjchrerlen- ihr entgegenznl Anatomen lab'

svondenz, wem 1898 als der deutschen Lolke großen Nation und Reichstag als sie einmütii Gesetzbuch mit lassen. Man/ Zeitrechnung n übet die Gebt um mehrere J sächlich wenig Jahr früher od aber theoretisch gar leinen Zwi bringen wirb, b\i nm W jenmb, bah' rührt durch 1 des hohen grauen chroi liebe um ga wir uns b Jahrhunbei Redensart ein Wr e *®er

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