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Gießen, den 3. Januar 1899.
Der Oberbürgermeister: I. V.. Wolff.
M. Schuster, Bonn, Damps°Kaffee«reu«ere,. gegr. 1857,
,u 60, 70, 75, 80, 85, 90 und 95 Pfg. das halbe Pfund.
Verkaufsstelle in Gießenr H. Wallach, Marktplatz 8.
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Bekanntmachung.
Mit Bezugnahme auf die Bestimmung in § 25 der Wehrordnung werden alle im Jahre 1879 geborenen Militärpflichtigen, sowie die tu früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Be- freiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erkalten und entweder in Gießen ihren ges tz'ichen Wohnort haben, oder als ©tubenten. Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirtschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienst boten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die R kru- tierungsstammrolle in der Zeit vom 5. bis 15. Januar d. I. bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden und dab i, wenn fie dahier nicht geboren find, ihren Geburtsschein, und wenn sie bereits bei einer früheren Musterung konkurriert haben, ihren Losungsschein vorzulegen.
Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anmeldung unterlaßen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung u. s. w. für verlustig erklärt werden. Bezüglich d r zur Zeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind bereit Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- oder Fabrikherren zu diesen Anmeldungen ver pflichtet. Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grund des § 32, pos. 2, lit. a, b, c, d, e f und S der Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubringen sind, -da verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden.
das wiederum erst um 12 Uhr nachts des 31. Dezenchers 1900 abschließt. Wir haben also noch bts zum Schluß unseres lieben Jahrhunderts beinahe volle zwet Man hat stets im Gedächtnis zu behalten, daß die Zahlen, durch die wir das Datum auszudrücken pflegen, etgentltch Ordnungszahlen und keine Grundzahlen find, fomit fte 5 uur angeben, der wievielte Tag /m Mona, der wnevte t Monat im Jahr und das wieüielte Jahr seit der Geburt Christi anqefangen hat. Der Kürze wegen pflegt man heute vom Jahr 1899, anstatt vom I899sten Jahre, zu sprechen. Zugegeben, im Borstehenden sei die einzige haltbare Feststellung für den Beginn unserer Zeitrechnung dargelegt, )o bewirkt doch der starke Eindruck der alltäglich sich dem Auge I aufdrängenden Zifferngrnppe, daß die neue Gestalt, in der sie uns nach dem Ablauf des Jahres 1899 plötzlich erscheint, auch die Vorstellung eines wichtigen Abschnitts erweckt, und daß die große Menge, auch der Gebildeten, den Anfang des neuen Jahrhunderts mit dem Eintritt der Zisferngruppe I 1900 verbindet. Diese Macht der praktischen Anschauung hat vieles für sich und darf wohl über theoretische Bedenken hinwegschreiten. Wir wenigstens haben kein Bedürfnis, uns I ihr entgegenzustemmen, und möchten weder den erwähnten I Anatomen tadeln noch auch die Nationalliberale Korre- I spoudenz, wenn sie von dem nunmehr abgeschlossenen Jahre 1898 als dem vorletzten des „Jahrhunderts, das dem deutschen Volke gehört," spricht. Auch die Schöpfer unseres großen nationalen Gesetzgebungswerks sowie Bundesrat I und Reichstag sind von derselben Auffassung ausgegangen, als sie einmütig auf das Ziel hinstrebten, das Bürgerliche I Gesetzbuch mit dem 1. Januar 1900 in Krast treten zu I lassen. Man bedenke überdies, daß das Gebäude unserer Zeitrechnung insofern recht baufällig ist, als die Annahmen I über die Geburt Christi, seine Grundlage, wissenschaftlich um mehrere Jahre schwanken, und daß also auch thalsächlich wenig darauf ankommt, ob dieses Ereignis ein Jahr früher oder später angerechnet ^wird. Möge man sich aber theoretisch entscheiden, wie man wolle — wir haben gar keinen Zweifel, daß die allgemeine Auffassung durchdringen wird, nach der uns das neue Jahrhundert durch die neue Zisserngruppe gebracht wird. Oder glaubt wohl | jemand, daß der verehrliche Herr Publicns, wohlthuend berührt durch die schöne runde Zahl 1900, die Beseitigung des hohen Reizes, in ein neues Säkulum einzutreten, der grauen chronologischen, aber nicht anschaulichen Theorie zuliebe um ganze zwölf Monate hinausschieben wird? Freuen wir uns doch, wenn wir wenigstens den Streit um den Jahrhundertanfang und dazu die fürchterlich wuchernde Redensart vom (oder richtiger von der) fin de sidcle um ein Jahr eher los werden!
* Der Gesundheitszustand in der Stadt Bombay hat sich wieder verschlechtert. Die Sterblichkeit betrug in der letzten Woche 1111 gegen 894 in der vorhergehenden. Davon kommen auf die Pest 220 Todesfälle gegen 154 in der vorhergehenden Woche.
* Ein Deutscher Namens Friedrich Wilhelm Schultze, welcher am 24. November vorigen Jahres in Lüderitz i. Altmark einen Gutsinspektor, der ihn beim Wildern überraschte und zu verhaften suchte, ermordet hatte und am 12. Dezember in London verhaftet war, wurde gestern dem Bow-Street-Polizeigerichte vorgeführt, das seine Auslieferung beschloß.
* Verkehrswesen. Zwischen dem Reichs-Telegraphengebiet und Württemberg sind versuchsweise Doppelgespräche von sechs Minuten Dauer zugelassen worden. Demgemäß ist auch die Ausdehnung einer als Drei-Minuten- Gespräch angemeldeten Unterhaltung über diese Zeit hinaus bis zur Dauer von sechs Minuten in allen Fällen gestattet. Dieselbe Bestimmung gilt vom 15. Januar ab für den Verkehr mit Bayern.
* Eine Sammlung aus dem Jahre 1898. Aus einer Sammlung der dem „N. W. Tagblatt" im Laufe des Jahres 1898 zugegangeneu Manuskripte giebt dieses einige lustige Stichproben. Es sind dem Papierkorb entrissene Stilblüten, Gedankenlosigkeiten, unrichtig angewandte
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* Ae ^artiger Eut- Wmirtt hat, * 1890 nur Mner in die 1 Postpaket-«er- unzen betrifft, grossen wird Postpakete zur i.sur Postpakete . *!- was bei der 'st- Die größte ; lc9.‘ der Grund nngsverkehr erst i- während die ats-Telegraphen- 'ch 8142, Groß- Rußland 2319; hlaud auf 24,4 Großbritannien ld in Rußland -r StaatS-Tele- 8, in Frankreich sterreich-Ungarn r. Die meisten durchgegangen)
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Städtischer Arbeitsnachweis Gießen
Gartenftrahe 2.
Angebot der Arbeitnehmer! i Bäcker, 1 Drechsler, 1 Glaser 1 Bau- scklofier 3 Schneider, 1 Schuhmacker, 2 Taglobner für leichtere Arbeit, 3 Tag- öbner 1 Kellner 2 Fuhrknrchte, 2 Hausburschen, 1 befieres Hausmädchen für Bad-Nauheim 3 Laufftauen, 1 Haushälterin, 1 Büglerin, 1 Schreibgebilfe.
«achkrage der Arbeitgeber: 1 Bäcker, 1 Drechsler, 1 Schuhmacher, 1 Schneider 3 rächt. Bauschreiner, 1 Taglöhner für zeitweise Arbeiten, 3 D'enst- mädchen für Küche und Hausarbeit, 2 Lausfräuen, 8 bis 10 Ausnpperrnnen, 3 b,S 4 Lumpensortiererinnen, 1 Flickfrau.
Bilder, Hyperbeln, komisch wirkende Ideen unD Satzverbindungen und derlei Allotria, wie sie, man glaubt nutzt in welch' reichem Maße, sich unter den Einläufen m einer Zeitungsredaktion geschrieben, hektographiert und selbst gedruckt ansammeln.
Anläßlich des Todes eines hervorragenden Schauspielers schrieb ein Berichterstatter: Der aufgebahrte Künstler sah leider sehr blaß aus. . . -
Aus der Selbstmordchronik: Die Sektion ergab, daß die Unglückliche eine Lehrerstochter war. — Das Touristen- hemd entpuppte sich später als ein Jägerhemd.
Aus dem lokalen Teil: Als er wiederaufwachte, war es Heller Morgen, die Leichen der Eltern hingen tot und starr am Plafond.
Wie häufig unrichtige Bilder angewendet werden, öligen folgende Stilblüten: Der Tod zertrat mit rauher Hand die zarte Menschenblüte. — Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die unselige That durch die ganze Stadt. Der Augarten, diese Oase im Steinmeer der Großstadt. — Auf dem Grabe stand ein vom Zahn der Zeit stark verrostetes Kreuz. — Neben dem Kinde lag ein am Rande des Grabes stehender Greis. ,
Uebertreibungen sind auch nicht selten. Man lese: Den Erlös der gestohlenen Stiefel von 32 Kreuzern hatte der Dieb in lustiger Gesellschaft verpraßt.
Komisch wirkende Satzverbindungen: Im Lelchenhose । des. Allgemeinen Krankenhauses herrschte gestern reges Leben. — Grünenthal war im Jahre 1853 in Schlabeu bei Neuzelle geboren und bis dahin unbestraft. — Mit dem heutigen Tage kann der Raubmord an der 87jährigen Greisin Rissa- weq als beendigt angesehen werden. — Die Dame war seit jener Zeit still und in sich gekehrt, verriet jedoch mit feiner Miene, daß sie sich selbst morden wollte. — Der Saal spaltete sich in zwei Parteien. — So eilte er dahin, der feige Mörder, mit dem Kainszeichen auf der Stirn, verfolgt von den Eumeniden und den rastlos arbeitenden Organen des Schmelzer Polizeikommissariats.
* Die Vorsehung. „Muatta, ’n Data is so schlecht. — „Schauts, Kinder, wia alles guat eing'richf wird! Wenn I jetzt ’n Data net wär übel wor'n, hätten wer z'>wenig Knödeln g'habt z’ Mittag!"__________________________
Meratur, Wissenschaft und Kunst.
— Der Kunstwart, H.'rausgeber Ferd. AvenariuS, Verlag G-org D. W. Callwey, München (vierteljährlich Mk. 2,50, das einzelne Heft 50 Pfg.) Die ^Königsberger Allgem. Ztg." schreibt I über die im abgelausinen Vierteljahr erschienenen Hftte: Auch in dem letzten Quartal bat stch der „Kunstwait" wieder als der „Haus- I freund für Gebildete" bewährt, der er fein will. Alle wichtigeren I Ereignisse auf dem weiten Gebiete der Künste finden ihre ausgiebige Beachtung. Viele hochinteressante und praktisch wertvolle Fragen werden von berufenen Kennern klar und faßlich erörtert. In den I Kunst- und Notenbeilagen, in Mitteilungen von G.dichten und I Prosaschriften wird des Anregenden und Guten viel geboten. Den reichen Inhalt der letzten Hefte auch nur anzudeuten, müsten wir uns versagen. Jndesten möchten wir doch wenigstens auf einiges Hinweisen, was außer der umfassenden Rundschau auf besondere Aufmerksamkeit Anspruch erhebt. Hierzu mochten wir vor allem die I beherzigenswerten und frisch geschrieberen Aufsätze von Schultze, Naumburg „Hebet Kunstpflege im Mittelstände" zäh en. Ferner nennen wir „Die Gefahren der öffentlichen Mustkpflege" von R'ch. Batka, „ZukunstSlyrik?" von Adolf BartelS, „Schauspielkunst und Theaterschulen" von Eugen K-ltschmidt, „Künstlerische Geschenkt, I Kunstphotographie" und anderes mehr. Von den Dichtern, die zu I Worte kommen, heben wir vor allem Otto Ludwig mit einem bisher I noch ungedruckten Romanfragment, die beiven jüngst verstorbenen I Fontane und Konrad Ferdinand Mvyrr, sowie von den L-benden I Flaischlm, Gustav Falke, AvenariuS hervor. In den Kunstbellagen I sind Werke von Dill, Dürer, Richter, Klinger, Hofmann, Leistikow, Hetterich rc. wiedergegeben, unter den Notenbeilagen finden wir Meister wie Jos. Seb. Bach, Robert Schumann, Gustav Mahler, Richard Strauß vertreten.
— Wo man singt, da laß Dich rnhig nieder und wenn Du nicht weißt, uue Du diesen gemütlichen Zustand des Ruhig- niebetlassens für D-ine Nebenmenschen herbeiführen sollst, so erwirb schleunigst Joseph KürschaerS „Frau Musika" (Berlin, H-rmann I LMaer Verlag). Von der Lieferungsausgabe dieses Werkes (20 Hefte ä 60 Pfg. nebst 2 prächtigen Einbanddecken gratis) ift foeben wieder ein Heft erschienen, Ne. 6, das uns mitten in den R ichtum der
Universitäts-Nachrichten.
— Berlin. Am 8. ds. starb hier der Geh. Medtzinalrat Dr. Ernst Gurlt, Professor der Chirurgie an bet hiesigen Universität, im Alter von 73 Jahren. Dem Lehrkörper der Universität gehörte der Verstorbene seit 1853 an. Zuerst Privatdozent, war er seit 1864 außerordentlicher Professor. Zugleich hatte er eine Lehrstelle an der medizinisch chirurgischen Kaiser Wilhelms Akademie inne. Gurlt zählt zu den eifrigsten Vorkämpfern einer geordneten Fürsorge für die Pflege der Verwundeten und Kranken im Felde. Er nahm an den Bemühungen zur Schaffung der Vereine vom Roten Kreuze von ihrem Anfänge an den regsten und thätigsten Anteil. Unter seinen Schriften sind hervorzuheben „Beiträge zur vergleichenden pathologischen Anatomie der Gelenkkronkheiten", „Uebtr die Cystengeschwülste des Halses", „Neber den Tran<-port Schwer verwundeter und Kranker im Kriege", „Milttärchirurgifche Flagm:nte u. s. w. Profeffor Gurlt war seit 1860 Mitherausgeber und Mitbegründer von Langenbecks „Archiv für klinische Chirurgie" und seit 1867 Redakteur der Zeitung „Krtegerheil".
-Würzburg. Professor Hettner in Tübingen, der auf den neuerrtchteten Lehrstuhl für Geographie an der hiesigen Unb versttät berufen war, hat einen Ruf nach Heidelberg erhalten und angenommen.^medizinischen Fakultät ber hiesigen Universität hat sich Dr. Clemens aiS Privatbozent für innere Mebizin unb Dr. Sellheim als Privatdoz.nt für Gynäkologie bflbHitiert -
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