Rennes telegraphiert: Man erfahre jetzt, was der neue Zeuge Villon, Hauptmann aus Lyon, auszusagen hat. Villon war im Februar 1894 in Berlin, wohnte dort im Central- Hotel und hörte ein Gespräch von Offizieren, in welchem die Pläne erwähnt wurden, welche Dreyfus über die Mo- bilisiernng in Frankreich liefere. Ein Offizier sagte, Dreyfus sei zwar französischer Offizier, aber zunächst ein Schurke von einem Juden, der für jede unsaubere Besorgung zu haben sei. — In Rennes spricht man von einem heftigen Konflikt zwischen Casimir Perier und Mercier und von sehr scharfen Worten, mit denen ersterer eine Aussage Merciers beantwortete.
Berlin, 9. August. Nachdem der vorjährige sozialdemokratische Parteittag zu Stuttgart für die diesjährige Zusammenkunft Hannover gewählt, beruft nun die Parteileitung den Parteitag dorthin zum 9. Oktober ein. Auf der „provisorischen Tagesordnung", die nur zehn Punkte umfaßt, steht voran die „Zuchthausvorlage". Außer Erörterungen über Punkt 3 des Programms sind noch besondere Anträge zum Programm und zur Organisation vorgesehen. Der Kernpunkt dürfte indessen in Nr. 7 liegen: „die Angriffe auf die Grundanschauungen und die taktische Stellungnahme der Partei."
Berlin, 9. August. Nicht ohne Interesse ist, daß jetzt ein Amerikaner namens Sylvester wegen Waffenlieferung an die aufständischen Philippiner von einem amerikanischen Konsul verurteilt worden ist. Es waren also eigene Landsleute, nud nicht Deutsche, wie von amerikanischen und englischen Zeitungen beharrlich behauptet wurde, die Herrn Agumaldo Waffen geliefert haben.
Berlin, 9. August. Aus Rottenburg, 6. August, schreiben die „Münch. Neuesten Nachr.": Das Gerücht, Bischof v. Keppler fei für den erzbischöflichen Stuhl in Köln bestimmt, erhält sich zäh. Es soll bereits ein Abgesandter von Köln hier angeklopft haben. Soviel steht fest, v. Keppler wird seine Heimatdiözese nach so kurzer Regierungszeit nicht freiwillig verlassen, er wird den neuen Posten, wenn derselbe auch ein höherer ist, für sich nicht suchen. Aber das dürfte auch feststehen: wenn er gewählt wird, dann wird wohl Papst Leo XIII. sein „desideramus“ aussprechen und der Bischof wird nicht anders können, als sagen: „non repudiamus, sed paremus“.
— Eine angebliche Unterredung mit dem Kaiser. Das amerikanische Kongreßmitglied für Chicago, George Edmund Foß, soll in Begleitung des amerikanischen Marineattaschees, Käpitän Beehler, am Mittwoch der vorigen Woche in Kiel von Kaiser Wilhelm an Bord der „Hohen- zollern" empfangen worden sein und mit dem deutschen Kaiser eine dreiviertelstündige Unterredung gehabt haben. Es wird darüber im „B. T." folgendes berichtet: Der Kaiser begann mit einem Hinweis auf die von der Presse verbreiteten Aeußerungen des Admirals Dewey und erklärte, daß er diesen Zeitungsberichten durchaus keinen Glauben beigemeffen habe. Herr Foß erwiderte darauf, daß er soeben von Triest komme, wo er in Gesellschaft mit dem amerikanischen Gesandten in Wien längere Unterredungen mit dem Admiral Dewey gehabt habe, in denen derselbe die Philippinenfrage nur kurz gestreift und in keiner Weise irgend eine Feindseligkeit gegen Deutschland zur Schau getragen habe. Herr Foß äußerte daher die Ueberzeugung, daß Admiral Dewey die ihm zugeschriebenen Aeußerungen nicht gethan haben könne, und daß dieselben lediglich eine Erfindung von Zeitungsreportern seien, mit denen das Schiff Deweys in Triest überschwemmt wurde, und die in Ermangelung irgend welcher positiven Informationen sich diese Sensationsgeschichte einfach aus den Fingern gesogen hätten. Der Kaiser erklärte, daß er überzeugt sei, daß die Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika stets freundliche bleiben würden. Dafür würden schon die in Amerika zahlreich lebenden Deutsch-Amerikaner sorgen, welche eine aggressive und feindselige Politik gegen Deutschland nicht zulassen würden. Sodann ging der Kaiser auf die Vermehrung der deutschen und amerikanischen Flotten ein und bemerkte: „Früher war es die starke deutsche Landmacht, welche die
und Pack in meist recht langsam und schleppend ihren Weg nehmenden Extrazügen über 318 Kilometer keine Kleinigkeit, und die Ein- und Auswaggonierung geht bei berittenen Waffen nicht annähernd mit der Leichtigkeit von statten, mit der Kompanien und Bataillone Raum in Eisenbahnzügen finden. Nicht wenige Pferde zeigen in der Regel eine ganz beträchtliche Aversion gegen den Aufenthalt in einem Viehwagen und die stehende Beförderung in den fortgesetzt rüttelnden Abteilen, in denen es im August in der Regel recht heiß zu sein pflegt. Auch den frischen Wind, wie er selbst zur Hochsommerszeit über die Vahrenwalder Haide bei Hannover streicht, wird man im Main-, Neckar- und Rheinthal recht vermissen, und die dicken Staubwolken, welche unter den Hufen trabender Kolonnen aufwirbeln,gleichsam über den Schwadronen lagernd, sie zu begleiten pflegen, sind eine Beigabe solch eines Gesellschaftsrittes, die ihn wesentlich unangenehmer erscheinen lassen, als einen Distanzritt, den ein einzelner Reiter oder kleine Trupps unternehmen; auch Dampf und Schweißausdünstungenmachen sichin größeren,geschloffenmarschierenden Verbänden meist recht empfindlich fühlbar. Alles in allem liegen zwei an schweren Strapazen reiche Monate vor dem Regiment, ein Nomadenleben, das cm Abwechselungen und Eindrücken, aber auch an Entbehrungen und Mühen reich sein wird, und für den Fachmann muß es von besonderem Interesse sein, für vergleichende Betrachtungen einen Maßstab zu besitzen, wie des Regiments Verfassung vor und nach dieser langen Abwesenheit aus der Garnison sein wird. Die Erfahrungen im 70er Kriege haben uns gezeigt, daß beträchtliche Märsche am leichtesten von 8-, 9- und 10jähr. Pferden überdauert werden, auch nach dieser Richtung hin wird der große Marsch, in Friedenszeiten durchgeführt, zu Beobachtungen reichlichen Anlaß geben.
hauptsächlichste Stütze des europäischen Friedens war. Die Zukunft der Nationen liegt jedoch auf dem Ozean, und eine jede Macht muß danach trachten, auf dem Ozean so stark zu werden, daß sie ihre Interessen dort gebührend wahrnehmen kann. Die Vermehrung der deutschen Flotte bedeutet durchaus keine Bedrohung irgend einer anderen Nation. Denn je stärker eine Nation zur See ist, um so mehr wird sich jede andere Nation bedenken, ehe sie zu Feindseligkeiten übergeht. Eine Vermehrung der Flotten ist also in Wirklichkeit der beste Friedenskongreß."
Hamburg, 5. August. Seit einigen Wochen droht hier der Ausbruch eines Ausstandes der Bauhandwerksarbeiter. Sämtliche Kategorien dieser Arbeiter sind mit Forderungen hervorgetreten, und verlangen durchweg einen Stundenlohn von 70 Pfg. und eine neunstündige Arbeitszeit. Nachdem in den letzten Jahren die Bauthätigkeit stark zurückgegangen war, hat sie im laufenden Jahre wieder sehr erheblich zugenommen. Mit Rücksicht hierauf ist die Lage für die Arbeiter keine ungünstige. Denn der Ausbruch des Ausstandes würde zahlreiche Bauten, die jetzt in Angriff genommen sind, betreffen. Deshalb haben auch einzelne Innungen, z. B. die Klempner-Innung, sich bereit erklärt, den neuen Lohntarif anzunehmen. Doch wird in den nächsten Tagen die definitive Entscheidung darüber fallen, ob zum Streik geschritten werden soll oder nicht. Die in den letzten Tagen 'stattgefundenen und sehr zahlreich besuchten Versammlungen der verschiedenen Arbeiterkategorien zeigen eine große Lust zum Streiken. Es ist aber allgemein die Ansicht verbreitet, daß es durch gegenseitiges Nachgeben zu einer Verständigung kommen wird.
Baden-Baden, 8. August. Der heutigen Sitzung des internationalen thierärztlichen Kongresses wohnte der Großherzog, welcher von der Mainau herübergekommen war, von Anfang bis zum Schluß bei. Derselbe wurde vom Staatsminister Eisenlohr empfangen, und hielt eine kurze Ansprache in französischer Sprache, worin er seiner Freude Ausdruck gab, an den Verhandlungen teilnehmen zu können, sowie die Teilnahme und das Interesse bekundete, welches er dem Kongresse entgegenbringe. — Der Kongreß faßte folgenden Beschluß: Im Interesse der wirksamen Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche liegt es 1. Die wissenschaftliche Erforschung dieser Seuche mit allen Mitteln zu betreiben, 2. Das verseuchte Gebiet von dem Viehverkehr abzusperren, 3. Den Verkehr mit Handelsvieh einer strengen veterinär-polizeilichen Ueberwachung zu unterwerfen, dergestalt, daß das Vieh von Viehhändlern vor dem Feilbieten einer polizeilichen Beobachtung ausgesetzt wird.
— Samoa. Ein zweiter Bericht des „San Francisco Call" aus Samoa zeigt, welche elenden Eifersüchteleien dort obgewaltet haben. Wir lesen da u. a.: Die Deutschen begünstigten zuerst Tamasese als König, übertrugen ihr Wohlwollen sehr weise jedoch auf Mataafa, als es sich herausstellte, daß er fast die ganze samoanische Bevölkerung hinter sich hatte. Und hier ist der Punkt, wo die amerikanischen Beamten nach einer weitverbreiteten Ansicht Thor- heit zu zeigen begannen. Sie hatten keinerlei Grund zu der Annahme, daß Mataafa sich am Gängelband der Deutschen führen lassen werde; thatsächlich sprach alles dagegen, und hätten sie ihn gestützt, so wäre er immer unser Freund gewesen und wir würden die Samoagruppe mehr in unserer Hand als irgend eine andere Macht haben. Mataafa ist Amerika immer freundlicher als irgend einer anderen der beiden Mächte gesinnt gewesen. Ich selbst habe ein von ihm aufgesetztes Schriftstück gesehen, worin er um Annexion durch Amerika bittet, und H. I. Moors, ein hervorragender, in Samoa ansässiger Amerikaner, der mehr Einfluß auf Mataafa und die Bevölkerung von Samoa als irgend ein anderer Weißer auf diesen Inseln besitzt, begab sich selbst nach Washington und unterbreitete der Regierung der Vereinigten Staaten unter der Clcvelandschen Verwaltung den Vorschlag. Die Thatsache indes, daß die Deutschen Mataafa günstig gesinnt waren, war für die amerikanischen Beamten Grund genug, ihn zu bekämpfen.
Ausland.
Wien, 9. August. In einer Grabmonumenten-Nieder- lage am Opernring fand heute vormittag eine furchtbare Gas-Explosion statt, wobei das Geschäftslokal vollständig demoliert und zwei Personen verwundet wurden.
Budapest, 9. August. Die Verfügung des sächsischen Ministers des Innern, wonach die Unterbeamten im Verkehr mit ungarischen Behörden zur Bezeichnung deutscher Ortschaften in Siebenbürgen ausschließlich deutscher Namen sich zu bedienen haben, wird in der hiesigen Presse in erregter Weise besprochen und als illoyale Einmischung in die Angelegenheiten eines fremden Staates bezeichnet und die ungarische Post-Verwaltung aufgefordert, solche amtliche sächsische Sendungen mit der Bezeichnung „Inconnu“ zurückzuweisen.
Rom, 9. August. Gerüchtweise verlautet, daß die Mächte des Dreibundes in den nächsten Tagen die drei dem Schluß-Protokoll der Haager Friedenskonferenz angeschloffenen Protokolle und Erklärungen unterzeichnen werden.
Paris, 9. August. Dem „Jutransigeant" zufolge erhielt General Mercier aus allen Ländern Europas Briefe mit Todesdrohungen.
Paris, 9. August. Ein englisches Kanonenboot hat auf das französische Fischerboot „Eloile de Mer" im Hafen von Boulogne einen scharfen Schuß abgefeuert, weil das Schiff sich zu sehr der englischen Küste näherte. Ein Matrose wurde getötet. Der Kapitän des englischen Kanonenbootes wurde verhaftet und nach Folkestone abgeführt. Man erwartet eine diplomatische Auseinandersetzung wegen dieses Zwischenfalles.
Toulon, 9. August. Courben, der Erfinder des gleichnamigen Panzerbootes, wird hier erwartet, um vor
Regierungsbeamten Versuche mit seinem neuen unterseeischen Boote zu machen. Sollten dieselben günstig ausfallen, dann ist die Regierung entschlossen, das Boot für 100000 Francs anzukaufen.
Rennes, 9. August. Hier weilende hervorragende Persönlichkeiten sandten an den deutschen Botschafter in Paris, Fürsten Münster, anläßlich seiner Auszeichnung telegraphische Glückwünsche.
Madrid, 9. August. Das oberste Kriegsgericht hat den General Tor al freigesprochen 'und aus der Haft entlassen.
London, 9. August. In einer heute zur Verlesung gelangten königlichen Botschaft wird erklärt, daß die den Engländern in Südafrika geschaffene Lage aufhören müsse. Die Botschaft ist eine Wiederholung der von Chamberlain und Salisbury gemachten Erklärungen, welche dahin gehen, daß England seine Hand aus Südafrika gelegt habe und entschlossen fei, dieselbe nicht mehr zurückzuziehen». In gut unterrichteten parlamentarischen Kreisen ist man überzeugt, daß eine kriegerische Aktion Englands in Südafrika unvermeidlich ist. Diese Meinung wird durch die heutige Botschaft bestärkt. England will das Verschwinden der Transvaal-Republik. Der Ausbruch der Feindseligkeiten soll nur noch die Frage einiger Wochen, vielleicht nur einiger Tage sein.
Belgrad, 8. August. Ministerpräsident de Sm et de Naeyer verlas in der Kammer eine kurze Erklärung, in welcher es heißt, die Regierung brauche ihr Programm nicht zu entwickeln. Sie werde nach denselben Grundsätzen handeln, welche die bisherigen Regierungen der Rechten leiteten. Die Regierung habe es sich aber zur Aufgabe gemacht, sofort die Frage bezüglich der Wahlen zu lösen. Das Kabinett glaube eine Lösung dieser Frage in der vollständigen Anwendung der proportionalen Vertretung gefunden zu haben, und feine Ueberzeugung in dieser Hinsicht werde durch die fast einstimmigen Kundgebungen der politischen Vereine und der Presse unterstützt. Der Umstand, daß einem General das Portefeuille des Krieges übertragen wurde, sei keineswegs in dem Sinne aufzufassen, daß die militärische Frage gelöst sei, es solle hierdurch nur die Sorgfalt bekundet werden, die man dem Heere entgegenbringe. (Beifall auf der Rechten.) Vandenpeereboom gab dieser Erklärung seine Zustimmung und fügte hinzu, daß die Mitglieder des früheren Ministeriums das jetzige unterstützen werden.
— Die Lage in Transvaal wird immer ernster. Der Londoner Berichterstatter der „Tägl. Rundschau" drahtet | ihr: Im Volksraad wurde beschlossen, einen Artikel in die Verfassung aufzunehmen, der den Präsidenten ermächtigt, im Falle eines drohenden Krieges oder Aufstandes das Land sofort in Kriegszustand zu erklären, worauf sämtliche Einwohner, die Uitlanders eingeschlossen, verpflichtet seien, das Land zu verteidigen. Der Beschluß erregte große Sensation. Die Buren sind überzeugt, daß Chamberlain den Krieg will und daß weitere Vorschläge ganz nutzlos sind. Chamberlain selbst geht im Unterhause allen Anfragen möglichst aus dem Wege. Gestern gab er die Erklärung ab, daß er keine amtlichen Nachrichten über den Stand der Verhandlungen mit Transvaal habe. Wilfried Lawson fragte an, ob es wahr fei, daß die Regierung mehreren Regimentern Infanterie befohlen habe, sich zur Einschiffung nach Südafrika bereit zu halten. Chamberlain erwiderte, die Nachricht enthalte einen Kern von Wahrheit. Die Regierung Natals habe Vorstellungen über den verteidigungslosen Zustand der Kolonie gemacht. Demgemäß habe die Regierung beschlossen, Verstärkungen dorthin abzusenden. Auf die weitere Anfrage Lawsons, ob die Verstärkungen zur Verteidigung Natals bestimmt seien, antwortete Chamberlain, die Verstärkungen würden abgesandt zur Verteidigung Natals und für alle Eventualitäten. Die Erklärung wurde vom Hause mit lautem Beifall ausgenommen.
Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 10. August 1899.
** Aus dem Gerichtsdienst. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 9. August den Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Dr. Ernst Werte zum Oberlandesgerichtsrat bei dem Oberlandesgericht, mit Wirkung vom 15. September 1899 an, — den Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Dr. Ludwig RÜster zum Landgerichtsdirektor bei diesem Gericht, — den Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Philipp Obenan er zum Landgerichtsdirektor bei diesem Gericht, mit Wirkung vom 16. September 1899 an, zu ernennen.
*• Milit'ärdienstnachricht. Hellwich, Major z. D. und Bezirksoffizier bei dem Landw.-Bez. Crossen, zum Landwehr- Bezirk Gießen versetzt.
♦* Jubiläum. Heute sind es 25 Jahre, daß Herr Rechner Heinrich Wagner in den Vorstand der Gewerbebank berufen worden ist. Herr Wagner hat es verstanden, sich durch sein zuvorkommendes, loyales Benehmen, dabei allezeit bereit, jedermann mit Rat und Thal zur Seite zu stehen, die Liebe und Achtung in den weitesten Kreisen der Bürgerschaft in hohem Maße zu erwerben. Der Aufsichtsrat der Gewerbebank hat in seiner Sitzung vom 28. Juli d. I. beschlossen, anläßlich des am 10. August d. I. wiederkehrenden Jahrestages, an dem seinerzeit Herr Wagner in den Vorstand der Bank berufen worden ist, demselben in Anerkennung seiner ersprießlichen und erfolgreichen Verdienste um das Emporblühen und Gedeihen des Institutes eine goldene Uhr zu widmen. Außerdem hat der Aufsichtsrat Veranlassung genommen, der nächsten Generalversammlung Gelegenheit zu geben, auch ihrerseits durch Ehrungen des Jubilars die gewißlich in hohem Maße verdiente Anerkennung zu belhätigen. Möge es dem allseitig beliebten Jubilar noch recht lange vergönnt sein, erfolgreich weiter zu wirken für das fernere Blühen und Gedeihen der Gewerbebank.
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