Ausgabe 
11.5.1899 Erstes Blatt
 
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geblieben.

* Der Gießener Radfahrer-Verein 1885 stellt soeben i» Schaufenster des Herrn A. Kretzschmar, Marktplatz, ein -o . -----, Gruppenbild aus, welches derselbe zu Ehren seines ver-

ungen von 8 bis 12 Uhr morgens bewerkstelligte. In I storbenen Vorsitzenden, Herrn Gustav Ruppel, hat anfertigti diesem Jahre ist auch am letzten Namenstage der regieren- I lassen. Die photographische Aufnahme erfolgte im Atelier Den ÄMfcrm die Post den ganzen Tage über geschlossen I des Herrn D. Schuchardt, während der wahrhaft lilnfi lerische Hintergrund von Herrn Maler Scheich auSgesiihr: ist. Das Bild, ein Kunstwerk im wahren Sinne des Wortes, dürfte seinen Schöpfern zu großer Ehre gereichen, unb darf anch wohl die Stadt Gießen stolz aus solche Künstler fein.

Alsfeld, 4. Mai. Wieder ist einer unserer hessischem Feldzugskameraden weniger. Nach längerm,schwerem Leiden verschied der langjährige hiesige Bezirksofftzier, Herr Major Ludwig Rietsert im Alter von 52 Jahren. Dei Feldzug machte er als Leutnant im 115. Infanterie-Regimen! mit. Zu Anfang der achtziger Jahre wurde er in das 2 Infanterie-Regiment nach Gießen versetzt. Seit dem Feld zug schon war Rietsert leidend und mußte gegen Ende bei 70er Jahre aus ein Jahr beurlaubt werden. Dazu gesellt« sich gelegentlich eines Manövers ein Sturz vom Pferde, fj daß der nun Verstorbene genötigt war, den Dienst in bei Linie zu verlassen und die ihm übertragene Bezirksofsizier stelle in Alsfeld anzunehmen. Nun hat der Tod den Ber. storbenen, dem weitere Kreise ein ehrendes Gedenken bewahre» werden, von seinem Leiden erlöst. Möge ihm die Erde leid)! sein!

Alsfeld, 8. Mai. Das 225jährige Jubiläum des 8c stehens des hiesigen Schützenvereins wurde gestern unli heute festlich begangen. Am Mittag hielt auf dem Fest platze Herr Georg Kurtz jr. die Begrüßungsansprache am die Erschienenen. Die Festrede wurde von Herrn Lehre» Rudolph gehalten. Derselbe entwarf ein Bild der Ge­schichte des jubilierenden Vereins. DieSchützenkompagnie' der Vereins-Gründer sei gebildet worden aus Bürgern bei Stadt Alsfeld zur Sicherung des Bürgers in den unsicheren unruhigen Zeitläuften im 17. Jahrhundert zur Verteidigung der Stadt gegen äußere Ruhestörer. Die gehaltvolle Mcb< klang aus in einem Hoch auf den Schirmherrn des Vater landes, Seine Majestät den Kaiser und den hohen Landes - Herrn, Seine Königliche Hoheit den Großherzog. Nun ging es an das Preisschießen, das bis 7 Uhr währte und heul! fortgesetzt wird. (Nach der Oberh. Ztg-)

Nidda, 8. Mai. Seit Januar d. Js. hat die hiesig- freiwillige Feuerwehr ein Musikkorps. Zu« erstenmale trat dasselbe öffentlich hervor am Morgen bes 1. hl. Ostertags, wo es von der im Westen der Stadt ge­legenen Höhe, der sogen.Bennda", einen Choral Am Vorabend des kürzlich stattgehabten Geburtstages de Kommandanten der Wehr brachte die Kapelle demselben eir

denkt, daß nach der Auffassung der deutschen Jntereffenten- kreise in Samoa eine Annektierung der Samoainseln deutscher­seits als fast selbstverständlich betrachtet wird.

Konstantinopel, 9. Mai. Die vierDelegierten zur Friedens-Konferenz sind gestern mit ihren vier Sekre­tären nach dem Haag abgereist. -

Washington, 9. Mai. General Otis telegraphierte aus Manila, daß die Insurgenten auf dem Punkte ständen, den Kampf vollständig aufzugeben. Dieselben sind aus ihren festen Stellungen vertrieben. Der Abschluß des Friedens soll unmittelbar bevorstehen.

Malta, 9. Mai. Das englische Mittelmeer- Geschwader ist zum Besuche der griechischen und dalma­tinischen Häfen abgedampft.

Warschau, 9. Mai. Wie verlautet, hat der Chef der hiesigen Zensurbehörde demissioniert. Zu seinem Nachfolger ist sein bisheriger Stellvertreter Ananski ausersehen.

Paris, 10. Mai. Die Regierung bestreitet die im |Temps" veröffentlichten Erklärungen des Advokaten I Cab an es, welcher darin öffentlich aufrecht erhält, daß in I seiner Gegenwart der boulangistische Abgeordnete Laguerre I sich als Vermittler der französischen Regierung in London I Esterhazy vorgestellt und wegen der Auslieferung der Doku- I mente mit Esterhazy unterhandelt habe.

Petersburg, 9. Mai. In Petersburg heißt es, daß der I junge Zar Nikolaus sich an den diesjährigen Manövern I in hervorragender Weise beteiligen und besonders eifrig den I Verkehr mit den Gardeoffizieren pflegen wird. Nikolai H. I folgt darin klugerweise, und zwar schon seit einigen Wochen, I den Ratschlägen Pobedonoszews. Er läßt jetzt kaum eine I Woche vorübergehen, ohne in einigen Kasernen einen plötz- I lichen Besuch zu machen, mit den Mannschaften und Offizieren I in leutseliger Weise zu sprechen u. s. w. Dadurch sollen I allmählich die immer wieder auftauchenden Gerüchte zum Schweigen gebracht werden, daß der Zar in der Armee gar keine Volkstümlichkeit und gar keinen Anhang besitze und die ganze Liebe der Garde nur der Kaiserin-Mutter gehöre. Ein Teil Wahrheit hat in derartigen Gerüchten entschieden gesteckt, und Nikolai II. beginnt dies jetzt selbst einzusehen. Die nur von Klatsch und Sensation lebende Petersburger Gesellschaft geht aber entschieden zu weit, wenn sie behauptet, daß noch neuerdings unter Mitwirkung der Kaiserin-Mutter Versuche gemacht seien, den Zaren zur Abdankung zu Gunsten ! des Großfürsten Michael Alexandrowitsch, des Lieblings­sohnes der Kaiserin-Mutter, zu bewegen, der geistig und körperlich sich wie eine Kopie Alexanders III. ausnimmt. Daß, wenn der Zar einmal regierungsmüde werden sollte und er nicht selbst bald einen Thronerben erhält, der den Namen Thronfolger führende Großfürst Georg Alexandro­witsch, der Einsiedler von Abas-Tuwan, nicht in betracht kommt, ist ja selbstverständlich. Aber so lange dem Zaren seine energische Gemahlin Alexandra Fedorowna zur Seite steht, ist es ausgeschloffen, daß Nikolai II. sich seiner Würde begiebt, wenn ihn auch seine persönlichen Neigungen zu dem Ausspruch getrieben haben sollen,daß er lieber russischer Großgrundbesitzer als Zar sein möchte." Deshalb find auch alle die Gerüchte über den Zaren als Phantastereien zurück- I zuweisen, die ihren Ursprung den Wünschen einer kleinen Partei verdanken, welche mit der jetzigen Regierung sehr unzufrieden ist. Diese Unzufriedenheit, welche Nikolai II. nicht unbekannt ist, gibt vielleicht auch den Schlüssel ab, warum der Zar so fest an dem Oberprokureur Pobedonoszew hängt, obwohl sein, des Zaren, Gedankenkreis ein weit liberalerer ist. Hinter Pobedonoszew steht die gesamte orthodoxe Kirche, I welche sich noch immer als die sesteste Stütze jedes Zaren I erwiesen hat, der mit ihr gegangen ist. Ein Gewährsmann I desFr. G.-A." macht übrigens ferner noch auf eine I Kleinigkeit aufmerksam. Der Zar läßt es sich angelegen sein, daß seine Gemahlin in jeder Weise als gleichberechtigt I neben die Kaiserin-Mutter tritt. Um nur ein Beispiel an­zuführen, so war noch im vorigen Jahre nur der Namens- I tag der Kaiserin-Mutter ein so großer Feiertag, daß nicht einmal die Post Geldsendungen aushändigte, während sie I den Namenstag der regierenden Kaiserin nur als einfachen I Sonntag behandelte und die Auslieferung von Wertsend- |

stunde) nach längerer Debatte angenommen. Desgleichen die neuen §§ 139 f, g, h, i (Befugnisse des Bundesrats und der Polizeibehörden zum Erlaß von Durchsührungs- Verordnungen). Die Beratungen werden morgen fort­gesetzt.

Berlin. 9. Mai. In der Reichstags-Kommission für die Post-Novelle wurde heute die,Beratung fort­gesetzt. Bei Artikel 2 wurde ein Antrag Oertel abgelehnt, sodaß es beim Beschluß der ersten Lesung bleibt, wonach die Expreßbestellung wie bisher gestattet ist. Artikel 3, welcher den Betrieb der Privatposten vom 1. April 1900 untersagt, wurde mit einer redaktionellen Abänderung in der Fassung der ersten Lesung bestätigt. Bei Artikel 4a, betreffend Entschädigung der Privat-Postanstalten, wurde die Debatte abgebrochen. Die Beratung wird morgen fort­gesetzt.

Berlin, 9. Mai. Die Kommission des Ab­geordnetenhauses für die Kanalbau-Vorlage trat heute vormittag hier zusammen. Zum erstermale war der Kriegsminister v. Goßler erschienen. Vom Abgeordneten v. Zehnhoff (Ctr.) ist der neue Antrag eingegangen, an die Heeresverwaltung die Frage zu richten, ob nicht vom mili­tärischen Standpunkte der Kanal erst dann Wert haben würde, wenn die Kanalisierung der Mosel bis Metz als Ergänzung hinzutritt. Der Kriegsminister v. Goßler hielt einen eingehenden Vortrag. Er setzte die Vorzüge der Kanäle auseinander, um Proviant und Kriegsbedürfuisse fortzuschaffen. Die Bahn werde im Kriegsfälle sehr in: Anspruch genommen. Es blieben daher die Kanäle für den i Proviantverkehr. Auch in strategischer Beziehung seien Wasserstraßen sehr wichtig. Der Transport der Verwun­deten, Munition und Ingenieur-Material komme in Betracht.

Berlin,9. Mai. Im Herrenhause stand heute zur Beratung der Bericht der verstärkten Kommunal-Kom- mission über den Gesetzentwurf betreffend die Anstellung und Versorgung der Kommunalbeamten. Die einzelnen Paragraphen gelangten zur Annahme. Desgleichen schließlich das ganze Gesetz. Auf der morgigen Tagesordnung stehen I Petitionen.

Berlin, 9. Mai. DieNordd. Allgem. Ztg." schreibt: I Die Notwendigkeit der sorgfältigen Prüfung aller bei dem I Erlaß eines Gesetzes über die Besteuerung der großen I Warenhäuser, Bazare usw. in Betracht kommenden I Verhältnisse, wie sie u. a. durch die Einholung der Gut- I achten kaufmännischer und anderer Korporationen in die I Wege geleitet ist, läßt es als ausgeschlossen erscheinen, daß I dem Landtage noch in der gegenwärtigen Tagung ein ent- I sprechender Gesetzentwurf vorgelegt wird. |

Berlin, 9. Mai. Beim Staatssekretär des Auswärtigen I Amtes, v. Bülow, fand gestern ein parlamentarisches I Diner statt, dem außer dem Präsidium des Reichstages I auch zahlreiche Abgeordnete beiwohnten.

Berlin, 9. Mai. Aus Anlaß der Beratungen, welche I in diesen Tagen über den Abschluß eines Ueberein- I kommens zum gegenseitigen Schutze der Ur- I heberre chte an Werken der Litteratur und Kunst I zwischen dem Reich und Oesterreich-Ungarn Hierselbst ge- I pflogen wurden, findet bei dem Reichskanzler Fürsten Hohen- I lohe heute abend eine Tafel statt, zu welcher u. a. der I österreichische Botschafter, die Staatsminister Dr. Bosse, I Graf Posadowsky und v. Bülow sowie andere hochgestellte I Persönlichkeiten Einladungen erhalten haben.

Berlin, 9. Mai. Die Kommission des Abgeord- I netenhauses für das Ausführungsgesetz zum I Bürgerlichen Gesetzbuch trat heute in die zweite I Lesung, die nur kurze Zeit in Anspruch nehmen dürfte, da I das Gesetz vorzüglich vorbereitet ist.

Saarbrücken, 9. Mai. Eine heute vormittag in Groß- I Rösseln abgehaltene allgemeine Versammlung der strikenden I Bergarbeiter beschloß einstimmig, den Ausstand fortzu- I setzen, bis sich die Gruben-Verwaltung gezwungen sehe, alle I Forderungen der Bergleute zu erfüllen. Die Versammlung I war sehr zahlreich besucht und nahm einen ruhigen Verlauf. I

Hanau, 9. Mai. Das Bekleidungsamt des 18. Armee- | Korps wird, wie nunmehr feststeht, in Hanau errichtet. Die I Inangriffnahme der Vorarbeiten, wofür 50000 Mark ge- I fordert sind, sind angeordnet.

I ermäßigung für die Wiese an der Lahn. 11. «nften n der Kreisstraßenwarte; hier: Gesuch um Abtretung von A

I lände. 12. Anschaffung von Straßenschildern und nummertäfelchen. 13. Anfuhr von Cementplatten. 14%» setzung der Cokespreise. 15. Ankauf der v. Rabenan's^..

I Besitzung; hier: die mit Johannes Häuser XIII. und Theo - I Haubach abgeschloffenen Tausch- und Kaufnotulen. 16.2eqit I des Telegraphenkabels in der Böschung der Hammstrcpj 1 17. Den Bau einer direkten Vollbahn SiegenHaice- | 18. Die Aufnahme der für 1898/99 und 1899/1^)0 I forderlichen Kapitalien; hier: den Druck der Schuld^ I schreibungen. 19. Annahme eines Schularztes; hier: | Druck des Berichts desselben fürs abgel^ufene Jcrii | 20. Den Ventilbrunnen am Böck'schen Hause in der Wei thorstraße. 21. Gesuch der Theaterdirektoren Helm L -

I um Bewilligung einer weiteren Subvention. 22. Wahl I Kommissionen und Deputationen; hier: Ersatz des ver. storbenen Stadtverordneten Habenicht a. in der Deputatio- I fürs Gas- und Wasserwerk, b. in der Armendeputalitt' e. in der Kommission zur Prüfung der Bedürfnis^ 23. Gesuch des Konrad Pflug um Erlaubnis zum XßirtfM/ betrieb im Hause Liebigstraße 64. 24. DeSgl. des Nhel» Ruppel für bad, Haus Riegelpfad 38.

** Ein Stück Alt-Gießeu wird binnen kurzer Zeit ver, schwinden. Der Inhaber der Firma I. Schmücker brat- sichtigt, sein Haus Marktstraße 8 niederzulegen und burt ein modernes Geschäftshaus zu ersetzen. DerLoos-, Riemen", eine Stätte früherer froher Burschenherrlichk?' die dem Bachus geweiht war, ist heute noch ein Anziehung | punkt für Alte Herren, wenn sie in unserer Stadt tveiki, I der mit Vorliebe von ihnen ausgesucht wird, um beim blick der alten Räume im Innern des Hauses sich an bt darin verlebten fidelen Stunden der Jugend zu erinnern Vielleicht veranlassen diese Zeilen den Oberhessischen Geschichl- verein, die Stätte früherer Fröhlichkeit wenigstens im für die Nachwelt zu erhalten. Es lohnt übrigens für jcbei, sich die ehemaligen Wirtschastsräume anzusehen, man ersieh! daraus, wie bescheiden unsere Altvordern in ihren sprüchen gewesen. Heute würde man sich besinnen, in ba Räumen desLoose-Riemen" Einkehr zu halten, der e$m^ die bestfrequentierte Wirtschaft der Stadt war.

** Natioual soziale Versammlung. Wir machen nochmals an dieser Stelle auf die heute Mittwoch, abends in Steins Garten stattfindende national-soziale Der sammlung aufmerksam. Angesichts des bereit- ange kündigten hochinteressanten, sehr zeitgemäßen Themas, ba? Herr v. Gerlach aus Berlin behandeln wird, dürfte sich dr Besuch für jedermann sehr empfehlen.

Turnerisches. Aus dem Inseratenteile unsere: gestrigen Nummer war zu ersehen, daß der Männer Turnverein am Himmelfahrttag einen Familien ausflug nach Weilburg veranstaltet. Angenehm ter schönt wird derselbe dadurch, daß eine Anzahl rüstige« Turnschwestern den Turngang von Braunfels nach Weilbura mitmachen. (Zug 12 Uhr 10 Min.) Bemerkt sei noch, des der Bahnzug für sonstige Teilnehmer nicht, wie irrtümlich in der Annonce angegeben, um 3 Uhr 13 Sfflin., sonder? um 2 Uhr 47 Min. nachmittags abgefyt.

Lokales und Provinzielles.

Gießen, 10. Mai 1899.

** Ernennung. Se. König!. Hoheit der Großherzojg haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 6. Mai l. I. Allergnädigst geruht, den Hauptmann a. D. und Großh. Badekommiffär zu Bad Nauheim, Hermann v. Grolman, zum Kammerherrn zu ernennen.

** In den Ruhestand wurde versetzt der Bahnwärter in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn-Gemeinschaft Adam Schmidt in Hungen mit Wirkung vom 1. Mai 1899 an.

** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- versammlnng Freitag deu 12. Mai 1899, nachmittags 31/2 Uhr pünktlich. 1. Mitteilungen. 2. Gesuch des Philipp Strack um Erlaubnis zur Errichtung eines Backsteinmacher­häuschens am Krofdorferweg. 3. Baugesuch des Karl Schleenbecker für die Bleichstraße; hier: Gesuch um Be­lassung einer Abtrittsgrube. 4. Baugesuch des Dr. Felsing für die Bergstraße; hier: Dispens. 5. Gesuch der Firma Emil Pistor Nachfolger um Erlaubnis zur Ueberbrückung des Stadtbachs in der Sandgasse. 6. Baugesuch des H- Kockerbeck für die Ecke der Schul- und Sonneustraße. 7. Gesuch des Wilhelm Valentin um Erlaubnis zum Bauen am Gleibergerweg. 8. Baugesuch der Gail'schen Dampf- zregelei für das Thonwerk Erdkauterweg 50. 9. Die Ver­mietung der Räume in dem ehemals Bourgeois'schen Hause. 10. Gesuch der L. C. Rübsamen Wwe. um Pachtpreis-

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Ausland.

Wien, 9. Mai. Eine denkwürdige Feier wird, wie man derT. R." schreibt, demnächst in dem böhmischen Erzgebirgs­städtchen Klostergrab bei Teplitz stattfinden, indem dort «m Donnerstag, dem 11. d. Mts., ber erste öffentliche evangelische Gottesbienst seit ber Zerstörung ber bortigeu evangelischen Kirche im Jahre 1617 abgehallen werden soll. Die Zerstörung dieser Kirche war bekanntlich einer der Anlässe zum Ausbruch des 30 jährigen Krieges.

Prag, 9. Mai. In der heutigen Landtagssitzung wurde der Antrag, die deutschen Landtagsabgeordneten wegen ihrer Abstinenz der Mandate für verlustig zu erklären, auf Antrag des Abgeordneten Dr. Engels, um der tschechischen Versöhnlichkett Ausdruck zu geben, vertagt.

Rom, 9. Mai. Da Zanardelli entschlossen ist, zu demisslonteren, wird Rudini zum Kammerpräsidenten designiert.

M.P.C. Man schreibt uns aus London: Dem Eintreffen der Spezialkommission in Samoa wird hier mit nicht ae- rmgem Interesse entgegengesehen. Je länger, desto mehr ist man in hiesigen diplomatischen Kreisen geneigt, der deutschen Regierung nachzurühmen, daß sie von Anfang an eine Hal­tung eingenommen habe, die vor dem Forum der Logik am besten stand zu halten vermöge. Deutschland machte seiner­zeit den Vorschlag, es möchten von feiten der drei Mächte deren Vertreter abberufen werden, Deutschland hat auch seinerzeit den Gedanken angeregt, eine wirkliche Teilung der Interessensphären der drei Mächte herbeizuführen. Dies war sicher ein sehr bescheidener Vorschlag, wenn man be-

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iS* kilb--p°E U laßen. Herr r°hd-n, > ,be« Die Ä lentS«r® ! ttrti«

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DarroM, Leih. Unsere Hei mhr von unserer »rösch, m diesen, ansgesilhrte Gemc Lebensgröße, M einem Divan legt blühenber Syrinc derselben Farbe hat bas Bild ihre«

Darmstadt, 9.

4 pSt. unb di Darmstadt, ! berufener Site n risse am Lmdwl Aorsißenden der Man, gegen Ob. lehrer Dr. Wein morden, die am 2( aus Grund von Ar betretend die Disz StaatsbeMen, m ist Di. AWm i eigenen Wunsche fejjt worden. Da gegen Oberschulr hat dieser am k gänzung der geg> bei Großh. Mini dem Anträge ent sofort angeordnet A Mainz, 9. Herkunft des fail erfahren. Saut a bereits am fommen sich, ohne die Stadt Besichtigung. Nach Wws M der1 dieses Monats, be der össentlichen Ar! Maingegend statt Stävte Frankfurt Mannheim teilneh der Verbandst Aus den Verhandli Maximalarbeitstag dnzutreten, der die: ^edt. Was den M ° in Süddeutsch besetzen sind.

ift man rtnung eine Rw «8«rtigen Seri, Mrligt, unb f, WuH durch affe 1 .rn,A Hei &*m, ©enfuto %n'h AS'Mrde hi ! Mnbeamten unb ^»««ufiungen