erwiderte, er habe mit dem Händedruck nur seine Anerkennung «usdrücken wollen, daß bei ihm der Streit mildere Formen angenommen habe. Leider aber hätten die Angriffe des Centrums ihre frühere Heftigkeit beibehalten. Sämtliche Redner des Centrums brachten ihre bekannten Forderungen zum Ausdruck, darunter diejenige betreffend die Errichtung einer katholischen Abteilung im Kultusministerium. Morgen wird die Beratung des Kultus-Etat fortgesetzt.
Berlin, 9. März. Die „National-Ztg." bringt folgende Nachricht: An Stelle des zurückgetretenen kommandierenden Admirals v. Knorr wird nicht wieder ein einziger kommandierender Admiral ernannt werden, sondern es wird das Kommando der Flotte, entsprechend ihrem Wachstum, geteilt werden: das Kommando der Ostseeflotte wird Admiral Köster in Kiel, das Kommando der Nordseeflotte Vizeadmiral Karcher in Wilhelmshaven erhalten, so daß an beiden Orten das Kommando mit der Stellung des Stationschefs verbunden wird. Es handelt sich also bei der Beseitigung des Postens eines kommandierenden Admirals in Berlin nicht darum, die Vereinigung von Kommando und Verwaltung wieder herzustellen, wie sie bis 1889 in der Person des Chefs der Admiralität bestand; die Einrichtung wird vielmehr derjenigen beim Landheer ähnlich werden, wo das Kriegsministerium die Verwaltung führt, die kommandierenden Generale aber in Kommando-Angelegenheiten nicht unter dem Kriegsminister, sondern unmittelbar unter dem Kaiser stehen. Wie beim Landheer Kriegsministerium, Generalstab, Militärkabinett und kommandierende Generale, würde es bei der Flotte künftig Reichsmarineamt, Admiralstab, Marinekabinett und kommandierende Admirale neben einander und unter dem Kaiser geben. Die Einzelheiten der Neuordnung find noch Gegenstand der Verhandlung, so daß die Ernennungen sich wohl noch einige Tage verzögern werden.
— Die Militär vor läge ist in der Budgetkommission gestern nachmittag in kaum anderthalb Stunden beendigt worden, und zwar nach den Anträgen des Centrums. „Kompromisse" hat es mit der Regierung nicht abgeschlossen, es hat keine Vorschläge gemacht, die Heeresverwaltung hat keine gemacht, sie haben nur „verhandelt". In der zweiten Lesung wurde angenommen, die Artillerie und die Mehrforderung an Kavallerie, in der Weise, daß man 465 Es- kadrons Kavallerie und 17 Eskadrons Jäger zu Pferde beschloß. Die Friedenspräsenzstärke aber wurde festgesetzt auf 495500 Mann, und bestimmt, daß diese Zahl nicht 1902, sondern 1903 erreicht werden solle. Das sind 7000 Mann weniger, als die Vorlage verlangt; und in der Budgetkommission wurde herausgerechnet: die in erster Lesung festgesetzte Bataillonsstärke von 584 Mann, die damals Bedenken fand, werde dadurch noch auf 582 bis 583 Mann verkürzt.
— Infolge der Neubewaffnung der Fel dar tillerie mit dem neuen Material erschienen vor einem Jahre die entsprechenden Umarbeitungen und Aenderungen einzelner Teile des Exerzierreglements und der Schießvorschrift für die Feldartillerie. Beide liegen nunmehr in der neuen Bearbeitung vor, doch sind die Veränderungen nur unwesentlich, denn wie die unterm 22. Mai 1893 genehmigte Schießvorschrift für die Feldartillerie Entwurf geblieben ist, so sind auch diese Abänderungen nur als vorläufige Festsetzungen aufzufassen. Innerhalb der Feldartillerie glaubte man bisher an eine baldige Neuausgabe der Schießvorschrift in endgiltiger Form. Wie die T. R. hört, wird damit aber noch einige Zeit gewartet werden, bis die bei den Truppen gemachten Erfahrungen gesammelt und gesichtet sind.
— Aus Bayern wird der „Tägl. Rundschau" geschrieben: Nächsten Sonntag begeht das ganze bayerische Volk mit seinem Königshause das 100jährige Jubiläum der Wiedervereinigung der bayerischen Lande unter dem regierenden Zweige (Linie Zweibrücken-Birkenfeld) des Hauses Wittelsbach. Zugleich feiert Prinz-Regent Luitpold die 78. Wiederkehr seines Geburtstages. Für diese Doppelfeier sind namentlich in München und Nürnberg großartige Vorkehrungen getroffen. Allgemein erwartet man auch eine Amnestie, namentlich für politische Verbrecher. Inwieweit sich die Hoffnungen auf einen solchen Gnadenakt erfüllen, muß abgewartet werden. Starkes Befremden hat in protestantischen Kreisen ein Trinkspruch hervorgerufen, den der Finanzminister Dr. Frhr. v. Riedel vergangene Woche bei einer Festtafel zum Amtsantritt des Papstes in der Nuntiatur zu München ausgebracht hat. Er ließ hierbei den Papst als „das ehrwürdige Oberhaupt der christlichen Kirche" leben. Darob natürlich große Freude auf feiten der Ultramontanen. Herr v. Riedel ist nämlich Protestant. Des Räthsels Lösung ist aber sehr einfach. Der Minister gab auf Befragen selbst zu, daß er sich — nur versprochen habe, wie ihm dies schon einmal genau in derselben Weise vor zehn Jahren passiert sei. Er wollte selbstverständlich sagen „der katholischen Kirche". Bemerkt sei übrigens, daß bei derartigen Festlichkeiten der Brauch herrscht, die Trinksprüche am Schlüsse des Mahles auszubringen. — Die Ultramontanen und Sozialdemokraten sind für die im Sommer stattsindenden Landtagswahlen in allen Ecken und Enden des Königsreichs bereits in schier fieberhafter Thätig- keit, während sich auf liberaler Seite noch nicht das mindeste regt. Wie leider jetzt schon mit Sicherheit vorauszusehen ist, werden die Schwarzen sowohl wie die Roten einen nicht unerheblichen Zuwachs bekommen. Die ultramontane Luft, die von „Oben" weht, ist z. Z. nur allzustark. Die schädigenden Folgen für das ganze Land werden zu spät erkannt werden.
— Samoa. In der Budgetkommission des Reichstages ist der Wunsch nach Veröffentlichung amtlicher Berichte über die jüngsten Vorfälle auf Samoa ausgedrückt worden. Wie die „N. A. Z." hört, dürfte diesem Wunsche demnächst entsprochen werden.
Anstand.
Paris, 9. März. Der päpstliche Nuntius Monsignore Clari ist heute morgen 10 Uhr nach längerem Todeskampfe gestorben.
London, 9. März. Nach einer Mitteilung der „Times" wird das diesjährige Flottenbudget das vorjährige um drei Millionen Pfund übersteigen. Die Zahl der Mann- chaften soll um 4- bis 5000 vermehrt werden.
Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 10. März 1899.
•* Oeffentliche Anerkennung edler Thaten. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben dem Güterboden-Vor- arbeiter Wilhelm Adam Philippi zu Friedberg, in Anerkennung der von demselben am 6. November 1898 mit Mut und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr rewirkten Rettung der Frau Dr. Buff Witwe von Nieder- Wöllstadt vom Tode des Ueberfahrenwerdens durch einen Schnellzug, ferner dem Müller Philipp Müller zu Langen, in Anerkennung der von demselben am 29. Dezember 1898 mit Mut und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung der beiden Knaben Jakob Dröll und Heinrich Burk daselbst vom Tode des Ertrinkens, die Rettungsmedaille zu verleihen geruht.
*• Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 22. Februar )em Schullehrer Friedrich Winter zu Rumpenheim, aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand, das Silberne Kreuz, — am 25. Februar dem Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Offenbach Philipp Bender, aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand, das Ritterkreuz zweiter Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.
•* Oeffentlicher Vortrag über die hessische Steuerreform. Von vielen Seiten ist der Wunsch ausgesprochen worden, daß für den morgen abend stattfindenden Vortrag des Herrn Ministerialsekretärs Glässing ein größerer Saal gewählt werden möchte, weil bei dem allgemeinen Interesse, welchem die Sache begegne, eine sehr zahlreiche Beteiligung in Aussicht stehe. Der Vorstand des nationalliberalen Vereins ist diesem Wunsche entgegengekommen und hat den Saal des Lenz'scheu Felsenkellers für die Versammlung, an )er jedermann ohne besondere Einführung teilnehmen kann, bestimmt. (Vergl. die heutige Anzeige im Inseratenteil.)
** cf Konzert des Bäuerischen Gesangvereins am Sonntag den 12. März in Steins Saalbau. Wir konstatieren hiermit gern, daß Herr Kapellmeister Polster sein Program mit Geschick zusammengestellt hat, dem Volkslied, als eigentlicher Domäne des Männergesanges, sein Recht gab, aber auch das Kunstlied wohl bedachte. Unter letzterem befinden sich zwei sehr anspruchsvolle Chöre: Rietz: Morgenlied, Hegar: In den Alpen. Wenn der Bauer'sche Verein diese Aufgabe gut löst, und daran zweifeln wir nicht, dann nimmt er einen hohen Platz unter den Männergesang-Vereinen eiu.
dt. Stadttheater. Einen recht vorteilhaften Begriff von dem sprichwörtlich ungeleckten russischen Bären, brachte uns unser verehrter Landsmann, Herr Carl Peppler gestern abend als Oberst von Tschernitschew in v. Werthers 4aktigem historischen Jntriguenstück „Der Kriegs plan" bei. Dieser in allen Sätteln gerechte Oberst, zugleich gewiegter, und in seinen Formen verbindlicher Diplomat halte nichts bärenhaftes an sich, und wir hatten wieder reichlich Gelegenheit, Pepplers virtuose Vielseitigkeit aufrichtig zu bewundern. Fräulein Würdig, machte als Tschernitschews Partnerin in der Rolle der Herzogin von Abrantes ihrem schauspielerischen Talent alle Ehre und glänzte außerdem durch bestrickende Reize. Auch das Liebespärchen Wilhelm von Rehberg, Herr Merker, und Ernestine von Heinitz, Fräulein Schloß, brachten den Kampf zwischen Pflicht und Liebe mit all seinen Verwickelungen ergreifend zur Darstellung. Herr Wilhelmi leistete als Geheimsekretär Michel an Feilheit und Habgier sein möglichstes. Herr Lieb scher, der nebenbei mit bekanntem Geschick die Regie führte, gab den verschlagenen Polizeiminister überzeugend, nur verrieten seine Bewegungen mitunter wenig von den Formen eines gewandten Höflings; der Degen schien ihm hinderlich, und sein Einherschreiten hatte zuweilen etwas Bachstelzenartiges an sich. Herr Walter, als Herzog von Bassano, und Herr Dietzsch, Fürst Kurakin, befriedigten durchaus. Die in den Nebenrollen beschäftigten Damen und Herren, hätten etwas mehr Freiheit der Bewegungen verraten dürfen. Die Vorstellung muß als vorzüglich gelungen bezeichnet werden; freilich dürfte das Hauptverdienst daran dem verehrten Gaste zugeschrieben werden, der es verstand, durch sein hervorragendes, getreues Spiel alles mit sich fortzureißen. Das unbegreiflicherweise nur spärlich erschienene Publikum lohnte das Gastspiel mit Beifalls- und Ehrenbezeugungen nach Verdienst.
** Stadttheater. Der Hofkünstler Herr W. Joachim B ellachini wird in den nächsten Tagen im hiesigen Stadttheater Ausstattungs-Vorträge auf astronomischem und geographischem Gebiete, verbunden mit Demonstrationen elektrischer Kolossal-Gemälde, halten. Die erste dieser Demonstrationen findet für Schüler und Schülerinnen nächsten Sonntag den 12. ds., nachmittags 4 Uhr, statt; die zweite, welche für das große Publikum bestimmt ist, ist auf Donnerstag den 16. ds. festgesetzt. Dieselbe ist außer Abonnement bei gewöhnlichen Theaterpreisen. Für die Sonntagnachmittags-Vorstellung gelten die in den Kindervorstellungen des Stadttheaters üblichen Preise. Es liegen uns Berichte über die ungewöhnlichen Erfolge des Herrn Bellachini auf diesem Gebiete von den Stadttheatern zu Zürich, Salzburg, dem Münchener Gärtnerplatz-Theater, dem Hoftheater in Baden-Baden ?c. vor, und werden wir morgen auf die Sache zurückkommen.
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** Dim8bergtnrmban. Nach Genehmigung verschiedener für den Turmbau auf dem Dünsberg, als trigonometrischem Punkt I. Ordnung, vorgeschriebener Bedingungen, welche in sehr entgegenkommender Weise seitens der betreffendenBehörden ihre Erledigung fanden, wurde am vergangenen Dienstag in einer vom Gesamt-Komitee abgehaltenen Sitzung die sofortige Inangriffnahme des Baues beschlossen. Der in einer Höhe von ca. 14 Meter geplante Turm soll im unteren Teil aus Bruchsteinen, im oberen Teil mit Verblendsteinen ausgeführt werden. Jedem Naturfreund, welcher die prachtvolle Aussicht von unserem höchsten Gipfel in der Um- g eg end bisher nicht genossen, wird dies nunmehr er- möglicht sein, zudem die bequeme Erreichung desselben durch die Bieberthalbahn und die von ihrem Endpunkt ausgehenden farbigen Wegebezeichnungen ein Verfehlen des Weges vollständig ausschließen. Trotzdem die für den Bau nötigen Material- und Geldsammlungen durch die Liebenswürdigkeit der betreffenden Spender, bis jetzt einen sehr guten Erfolg hatten, reicht es doch noch nicht zur vollständigen Herstellung aus und sind die unterzeichneten Mitglieder des Bauaus- schusses gerne bereit, Beiträge für den Turmbau entgegen, zunehmen: Aug. Gabriel, Kommerzienrat L. Georgi, Fr. Kühn, Architekt H. Meyer, Kreis-Baumeister Witte-Wetzlar, Adolf Zurbuch. Im Erker der Papier- Handlung Kühn, Seltersweg 36, ist der Plan des Turmes mit Schutzhütte ausgestellt. , ,
•* Befitzwechsel. Herr Ludwig Döll verkaufte sem in der Marktstraße Nr. 18 gelegenes Haus an Herrn Metzger S. Rothschild für den Preis von 24,000 Mk.
** Oberhefs. Feuerwehr-Verband. Bei der am 5. März im Saale des „Pfälzer Hofs" zu Friedberg stattgefundenen Delegierten-Versammlung des Oberhefs. Feuerwehr- Verbandes waren 21 Wehren mit ca. 80 Wehrleuten vertreten. Der Versammlung wohnten 5 Kreisfeuerwehr-Jn- spektoren, sowie die Mitglieder des Landesausschusses der Freiwilligen Feuerwehren bei. Auf Antrag der Freiw. Feuerwehr Friedberg wurde beschlossen, das im Nebungs buch vorgeschriebene militärische Feuer-Alarm-Signal abzuändern und dafür das Württembergische Alarm-Signal einzuführen. Die Abänderung der Verbandssatzungen wurde einer Kommission übertragen. Von dem Beitritt zum Samariterverband wurde Abstand genommen, dagegen den Wehren empfohlen, je eine Verbandstasche und Tragbahre anzuschaffen und eine Sanitätsmannschaft hierfür ausbilden zu lassen. Als die in Oberhessen geltende Normalwagenspurweite wurde 130—133 Ctm. bestimmt. Bei der Beratung technischer Fragen wurde dieZweckmäßigkeit des Magirus'schen Schlauch-Pflasters, die Dichtung defekt gewordener Schläuche auf der Brandstelle, sowie die Behandlung der Schläuche im allgemeinen besprochen. Eine längere Diskussion ent spann sich über die Frage: „Wie sind Petroleumbrände in Kellern am zweckmäßigsten zu löschen?" Zur Abhaltung des nächsten Oberh. Verbandstages im Jahre 1901 wurde Hungen gewählt und beschlossen, für je lOjähr. Dienstzeit eine silberne Aermellitze und für 20jähr. Dienstzeit ein Ehrendiplom einzuführen. Die Verhandlungen wurden von dem Verbands-Vorsitzenden Feller-Lollar geleitet und mit einem Hoch auf unfern Landesfürsten geschlossen.
x Vom Lande, 9. März. In den Gemarkungen verschwinden immer mehr die Dornhecken, die bekanntlich von den Vögeln als Niststätten bevorzugt werden. Um vielleicht einen schmalen Streifen, gewöhnlich ganz wertlosen, steinigen Boden zu gewinnen, werden die Sträucher und Hecken ausgerottet oder — wie das gerade im Frühjahr häufig zu sehen ist — angezündet und verbrannt. — Qin ebenso großer Mißstand ist es, daß das Zurückschneiden der Hecken erst im Mai oder Juni vorgenommen tvirb. Die Vögel werden dadurch im Nestbau gestört ober am Brüten verhindert. Gerade die Landwirte und Obstbaumzüchter sollten die Vermehrung der so überaus nützlichen Jnsektenvertilger nach Kräften zu fördern suchen durch Beschaffung von geeigneten Nistplätzen und sollten ihren befiederten treuen Gehilfen die größte Schonung angedeihen lassen. Vielleicht veranlassen diese Zeilen die Ortsbehörden, in ihren Bekanntmachungen, das Zurückschneiden der Hecken betreffend, einen früheren Termin festzusetzen, als dies seither üblich war. L ..
4- Saasen, 9. März. Der Ortsvorstand hat die Erbauung eines neuen Schulhauses für unsere Gemeinde beschlossen. Der Neubau soll jedoch nicht auf dem Veitsberg, wo das alte Schulhaus steht, sondern tu dem Orte selbst errichtet werden.
□ Ruppertenrod, 9. März. Die hiesigen Freunde uu- Züchter reinen Rassengeflügels können mit dem Erfolg ihrer Beteiligung an der Geflügel-Ausstellung zu Gießer wohl zufrieden sein. Es erhielten H. Finkermaz VH. einer ersten Preis und einen Ehrenpreis für Goldlack, H. Mau- einen zweiten und vierten Preis für Goldsprenkel, K. Mau- einen zweiten Preis für weiße Italiener, K. Rohn zw^ vierte Preise für Hamburger Schwarzlack. Außer diese. Preiserringen verkauften die Besitzer auch einige SlämM ihrer ausgestellten Hühner zu ansehnlichen Preisen. -*£• sind recht bemerkenswerte Erfolge, wenn man dabei in «•' wägung zieht, daß die Züchtung reinen Rassengeflügels Yi^ erst in ihrem Anfänge steht. Zu der demnächst in berg stattfindenden Geflügelausstellung werden die Wi9c Züchter gleichfalls mehrere Stämme senden, und wünsche wir ihnen ebenfalls die besten Resultate. — Ein ander. Zweig der Geflügelzucht steht seit kurzer Zeit hier in 1 Blüte, das ist die Aufzucht junger Gänschen. Dirn werden von anderen Ortschaften mit Vorliebe gekauft/ u, die Käufer kommen nicht nur aus nächster Nähe. zahlt für die jungen Gänschen, die kaum einige Tage all i werden brauchen, 80 Pfg. bis 1 Mk. pro Stück.
-ü- Homberg a. d. Öhm, 9. März. In diesen Tag ■ find es 25 Jahre, daß unsere höhere Bürgerschule c- Vorbereitungsschule für die mittleren Klassen ctrt
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