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höheren Lehranstalt ins Leben gerufen wurde. Wenn auch »on einer größeren Feier des 2b jährigen Bestehens aus den verschiedensten Gründen abgesehen wurde, so soll »och den früheren Lehrern und Schülern und den Freunden der Anstalt Gelegenheit geboten werden, sich wiederzusehen und »Ile Erinnerungen auszutauschen. Es findet Freitag 24. März, nachmittags 3 Uhr eine einfache Schulfeier mit Entlassung der Abiturienten und abends ein gemütliches Zusammensein mit Musik, und Gesangsvorträgen im Deng schen Saale statt. Spezielle Einladungen ergehen nicht.
-e- Alsfeld, 9. März. Im ersten Band des Herdbuches für Oberhessisches Simmenthaler Vieh, welches im vorigen Jahre vom Präsidium des landw. Provinzialvereins hrrausgegeben worden ist, sind im ganzen 1166 Simmen- lhaler Tiere und zwar 113 Bullen und 1053 Rinder und (hiije verzeichnet. Seit dieser Zeit sind die Körungen fortgesetzt worden, sodaß heute in die Stammregister über 2150 Tiere dieser Rasse eingetragen sind. Um für diese gekörten Tiere hervorragende Bullen zur Verfügung zu hoben, war im vorigen Jahr die Errichtung von zwölf Bullenstationen, welche je mit einem hervorragenden Bullen besetzt werden sollten, beschlossen worden. Vier dieser Stationen wurden im vorigen Herbst mit Bullen versehen, und sollten nun die acht anderen Stationen dieses Frühjahr besetzt werden. Der Termin zum Ankauf dieser Bullen in der Schweiz war für Mitte d. Mts. in Aussicht genommen. Unterdessen wird nun bekannt, daß die Schweizer Grenze legen Deutschland wegen Ausbruchs der Maul- und Klauen- enche in der Schweiz gesperrt ist. Der Ankauf der frag- ichen Bullen muß daher zunächst noch verschoben werden, und ist in Aussicht genommen, den Ankauf Anfang Mai t-vrzunehmen.
§ Aus dem Vogelsberg, 9. März. Ein heikler Faktor im modernen landwirtschaftlichen Betriebe ist das Gesinde. Die Löhne hierfür sind seit zwei Jahrzehnten ganz bedeutend gestiegen. Eine Magd, deren Lohn vor drei Jahrzehnten 10 bis 20 Gulden betrug, erhält jetzt 250 bis 360 Mark. Diese Löhne stehen allerdings in Beziehung zu allen Anforderungen der Jetztzeit, und ein Zetern darüber verriete die Verkennung der Thatsache. Die Landwirte zahlen auch dir hohen Löhne bereitwilligst, und doch hält es schwer, gutes Gesinde aufzutreiben. Durchaus nicht selten sind deshalb die Klagen über den Mangel an Gesinde. Die Ursache dieses Mangels liegt an der Zugkraft moderner Industrie mit ihren hohen Löhnen. Dazu kommt noch, daß man, besonders männlicherseits lieber die persönliche Freiheit wählt, als das knechtische Dienen unter einem Herrn. Es darf aber nicht unerwähnt bleiben, daß die landwirtschaftlichen Arbeiten in gesundheitlicher Hinsicht meist über die industriellen in dumpfen Fabriken oder staubigen Sälen oder vor glühenden Erzöfen hervorragen. Wo Licht ist, da ist auch Schatten, und außer der genannten Schattenseite giebt eS in großen industriellen Bezirken noch andere, die die persönliche Freiheit untergehen lassen unter die Herrschaft menschlicher Leidenschaften. Damit wollen wir sagen, daß eS bei den jetzigen hohen Löhnen noch keinesfalls das schlech- tefte Berufsgeschäft für junge, unbemittelte Leute ist, Knecht eher Magd bei einem Bauern zu fein, der Kopf und Herz auf dem rechten Fleck hat. ____________________________
Aus der Zeit für die Zett.
Vor 355 Jahren, am 11. März 1544, wurde zu Sorrent Torquato Tasso geboren, ein hochbegabter Dichter, der «lle anderen Lyriker seiner Zeit übertraf und einen neuen Aufschwung in die bukolische Dichtung brachte. Tasso hat ein unglückliches Leben geführt und ein tragisches Ende genommen. Er starb verbittert, arm und lebensmüde am 25. April 1595 im Hieronymitenkloster San Onofrio bei Florenz.
Schwurgericht.
W. Gießen, den 10. März 1899.
Schluß der Verhandlung gegen die Wäscherin Witwe Luise Katharine Sänger von Klein-Karben wegen Ermordung ihrer beiden unehelich geborenen Kinder.
Nach Vernehmung der Angeklagten wurden die Zeugen «rrnommen. — Der Bürgermeister von Klein-Karben, sowie mehrere Zeugen geben übereinstimmend der Angeklagten das tzeugnis, daß sie während ihrer Ehe eine ordentliche Person zavesen; wodurch sie sittlich gesunken, konnte niemand sagen, tic Zeugin, Frau Tierarzt Gelt, bei der die Angeklagte icgsüber gewaschen, als sie abends das Verbrechen beging, ktunbet, es sei ihr, bie sie allerbings nur ab und zu in iie Waschküche gekommen sei, an der Sänger nichts auf* gefallen. — Deren Dienstmagd deponiert, die Sänger sei m 5Va Uhr an dem betreffenden Morgen gekommen, die- sklbc sah sehr schlecht aus, während des Tages setzte diese fld) mehrfach hin, sie gab nur kurze Antworten, zeigte indes tleim Essen guten Appetit. Am folgenden Tag war die Länger ebenfalls bei ihrer Dienstherrschaft beschäftigt. — Die Frau Delio aus Klein-Karben, in deren Haus die tlnZeklagte wohnt, giebt ihr das Zeugnis einer friedliebenden, vrd tätlichen Person, dieselbe sei auch nach ihrer Ansicht zcifflig völlig zurechnungsfähig. Die Zeugin sowohl, als 6twi Ehemann haben keine Ahnung gehabt von dem, was in nhrem Hause vorging. — Dr. Becker, prakt. Arzt in ftri cdberg, erklärt als Sachverständiger, er habe die Sektion btt Leiche der Kinder geleitet. Das Mädchen habe nach itr Geburt gelebt, es zeigte dessen Körper sogenannte Ver- dck.hungsmerkmale, sodaß diese Verbrühung die Ursache des Towes war. Betreffs des Knaben war die Feststellung, ob hrfielbe gelebt hat, schwer zu machen, da dessen Körper ftarf verkohlt war. Der Sachverständige ist jedoch per- finllich der Ansicht, daß auch der Knabe gelebt habe. Der sachverständige bekundet, daß der Leichenbefund ergebe, daß die Angeklagte die Leichen mit einem Messer bearbeitet habe,
zu dem Zwecke, dieselben zu zerstückeln. — Auf Antrag des Oberstaatsanwalts Dr. Güngerich wird der im Saale anwesende Kreisarzt Dr Haberkorn noch als Sachverständiger darüber vernommen, ob nach Lage der Sache anzunehmen sei, daß auch der Knabe gelebt hat, ehe er in das kochende Wasser gesteckt worden sei. Der Sachverständige bejaht diese Frage. Nach seiner Ansicht seien das Vorhandensein von Blasen an der Leiche ein Beweis der Reaktion des noch vorhandenen Lebens gewesen, und er sei der Ansicht, daß der Knabe an Verbrühen gestorben sei. — Hierauf wird der Professor Dr. Sommer als Sachverständiger gehört. Derselbe erklärt, die Sänger habe weder vor, noch während, noch nach der Zeit der Thal Symptome von Geistesgestörtheit gezeigt. — Die den Geschworenen vorgelegten Schuldfragen lauten auf Mord, im Fall der Verneinung dieses Verbrechens auf Totschlag und im Fall der Verneinung dieser Frage auf Kindestödtung, und ferner auf das Vorhandensein mildernder Umstände. — Herr Oberstaatsanwalt Dr. Güngerich ließ die Anklage wegen Mord fallen und Plaidierte für schuldig der Kindestötung unter Verneinung der Frage nach mildernden Umständen. — Rechtsanwalt Mendelsohn sucht alle Milderungsgründe hervor, um die Geschworenen zu veranlassen, seine Klientin vor dem Zuchthause zu bewahren. Auch er ist der Ansicht, daß die Jury die Frage wegen Mordes und ebenso die wegen Totschlags zu verneinen habe. — Nach längerer Beratung verkündete der Obmann der Geschworenen, Prof. Dr. Heimburger-Gießen, den Wahrspruch, welcher die beiden Fragen wegen Mord als auch wegen Totschlag verneinte, dagegen ein Schuldig votierte wegen Kindestötung in beiden Fällen, welche aber als ein und dieselbe Handlung anzusehen seien. Die Frage wegen mildernder Umstände wurde verneint. — Der Oberstaatsanwalt beantragte, auf 8 Jahre Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf eine entsprechende Zeit zu erkennen. — Der Ver- theidiger bat um eine geringere Strafe und Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft. — Der Gerichtshof erkannte auf 7 Jahre Zuchthaus unter Anrechnung von 6 Monaten der erlittenen Untersuchungshaft und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 8 Jahren.
W. Gießen, den 10. März 1899.
Heute wird gegen den 25 Jahre alten wegen Körperverletzung zweimal vorbestraften Weißbindergesellen Ehr. Bender, wohnhaft zu Friedberg, wegen Br and stift ung verhandelt. Die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Dr. Güngerich, die Verteidigung führt Rechtsanwalt Dr. Spohr. Der Angeklagte ist geständig, in der Nacht vom 21. zum 22. Januar d. I. in Gemeinschaft mit einem gewissen Carl Hartmann, der sich der Bestrafung durch die Flucht entzogen, 300 Wellen Tannenreisig in der Nähe von Ockstadt vorsätzlich in Brand gesteckt zu haben.
Bender erklärt, er und Hartmann, sowie noch acht weitere junge Leute hatten am 21. Januar abends bis die nacht gegen 12 Uhr in Friedberg in einer Wirtschaft getrunken und machten nachher einen Spaziergang nach dem zwei Stunden von Friedberg entfernten Okstadt. Hier wurden allerhand Allotria getrieben. Man sang auf der Dorfstraße und klopfte die Bewohner des Ortes heraus. Hinter Okstadt habe Hartmann und er sich eine Zigarre anzünden wollen, man sei bei Seite getreten, und da habe Hartmann, auf die aufgestappelten Wellen zeigend, gesagt: Fort, wir stecken die Wellen an. Der Angeklagte will bann gesagt haben, laß das, was meinst du, wenn das raus kommt, welche Strafe wir da bekommen. Hartmann habe aber sich nicht abhalten lassen und den Brand doch angelegt, ihn auch veranlaßt, das gleiche zu thun. Als der Angeklagte das Feuer auf- flammen sah, habe er versucht, dasselbe auszutreten. Hartmann habe ihn zurückgestoßen und noch mehr Wellen auf bas prasselnde Feuer gelegt, bann seien sie beide fortgelaufen.
Die vernommenen Zeugen bekunden, daß, wenn der Wind in jener Nacht von der anderen Seite her gekommen, die Gefahr bestand, daß Tausende von Wellen, die dort lagern, ein Raub der Flammen geworden wären. Die Wellen waren nicht versichert und repräsentieren einen ganz erheblichen Wert, der vernichtet worden wäre, wenn der Wind eben nicht entgegengesetzt geweht hätte.
Den Geschworenen wird die Schuldfrage aus § 308 d. Str.-G. wegen vorsätzlicher Brandstiftung vorgelegt. — Auf Antrag der Verteidigung wird noch die Frage nach mildernden Umständen gestellt.
Oberstaatsanwalt Dr. G ü n g e r i ch plaidiert für schuldig ber Brandstiftung unter Zubilligung mildernder Umstände. — Der Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Spohr, ist ganz der Ansicht des Vertreters der Staatsbehörde. Sein Klient erwartet, daß man seine That, für die er Strafe erleiden will, milde auffasse, wie dies die Geschworenen nach Lage des Falles ja auch thun werden. Nach der ganzen Sachlage sei die That doch nichts weiter, als ein fortgesetzter grober Unfug, wozu noch die Angetrunkenheit des Thäters komme, und der geringe Schaden, der überhaupt entstanden sei.
Das Gericht erließ Urteil dahin, daß der Angeklagte mit 1 Jahr 6 Monate Gefängnis zu bestrafen sei. Der Angeklagte sei vorbestraft, seine That sei eine frivole und höchst gefährliche, wodurch sich die Höhe der Strafe recht- fertige. ________________________________________________________________
Kirchliche Nachrichten.
Sv angelifche Gemeinde.
Sonntag den 12. März. Mare.
Gottesdienst.
In der Stadtkirche.
Vormittags 9*/i Uhr: Pfarrer Dr. Grein.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MarkuSgemeinde. Pfarrer Dr. Grein.
Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus« und Marcusgemeinde. Anmeldungen zuvor bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
In der IohanneSkirche.
Vormittags 9«/. Uhr: Pfarrer Euler.
Vormittags 11 Uhr: KindergotteSdienst für die LukaSgemeinde. Pfarrer Euler.
Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumanu.
Montag den 13. März, abends 8 Uhr: Btdelstnnde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Kolofierbrief Kap. 4, von DerS 10 an. Grüße, Aufträge, Segenswunsch. Pfarrer Dr. Naumann.
Mittwoch den 19. Mürz, abends 6 Uhr: Fünfte PassionSandacht Pfarrer Dr. Naumann.
Katholische Gemeinde.
SamStag den 11. März.
Nachmittags um 4>/, Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
Sonntag den 12. März. 4. Aastenfonntag.
Vormittags von 6Vs Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte.
, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe;
vor und in derselben Austeilung der heil. Communion;
„ um 8 Uhr: die zweite heil. Mefie;
, um 9</i Ubr: Hochamt mit Predigt (4. Fastenpredigt);
Nachmittags um 5Vi Uhr: Christenlehre; darauf Fastenandacht.
Mittwoch Abend um 6 Uhr ist Fastenandacht.
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau „Herold*.
Berlin, 10. März. Nach ber „Deutschen Tages-Zeitung" soll bie Negierung entschlossen fein, sich mit den Beschlüssen ber Bubget-Kommission nicht zufrieben zu geben, sonbern auf ben Forberungen ber Heeres-Vorlage zu bestehen unb gegebenenfalls bie letzten Konsequenzen baraus zu ziehen.
Berlin, 10. März. Die mit bem Rücktritt bes Abmirals von Knorr in Verbinbung gebrachten organisatorischen Aenberungen ber obersten Stellen ber Marine-Behörben hängen wie bie Berliner „Neuesten Nachrichten" erfahren, mit bem Flottengesetz unb mit ber Verstärkung ber Kriegsmarine zusammen.
Berlin, 10. März. Der Senat ber hiesigen Universität ernannte an Stelle bes verstorbenen Geheimen Justizrat Professor Hinschius ben beseitigen Prorektor, Professor Schmoller, zum Vertreter ber Hochschule im Herrenhause.
Dresden, 10. März. Dem Professor W a l l 01, Erbauer bes beutschen Reichstagsgebäubes, würbe gestern beim Betreten seines Hörsaales in ber Technischen Hochschule von seiner zahlreich versammelten Stubentenschast eine herzliche Ovation bargebracht. Ein Stubent hielt eine Rebe, bie in einem Hoch auf Wallot enbete, worauf biefer mit bewegten Worten bankte.
Wien, 10. März. Die „Neue Freie Presse" melbct: In Wiener biplornatischen Kreisen wirb vielfach von ber Absicht Oesterreich-Ungarns gesprochen, ebenso wie bie anberen europäischen Mächte auch ein Stück Chinas in Besitz zu nehmen.
Graz, 10. März. Das Stäbtchen Liezen ist teilweise nieberge bräunt.
Mailand, 10. März. Etwa 1500 Stubenten ber Universität Turin beschlossen', ben Vorlesungen fern* zubleiben, unb bie Stubentenschaft Italiens zu gleichem Vorgehen aufzusorbern.
Bern, 10.März. Sämtliche Arbeiter am Simplon- Bahnbau striken wegen Lohn-Differenzen. Die Arbeiten sind eingestellt.
Brüffel, 10. März. Der Schwächezustanb ber Königin wirb immer beb entlief? er. Die Fürsorge ber Aerzte beschränkt sich nur noch auf bie Vermehrung ber Kräfte. Bis jetzt sinb inbes ihre Bemühungen ohne wesentlichen Erfolg geblieben. Auch bie Verbauungs - Organe funktionieren schlecht.' Gestern abenb betrugen bie Herzschläge nur 40—50 pro Minute. Die Aerzte hegen bie größte Besorgnis.
Brüffel, 10. März. Entgegen ben amtlichen Bulletins gilt ber Zustanb ber Königin als hoffnungslos. Der Magen versagt absolut jebe Nahrungsaufnahme und bie Herzthätigkeit ist ungenügenb. Der König erhielt gestern eine lange teilnehmenbe Depesche bes beutschen Kaisers.
Rotterdam, 10. März. Der Zusammentritt ber Abrüstungs-Konferenz im Haag ist nunmehr auf ben 18. Mai festgesetzt worben.
Paris, 10. März. Die Regierung hat beschlossen, bie Überlassung bes geheimen Dossiers unter benselben Bedingungen für bie brei Kammern bes Kassationshofes statt- finben zu lassen, wie dies bei ber Untersuchung ber Kriminalkammer ber Fall gewesen ist.
Paris, 10. März. Infolge bes Tobes bes Herzogs von Montebello, ber von bem Regimentsarzt ber Kriegsschule als nicht erkrankt bezeichnet worben war unb kurz barauf starb, würbe gegen ben Regimentsarzt eine Untersuchung eingeleitet, infolge beren er strafweise nach Arras versetzt würbe.
Paris, 10. März. Das Blatt „Rappel" melbet, Bianchini sei von ber Unschulb seiner zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilten Frau vollstänbig überzeugt, unb er werbe nichts unversucht lassen, um ihre Unschuld an ben Tag zu bringen.
Paris, 10. März. „Libre Parole" schreibt, wenn Dnpaty be Slam bie Wahrheit gesagt hat, so mußte er eingestehen, baß er nur auf Befehl Boisbeffres gehanbelt habe, was übrigens für jeben intelligenten Menschen augenscheinlich war. Boisbeffrc müsse aus ber Armee gestrichen werben.
M Seidenstoffe
und crefeld. von Elten & Keussen , Handlung,


