Lokales und Msviryielles.
♦ Gießen, den 9. November.
* * Geschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Vor 140 Jahren, am 10. Nooemdcr 1759, wurde zu Marbach am Neckar der volkstümlichste und g-feterteste deutsche Dichter Friedrich v. Schiller geboren, durch welchen di- tieferen Züge des deu scheu Vockscharakters dm vollendetsten Ausdruck gründen haben. Daher die begeisterte Liebe, welche ihm namentlich die Jugend entgegenbrtngt. Seine Grundid e ist der auf sittlicher Kraft beruhende Siez der Freiheit. Der gottbegnadete Dichter verschied am 9. Mai 1805 zu Weimar.
* * Wenn Martini — 11. November — vor der Thüre steht, dann naht der Haupttermin der Ausgaben des Landwirtes. Die Acker- und Wiesengelder oder die Kauf- und Pachtgelder sind dann fällig geworden. Dazu kommen noch die Beträge für Brennholz, für Heu und Grummelgras und andere. In schlechten Jahrgängen hat der Landmann seine große Mühe und Not, außer den hohen Gesindelöhnen die Kaufgelder herbei- zufchaffen. Aber solch reichgesegnete Jahrgänge wie der diesjährige machen es dem Landmanne leichter, seinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Wo solche gewaltige Strohhaufen sich um die Ortschaften auftürmen, da biegen sich auch der Speicher Böden von der Saaten Früchte. Wenn auch die Fruchtpreise selbst nicht als hoch bezeichnet werden können, so wachsen doch die Verkaufssummen durch das Mehr der Getreideertrüge. — Eine eigentümliche Preisverschiebung in den Fruchtgattungen hat Heuer stattgefunden. Bekanntlich kostet das Weizenmehl den höchsten Preis, weil der Weizen in der Regel am teuersten war. Im jetzigen Herbste haben aber Korn und Gerste den Weizenpreis überflügelt. Man kauft demnach Weizen billiger als Korn und Gerste. — Wenn der Landwirt so dem diesjährigen Martini weniger bedrückt entgegengehen kann, so darf man das auch in anderen Berufszweigen, namentlich auch in der Industrie, freudig begrüßen; denn: „Hat der Bauer Geld — hats die ganze Welt!"
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* • Kirchliche Dieustnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 1. November dem Pfarrverwalter Karl Bolitsch zu Kirtorf, Dekanat Alsfeld, die evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen.
* • Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 8. November dem Hauptmann und Kompagniechef im Kaiser- Alexander-Garde Grenadier-Regiment Nr. 1 v. Schultz en- dorff, seither im Jnfanterie-(Leibgarde-)Regiment Nr. 115, das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen Allergnädigst zu verleihen geruht.
*’ Trauergottesdienst. Für den am 2. November verstorbenen Bischof Dr. Haffner wird in der katholischen Kirche dahier Freitag den 10. November, vormittags 8 Uhr, ein feierlicher Trauergottesdienst gehalten werden."
** Verzeichnis der Geschworenen für das Schwurgericht pro 4. Quartal 1899: 1. Culmann, Heinrich Ludwig, Kaufmann in Dauernheim. 2. Reidel, Jakob, Drechsler in Wieseck. 3. Heß, Adam, Schuhmacher in Friedberg. 4. Vogt, Karl Louis, Landwirt in Reichelsheim. 5. Schmidt, Heinrich I., Fabrikant in Grünberg. 6. Gilbert, Wilhelm II., Bürgermeister in Grüningen. 7. Blei, Konrad II., Landwirt in Burkhardsfelden. 8. Spörhase, Wilhelm, Mechanikus in Gießen. 9. Bender, Heinrich V., Landwirt in Dorf - Gill. 10. Müller, Karl, Gutsbesitzer in Neuhof bei Leihgestern. 11. Frey, Ph., Kaufmann in Lang-Göns. 12. Brück, Karl, Stadtrat in Gießen. 13. Schmidt, Dr. Arthur Beno, Professor in Gießen. 14. Bär, Löb, Lederhändler in Gießen. 15. König, Martin Casimir I., Beigeordneter und Oekonom in Ober-Mörlen. 16. Schön, Karl, Bauinspektor in Lich. 17. Geiß, Johannes III., Landwirt in Windhausen. 18. Zimmermann, Philipp, Bäcker in Lich. 19. Seipp, Ludwig IV., Gemeindeeinnehmer in Lollar. 20. Scheid, Jakob, Buchhalter in Gießen. 21. Moscherosch, Heinrich, Landwirt in Nieder-Wöllstadt. 22. Habermehl, Ludwig, Landwirt in Wallenrod. 23. Hochstätt er, Max, Tapetenfabrikant in Gteßen. 24. Klein, Wilhelm, Landwirt in Burg - Gräfenrode. 25. Sehrt, Heinr. II., Landwirt in Bernsfeld. 26. Dott, Johannes II., Pachter in Heldenbergen. 27. Wagner, Friedrich, Landwirt in Bönstadt. 28. Hyroniemus, Georg, Beigeordneter in Friedberg. 29. Korell, Paul Heinrich, Landwirt in Friedberg. 30. Reuter, Heinr. V., Landwirt in Wieseck.
** Zum Notariatswesen. Nachdem in diesen Tagen für die Stadt Gießen 3 Notare ernannt worden sind, ist es von Interesse, einiges über die für Oberhessen neue Einrichtung des Notariats mitzuteilen, zumal noch vielfach Unklarheit hierüber im Publikum besteht. — Das Gesetz vom 15. März 1899 führt das Notariat in Starkenburg und Oberhessen ein. Die Notare sind öffentliche Beamte, sie werden auf Lebenszeit ernannt, sie beziehen kein Gehalt, sondern Gebühren. Auch Rechtsanwälte können Notare sein; sie dürfen in Angelegenheiten, in denen sie als Notar thätig waren, anwaltliche Vertretung nicht übernehmen. Unbeschadet der den Amtsgerichten, den Ortsgerichten und den Ortsgerichtsvorstehern zustehenden Befugnisse dürfen die Notare Beurkundungen auf Antrag der Beteiligten vornehmen. Es bezieht sich dies insbesondere auf Beglaubigungen, Errichtung öffentlicher Urkunden, Ausstellung von Lebenszeugnissen, Grundstücksversteigerungen, Aufnahme von Wechselprotesten und Vermögensverzeichnissen sowie von Testamenten. In letzterem Punkte ist zu bemerken, daß nach dem Bürgerlichen Gesetzbuche ein Testament auch in („unfeierlicher") Form einfach in der Weise errichtet werden kann, daß der Testator seinen letzten Willen selbst «iederschreibt und die Urkunde in Gewahrsam behält. Die Notare können auch freiwillige Mobiliarversteigerungen vor
nehmen. Eide dagegen und eidesstattliche Versicherungen können sie nicht abnehmen. Seine Gehilfen soll der Notar mit Vorsicht auswählen; für den Schaden, den der Gehilfe in Ausführung einer Verrichtung, zu der ihn der Notar bestellt hat, einem Dritten widerrechtlich zufügt, ist der Notar verantwortlich. Die Aufsicht über die Notare führt das Justizministerium bezw. in dessen Auftrage der Präsident des Landgerichts. Der Notar unterliegt Ordnungs- und Disziplinarstrafen. Das Gebührenwesen der Notare soll zunächst durch Verordnung bestimmt werden — von dem Tarife, der eingeführt wird, wird es abhängen, ob die Gebührenverdienste der Notare erheblich sein werden. Allerdings wird das Publikum, namentlich auf dem Lande, den Notaren sich nicht zuwenden, wenn ihre Gebühren allzuhoch sind. Die Interessenten werden dann nach wie vor die Amtsgerichte und Ortsgerichte aufsuchen. Es sind bis jetzt nur Rechtsanwälte zu Notaren ernannt worden. In Darmstadt hatten sich viele Rechtsanwälte zum Notariat gemeldet, in Gießen nur sechs (die Herren Metz, Römheld, Katz, Weidig, Dr. Spohr, Wagner), von denen drei ernannt wurden. Manche Anwälte sind der Ansicht, daß sich die Beamteneigenschaft des Notars nicht mit der Unabhängigkeit, die der Anwaltsberuf erfordere, vertrage. In Preußen allerdings besteht die Einrichtung der Vereinigung von Advokatur und Notariat schon lange. Bürgermeister Köhler-Langsdorf hat neuerdings wieder eine Agitation gegen das Notariat eingeleitet; sie wird indes kaum Erfolg haben.
** Zur Beachtung! Die Besprechung über die gestrige Vorstellung im Stadttheater mußte aus Raummangel zurückgestellt werden. Dieselbe folgt morgen. Ein gleiches Schicksal erleiden eine Anzahl Wahlberichte vom Lande.
** Aus dem Theaterbureau. Wie bekannt, findet morgen, Freitag das Gastspiel des Komikers C. W. Büller als „Großkaufmann Bloom" in „Rosenmüller und Finke" statt. Nach dem großen Erfolge, den der treffliche Künstler gestern in der Theatervereinsvorstellung „Großmama" erzielte, dürsten die weiteren zwei Gastspiele desselben eines regen Interesses des Publikums sicher sein. — Den verschiedenen an die Direktion gelangten Anfragen entsprechend, hat dieselbe beschlossen, die „Weiße Rößl"- Fortsetzung: „Als ich wiederkam" nächsten Sonntagnachmittag zur Aufführung zu bringen, worauf besondes die auswärtigen Besucher aufmerksam gemacht seien.
** Vortrag Zimmermann. Auf den Samstagabend im Saale des „Hotel Einhorn" stattfindenden Vortrag des Herrn Pfarrers und Universitätsdozenten Dr. theol. et phil. Paul von Zimmermann aus Wien über die evangelische Bewegung in Oesterreich, weisen wir auch an dieser Stelle unsere Leser nachdrücklich hin. Der im Juni d. I. angekündigte Vortrag des Herrn Pfarrers Lic. theol. P. Bräunlich über das gleiche Thema mußte damals infolge eines Mißverständnisses in letzter Minute abgesagt werden. Auch Herr Pfarrer v. Zimmermann kennt die Verhältnisse aus eigener Anschauung. Er bringt der großen Bewegung, auf die die Augen aller Evangelischen in unserem Vaterlande mit Spannung gerichtet sind, volles Verständnis und ein warmes Herz entgegen. Er wird es zweifellos verstehen, auch unsere evangelischen Mitbürger durch die lebensvolle Darlegung der Verhältnisse, die wir von ihm erwarten dürfen, zu thätiger Teilnahme an dem Ergehen der österreichischen Brüder anzuspornen.
** Der Großherzog hat ein Statut zur Bildung eines katholischen Diözesankirchenvorst an des für das Bistum Mainz genehmigt. Dem Statut entnehmen wir folgendes: Gemäß Verfügung Großherzog' lichen Ministeriums des Innern vom 18. Mai l. Js. soll für Beschaffung der Mittel, welche zur künftigen Regelung der Gehalte der Geistlichen vom 1. April 4900 an, zur Bestreitung der allgemeinen kirchlichen Bedürfnisse der Diözese, sowie zur Rückzahlung des von den Ständekammern zur Aufbesserung pro 1899 bis 1900 bewilligten Darlehens von 70,000 Mk. in Raten von je 10,000 Wit. erforderlich sind, eine allgemeine Kirchensteuer von den Katholiken des Bistums erhoben werden. Ueber die Höhe dieser Steuer, über die Art ihrer Erhebung und Verwendung sollen alljährlich Vertreter des Laienstandes be« raten und beschließen. Diese Vertretung des LaienstandeS wird nach dem Vorbilde der Kirchenvorstände der einzelnen Gemeinden den Namen Diözesan-Kirchenvorstand führen.
** Hessische Klaffenlotterie. Herr Rechnungsrat Kra üs, der von der hessischen Regierung als Mitglied der Verwaltungskommission der hessischen Klassenlotterie gewählt worden ist, bereist soeben sämtliche Landesteile, um über die sich gemeldeten Hauptkollekteure zum Vertrieb der Lose für die zu errichtende Hessische Klassenlotterie nähere Erkundigungen einzuziehen. Vor einigen Tagen befand sich auch dieser Herr in Mainz, und die in Betracht kommenden Kollekteure hatten ein förmliches Verhör zu bestehen. Die Zahl der in den größeren Städten des Landes anzustellenden Hauptkollekteure wird sich zwischen 6 und 10 belaufen. Wie wir vernehmen, sollen nur in den größeren Städten, Mainz, Darmstadt, Gießen, Offenbach, Worms, Bingen, Alzey 2C., Hauptkollekteure angestcllt werden, während die Unterkollekteure in den kleinen Orten von den Hauptkollekteuren ihre Lose zu beziehen haben. Für die Betriebsleitung der Lotterie wird dadurch die Arbeit wesentlich vereinfacht. — Die Ausgabe der Lose findet am 15. Dezember statt.
• • Direktoren Kouferenzeu. Der „Franks. Ztg." wird aus Darmstadt geschrieben: Es scheint, als ob die neuen Männer im hessischen Schulministerum infolge der Fälle Soldan-Dettweiler die Unzulänglichkeit der seitherigen Beziehungen der obersten Verwaltung zu den Lehrkörpern eingesehen haben, und zu der Erkenntnis gekommen sind, daß doch auf die Ansichten der Direktion und Lehrer einiger Wert zu legen sei. Es sollen deswegen sogenannte Direktoren-Konferenzen eingeführt werden, deren
Tagesordnung vorher in den Lehrerkonferenzen durchberate» und von Berichterstattern aus der Mitte der Lehrerkollegien verarbeitet werden soll. Die erste dieser Direktoren Konferenzen ist Montag den 18. Dezember. Dabei soll auch Gedankenaustausch über die Erfahrungen h rbeigeführt werden, die in den Oberklassen der Gymnasien mit Präparationen für die Lektüre der lateinischen und griechischen Klassiker gemacht worden sind, und über die sogen, freien Arbeiten.
* * Daß die Privatposten am 1. Januar 1900 ihre Thätigkeit einstellen sollen, ist ein hier verbreitetes falsches Gerücht. Nach den Kommissionsbeschlüssen des ReichStag- ist eine Ablösung derselben auf den 1. April 1900 geplant. Nach Wiederzusammentritt des Reichstags (14. November) sollen die Beratungen der Post-Novelle alsbald wieder auf-' genommen werden und läßt sich heute nicht absehen, was darüber in der noch ausstehenden zweiten und dritten Lesung von seilen des Reichstags festgesetzt wird.
* • Polizeibericht. Gestern abend gerieten zwei Arbeiter von auswärts in der Bahnhofstraße beim Nachhausegehen in Wortwechsel, stießen sich dann gegenseitig an, endlich nahm der eine dem andern den Stock aus der Hand und schlug damit seinen Gegner auf den Kopf, daß es blutete. Anzeige wegen Körperverletzung wurde erhoben.
O Heuchelheim, 8. November. Unter überaus zahlreicher Beteiligung — es stimmten über 80 Prozent der Wahlberechtigten ab— gelang es bei den heutigen Wahlmännerwahlen, den Kandidaten der bürgerlichen Partei mit 178 Stimmen zum Siege zu verhelfen, während es die sozialdemokratischen Kandidaten nur auf 144 Stimme» brachten.
Darmstadt, 8. November. Das Großherzogspaar reist heute abend nach Koburg ab.
Darmstadt, 8. November. Seine Majestät der Kaiser von Rußland hat folgende Orden rc. an Offiziere und Unteroffiziere von der 2. Eskadron vom Großherzogl. Hessischen Dragoner-Regiment Nr. 23 verliehen: De» St. Stanislausorden 2. Klasse dem Rittmeister und Eskadrons-Chef Selz am. Den St. StaniSlausorde» 3. Klasse den Leutnants v. Becker, v. Goerck, v. Besser, van Gülpen. Den St. Annenorden 4. Klasse dem Wachtmeister Haas. Die kleine goldene Medaille dem Vize- Wachtmeister Krämer und Vize Wachtmeister und Oberfahnenschmied Best. Die kleine silberne Medaille dem Sergeanten Lotz; den Unteroffizieren: Graf, Brock, Brück, Hohmayer, Reitz, Jnuder, Hechler und Trompeter Grußendorf.
- r- Darmstadt, 9. November. 10 Uhr vormittags (Tel.) Seine Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den Lehramtsassessor Adolf Kimm er zum Lehrer au dem Ludwig-Georg-Gymnasium zu ernennen. — Bei den hiesigen Urwahlen zum Landtag siegte der Kandidat der vereinigten bürgerlichen Parteien, Regierungsrat Noack, gegen den Sozialdemokratischen, Schuhmacher Friedrich. Der Wahlkreis war seither nationalliberal vertreten.
Aus Egelsbach, den 8. November, wird den „N. H. V." gemeldet: Gestern abend präzis 8 Uhr sind das russische Kaiserpaar, die Großfürstinnen und das große Gefolge abgereist. Auf dem Bahnhof hatten sich eingefunden Prinz Franz Josef von Battenberg nebst Gemahlin, Hofmarschall Exzellenz von Westerweller nebst Gcmahlin, der russische Gesandtschaftssekretär von Doubensky, der Kommandeur und die Stabsoffiziere des 2. Großh. Hess. Drag.- Regts. (Leib-Drag.-Regts.) Nr. 24, dessen Inhaber der Zar ist, und die zum Ehrendienst befohlenen Offiziere, sowie der Bürgermeister von Egelsbach. — Kurz vor 8 Uhr kam das Kaiserpaar in Begleitung unseres hessischen Fürstenpaares von Wolfsgarten an und fand die gegenseitige Verabschiedung des beiderseitigen Gefolges durch die Herr- schäften statt; auf dem Perron wurden der Kaiserin noch Blumenspenden u. a. von der hier weilenden Malerin Stoffrege überreicht, wofür die hohe Frau herzlichst dankte. Sie bestieg zuerst den kaiserlichen Salonwagen, worauf der Kaiser, der Großherzog und die Großherzogin, sowie Prinz Franz Josef von Battenberg nebst Gemahlin folgten. Der Abschied der hohen Herrschaften war hier ein kurzer, aber sehr herzlicher, und dampften gleich darauf unter brausenden Hurrahrufen der Anwesenden die hohen Gäste nach ihrer nordischen Heimat ab. Der Zar begrüßte die Zurückgebliebenen noch lebhaft vom Fenster aus. Man sah, daß deu hohen Herrschaften der Abschied nach diesem langen Zusammensein sehr nahe ging. — Geh. Baurat Dittmar begleitete den Zug bis Sachsenhausen. — Ueber die letzten Stunden des Aufenthalts verlautet, daß die Kaiserlichen Prinzessinnen noch eine Ausfahrt in die Umgegend und durch Egelsbach machten, ehe sie um 5 Uhr durch die Generale Hesse und v. Grancy nach dem Kaiserlichen Hofzug begleitet wurden. Die Hohen Herrschaften machten nachmittags noch einen gemeinsamen Spaziergang durch den Park. Prinz Wilhelm von Hessen hatte sich schon mittags, wo er zur Hoftafel geladen war, verabschiedet. — Das russische Kaiserpaar machte der Gemeinde Egelsbach ein Geldgeschenk von 1000 Mark.
A Aus dem Wahlkreise Babenhausen-Seligenstadt, 8. November. Nach dem bis heute abend bekannt gewordenen Resultate der heutigen Wahl männ erwählen erscheint die Wiederwahl des bisherigen Centrumsabgeordneten Horn- Seligenstadt als gesichert. Sämtliche katholischen Gemeinden um Seligenstadt, mit Ausnahme von Klein-Krotzenburg, wählten zu gunsten Horns; auch zweifelhafte Gemeinden traten schließlich für das Centrum ein. Horn vereinigt, soweit es sich bis zur Stunde überschauen läßt, auf sich 17 Stimmen. Die Zahl aller Wahlmänner des Wahlkreises beträgt aber nur 31 Stimmen, sodaß der Sieg des CentrumL feststehen dürfte. Die Sozialdemokraten blieben fast allenthalben in bedeutender Minderheit, obschon riesige Anstrengungen zur Erlangung des Sieges unternommen waren.
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