Ausgabe 
10.3.1899 Erstes Blatt
 
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Cambon selber hob in einer Ansprache hervor, die beiden Länder sollten dieselbe gegenseitige Achtung und Höflichkeit enter einander zeigen, wie sie zwischen den einzelnen In­dividuen bestehen, damit die herzlichen Beziehungen enger geschlossen werden könnten.

Petersburg, 6. März. Das Ende von Finlands Selbständigkeit. Aus Finland wird derKöln. Ztg." von privater Seite geschrieben, daß das Land ungemein tief den Eingriff in seine alten Rechte empfindet, der ihm each der Auffassunng aller Finländer durch das Manifest vom 15. Februar angethan wurde. Lärmende Kundgeb­engen fehlen zwar ganz, der Finländer liebt theatralisches Geschwätz nicht; die Gesinnungen des Volkes zeigen sich aber in rührender Weise. Das Standbild Alexanders II. auf dem Senatsplatze ist mit frischen Blumen geschmückt, wortlos legen kleine Trupps von Bauern, Schülern, jungen Damen und Kaufleuten Kränze an den Stufen des Stand­bilds nieder, und in vielen Verkaufsläden sieht man die Bilder früherer Zaren mit Epheu und Lorbeer geschmückt und umgeben von den Gesetzesbüchern des Großfürstentums Finlands. Aus dem Innern des Landes treffen Meldungen ähnlicher Kundgebungen ein. Sonst ist alles beim alten. Gerüchte von irgendwelchen Ruhestörungen sind falsch und auch in Zukunft mit Mißtrauen aufzunehmen. Bekanntlich ist der Kernpunkt des Manifestes die Beschränkung der Thätigkeit des finländischeii^Landtages auf solche Fragen, die nicht das allgemeine Interesse des Gesamtreiches be­rühren. Die Entscheidung, welche Fragen hierunter zu rechnen sind, hat sich von Fall zu Fall der Kaiser persön­lich Vorbehalten. Von finländischem Standpunkt ist damit die bisher vorgeschriebene Art der Gesetzgebung für Fin­land beseitigt und dem Wohl- oder Uebelwollen der Rat­geber des Kaisers ein sehr breiter Raum gegeben worden, wo früher als gesetzgebende Faktoren nur der Kaiser und der Landtag bestanden haben. Es ist ein mißliches Ding für den Kleinen, von dem Großen Großmut zu verlangen, möge immerhin der gesetzliche Anspruch auf Eigenleben be­gründet sein. Die Finländer lassen das Schicksal über sich ergehen, weil sie es nicht ändern können; sie wollen aber nicht die Verantwortung vor der Geschichte auf sich nehmen, zu den russischen Eingriffen in ihre Selbständigkeit Ja und Amen gesagt und Beifall geklatscht zu haben. Nach der Ablehnung des Kaisers, die finländische Abordnung zu em­pfangen, ist von dem Gesetzausschusse der Stände der Be­schluß gefaßt worden, daß das kaiserliche Manifest für Finland keine Rechtskraft besitze. Damit dürfte wohl die Thätigkeit der finländischen Landtage ein Ende erreicht haben. Wenn auch der Kaiser versöhnlich genug sein mag, xm die ganze Frage noch einmal durcharbeiten zu lassen, so ist doch auf keinen Rückgang des Zwistes zu rechnen, denn verschiedene wesentliche Schritte sind, namentlich auf Betreiben des Kriegsministers, bereits gethan. Daß diese rückgängig gemacht werden, ist unwahrscheinlich. Einem Teile der russischen Presse wird die Haltung der Finländer den willkommenen Vorwand geben, das Vaterland als in Gefahr befindlich zu erklären und scharfe Mittel gegen Finland zu empfehlen. Die separatistische Partei, von der in solchen russischen Kreisen so viel geredet wird, besteht jedoch in Finland nicht. Nicht los von Rußland lautet dort die Losung, sondern: verbunden mit Rußland, aber nicht aufgelöst in Rußland. Dem unparteiischen Beobachter muß es erscheinen, als ob die bisherigen Zustände sich recht gut bewährt hätten, während dies bei Neuerungen doch zweifelhaft ist.

Asien. Es bestehen wenig Zweifel, daß die chinesische Regierung die Natur der italienischen Forderungen schon vorher kannte und daher in der Lage war, das einzu­schlagende Verhalten festzustellen. Die Haltung Chinas in dieser Frage und in der Tschinkiangbahn-Angelegenheit zeigt, daß der jüngste Erlaß der Kaiserin-Witwe, in welchem größerer Widerstand gegen fremde Einflüsse als nötig be­zeichnet wird, seine Wirkung thut. Nach chinesischen Be­richten ist hauptsächlich Tschang-yi für die Ablehnung der italienischen Forderungen verantwortlich. In diplomatischen Kreisen von Peking glaubt man, daß Rußland die Chinesen unterstütze und der französische Gesandte dabei mithelfe.

Selbstentwickelung jetzt die Ideale des wahren Menschentums predigt, und in Wort und Beispiel die reine Lehre des Evangeliums wiederherzustellen sucht. Rumänien er­hielt seine nationale Dichtung durch Basile Aleesandri (geboren 1821). Griechenland preist seinen Valaoritis, Vlachos und Bernardakis. Ungarn nimmt mit seinem Joseph Eötvös (18131871), seinem Alexander Petöf,i (18241849), seinem Maurus Jokai, seinem Ludwig v. Doczi, seinem Ma dach (der Verfasser derTragödie des Menschen", gest. 1864) eine weit über seine Grenzpfähle hinausragende Bedeutung ein.

Wir sehen also, wenn wir das Ergebnis unserer Einzel­darstellungen nunmehr zusammensassen, am Anfänge des 19. Jahrhunderts überall die Nation unter dem mächtigen und veredelnden Einflüsse des germanischen Klassizismus und der ebendaselbst geborenen Romantik. Von ihnen aus geht die nationale Wiedergeburt des politischen und geistigen Lebens der meisten Völker, und je nach der Eigenart des betreffenden Volkes modifiziert sich bei ihm das fremde Ueberkommuis zur nationalen Besonderheit. Bald sind Völker, welche erst empfingen, imstande, au uns wieder ab- zugebeu; von drei Seiten, von Frankreich, Norwegen und Rußland, dringt eine neue Strömung in unsere Lüteratur ein, sich bald auswachsend zum Naturalismus, der bei uns noch kein großes schöpferisches Originalgenie gefunden hat, der ihm eine spezifisch deutsche Farbe zu geben imstande war. So befinden wir uns am Ende des Jahrhunderts wie auf sozialem, so auch auf litterarischem Gebiete in einer Periode des Uebcrganges und der Gährung möge das neue Jahrhundert für alle Fragezeichen, die mir mit in das­selbe hiuübernehmen, eine befriedigende Lösung finden.

Ferner verlautet, der britische Gesandte M'Donald habe eine Note an das Tsuug-li-Yamen gerichtet, in der er die italienischen Forderungen unterstützt. Die Haltung der Japaner ist die strenger Neutralität. Dasselbe scheint von den Vereinigten Staaten zu gelten. Deutschland hat seine Zustimmung durchaus loyal und sympathisch gegeben. Man glaube übrigens, daß China um jeden Preis den italienischen Forderungen Widerstand entgegenzusetzen be­absichtige, doch handele es sich um passiven Widerstand, indem China seinen Einspruch aufrechthalte und sich weigere, die Stellung Italiens in Sanmun zu regeln. Die römische Tribuna" spricht die Ueberzeugung aus, der italienische Gesandte in Peking werde bald telegraphieren, er habe Entschuldigungen die sicherlich auch schon gefordert seien erhalten und die verlangte Konzession sei bewilligt. Der Artikel schließt:Alle Mächte Europas, mögen sie unsere Freunde sein oder nicht, haben das gleiche Interesse, daß der Funke sich nicht weiter verbreite". Ueber die Streitkräfte Italiens in Ostasien wird berichtet: Die italienischen KriegsschiffeMarco Polo" undElba" be­finden sich in Tschifu; die KriegsschiffeAmerigo Vespucci" undEtna" sind auf dem Wege nach Hongkong, ersteres in Sicht von Anam, letzteres bei Batavia eingetroffen; das KriegsschiffStromboli" wird von Venedig nach China in See gehen. Diese Schiffe haben zusammen 1583 Mann Besatzung und 50 Geschütze großen und 68 Geschütze kleinen Kalibers. Das ist eine ganz ansehnliche Macht. Der italienische Ministerrat hat mit Befriedigung Kenntnis von einer Darlegung genommen, welche der Minister des Aeußeren Canevaro über die in der Angelegenheit der Sanmuu-Bai befolgte Haltung der Regierung gab, und einstimmig Cane­varo sein Vertrauen und zugleich die feste Ueberzeugung ausgesprochen, daß der zur Besetzung der Sanmun-Bai auf­gestellte Plan aufrechterhalten und im politischen und wirt­schaftlichen Interesse des Landes verwirklicht werden würde.

Afrika. Als die Kongo - Eisenbahn vor einem Jahre ihrer Vollendung entgegenging, beschloß die Kongo-Regierung, eine regelmäßige Dampferfahrt auf bem oberen Kongo von Stanley-Pool aufwärts einzurichten und zwar für den Personen- wie den Frachtverkehr. Die älteren Dampfer dort hatten nur eine Tragkraft bis zu 50 Tonnen, sie genügten einem stärkeren Verkehre nicht; darum wurden zwei Dampfer von je 250 Tonnen ftzr die Schifffahrt auf dem oberen Kongo bestellt, von diesen ist schon der zweite Le Hainaut" am Stanley-Pool zusammengesetzt und hat am 13. Februar seine erste Fahrt flußaufwärts angetreten. Diese regelmäßigen Dampferfahrten beziehen sich aber nur auf den Kongo und dessen Nebenflüsse, soweit sie sich im Kongostaate befinden; andere Zuflüsse, wie der Sanga, der aus Kamerun und dem französischen Kongo kommt, werden davon nicht oder nur ausnahmsweise berührt. Daher war es unvermeidlich, daß die Süd-Kamerun-Gesellschaft zwei eigene kleine Dampfer auf deutschen Werften bestellt hat, die unter deutscher Flagge den Verkehr vom Stanley-Pool nach dem Sanga vermitteln.

Die große Frage in Egypten ist, was gegen den Khalifen Abdullah geschehen soll, der neulich fast un­erwartet wieder nahe den britischen Besitzungen im Sudan aufgetaucht ist. Jeder in Kairo hat die Empfindung, daß der Khalif verfolgt werden muß, und zwar je eher, je besser. Denn darin besteht kein Zweifel, daß der Khalif immer stärker werden wird je länger man ihn in Ruhe läßt. Waffen und Schießbedarf kann er von einer auswärtigen Quelle bekommen. Auch soll sich der bei Gedaref geschlagene Derwisch-Führer Achmet Fedil, der über 14000 Mann verfügt, mit dem Kahlifen vereinigt haben und am Weißen Nil stehen. Die amtliche Ansicht geht indes dahin, daß alle Truppenbewegungen nach Süden, um den Khalifen dingfest zu machen, bis zum nächsten September verschoben werden sollen. Denn die in das egyptische Heer neu ein­gestellten Rekruten müssen erst zu tüchtigen Soldaten aus­gebildet werden, ehe es geraten ist, sie gegen die Truppen des Khalifen zu führen. Die ganze Armee überhaupt be­darf auch der Ruhe. Das größte Hindernis des Vorgehens aber ist, daß eine Geldbewilligung nicht umgangen werden kann, wenn Abdullah der letzte Stoß versetzt werden soll. Und man zaudert, darum einzukommen, denn es dürfte sich dabei um viele Millionen handeln. Slatin Pascha, der bei dem jüngsten Sudanfeldzuge den Anglo-Egyptern als Berater des Generalstabes gute Dienste leistete, hat übrigens um seine Entlassung aus dem Heeresdienst nach­gesucht, weil er nicht nach dem Sudan zurückkehren möchte, um dort gewöhnlichen Garnisondienst zu leisten. Doch wenn weiter seine Kenntnisse über irgend einen besonderen Gegen­stand verlangt würden und nützlich wären, so würde er sicherlich zu helfen bereit sein. Bezüglich der Ausgrabung der Leiche des Mahdi erklärte Slatin, er finde diese Hand­lung an sich nicht unrecht, doch hätte sie öffentlich geschehen sollen.

Lokales uuö MooinMes.

Gießen, den 9. März 1899.

* Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 4. März dem Hofmarschall Seiner Königlichen Hoheit des Herzogs von Sachsen-Koburg und Gotha, v. Rüxleben in Gotha, das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.

* Aus dem Gerichtsdienst. Durch Entschließung Groß- herzoglichen Ministeriums der Justiz vom 6. März ist der Großherzogliche Gerichtsassessor Müller in Bad Nauheim mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amts­richters bei Großherzoglichem Amtsgericht Gießen beauftragt worden.

* Militärdienstnachricht Pfaff, Garn.-Bauinspektor in Worms, als technischer Hilfsarbeiter ?ur Intendantur des 1. Armeekorps versetzt.

* * Evangelischer Bund. Die diesjährige Landes Versammlung des hessischenHauptvererns des Evange­lischen Bundes wird dem Vernehmen nach im Juli d. F. in Friedberg ftattfinden.

* Neuer Verein. Dieser Tage hat sich in unserer Vaterstadt ein neuer Gesangverein unter dem Namen Enthusiasmus" gebildet, deffen Zweck in b,r Uebung deutscher Volkslieder" besteht. Das Klublokal befindet sich imHotel Schütz"; Vereinsabend jeden Samstag.

P. Stadttheater. Das Publikum ist eine unberechenbare Größe. Man hätte denken sollen, daß es sich gestern abend in hellen Haufen zu unserem Musentempel hingedrängt hätte. Denn es trat ja ein Gast auf, der als Gießener Kind von vornherein eine gewisse Anziehungskraft ausübt und der sich bereits im Januar in zwei grundverschiedenen Rollen als einen Meister im Fach des Charakterhelden gezeigt: Herr Carl Pepplcr vom Kgl. Hoftheater in Hannover. Trotz dem war das Haus so spärlich wie sonst fast nie besetz, und wenn die zweite Gastrolle nicht besser zieht, so tvirö der Direktion kein geringer Schaden erwachsen. GeMtz wurde das anerkannt bühnenwirksame TrauerspielNarziß von Brachvogel; aber es mag sein, daß unser Publikum d» älteren Stücken aus dem Wege geht, um die Neuheit» kennen zu lernen, wie der starke Besuch desFuhrman, Henschel" in der vorigen Woche bewies. Was bit Darstellung selbst anlangt, so bot vor allen Dingen Herr Peppier abermals eine Musterleistung. Jede einzelne Parti? gelang vorzüglich: der Spott über die Encyklopädisten, bu Erzählung seines unglücklichen Schicksals, die Zertrümmerung des Pagoden, die Einübung des Schauspieles und die furcht bare Erregung beim Wiedererkennen der heißgeliebten Fra». Mit staunenswerter Virtuosität fand dieser Narziß ben Uebergang von grimmigster Selbstverspottung zur Begeisterung für eine große Sache, von ruhiger geistiger Klarheit zu» jäh und furchtbar ausbrechenden Wahnsinn. Der Künstln schonte weder sich selbst noch die Zuschauer und erreichte dadurch, daß alle wie gebannt fein stetig wechselndes Geberden« spiel verfolgten und durch die elementaren Ausbrüche bet Leidenschaft tief erschüttert wurden. Von den hiesigen Kräften gab Frl. Würdig die nicht leichte Rolle der Pom­padour recht befriedigend. Auch Frl. Schloß war als Doris Quinault redlich bemüht, ihr Bestes zu leisten. Abe, die bestrickende Liebenswürdigkeit, hohe Begabung und reine Vaterlandsliebe dieser anmutigen Schauspielerin kamen doch nicht voll zur Geltung. Gut war Frl. Schuhmann in der kleineren Rolle der Marquise d' Epinay. Herr Dietzsch sah als Herzog von Choiseul zu jugendlich aus, ließ aber den Ehrgeiz und die gekränkte Eigenliebe dieses Staat« mannes richtig hervortreten. Die kleineren Herrenrollen waren genügend besetzt, doch hätten die einzelnen Hofleule nicht gar zu bewegungslos dazustehen brauchen. Namentlich durften sie an den überraschenden Ereignissen des fünften Aktes doch mehr Anteil nehmen.

* * Stadttheater. Zum letzter: Male in dieser Saison wird am Freitag dem 10. d. M.Im weißen Nößk" aufgeführt, und zwar als Volksvorstellung. Eintritts­preise 40 und 20 Pfg.

Allgemeine Radfahrer Union, Deutscher TourenKlud. Nach gestern vormittag eingetroffener Mitteilung hat Se. Königliche Hoheit Großherzog Ernst Ludwig das Protektorat über den in den Tagen vom 14.20. Juli d. I in M a i n z tagenden 14. Kongres derAllgemeinen Radfahrer Union, Deutscher Touren-Klub", übernommen. Die Bor bereitungen zu dem Kongresse sind in vollem Gange, unt wird die Durchführung eine äußerst glanzvolle werden. Präsidium des Festkomitees besteht aus den Herren Batth, Drescher und Schirmer, die sich mit großem Eifer btt Sache hingeben. Die Zeichnungen zum Garantiefond nehmen nach einer Mitteilung desMainzer Anzeigers" einen erfreulichen Fortgang, und haben zurzeit schon eine deträcht liche Höhe erreicht, so daß das Fest auch pekuniär voll ständig gesichert ist.

*' Verkehrserleichterung. DasZusammenstellbar! Fahrplanheft" (D. R.-G M. Nr. 107548), welches regelmäßig am 1. Mai, 1. Juni, 1. Juli, 1. August 1. Oktober, 1. November und 1. März im Verlage vor Hermann Leutner, Berlin 43, erscheint, ermöglich jedem Reisenden, sich nach seiner Reisetour, resp. Bezirk dir dem europäischen Kontinent und darüber hinaus ein Kurs buch zusammenstellen zu lassen, welches nur seiner eigenen Initiative entspricht, also jedes unnötigen Ballastes Itbu ist. Dasselbe bietet dadurch, daß nur die Fahrpläne bei Deutschen Reichskursbuches" Verwendung finden, die G< währ unbedingter Richtigkeit. Durch eine Beigabe:An führung der Sehenswürdigkeiten der bedeutenderen Stöbt auf den betreffenden Fahrplänen" wird dasZusammer gestellte Fahrplanheft" ein unentbehrlicher Führer für jcbci Reisenden. Dasselbe ist durch Plakate kenntliche Geschäft beziehbar oder direkt vom Verleger franko gegen Einsendurj der Reisetour und 40 Pfg. in Briefmarken.

** Vom Sprachvereine. Als auf des Kaisers Befep anstelle des französischen Wortes Lieutenant das deutscde Leutnant endlich in seine Rechte eingesetzt ward, da ließ siv hier und da die Meinung vernehmen, Leutnant sei nur t« deutsche Aussprache des durch die Landsknechte aus Frarl- reich herüber gebrachten Lieutenant, nicht anders, als weck man für das französische Wort Milieu nach deutscher 8- nun Mileu sagen wolle. Die Sache liegt aber ss, dal man sich die Freude über jene Aenderung nicht schmäle^ zu lassen braucht: mitLeutnant" haben wir ein urdeutsch« | Wort zurückgewonuen, das schon lange vor landsknechtischki i Zeit als Personenname bei uns gebräuchlich war, wie Förp' manns Altdeutsches Stammbuch erweist. Das Wort trifft man in vielen alten Namen, Leuthold und Leutwew sind noch heute bekannt; auch Luitpold gehört hierher. £eI zweite Bestandteil Nant (oder Nand) mit der BedeuM'S angreiffam, kühn, ist als selbstständiges Wort jetzt erlosch^ Förstemann zählt 30 damit gebildete alte Namen auf, uutö

Millj, 8. Mr Aaste! gestern von 1 hat sch um die M GtrafoeuWe aus M Porchern ytc geht au« einem P jii jener Steve bi Selbstmörder in i Aries, ber mit rc tonnten des Lebe gegeben, baß sic seines Mädchens habe er das Lebe des Betreffenden -in 21 jähriger Sil N1ity au§ bi ^ebenen Gründen <incr vor 14 Tagen Smsvotrr um befiel " sich eine schwer fürchtete.

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