Ausgabe 
9.5.1899 Erstes Blatt
 
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Erklärung zu erlaffen, da die erste Drucklegung von 100,000 Exemplaren der Sommer-Ausgabe durch die Nach­frage drei Tage nach dem Erscheinen des Buches fast absorbiert wurde. Wie uns der Verlag von C. R. Röder-Leipzig mitteilt, sind von jetzt ab jedoch alle Vorkehrungen zur umgehenden Erledigung sämtlicher Be­stellungen getroffen worden, auch sind bereits die Anstalten zur Drucklegung des zweiten Hunderttausend im Gange. Unseren Lesern haben wir bereits vor längerer Zeit die Vorzüge des so schnell populär gewordenen Kursbuches auf das ausführlichste geschildert.

I *t Der Jahresbericht des Verbandes deutscher I Handlungsgehilfen zu Leipzig für 1898 enthält besonders I bemerkenswerte Angaben für die jetzt im Reichstag zur I Beratung stehende Novelle zur Gewerbeordnung. Die Ver- I bandsleitung ist auch im verflossenen Jahre entschieden für I die allgemeinen kaufmännischen Jntereffen eingetreten. I Neu ausgenommen wurden in den Verband 9029 Mitglieder I gegen 7797 im Jahre 1897. Der Mitgliederbestand belief I sich Ende vorigen Jahres aus 49,406. Die Zahl der über I ganz Deutschland verbreiteten Kreisvereine stieg von 308 I auf 390. Einen recht erfreulichen Aufschwung nahm ferner I die für Prinzipale und Mitglieder völlig kostenfreie Stellen- | Vermittelung. Während dem Verbände 1897 nur 10,566 I offene Stellen aufgegeben wurden, erhielt er 1898 I 13,430 Vakanzen zur Besetzung und konnte 4210 Bewerber I kostenfrei unterbringen. Diese ideale Einrichtung sollte von I den Prinzipalen aber noch weit mehr unterstützt werden! I Rechtsauskünfte wurden 1752 erteilt; in vielen Fällen I konnten Streitigkeiten zwischen Prinzipal und Angestellten I durch Vermittelung des Verbandes geschlichtet werden. I Unterstützung bei Stellenlosigkeit erfolgte in 1581 Fällen, I teils durch Gewährung eines zinsfreien Darlehens I (105 Mitglieder erhielten Mk. 6003,55), größtenteils aber I durch Beschaffung einer Stelle. Auch die übrigen Verbands- j I einrichtungen: Kranken- und Begräbniskaffe, Altersversorg- | ungs- und Jnvaliditätskaffe, Wittwen- und Waisenkasse I haben eine erfreuliche Weiterentwickelung und damit größere I Leistungsfähigkeit zu verzeichnen. Auf Einzelheiten einzu- I gehen ist natürlich hier unmöglich, die Verbandsleitung wird | aber gern jede gewünschte Auskunft erteilen. Das erste I Genesungsheim des Verbandes in Niederschlema im sächsischen

Erzgebirge ist jetzt vollendet und kann von erholungsbedürf- I tigen Verbandsmitgliedern und deren Angehörigen zu billigem

Preise benutzt werden. Aus der Generalversammlung des Verbandes vom 17. April d. I. ist noch zu bemerken, daß beschlossen wurde, ab 1. Januar 1900 die Verbands- I blätter im eigenen Verlage, sowie ein kaufmännisches Jahr- I buch herauszugeben. Der Verband wird, wenn er die I ins Auge gefaßen Ziele weiter getreu verfolgt, auch in I Zukunft segensreich für den Kaufmannstand wirken.

0. Aus Oberhefsen, 5, Mai. In Nr. 101, viertes I Blatt desGießener Anzeiger" vom 30. April l. Js. brachten I Sie eine kleine Studie Arth. AchleitnersDer Hund als I Redensart". Einsender kann jene Redensarten durch eine I andere ergänzen, die er im August 1870 in der Gegend I I von Niederbronn vernahm und sie sich, weil er sie sonst I noch niemals anderswo vernommen hatte, ins Gedächtnis I einprägte. Zwei Jungen stritten sich über den Wert des I Chassepots- und des Zündnadelgewehres; der eine war I französisch, der andere deutsch gesinnt. Als der Franzose I gar nicht einsehen wollte, daß das deutsche Gewehr besser I als das französische wäre, rief der deutschgesinnte mit großer I Emphase:Und ich sag' Dir die Preiße Henn (haben) I hundsmäßige" Flinte." Dieser Ausdruck, jedenfalls I der Superlativ von gut, brauchbar, gefährlich, fürchterlich, I machte einen solchen Eindruck auf den französisch gesinnten I Jungen, daß er dem Gegner nichts mehr zu erwiedern | vermochte.

F. Von der Feldkrücker Höhe. Die Mitteilungen Ihrer I Zeitung über die Holzpreise in unserem Gebirge sind I ziemlich richtig gegeben. Etwas anderes aber dürfte Ihre I Leser interessieren, was noch nicht erwähnt wurde, aber von I hervorragender Wichtigkeit ist, nämlich: die Verarbeitung 1 der Vogelsberger Hölzer im Vogelsberge und in der Provinz I Oberhessen selbst. Hier verdient Erwähnung, daß sich auch I die kleinen Leute regen, um etwas zu leisten. Unter anderen I Dingen entwickelt sich jetzt die Industrie für Herstellung I von Schneeschuhen, wozu sich die festen, zähen Vogelsberger I Hölzer vortrefflich eignen, während die beiden letzten I Winter 1897/98 und 1898/99 dem Vertrieb der Schnee- I schuhe wenig günstig war. Die Herstellung von Heu- und I Getreiderechen nimmt größeren Umfang an, und die Holz I verarbeitenden Geschäfte in der Provinz zeigen größeren I Bedarf. Derartige Geschäfte gibt es in Lollar. Heuchelheim, I Lang-Göns, Großenlinden, Hungen, Langd, Nidda, Eichels- I dors, Mücke, Lauterbach, Alsfeld, Friedrichshütte, Ilbeshausen, I Crainfeld, Villingen, Schotten, Bobenhausen u. a. m. Die I kleineren Geschäfte suchen besonders feinere Werkhölzer I - B. Esche, Ahorn, Hainbuche, dann auch Eiche, Buche, I ! Fichte und Kiefer. Interessant ist der Vertrieb von Rechen. I Die Leute verkaufen im Kleinen und im Großen, im letzteren I Falle zu billigerem Preise am Ende des Winters. Sind die I eigenen Partieen veräußert, kommt die wärmere Jahreszeit I herhei und der Bauer braucht Rechen, daun kaufen die I Leute ihre Rechen bei dem Großhändler gegen ein mäßiges I , Aufgeld zurück, ziehen mit ihrem Fabrikate in die Ebene und verkaufen ihre Ware an den Bauer. Auf diese Weise I i erhält der Rechenmacher Betriebskapital, oder es findet, ' wenn man so sagen darf, ein Lombardieren der Rechen statt. I : Wenn der Vogelsberg einmal seine Bahnen hat, wird ein bedeutender Aufschwung in der Holzindustrie die Folge sein, i und die Auswanderung in die Fabrikbezirke Westfalens, I i wohin viele junge Leute ziehen, hört auf. Außer den I : Rechen werden jetzt schon Kochlöffel, Hacken- und Schippen- I i stiele, Sensenwürfe und andere Holzwaren angefertigt, die |

lische Pfarrstelle zu Dieburg, Dekanat Groß-Umstadt, zu übertrage*.

Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 15. April dem Gräflich Erbach - Ebach'schen Hofkammerrat Johann Philipp Bickelhaupt zu Erbach i. O. das Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.

** Parlamentarisches. Die Erste Kammer der Stände wird am 12. Juni d. I. zu mehreren Sitzungen zusammentreten.

Aus der Zeit für die Zeit.

Vor 94 Jahren, am 9. Mai 1805, starb zu S&'J* Johann Christoph Friedrich von Schiller, nächst unser nationalster Dichter und Dramatiker, in welchem - tieferen Züge des deutschen VolkscharakterS ihren vollendet Ausdruck gefunden haben. Durch die Lauterkeit seiner und die Wahrheit seines Strebens erwarb Schiller * Freundschaft Göthes, so verschieden auch beide Natu.^ waren, und ihre vereinte Thätigkeit bezeichnet den Höhepu der deutschen Poesie; ihre Doppelstatue in Weimar i . uns die beiden Heroen Hand in Hand, der eine ist D l. den andern nicht denkbar. Schiller wurde am 10. Noveu* 1759 zu Marbach geboren.

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* Von der Univerfität. Bei der am 6. Mai vollzogenen zweiten Immatrikulation wurden 43 Studenten im­matrikuliert. Die Gesamtzahl der Neuimmatrikulierten be­läuft sich nunmehr auf 231. Im Sommersemester 1898 hatten sich insgesamt 213 Studierende neu einschreiben lassen, im letzten Winter 141.

** Stiftungsfest. Die studentische Verbindung Adelphia" beging am 6. und 7. Mai die Feier ihres 29jährigen Bestehens.

** Beginn des Schwurgerichts. Das nächste Schwur­gericht für die Provinz Oberhessen beginnt am Montag dem 5. Juni unter dem Vorsitz des Landgerichtsrat Sand­mann.

** Der Verein zur Züchtung reiner Hunderassen hält Dienstag den 9. Mai, abends 8 Uhr, imKaiserhof" seine Monats Versammlung ab. Außer der geschäftliche Punkte aufweisenden Tagesordnung wird über die Abhaltung und das Arrangement der für Mitte Juli projektierten Hundeausstellung beraten werden. Dieselbe soll am 15. und 16. Juli auf dem Schützenfestplatze auf dem Trieb stattfinden, welcher dazu vom geschäftsführenden Ausschuffe des Schützenfestes mit allen darauf befindlichen Festbauten zur Verfügung gestellt wurde. Die vorjährige, sehr ge- | lungene Ausstellung steht bei den hiesigen Einwohnern, wie bei den Kynologen und Ausstellern im besten Andenken, so daß man seitens des hiesigen Vereins noch einer weit stärkeren Beschickung entgegensieht.

** Radsport. Das Frühjahrs-Bezirksfest des Nordbezirks Gau 9 des Deutschen Radfahr-Bundes ist gestern in der alten Stadt Wetzlar glänzend verlaufen. An dem Preiskorso hatten sich beteiligt: R. V. Biedenkopf, R. K. I Butzbach, R. K. Dillenburg, Gießener R. V. 1885, die I Wanderer, G. R. G., R. V. Herborn, R. V. Lollar, R. V. Marburg, R. V. Nidda und der festgebende Verein Wetzlar. I Am Nachmittag bildete ein Konkurrenz-Niederrad:Reigen- I fahren den Schluß des sportlichen Teiles des Festes. Am Abend fand großer Ball im Saale des Schützengartens statt. I Das Resultat der Preisverteilung war das folgende für den I Korso (Vereine über 20 Teilnehmer): Wanderer G. R. G. 1. Preis 13,7, Gießener R. V. 1885 2. Preis 13,6, R. V. I Marburg 3. Preis 11,9, R. K. Butzbach 4. Preis 10,4; zweite Abteilung (Vereine unter 20 Teilnehmer): R. B. I Herborn 1. Preis 10,96, R. V. Biedenkopf 2. Preis 10,84, I R. V. Lollar 3. Preis 10,38. Beim Reigen-Fahren, wobei I übrigens nur drei Vereine konkurrierten, erhielten die I Wanderer G. R. G. den ersten Preis mit 13,7, der R. V. I Herborn mit 13,3 den zweiten Preis. Der Gießener R. V. I 1885 führte außer Konkurrenz einen gemischten Reigen vor, I der sehr schöne Uebungen aufwies und auch vorzüglich I gefahren wurde, wofür demselben eine Ehrengabe zuerkannt I wurde.

** Kloster Arnsburg. Auf Wunsch des Besitzers, Herrn Thorn er, machen wir hiermit nochmals darauf auf- I merksam, daß der Wirtschastsbetrieb in vollem Umfange! aufrecht erhalten wird.

* Turnerisches. Wie uns von unterrichteter Seite I mitgeteilt wird, veranstaltet der hiesige Turnverein am I kommenden Himmelfahrtstage, wie alljährlich, einen größeren I Turngang. Als Ziel ist Salzhausen in Aussicht I genommen, woselbst noch mehrere Turner anderer Vereine I des Gaues Hessen eintreffen werden. Nach bis jetzt fest- I gesetztem Programm werden unsere Gießener Turner nach- | mittags gegen 3 Uhr die Tour vollendet haben. Das I weitere Arrangement des Tages liegt in den Händen des Niddaer Turnvereins und wird sich nach den jetzt vor- I liegenden Mitteilungen und gefaßten Beschlüssen diese Turn- I sahrt zu einer für jeden Teilnehmer genußreichen gestalten. I Mithin wäre von feiten der Mitglieder des hiesigen Turn- I Vereins zahlreiche Beteiligung erwünscht. I

* Befihwechsel. Der an der Grünbergerstraße gelegene | Teil des Berger'schen Besitztums ging für 23 Mk. pro I Quadratmeter als Bauplatz in den Besitz des Herrn Steinbach über.

* Polizeibencht. Eine am vergangenen Samstag von ! vormittags 6 bis nachmittags 7 Uhr stattgehabte polizeiliche I Kontrolle hat ergeben, daß die Lahnbrücke nach beiderlei I Richtungen von 4021 Fußgängern, 650 bespannten Fuhr- I werten, 134 Handwagen und Schiebkarren und 151 Rad- I fahrern passiert wurde. In letzter Zeit wurden nachts I m verschiedenen Straßen an mehreren Häusern von ruch- j 1 « i' ^ftcrfdjeiben eingeschlagen. Hoffentlich gelingt I , e«, die Thäter zu ermitteln und dürsten sich dieselben auf : eine ganz empfindliche Strafe gefaßt machen. Ri'.^^.^^eitsdauer der Rückfahrkarten zu Pfingsten. Mit Rücksicht auf das herankommende Pfingstfest wird darauf < ÄCfTA6 C%u bcn Bestimmungen der Preußisch- ! alle Rückfahrkarten von sonst . kürzerer Geltungsdauer, die am Donnerstag dem 18. d. M I *b e" °>g-nd°n Tagen zum Pfingstfest- gelöst werden, zur Rncksahrt noch am Montag dem 29. Mai einschließlich . 9,lhei f'"b- Dl- Rucksahrt muß spätestens an die -m Tage um Mitternacht angetreten sein und dars nach dessen Ablauf mcht mehr unterbrochen werden. I j

** Beispielloser Erfolg eines Kursbuches. Der Verlaa I vonStorms Kursbuch fürs Reich" (desgelben Storm") sieht sich genötigt, wegen der teilweisen Verzögerung in dem Versand des Kursbuches in den Blättern eine öffentliche |

-DieHcht bud) füi Jung ur verbreitetsten klage, Mil 13 polj-linittl des Serfaffed L fleb. Mk. 1.5t, 10 Simplere ä UlL 1 bunbgefe^ener unb Ratgeber im Obst- lon Schilling. I Zeichnungen des Le »uilstge, geb. Mk. 0 mtl)x X \ - M beni 6rtoai Veginn M Trüber zahlloien Fe'mbe w Wligkeit, beginnt Zur rechten Zeit s neu erschienen. - baues" und .Die einen erfolgreiche Gartenkulturen z, dem Schutz dieser 1 nützlichen Jnlektei Schädlinge ist Scho hat die Natur feil Insekten, die uns; herrscht leiber in bt solche Pfetten - v bemiilen fie au§ ll verhindern. Der Bo von dem Lerfaffer ge Schädlinge und Nütz' MiM und txp «chEnge betämtfl BOOO GxeniPlaren v praktische Lrauchba-

I §§ Dauernheim, 6. Mai. Der 15 jährige Heinrick^ | Hardt von hier, welcher bei Herrn Gutspächter $sQQ^ dem Dauernheimer Hof in Diensten steht, war beute -

I der Leitung der Pferde beim Göbelbetrieb beschästiqt I es sich etwas bequem zu machen, stellte Eckhardt sich 1 | Holzbrett, welches zum Schutz auf dem oberen ÄamtL I befestigt war; das Brett brach aber durch, und Gätzä-- I geriet mit dem einen Fuß in das Getrieb. Durch I anderen Arbeiter wurde er noch rechtzeitig aus seiner L I befreit und das Göbelwerk zum Stillstand gebracht, ü I der junge Mensch mit einem Beinbruch und einigen I ungen davon kam, andernfalls würde ihm ein Bein: I vom Körper gerissen worden fein. Von einem anjtn I wenn auch weniger bedeutenden Unglücksfall ist von k , I berichten. Der Sohn des Metzgermeisters Henrich f I gestern in das Getriebe einer Fegmühle derart mit h I rechten Hand, daß ihm der Zeigefinger derselben arq i - j letzt wurde.

I Darmstadt, 5. Mai. Der gestrige Ausflug der £ I glieder der Zweiten Kammer nach dem altehrwürdigen Nea- I städtchen Wimpfen nahm einen in jeder Beziehung i; I schönen Verlauf. An demselben nahmen etwa 30 Slbgr.^ I nete und mehrere Vertreter der Ministerien teil, welche u I einem aus vier Wagen bestehenden Extrazug die Fahrt . | rücklegten. Ganz Wimpfen prangte in reichem Maag»- I schmuck, und am Bahnhof hatten sich der Gemeinbewt r; I dem Herrn Bürgermeister an der Spitze, die beiden Hu-, I Geistlichen, der Direktor der Realschule, sowie sonstige tzm»-. I ratioren zur Begrüßung eingefunden. Darauf wurde S I Frühstück im HotelZum Ritter" eingenommen und dc-i I mit der Besichtigung der interessanten Bauwerke, bann::: | der drei Kirchen, begonnen. Man hegte allgemein ::: I Wunsch, daß die jetzt als Ruine daliegende Stiftskirche ! I würdiger Weise hergestellt werden könne. Das Mittage'- I fand im Badehotel statt, wobei es auch nicht an to I sprüchen fehlte. Hochbefriedigt kehrten die Herren 1 Abend in die Residenz zurück.

nn. Darmstadt, 8. Mai. Der 20. Verbandst:; der Gabelsberger Stenographen-Vereine des Maiu-Rh^ ganes tagte am gestrigen Sonntage in unseren Wta und war sehr zahlreich besucht. Oberbürgermeister Morne»: führte den Ehren-Vorsitz und begrüßte die Festgäste 1 Namen der Stadt Darmstadt. Ein Ehrenausschuß, der st aus den höchsten Spitzen der Staats- und Civilbehöck gebildet hatte, nahm an den Veranstaltungen regen AM und gab dem Stenographentag ein würdiges Gepräge. Ä Abend vorher fand im Bahnhofshotel eine Vertreter-Lil ! sammlung statt, zu welcher auch der Bundes-Vorsitz^ Dr. Clemens-Wolsenbüttel erschienen war. Am Sonnig Vormittag fand ein Berbandswettschreiben in 4 Abteilung mit 100, 130, 170 und 2OO Silben statt und um %12 ein akademischer Festakt in der Aula der technischen M- schule, woselbst die Begrüßung der Kunstgenossen flattfati, und wobei Dr. Clemens einen Vortrag über die Sterz graphie in Schule und Leben hielt. Eine reich beschick: Ausstellung stenographischer Werke und Schriften sowie i Vorführung des Stenotypers, einer Maschine zum mechm schen Stenographieren erregte die lebhafte Teilnahme der sucher. Ein Festmahl im Saale des Kaisersaals, sowie Abendfest mit Festball unter zahlreicher Beteiligung H Bürgerschaft Darmstadts beschloß die großartig verlaufe Festlichkeit.

L. Mainz, 7. Mai. Das heutige Radwettfahr - nahm bei ziemlich günstigem Wetter folgenden Verlauf. fahren 1. Seel-Frankfurt, 2. LathomuS«Mainz, 3. Besel- Frankfurt. Hauptfahren für Berufsfahrer: 1. Verhty>!" Frankfurt, 2. Camp-(London)-Mainz, 3. Boquillon-(Pari Mainz. Vorgabefahren für Amateure: 1. Grünewald-Ma - 10 Meter Vorgabe, 2. Göller-Mainz 40 Meter BorgL 3. Fries-Weinheim, 60 Meter Vorgabe. Vorgabesahw für Berufsfahrer: 1. Jörns-München, 20 Meter Vorgalt 2. Verhetzen - Frankfurt, 0 Meter Vorgabe, 3. W (London) Mainz 10 Meter Vorgabe. Mehrfitzersahr für Berufsfahrer: 1. Herty, Boquillon, Camp. 2. Jörns Rucker-München, 3. Althoff Wichmann-Ncr!- Hauptfahren für Amateure über 50 Kilometer mit gäbe: 1. Seischab-Mainz in 1 Stunde 7 Min. 30 e 2. Seel-Frankfurt 1 Stunde 11 Min. 20 Sek. 3.ls mann-Gotha 1 Stunde 14 Min. 35 Sek.

jedoch wegen der teuren Fracht seither nur ei* 1 Marktg-bi-t haben konnten "" 1

§§ Vom höhere» Vogelsberg, 7. Mai. ©Cli Tagen herrscht hier empfindliche Kälte, mit «eaei-1 Schneewetter. a '(

-s Aus dem Kreise Alsfeld, 8. Mai. I« Hansen wurde ein Landwirt von dem Gemeinde' angefallen, umgeworfen und am Bein arq >HQeT'. nur durch Hinzueilen von Leuten wurde schlimmer,^ hütet. In Zell stürzte ein älterer Landwirt u Scheune aus beträchtlicher Höhe und erlitt durch den ft mehrfache Knochenbrüche, ebenso fiel in Ober-Breider' ein Landwirt zur Tenne nieder und trug fehr ft 1 Verletzungen davon. 1 9