Ausgabe 
9.3.1899 Erstes Blatt
 
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Bühne Mlf ob spielt den ^schernitscheff" in der hochinteressante» Derthcr'schen Jntrigue» - Komödie »Der Kriegs plan-, welcher hier, soviel uns bekannt, »och nicht «nfgeführt wurde. Herr Carl Peppler hat für sein diesmaliges Gastspiel seine beiden anerkannt beste» Rollen ansgewShlt, und wird sich unser Publikum diese» hohen Kunstgenuß hoffentlich nicht entgehen laffen.

**P. Stadttheater. Den Reigen der Benefizvor­stellungen für die Damen eröffnete gestern abend Frl. Helene Schuhmann mit der GesangspoffeSch Ützen- lisl" von Leon Treptow. Es hatte sich eine zahlreiche Znschauermenge eingefunden, die mit ihrem Beifall und sonstigen Zeichen der Anerkennung nicht kargte. Fräulein Schuhmann verdient diese Huldigung in vollem Maße, denn sie hat im Lause des Winters gezeigt, daß sie Rollen gänzlich verschiedener Art vom Backfisch bis hinan zur komischen Alten, vom Stubenmädchen bis zur Salondame mit voller künstlerischer Sicherheit charakteristisch zu gestalten versteht. Gestern erfreute sie durch die naturwüchsige Irische, mit der sie das nach Berlin verschlagene Kind der Alpen verkörperte und erwies sich abermals als flotte Koupletsängerin. Schade, daß sie das eigentliche ober­bayerische Schützenlislkostüm schon nach dem ersten Akt mit dem städtischen vertauschen mußte, doch nahm sie sich auch i» dieser Verwandlung gut aus. Von den übrigen Mit­wirkenden hatte Herr Direktor Helm (Rentier Stöpsel) die Hauptrolle und führte sie mit gutem, trockenem Humor durch. Daß er keinen Originaltypus schuf, kann man ihm nicht verdenken, denn der Dichter arbeitet in seinem Stücke, das er auf möglichst unwahrscheinlichen Voraussetzungen aufbaut, nur mit Schablonen. Die beiden alten Damen­rollen wurden von Frau Kruse und Frau Helm recht ergötzlich gegeben, während Frl. Pauli und Frl. Schloß aus ihren undankbaren Aufgaben nicht viel zu machen ver­standen. Das gleiche gilt für die Herren Casterra, Köhler, Walter und Werner. Weniger stiefmütter­lich sind vom Verfaffer der Reisende und das Faktotum, Wilhelmi und Liebscher, bedacht, über die man doch wenigstens lachen konnte. Ganz leidlich war auch Herr Merker als Franzl, und zuletzt soll noch das enfant terrible Karl (Reinhard Helm) trotz seiner boshaften Streiche mit einer lobenden Zensur bedacht werden.

** Stadttheater.Frau Marie", bürgerliches Trauer­spiel in drei Akten von Eduard Eugen Ritter (Verlag Ad. Sponholtz - Hannover), deffen erste Aufführung am 14. März d. I. dahier stattfinden wird, soll sicherem Ver­nehmen nach auch in Braunschweig zur Aufführung ge» langen.Frau Marie" ist ein wirkliches Drama, nicht ein dramatischer Roman, wie man ihn jetzt so oft auf den Bühnen zu sehen bekommt. Das Opfer einer Jungfrau für die Existenz ihrer Familie und ihres Verlobten bildet die Vorfabel, und das Zugrundegehen an dieser Aufopferung, das Fallen durch eineLebenslüge" den Inhalt des Dramas. An die schauspielerischen Leistungen derFrau Marie", die das Stück vielleicht zu sehr beherrscht, werden hohe An­forderungen gestellt, aber die Rolle wird eine der dank­barsten sein, welche in modernen Dramen freut werden können. Der Aufbau des Trauerspiels ist einfach und groß­artig, die Steigerung so meisterhaft durchgeführt, daß man sagen muß, es ist das Werk eines jungen Talents, aber starken dramatischen Talents, welches, des Erfolges sicher, bald große Aufmerksamkeit erregen wird, und dem eine glänzende Zukunft gewiß ist.

** cf Konzert des Bauer'schen Gesangvereins am Sonn­tag dem 12. März in Steins Saalbau. Wir freuen uns jedesmal, wenn wir bei einem Konzertunternehmen den Blick für das Praktische herausfühlen. Einem jeden wird wohl noch die prächtige Aufführung desElias" seitens des Akademischen Gesangvereins in an­genehmstem Gedenken sein, und man wird sich dabei erinnern, daß eine jugendliche, uns ganz unbekannte Sängerin die Alt Partie übernommen hatte, neben hervorragenden Künstlern, wie Sistermanns und anderen. Doch gleich nach den ersten Tönen zog die Altistin das volle In- tcresse der Zuhörer auf sich, und dieses steigerte sich im Laufe der Aufführung zu einem vollen, großen Erfolge für die Sängerin. Diese junge Künstlerin, die sich durch sympathische Erscheinung auszeichnet, von Mutter Natur mit einer kernigen, echten Altstimme ausgerüstet ist und warmblütige Vortragsweise besitzt, dieses Fräu­lein Else Bengel, hat der Bäuerische Verein mit Glück und Geschick für sein Konzert gewonnen.

** Verbesserung der Gießener Eisenbahn Verhaltniffe. In der gestern abend imEinhorn" stattgehabten, gut besuchten Dürgerversammlung legte Herr Prof. Dr. Sommer den i« November v. I. imGießener Anzeiger" veröffentlichten, «zwischen den gegebenen Anregungen entsprechend geänderten »nd nach eigenen Anschauungen erweiterten Plan einer Umgestaltung unserer unhaltbar gewordenen Bahnhossver- hältnisse vor. An das, mit großem Beifall aufgenommene Referat schloß sich eine sehr anregende Besprechung, während welcher einige neue, von Verständnis für die, den heutigen wie zukünftigen Verkehrsverhältnissen und die an die Bahn­hofsanlage zu stellenden Ansprüche zeugende Gesichtspunkte zu Tage traten. Als wesentliches Erfordernis wurde u. a. die Führung beider oberhessischen Eisenbahnlinien nach Wieseck und von da in die Main-Weserbahn hingestellt, da­bei auch die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit einer Haltestelle im Norden der Stadt betont. In einer ein­stimmig angenommenen Resolution wird der Forderung nach Entfernung der oberhessischen Linien aus der Stadt und der Erbauung eines allen Anforderungen des gesteigerten Berkehrs entsprechenden Personenbahnhofs Ausdruck gegeben, »ud schließlich eine aus fünf Herren bestehende Kommission eingesetzt, welche sich mit den zuständigen Behörden ins Benehmen zu setzen hat.

** Stadttheater. Gastspiel Peppler. Seit gestern abend weilt Carl Peppler, Gießens großer Sohuf,

i» »»sere» Manern. Wir begrüßen ih» hiermit auf das Herzlichste, vorläufig an dieser Stelle, heute und morgen aber im Theater und setzen voraus, dort eine große Ge­meinde zu finden. Peppler ist, trotzdem er seit Jahren von uns fort ist, ein echter Gießener geblieben, war es doch im Januar sein erstes, sich als Mitglied des Theater- Vereins zu melden; ist das nicht dasselbe als wenn em berühmter Feldherr aus Patriotismus noch einmal Re­krut wird? Der Theater-Verein führt auch dieses Mitglied mit besonderem Stolz in seinen Annalen und wird, so oft sich Peppler bei uns befindet, das als Volksvorstellung betrachten.

* Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Totge­borenen, betrug in der Woche vom 12. bis 18. Februar in Mainz 49, i» Darmstadt 15, in Offenbach 15, i« Worms 14 und in Gießen 11, zusammen 104, davon 34 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr »ud 1000 Ein­wohner kamen auf Mainz 31,7, Darmstadt 11,3, Offen­bach 18,3, Worms 19,5 und auf Gieße» 23,3. Die Todesursache anbelangeud, verstürbe» au Diphtherie 1 (Offenbach), an Keuchhusten 1 (Mainz), an Diarrhöe und Brechdurchfall 2 (je 1 in Mainz und Worms), an Wochen­bettkrankheit 1 (Mainz), au Lungenschwindsucht 5 (4 in Mainz, 1 in Darmstadt), an akuten entzündlichen Krank­heiten der Atmungsorgane 22 (8 in Mainz, 5 in Darm­stadt, 2 in Offenbach, 3 in Worms, 4 in Gießen), an Gehirn-Apoplexie 5 (je 1 in Mainz, Darmstadt und Gießen, 2 in Offenbach), an sonstigen Krankheiten 63 (30 in Mainz, 8 in Darmstadt, 10 in Offenbach, 9 in Worms, 6 in Gießen), gewaltsamen Tod erlitten 2 Personen (je 1 in Mainz und Worms).

** Verkehrswesen. Anläßlich des gesteigerten Reisever­kehrs zu Ostern erfährt die Geltungsdauer der Rück­fahrkarten auf den preußischen und hessischen Staats­bahnen eine Verlängerung. Die Rückfahrkarten, welche von dem zwölften Tage vor dem ersten Osterfeiertage ab gelöst werden, behalten ihre Giltigkeit bis zum zwölften Tage nach diesem Festtage. Demgemäß ist in diesem Jahre die Geltungs­dauer der Rückfahrten vom 21. März bis zum 14. April einschließlich ausgedehnt. Es behalten also die am 21. März un nach dieser Zeit bis zum 11. April gelösten Rückfahr­karten ihre Giltigkeit bis zum 14. April 12 Uhr nachts einschließlich. Die Rückreise muß am 14. April mit einem bis 12 Uhr nachts abgehenden Zuge angetreten sein und ohne Unterbrechung bis zur Zielstation durchgeführt werden. Inwieweit die Ausdehnung der verlängerten Giltigkeit auch auf andere deutsche und außerdeutsche Bahnstrecken An­wendung findet, wird noch bekannt gegeben werden.

Postbuch. Besondere Ausgabe für Gießen und Um­gegend. Unter dem TitelPostbuch. Ratgeber für den Post- und Telegraphenverkehr" ist soeben ein unter Berück­sichtigung der auf dem letzten Welt-Post-Kongreß beschlossenen, am i. Januar in Kraft getretenen zahlreichen Aenderungen nach amtlichen Quellen bearbeitetes Handbuch erschienen, welches über alle Fragen des Post-, Telegraphen- und Fernsprech-Verkehrs schnelle und zuverlässige Auskunft erteilt. Das Postbuch, welches sich durch Uebersichtlichkeit auszeichnet, enthält u. a.: Versendungs- und Zollvorschriften, Auszüge aus der Postordnung, dem Postgesetz und dem Weltpostvertrag, Ta­rife aller Art für den In- und Auslandsverkehr (Packetposttarif für In- und Ausland), Umrechnungs-Tabellen für den aus­ländischen Postanweisungsverkehr, Verzeichnis sämtlicher Reichs-Postanstalten, der wichtigeren Postorte in Bayern, Württemberg und Oesterreich-Ungarn (14000 Postorte) nebst einer Zonentabelle zur Berechnung des Packet- und Geld­briefportos nach jedem beliebigen Postorte; Telegraphen- und Fernsprechverkehr. Das Merkchen, welches jedem, der sich der Post bedient, namentlich aber Geschäftsleuten als unentbehrlicher Ratgeber empfohlen werden kann, ist an den Postschaltern und von den Briefträgern zu dem außer­gewöhnlich geringen Preise von 90 Pfg. zu haben. Durch die Herausgabe des Buches ist einem längst empfundenen Bedürfnisse abgeholfen.

4- Bürgermeister Konferenz am Samstag den 11. Marz 1899, mittags 1 Uhr, zu Gießen (im Löwen). Herr Bürgermeister Köhler-Langsdorf, der erste Sprecher der Bürgermeister-Konferenz, ersucht uns, mitzuteilen, daß außer über die bereits veröffentlichten Gegenstände der Tages­ordnung, als: 1. Das Notariats-Gesetz und seine Behandlung im Landtag, 2. Die Gehaltsver- hältnisse der Bürgermeister, 3. Momentan eingehende Anträge usw., in ganz besonders ein­gehender Weise über den neuen Reichs-Gesetzentwurf, die Schlachtvieh- und Fleischschau betr., Beratung gepflogen und entsprechende Resolutionen gefaßt werden sollen. Die Beteiligung sämtlicher Bürgermeister des Kreises ist dringend geboten.

Grüuberg, 6. März. Durch einen unglücklichen Sturz vom Wagen fand heule der Pflastermeister Roth von Nieder-Bessingen ein jähes Ende. Derselbe hatte mit seinem Sohne eine Fuhre Grummet in Grünberg geholt. In der Nähe der Neumühle scheuten die Pferde und versuchten durchzugehen. Der das Fuhrwerk leitende Sohn brachte dieselben indessen rasch wieder zum Stehen und setzte alsdann seinen Weg fort, ohne eine Ahnung davon, daß, augen­scheinlich durch den jähen Ruck, sein auf dem Wagen sitzender Vater von diesem herabgefallen war und hierbei das Genick gebrochen hatte. Erst auf der Horstenburg vermißte er ihn und bald erhielt er auch die Todesbotschaft. Landpost.

A Aus dem Ohmthal, 8. März. Samstag den 18. März, nachmittags 2 Uhr, soll in der Gastwirtschaft von Södler zu Niedergemünden eine größere Lehrerversammlung zwecks Beratung wichtiger Vereinsangelegenheiten stattfinden. Die meisten benachbarten Bezirksvereine haben ihr Erscheinen zugesagt.

A«8 de» uordmestlicheu Vogelsberg, 6. März. Ein schlimmer Gast hat in unserer Gegend seinen Einzug ge­

halte», nämlich die J»flue»za. I» »a»che» Ortschaste» ist fast kein Haus verschont geblieben. Die Kälte hat auch wieder zugeuommen, in der letzten Nacht zeigte das Thermometer 7 Grad RSaumur. Die Kuppe» des Vogelsbergs sind heute mit einer leichte» Schneedecke über- zöge».

Schwurgericht.

W. Gieße», den 8. März 1899. Schluß der Verhandlung gegen den Taglöhner Friedrich Wilhelm Fauerbach von Okarben wegen Urkunden­fälschung.

Nach beendeter Beweisaufnahme werde» de» Ge­schworenen folgende Fragen vorgelegt: Ist der Angeklagte schuldig: 1. eine öffentliche Urkunde gefälscht und von der­selben zum Zweck der Täuschung Gebrauch gemacht zu haben? Sind mildernde Umstände vorhanden? 2. Eine Privat­urkunde fälschlich angefertigt und von derselben zum Zweck der Täuschung Gebrauch gemacht zu haben? Sind mildernde Umstände vorhanden? 3. Des Betrugs-Versuchs? 4. Liegt im Fall der Bejahung einer der Fragen 1 und 2 und der Frage 3 eine einheitliche Handlung vor? Staatsanwalt Zimmermann plaidirt für Bejahung der Schuldfrage» unter Verneinung der mildernden Umstände. Der Ver­teidiger, Rechtsanwalt Engisch, führt den Geschworene» vor, wie er mit dem Staatsanwalt einig sei in betreff der Schuld des Angeklagten an sich, jedoch fei die Verfehlung des Angeklagten nicht so schwer, daß man denselben in« Zuchthaus senden müsse. Er führt eine Menge Momente an, die die Zubilligung mildernder Umstände rechtfertigen, und bittet die Jury, seinem Klienten die Milde nicht z» versagen, deffen Thun auch als auf einem einheitlichen Ent­schluß beruhend anzusehen.

Der Obmann der Geschworenen, Professor vr. Heim- burger-Gießen, verkündet den Wahrspruch dahin, daß der Angeklagte schuldig der ihm zur Last gelegten Strafthate», begangen durch ein und dieselbe Handlung, und daß dem­selben mildernde Umstände zu bewilligen seien.

Staatsanwalt Zimmermann beantragt, auf 1 Jahr Gefängnis zu erkennen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt En gisch, ist der Ansicht, daß die That seines Klienten mit höchstens 6 Monate Gefängnis zu sühnen sei. Der Ge­richtshof erkannte auf 9 Monate Gefängnis unter Anrech nung von 2 Monat der erlittenen Untersuchungshaft.

Aus der Zeit für die Zeit.

Bor^141 Jahren, am 9. März 1758, wurde zu Tiefen­bronn in Baden der praktische Arzt und Vater der Phreno­logie Franz Joseph Gall geboren. Was Lavater aus der beweglichen Physiognomie herausfinden wollte, suchte Gall aus der festen Form des Kopfes zu ergründen. Er war von seinen Ansichten völlig überzeugt und beschrieb seine Lehre in zwei Hauptwerken. Sein eigener Schädel, von Fossati auf die Seelenkräfte hin geprüft, befindet sich im Museum des Jardin des plantes zu Paris. Gall starb am 22. August 1828 auf Montrouge bei Paris.

Vermischtes.

* Wiesbaden, 6. März. Die A u s g r a b u n g e n an de» Limeskastel Kemel, welches im Dezember v. I. gesunde» wurde, haben vor einigen Tagen wieder begonnen und schon zu einem sehr erfreulichen Ergebnis geführt. ES wurde nämlich das noch ziemlich wohlerhaltene nordöstliche, dem Limes zugewendete Kastellthor entdeckt. Es stellt sich dar als einfaches Thor mit einem ca. 3,50 Meter breite» Durchgang, der von zwei viereckigen Türmen in der üb­lichen Weise flankiert ist. Die Türme haben 2:1,80 Meter lichte Weite und Seitenmauern von 0,75 Meter Stärke, während ihre Frontmauern etwa 1,80 Meter stark sind Wenn, wie wohl anzunehmen ist, in diesem Thor die porta praetoria des Kastells zu erkennen ist, so läßt sich nach seiner Lage die Länge der Kastellfront, deren eine Ecke ja schon gefunden ist, auf etwa 78 bis 79 Meter berechnen. Ob diese Annahme richtig ist, wird sich wohl in den nächste» Tagen zeigen, da die Aufsuchung der anderen Frontecke m Angriff genommen ist. Auch die Thortürme, welche masseu- haft Kohlen, verbrannten Lehm vom Oberbau, sowie Sch« ben und Eisenreste enthielten, werden noch weiter freigelegt. Das Thor liegt dicht hinter dem Chor der Kemeler Kirche.

* Heidelberg, 4. März. Die Renovierung des Fried­richs baues auf dem Schlosse schreitet rüstig vorwärts. Die westliche Hälfte der nach dem Schloßhose gerichtete» Fassade ist nahezu fertiggestellt. Vier neue Statuen und zwei prächtige Wappenschilde zieren dieselbe. Auch die öfb Uche Hälfte wird noch im Laufe des Sommers vollendet werden.

* Lübben, 4. März. Der Einjährig-Freiwillige Tro­st in wurde gestern vormittag auf den Scheibenständcn des hiesigen Jägerbataillons durch die Unvorsichtigkeit eines Jägers erschossen. Dieser hantierte mit einem Gewehr, hatte es eben geladen, als auch schon der Schuß los- und dem Einjährig-Freiwilligen durch den Kopf ging. Der Ge­troffene war sofort eine Leiche.

* lieber die PulverExplofion bei Toulon wird noch be­richtet : Die Zahl der Verunglückten stellt sich auf 5 4 T o 11 und 130 Verwundete. Neuerdings ist das Gerücht verbreitet, die Explosion sei durch Derbrecherhand herbei­geführt worden, im Schutte sei eine 1'/, Meter lange Lunte gefunden worden. Der Marineminister erklärte auf Befrage», die Annahme, die Explosion sei durch Selbstentzündung ent­standen, sei unzulässig. Andererseits wird vermutet, em Stein habe sich vom Dache abgelöst, sei auf eine Pulvernstt gestürzt und habe die Explosion herbeigeführt.

Goethes letzte Liebe. In Bilin i. B. feierte du Herrschaftsbesitzerin Freifräulein Ulrike v. Levetzow

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