Vermischtes.
* SmS, 3. März. Elektrische Beleuchtung. Wie »ir erfahren, ist HerrBillerius, welchem von selten unserer Stadtvertretung eine Vorkonzession zur Errichtung einer elektrischen Centrale erteilt ist, nunmehr zur Ausführung dieser Anlage fest entschlossen. Zu diesem Zwecke hat sich derselbe mit der bekannten Spezialfirma C. Buchner in Wiesbaden verbunden und wird in den nächsten Tagen ein Beamter dieser Firma die hiesigen Interessenten besuchen und die anzuschließenden Lampen ermitteln und über alle etwaige Fragen Auskunft erteilen. Erfreulich ist es, daß Herr Villerius die Ausführung der Anlage so beschleunigen will, daß dieselbe möglichst schon in diesem Winter in Betrieb kommen soll.
* Allgemeine deutsche Sport-Ausstellung München 1899. Um den Wünsche» gewisser industrieller Kreise zu entsprechen, ist beschlossen worden, statt der bisher vorgesehenen einheitlichen Prämiierung goldene, silberne und bronzene Medaillen zu erteilen, eine Neuerung, die wohl manchem Interessenten den Wettbewerb begehrenswerter wird erscheinen lasten. — Mit Rücksicht auf die große Zahl der noch in der Schwebe befindlichen Anmeldungen ist die Anmeldefrist bis zum 1. April verlängert worden. Es besteht aber für alle Teile das größte Jntereste daran, daß der Entschluß nicht bis zum äußersten Termin aufgeschoben wird: für das Unternehmen bedeutet die Verzögerung eine Erschwerung der Vorbereitungsarbeiten, für die Aussteller eineBeschränkung in der Platzwahl. — Auf den k. bayerischen und k. preußischen Staatseisenbahnen, dann auf den Eisenbahnen in Elsaß- Lothringen und der Main-Neckar-Bahn ist die frachtfreie Rückbeförderung der Ausstellungsgüter, die unveräußert an den Aufgabeort zurückgehen, erwirkt worden. Auch bei den übrigen deutschen Eisenbahnverwaltungen ist um die gleichen Vergünstigungen nachgesucht.
* Was Prinzessinnen lernen. An deutschen Fürstenhösen findet man seit den letzten Jahrzehnten — was früher als eine Etikettewidrigkeit ersten Ranges gegolten hätte —, daß manche Prinzessinnen über die Geheimnisse der Küche nnd des Hauswesens nachdenken. Kaiserin Auguste Viktoria hat als Prinzessin zu Schleswig-Holstein Unterricht in der Kochkunst genommen und auch für die Kunst des Kleider- machens stets eine große Vorliebe und Wißbegierde gezeigt, so daß sie als Königin und Kaiserin genau die Kleideränderungen usw, die in einer eigenen Werkstätte im Schloß vorgenommen werden, selbst angeben kann. Großherzogin Luise von Baden stellte für ihre einzige Tochter, Prinzessin Viktoria, Gemahlin des Kronprinzen von Schweden, den ganz bürgerlichen Satz fest: „Die Frau soll im Palast »nd in der Hütte eine sorgsame Hausfrau und perfekte Köchin sein." Prinzessin Viktoria mußte sich thatsächlich alle Eigenschaften einer Hausfrau aneignen und versteht sich demgemäß auf die Kochkunst ausgezeichnet. Für einen eigenen Beruf bereiten sich gern die englischen Prinzessinnen vor,
nämlich für den der Krankenpflegerinne», freilich nur theoretisch aus guten Büchern mit eingehenden Abbildungen. Die Prinzessin von Wales hat sogar regelrecht ein Handwerk erlernt; die hohe Dame ist eine ganz perfekte — Buchbinderin. Auf einer unlängst in London veranstalteten Ausstellung, zu der die geschicktesten Buchbinder Englands ihre Beiträge geliefert hatten, wurden verschiedene künstlerisch ausgeführte Einbände einer vollkommen unbekannten „Miß Matthews" mit Preisen ausgezeichnet. Hinter dieser Miß Matthews verbirgt sich die künftige Königin von England, Prinzessin Vicky, die nicht nur zur Preisbewerbung ihre Büchereinbände sendet, sondern sich auch eigenhändig die Bücher und Hefte für ihr Haus bindet. Auch ihre Kinder, Töchter sowohl wie Söhne, ließ sie ein Handwerk lernen. Zierliche Drechslerarbeiten im Hause des Prinzen von Wales stammen von prinzlichen Händen. Die Königin-Mutter von Holland ließ ihre einzige Tochter Wilhelmine, die jetzige Königin, alles lernen, und wir wollen gern das Geheimnis verraten, daß die jetzige Königin eine ganz famose Wäscherin ist und in der Feinbügelei Bedeutendes leistet. Das größte Vergnügen des jungen Prinzeßchens war, sich ihre Spitzen- tücher und Chemisettchen selbst zu waschen und zu Plätten. Das Prinzeßchen lernte auch das Spitzenklöppeln, verlor aber bald die Geduld. „Wenn ich erst Königin bin, sollen es die armen Menschen, die sich so schwer das Brod verdienen, gut haben", sagte das Prinzeßchen, als es trotz aller Mühe mit der Arbeit gar nicht vorwärts gehen wollte. Nun, vielleicht gelingt es ihr, jetzt ihre Worte wahr zu machen. — Am Wiener Hof wird naturgemäß besonderer Wert auf Sprachkenntnisse gelegt. Als Kaiser Franz Josef um Prinzessin Elisabeth von Bayern zu Possenhofen warb, wurden sofort in Oesterreich Lehrer der italienischen, ungarischen und böhmischen Sprache für die Prinzessin engagirt, und mit Genugthuung konnte man nach wenigen Monaten dem kaiserlichen Bräutigam nach Wien melden, daß die Fortschritte der Braut im Italienischen, Ungarischen und Böhmischen groß seien. Die Kaiserin-Mutter jedoch ließ der herzoglichen Familie melden, daß der Kaiser von Oesterreich auch König von Polen sei, und daß die künftige Kaiserin von Oesterreich und König von Polen sei, und daß die künftige Kaiserin von Oesterreich auch polnisch und kroatisch kennen müsse. Als Herzog Maximilian darauf seiner Tochter Elisabeth mitteilte, daß er für sie auch einen Lehrer dieser Sprache werben wolle, rief sie entsetzt aus: „Für den Kaiser reicht mein Herz, aber für so viel Kronländer wird mein Kopf zu klein."
* Wie die Alten sungeu. Aus Washington, 2. März wird berichtet: Der „New-Aork Herald" kündigt an, daß Thomas A. Edison junior, der Sohn des Erfinders, einen Stahlhärtungs-Prozeß entdeckt habe, der in dieser Industrie möglicherweise eine Umwälzung herbeiführen werde. Eine nach diesem Verfahren bereitete sechszöllige Platte habe größeren Widerstand gehabt, als eine 15 zöllige nach Harvey'schem Prozeß hergestellte. Der Erfinder be
hauptet, daß die auf seine Weise fabrizierten Schienen sich nicht dehnen, und daß Werkzeuge u. s. w. unverwüstlich werden. Der Prozeß wird geheimgehalten, bis die Bundesregierung ihre Versuche mit den nach Edison'schem Verfahren hergestellten Panzerplatten vollendet hat. Der junge Edison ist erst 22 Jahre alt. Seine technische Ausbildung hat er im Laboratorium seines Vaters erhalten.
* Die Entdecker des Chinins. Man berichtet aus Wien- Einer Anregung französischer Chemiker Folge leistend, hat sich eine Reihe österreichischer Chemiker und Pharmazeuten als österreichisches Komitee konstituiert, um die Errichtung eines würdigen Denkmals für die französischen Chemiker und Apotheker Pelletier (geboren 1788, gestorben 1842), Sous-Direktor der Ecole de pharmacie in Paris, und Caventou (geboren 1795, gestorben 1877), Professor der Toxikologie an derselben Schule, die im Jahre 1820 ander Chinarinde das Chinin zuerst in reiner Form dar gestellt und damit die leidende Menschheit mit einem un ersetzlichen Heilmittel beschenkt hatten, durch Beiträge z« förden. Das Denkmal soll im Jahre 1900 gelegentlich bei internationalen pharmazeutischen Kongresses in Paris G hüllt werden.
Universitäts-Nachrichten.
— Berlin. Der Germnntll Geh. RegierungSret Profess«: Wetnbold an der htrfigen Universität feierte am 5. dS. sein fünfte jähriges Profesioren-Jubtläum.
— Göttingen. An Stelle deS nach Königsberg berufnrrn Professors der Mathematik Schönfltes ist der Profesior Schtlltn, von der technischen Hochschule in Karlsruhe an unsere Untverfitii berufen worden.
— Tübingen. Die durch Profesior HettnerS BerusM nach Heidelberg erledigte Profeffur für Geographie an der hiesigen Universität wurde dem Prtoatdozentm Dr. Hassert in Letpjsi übertragen.
— Wien. Der mit dem Titel eine« außer ordentliche« Uni. versttäts-Professors bekleidete Prioatdozent Dr. Wilhelm Winteröl, wurde zum außerordentlichen Profesior für innere Medizin au br hiesigen Universität ernannt.
— Rom. Der 12. internationale Orientaltstenkon-reh soll Anfang Oktober stattfinden. Präsident deS Organtfattovtz komitee« ist Graf Angelo de GubernattS, Profesior des SanSkrit ti> Rom, Generalsekretär des Kongresses ist der Graf FranzeSto Lorenze Pulle, Profesior des SanSkrit in Pisa.
— Belgrad. Ja der verfloffenm Session der Skupschtina wurde die Umwandlung der Belgrader Hochschule in eine Univerfilät beschlossen. Jetzt hat der Unterrichtsmtnifter eine Kommrsston g« blldet, die mit der Prüfung dieser Frage und mit der AuSardeitunp des Systems betraut wurde.
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