habe, die in ähnlichen Fällen von seinen Vorgängern stets ausgeübt worden seien, z. B. auf die Vorlegung der Zeugenliste und einer Abschrift der Anklageschrift des Regierungs- Kommissars. — In Rennes hat man sich wegen der ausnehmend großen Hitze doch entschlossen, die Verhandlungen im großen Saale des Lyceums stattstnden zu lassen. Dreyfus wird nur eine Straße zu überschreiten haben und diese Straße wird, um auch die geringste Kundgebung zu vermeiden, durch Gendarmerie abgesperrt werden. — Das Weitererscheinen der einzigen protestantischen politischen Zeitung, die dermalen in Frankreich besteht, „Le Signal", das vor einiger Zeit gefährdet war, ist dadurch ermöglicht, daß ein Kapital von 50000 Franken, welches von der Leitung zum Fortbestehen begehrt wurde, innerhalb kurzer Zeit von den Freunden der Sache gezeichnet worden ist.
Rennes, 6. August. Dreyfus wird morgen früh 6 Uhr aus dem Gefängnis in das Vestibül des Lyceums gelangen, bevor noch jemand Einlaß gefunden und im Verteidiger-Zimmer den Beginn der Verhandlung erwarten. — Die Stadt ist von Fremden überfüllt. Auf den Straßen herrscht ein ungewöhnliches Treiben.
Petersburg, 5. August. Die Meldung der „Times" daß infolge ernster Enttäuschungen der Zar abzudanken beabsichtige und zu gunsten seines Bruders Michael auf den Thron verzichten wolle, und daß Delcassö deshalb nach Petersburg komme, um den Zaren davon zu überzeugen, daß die Abdankung eine Abtrünnigkeit gegenüber Frankreich bedeute, wird in hiesigen Hofkreisen als eine frivole Erfindung bezeichnet.
Afrika. In P r ä t o r i a ist am Freitag der Delegierte des Oranje-Freistaates, Fischer, eingetroffen, um mit den Mitgliedern der Regierung über die Frage der von der englischen Regierung vorgeschlagenen gemischten Kommission zu verhandeln, welche mit Prüfung des Wahlrechtsgesetzes beauftragt werden soll. Das halbamtliche Blatt „Expreß" meldet, der Oranje-Freistaat bekämpfe diese Kommission und gebe Transvaal den Rat, sich dieser Idee nicht anzuschließen. Die beiden Volksraads werden zu einer geheimen Sitzung zusammentreten. Man gibt indessen allgemein zu, daß die Regierungen in Bloemfontein und Prätoria den Vorschlag betreffend Bildung der gemeinsamen Kommission für unannehmbar ansehen; denn hierdurch würde die Macht der Südafrikanischen Republik, unabhängig Gesetze zu geben, zerstört werden. — In Kapstadt betonte am Freitag in der gesetzgebenden Versammlung Cecil Rhodes, daß die finanziellen Aussichten entschieden ermutigend seien, und drückte die Zuversicht aus, daß die Schwierigkeiten in Transvaal binnen wenigen Monaten überwunden sein würden, ohne daß ein Schuß abgefeuert werde, da beiderseits Mäßigung gezeigt werde. — Der Präsident Krüger soll der Anficht sein, daß er der vorgeschlagenen Untersuchung des neuen Wahlgesetzes beipflichten könne, falls diese international gemacht werde, weil die Uitlanders auch andere Nationalitäten als lediglich Briten umfassen.
Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 7. August 1899.
• • Empfang. Se. König!. Hoheit der Groß Herzog empfingen am 5. August u. a. den Professor Dr. Loebell, Direktor der Augustinerschule in Friedberg, den Professor Dr. Balser, Direktor des Gymnasiums in Laubach, den Kammerdirektor Korell von Büdingen. o.-tzA
* • Aus dem Justizdienst. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 2. August d. Js. den Oberlandesgerichtsrat Johannes Heß auf sein Nachsuchen von den Dienstverrichtungen eines Mitgliedes der Prüfungskommission für das Justiz- und Verwaltungsfach zu entheben und an dessen Stelle den Oberlandesgerichtsrat Maximilian Scriba zum Mitgliede der gedachten Kommission zu ernennen.
* * Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Sr. König!. Hoheit des Großherzogs vom 28. Juni ds. Js. den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Vilbel: Heinrich Fink, Heinrich Schröder, Heinrich Giebert, Adam Wilhelm Schmidt, Wilhelm Pfad, Martin Wilhelm Klöß und Philipp Breither II.
* * Oeffentliche Anerkennung edler Thaten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem Karl Mayer von Wimpfen, in Anerkennung der von demselben am 5. Juni d.J. mit Mut und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung des Heinrich Rosenthal daselbst vom Tode des Ertrinkens, die Rettungsmedaille, — dem Georg Scheuermann zu Mainz, in Anerkennung der von demselben am 22. Juni ds. Js. mit Mut und Entschlossenheit, sowie unter eigener Lebensgefahr bewirkten Rettung des Josef Becker daselbst vom Tode des Ertrinkens, eine Geldprämie zu verleihen geruht.
• * Die „Honoratioren" in Gießen. Im vorigen Jahrhundert konnten gewisse Personen verlangen, daß ihre Steuerbeiträge bei ihnen im Hause vom Erheber abgeholt würden. Dieses Recht stand den „Honoratioren" einer Stadt zu, wurde aber gerne auch von anderen in Anspruch genommen, die es thalsächlich nicht besaßen. Ein Erlaß der fürstlichen Regierung in Darmstadt vom 25. September 1737, der sich gegen diese „Anmaßung" auf den Bericht des Erhebers Voigt hin richtet, zählt diejenigen Personen auf, die in Gießen „vor Honoratiores zu halten" sind: 1) Im Fürst!. Regirungs- und Consistorials Departement : alle Fürst!. Räthe, Referendarii, Secretarii und Registratores, sowohl würlliche als titulares. Item alle Advocaten und procuratores ordinarii. Item der peinliche Richter und dessen Assessores. Item die sämtlichen Pfarrherrn, sodann der Rektor (des Pädagogiums) und deffen Paedagog-Collegen. 2) Im Universitäts Departement: alle Profeaaores tarn ordinarii quam extraordinarii. Item die Universitäts und geistliche Land - Casten Oeconomi.
3) Bey dem Militaer Departement: alle Staabs- und Ober-Officiers, Kriegszahlmeister und Cassirer. 4) Der Rath Wittich, sodann ein zeitiger Ober-Schultheiß als Beamter. 5) Der Steuer-Commissarius. 6) Der jedes- mahlige Syndicus und Bürgermeister, sodann der Stadt- Renthmeister und Stadtschreiber.
*• Turnerisches. Der von dem Männer-Turn- verein am vergangenen Samstag yeranstaltete Familienabend auf der „Liebigshöhe", sowie der am Sonntag stattgehabte Ausflug nach Staufenberg hatten sich beide einer großen Beteiligung der Mitglieder zu erfreuen. Der Samstag Abend wurde gewürzt durch Aufführung eines flott gespielten einaktigen Lustspiels, Vorträge und Tanz, während am Sonntag die Jugend des Vereins sich an Turnspielen ergötzte. — Angenehm überrascht wurde eine nach Hause kehrende Gruppe Mitglieder des Männer-Turnvereins, als sie in der Turntneipe des Turnvereins Lollar reges Leben bemerkten. Der Turnverein Lollar feierte sein Sommer- und Stiftungsfest. Mit demselben verband gen. Verein ein Schauturnen und abends prächtig zur Ausführung gelangte Pyramiden und Marmorgruppen. Der rührige Turnverein Lollar, welcher mit Achtung im Gau Hessen und Mittelrheinkreis genannt wird, verdankt sein Blühen seinem Mitbegründer und Gönner, dem Herrn Bürgermeister Geisler, ferner seinem tüchtigen Vorstand, sowie.-der Umsicht seines langjährigen Vorsitzenden Rohrbach und der Tüchtigkeit seines bewährten Turnwarts Schmidt. Dem rührigen Turnverein Lollar ein „Gut Heil!"
**G. Das vom herrlichsten Wetter begünstigte Waldfest des Bauerschen Gesangvereins am gestrigen Sonntag hatte eine große Anzahl Freunde des Vereins und fremde Gäste angezogen, welche mit großem Interesse den vom Verein mit gewohnter Exaktheit dargebotenen Vorträgen lauschten. Erst lange nach eingetretener Dunkelheit traten die Festteilnehmer unter Vorantritt der Musikkapelle den Heimweg an, um im Vereinslokal (Wiener Hof) das in allen Teilen des Programms würdig verlaufene Fest zu beschließen.
** Main Lahnthal Zitherbund. Der „Frankfurter General- Anzeiger" schreibt: Der am 22. September 1895 gegründete Lahnthal-Zitherverband, welcher seine Konzerte in Gießen, Friedberg und Marburg zum Vortrag brachte, richtete an die Vereine des Mainthals ein Gesuch betreffs Erweiterung des Bundes. Am 8. Januar 1899 wurde in Frankfurt die Erweiterung des Bundes beraten. Er konstituierte sich gleichzeitig unter dem Namen „Main-Lahnthal-Zitherbund". Als Angehörige des neuen Bundes wurden folgende Vereine eingeschrieben: Zitherverein „Konkordia" Frankfurt, „Zitherkranz" Bockenheim, Zitherverein Bockenheim, Zitherklub Oberrad, Zitherklub Griesheim, Zitherverein Gießen, Zitherverein Marburg a. L., Zitherquartett Aschaffenburg, Zitherklub Aschaffenburg. Das erste Main-Lahnthal-Zitherbundfest übernahmen die zwei Bockenheimer Vereine. Wie bis jetzt festgesetzt, findet das Fest Samstag und Sonntag, den 7. und 8. Oktober, im Forellschen Saale statt und zwar Samstag, den 7. Oktober, abends 9 Uhr: Empfangskonzert, bei welchem die Vereine einzeln ihre Piöcen zum Vortrag bringen werden. Sonntag, den 8. Oktober, abends „Bundes- Konzert" mit ca. 100 Zithern als Gesamtchor, welcher drei Chöre zum Vortrag bringen wird. Ferner kommen Spezialchöre von 50 Spielern zur Aufführung, sodann Soli und Duette, zum Schluß Ball. Die musikalische Leitung übernahmen die Komponisten Ad. Arnold-Gießen und W. Schröder- Aschaffenburg. A
• • Erledigte Stellen für Militäranw'ärter im Bezirk des 18. Armeekorps. Kaiserliche Ober-Postdirektion in Frankfurt, Poschaffner, 1000 Mk. Gehalt und 240 Mk. Wohnungsgeldzuschuß. Frankfurt, städtisches Gewerbe- und Verkehrsamt, Feldpolizei, Feldschütze, 1450—1850 Mk. Gehalt. Im Kaiserlichen Ober-Postdirektionsbezirk Darmstadt, zwei Landbriefträger, je 700 Mk. Gehalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. Im Kaiserlichen Ober-Postdirektionsbezirk Dortmund, ein Briefträger und ein Landbriefträger, 900, bezw. 700 Mk. Gehalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. Im Kaiserlichen Ober-Postdirektionsbezirk Frankfurt, Briefträger und Postschaffner, 900 Mk. Gehalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. Langenschwalbach, Polizeiverwaltung, Polizeidiener, 900—1500 Mk. Gehalt. Neheim, Polizeibehörde, Polizeisergeant, 1200—1500 Mk. Gehalt und 100 Mk. Kleidergeld. Usingen, Bürgermeisteramt, Bureaugehilfe, 800 Mk. Gehalt. — Im Bezirk der Großh. Hessischen (25.) Division. Königlich Preußische und Großh. Hessische Eisenbahn-Direktion in Mainz, 30 Anwärter für den Bahnwärter- und Weichenstellerdienst, 700—1000 Mk. Gehalt und der tarifmäßige Wohnungsgeldzuschuß.
* ♦ Fahrpreis Ermäßigung. Die Königliche Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. hat Anordnung getroffen, daß vom 6. August d. I. ab bis zum Schluß der Gewerbe- Ausstellung zu G r o ß - U m st a d t alle auf den diesseitigen Stationen gelösten direkten einfachen Personenzug- und Schnellzugkarten 1., 2. und 3. Klasse nach Groß Umstadt am Tage der Lösung auch zur Rückfahrt nach der Ausgabestation berechtigen, wenn der Besuch der Ausstellung durch Abstempelung mit dem Ausstellungsstempel bescheinigt ist. Auf dem Hin- und Rückweg ist je einmalige Fahrtunterbrechung gegen Bescheinigung durch den Stationsbeamten gestattet. Kinder im Alter von 4—10 Jahren genießen die tarifmäßigen Vergünstigungen. Freigepäck wird nicht gewährt; für die Benutzung von D.- und I-.-Zügen, sowie bei Uebergang in eine höhere Wagenklasse oder einen höher tarifierten Zug sind die erforderlichen Znschlagskarten des gewöhnlichen Verkehrs zu lösen. Sonach sind auf sämtlichen Bahnstrecken des Landes die nämlichen Vergünstigungen für die Besucher der Ausstellung gewährt.
* * Hessische Landtagswahlen. Bei der am Sonntag, dem 6. August zu Dauernheim stattgefundenen Vertrauens- männerversammlung des Hessischen Bauernbundes wurde
auf Antrag des Vorstandsmitglieds Viktor Habicht von Echzell der Gutspachter I. Schuch zu Hof-Schleifeld als Kandidat- für den Landtagswahlbezirk Nidda (seither Abg. Erk) aufgestellt. Der Vertrauensmännerversammlung wohnte u. a. auch der christlich-soziale Pfarrer Bernbeck von Staden bei.
** Die Reichspost, und Telegraphenverwaltung will sich an den Bestrebungen beteiligen, die in der Errichtung von Lungenheilstätten zum Ausdruck gekommen sind, und hat deshalb eine Verfügung erlassen, nach welcher die Ober- postdireklionen es sich angelegen sein lassen sollen, unter Zuziehung ärztlichen Beirats, insbesondere der Postvertrauensärzte, geeignete Heilstätten für Lungenkranke zu ermitteln, da die rechtzeitige Unterbringung und sachkundige Behandlung der Erkrankten in den besonders hierzu eingerichteten Heilanstalten ein wertvolles und wirksames Heilmittel gegen Lungenkrankheiten bietet. Gleichzeitig sollen sich die Oberpostdirektionen über die Wirksamkeit, Heilerfolge, Einrichtung usw. dieser Anstalten unterrichten sowie auch feststellen, ob und unter welchen Bedingungen Beamte und Unterbeamte würden Aufnahme finden können, und welche Vergünstigungen die Unternehmer bereit sind, Beamten und Unterbeamten der Verwaltung zuzugest^hen. Von dem Ergebnis der Ermittlung soll den benachbarten Direktionen Mitteilung gemacht und daraus hingewirkt werden, daß in geeigneten Fällen die Kranken sich in die Anstalten aufnehmen lassen. Auf erwachsende Kosten sollen den Kranken bei hervortretendem Bedürfnis außerordentliche Unterstützungen gewährt werden können.
Q Von der Eisenbahn, 7. August. Wenn der Ausflügler oder Sommerfrischler im Eisenbahnwagen mit deK Dampfrosses geflügelter Eile durch die reifen Fruchtfelder unserer lieben Gaue saust, erblickt er oft an Rainen, Böschungen, Dämmen, Hügeln und tiefen Einschnitten kleine und größere Brandplätze. Rasen, Stoppeläcker oder auch lebendige Hecken, unter denen sich dürres Gras befindet, und die im Winter als Schneefänge gegen die Schneewehen dienen sollen, sind stellenweise angebrannt. Fast alle derartige Brandschäden entstehen durch Funken, die aus den Lokomotivschornsteinen fliegen und noch glühend zur Erde fallend die Entzündung bewirken. Solange es noch keine Vorrichtung gießt, das Entweichen der Funken zu verhindern, müssen die angrenzenden Grundeigentümer sich des Selbstschutzes bedienen. Stehendes Gras lasse man nicht zum Dürrwerden kommen. Heu- und Fruchthaufen stelle man soweit als möglich vom Bahnkörper entfernt auf, oder bringe sie möglichst bald unter Dach. Auch entferne man das alte Gras aus den Hecken. Die Stoppeln werden möglichst bald untergepflügt, was sich auch von landwirtschaftlichen Gesichtspunkten aus empfiehlt.
Q Von der oberhessischen Eisenbahn, 6. August. Aw den Haltestellen Reiskirchen und Wallenrod werden Erweiterungen der Bahnhofsgebäude ausgeführt.
□ Vom Lande, 7. August. Die Ernte ar beit en sind im vollen Schwünge. Reiche Erträge müssen bei der großen Hitze in kurzer Zeit bewältigt werden. Doch bei aller Eile dürfen die nötigen Vorsichtsmaßregeln beim Schneiden und Einheimsen der begrannten Früchte nicht unbeachtet bleiben. Besonders bei Kindern sei man doppelt vorsichtig. Durch die Grannen der Aehren können sie sich sehr leicht gefährliche Verletzungen der Augen zuziehen. Alljährlich kommen solche Verletzungen in Menge vor. Darum Vorsicht; denn „Krankheiten verhüten ist leichter, als Krankheiten zu heilen." — Die Hitze kommt den gelben Sommervöglein, den leichtgeflügelten, lästigen Wespen sehr zu statten. Wo es Süßigkeiten giebt stellen sie sich scharenweise ein und naschen sich satt. Abschwefeln oder Verbrennen der Nester, wenn sie an nicht feuergefährlichen Plätzen sind, oder Verstopfen der Fluglöcher zur späten Abendzeit wirken am sichersten. Besondere Vorsicht ist den Kindern bei dem Essen von frühreifem, herabgefallenem Obste, das oft von Wespen besetzt ist, zu empfehlen. Wespenstiche werden mit nassen Aufschlägen und Einreibungen von Seifenschaum gelindert. — Der Kohlweißling sucht die Gärten heim und legt seine gelblichen Eier partienweise an die Unterseite der Krautblätter. Hieraus entstehen in kurzer Zeit die grau-grünen, gefräßigen Kohlweißlingsraupen, welche die Krautblätter bis auf die Rippen verzehren. Wegfangen der Kohlweißlinge und Zerdrücken der Eier verhindern und vermindern den Raupenfraß.
A Ortenberg, 7. August. Am 20. und 21. ds. Mts. hält der Oberhessische Bienenzüchter-Verein seine 39. Wanderversammlung dahier ab. Hiermit ist gleichzeitig Prämiierung, Ankauf und Verlosung ausgestellter Gegenstände, wie Bienenvölker, Bienenhonig, bienenwirtschaftlicher Geräte usw. aus der Bienenzucht verbunden. Zum Vortrag kommen Herr Lehrer Adam zu Allendorf a. d. Lumda über: „Welches ist das beste Mittel zur Hebung der Bienenzucht", und Herr Pfarrer Gros zu Burkhards über „Förderung und Verhinderung des Schwärmens." Die hiesige Einwohnerschaft stellt gegen hundert Freiquartiere zur Verfügung. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß bei recht zahlreichem Zusammenschwärmen von Vereinsmitgliedern und Festgästen an dem Orte, wo der Präsident (oder König) des Bienenzüchtervereins seinen Wohnsitz hat, die Versammlung und Festlichkeiten einen guten Verlauf nehmen werden.
Bad-Nauheim, 4. August. Vom 28. Juli bis 3. August sind 1196 Badegäste angekommen; verabfolgt wurden an Bädern: 17206 bezahlte Bäder und 505 Freibäder. Die Zahl der vom 1. April bis 3. August angekommenen Badegäste beträgt 17 315, der verabfolgten Bäder: 200339 bezahlte und 7468 Freibäder.
Aus der Zett für die Zett.
Vor 26 Jahren, am 8. August 1873, starb in Düsseldorf der ausgezeichnete Bildhauer Julius Bayerle. Er errichtete unter Schadows Leitung das erste Atelier an der Düsseldorfer Akademie und schuf außer vielen Statuen, Bildsäulen,.


