f’fb et»"*1 i« >«'*
Ä’stÄ'1 =*:ä KL « b,t $oft- ,tä>e iU bt«teae S,a®'sM A«'g iofa lrWeit, $eiI. Werteten f(, ^pmgungen Te- Bnben können. mtt tot sM, Wzchehen. den benachbarten QI.aui ,hingewirkt int.en ßch in die ende Kosten sollen sNis außerordent- itn.
Wenn der Aus- hnwagen mit der ^sen Fruchtfelder an Rainen, Bösch- Wtten kleine Stoppeläcker oder dürres Gras be- gegen die Schnee- ™it. Masse iken, die aus den lühend zur Erde ze es noch keine :en zu verhindern, i sich des Selbst- : man nicht zum Haufen stelle man ck aus, oder bringe erne man das alte den möglichst bald haftlichen Gesichts-
zz„sai-"-" f L werbt"' w'As.wf1 iS»‘1’wurbt" -- t*,s 'Mbtr 1,1
'"Ö 200339»- AM-
, 6. August. An ib werden Erweite- Bhrt.
-rnkearbeiter e müssen bei der erden. Doch bei ismaßreAe/n beim i Milchte nicht un- ■ sei man doppelt können sre sich sehr |tn zuziehen. Allonge vor. Darum leichter, als Kraulen gelben Sommer- Wespen sehr zu en sie sich schare"' hweseln oder Der- lt seuergesährlicheu »glich-- i« IM" nE ifti" •abgefallenem©* itjlen. ** (Einreibungen * ci&ling " riet pattienwK « 8 entfteben «» ßlingSrauM Jn. «-"9-” ’„r «ch-»«”
al6 21. d»' ® ■*39.®“'*;
9,%or Földeru g s über »6
D" *t«.
, ML .htrn M
Marmorreliefs und Büsten das Erinnerungsdenkmal an die Siege 1870/71 für die Stadt Mühlheim an der Ruhr. Er wurde 1826 in Düsseldorf geboren.
Vermischtes.
Wiesbaden, 3. August. Gestern fand eine gemeinsame Beratungssitzung zu dem bevorstehenden 24. Mittelrheinischen Kreisturnfeststatt. Aus den Verhandlungen sei erwähnt: Die Zeichnungen zu den Garantiefonds betragen 133000 Mk., an baren Zuschüssen wurden von Einwohnern und ebenso von der Stadt 4000 Mk. gezeichnet. Die Ausgaben werden sich (einschließlich der 42000—43 000 Mk. für Festhalle, Dekorationen und Beleuchtung) auf 70000 Mk. belaufen. An Pachtgeldern wurden 4800 Mk. erzielt. Angemeldet sind bis jetzt 5600 auswärtige Turner, von denen ca. 1800 Freiquartiere beanspruchen; für 300 Kampfrichter und Wettturner sind bereits Privatlogis, für 1400 bis 1600 andere Turner Massenquartiere in den städtischen Schulen beschafft. Die Festpostkarten, soweit sie aus dem Festplatze eingeliefert werden, erhalten, Dank dem Entgegenkommen des Herrn Postdirektors Tamm einen besonderen Poststempel „Kreisturnfest Wiesbaden", eine Nachricht, welche von Sammlern begrüßt werden dürfte. Nach Ermittelungen zählt der Festzug ca. 6400 Personen, darunter 37 Wiesbadener Vereine mit sieben interessanten Gruppen; im Festzuge werden 11 Musikkorps mitwirken. Da es den Metzgermeistern zu kostspielig erschien, einen Ochsen auf dem Festplatze am Spieß zu braten, so haben sich die hiesigen Fleischergehilfen erboten, einen solchen zu beschaffen.
• Eine neue Ballonfahrt zum Nordpol. Wie die „Gaea" erfährt, trägt man sich in Paris mit dem Plan, eine Ballonfahrt nach dem Nordpol zu unternehmen. Wie Dr. Ekholm, welcher von der Andree'schen Ballonfahrt bekanntlich zurücktrat, erklärt, ist nämlich das Fehlschlagen der Andree'schenUnternehmung auf die falschen meteorologischen Voraussetzungen im arktischen Gebiete zurückzuführen, was sich besonders durch die Aufzeichnungen der im vorigen Monat aufgefundenen Schwimmboje von Andree ergiebt. Auf Grund der neuen Erfahrungen soll nunmehr die neue Expedition versucht werden. Erwähnt sei noch, daß am 11. Juli zwei Jahre verstossen waren, seit Andree seine Nordpolreise im Luftballon antrat. Bei dieser langen Zeit kann es keinem Zweifel unterliegen, daß es den Luftschiffern, falls sie lebend wieder die Erde erreichten, nicht möglich ist, ohne fremde Hilfe Heimzukommen. Es wirken ja schon eine ganze Reihe von Expeditionen in dem Sinn. Wenn auch bis jetzt noch keine Spur von den Vermißten entdeckt ist, so schließt das doch für den Spätsommer oder Herbst Aufschlüsse noch nicht aus. Häufig sind Zweifel darüber aufgetaucht, ob es Andree und seinen Gefährten möglich ist, ihren Unterhalt zu schaffen. Der im Ballon selbst mitgeführte Proviant reichte für 31/2 Monate. Für die Wanderung auf dem Eise hatten die Luftschiffer drei Schlitten, ferner ein zusammenlegbares Boot von 4 Mtr. Länge und P/2 Mtr. Breite, das, nur 40 Kgr. wiegend, im stände war, 9 Mann zu tragen. Zum Schutz gegen Unwetter besaß man ein Zelt aus Ballonseide, das nur 5,3 Kgr. wiegt. Zur Herrichtung des Winterquartiers konnte der Ballon benutzt werden, im Falle die Ueberwinterung an der Landungsstelle geschehen kennte. Ferner verfügte die Expedition über 4 Gewehre und reichliche Munition, und an Robben und Baren wird kein Mangel gewesen sein.
* Die Vorteile des Damenfahrrrads. In der „Kölnischen Zeitung" werden die Vorzüge, die die Konstruktion des Damenrads vor jener des Herrenrads auszeichnen, wie folgt dargelegt: Der Unterschied zwischen Herren- und Damenrad ist jedermann bekannt. Bei ersterem ist die Verbindungsstange zwischen Lenkstange und Sattelsitz sehr hoch, d. h. dicht unter dem Sattel, bei letzterem bedeutend tiefer angebracht. Welche Vorteile bietet durch diese einfache Vorrichtung das Damenrad? Jeder, der Rad fahren kann, ist schon einmal heruntergefallen. Das Fallen geschieht naturgemäß meist nach rechts oder nach links; nach vorwärts kommt es nur selten vor und nach hinten ist es unmöglich. Bei jeder Art des Fallens hat man das Bestreben, mit den Beinen zuerst auf die Erde zu kommen, denn wenn man festen Fuß gefaßt hat, bekommt man Körper und Fahrrad am schnellsten wieder in seine Gewalt. Wenn man nun, auf einem Damenrad sitzend, im Begriff ist, nach rechts oder nach links zu fallen, so braucht man nur vom Sattel in das Rad hinein zu springen. Hierbei kommt man auf die Beine zu stehen und kann sich und das Rad vor Beschädigung bewahren. Dieser Prozeß ist, wie jeder Radfahrer zugeben wird, ein sehr einfacher und läßt sich bei nicht allzu großer Fahrgeschwindigkeit auch meist bewerkstelligen. Ist man dagegen, auf einem Herrenrad sitzend, im Fallen begriffen, so ist ein Hineinspringen in das Rad unmöglich, da die hohe Verbindungsstange daran hindert; man muß nach der Seite, die das Rad vorschreibt, hinunter; der betreffende Fuß wird, da Rad und Körper sich in starker Neigung befinden, kaum mehr auf den Boden kommen, und man stürzt. Es entsteht dann auch oft jenes lächerliche Bild, daß man mit dem einen Bein auf der Erde hinkt, weil das andere nicht vom Rade herunter kann, und so rollt man mit dem Rade zusammen in den Graben, was beim Damenrad gar nicht möglich gewesen wäre. Kurz, die Erfahrung lehrt, daß in vielen Fällen, wo man mit dem Herrenrad stürzen müßte, man auf dem Damenrad sich vor dem eigentlichen Hinfallen, dem Zubodenfallen, bewahren kann, wenn man auch aus dem Sattel heraus muß. Da aber alle Körperverletzungen und Radbeschädigungen erst durch die Berührungen mit dem Boden entstehen, so liegt der Vorteil des Damenrades klar vor Augen. Einen besonderen Vorteil dürfte das Damenrad deshalb für militärische Zwecke haben. Die französische Armee scheint auch mit Damenrädern ausgerüstet zu fein. Im Petit Journal illuströ vom 3. Oktober 1897 ist die Radfahr-Kompagnie des Kapitän Gerard abgebildet, die in
den großen Manövern 1897 (und auch 1898) auf zusammen- egbaren Fahrrädern Probefahrten anstellte. Die Räder »aben niedrige Verbindungsstange.
* Ein alter Brauch. Im „B. B.-C." lesen wir: Einige Mitglieder des Haager Friedenskongresses unternahmen vor kurzem einen Ausflug nach dem reizenden Hartem. Plötzlich zeigte einer der Herren auf eine reich mit Spitzen besetzte Battistrosette über dem Portal eines aristokratisch aussehenden Wohnhauses. In einer kleinen Nebenstraße erblickten die Fremden an zwei ärmlich, aber sauber aussehenden Häuschen ebenfalls je eine schneeweiße Rosette über der Thüre, bis man endlich einen alten holländischen Landmann traf, der sich schmunzelnd zu der gewünschten Erklärung herbeiließ, aber erst, nachdem er die laut sprechenden Ausländer aus der Nähe des rosettengeschmückten Häuschens bugsiert hatte. Die weiße, spitzenbesetzte Thürdekoration ist ein letztes Ueberbleibsel uralter holländischer Sitten. In dem Hause, über dessen Portal das Spitzenzeichen prangt, hat ein kleiner Weltbürger seinen Einzug gehalten. Das sinnige Zeichen veranlaßt die Vorübergehenden und die Lenker der Fuhrwerke, so wenig wie möglich Geräusch zu verursachen. Selbst der Gerichtsvollzieher oder ein ungeduldiger Gläubiger darf die Schwelle eines rosetten- versehenen Hauses nicht überschreiten. Erst neun Tage nach dem Eintreffen des so rücksichtsvoll behandelten winzigen Fremdlings wird die Rosette vom Doktor oder der weisen Fran entfernt, und alles geht wieder feinen alten Gang.
Gingesandt.
Gießen, 6. August 1899.
In nächster Woche konzertiert die berühmte Wiener Kapelle deS Herrn Eduard Strauß in Frankfurt a. M., und am 19. August im MufeumSgarten in Marburg. Sollte es nicht möglich sein, Herrn Eduard Strauß mit feiner ausgezeichneten Kapelle an einem Abend auch für Gießen zu gewinnen? Der Arrangeur eines solchen Konzert- abendS wird des Danks vieler sicher sein. Ein so ausgezeichnet besetzte- Orchester (Streichorchester!) wie das Eduard Strauß'sche würde zweifelsohne einen größeren Anziehungspunkt bilden, als ein meist monoton und einförmig klingendes Hornguartett.
Ein Kunstfreund.
Heuchelheim, 6. August 1899.
Nach Bekanntgabe im „Gießener Anzeiger" vom 4. August ist die hiesige Gemarkung, da in einigen Gehöften die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist, gesperrt. Die Gemarkung Gießen an der Straße entlang nach hier, reicht bis aus ca. 10 Meter an daß letzte hiesige Gehöfte, dieses Land ist aber durchweg Eigentum von Heuchelheimer Einwohnern, und wäre eS deshalb auS nachstehenden Gründen angebracht, das Feld bis zum sog. Flutgraben und die Hardt, den alten Gleibergerweg als Grenze zum Befahren mit Rindvieh wieder freizugeben. Beide Felder sind ungefähr zu "/„ Privateigentum von hiesigen Leuten bis zur angegebenen Grenze, und glaubt Einsender dieses, daß von den wenigen Gießener Besitzern kein Einspruch erhoben wird, da dieselben ihr Feld nicht mit Rindvieh befahren und dadurch eine Verschleppung der Seuche aus diese Art ausgeschlosien ist. Es würde bei Ntchtfreigabe den hiesigen Bauern, welche fast alle angewiesen sind, ihr Feld mit Rindvieh zu befahren, selbst bei guter Bezahlung unmöglich sein, fremdes Fuhrwerk zu bekommen, um die Erntefrucht, darum sie sich daS ganze Jahr geplagt haben, bei der jetzigen guten Witterung unter Dach und Fach zu bringen. Sollte schlechte Witterung eintreten, so würde für die Leute ein unberechenbarer Schaden entstehen. Es ist dringend nötig, daß mit Einwilligung der übrigen Eigentümer die Behörden das in Rede stehende Gebiet freigeben. R-
Meratur, Wissenschaft und Kunst.
— Norwegen ist in neuerer Zeil ein beliebtes Ziel für Ferien- und Erholungs Reifende geworden. Und mit Recht. Es bietet Naturschönheiten, die denen der Schweiz nicht nur nicht nachstehen, sondern sie in vielem übertreffen; mächtige Berg-Koloffe, tosende Wasserfälle und friedliche Seen, Schneegipfel und Gletscher — alles wie in der Schweiz! WaS Norwegen aber ein g»otzes Uebergewicht über die Schweiz verleiht, ist das Meer: es bildet nicht nur einen wirkungsvollen Gegensatz zu der giganitischen Bergnatur, sondern ermöglicht es auch, alle sehenswerten Punkte bequem und angenehm zu erreichen. Und dann die Mitternachtssonne! — In dem neuesten (15.) Hefte der »Illustrierten Frauen-Zeitung" (Verlag von Franz Lipperheide in Berlin) ist ein mit mehreren Illustrationen geschmückter Aufsatz des bekannten Schriftstellers Dr. Franz Oppenheimer veröffentlicht, der eine Fahrr nach Norwegen beschreibt und den eigentümlichen Zauber schildert, den eine Bergbesteigung um Mitternacht bei Hellem Sonnenschein auf die Reisenden ausübte. — Das vorliegende Heft enthält außerdem noch eine Fülle interessanter Beiträge. Als besonders wertvoll möchten wir die Novelle „Liebe" von Luise Westkirch hervorhrben, in der das Leben und Treiben der Arbeiterfrauen anschaulich und treu geschildert wird; Luise Westkirch kennt da8 Volk und hat für seine Schwächen und Vorzüge ein offenes Auge und ein fühlendes Herz, sie sucht, ganz im Gegensatz zu andern, nicht Schmutz bei den Leuten, sondern wetß ihre guten Seiten in das rechte Licht zu stellen. Außerdem enthält das Heft noch eine fesselnde Plauderei „ES war einmal" oon V. G. Heims, eine heitere Novelle „Spiritus indocilie“ von Enrico Eastelanovo, ein Gedicht „Kommendes Glück" von Flitz Döring, sowie einen Bericht über den Internationalen Frauen Kongreß in London. Die illustrative Aus- ttattung ist wie immer gut. Ueber den Modenteil der beliebten Zeitschrift brauchen wir kein Wort zu lagen, die Frauenwelt hat längst anerkannt, daß die „Illustrierte Frauen-Zeitung" alS Führerin in allen Mode-Angelegenhetten zu bezeichnen ist.
— Die deutschen Geschichts- und Altertumsvereine. Der Gesamtverein Der demschen GeschichtS- und Altertumsvereine hält seine diesjährige Generalversammlung vom 25. bis 28. Siptember zu Straßburg i. E. ab. Ein reichhaltiges Programm ist vorgesehen, das erkennen läßt, welch ernste« wiss>nfchaslliches Streben diese Der- eine beseelt, die unter sachkundiger Leitung der heimatlichen GeschichtS- und Altertumsforschung wertvolle Dienste zu leisten imstande find. Erfreulich ist in dieser Hinsicht die rege Teilnahme der speziellen Fachkreise von Universitäten und Archiven an den Bestrebungen der GeschichtS- und Altertumsvereine. Unter den in großer Menge angemeldeten Vorträgen heben wir den von Professor Varrenlrapp hervor: „StraßburgS Einwirkung auf Goethes historische Anschauungen", ferner den von Privatdozent Bloch über die geschichtliche Einheit des Elsaß. Prof. Henning behandelt die deutschen SiedelungS- fragen, die Professoren Thudichum (Tübingen) und Lamprecht (Leipzig) den Fortgang der Grundkartenarbeit. Oberstudienrat Professor Paulus (Stuttgart) und Architekt P. WallS (Berlin) referieren über den Stand deS Denkmalschutzes und der Denkmalpflege. Pro feffor Riese (Frankfurt a. M.) bespricht die Terra sigillata auS Rom unter Vorzeigung zahlreicher Stücke, Professor Wo-ff (Frankfurt a. M.) die Aufgaben der Westdeutschen G-schichtSvereine nach der Auflösung der Reichs-LimeS Kommission. Professor Knod (Straßburg), der Herausgeber des jüngst erschienenen trefflichen Werkes über „Deutsche Studenten in Bologna" hat sich „die deutsche Nation
in Padua", Professor Lamprecht (Leipzig) „über kulturgeschtchtltche Publikationen" zum Vortrag gewählt. Pioffssor von Zwiedimck (Graz) referiert über die Ausbeutung der österreichischen Privatarchive und die Gründung bet Wiener Historischen Kommission. Anträge liegen vor von Archiodirektor Wolfram (Metz) Über die Anfertigung historischer Ortsverzeichnisse, vom MuseumS-Verein zu Arnstadt (Thüringen) über die Schaffung einer Eentralstelle für Flur- und Ortsnamenforfchung der jetzt deutfchen Gebiete. — Gleichzeitig findet in Straßburg der erste allgemeine deutfche Archivtag tatt, zu dem gleichfalls hervorragende Fachmänner Referate zugesagt haben: Archivdirektor von .Weech-Kailsruhe (Ueber Archtoinventare und deren Veröffentlichung); Archivdirektor Wiegand-Straßburg (Ueber die wissenschaftliche Vorbildung des Archivars); Reichsarchivrat Wittmann München (Ueber Archiv!enutzungS Ordnungen); Re- gierungSrat Ermisch Dresden (Ueber die Beziehungen der Staatsarchive zu den Registraturen und Archiven der Verwaltungs- und Justizbehörden); Geh. Archiorat Koennecke-Marburg (Ueber die von der k. sächk. Regierung nach Dresden einberusene Archivar Versammlung betreffend Mittel zur Erhaltung alter Schriftstücke). Meldungen und Anfragen find an den Generalsekretär Zimmer in Straßburg, Stadthaus, zu richten.
— „Bergwanderungen und Luftfahrten" benennt Dr. G. Kreusner einen Aufsatz im neuesten Heft (23) der illustrierten Familienzeitschrist »Vom Fels zum Meer" (Union deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart), worin der geschätzte Berfaffer die beim Erklimmen alpiner Betzge oder bei Ballonfahrten in beträchtlichen Höhen auftretenden Schwächen und Beschwerden, die sog. „Bergkrankheit", zum Gegenstände eingehender Betrachtung macht und zugleich lehrreiche hygieiniscbe Winke für die Kenntnis der Symptome sowie deren Vorbeugung giebt. Jedem Touristen und Naturfreund werden aber auch die reich und prachtvoll illustrierten Landschaftsschilderungen Interesse abgewinnen, die uns in die „rheinischen Städte" — nack „Sankt Goar' — und nach Serbien führen. Originell und anregend ist tue Darstellung „Im Watt gestrandet", belehrend und durch die trefflichen Reproduktionen das Auge erfreuend die Studie über die Lukas Cranach-Ausstellung in Dresden. Packende Romane: „Der Wohl- thäter" von Wilhelm Wolters und „Stille Wasser" von Hermann Stegemann, sowie reicher Bilderschmuck und der wichtige Ereignisse mit Text und Illustrationen begleitende „Sammler" vervollständigen und erhöhen den Wert des Ganzen. ________________
Temperatur der Lahn und Lust
nach Reaumur gemessen am 7. August, zwischen 11 u. 12 Uhr mittags: Waffer 19°, Luft 23°.
Rübsamen'sche Badeanstalt.
Verehr, Zand nud Volkswirtschaft.
•tfiaHta, 5 Aug. Fruchtpretse. Weizm A 15,34—00,00, torn A 15,24-15,50, Gerste ^.00,00-00,00, Hafers 15,06-15,20, Erbsen A 17,00-00,00, Linsen A 00,00—00,00, Wicken A 00,00, Lein A 00,00, Kartoffeln A 6,00-0,t0, Samen A 22,(0—22,09
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 7. August. Nach einer Meldung aus Aussee wurde Fürst Hohenlohe vorn Kaiser von Oesterreich gestern nachmittag in Aussee empfangen. Kaiser Franz Joses verließ den Wagen, begrüßte den Fürsten Hohenlohe und lud ihn hierauf ein, in den Salonwagen einzusteigen, wo eine längere Unterredung ftattfand.
Wien, 7. August. In der Privatwohnung des Reichstags-Abgeordneten Wolfs fand gestern ein Duell zwischen diesem und dem Abgeordneten Kreper statt. Wolff wurde schwer, Kreper leicht verwundet.
Prag, 7. August. Von einem Dokolseste heimkehrende Tschechen demonstrierten gestern abend vor dem „Deutschen Hause". Berittene Polizei mußte die Demonstranten zerstreuen.
Budapest, 7. August. Ministerpräsident Szell begiebt sich zur Berichterstattung an das Kaiserliche Hoflager nach Ischl-
Budapest, 7. August. Die amtliche Untersuchung ergab, daß es sich bei den Erkrankungen in Szentes nur um leichte Cholera nostras handelt.
Rom, 7. August. Der Papst wird demnächst eine Encyklica veröffentlichen, welche sich mit der Haager Friedens- Konferenz befassen wird.
Brüffel, 7. August. Die neuen Minister wurden gestern vom König empfangen und leisteten den Eid. Man erwartet morgen bei der Vorstellung der Minister in der Kammer eine stürmische Sitzung.
Paris, 7. August. Gestern ab/nd ging hier das Gerücht, daß ein General, der eine hervorragende Rolle im Dreyfus-Prozeß spielt, flüchtig sei.
Paris, 7. August. Aus dem Bahnhose zu Juvisy für Orge sind am Samstag abend zwei Perfonenzüge zufam menge stoßen, wobei 18 Personen getötet und 50 verwundet wurden. Das Unglück entstand infolge Versagens des Semaphors.
Rennes, 7. August. Die Bevölkerung verhält sich ruhig. Man ist entschlossen, alle Kundgebungen zu unterdrücken. General Lucas beorderte 500 Soldaten zur Sperrung der Straßen, die von dem Gefängnis nach dem Prozeßlokale führen. Heute dürfte Dreyfus im Gymnasium untergebracht werden. Major Esterhazy verweigerte fein Erscheinen. Das Leben in der Stadt ist sehr bewegt. Die Generale Zurlinden und Gonse sind hier eingetroffen. Der Zustand Dupaty de Elams soll sich verschlimmert haben. Auf Befehl des Vorsitzenden des Kriegsgerichts werden heute sämtliche Zugänge zum Prozeß-Saalegesperrt, damitDreysus nicht der Gegenstand von Demonstrationen werden kann. Es ist möglich, daß acht Tage verstreichen, ehe die eigentliche Verhandlung beginnt. Vermutlich beginnt der Prozeß mit der Durchnahme der geheimen Dossiers. Es wird angenommen, daß bereits die heutige erste Sitzung mit der Vertagung bis nach Durchsicht der Dossiers endet.
Rennes, 7. August. Mit Ausnahme von Dupaty de Elam sind sämtliche Zeugen für den Dreyfuß- Prozeß hier anwesend. Am Bahnhof wurden den Generalen bei ihrer Ankunft Kundgebungen bereitet. Einzelne Personen brachten Hochrufe auf die Armee aus.


