boot wurde in der Muchia-Bucht auf Klippe» geworfen. Fünf Insassen des Bootes ertranken.
Genua,6. März. Der Nizza-Wiener Expreßzug stieß bei der Station Cereali infolge falscher Weichenstellunc auf einen leeren Lastzug. Letzterer wurde völlig zertrümmert. Trotzdem der Expreßzug stark besetzt war, wurde niemand verletzt.
Brüffel, 6. März. Der Zustand der Königin ist noch immer hoffnungslos. Sie phantasiert fortwährend, erkennt niemand und muß künstlich ernährt werden. Weder eine Hofdame noch jemand von der Dienerschaft werden in das Krankenzimmer gelassen. Der König, die Aerzte und die beiden Krankenschwestern bilden die einzige Umgebung der Kranken. Prinzessin Clementine traf um 5 Uhr von Paris hier ein. Die Prinzessin Stefanie wird, von Korfu kommend, nachts hier erwartet. Das um 2 Uhr nachmittags veröffentlichte Bulletin lautet, im Zustande der Königin sei keine Aenderung bemerkt worden.
Paris, 6. März. Der Kaffationshof hat den Richter Grosjean in Versailles auf zwei Monate seines Amte.s enthoben, weil derselbe kürzlich die Kriminalkammer des Kaffationshofes in Bezug auf die Dreyfus-Angelegenheit heftig angegriffen hat.
Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 7. März 1899.
** Ordensverleihungen. Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht, dem Geheimen Oberbaurat Mayer, vortragenden Rat im Großherzoglichen Ministerium der Finanzen, Abteilung für Eisenbahnwesen, den Roten Adlerordcn 3. Klasse zu verleihen, und dem Oberleutnant Freiherrn von Wangenheim, ä la suite des Garde-Füsilier-Regiments und Flügeladjutant Sr. Königl. Hoheit des Herzogs von Sachsen-Koburg und Gotha, die Erlaubnis zur Anlegung des Ritterkreuzes 2. Klasse des Großherzoglichen Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu erteilen.
*e Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 28. Januar 1899 dem Revisor 1. Klasse bei der Main-Neckar-Eisen- bahn, Rechnungsrat August Herbert, aus Anlaß seines am 1. März d. I. eingetretenen 50jährigen Dienstjubiläums das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.
** Aus dem Gerichtsdieust. Durch Entschließung'Großherzoglichen Ministeriums der Justiz wurden beauftragt: der Gerichtsassessor Dr. Bopp in Gießen mit Aushilfeleistung als Richter bei dem Amtsgericht Bingen, der Gerichtsassessor Reuß in Gießen mit Aushilfeleistung als Staatsanwalt bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen, der. Gerichtsassessor Schumacher in Darmstadt mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts in Gießen, und der Gerichtsassessor Dr. Jäger in Bens- heim mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Hilfsgerichtsschreibers bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg.
•* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 9. März 1899, nachmittags 3>/a Uhr pünktlich, nötigenfalls mit Fortsetzung am folgenden Tag: 1. Lehrkursus für Anlage und Prüfung von Blitzableitern. 2. Die Abhaltung eines jährlichen Submissionsverkaufs für Holz aus den Gemeindewaldungen. 3. Gesuch des H. Treppinger um Erlaubnis zur Wasserabführung aus seinem Wäschereibetrieb nach dem Lohmühlbach. 4. Den Voranschlag der Stadt Gießen für 1899/1900. 5. Gesuch des Robert Schmidt zu Gießen um Erteilung der Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Neuenweg Nr. 28. 6. Desgleichen des Joh. Jakob Schmidt für das Haus Grünbergerstraße Nr. 10.
• • Oeffentliche Bücher- und Lesehalle. Im Monat F e b- ruar wurden insgesamt ausgeliehen 1329 Bände (1330 im Januar). Davon entfallen auf Erzählungslitteratur 640, illustrierte Zeitschriften 490, Naturwissenschaften und Technologie 40, Jugendschriften 80, Kriegslitteratur 34, Länder- und Völkerkunde 25, Biographien 12, ausländische Litteratur 8 Bände. Diese verteilen sich auf die einzelnen Berufs- klasen wie folgt: Es wurden verliehen a) an Männer: Handwerker 560, Arbeiter 120, Kaufleute 120, Beamte 155, Schuler und Studenten 90, ohne Berufsangabe 8 Bände; 6) an Frauen: Hausfrauen und Töchter 210, Gewerb- trerbende 36, Dienstmädchen und Arbeiterinnen 30 Bände, «n außerhalb Gießens wohnende Arbeiter und Arbeiterinnen wurden verliehen 55 Bände (gegen 57 im Januar). Im Anschluß hieran machen wir darauf aufmerksam, daß in den Monaten März und April on^\aUm. £ü£CTfu$dtoeife bis 10 Uhr abends (statt 9 Nhr) geoffnet bleibt. Bei genügender Benutzung wirb diese Einrichtung eine dauernde werden.
' Abituri-nt-nprüsllng. In dem Berichte über den «usgang der Ablturientcnprüsung ist aus Versehen der Name eines Abtturi-nt-n weggeblieben. Derselbe ist : Hans Leister (Maschmenbaufach). •
, ** Dei den nunmehr beendeten Reifeprüfungen an den
hessischen Gymnasien haben sich vier Schüler, bezw. Pensionäre des hier als Privatlehrer lebenden Großherzoal Gymnasiallehrers i. P. Dr. Roese das Reifezeugnis erworben nämlich ein Offizier des hiesigen Regiments am Gymnasium in Bensheim, ein stud. theol. an demjenigen m Friedberg, und schließlich zwei nicht-hessische Gymnasiasten an der Gießener Anstalt Möge dieser schöne Erfolg für die noch in der Vorbereitung begriffenen Schüler des Genannten ein ebenso glückverheißendes, wie anfeuerndes Omen sein.
Stadttheater. Herr Hofschauspieler Karl Peppler vom Hostheater in Hannover jpielt hier am Mittwoch dem 8. ds. Mts. als erste Gastrolle den „Narciß", eine seiner besten Rollen. Herr Peppler gastierte s. Z. in Hannover
als „Narciß" auf Engagement und erhielt anf diese Rolle hin von der Intendanz einen langjährigen, äußerst günstigen Vertrag für die Hannoversche Hofbühne. Es steht also dem hiesigen Publikum ein ganz besonderer Kunstgenuß bevor. Am Donnerstag dem 9. ds. Mts. verabschiedet sich der Künstler von der Bühne seiner Vaterstadt, der er das wärmste Jntereffe entgegenbringt, als Tschernitscheff in Werthers Jntriguenspiel „Der Kriegsplan".
** Gegen die Weinstener. In der vom Agitations-Ausschuß für die Provinz Oberhessen auf gestern nachmittag in das Cafe Leib einberufenen Versammlung von Wein- interessenten sprach Herr Stadtverordneter R einem er - Darmstadt über die Weinsteuerfrage. Rednex bemerkte einleitend, daß die diesbezügliche Vorlage der Regierung seitens der Bevölkerung mit Staunen betrachtet und fast allgemein mit Erbitterung entgegengenommen worden sei, kein Objekt sei ungeeigneter zur Besteuerung als der Wein. Auch die Eile, mit welcher die Vorlage eingebracht wurde, habe keinen guten Eindruck gemacht, da man sich ein klares Bild von der Sache nicht habe machen können. Mit der Steuer habe man, in der Theorie wenigstens, den Konsumenten treffen wollen, die Praxis aber werde zeigen, daß man den Bauer, den Produzenten treffe, dieser werde vom Wirt, vom Verkäufer, der den Steuerertrag nicht dem Konsumenten abnehmen könne, gedrückt. Weiter führte Redner aus, daß die Steuer die Einfuhr ausländischer Weine begünstigen werde, weil nur der hessische Wein von der Steuer betroffen werde. Besonders würden aber die billigen Weine, die der Arbeiter in Starkenburg und Rheinhessen trinke, betroffen. Die Steuererhebung, die Kontrolle wäre für die Produzenten mit allerlei Schwierigkeiten und Belästigungen verbunden. Die vorgeschlagene Besteuerung des Kunstweins sei zu verwerfen, da mit einer solchen die Kunstweinfabrikation gesetzlich sanktioniert werde, man solle den Kunstwein überhaupt verbieten, weil die steuergesetzlichen Bestimmungen so mannigfacher Art seien, daß man denselben nicht nachkommen könne, die Folge davon wäre eine Häufung der Strafen, eine Zerstörung des jedem Geschäftsmann heiligen Geschäftsgeheimnisses, eine Begünstigung des Denunziantenwesens rc. Redner ging hierauf die Strafbestimmungen durch, beschrieb eingehend die Folgen des Weinsteuergesetzes: Konkurrenzunfähigkeit gegenüber den Weinbaugebieten Bayerns und Preußens, Schwächung der Steuerkraft der hessischen Weinbau, Weinhandel und Ausschank betreibenden Bevölkerung und der mit dem Weinbau verbundenen Nebenerwerbe. Seine Forderung ging weiter auf nachdrücklichen Schutz des vaterländischen Produkts. Die Steuerreform in Hessen könne auch ohne Weinsteuer durchgeführt werden, sie sei als ein Unrecht gegen die Minderbesitzenden zu bezeichnen. Das mehr wie andere deutsche Staaten mit Steuern bedachte Hessen könne seine Finanzen durch eine Erbschaftssteuer, den Ertrag aus einer Lotterie, eine mäßige Erhöhung der Vermögenssteuer verbessern. Als eine Konsequenz der Weinsteuer werde sich bald die Besteuerung des Obst- und Beerenweins ergeben und diese namentlich in Oberhessen Anlaß zu Bedenken geben, eine weitere Folge würde eine Reichsweinsteuer sein. Redner forderte schließlich auf, im Interesse der Ruhe und des Friedens in unserem Vaterlande gegen )ie Weinsteuer zu arbeiten. An der folgenden Debatte beteiligten sich Herr Landtagsabgeordneter Metz-Gießen, der über einige Punkte der Steuervorlage Erläuterungen gab, im übrigen aber erklärte, seine Stellungnahme zu derselben noch nicht darlegen zu können; er werde aber nach bestem Wissen und Gewissen handeln. — Herr Reinemer brachte lierauf unter eingehender Begründung zwei gegen die Wein- teuer gerichtete Resolutionen zur Verlesung. Dieselben wurden einstimmig angenommen.
** Geflügel-Ausstellung. Das Ergebnis der Geflügel- und Vogel-Ausstellung auf dem Windhof ist als ein glänzendes zu bezeichnen. Am Sonntag war der An- )rang des Publikums gewaltig. Am Vormittag besichtigten 800 Personen, während am Nachmittag die dicht aufeinander olgenden Züge der Ausstellung 3500 Besucher zuführten. Die Brut-Anstalt wurde im ganzen von 2500 Personen besichtigt, lieber den ungemein starken Besuch der Ausstellung etwas Näheres zu hören, dürfte für viele unserer Leser von Interesse sein, demzufolge sei hierdurch mitgeteilt, daß laut Angabe der Direktion am Sonntag dem 5. d. Mts. auf der Bieberthalbahn 10 fahrplanmäßige, 12 Sonder-und 4 Vorzüge verkehrten. Jnsgesammt wurden befördert zwischen )er diesseitigen Station und Windhof 3641 Personen. Davon entfallen allein auf Gießen—Windhof 3337. Dem Besuch der Ausstellung entsprechend war auch der Verkehr in den Restaurationsräumen des Windhofs. Der Wirt zeigte sich trotz des überfüllten Hauses seiner Aufgabe überall gewachsen. Es wurden über 15Hekoliter Bier und sonstige Getränke umgesetzt. Gestern abend wurde die Verlosung vorgenommen. Die Ausstellungsleitung hat sich bemüht, die , u den Gewinnen anzukaufenden Tiere rc. möglichst billig anzukaufen und fand auch bei den Ausstellern, da der An- auf erst gestern von mittag an vor sich ging, das weiteste Entgegenkommen. Die offizielle Gewinnliste wird dieses Mal außer den geordneten Losnummern die Gewinnnummer, )cn Gegenstand des Gewinnes und den Ankaufswert des- elben enthalten. Die hiesigen Blätter werden das Resultat der Verloosung morgen abend bringen. Die Ausgabe der Gewinne erfolgt erst nach dem Erscheinen der Liste.
* * Bon Herrn Ad. Geisse hier wurden uns drei Aeste eines Kaffeebusches aus Brasilien vorgezeigt, welche rerselbe von einem Freunde aus Brasilien erhielt. An riesen gedrängt voll hängenden Aesten ist die ungeheure Ernte zu erkennen, welche in den letzten zwei Jahren in Brasilien tattgefunden hat, und wodurch der ungewöhnlich billige Preis entstand. Die Aeste nebst zwei größeren Photographien sind in dem Erker des Herrn Ad. Geisse ausgestellt.
* * Müllerversammlung. Von Herrn Mühlenbesitzer H K. Zimmer in Grünberg waren die Mühlenbesitzer der
Kreise Gießen und Wetzlar zu einer Versammlung am Sonntag dem 26. Februar nach Gießen eingeladen worden, um entsprechend der von dem Vorstand des Mittelrheinischen Zweigverbandes deutscher Müller in Frankfurt a. M. gegebenen Anregung über die Bildung einer örtlichen Vereinigung im Anschluß an den Zweigverband zu beraten. Erschienen waren 48Kollegen. HerrZimmer verbreite.e sich eingehend über die schlimme Lage des Mühlengewerbes, gab einen kurzen Rückblick über die Entwickelung des Gewerbes in den letzten 50Jahren und faßte die Gründe für den Rückgang des- • selben kurz dahin zusammen, daß die Müller zum Teil selbst daran schuld seien, dadurch, daß sie sich gegenseitig den größten ! Wettbewerb machen, anstatt einig zu sein; ferner trage die riesenhafte Zuvielerzeugung durch die Riesenmühlen, die ohne jegliches Bedürfnis gegründet worden seien, wesentlich dazu bei. Mit dem letzteren, die so große Vergünstigungen durch den Zollkredit und die Zollrückvergütung genießen, denen es möglich sei höhere Ausbeute zu erzielen, könne, da sie weiter mit großen Kapitalien ausgerüstet seien, der Klein- und Mittelmüller gar nicht in Wettbewerb treten. Es handele sich jetzt um den Ruin der Existenz, und es frage sich, welche Mittel gibt es, denselben aufzuhalten. Zunächst müßten die Müller sich einigen, und durch einen engen Zusammenschluß die Lage zu verbessern suchen. Es gelte die Einrichtung zu verbessern in technischer Beziehung, dann aber auch sich kaufmännische Bildung anzueignen, vor allem aber sei eine Vereinigung notwendig, wie dieses von den meisten Gewerben bereits geschehen sei, das Mißtrauen gegeneinander und die jetzt herrschende Zerfahrenheit unter den Kollegen müsse aufhören. Redner beantragt, nachdem er noch die Eingabe des Verbandes deutscher Müller bezüglich der staffelförmigen Umsatzsteuer an den Reichstag, die auch von dem Zweigverband unterstützt worden sei, erwähnt hatte, die Bildung eines Kreisvereins Gießen-Wetzlar im Anschluß an den Mittelrheinischen Zweigverband deutscher Müller in Frankfurt a. M. und eröffnet darüber die Aussprache. Herr W. Möser aus Gießen stellt die Anfrage, wie sich Herr Zimmer eine Besserung der Verhältniffe durch den Anschluß an den Mittelrheinischen Zweigverband denke, der nur aus Großmühlen bestehe und dessen Vorstand sich nur aus Großmüllern zusammensetze. Es erbittet sich zu dieser Anfrage Herr Geschäftsführer Feldmann das Wort und führt aus, daß die Annahme des Herrn Möser eine irrige sei. Der Mittelrheinische Zweigverband setze sich nicht nur aus Großmühlen zusammen, denn es gebe deren nur wenige im ganzen Bezirke (und selbst diese, die sich nach und nach vergrößert und nicht aus kapitalistischen Gründen plötzlich errichtet worden seien, könnte man nicht zu den Riesenmühlen zählen), sondern bestehe überwiegend ans Klein- und Mittelmüllern, und ebenso setze sich der der« zeitige Vorstand zusammen. Der Zweigverband vertrete auch durchaus nicht einseitige Interessen, sondern habe, wie seine Stellungnahme zu den an ihn in den letzten Jahre» herangetretenen wirtschaftlichen Fragen, z. B. verschiedener Frachtsätze für Getreide und Mehl, Baisseklausel, Staffeltarife, Regelung der Arbeitszeiten, staffelförmige Umsatzsteuer u. a. beweise, stets das Interesse aller Mühlen seines Bezirkes vertreten. Dies beweise weiter der fortwährende Zuwachs von Mitgliedern. Diese Ausführungen werden im wesentlichen von den Herren Zimmer aus Grünberg und dem als Gast anwesenden Herrn Mühlenbesitzer und Landtagsabgeordneten H. Brauer aus Ober-Ofleiden bestätigt. An der weiteren Aussprache beteiligten sich noch die Herren Stoll aus Inheiden und der Verwalter Reinmuttz von der fürstlichen Obermühle in Lich, die, wenn sich der Kreisverein auch mit der Regelung der örtlichen Verhältniffe, wie Festsetzung einheitlicher Mahllöhne, Einschränkung des Lohnmahlens, Regelung von Wasserstreitigkeiten, Stellung gegen das Ueberhandnehmen von Schrotmühlen durch Nichtmüller, befassen will, lebhaft für dessen Bildung im An schluß an den Zweigverband eintreten. Die Vereinigung bildet sich hierauf unter dem Namen: „Kreis-Verein Gieße» und Wetzlar des Mittelrheinischen Zweigverbandes deutscher Müller", und erklärten die anwesenden 48 Mühlenbesitzer aus dem Bezirke unterschriftlich ihren Beitritt. Es wird alsdann ein vorläufiger Vorstand aus den Herren H. K Zimmer in Grünberg, G. Zimmer in Lich, Georg Schudt in Grund Schwalheim, Otto Leidolf in Aßlar und G. Amens in Wetzlar durch Zuruf gewählt.
0 Grünberg, 6. März. Gestern nachmittag veranstaltete der hiesige Musik verein auf der nahegelegene» „Neumühle" ein Konzert. Der Besuch desselben war durch ne rauhe Witterung leider etwas beeinträchtigt. Die treff« ichen Darbietungen legten wiederum Zeugnis ab von de» unermüdlichen Streben des Vereins und seines Dirigenten.
x Grimberg, 6. März. Durch den Vorstand befr Landes-Pferdezuchtvereins, die Herren v. Westerweller Exzellenz, Landesstallmeister v. Willich und Sekretär Rittmeister Naegele aus Darmstadt, fand heute nachmittag fier die Besichtigung, Ankörung und Prämiierung von Stute» iezw. Fohlen statt. Es wurden eine stattliche Anzahl do» zum größten Teil prachtvollen Tieren aus dem hiesigen Be zirk der Kommission vorgeführt; etwa 15 bis 18 Besitzer von Fohlen wurden Prämien zuerkannt. An die Besichtigung chloß sich eine Wanderversammlung des Pferdezuchtverein- im „Englischen Hof", in welcher Herr Kreistierarzt Neun- )öfer einen Vortrag über „Die Musterung der Pferde bei« Ankauf" hielt. In sehr klarer, eingehender Weise entledigte sich Redner seiner Aufgabe, indem er die nötigen Vorsichtsmaßregeln erörterte, die der Käufer beim Ankauf eine# Pferdes zu beobachten habe, wenn er nicht betrogen fein wolle. In der dem Vortrag folgenden regen Diskussion betonte Herr Landes-Stallmeister von Willich, daß sich der Käufer beim Pferdehandel stets eine vierwöchige Probezeit aushalten müsse. Während dieser Zeit habe er Gelegenheit, das Tier in jeder Hinsicht prüfen zu können. Entspreche es seinen Anforderungen nicht, so könne es nach Ablauf der Probezeit ohne jegliche Angabe der Gründe dem Verkäufer
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