Ausgabe 
8.1.1899 Erstes Blatt
 
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die Erhebung von Wagenstandgeld an

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ab Frankfurt an Gießen Betzdorf Hagen

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Hamburg ab und

Wallung der Bahnpolizei, die Regelung und Ueberwachung des gesamten Stationsdienstes, die Ueberwachung der Privat» anschlußgleise, die Untersuchung der Betriebsstörungen unb Unfälle, sowie die Fürsorge für die Befolgung der Bor- fchriften über die Errichtung von Gebäuden und die Lage­rung von Materialien in der Nähe der Eisenbahn, b) Dec Geschäftsbereich der Vorstände der Eisenbahn-Verkehrsinspel' tionen umfaßt die Angelegenheiten des Abfertigungs- und Beförderungsdieustes. Dazu gehören: Alle Anträge uni

l20 nachm.

1205

940 morgens

630

ll07 nachts

815 abends

ab Frankfurt an Gießen ab

Kassel

Hannover

Das Verzeichnis der Kammer von zweifelhaften Firmen im Ausland hat Erweiterung für Bulgarien, d,e Niederlande und Aegypten erfahren, Der Vorstand der Großh. Eifenbahn-Verkehrs-Jnspektion zu Gießen teilt der Kammer zur weiteren Bekanntgabe an die Interessenten mit, daß ihre Geschäftsräume sich nun­mehr Frankfurterstraße 20 im oberen Stocke befinden und daß der Bezirk derselben die Strecken umfaßt: Lollar Bad-Nauheim, Gießen-Gelnhausen (nebst Zweigbahnen), HungeuFriedberg, Nidda-Friedberg, Wetzlar-Lollar, Gießen-Siegburg (nebst Zweigbahnen), Limburg-Wester­burg - Altenkirchen - Au, Limburg-Siershahn - A tenkirchen Siershahn-Engers, Die Strecke Gietzen-Fulda (nebst Zweigbahnen) gehört zur Verkehrs-Inspektion Fulda. Die Handel- und Gewerbetreibenden des Kammerbezirks werden hierauf deshalb, zur Vermeidung von Zeitverlust und anderen Unannehmlichkeiten hingewiesen. Schließlich teilt Großh. Ministerium des Innern der Kammer mit, daß der von ihr in betreff der Verzollungsv or- t(Driften in Belgien an Großh. Ministerium des Innern gerichteten Bericht dem Großh. Staatsministerium mit dem Bemerken übergeben worden ist, daß die m dem Berichte ausgesprochenen Befürchtungen bezüglich des schädigenden Einflusses des in Frage stehenden belgischen Gesetzentwurfes auf den deutschen Exporthandel von Großh. Ministerium geteilt werden und deshalb ein Vorgehen der Reichsregierung empfehlenswert erscheint.

Berichtigung. In dem gestrigen Bericht über die Stadtverordneten-Versammlung ist aus Versehen der Name des Herrn Stadtverordneten Heich elh eim unter den Namen der Anwesenden aufzuführen vergessen worden. Die Versammlung war sonach vollzählig besucht.

Die Geometer 2. Klasse haben sich mit einer Vor­stellung an die Zweite Kammer gewendet, in der dieselben Verwendung und Anstellung als Kulturtechniker erstreben. Die Regierung hat sich dem Gesuche gegenüber in ablehnendem Sinne geäußert. Die Geometer 2. Klasse könnten nur nach einer wesentlichen Erweiterung ihrer Kenntnisse von den Kulturinspektionen als Kulturtechniker verwendet werden. Der Finanzausschuß beantragt daher, fraglichen Vorstellung keine Folge zu geben.

** Postpersoual-Nachrichten. Versetzt ist der Post Inspektor Höynck von Halle (Saale) nach Darmstadt - Ernannt ist der Postsekretär Rettig m Lauterbach

^Ä^ektivn @ie6.n des Teuren und O-sterreichischen Alvenvereins Hebet seine Reisen m den Zillerthaler Alpen id;itberte bann bl= c aus wnrb° bet

unternommenen Ton . .wit(cr erstiegenen Ahornfpttze zum erstenmal 18M von ^yur i i » ber Wet B° uch Täufers aus eine Besteigung

3440 Mr h°h-2H°chgall in ber Riesersernergruppe.

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& iSttttBtsÄt crn(t und ge 9 haben, um bie Großartigkeit unb mäckiial°Mrk»nq eines AlP-nPanoramaS von hoher Berges- fpi^e bei ^ater Fernsicht unb ben Einbruck eines nächtlichen Leuhimmels auf ben Besuchet einer HW-gen-n Sckutzhütte mitempfinden zu können. Von bl^bender Cr- Z g sind solche Eindrücke, drum wird auch )eder der, Mit Ruhe abwägend, nicht einseitigem Ehrgeize folgend, Retabesteiannaen ausführt, neben ber günstige» Einwirkung auf Gefunbheit unb Gemüt dem ethischen Wert solch alpiner Bestrebungen bie Bebrütung nicht absprechen können - Die für ben kommenden Sonntag vorgesehene DünSbergtoui. wirb allem Anscheine nach ebenso lohnenb werben als bte vorjährige; bie Beteiligung wirb vorausstchtlich eine rege (ein. 9 Gäste, b»rch Mitglieder eingeführt, sind willkommen.

Der Krieaerverein Gießen (eiert in diesem Jahre sein 25iabriaeT Stiftungsfest. Gegrünbet in bet Zeit, als bie patriotischen Wogen nach bem großen Jahre 18<O/71 »ach hoch gingen, zu bem Zwecke bas Andenken an b,e große Zeit unb bie großen Gebeuktage wach zu erha ten, sowie bie bebürftigen Sameraben zu unterstützen ist er diesen Betpflichtungen stet« nachgekommen. Auch d,e Auf-

" Abaeftützt. Von einem Neubau in der Nordanlage siurzte gestern Nachmittag ein Spenglerlehrling und erlitt außer einem Armbruch noch schwere inner- V- letzungen, welche die Verbringung desselben m die Klinik notwendig^ ^?Zm-uch'sche» Lackfabrik geriet gestern N^- mittag ein Kessel Oel in Brand. Schaden verursachte

** Vom Baugewerbe. Hat auch dermilde Winter für viele Geschäfte seine sehr großen Nachteile, so bietet der ausgebliebene Frost für das Baugewerbe großen Vorteil, indem die begonnenen Neubauten den Winter über nicht still liegen bleiben, wodurch zahllose fleißige Hande, welche bei Frostwetter feiern würden, Beschäftigung finden. Trotz des feuchten Wetters, welches nach Weihnachten eingetreten ist, schaffen au den zahlreichen Bauten in unserer Stadt die Maurer, die Zimmerleute und sonstigen Bauhandwerker. Wie man hört, soll sich im neuen Jahre die Baulust m den beteiligten Kreisen überaus rege bethätigen. Die Architekten sind noch vor den Feiertagen reichlich mit Aufträgen für Neu- und größere Umbauten bedacht worden, von denen ein erheblicher Teil diesmal auf die Altstadt entfällt.

** Der 150. Fernsprecher ist nunmehr in Gieße n an- geschlossen und zwar ist mit diesem Anschluß einem allge­mein empfundenen dringenden Bedürfniß abgeholfen. Der 150. Teilnehmer ist nämlich die öffentliche Fernsprechstelle am kaiserlichen Haupt-Postamt, Bahnhofstraße, wo man gegen eine Gebühr von 25 Pfg. den Fernsprecher benutzen kann. Praktischer, und jedenfalls bequemer für etwa Rebelustige in unserer Stadt, wäre die öffentliche Fernsprechftelle beim Stadtpostamt in der Schulstraße angebracht worden.

" Geschäftlicher Verkehr mit den Behörden und Dienst­stellen der Königlich Preußischen Staats-Eisenbahnverwaltung. 1. Eingaben, Anfragen und Beschwerden, sowie Gesuche um Beschäftigung als Arbeiter sind im Interesse der Beschleuni­gung der Regel nach an die äußeren Dienststellen, Die Stationen, Abfertigungsstellen, Fahrkarten - Ausgabestellen, Auskunftsbüreaus und Auskunftsstellen, Fundbüreaus, Bahn­meistereien, Werkmeistereien, Telegraphenmeistereien, Magazine zu richten. Die Dienststellen sind verpflichtet, auch mündliche Anfragen und Beschwerden entgegenzunehmen und alle An­fragen u. s. w., zu deren Erledigung sie nicht selbst befugt sind, von Amtswegen an die zuständigen Jnspektionsvorstände weiter zu reichen. Nur Beschwerden über die genannten Dienststellen sind zweckmäßig an die Jnspektionsvorstände unmittelbar zu richten. 2. a) Der Geschäftsbereich der Vor­stände der Eisenbahn-Betriebsinspektionen umfaßt die Ange­legenheiten des Betriebes, der Bahnunterhaltung und Bahn bewachung. Ihnen obliegen namentlich: die Bestellung, Verdingung, sowie Ueberwachung der von Handwerkern auszuführenden Arbeiten und Lieferungen für die Unterhal­tung der baulichen Anlagen, die Verpachtung von Grund­stücken, Lagerplätzen, Bahnhofswirtschaften, Böschungen u. s.w., die Verwaltung der Bau- und Oberbaumaterialien, die Ber-

gab., M. MSBÄ

demnächst eine ©ammellifte in Um MW um T« Jubiläumsfest einen Garantiefond 8 ' , Dauben

Unterstützung zu ben 8« ° n«m, ( »tag«

wir, daß er damit kerne Fehlbitte an ^ird.

Stadt, deren wohlthätiger Sinn ja betari. ,

die MeiT^ 1 dt, für dieArbeituehmer

EÄS 8*«» -<sX£ St «7« A E laubwirtschaftlichen Kurse mitmachen, ans ber Harbt Einrichtung in Augenschein zu nehmen . Masprach stch^ allgemeinen sehr anerkennend über die >zdee au , wünschte ben anwesenbeu Vorstandsmitgliedern G flügelzuchtvereius, baß bie aufgewenbeten Muhen unb Rollen auch gute Früchte tragen mögen. Stelle

Stenographisches. W,t we.sen auchanbesetSteu^ aus ben von bem Verein für verein sachte ®ten graphie (Einigungssystem Stolze - Schrey) zu G ß in biefem Blatte augefünbigten Unterricht für f än g_er fan. @ine xaglohnerin, bie mit ihren zwei

Sinbern im Alter von 1-/, bis fahren m der Wetzsteim aaffe eine Stube bewohnt, begab sich gestern -Wittatj i Arbeit und ließ die Kinder eingeschlossen zuruck. Kurz barauk schrieen bie Kinber, was ben Mitbewohnern bes fiauies zum gewaltsame» Oeffnen bet Thüre Beran astung ^Änb bie Stubev o11°°n dichtem Qualm unb bie Kinder dem Ersticken nahe; die von der Mutter am Ofenrohr zum Trocknen ausgehängten Kleibungsstucke waren

Feiertagen . .

die Kammer, vor

bcn an die Vertretung des Handelsstandes demnächst er_ aebenben Bescheid des Herrn Ministers zu erwarten, a-- Niddaer Firma weist in einer an die Kammer gerichteten Zuschrift auf die mangelhaften Berladungsvor- richtungen der Station Ranstadt, die im iiim Ankaufspreis des Bodens unverhältnismäßig hohen ST'i: äxiä'5

ttagen- l Herabsetzung bet hohen Lagerp atzm.ete 2. b--

p?ö(,er Qn verschiedenen Terminen nach einzelnen Schlagen, Revieren rc und Zulassung der Interessenten bei Eröffnung der Anaebo e Zugleich soll das Entrinden der Holzer vor Verknus derselben empfohlen werben da ässe be von günstigem- Einfluß auf die Qualität des Produktes ist.

Die Großh. Handelskammer Worms hat bei unsenu Ministerium beantragt, die Errichtung einer Haud^och- schule für das Großherzogtum Hessen mit bem W in Darmstadt in Erwägung ziehen zu zollen und bittet un Huterstützuug ihres Antrags. In Anbetracht der Wich g- feit, welche die Frage der Zweckmäßigkeit einer Handels­hochschule im Großherzogtum überhaupt und -- faW selbe bejaht werden sollte des Sitzes derselben für di Handelskammer Gießen bedeutet (etwaiger Anschluß der Handelshochschule an die Großh. LandesunwerMt) be­schließt die Kammer zunächst behufs eingehender Prüfung aller in Betracht kommenden Verhältnisse u. s. w. eine Kommission zu ernennen; in dieselbe werden die bnden Herren Vorsitzenden, sowie Herr Kommerzienrat Heichelheim aewüblt. Auf eine von der Kammer an bie Königliche Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. in betreff der auf der Strecke Frankfurt-Hamburg und FrankfurtG i e ß en - BetzdorfHagen neu einzulegenden Zuge gerichtete Anfrage wurde ihr die Mitteilung, daß, falls die beregten Rüge zur Einführung gelangen, vorbehaltlich kleinerer Ver- fchiebuugen voraussichtlich folgende Fahrplane in Kraft

£ 840 vorm. J 9"

n ..ginn bet Reichspvft. Die neuen toten Post- c aoh rn 10 Pfg. frankiert, welche seitdem l"^anlar dss IS von ber'w in ben Verkehr gebracht L haben schon häufig zu mancherlei Uuzutrag-

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roerb«pUSäbttbeater. Man bars eS ber Theaterleitung Dank wissen, daß sie uns gestern Abend mit dem neuen italienischen TrauerspielA Basso Porto bekannt ge- Ä hat Ä hnlich wie'in Mascagnis6avaUorm rusti- S durchstürmen gewaltige Leidenschaften, unergründ­licher Haß und unzerstörbare Liebe, die Handlung, die sich non bem breiter angelegten Hintergrunb belebter Volks- jcenen aus straff unb folgerichtig entwickelt. Auf biese Weift enthält bie Dichtung eine starke Lokalfärbung, bte jeboch auf ber hiesigen Bühne trotz aller Mühe der Regie unb einzelner Darsteller zum guten Teil verloren ging.

ber Bewegung, Wohllaut ber Stimme, Ausbrucksfahigkeit von Mienen- unb Geberbenspiel sinb ben Neapolitanern auch in den untersten Volksschichten eigen, wurden hier aber vielfach vermißt, sodaß, wenigstens in den ersten

©eenen, auch die Verständlichkeit Not litt. Doch verdient der Eifer, mit dem auch die Vertreter der kleineren Partien ihr Bestes zu geben bemüht waren, entschiedene Anerkennung. Die Hauptrollen waren angemessen besetzt. Frl. Würdig legte ben Charakter ber Maria im ganzen richtig an und würbe namentlich nach ber Gerichtsscene bes gelten Aktes durch Beifall ansgezeichnet. Herr Liebscher erschien als Ciccillo dämonisch genug, nur störte häufig der rache Klang seiner Stimme, und es ließe sich wohl darüber streiten, o die Art, wie ber Künstler mit seinem Stocke verfuhr, immer angebracht war. Bei Herrn Werner ist bie Anlage bes Charakters zu loben; ber Künstler muß aber in Behanblung der Sprache und im Spiel noch Fortschritte machen. Die Sesella von Frl. Pauli war korrekt, aber nicht heißblütig aeuua __ Das in mittlerer Stärke erschienene Publikum

folgt?,' nachdem es den ersten Eindruck der Fremdartigkeit Überwunden hatte, der Vorstellung mit Aufmerksamkeit unb ließ es auch an Beifall nicht fehlen.

$ -* Stabttheater. Am Sonntag ben 8. Januar wirb im hiesigen Stabttheater Anzengrubers Meisterwerk: ..Der Pfarrer von Kirch selb", Volksstuck in 4 Akten, auf- ge ührt. Auch das Lustspiel »Im weißen Roßl soll 9 LLs uäckster Woche noch einmal gegeben werden. In V°rbLil7»7 Gasts?i°l d7s Migl,

arl Veppler vom Hoftheater in Hannover.

^Kaiser-Panorama. Es ist eine allbekannte Thatsache daß« Besuch bes Kmser-P-m°-Es b° Interesse für die Länberknnde auch m bie greise oes Publikums trägt, die sonst nicht in der Lage sind, durch Reisen und eigne Anschauung ihr Wissen zu bereichern. Aber anch für die, welche schon di- Welt bereisten, bietet cS (tfts neues Jntresse. Für die Schulen ist nach unzähligen pädagogische» Urteile» der Bestich des Pan°ramas einbc- konderes geographisches Hilfsmittel. In dieser Woche finden wir das Riesengebirgc mit den in dessen ^°b'et liegenden Wasserscheiden. Die Aufnahme der wlld-romantifchen Ge^ birasvartien sind hier wieder m geregelter Plastik, wie Farbenpracht auSgesührt, und ist ein Besuch daher sehr zu

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