(Natal) aus unternommene Rekognoszierungskampf mit einem Rückzug der Engländer. Man fand die Buren bei Co le ns o in zwei Lagern vor und nahm auch wahr, daß Colenso voll von Buren war. Von den Höhen um Colenso aus eröffneten die Buren ein heftiges Geschützfeuer mit fünf Geschützen. Eine englische Batterie erwiderte das Feuer und warf Geschoffe mitten in die Buren hinein. Das Feuer der Buren war wohlgezielt und verfolgte die englischen Truppen, als sie sich zurückzogen. Letztere nahmen dann eine starke Stellung ein, welche sie aber am Abend aufgaben. Es heißt, die Buren hätten sich auch zurückgezogen und ihre Wagen mitgenommen.
Trotz der erheblichen Verstärkungen, welche nun schon seit mehreren Wochen in Afrika und auf den verschiedenen Teilen des Kriegsschauplatzes eingetroffen sind, bleiben
die Aussichten der Buren fortgesetzt gute, und die Hauptsache ist, daß sie selbst den Mut nicht sinken laffen. Das bestätigt selbst folgende englische Meldung:
Durban, 5. Dezember. „Reuters Bureau" meldet vom 30. November: Die letzte aus Prätoria hierher gelangte Meldung spricht sich dahin aus, daß die Buren »och immer von dem großen Vertrauen auf Erfolg erfüllt sind. Die Buren treffen Vorkehrungen, in der Hauptstadt starken Widerstand zu leisten. Sie beschaffen Vorräte und Munition für eine Belagerung von 6 Monaten.
Auf die Verteidigung Prätorias werden die Buren sich natürlich nur im äußersten Notfälle zurückziehen. Vorläufig stehen sie noch in Feindesland, und werden, der Uebermacht weichend, nur Schritt für Schritt in günstigere Positionen rückwärts gehen.
Sehr zu statten kommen ihnen dabei die
schlimme» Nachrichten aus dem englischen Heere.
Wir können aus bester Quelle mitteilen, daß die Berichte, welche in London, resp. Windsor über das englische Heer in Südafrika eingetroffen sind, so rosig nicht lauten sollen, als sie durch den Telegraphen übermittelt werden. Es ist ganz zweifellos, daß mannigfache Krankheiten im englischen Heere herrschen, eine Art Ruhr soll grassieren, und wenn sie auch bis jetzt keine nennenswerte Opfer gefordert haben soll, so hat sie doch die Schlagfertigkeit des englischen Heeres wesentlich beeinträchtigt. Die zahlreichen Verluste an Offizieren haben jetzt gerade zur Weihnachtszeit die Stimmung in der englischen Gesellschaft stark herabgedrückt.
Ein noch schlimmerer Feind als Krankheiten im Heere scheint den Engländern in ihren eigenen vier Pfählen zu erstehen. Die Meldung aus Dublin zeigt in ihrer mysteriösen Faffung so viel, daß die
Ire» beginne», schwierig zn werde» und bereits mit Dynamit zu arbeiten anfangen. Selbstverständlich bezweckt ihre Verschwörung — daß eine solche besteht, muß schon zugegeben werden — nicht, „die Anterstützungsgelder für die Buren reichlicher fließen zu machen (was ganz unverständlich ist), sondern, die irische Bewegung jetzt, wo die ganze Kraft Englands in Südafrika engagiert ist, ihrem Ziele: LoSreißung von Großbritannien, näher zu bringen. Lodert aber erst in Irland die Flamme des Aufruhrs empor, dann ist nicht mehr an Entsendung von Ersatztruppen nach Afrika zu denken, dann braucht man sie in allernächster Nähe. Weiteren Meldungen aus Dublin sehen wir mit größter Spannung entgegen.
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London, 5. Dezember. Der „Cape Times" in Kapstadt wurde aus Mafeking gemeldet, daß General Cronje mit vielen Truppen und 100 Wagen von Mafeking abgerückt sei. Die Belagerung sei praktisch aufgehoben, obwohl der Feind ein unregelmäßiges Gewehr- und Granatfeuer unterhält. Sonstige, bis zum 22. v. Mts. eingelaufene Berichte erwähnen von einer Aufhebung der Belagerung Mafekings nichts.
— „Daily Telegraph" meldet aus Estcourt, daß am Donnerstage die Brücke von Colenso völlig zerstört worden sei. Die Nachricht von diesem Vernichtungswerk wurde durch elektrisches Licht von Estcourt nach Ladysmith übermittelt. Kavallerie Patrouillen gelangten bis in die unmittelbare Nähe von Colenso. Die Buren befinden sich in starker Zahl auf Groblers Kloof. Wie weiter berichtet wird, soll heftiges Feuern in der Richtung nach Ladysmith gehört werden. Die Frere-Brücke dürste in vier Tagen hergestellt sein.
— Man erwartet in militärisch unterrichteten Kreisen bis Mittwoch eine entscheidende Aktion vom General Buller.
— Dem „Standard" wird aus Kapstadt gemeldet, daß das Kapministerium eins seiner Mitglieder, wie man vermutet, den Justizminister Salomon, nach London zu entsenden beabsichtigt, damit dieser seine Ansichten betreffs der Regelung der Verhältnisse nach dem Kriege dem Kabinette Unterbreite. Es heißt, die Führer der Holländerpartei machen eifrige Anstrengungen, um nach vollendetem Feldzuge wenigstens die Unabhängigkeit des Oraujefrei- staates zu retten. Merriman soll in diesem Sinne in England wirken.
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Telegramme des „Gießener Anzeiger",
London, 6. Dezember. Aus Prätoria kommen über Lorenzo Marquez vom 2. Dezember offizielle Mitteilungen, daß am 29. November nach einem Bombardement der Forts die Engländer in Mafeking Kreuzfahnen hißten, wahrscheinlich, um ihre Toten und Verwundeten zu holen und daß am 1. Dezember das Bombardement von Ladysmith fortdauerte. VorKimberley ist alles ruhig. Nach einem Telegramm aus Modder River ist Lord Methuens Wunde nur ein leichter Streifschuß am Bein und hindert ihn nicht am Gehen. Sein Abmarsch beginnt heute. Er führt Proviant für Kimberley mit sich.
— Die Botschaft des Afrikander-Bundes, welche unter Führung des Generalstaatsanwalts Solomon nach London geht, soll über die Einstellung der Feindseligkeiten und die Unabhängigkeit des Freistaates verhandeln. Diese Botschaft wird, wie offiziell verlautet, von der britischen Regierung unter keinen Umständen empfangen werden.
Loudon, 6. Dezember. Der „Times"-Korrespondent meldet aus Pietermaritzburg, daß daselbst elektrische Scheinwerfer zur Herstellung des optischen Telegraphen mit Ladysmith eingetroffen sind. Ferner find mehrere schwere Geschütze angelangt, welche von einem Marine-Detachement aufgestellt werden. Eine Abteilung Dragoner von 100 Mann hat gestern Pietermaritz. bürg verlassen. Der Bestimmungsort derselben ist nicht bekannt.
Loudon, 6. Dezember. Aus Pietermaritzburg wird gemeldet, eine englische Rekognoszierungs-Patrouille habe zwischen Colenso und Ladysmith die Lager der Buren- Abteilungen gesehen. Man erwartet in den nächsten Tagen ein großes Gefecht bei Colenso. Die Buren haben ihre Offensiv-Taktik aufgegeben und sind entschlossen, sich nunmehr nur noch defensiv zu verhalten.
Loudon, 6. Dezember. Aus bester Regierungsquelle verlautet, daß zwischen den verschiedenen Kabinettmitgliedern betreffs ihrer Haltung zur Rede Chamberlains ernste Meinungs-Verschiedenheiten herrschen. Chamberlain zeigt sich infolge der unliebsamen Kommentare der auswärtigen Presse sehr erzürnt. Seine Kollegen wollen ihn nicht öffentlich desavouieren, andererseits sich aber auch mit ihm nicht solidarisch erklären. Wie verlautet, ist folgender Kompromiß angenommen worden: Die Minister werden das Gerücht verbreiten lassen, daß Chamberlain mit seiner Anspielung auf einen Nachbarstaat nicht Frankreich, sondern Holland gemeint habe, weil im dortigen Parlament eine öffentliche Kundgebung zugunsten der Buren veranstaltet worden wäre.
Brüssel, 6. Dezember. Der „Soir" veröffentlicht einen intereffanten Brief, aus dem hervorgeht, daß der Aufstand der Holländer im Norden der Kap- Kolonie bereits eine vollendete Thatfache ist. Die Regierung Transvaals besitzt die Gewißheit, daß mindestens 20000 Holländer der Kap-Kolonie zum Burenheer eintreten werden. Bisher stießen 10000 waffenfähige Holländer zu den Buren. General Gatacre kann infolge deffen seine Aufgabe, in den Oranje-Freistaat einzufallen, nicht lösen.
Paris, 6. Dezember. Die Engländer erlitten, wie hier verlautet, am Modderfluß in den letzten Tagen eine empfindliche Niederlage. Das Gefecht soll sechs Stunden gedauert haben.
Deutsches Keich.
Berlin, 5. Dezember. Der Kaiser hörte heute vormittag den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts von Hahnke und begab sich gegen 10 Uhr nach der technischen Hochschule. In seiner Begleitung befanden sich die Chefs des Zivil- und Marinekabinetts v. Lucanus und v. Senden- Bibran, sowie die Generaladjutanten. Der Rektor der Charlottenburger Technischen Hochschule Geheimrat Riedler begrüßte den Kaiser im Lichthof und sprach im Namen der drei Hochschulen deren Dank aus für den Huldbeweis der Verleihung des Promotionsrechtes. Der Kaiser erwiderte mit einer längeren Ansprache, in welcher er hervorhob, daß es jetzt gelte, dem neuen Titel, der eine Erhöhung des Jngenieurkorps bedeute, reichen Inhalt zu geben und ihm Achtung und Respekt im In- und Auslande zu verleihen. Im Festsaale begrüßte der Erbgroßherzog von Oldenburg den Kaiser durch eine Ansprache, in welcher er den tiefsten Dank für die Uebernahme des Protektorats der Schiffsbau- Technischen Gesellschaft durch den Kaiser Ausdruck gab und ein künstlerisch ausgeführtes Diplom überreichte. An diese Ansprache schlossen sich verschiedene fachmännische Vorträge an. Um 11 Vs Uhr verabschiedete sich der Kaiser, besuchte später die Ateliers verschiedener Künstler und nahm um 1 Uhr militärische Meldungen entgegen.
— Die Wahlprüfungskommission des Reichstages hat die Wahl des Abg. Sieg (nl.) beanstandet.
— Die Einberufung des preußischen Landtages wird für die kommende Session früher erfolgen, als im letzten Jahre. Ein Beschluß über die definitive Festsetzung deS Termins ist zwar noch nicht erfolgt; es ist jedoch dem „Lok.-Anz." zufolge der 9. Januar dafür in Aussicht genommen.
— Wie der „Lok.-Anz." mitteilt, läßt die Gesund- )eit des Fürsten Herbert Bismarck gegenwärtig viel zu wünschen übrig. Der Fürst befindet sich augenblicklich wegen eines Gichtleidens im Süden.
— Die 18. Kommission des Reichstages zur Beratung »es Entwurfs eines Gesetzes, betr. Aenderungen im Münzwesen, hat sich heute nach Schluß der Plenarsitzung gebildet. Vorsitzender ist der Abg. Büsing (nl.)
— Staatssekretär Tirpitz ist zum Vize-Admiral icfördert worden.
— Wie die „Berl. Reuest. Nachr." mitteilen, ist die viel besprochene Frage einer Neubesetzung des hiesigen italienischen Botschafterpostens dahin entschieden, daß Graf Lanza in seiner jetzigen Stellung verbleibt.
— Der Landgerichtsrat Franz Lerno in Regensburg wurde zum Rat am Oberlandesgericht Bamberg ernannt. Infolge dieser Beförderung ist, wie die „Kreuzztg." berichtet, owohl für den 2. oberpfälzischen Reichstagswahlkreis Amberg, wie für den Landtagswahlkreis Amberg eine Neuwahl erforderlich.
— Der „Lok.-Anz." berichtet, daß dasStaatsminifterium gestern auf Grund des Jmmediatvortrages des Fürsten Hohenlohe beim Kaiser beschlossen hat, dem Anträge des Reichstages auf Aufhebung des Verbindungsver
bots, welcher dem Bundesräte noch vorliegt, zu zu stimmen. Voraussichtlich werde sich der Bundesrat noch heute in diesem Sinne schlüssig machen, sodaß die für morgen im Reichstage angesetzte erneute Beratung dieses Antrages gegenstandslos wird. In parlamentarischen Kreisen erwarte man, daß der Reichskanzler vor Beginn der morgigen Be- ratung den Beschluß des Bundesrats mitteilen wird.
Auslsnö.
Wien, 5. Dezember. Der Antrag des Abg. Kaiser auf völlige Streichung des § 14 der Verfassung wurde vom Parlamentsausschuß zur Abänderung des § 14 mit 20 gegen 12 Stimmen angenommen.
Wien, 5. Dezember. Die deutsche Volksparter lehnte in ihrer heutigen Sitzung den Fuchs'schen Vermittelungsvorschlag ab. — Das Exekutivkomitee der Rechten faßte den Beschluß, in seiner heutigen Sitzung einen vom Abgeordneten Bilinski ausgearbeiteten Vermitte- lungsvorschlag zur Diskussion zu stellen.
Wien, 5. Dezember. Das Subkomitee der vereinigten Obmännerkonferenz der Rechten und der Linken lehnte den Vermittlungsvorschlag des Präsidenten Fuchs ab.
Budapest, 5. Dezember. Die Antwort des Ministerpräsidenten Szell auf die Interpellation wegen der „Jelen- Frage" wurde vom Abgeordnetenhaufe mit 180 gegen 53 Stimmen zur Kenntnis genommen. Die äußerste Linke veranstaltete einen großen Lärm, weil der Abg. Barabas dafür zur Ordnung gerufen wurde, daß er in seiner Rede erklärte: Jener unwiderstehlichen kindlichen Liebe gegenüber, welche die ungarische Nation ihrem Könige entgegenbringt^ haben wir niemals das Wohlwollen und die Liebe des Vaterherzens empfunden.
Brünn, 5. Dezember. Gestern nacht wurden in Wretin, das erst vor wenigen Wochen Schauplatz czechisch-anti- semitischer Ausschreitungen und Plünderungen war, neuerdings sämtliche Fensterscheiben des israelitischen Tempels von unbekannten Thätern zertrümmert. Die dorthin entsendeten Truppen waren am 1. Dezember wieder abberufen worden.
London, 5. Dezember. Auch amtliche Meldungen des Kriegsamtes dementieren den angeblichen Tod General Jouberts. Letzterer organisiert zurzeit eine einheitliche Gestaltung der Operationen auf dem westlichen Kriegsschauplatz.
Konstantinopel, 5. Dezember. Die Hauptunterzeichner der s. Zt. der englischen Botschaft überreichten kurdischen Sympatieadresse wurden am Samstag auf Anordnung des Palais verhaftet. Der Botschafter b'Connor hat gegen die Verhaftung energisch protestiert und die Freilassung gefordert. Der Botschafter machte ferner den Minister des Aeußeren darauf aufmerksam, daß der Sultan ihm in der letzten Audienz sein Wort verpfändet habe, die Unterzeichner unbehelligt zu lassen. Trotzdem dürfte die Einmischung b'Connors zurückgewiesen werden.
Aus dem Reichstage.
nh. Berlin, 5. Dezember 1899.
' Geschwindigkeit ist keine Hexerei l Das bewies heute der Reichstags indem er in einer Sitzung, die zu den kürzesten gehört, die er je abgehalten hat, eine durchaus nicht unbedeutsame Tagesordnung erledigte. Daß der erste Punkt, die Genehmigung des Bundesratsbeschlusses, wonach Anlagen zur Herstellung von Zündschnüren und elektrischen Zünder« unter die einer besonderen Genehmigung bedürfenden Anlagen eingereiht werden, ohne Debatte in dritter Lesung beschlosien wurde, ist ja nicht weiter verwunderlich. Aber recht merkwürdig war es schon, daß der Initiativantrag der Abgg. Frh. Heyl zu Herrnsheim (nl.), Dr. Hitze (Z.) und Jacobskötter (kons.) betr. die Ausdehnung der Krankenversicherungspflicht auf die Heimarbeiter, in erster und zweiter Beratung Annahme fand, ohne zu einer Diskussion Anlaß zu geben. Der erste Antragsteller beschränkte sich nur auf die kurze Erklärung, daß Graf Posadowsly gestern abend einer freien Kommission die Zustimmung der Regierun- zu dem Anträge erklärt habe. Es ist das ein bedeutsames Zeichen dafür, für wie notwendig man auch in maßgebenden Kreisen das Eingreifen des Staats in die Verhältnisse der Hausindustrie hält.
Dann kam die dritte Lesung der Gewerbeordnungsnovelle, die de« Reichstag während der ganzen vorigen Woche beschäftigt hat, die manche tief eingreifende Aenderungen bringt und zu der auch jetzt wieder ein« ganze Zahl von Abänderungsanträgen vorlagen. Hier hatte man sich wenigstens noch auf lallhe und gründliche Debatten gefaßt gemacht. Aber man irrte sich. Die Redelust war in dem sehr schwach besetzte« Hause recht gering, und ohne große Rederei flogen die Abänderungsanträge nur so unter den Tisch, während die Beschlüsse der 2. Lesung fast durchschnittlich aufrecht erhalten wurden.
Das gilt vor allem auch für die Bestimmungen über den Ladenschluß und die Ruhezeit der Handelsangestellten. Graf Posadowsky schien über die Geschwindigkeit, mit der diese wichtigen Dinge abgefertigt wurden, so verblüfft, daß auch ihm das Wort in der Kehle stecken blieb. Die Versuche des Herrn v. Frege (L), die Mittagspause von 1 Va auf 1 Stunde herabzudrücken und die Ruhezeit von 11 Stunden zu beseitigen oder doch erst in Städten von über 100000 Einwohner (statt 20000^ stattfinden zu lassen, schlugen völlig fehl, namentlich auch an dem Widerspruch der Nationalliberalen, obwohl der Staatssekretär sie ausdrücklich heiligte. Dagegen hatte Herr v. Frege Erfolg mit einem anderen Anträge, der allerdings den entgegengesetzten Charakter trug durch die Tendenz, die Sonntagsarbeit einzuschränken. Anstelle der Bestimmung, die aus Antrag von 2/3 der Beteiligten die Beschränkung der Sonntagsarbeit in Barbier- und Friseurgeschäften auf die Stunden einführen kann, während deren die Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen gestattet ist, setzt dieser Antrag eine allgemeinere Faffung, durch welche diese Beschänkung auferlegt werden kann allen den Gewerben, deren vollständige oder teilweise Ausübung zur Befriedigung täglicher oder an diesen Tagen besonders hervortretender Bedürfniffe der Bevölkerung erforderlich ist. Dieser Erweiterung wurde allgemein zugestimmt, namentlich auch von Seiten der Sozialdemokraten, die freilich trotzdem den Antrag gestellt hatten, die obigen faku tativen Beschränkungen nun noch für das Barbürgewerbe obligatorisch zu machen, ohne jedoch dafür von irgend einer Seite Unterstützung zu finden.
Gestrichen wurde heute die auf Antrag der Sozialdemokraten in die Novelle hineingebrachte Vorschrift, daß den Ladenangestellten Sitzgelegenheit zu gewähren ist. Graf Posadowsky stellte nämlich ein« Spez-alverordnung des Bundesra'.s über diese Angelegenheit in nahe Aussicht, sodaß sich hier die allgemeine, sehr wenig präzise Bestimmung erübrigt.
Längere Debatten hätten wahrscheinlich die Beschlüsse über die Beschränkungen der Heimarbeit gezeitigt, denn hier kommen die prinzipiellen Gegensätze besonders stark zum Ausdruck; auch gab es hierzu die meisten Abänderungsanträge. Doch da beantragte Abg. Richter (frf. Vp.) unter Hinweis auf die schwache Besetzung des Hauses Vertagung der Beratung dieses wichtigen Artikels. Wohl oder Übel mußte die.
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