Bei dem offiziellen Versuch außerhalb des Hafen von San Francisco legte der Chitose auf einer 2 Stunden 45 Min. dauernden Fahrt durchschnittlich 22,87 Knoten in der Stunde zurück. Die höchste Geschwindigkeit betrug 23,76 Knoten. Das Schiff ist ein gedeckter Kreuzer von 4,760 t, 402 Fuß lang bei 17V, Fuß Tiefgang. Die Triple-Expansious- Maschinen neusten Modells entwickeln bis zu 15500Pferde- krüften. Die Armierung soll aus zwei 20 cm, und zehn 10 cm. Schnellfeuergeschützen bestehen, ferner aus zwölf 12pfündern, sechs 21/8pfünbern und 5 Torpedorohren.
Mates und Provinzielles.
Gießen, 6. Mai 1899.
*• Aus dem Verwaltungsdienst. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums der Justiz wurden beauftragt mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen 1) eines Amtsrichters: bei dem Amtsgericht Darmstadt I der Gerichtsassessor Dr. Lehr in Darmstadt, bei dem Amtsgericht Mainz der Gerichtsassesior Rau in Mainz; 2) eines Staatsanwalts bei dem Landgericht der Provinz Starken- bürg der Gerichtsassessor vr. Wolff in Darmstadt; 3) eines Amtsanwalts: bei dem Amtsgericht Darmstadt II der Gerichtsassessor Dornse iff in Darmstadt, bei dem Amtsgericht Mainz der Gerichtsassesior vr. Gebhardt in Alzey, bei dem Amtsgericht Worms der Gerichtsassesior Dietz in Mainz und bei dem Amtsgericht Alzey der Gerichtsasiesior tzrckmann in Mainz.
**-r. Theater Verein. Dilettanten-Vorstellung-Nachlese. Unser Bericht über die Vorstellungen, den wir prompt brachten, hat unter dem Einfluß des hohen Kunstgenusses, unter dem wir standen, nicht ganz erschöpfend ausfallen können. Eine klaffende Lücke haben wir darin zu füllen, indem wir der teils glänzenden, teils stilvollen Bühneneinrichtung gedenken, die allgemein angenehm auffiel. Bastien, Bastienne und Colas hatten sich mit dem begnügt, was das Stadttheater bietet und fuhren dabei durchaus nicht schlecht. Dagegen entfaltete Frau Generalin von Herbland einen wahrhaft fürstlichen Luxus; alles hochmodern, jedes Stück die Zierde eines Salons. Nach dieser Richtung hin zog Freund Reppert entschieden den kürzeren, trotzdem lag System in der scheinbar ruppigen Bude, und da ja, wie Tipp sagt und singt „nur in der Antike der wahre Wert liegt", so wäre auch Reppert gerechtfertigt. Es kommt nun noch hinzu, daß die Antiquitäten nicht nur alte Scharteken waren, wie sie Reppert, Tipp & Co. fabrizieren, sondern zum großen Teil echte Stücke enthielt. Die hiesige Firma Louis Rothenberger, Neuenweg, hatte freundlichst ihr großes Lager von Alterthümern zur Verfügung gestellt. Machen wir jetzt einen kühnen Sprung von der Bühne ins Orchester hinein, so finden wir dort die neulich nicht erwähnte Zwischenaktsmusik noch vor. Vor dem ersten Akt wurden wir mit der schönen Komposition Mozarts, „Eine kleine Nachtmusik" betitelt, bekannt gemacht; dem zweiten Akt ging die liebliche Serenade von Haydn voraus, und vor dem dritten Akt stellte sich uns Herr Polster in einer melodienreichen Gavotte als Komponist vor.
** Circus Drexler. Die gestrige letzte Cireus-Vor- stellung fand vor mäßig besetztem Hause statt. Wir konstatieren gern, daß der Direktor auch für diesen Abend ein schön gewähltes Programm zusammengestellt hatte und das Gebotene wieder gute Leistungen brachte. Die Pferdedresiur steht auf hoher Stufe, und die im Circus nicht mehr zu entbehrenden Massenentfaltungen des Personals und Pferdebestandes zeigten von sorgfältigen Proben und gutem Geschmack. Wir sind der Ansicht, Circus Drexler hat sich in Gießen gut eingeführt und kann ohne Bedenken jederzeit wiederkommen.
17. Berbaudfchießen. Auf dem vorderen Teil des Triebs, dem neuen Festplatz Gießens und auf den Schießständen herrscht die regste Thätigkeit; da wird gegraben, gehämmert, gezimmert und aufgerichtet, daß es eine Freude ist. Die neue Schießhalle, ein freundlicher, praktisch eingerichteter Bau, ist soweit fertiggestellt, ebenso wie die notwendigen Schutzwälle und -Dämme. Die Feld- und Standscheiben sind bereits eingerichtet, während die Wild- und Pistolenstände in kürzester Zeit ihrer Vollendung entgegengehen. Hierdurch sind die aktiven Schützen in der Lage, bald mit ihren Schießübungen zu beginnen, um beim Fest vom 2. bis 9. Juli des Jahres nicht hinter den Schützen anderer Vereine zurückzustehen. Auf dem Festplatz hat der Gabentempel als erstes Kind das Licht der Welt erblickt, «nd schaut keck auf den Platz herab, als sei er sich der ehrenden Aufgabe, die eventl. Preise und Gaben zu beherbergen, wohl bewußt. Auch die Bierhallen sind zum Teil schon errichtet; nur von der Festhalle, deren Erbauung naturgemäß die größten Schwierigkeiten bietet, ist bis jetzt noch nichts zu sehen. Bei der Vergebung der Konditorei, der Kantine, der Wein- und Bierhallen, der Schieß- und Festhalle wurden, wie bei den übrigen Vergebungen von Arbeiten, die mit dem Fest zusammenhängen, soweit es anging, hiesige Reflektanten berücksichtigt. Man sieht übrigens, daß für die leiblichen Bedürfnisse in umfangreichstem Maße Sorge getragen wurde, sodaß man getrost das schöne und großartige Fest besuchen kann, mit dem beruhigenden Bewußtsein, weder Hunger noch Durst leiden zu müffen.
** Radsport. Am vergangenen Sonntag unternahmen die Teilnehmer der Verhetz en'scheu Trainierschule ihren ersten Flug in die Welt der Rennen. Das Resultat desselben gereicht ihrem bewährten Lehrer sowohl, wie auch den jungen Rennfahrern zur hohen Ehre. In Köln, in Dortmund und ebenso in Gau-Algesheim wo die Mitglieder der Gießener Trainierschule starteten, haben dieselben sehr gut abgeschnitten, und haben die Sieger 17 Preise heimgebracht. — Am 28. ds. Mts. wird in diesem Jahre das erste große Rennen auf unserer Radwettfahrbahn an der Hardt stattfinden. Das Ausschreiben hierzu, das in den
nächsten Tagen erlaffen wird, sieht im ganzen 7 Nummern vor, darunter für Herrenfahrer ein 25 Kilometer-Rennen mit Schrittmachern und ein Motorrennen für Berufsfahrer. Zu dem letzteren haben schon eine Anzahl Fahrer ihre Beteiligung zugesagt, sodaß dasselbe gesichert ist.
t* Sterbekaße des Bundes Deutscher Gastwirte. Die kürzlich verstorbenen Gastwirte Heinrich Leib in Gießen und Lu dw. La uz in Wißmar (Ortsverein Bezirk Gießen) waren Mitglieder der, die Rechte einer juristischen Person besitzenden Sterbekaffe des Bundes Deutscher Gastwirte (Sitz in Darmstadt) und wurde infolgedeffen an die Hinterbliebenen das ansehnliche Sterbegeld im Betrage von zusammen 2000 Mk. aufs prompteste ausbezahlt. Sicherlich kann die Zugehörigkeit zu einem derartigen fürsorgenden Institute als ein Schutz und Segen für jede Familie bezeichnet werden. Wie wir vernehmen, hat diese, auf sicherer Grundlage beruhende Kasse jetzt mehr als eine Million Mark für Sterbegelder an deutsche Gastwirtsfamilien ausbezahlt, wodurch zweifellos viel Gutes gethan wurde. Das sicher angelegte Kaffenvermögen beträgt ca. 500000 Mark, wohl der beste Beweis für die Sicherheit und das Gedeihen der Kaffe. Mögen alle diesem schönen Institute noch fernstehenden Herren Gastwirte mit ihren Frauen im eigenen Interesse wie in dem ihrer Angehörigen nicht zögern, demselben beizutreten, besonders wo die so wertvollen Vorzüge der Kaffe dies so ratsam erscheinen laffen.
Aus der Zeit für die Zeit.
Vor 25 Jahren, am 7. Mai 1874, verständigte sich nach heißen Debatten der deutsche Reichstag mit der Regierung über ein neues Reichs-Preßgesetz, das zwar durch Abschaffung des Zeitungsstempels und anderer drückender Abgaben materielle Erleichterung schuf, aber in betreff der Verantwortlichkeit der Redakteure periodischer Schriften und der Strafbestimmungen über Vergehen und Verbrechen durch die Preffe viel Widerspruch in den Reihen der Opposition fand. ____________
Vor 231 Jahren, am 6. Mai 1668, wurde zu Sarzeau der französische Schriftsteller Renö Lesage geboren, der großen Ruhm erlangte durch gelungene Bearbeitung der spanischen Romane, worunter die vielgelesene „Geschichte des Gil Blas von Santillana" durch klassische Darstellung und „Der hinkende Teufel" durch seine Anspielungen auf Personen, Zustände und Geschichten von Paris am bekanntesten sind. Seine Werke sind auch ins Deutsche Übetragen worden. Lesage starb am 17. November 1747 zu Boulogne-sur-Mer.
Vermischtes.
* Allgemeine Deutsche Sport Ausstellung München 1899. Im Anschlüsse an den letzten Artikel, Abteilung V „Briestaubensport" wollen wir darthun, welche große Bedeutung der Brieftaubensport in Deutschland erlangt hat. Das Brieftauben Wesen in Deutschland hat seit den Kriegs- Jahren 1870/71 eine großartige Entwickelung gefunden. Der Verband deutscher Brieftauben-Liebhaber-Vereine unter dem allerhöchsten Protektorate Seiner Majestät des deutschen Kaisers stehend, wurde gegründet in Köln 13. Januar 1894. Derselbe besteht z. Z. aus 580 Vereinen mit 6647 Mitgliedern, welchen 193,274 Tauben zur Verfügung stehen. Obenan stehen die Rheinlande, über 400 Vereine huldigen dem Brieftaubensporte dortselbst in der großartigsten Weise. Extra- Züge nur mit Brieftauben -Sendungen der Reise-Vereinigungen Aachen, Elberfeld, Barmen, Bochum, Essen werden nach den Auflaßorten (bis über 1000 km Luftlinie-Entfernungen) befördert, um von dort aus Wett- und Konkursflüge zu veranstalten. Auch in unserem engeren Vaterlande steht die Brieftauben-Zucht,und -Dressur auf einer hohen Stufe. Der leitenden Stelle, dem bayerischen Landesverbände haben sich 34 Vereine angeschlossen. Großartige Flugresultate bei Wettflügen haben die Vereine Würzburg, (Königsberg—Würzburg), bann München, (Helgoland, Kaiser Wilhelm-Kanal, Holtenau, Wien, Serienflug Germersheim 20. — München) Ingolstadt u. s. w. erzielt. Welch' hohes Jntereffe dem Brieftaubensport von allerhöchster Stelle und dem königl. Ministerium zugewenbet wird, bezeugt die Bewilligung einer goldenen Medaille, zu der jedes Jahr stattfindenden Verbands-Ausstellung von Sr. Majestät dem deutschen Kaiser. Ferner dotiert das königl. preußische Kriegsministerium die Wettflüge mit goldenen, silbernen, und bronzenen Staatsmedaillen, und gewährt außerdem noch einen jährlichen Zuschuß von über Mk. 5000 zur Bestreitung der Ausgaben des geschäftsführenden Aus- fchuffes des deutschen Verbandes. Das königl. bayerische Kriegsministerium spendet dem bayerischen Verbände einen jährlichen Staats-Zuschuß von Mk. 1000. (Befreiung vom Eingangszoll.) Gegenstände, die zur Ausstellung vom Auslande eingehen und nach beendigter Ausstellung wieder an sihren Ursprungsort zurückgesandt werden, sind befreit vom Eingangszoll.
* Vo» den Himmelserfcheinuugeu im Mai. Unser Tagesgestirn ist noch im Fortrücken nach Norden begriffen. Es steht am 1. Mai 15 Grad nördlich vorn Aequator und steigt am mittag bis zu 52 Grad über unserem Horizonte auf. Am 31. Mai befindet sich die Sonne 22 Grad nördlich vorn Aequator, ihre Höhe am mittag beträgt 59 Grad. Sie ist dann nur noch 2 Grab von ihrem höchsten Stande entfernt. Am 1. Mai erhebt sich die Königin des Tages gegen 4V2 Uhr und sinkt um 71/2 Uhr wieder hinab; der Tag dauert 15 Stunden. Am letzten Tage des Wonnemonats geht die Sonne schon um 33/< Uhr auf und erst gegen 8y4 Uhr unter, sie verweilt dann also 161/, Stunden über unserem Horizonte. — Der Mond steht am 2. Mai im letzten Viertel, wird immer
schmaler und verschwindet schließlich den Blicke«. xw 9. Mai ist Neumond. Wenige Tage darauf erscheint et als schmale Sichel am Sternenhimmel und zeigt sich hier am 17. im ersten Viertel. Am 25. Mai haben wir VoT mond und am 31. um Mitternacht steht unser Trabam wieder im letzten Viertel. — Merkur, der erste der Planeten von der Sonne aus, steht zunächst am Morgen- Himmel im Bilde der Fische. Er geht am 1. kurz nach 4 Uhr morgens auf und entfernt sich von der Sonne; am 10. erreicht er seine größte westliche Elongation, steht dabei mehr als 26 Grad von der Sonne ab und geht |djPM um 33/< Uhr auf. Inzwischen ist er in das Sternbild des Widders eingetreten und durcheilt dieses bis zum Echlusj des Monats, sich der Sonne wieder mehr und mehr nähernd. — Venus ist ebenfalls am Morgenhimmel in den Fischs später im Widder zu finden. Sie geht am 1. Mai nr 3% Uhr, am letzten Tage des Monats eine Stunde früher auf. Der Planet entfernt sich von der Erde, sein Durch, meffer nimmt im Laufe des Monats von 13 auf 12 Bogen- fefuuben ab, er wird daher lichtschwächer, da die Zunahme der Scheibenform die Verminderung des Durchmessers nicht auszugleichen vermag. — Mars steht zunächst im Krebs am Abendhimmel und geht am 1. Mai gegen 2 Uhr morgens unter. Später tritt er in das Bild des Löwen über, am 31. Mai erfolgt sein Untergang bald nach Mitternacht. Er wird ebenfalls schwächer. Da sein Abstand zunimmt, verringert sich sein scheinbarer Durchmesser im Laufe des Mai von 7 auf 6 Bogensekunden. — Der größte der PI«, neten, Jupiter, steht ebenfalls am Abendhimmel irn Bilde der Jungfrau und sinkt erst in den frühen Morgenstunde» unter den Horizont. Er ist am Anfänge des Monats noch im größten Glanz, da er Ende April in Opposition stand. Seine Helligkeit nimmt aber ab — der scheinbare Durchmesser des Planets verringert sich von 41 auf 40 Bogen- sekunden. Immerhin bildet er von den Planeten jetzt das günstigste Beobachtungsobjekt, und für Laien ist er desom ders deswegen dankbar, weil schon ein kleineres Fernrohr ausreicht, um einen Blick in die Jupiterswelt zu thuo. Namentlich ist die Beobachtung der Jupitertrabante» — natürlich nur der vier großen — ungemein anziehend, tk wechselnden Stellungen dieser Monde und ihre Verstcha- rungen bieten dem aufmerksamen, auch nur über ein kleines Fernrohr verfügenden Beobachter ein stets anziehendes Schauspiel. — Saturn und Uranus stehen im Skorpio» und gehen in den späteren Abendstunden auf, etwa zu derselben Zeit, wenn Neptun im Bilde des Stieres mit*: unseren Horizont hinabtaucht. — Von den Fixsterne» finden wir das bekannteste Sternbild, den Himmelswage« oder Großen Bären, hoch über unserem Haupte im Zenith. Der unweit dem Himmelsgewölbe stehende Polarstern ist der hellste Stern im Kleinen Bären, der bei klarem Himmel leicht an seiner Aehnlichkeik mit dem Himmelswagen erfanrt werden kann. Tiefer im Norden stehen die Sternbilder Kassiopeja, Perseus und Andromeda. Nach Osten zu gewahren wir einen hellen, gelblichen Stern, den ArkturuS im Bootes. Im Südosten steht die Jungfrau, in der augenblicklich der Jupiter strahlt, mit der hellleuchtende« Spika, von prächtig weißer Farbe. Unter den andere« Sternen dieses Bildes ist der mit dem dritten Buch' staben des griechischen Alphabets, Gamma, bezeichnete besonders bemerkenswert. Er ist ein Doppelstern, sei« beiden Komponenten sind dritter Größe und stehen gegt* wärtig sechs Bogensekunden von einander ab. Sie bilde» ein physisches System und bewegen sich in einer Periode von etwa 180 Jahren um den gemeinsamen Schwerpunkt. Ihre Entfernung von einander, von uns aus gesche», schwankt dabei zwischen 0,5 und 6,3 Bogensekunden. Gegenwärtig ist also ihr Abstand nahezu am größten. Im Süden finden wir das Bild des großen Löwen, das ebenfalls eine« Stern erster Größe, Regulus, enthält. Auch hier ist der Stern Gamma ein schöner Doppelstern. Der Hauplster« ist zweiter Größe und goldgelb, der Begleiter vierter Größe und grünlich. Beide Sterne stehen nicht ganz vier Bogen- sekunden von einander entfernt, sie bewegen sich in mehr als vierhundert Jahren um den gemeinsamen Schwerpunkt. Zwischen dem Löwen und dem großen Bären steht das um bedeutende Sternbild der Jagdhunde, in dem sich aber sehr interessante Nebelflecke vorfinden, wie denn überhaupt diese ganze Gegend angefüllt zu fein scheint mit nebliger Materie, dem Urstoff zu neuen Sonnen, die im Lause der Aeone« noch entstehen werden — oder aber unendlich entfernten Sternsystemen, wo Millionen von Himmelskörpern so eng zusammengedrängt sind, daß ihr Licht, durch die ungeheuere Entfernung zu einem matten Flimmern herabgesunken, uns nur noch als nebeliger Schimmer erscheint. — Gegen Weste« finden wir die Zwillingssterne Castor und Pollux, tiefer w Himmel den Procyon und eben über dem Horizont de» funkelnden Sirius. Hier neigt sich auch das glänzende des Orion dem Untergang zu, während im Nordwesten noch hoch am Himmel im Sternbild des Fuhrmanns die Kapevs funkelt. Darunter erblicken wir dann das Bild des Stiere» mit dem Aldebaran, das sich auch bereits anschickt, von Abschied zu nehmen.
__(Nach Dr. Homann in ber■ )
Auszug aus den Standesamtsrcgistern
der Stadt Gießen.
Aufgebote. ,.
Mei: 1. Friedrich Gräf, LandbrieftrSger zu Nierstein, «« Marie Margarethe Deibel hierselbst. 3. Friedrich Ferdinand vlvk, Inspektor dahier, mit Amelia Christina Weimer hierselbst. 4. vgm Gustav Schott, Dienstknecht zu Dorheim, mit Ida Bertha Augunr Klatt daselbst. 4. Ludwig Weiß, Techniker zu Großen-Ltnben, w» Katharine Menges zu Gießen (Bergwerk).
Eheschltetzuugeu. „ ,
AprU: 29. August Bernhard Ludwig Martin Appel, ©dOT1 dahier, mit Marie Susanne Katharine Rohrbach hterseldst Lynker, Schmied dahier, mit Anna Katharina Schne der b er,eu . 29. Friedrich Schäfer, Eigarreumacher dahier, mit Karoltne EMaon,
fflnflirdbe r Achter, TLt10(6 t^oridn H°hn. Fit« •fcftibolb *OiÖ, $tül @ * Ä.ub'1»
Jom v j
tsgxf Ä-* 'ifSttuatoft
MUg E -er
Evaig
M
Dm 29. April. F Äatoltae W-b-'he kmaad S-oll W Dtoi
Dwselbm. August w Mw, und Knie mrstordwm
Dai 3. M M ® s-d-Ä-rrM, o»b He uri)
$a 29. «prU. Oll tett-rtu-Schneider, Ischl 5*1* ju Stehen.
M«
DwN.AM D A-riedrtch Wm, *
Dwselbm. Dem ft tri Ludwig, gebarw di
rMH
5
Dm 30. April. 3 Sraoil, geboren dm 8.
Denselben. Dem. Lo < Lochter, Emmy Mi t-i April.
3
Dm 30. April, r fcilob Friedrich Heinrich Dm 3, Mit. Dem Tlühariu», geboten bin 5
Ma
$<n 4. Mai. Johan ktntö, 74 Jahre tti, si-rl
'o. W alt. starb bm 3.
■K'Mtn« Georg Mmdln
»,^”29- ft
Ellers Äml Steller, 44
Dm 2. Mai. Gm ^Urers Fri, 2. wri dm 29. April.
i MratA, |
■Mmardtö als «n q,;* '
ttuJL 2 Herrn cand. w«,
ätzten Deu ^"gänzlicher 2)^, JWes übitnn T i'-M Aufruf i
Ö! J '2n d--s deu
I rn Wen Blau Jm


