Ausgabe 
7.4.1899 Zweites Blatt
 
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Berlin, 5. April. Der 28. Kongreß der deutsche» Gesellschaft für Chirurgie wurde heute vormittag unter dem Vorsitz des Geheimrats Professor Eugen Hahn hier eröffnet.

Ausland.

Wien, 5. April. Im hiesigen Tiergarten brach in dem Dorfe der gegenwärtig dort gastierenden Baschiri-Truppe heute morgen Feuer aus. Eine Negerin erlitt so schwere Brandwunden, daß ihr Zustand lebensgefährlich ist.

Rom, 4. April. Die erwartete und erhoffte Besserung im Befinden des Papstes will nicht eintreten. Das geistige Leben, so schreibt ein Gewährsmann aus Rom, glüht mit unheimlicher Lebhaftigkeit in dem bis zur Durch- scheinbarkeit abgemagerten Körper wie ein zuckendes Flämmchen in einer Alabaster-Lampe. Was den greisen Körper auf­rechthält, ist nur noch der sieghafte, ungebrochene Geist, der die entweichende physische Kraft mit transcendentaler Gewalt zu längerem Verweilen zwingt. Die Unbill des launenhaften, bald dumpfen, bald eisigkalten Wetters mag einen Teil der Schuld an der nicht günstigen Wendung haben, und treten endlich die lang ersehnten lauen Frühlingslüfte ein, so ist es nicht unmöglich, daß die Hoffnung der Aerzte sich erfülle und der Kranke sich wieder erhole. Wahrscheinlich ist es nicht, und es ist darum fast pietätlos, dem gebrochenen Greise die Abhaltung eines Konsistoriums anzusinnen, das nicht sein, sondern das Werk der Unversöhnlichen wäre. Sie setzen alles daran, im Konklave die Mehrheit zu erringen und gelingt ihnen die Abhaltung des Konsistoriums, so haben sie ihr Ziel erreicht denn in articulo mortis würde Leo XIII. ihnen in jeder Hinsicht zu Gefallen sein müssen. Kardinal Rampolla dringt auf die Verleihung von mindestens zwölf Hüten, davon entfielen acht auf seine Parteigänger. Von fremden Kandidaten sind zwei in Aussicht genommen: Captier und Hemptinne, und auch diesen rühmt man den Eifer nach, den sie in der Unterstützung des Staatssekretärs bethätigten.

Rom, 5. April. Die Aerzte rieten dem Papst die Einstellung der Pilgerempfänge.

Madrid, 5. April. Durch ein Dekret der Königin- Regentin ist der Staatsrat aufgehoben worden. Jedes der zwölf Mitglieder desselben bezog ein jährliches Gehalt von 15000 Pesetas.

Petersburg, 5. April. Die Studenten-Un ruhen zeigen einen bedenklichen Charakter. Bisher sind zweitausend Studenten relegiert. Die Regierung ergriff außerordentliche Maßnahmen zur Unterdrückung der Bewegung.

Iokalrs und Provinnrües.

-e. Reu Ulrichstein, 5. April. Monatsbericht der Arbeiter-Kolonie Neu-Ulrichstein für den Monat März 1899. Am 31. März 1899 befinden sich in der Kolonie 52 Mann. Dieselben verteilen sich: 1. Nach der Geburt: Großherzogtum Hessen 7, Regierungs-Bezirk Kassel 5, Regierungsbezirk Wiesbaden 9, Provinz Nhein­lande 3, Provinz Westfalen 2, Provinz Hannover 3, Provinz Sachsen 1, Provinz Brandenburg 3, Provinz Schlesien 2, Provinz Pommern 2, Provinz Westpreußen 1, Provinz Ost­preußen 2, Provinz Hohenzollern 1, Reichslande 1, Ham­burg l, Königreich Bayern 3, Königreich Sachsen 3, Groß­herzogtum Baden 1, Großherzogtum Mecklenburg 1, Thüringische Staaten 1. Nach dem Gewerbe: Arbeiter 15, Bäcker 1, Brauer 1, Former 2, Gärtner 2, Kappenmacher 1, Kaufleute 8, Kellner 2, Maschinenzeichner 1, Maurer 3, Photograph 1, Schlosser 3, Schreiner 2, Schuster 3, "Schneider 3, Schreiber 1, Tüncher 1, Tuchmacher 1, Kranken­wärter 1. Gearbeitet wurde 1475 Tage. Verpflegt wurde 1744 Tagen. Die Kolonie zählte im März 222 Sonn- und Feiertage, 42 Krankentage und 5 Beurlaubtentage. Im Monat Februar wurden entlassen 19 Mann, und zwar in Stellung durch die Kolonie 2, durch eigenes Bemühen 2, auf eigenen Wunsch 10, wegen Arbeitsunfähigkeit 3, wegen Krankheit 1, wegen schlechtem Betragen 1. Seit Bestehen der Kolonie wurden ausgenommen 3570, entlassen 3518, bleibt Bestand 52.

sein Sohn, an seiner Stelle." (1. Buch der Chronik, Kap. 29, V. 26.)

Diese sinnige Beziehung auf seines Vaters gesegnete Regierungszeit und auf ihn selbst als dessen Nachfolger gefiel dem Großherzog so wohl, daß er die Widmung bei der Hoftafel von Hand zu Hand gehen ließ, und wieder­holt seinen Beifall darüber äußerte. Ludwig II. war es auch, der Levi das Versprechen gab, sämtliche jüdische Ge­meinden der Provinz Oberhessen dem Rabbinat in Gießen zu unterstellen.

1832 führte Levi die anmutige Henriette Mayer aus Mannheim als Gattin in sein Haus. Diese gemütreiche und geistig hochstehende Frau war bis zu ihrem frühen H'.nscheiden (1842) eine der anziehendsten Erscheinungen der Gießener Gesellschaft. Die Besten bewarben sich um ihre Freundschaft. Sie war eine ausgezeichnete Klavierspielerin und ohne Zweifel hat ihr Sohn Hermann, der General­musikdirektor in München, seine musikalische Begabung von ihr empfangen. 1842 raffte eine tückische Krankheit sie hinweg. Der erste Stadtpfarrer, Kirchenrat Dr. Engel, hielt ihr die Grabrede und der Universitätsprofessor Schaefer widmete ihr in der Didaskalia einen warm empfundenen Nachruf.

Unter den litterarischen Arbeiten Benedikt Levis verdient seine 1832 veröffentlichte AbhandlungBeweis der Zu­lässigkeit des deutschen Choralgesanges mit Orgelbegleitung bei dem sabbathlicheu Gottesdienste der Juden" genannt zu werden. Der Verfasser vertritt die Ansicht, daß es mit den äußerlichen kirchlichen Formen eine ähnliche Bewandtnis

Nidda, 30. März. Am vergangenen Mittwoch wurde die Verschiebung der Eisenbahnbrücken über die Nidda (in der Nähe des Hains) vorgenommen. Es ging alles mit größter Sicherheit von statten und vollzog sich ungefähr im Zeitraum einer halben Stunde. Während des Verschiebens wurden mehrfach photographische Aufnahmen gemacht. Es gewährte einen imposanten Anblick zu sehen, wie die beiden Eisenkolosse, welche mit einander verkuppelt waren, vorrückten. Trotz dem Reißen der beiden Drahtseile wurde die neue Brücke rechtzeitig in die rechte Lage gebracht, sodaß der gegen 1/i2 Uhr von Gelnhausen kommende Per­sonenzug dieselbe passieren konnte.

B. Von der Bergstraße, 4. April. Es scheint als wolle das Jahr 1899 ein ebenso mageres Weinjahr werden, wie das vorhergegangene eins gewesen ist. Peronospora, Oidinm und Sauerwurm in Verbindung mit der schlechten Witterung des ersten Semesters in 1898 haben es fertig gebracht, daß 1898 sowohl in Ansehung der Menge, als auch der Güte eines der schlechtesten Weinjahre des sich seinem Ende zuneigenden 19. Jahrhunderts gewesen ist. Hieraus ergiebt sich, daß die Weinpreise steigen, ganz ab­gesehen von der zu erwartenden Wcinsteuer. Besonders gefragt sind die Jahrgänge 1893, 1895, 1896 und 1897. Der Jahrgang 1895 hat sich recht schön entwickelt, dem 1893er kommt er doch nicht gleich. Die acht häßlichen Tage vom 18. bis 26. März haben an Aprikosen- und Mandelblüten sowie an den Reben Schaden angerichtet, besonders in feuchten niederen Lagen, während höher ge­legene, trockene Rebberge besser durchgekommen zu sein scheinen. Hoffentlich bewahrheitet sich, daß der erste Schrecken meistens größer ist, als der wirkliche Verlust.

*f Erbschaft?- und Schenkuugssteuer in Baden. Die Badische 2. Kammer hat am 20. v. Mts. ein Gesetz ein­stimmig angenommen, wonach die Erbschafts- und Schcn- kungssteuer neu normiert wird, was durch das bürger­liche Gesetzbuch notwendig geworden war. Hiernach erträgt diese Steuer dem Großherzogtum Baden jährlich über 3 Millionen Mark. Unsere hessische Erbschafts- und Schen­kungssteuer ergiebt bekanntlich nur 480 000 Mark. Sollte das nicht auch als ein Fingerzeig für den so viel gesuchten ganzen oder teilweisen Ersatz der so viel Unzufriedenheit erregenden Weinsteuer angesehen werden können?

Vermischtes.

* Kaiserslautern, 4. April. Der gestern erfolgte Beginn der Radwettfahren brachte schon einen schönen Erfolg für diePfälzische Nähmaschinen- und Fahrräderfabrik" dahier. In Berlin-Charlottenburg gewannen nämlich Jörns-Rucker das Tandemfahren in überlegener Weise auf ,Kayse r"-Nad.

* Prämiierung. Dr. Theinhardts Nährmittel-Gesellschaft in Cannstatt erhielt auf der im März 1899 stattgehabten Ausstellung für Nahrungsmittel" zu Berlin wiederum die höchste Auszeichnung die goldene Medaille für ihre beiden ausgestellten Nährpräparate: Hygiama u. Dr. Thein­hardts Kindernahrung.

* Aus Airolo wird gemeldet: Zwishen den Herren Ingenieur Gerber, als Vertreter des Bundes, Major Schott, als Vertreter des Militärdepartements, Schraffl und Dorn­feld, Ingenieuren der Gotthardbahn, dem Präsidenten des Staatsrates des Kantons Tessin, Curti, dem Kontingents- ingenieur Velladini und dem Gemeinderat von Airolo fand eine Konferenz statt, in welcher beschlossen wurde, den gefährlichsten Teil des Sasso Rosso durch Dynamit zu sprengen.

* Ladenschluß. Dem Bundesrat ist dieser Tage die von dem Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband, Hamburg, veranstaltete Petition, zu gunsten der reichsgesetz­lichen Regelung einer einheitlichen Ladenschlußstunde, mit nahezu 47 000 Unterschriften bedeckt, zugegangen. Diese Petition giebt ein recht genaues Bild der Stimmung der Kaufmannschaft dieser, augenblicklich im Vordergründe des kaufmännischen Interesses stehenden, wichtigen Frage gegen­über. Unterschriften sind aus insgesamt 642 Ortschaften eingegangen, die sich hinsichtlich ihrer Lage auf das ge­samte Reich verteilen. 11260 Prinzipalen stehen 35622 Angestellte gegenüber, neben 40 992 männlichen Personen

habe, wie mit den Formen des Lebens, die sich der Bildungs­stufe und den erhöhten Anforderungen des Zeitalters an­passen müssen. Er liefert als Gesamtresultat seiner Be­trachtungen den Beweis, daß der deutsche Choralgesang mit Orgelbegleitung beim sabbathlichen Gottesdienste nicht nur aus reinen Vernunftgründen, sondern positiv nach den Zeug­nissen des Talmud und seiner angesehensten Interpreten zulässig sei. Durch Levis Schrift, die im dritten Bande des Archivs der Kirchenwissenschaft publiziert wurde, weht der Geist echter Frömmigkeit, Duldung und Menschenliebe.

In segensreicher Amtsthätigkeit schwanden Benedict die Jahrzehnte dahin. Bei seinen Landesfürsten, deren er fünf den Thron besteigen sah, stand er stets in Gunst. 1878 feierte er sein 50jähriges Doktorjubiläum, 1879 sein 50jähriges Amtsjubiläum. Der Universität, deren philo­sophische Fakultät ihm das Doktordiplom ehrenvoll erneuerte, machte der Jubilar seine gesamten wertvollen talmudischen, rabbinischen und hebräischen Schriften, eine stattliche Bibliothek, zum Geschenk.

Während der Winter des Lebens Flocke um Flocke auf das Haupt des würdigen Mannes streute, erlebte sein Herz die Freude, seinen Sohn Hermann, den genialen Dirigenten, Sprosse um Sprosse an der Ruhmesleiter emporklimmen zu sehen. 1882 wohnte er der Aufführung desParsifal" unter seines Sohnes Leitung in Bayreuth bei.

An seinem 80. Geburtstage ward Dr. Levi die Ueber- raschung zu teil, von Lenbach, deffen Bekanntschaft er während eines längeren Aufenthaltes in München gemacht hatte, sein wohlgetroffenes Porträt als Geschenk zu erhalten.

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Das Bild", zeichnet Levi auf,ist ganz lenbadiydb weniger ähnlich im gewöhnlichen Sinne, als charMm'"^ treu. Die Leute meinen aber, ich sei zu alt gemalt, tu dürfte ich an meinem 90. Geburtstag aussehen. Wen« dem so ist, so teile ich das Schicksal des Papstes Leo XI'1 der, wie mir Lenbach sagte, geäußert, er habe iHv aue gemalt als er sei." In der That gewinnt es denAnsaM als ob Meister Lenbach mit seinem Porträt Levis anticipay1' eine zarte Anspielung auf dessen Centenar-Geburtstagvst'' beabsichtigt habe.

Das Schicksal hat es anders gefügt. Zwar spät, n' doch seinen Kindern, seinen Freunden und Verehrern früh, ist der Ehrwürdige nun dahingegangen.

Die markantesten Charakterzüge Levis waren Memcl^ freundlichkeit und Duldsamkeit. Ausgewachsen in den grob Humanitären Ideen des beginnenden 19. Jahrhunders, Z/v des Jahres 1848 und lebenslang gewohnt, die MenlL nicht nach ihrem Glaubensbekenntnis, sondern nach w Gesinnung, nach ihrem Charakter zu werten, waren Reaktion und der ObscurantismuS unserer Tage der gr^ Kummer seines Greisenalters. Vertrauten Freunden (M. über hat er oft geäußert:Ich bin nur froh, daß ich abgerufen werde. Wer weiß, was ich sonst noch ert müßte!" ,

An seiner Bahre fallen uns die Worte Herders r» Die Religion ist die höchste Humanität des Men^ Die liebenswürdige Erscheinung Levis wird allen, Die gekannt und verehrt haben, unvergessen bleiben.

haben 5890 weibliche Angestellte unterschrieben. Wahrcn in den kleineren Städten und Ortschaften die Prinzipal,^ | sich fast durchgängig unthätig verhalten hat, ist fn I größeren Städten eine sehr rege Beteiligung zu vermerke-' so sind z. B. in Hamburg von 7739 Unterschriften 2711 Prinzipale. Rechnet man dazu, daß Hamburg! eine derjenigen Städte ist, die zur Zeit den spätesten Lade»^ schluß haben, so ist das sicher ein Zeichen, daß auch selbständige Kaufmannschaft für sich die Wohlthat fin^ gesetzlichen Ladenschlußstunde herbeiführen möchte.

* Zum XVII Kongreß für innere Medizin. Aus Sari» bad wird uns geschrieben: Der hier tagende XVII. 9on.,rt; für innere Medizin wird sein Arbeitsprogramin vier Tagen und zwar vom 11. bis 14. April inkj. 9 Sitzungen erledigen. Die Sitzungen werden im grofo Saale des Kurhauses abgehalten, während in den räumen eine Ausstellung von neueren ärztlichen Jnstn»^ Apparaten 2C. untergebracht fein wird. Zum werden ungefähr 400 auswärtige Teilnehmer erwartet Montag, dem 10. April findet ein Begrüßungsabend Der Kongreß wird am Dienstag, dem 11. April durch s Vorsitzenden, Herrn Geh. Med.-Rat Quinke aus 8iel n öffnet. Vorträge und Demonstrationen sind mehr als se^- angemeldet. Die Stadtvertretung hat alle Vorkehrung zum würdigen Empfang und zur Bequemlichkeit der Gch darunter auch die Errichtung von Wohnungsbureaus ar den Bahnhöfen getroffen und ist ein abwechslungsreich«; Programm aufgestellt worden. Ueber Einladung der Lull Vertretungen von Marienbad und Franzensbad, sowieK Herrn kaiserl. Rates Heinrich Edler von Mattoni in Gin hübl Sai-erb iinn und der Brunnenuuternehmung Äronbr dürsten Ausflüge nach diesen Orten unternommen werda Samstag, den 15. April findet, wie alljährlich, die feierlich Weihe der Quellen statt. Die Theatervorstellungen h ginnen am 8. April.

* General der Infanterie v. Voigts-Rhetz. Unsere al/ti Helden und Truppenführer aus den ruhmreichen jnta des alten Kaisers rücken allmählich zur großen Arwe ab. ihr Vermächtnis, das einige Deutschland unter Pnchrr Führung, bleibt uns und sichert ihnen den Dani An deutschen Geschlechter im In- und Ausland. Einer ta Wenigen, die als Generäle in dem deutsch französische Kriege mitgefochten haben und die noch teilnehmend m Deutschlands Freude und Leid unter uns wandeln, ist in General der Infanterie v. Voigts-Rhetz, L la sc - des Grenadier-Regiments König Wilhelm I. (2. preußischen Nr. 7). Der alte Herr feiert am 9. Ap i seinen 86. Geburtstag und am 2. Mai die 70. Wieder!^ des Tages seines Eintritts in die preußische Armee, in bid damalige 2. Infanterie - Regiment. In dem Verhältnis ä la suite des Königs-Grenadier-Regiments noch dem Hecn angehöreud, feiert der General also das seltene Fest dos 70jährigen Jubiläums. Vor Ausbruch des Krieges gegen Oesterreich wurde er von dem 42. Regiment als fcoxmncixVotu- zum Königs-Grenadier-Regiment berufen. Es war die Z. da das Lied entstand von den Königs-Grenadieren, Die das Vaterland den Heldentod starben. Mit den Ruhme» tagen des Regiments in diesem Kriege ist der Name Voigk Nhetz für alle Zeiten verknüpft. König Wilhelm I. üerhei dem damaligen Kommandeur den Orden pour le merit? und überreichte ihn persönlich vor der Front des Regiment! in Liegnitz nach der Rückkehr aus dem Kriege. Der Feld zug gegen Frankreich sah den General v. Voigts-Rhetz Kommandeur der eisernen Brigade der Regimenter 7 unö < Auf feine Anordnung wurde der Geißberg erstürmt, irr die Königs-Grenadiere 23 Offiziere und 329 Mannsch:'^ verloren, der festeste Punkt der französischen Stellung aber endgiltig dem Feinde entrissen wurde. Es war der uji« große Erfolg des Krieges.Gott sei gepriesen für Md< erste glorreiche Waffenthat!" telegraphierte der König r^lb Berlin. Später zeichnete sich der General in den Schlatlir von Wörth und Sedan aus und erhielt neben dem (Siferncw Kreuze 2. und 1. Klasse auch den russischen Georgs-Orku. zu dessen ältesten Rittern er nunmehr zählt. In *{1 70 er Jahren weilte er als solcher als Gast des Zana Alexander II. in Petersburg bei Gelegenheit des Festes bei

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