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Bahn wird auf Wunsch und für Rechnung des Verkäufers übernommen; der Zentner Hafer kostet 6 Pfg. und der Zentner Stroh 15 Pfg. Ferner kauft das genannte Amt auch gesunden, gut gereinigten und besatzfreien Roggen in Waggonladungen und frei Hanau Bahnhof Nord. Auch bei Roggen-Anstellungen ist die Einsendung einer ungeschmeichelten Probe von reichlich V< Liter notwendig. Jede weitere Auskunft wird bereitwilligst von dem genannten Amte mündlich wie schriftlich erteilt.
der Kommission zur Prüfung von Gesuchen um Erlaubnis zum Ausschank und Kleinhandel mit Branntwein die Herren Habenicht, Jughardt, Keller, Kirch, Löber, Orbig; . ..
der Deputation für die Markte bte Herren Faber, Flett, Helfrich, Jughardt, Loos, Scheel;
der Deputation zur Unterzeichnung von Urkunden die Herren Jughardt, Helfrich, Keller, Wallenfels;
der Armendeputation als gewählte Mitglieder die Herren Emmelius, Habenicht, Wallenfels, N. Stamm, Dr. Grein, Dr. Fuhr, Leib;
dem Schulvorstand als gewählte Mitglieder die Herren Georgi, Schwall, Prof. Fromme, Dr. Tjaden, Loos, Orbig; r
dem Kuratorium der höheren und erweiterten Mädchenschule als gewählte Mitglieder die Herren Georgi, Schiele, Emmelius;
der V e r s ch l u ß k o m m i s s i o n die Herren Heichelheim, Keller, Jughardt;
der Kommission zur Beschaffung vonBrenn- waterial die Herren Löber, Kirch, Heyligenstaedt;
der Kommission für Verleg ung des V i e h- marktes die Herren Euler, Grünewald, Helfrich, Orbig, Petri, Schwall, Wallenfels, Dr. Winckler.
Von den Gesuchen uw Konzession zuw Wirtschaftsbetrieb wurden durch Bejahung der Bedürfnisfrage hinsichtlich des Ausschanks von Branntwein befürwortet diejenigen der Herren Heinrich Möller für das Hans Nordanlage 1 und Wilhelm Berndt für das Haus Bahnhofstraße 34, während das Gesuch des Herrn Robert Schmidt im Hinblick auf den negativen Erfolg des bisherigen Betriebs nicht befürwortet wurde.
Gießen, den 3. Januar 1899.
Spar- und Leihkaffe Gießen.
_________Doering.
Males und Provinzielles.
** Verleihung der zum Andenken an Se. Majestät den verewigten Kaiser Wilhelm gestifteten Medaille. Von Ansprüchen auf die zum Andenken an den verewigten Kaiser Wilhelm gestifteten Medaillen, sind vom Kreisamt Gießen bisher mehr als 900 als begründet erkannt und demgemäß die Verleihung verfügt worden. Die ursprünglichen Bestimmungen über die Verleihung schlossen alle diejenigen aus, welche wegen einer mit Ehrenstrafen bedrohten strafbaren Handlung mit Freiheitsstrafe oder wegen Verbrechen oder Vergehen mit mehr als 6 Wochen Gefängnis bestraft sind und solche, welche mit Freiheitsstrafen bestraft worden sind, insofern sie durch die der Bestrafung zu Grunde liegende Handlung eine unehrenhafte Gesinnung bethätigt haben. Später wurde dies gemildert und verordnet, daß auch solche Veteranen auf ihren besonderen Antrag die Medaille erhalten sollten, welche nach obigen Bestimmungen wegen ihrer Bestrafung von der Verleihung ausgeschlossen sind, deren Ausschluß aber in Rücksicht auf ihr sonstiges einwandfreies Leben besonders hart erscheinen würde. Da, wie wir hören, mir sehr wenige Bewerbungen von solchen Veteraueu eingegangen sind, ist anzunehmen, daß die Bestimmungen nicht genügend bekannt geworden sind und wollen wir nicht unterlassen, hiermit darauf nochmals hinzuweisen.
** Naturalien-Ankauf. Das Königliche Proviant-Amt in Hanau giebt bekannt, daß dasselbe immer noch gesunden, gut gereinigten Hafer, sowie nach dem 15. d. M. auch gesundes Roggen-Flegelstroh frei Magazinhof Hanau gegen sofortige Baarzahlung ankauft. Bei Hafer-Angeboten ist die Einsendung einer ungeschmeichelten Probe von reichlich r/4 Liter erforderlich. Den Produzenten wird in jeder dienstlich zulässigen Weise entgegen gekommen, auch werden auf Wunsch der Verkäufer Magazinsäcke, jedoch unfrankiert, zur Verfügung gestellt. Die Abfuhr von der
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Der hieraus folgende Gegenstand: Verwertung der Schweine borst en aus dem Schlachthause wird auf Antrag des Herrn Löber, welcher die Anlage einer Trockenvorrichtung in Erwägung ziehen will, an die Schlachthaus- Kommission zurückverwiesen, nachdem beantragt worden, das Angebot von Herrn Herm. Heß anzunehmen, wonach derselbe sich erbietet, 40 Pf. für den Doppelzentner zu bezahlen, sofern ihm die Borsten auf eine Reihe von Jahren überlasten werden.
Dem derzeitigen Unternehmer der Entleerung der städtischen Senkgruben, Herrn Heinrich Zölzer, soll auf sein Gesuch die Erhöhung der Vergütung (Mk. 1,70 per Faß) ab 1. April 1899 bewilligt werden.
Für die im Interesse der Steuerveranlagung besorgte Fortführung der Personenstandsregister wird den Ratsdienern die bisherige Vergütung von 300 Mk. auch für das laufende Jahr bewilligt.
Dem Gesuch des Bureaugehilfen Weidmann um Gewährung von Urlaub zwecks Vorbereitung zum Finanzexamen wird stattgegeben, desgl. dem
Gesuch des Forstwarten Arft um Erlaubnis zum Bewohnen des (bisher noch nicht benutzten) Versteigerungszimmers im Forsthaus am Lumpenmannsbrunnen.
Nach Uebergaug der Neu müh le auf die Stadt wurde ein Projekt über eine daselbst behufs Gewinnung der Wasserkraft zu errichtende Turbinen-Anlage ausgearbeitet, deren Kosten einschließlich der Wasterzufuhr-Anlagen sich auf etwa 41 000 Mk. belaufen würden. Die für Ausarbeitung des Projekts entstandenen Kosten betragen 975 Mk., welche bewilligt werden. Betreffs der Anlage selbst ist mitzuteilen, daß bei Ausführung des Projekts und unter Annahme eines Normalgefälles die nutzbare Kraft auf durchschnittlich 152*/i Pferdekräfte geschätzt werden kann, ohne Ausführung des Projekts auf etwa 60 bis 70 Pferdekräfte.
Mit der Ausführung der auf 1600 Mk. veranschlagten Kosten der Herstellung einer Uferbefestigung und Ausfüllung eines Kolkes am Mühlgraben au der Uutermühle soll noch gewartet werden, bis ein vom Wasserbauamt Mainz einzuholendes Gutachten über die Zweckmäßigkeit dieser Arbeiten vorliegt.
Die Rechnung der Armenkasse für 1897/98, desgl. der Voranschlag derselben für 1899/1900, wozu Herr Beigeordneter Wolff die nötigen Erläuterungen gab, wurden nicht beanstandet.
Nach der hierauf nach den Vorschlägen der besonderen Kommission durch Akklamation erfolgten Neuwahl der Kommissionen und Deputationen gehören außer den ständigen Vorsitzenden an:
der Baudeputation, Kommission für das Feuerlöschwesen und Friedhosskommission die Herren Dr. Gaffky, Heyligenstaedt, Keller, Petri, Schiele, Haubach;
der Finanzkommission die Herren Grüneberg, Emmelius, Heichelheim, Kirch, Scheel, Schwall;
der Deputation für das städtische Gas- und Wasserwerk die Herren Georgi, Habenicht, Heichelheim, Heyligenstaedt, Schiele;
der Schlachthauskommission die Herren Flett, Jughardt, Dr. Winckler, Hanau, Helfrich und die Metzger- meister Pirr, Metzger und L. Vogt;
der juristischen Kommission die Herren Georgi, Grüneberg, Wolff, Grünewald, Dr. Gutfleisch, Dr. Schäfer;
der landwirtschaftlichen Kommission die Herren Flett, Faber, Helfrich, Löber, Euler, Huhn;
der Deputation für das Einquartierungswesen die Herren Brück, Faber, Keller, Loos, Huhn, Löber;
der Schuldeputation die Herren Georgi, Heichelheim, Scheel, Dr. Fuhr, Krumm, Schmall;
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Spar- und Nihlraffe Gießen.
DieuStag den 10. und Donnerstag den 158. l. MtS. werden bei unterzeichneter Kaffe noch besondere Zahltage abg. halten.
Vermischtes.
• Der Maler als Wohlth'äter. Die „Allgemeine Zeitung" erzählt nach dem Moniteur des arts folgende Anekdote aus dem Leben I. B. Corots: Eines Tages wollten zwei Nonnen auch in dem Hause, in dem Corot sein Atelier hatte, milde Gaben für die Armen sammeln, kamen aber, von allen Thüren abgetoiefen, mit leeren Händen wieder an der Loge des Pförtners vorbei. — „Waren Sie denn auch oben bei Herrn Corot?" fragte sie dieser. — „Ach nein!" erwiderte die eine, „die Künstler haben ja in der Regel selbst keinen Ueberfluß." — „Allerdings, doch Herr Corot hat ein gar gutes Herz; er hätte Ihnen gewiß etwas gegeben." — So stiegen denn die Nonnen wieder hinauf und klopften an Corots Thüre. Sie schienen enttäuscht, als er in gewöhnlicher Blouse mit der Pfeife im Munde erschien. Corot that, als kämen sie bei ihm übel an, und sagte, sie sollten doch wissen, daß die Künstler keine Kapitalisten seien. — „Das wohl", meinten die Schwestern, „aber man sagte uns, daß Sie ein gutes Herz haben." — „Bitte nur einen Augenblick Geduld!" entgegnete er, ging zu seinem Geldschranke, nahm einige Banknoten heraus und ließ sie ihnen mit den Worten: „Es ist freilich nicht viel" in die Hände gleiten. Es waren zehn Noten zu je 1000 Francs.
* Einen eigenartigen Fall von Vergiftung, wie er wohl noch niemals bekannt geworden ist, berichtet, wie aus London geschrieben wird, das „British Medical Journal" aus Birmingham. Dort stellte im Spätherbst dieses Jahres nach einem Schneesturm die Stadtverwaltung eine große Anzahl von Arbeitern zur Straßenreinigung an und versah sie zu diesem Zwecke mit Ueberröcfen zum Schutze gegen die Kälte. Bei sämtlichen Männern entstanden nun an den Handgelenken und an den Knien große schorfbedeckte Wunden, und zwar, wie festgestellt werden konnte, durch das von den Aermeln und den Beinen abtriefende Wasser. Etwa sechzig dieser Arbeiter brachten eine Klage darüber an die Behörde und wurden dem Krankenhause zugeführt. An den genannten Stellen des Körpers zeigten sich große Flecken, an denen die Haut mit Schorf von dunkelgrauer Farbe bedeckt und von einem stark entzündeten Rand umgeben war. Die entzündeten Flächen waren sehr schmerzhaft und führten in einigen Fällen sogar eine nicht unerhebliche Entzündung der nächstliegenden Lymphdrüsen herbei. Eine Untersuchung durch Dr. Hill, dem hygienischen Beamten der Stadt, ergab eine Vergiftung durch Chlorzink, womit die Röcke wahrscheinlich gelegentlich einer Wiederherstellung behandelt worden sind; er fand große Mengen dieses Stoffes in allen fraglichen Kleidungsstücken. Durch die große Löslichkeit des Zinkchlorids trat es von außen in das Futter der Röcke ein und kam so mit der Haut in Berührung. Die Körperwärme verursachte dann eine Verdunstung und so eine Verschärfung der Lösung, wodurch ihre stark, ätzende Wirkung bedingt wurde. Selbstverständlich wurden die dreihundert gefährlichen Heber« röcke dem an ihrem Zustand schuldigen Fabrikanten zurück- gegeben.
* Humoristisches. „Kennst Du das Paar?" „Ja — befindet sich auf der Hochzeitsreise. „Hm, sehen nicht gerade glücklich aus." „Ja, ja. Sie sind schon auf der Heimreise."
General-Versammlung
des
GiebenerZttherklublWohlthittlgktitsvkttivj Samstag den 7. Januar, Anfang aöends 8y2 Mr präcis bei Herrn I. Arnold, Schipkapaß.
Tagesordnung: Jahresbericht, Rechnungsablage, Vorstandswahl, Verschiedenes. Um recht zahlreiche Beteiligung wird dringend gebeten.
—------------ Der Vorstand.
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