Ausgabe 
6.12.1899 Erstes Blatt
 
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150 Mk., im Unvermögensfall mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft.

Gießen, den 27. Oktober 1899.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Bechtold.

§ 15a.

Gewerbetreibende, die einen offenen Laden haben oder Gast- oder Schankwirtschaft betreiben, sind verpflichtet, ihren Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebenen Vor­namen an der Außenseite oder am Eingang des Ladens oder der Wirtschaft in deutlich lesbarer Schrift anzubringen.

Kaufleute, die eine Handelsfirma führen, haben zugleich die Firma in der bezeichneten Weise an dem Laden oder der Wirtschaft anzubringen; ist aus der Firma der Familien­name des Geschäftsinhabers mit dem ausgeschriebenen Vor­namen zu ersehen, so genügt die Anbringung der Firma.

Auf offene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien finden diese Vor­schriften mit der Maßgabe Anwendung, daß für die Namen der persönlich haftenden Gesellschafter gilt, was in Betreff der Namen der Gewerbetreibenden bestimmt ist.

Sind mehr als zwei Beteiligte vorhanden, deren Namen hiernach in der Aufschrift anzugeben wären, so genügt es, wenn die Namen von zweien mit einem das Vorhandensein weiterer Beteiligte? andeutenden Zusatz ausgenommen werden. Die Polizeibehörde kann im einzelnen Falle die Angabe der Namen aller Beteiligten anordnen.

Die Artillerie der Bure«.

Kapstadt, 8. November.

Es ist bekannt, daß die Buren, entgegen allen Er­wartungen, im Besitz einer überraschend guten Artillerie sind; die Vorgeschichte ihrer Entwickelung entzieht sich jedoch der allgemeinen Kenntnis umsomehr, als die Buren ein In­teresse hatten, gerade über dieses Feld ihrer militärischen Entwicklung tiefstes Schweigen zu beobachten. Trotz der erfolgreichen Abwehr des Jameson'schen Räubereinfalles zu Anfang des Jahres 1896 hatten die Buren eingesehen, daß die Treffsicherheit ihrer Büchsen keine unbedingte Gewähr für erneute Siege in einem als unabwendbar geltenden großen Kriege gegen England biete, sondern daß Artillerie in erster Linie ausschlaggebend beim modernen Kampfe sei. Dementsprechend begannen sie sofort die Ausbildung dieser Waffe im großen Stile. Um Prätoria wurde ein ganzer Kranz von Befestigungen gebaut und auf dem Hospital Hill bei Johannesburg legten sie eine gewaltige Trutzfeste an. Neben dem deutschen Kommandanten Schiel, dem militäri­schen Erzieher Eloffs, Krügers Enkel, wurde eine große Anzahl militärisch und ganz besonders artilleristisch aus­gebildeter Offiziere und Mannschaften herangezogen.

Besonderes Verdienst hierbei gebührt dem deutschen Artilleristen Rohn, der sich bald das unbedingte Ver­trauen der Regierung gewann. Seinem Einflüsse ist es zu danken, daß unter den 13,000 Deutschen von Johannes­burg so ziemlich Jeder zur Staatsartillerie herangezogen wurde, der daheim bei dieser Waffe gedient hatte. Dabei beschränkte er sich nicht allein auf Deutsche, sondern warb bei den in Johannesburg wohnhaften Angehörigen aller Nationen, besonders bei den Franzosen. Ueberhaupt hat Frankreich bei der Schaffung und Einrichtung der Transvaaler Artillerie Verdienste, welche den deutschen kaum nachstehen. Ein sehr bedeutender Teil der Transvaaler Geschütze, wenn nicht gar der größte, stammt aus fran­zösischen Werkstätten, so namentlich auch das grobe Geschütz, die gewaltigen 40,Pfünder Creuzots, welche bei Dundee und Ladysmith auf eine Entfernung von 4 bis 6 Kilometer mit solchem Erfolge schossen, daß das entsetzte Volk ihnen den SpitznamenLanger Tom" aufhängte. Seitdem ist derLange Tom" bei der ganzen Bevölkerung Südafrikas, soweit sie dem Kriegsschauplatz nahe steht, ein Ausdruck des höchsten Schreckens geworden.

seiner Braut, so lange die Kerze brennt; ist sie aber dem Erlöschen nahe, verläßt der Bräutigam das Zimmer, um sich in das Gemach seiner künftigen Schwäger zu begeben. Die Gastfreundschaft der Buren kennt keine Grenzen. Ein Gast kann bei einer Burenfamilie wochenlang Unterkunft und Bewirtung finden. Nur ein Fußgänger als Gast be­gegnet bei ihnen Mißtrauen; der Bur versteht es gar nicht, wie ein Mann ohne eigenes Pferd Herumreisen kann. Die Sklaverei wurde von den Buren längst abgeschafft, und die bei ihnen im Dienst stehenden Neger werden mit großer Humanität behandelt.

Humoristisches.

* Ceet la guerre I Besuch: Wie entsetzlich wieder dieser Krieg in Südafrika! Wieviel Jammer und Thränen bringt das wieder mit sich! Der Protz: Nicht wahr? Gräßlich! 1500 Mark habe ich für einen Diamanten geben müssen, der sonst für 1000 Mark zu haben war!

e Passende Lektüre, v. Goldberger (soeben geadelt und getauft worden): Sarah, werd' ich jetzt zuerst lesen Luthers Reden an den christlichen Adel deutscher Nation. Münch. Jugend.

* Ein glücklicher Gedanke. A.: Finden. Sie nicht, Herr Kollega, das Klaviergetrommel der Kommerzienrätin ist heute wieder «al entsetzlich! B.: Ja, entsetzlich! Man sollte das eigentlich dem Manteuffel sagen; der bringt sie vielleicht wegen gewerbs­mäßigen Falschspiels in Untersuchungshaft.

* Viktoria! Ä.: Die Engländer habens doch gut! B.: Wieso? A.: Sie viel sie auch von den Buren gehauen werden, sie rönnen immerViktoria" schreien.

* Höchstes Zartgefühl. Frau Cohn erhält ein Theaterbillet zugeschickt. Sie weiß nicht, was gegeben wird und schickt ihre Köchin zur nächsten Plakatsäule, um nachzusehen. Der Theaterzettel kündigt Die Jüdin", Oper von Halevy an. Die Küchenfee kommt mit ver­legener Miene zurück und es entspinnt sich folgender Dialog: Frau: Nu, Marie, was wird gegeben? Köchin: A Oper. Frau: Was für eine Oper? Köchin: Halt a Oper. Frau: Sie werden doch »icht so dumm sein, daß Eie von der nächsten Straßenecke bis hierher den Titel vergeben! Wie heißt denn die Oper? Köchin (in höchster Verlegenheit): Die die die Israelitin.

Ueberraschend ist die Treffsicherheit der Buren- Artillerie. Es erklärt sich dies aus dem den Buren an­geborenen Vermögen, die Entfernungen in ihrem Lande mit Sicherheit abzuschätzen, was kein Europäer im stände ist, ehe er nicht die eigentümliche trügende Beschaffenheit der südafrikanischen Luft, welche alle Bilder aus ihrer natür­lichen Entfernung zu verrücken scheint, aus langer Erfahrung kennen gelernt hat. Dies erklärt auch, weshalb die eng­lische Artillerie schlecht schießt, wenn sie von indischen oder europäischen Mannschaften bedient wird; indessen besitzt sie auch einen großen Teil von Mannschaften, die bereits über gute Erfahrungen auf südafrikanischem Boden verfügen. Anfangs schossen auch die Buren schlecht, da sie im Frieden nie mit scharf geladenen Geschützen geübt hatten. Ihre ersten scharfen Schießproben fanden am Tage vor Ausbruch des Krieges statt. Bemerkenswert ist das Zusammenwirken der Deutschen und Franzosen im Burenheer. Zwischen beiden Nationalitäten herrscht das beste kameradschaftliche Verhältnis, hervorgerufen durch den gemeinschaftlichen Feind, wobei aber die Franzosen, in Erinnerung an Faschoda, die Engländer glühender Haffen, während die Deutschen in ihnen nur den Gegner der Buren sehen. Es ist der erste Fall, wo Deutsche und Franzosen Schulter an Schulter gegen einen gemeinsamen Feind stehen und im feindlichen Kugel­regen die gemeinsame Bluttaufe empfangen.

Deutsches Keich.

Berlin, 4. Dezember. Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, hat der Sultan dem Staatssekretär Grafen Bülow aus Anlaß des Abschlusses der Ver­handlungen wegen der Bagdad-Bahn das Großkreuz des Modjidie-Ordens in Brillanten verliehen.

Wie demLokal-Anzeiger" glaubwürdig versichert wird, steht die Aufhebung des sogenannten Ver­bindungsverbotes in allernächster Zeit zu erwarten. Man werde nicht fehl gehen, in der Annahme, daß die neuliche Audienz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe beim Kaiser mit dieser Frage in Zusammenhang stand.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt an der Spitze ihrer heutigen Nummer: In der Presse ist die Ansicht auf­getaucht, daß dem Reichstage in der jetzigen Session nicht eine Flotten-Vorlage, sondern nur eine Denkschrift vorgelegt werden soll. Wir sind ermächtigt, zu erklären, daß die oben erwähnte Nachricht unzutreffend ist. Der Reichstag wird vielmehr noch in dieser Session Gelegenheit haben, eine Novelle zum Flottengesetz zu beraten. Der ge­naue Zeitpunkt, an dem die in Bearbeitung befindliche Vorlage dem Reichstage zugehen wird, steht indes noch nicht fest.

Am Samstag verstarb Hierselbst der Vortragende Rat im preußischen Handelsministerium, Oberbergrat Ru­dolf Nesse.

Im Reichstage wird nach Beendigung der ersten Lesung des Münzgesetzes die dritte Lesung der Novelle zur Gewerbe-Ordnung auf die Tagesordnung gesetzt werden. Infolgedessen ist von der zweiten Lesung der so­genannten lex Heinze vorläufig Abstand genommen worden. Die erste Beratung des Etats wird in nächster Woche beginnen.

Im Etat für die Verwaltung des Reichs­heeres erscheint in den Einnahmen ein Mehrbetrag von 2,2 Millionen Mark. 2 Millionen davon sind von der Reichseisenbahn als Entschädigung für die Verminderung der Verteidigungsfähigkeit von Straßburg gezahlt; die Summe wird verwandt zur Verstärkung der Fortslinie. Die fortdauernden Ausgaben belaufen sich auf 420,8 Millionen, es bedeutet das eine Mehrausgabe von 17,2 Millionen. Zur Fortführung der Aenderungen in der Organisation des Reichsheeres werden neu gebildet: 3 Eskadrons Jäger zu Pferde, 11 fahrende Batterien mit niedrigem, 8 fahrende Batterien mit mittlerem Etat und eine Lehr- abteilung bei der Feldartillerie-Schießschule. Weitere Neuerungen sind für das Militär-Medizinalwesen vorgesehen. Da die Kaiser Wilhelms-Akademie nicht die nötige Anzahl von Sanitätsoffizieren stellen kann, sollte durch eine Entschädigung von 300 bis 1500 Mk. für die Studienkosten geeignete Civilärzte zum Eintritt in das Sanitätskorps willig gemacht werden. 70000 Mk. werden für einen Versuch eingestellt, ob es ausführbar ist, die Oekonomiehandwerker durch Civilhandwerker zu er­setzen. Bei den Anschaffungen an Pferdematerial wird auch der Ankauf von 29 Tragepferden oderMaultieren vor­gesehen. 10 Millionen Mark sind für die Vervollständigung der wichtigeren Festungsanlagen in Anschlag gebracht. Die Etats stärke des deutschen Heeres für 1900 ist auf 23 844 Offiziere, 80 556 Unteroffiziere, 491136 Gemeine, 2165 Militärärzte, 671 Roßärzte, 1044 Zahlmeister usw., 1001 Büchsenmacher und Waffenmeister, 93 Sattler, sowie 102929 Dienstpferde berechnet.

Ausland.

Wie«, 4. Dezember. Der Präsident des Abgeordneten­hauses, Dr. Fuchs, beabsichtigt, wie verlautet, in der heutigen Sitzung des Verständigungs-Komitees die Ein­setzung eines Ausschusses zur Vorbereitung des Sprachengesetzes vorzuschlagen. Sollte dieser ein Sprachengesetz nicht zustande bringen, so wäre es Auf­gabe der Regierung, die Frage im Verordnungswege zu lösen.

Paris, 4. Dezember. DerGaulois" sucht den Kriegsminister Gallifet bloßzustellen, indem er ihm Äußerungen zuschreibt, wonach der Kriegsminister Gallifet Dreyfus für schuldig gehalten hätte. Er habe sogar Mitschuldige gehabt, deren Namen Gallifet kannte. Mercier sei nicht verfolgt worden, weil er sich nur Ueber- eilung schuldig gemacht habe.

PeterSvnrg, 4. Dezember. Berichte aus Liba» melden, ein russisches Panzerschiff sei nach Durban abgegangen.

Konstantinopel, 4. Dezember. Wie jetzt konstatiert wird, ist die Rückberufung der drei Verbannten nicht zur Ausführung gekommen. Es herrscht große Be­unruhigung infolge von Verdächtigungen.

Lokales und VroviryieUes.

Gießen, 5. Dezember 1899.

* Werkmeister-Verband. Am 2. d. Mts. feierte der Werkmeister-Bezirksverein Gießen und Umgegend sein 14jähriges Stiftungsfest. Nachdem der Vorsitzende Herr Schufst einen der Festlichkeit angemessenen Prolog gesprochen, durch eine Ansprache den Werkmeister-Verband gefeiert, und ein dreimaliges Hoch auf Kaiser Wilhelm II. und Se. Kgl. Hoheit den Großherzog ausgebracht hatte, nahm die Feier mit Konzert, Gesang und einigen humoristischen Vorträgen ihren Anfang. Ein kleines Tänzchen hielt die Festteilnehmer noch bis zum frühen Morgen zusammen.

** In Amerika verstorbene Hessen. In Baltimore, Md.: Dr. Carl Dief fenbach, 80Jahre alt, von Lauter­bach. In Cincinnati, O.: I. I. Gans, 84 Jahre alt, aus Kurhessen. In Aurora, Jll.: Margaretha Diehl, 46 Jahre alt, aus Kleinhausen. In Louis- ville, Ky.: Catharina Maria Kraus, geb. Rein­hart, netto. Gast, 65 Jahre alt, aus Langenbergheim. In Cleveland, O.: Johann Georg Knippel, 65Jahre alt, aus Hahn. In Börne, Tex.: Catharina Biehl, geb. Götting, 40 Jahre alt, aus Gladenbach. In Bingham Township, Mich.: Anna Catharina Strohm, geb. Lenz, 60 Jahre alt, aus Bernsburg. In Germanville, Jll.: Elisabetha Ruppel, geb. Rohrbach, 67 Jahre alt, aus Niederaula, Kurheffen. In Baltimore, Md.: Maria Catharina Stieler, 78 Jahre alt, aus Kirschgarten. In Cannelton, Jnd.: Frau Catharina Heck, 87 Jahre alt, aus Kurhessen- In Brooklyn, N.-A.: Witwe Maria Binder, geb. Steitz, 77 Jahre alt, ans Ebsdorf, Kurhessen. In St. Louis, Mo.: Ferdinand Siemon, 83 Jahre alt, au» Cassel. In New-Iork: Gottlieb Blackert aus Grebenstein, Kurheffen. In Sheboygan, Wis.: Geor^ Kropf, 79 Jahre alt, aus Mansbach. In Newarks N. I.: John H. Wege mann, 41 Jahre alt, aus Langen» diebach, Kurhessen.

x Grunberg, 4. Dezember. In der Ende vor. Woche stattgehabten Versammlung der Kirchengemeinde­vertreter wurde anstelle des verstorbenen Herrn Post­meisters Von-Eiff Herr Landwirt und Schuhmachermeister ChristophTrinkaus zumMitglied des KirchenvorftandeS gewählt.

Dieburg, 1. Dezember. An einem der letzten Abende wollte die Tochter einer in der Erlesmühle dahier wohnende» Familie von der Arbeit nach Hause gehen, als ihr in der Mühlgasse Plötzlich eine verkleidete Person entgegentrat und sie bedrohte, sodaß das Mädchen vor Schreck ohnmächtig wurde und zwei Tage krank darniederlag. Hier liegt ge­wiß nur ein Schabernack vor, der aber sehr üble Folgen haben kann.

Oppenheim, 30. November. Ein humoristischer Diebstahl, der an dieFliegenden Blätter" anlehnt, wurde während des Jahrmarkts verübt. Zu einem der Marktwächter kam am Abend um 11 Uhr ein Mann und sagte, er sei der Besitzer einer Bude und wolle daselbst etwas holen. Der Wächter stand dabei und sah zu, wie der Betreffende in die Bude eines Schuhwarenhändlers ging, daselbst eine vernagelte Kiste öffnete und daraus Frauen- und Kinderschuhe im Wert von 100 Mk. entnahm. Der angebliche Budenbesitzer empfahl sich alsdann, indem er noch den Wächter gebeten, gute Wache bei der Bude zu halten. Der am Morgen kommende wirkliche Besitzer der Bude konnte den frechen Diebstahl feststellen und glaubt auch den Thäter zu kennen. Die gestohlene Ware war teilweise noch in der Nacht versetzt und verkauft worden. (W. Z.)

Dreihansen, 3. Dezember. Ein Kind des Weißbinders H. Lauer bat vor einigen Tagen feine Mutter um einen Apfel und erhielt die Erlaubnis, auf dem Boden sich einige zu holen. Da es etwas finster auf dem Boden war, steckte das Kind ein Streichholz an. Durch seine Unvorsichtigkeit geriet auch der in der Nähe liegende Flachs in Brand, jedoch konnte das Feuer alsbald gelöscht werden. Wäre dasselbe richtig zum Ausbruch gekommen, so hätte, da mehrere Gehöfte dicht zusammen stehen, ein größeres Unglück entstehen können. Ob. Ztg.

Vermischtes.

* Bremen, 4. Dezember. Der Direktor des Nord­deutschen Lloyd, Bremermann, wurde in der Nähe seiner Wohnung von einem Strolche überfallen und durch Schläge mit einem Steine auf Kopf und Gesicht ziemlich schwer verletzt.

* Salonik, 30. November. Ein empörender Vor­fall ereignete sich vor zwei Tagen im Eisenbahnzuge auf der Strecke zwischen Uskub und Salonik. Ein türki­scher Offizier hatte in dem nur für direkte Reisende bestimmten durchgehenden Waggon Budapest-Salonik Platz genommen und zwar in einem Kupee 2. Klaffe, wo bereits ein junger Schweizer faß. Der Offizier schien ange­trunken zu sein und begann sich dem jungen Manne in einer Weise zu nähern, welche Leuten, die türkische Sitten kennen, keinen Zweifel über seine Absichten lassen konnte. Der junge Mann erwehrte sich der ihm zugedachten Liebkosungen und suchte bei einem in der ersten Klaffe Weisenden Landsmann Zuflucht, wurde jedoch vom Kondukteur gezwungen, wieder in die zweite Klaffe zurückzukehren. Inzwischen hielt

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