Ausgabe 
6.12.1899 Erstes Blatt
 
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Margaretha

8». Stein,

rtDtfi Snrppk, ej,: Katharina ' aus Gladenbach, una Latharina ' aus Bernsbura. ^a Ruppel, M. 'eraula, Kurheße«. lurina Stielet, innelton, Jnd.-

aus Surhefsen. a Shnber, geb. chssen. In St. 83 Iahte alt, au« 1 BlaLen M u,M..tzrvttz h- Newart, hre alt, aus Langen-

r Ende vor. Woche irchengemeinde- benen Herrn Post« Schuhmachermeister ied Kirchenvorftandeö

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>er Zug eine kurze Strecke vor der Station Krivolak, da die Maschine Wasser fassen mußte. Der Offizier benutzte den Moment, um aus dem Waggon zu steigen und Ueberrock, Schirm und Hand- tysche des jungen Passagiers mitzunehmen. Niemand traute sich, den freche« Menschen anzugrcifen, da er einen Revolver bei sich trug. Der Zug fuhr darauf in die Station ein, und hier kam auch der Offizier zu Fuß an. Man machte nun das Zugspersonal auf den Mann aufmerksam, doch niemand hatte den Mut, sich ihm zu näher«, bis der schon erwähnte Landsmann des jungen Reisenden selbst auf den Offizier zutrat, und ihm den ge­stohlenen Ueberrock entriß. Die Handtasche war inzwischen verschwunden. Anwesende türkische Polizisten fanden keinen Anlaß, gegen den frechen Patron einzuschreiten. Der Vor­fall wurde hier bereits zur Kenntnis des deutschen Kon­sulats gebracht und eine Untersuchung eingeleitet. Dafür könnte aber endlich gesorgt werden, daß die Pasiagiere der direkten Waggons nicht durch Personen belästigt werden, die darin absolut nichts zu suchen haben.

Aus der Welt drr Technik.

Fortschritte der drahtlosen Telegraphie. Das deutsche Reichsmarineamt hat mit dem Erfinder der drahtlosen Tele­graphie, Ingenieur Marconi, Verhandlungen angeknüpft, um die deutschen Kriegsschiffe mit den zur drahtlosen Tele­graphie nötigen Apparaten auszustatten. Wie Marconi, der vor einigen Tagen aus Amerika nach Europa zurück« gekehrt ist, einem Berichterstatter desCorriere della Sera" erklärte, funktioniert die drahtlose Telegraphie mit voller Sicherheit auf Entfernungen bis zu 120 Kilometer. Mar­coni kehrte an Bord desSt. Paul" von New-Jork nach England zurück. Da sich an der englischen Küste mehrere Stationen der drahtlosen Telegraphie befinden, so konnte sich Marconi schon mit dem Festlande in Verbindung setzen, als der Dampfer noch 100 und mehr Kilometer von der Küste entfernt war. Die eingelaufenen Depeschen wurden an Bord des Dampfers sofort gedruckt und zu einer Zeitungs­nummer,Transatlantic Times", vereinigt. Die Zeitung wurde zu 1 Dollar das Exemplar an die Passagiere ver­kauft. Die Depeschen wurden auf dem Festlande von der

Telegraphenstation NeedleS abgesandt und betrafen natürlich zumeist den südafrikanischen Krieg. Die Passagiere deS Dampfers sandten Telegramme an ihre Verwandten, um sie von ihrer Ankunft zu benachrichtigen, und bestellten in London ein gemeinsames Mahl, das die Passagiere nach der Landung noch eine Stunde beisammen halten sollte. Die englische Regierung hat viele Marconi-Apparate nach dem südafri­kanischen Kriegsschauplätze geschickt. Marconi gab der Meinung Ausdruck, daß die drahtlose Telegraphie auf den Gang des Krieges großen Einfluß ausüben werde. Die englische Armee werde eine Harmonie der Bewegungen, eine Genauigkeit der Manöver besitzen, wie sie niemals ein anderes Heer hatte. Alle Heeresteile würden in beständiger Verbindung mit einander bleiben, und Befehle und Gegen­befehle augenblicklich ihren Bestimmungsort erreichen. Von ganz außerordentlichem Nutzen sei die drahtlose Telegraphie für die Kriegsflotten, da nunmehr die einzelnen Kriegsschiffe auch des Nachts und bei Nebel, selbst wenn sie 100 Kilo­meter von einander entfernt seien, beständig Nachrichten mit einander austauschen könnten.

Universität und Hochschule.

Gestorbenr In Bonn der Gynäkologe Prtvatdozevt Professor Dr. Georg Krukenberg. In Zürich: Dr. Johannes Frey , 45 Jahre lang Professor der klastischen Sprachen am Züricher Gymnasium, 79 Jahre alt.

BerschieverreS. Wir lesen in DinglerS Polytechnischem Journal (Herausgeber Prof. W. PtckerSgill, Verlag von Arnold Berasträßer in Stuttgart):Da nunmehr den Studie,enden der Technischen Hochschulen die Möglichkeit gegeben ist, einen besonderen Doktorgrad, den Doktor-Ingenieur, zu erwerben, ist die Frage von Interesse, ein wie großer Teil dieser Studierenden im Besitz jener Schulbildung ist, die auch nach den Anforderungen der Universitäten die Erlangung des Doktorgrades ermöglicht. Die Z,hl der Studierenden und Hospitanten an den drei Technischen Hochschulen in Preußen betrug tm letzten Sommer­semester insgesamt 4751, die der Studierenden allein 3572. Von letzteren waren tm Besitz des «etfezeugnisies von einem Gymnasium 1369, von einem Realgymnasium 1056. Nahezu 70 Prozent aller Studierenden der Technischen Hochschulen hatte also jene Vorbildung, die bei den philosophischen Fakultäten der Universitäten die erste Vor­bedingung zur Erlangung der Doktorwürde ist." Die vor einiger Zett geschaffene Stellung eines egyptologischen Attaches detm deutschen Generalkonsulat in Kairo ist jetzt besetzt worden. Ihr erster Inhaber ist, wie dieKöln. Ztg." mttteilt, der RegierungS-

baumeister a. D. Dr. Ludwig Dorchart geworden, der bisher neben dem deutschen Egyptologen v. Vissing und anderen Gelehrte» tm Ti nste der rpyptischen Alterthümeimrwaltulig an der Herstellung eines Katalogs der Sammlungen deS großen Museum« zu Gizeh arbeitete

Handel und Uerkchr. Volkswirtschaft,

frankfurter Börse vom 4. Dezember-

Wechsel auf New-York zu 4.20/2-21i/2.

Prämien auf Kredit per ult. Januar 8.30e/o, do. per ult. Dez. 1.6O°/o, Diskonto Kommandit per ult. Dez. 1.3'J%, do. per. ult. Jan. 2.80, Lombarden per ult. Dez. 0.65 /y, do. per ult. Jan. LIO»/0, Staatsbahn per ult. Dezo/o erhältlich.

Notierungen: Kreditaktien 237-237.20-236,50 Diskonto-Kom­mandit 1944 0-194.10, Staatsbahn 158 90-60, Gotthard 143.90. Lom­barden 32.00, Ungar. Goldrente 97.75, Italiener 94 30-00, Öprozentisch Mexikaner 00.00, 3proz. Mexikaner 25.40-00, Gestern Coupons 845/a Amerik. Coupons 4.188/4, Privat-Diskont 5/8% G.

l*/< bis 28/4 .Uhr: Kredit 236.80-000.00-, Diskonto Kommandit 194.10-00, Staatsbahn 138.60-138.90, Lombarden 31.90-00, Türken C (Bank Ottoman) 000.00-00.

Zahlungseinstellungen.

Konkurseröffnungen: Gerichtsschreiber Johann Page, Alzey; Restaurateur Job. Schubert, Baireuth; Schuhwarenhändlerin Minna Warnecke, Berlin; Tischler Emil Domdey, Prinzenthal (Bromberg); Kaufmann Waldemar Roll, Dresden; Kaufmann C. Güntheroth, Eschwege; Händlerin Witwe Gerh. Buchmüller, Altenessen (Essen); Putzmacherin Klara Arnold, Gardelegen; A. J. Behrens Nachf., Brachelen (Geilenkirchen); Nachlass des Bflrgersohullehrers Karl Richard Schau, Gera; Nachlass des Flaschenbierhändlers Jakob Heidinger, Hörden (Gernsbach); Nachlass des Zimmermeisters Wilb. Gericke, Greifenberg i. Schl ; Kaufmann Karl Quanz, Kassel; Nach­lass des Kaufmanns Job. Brühlmann, Alt-Lappienen (Kaukehmen); Schuhmacher Gust. Richter, Leipzig-Volkmarsdorf; Fuhrmann Wend. Müller, Lauterbach (Oberndorf); Kaufmann Otto Eisfeldt, Potsdam; Kaufmann Karl Wilhelmi, Ronneburg; Holzwarenfabrikant Karl Höfmann, Spaichingen; Kaufmann Jakob Wolff, Woldenberg.

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Konfektion, Weihnachts-Ausverkauf. Anfertigung nach Mas».

Giessen

Kirchenplatt 11, gegenüber der Stadtkirche.

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8421] Die am 2.Januar 1900 fälligen Coupons unserer Pfandbriefe werden bereits vom 15. Dezember er. ab an unseren Kaffen in Neustrelitz und Berlin, sowie an den bekannten Zahlstellen kostenlos eingelöst.

Mecklenburg-AreliWe Hypothekenbank.

8446] Die am 2. Januar 1900 fälligen Coupons unserer Pfandbriefe werden bereits vom 15. Dezember er. ab an unserer Kasse in Berlin und an den be­kannten Zahlstellen kostenlos eingelost.

Pommersche Hypotheken-Aktien-Bank.

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Mittwoch den 20. Dezör.,

nachmittags 2 Uhr,

soll auf dem hiesigen Ortsgericht bie zur Konkursmasse des Uhrmachers Karl «amyock in Gießen gehörige Hofratte Flur 1 Nr. 293 94 qm auf dem

SelterSweg öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, 7. November 1899.

Groß. OrtSgericht Gießen.

__J A : Bogt. 7863

Bekanntmachung.

Mittwoch den 6. d. Mts., vor­mittags von 10 Uhr an, sollen dahier Neustadt 55: Haus- und Kücken- rc. Geräte aller Art, als: 1 Sofa, 6 Stühle, 1 Kleiderschrank, 1 Weißzeugsckrank, ein Scbreibsekretür, 1 Spiegel, 1 Waschtisch, 1 Eisschrank, 1 Waschmange, 1 Teppich, 3 Hirschgeweihe, 4 Bilder rc., Meffer, Gabeln, Löffel (silberne und gewöhnt.), Platten, Schüffeln, Töpfe, 'Teller, Kaffee- und Mtlckkannen, Bratpfannen, Pudding- formen.Obstschalen.Theebretter.Huilliersrc. 100 Fl. Wein, 40 Flaschen Ltkör, 6 Mille Ligarren, Bier-, Wein- und Wassergläser, Bierglasuntersätze, Stretchholzständer, Aschenständer rc., mehrere Töpfe, Gläser und Büchsen mit Einmachsachen, Weiß­zeug und getragene Kleider aller Art, Vorhänge, Roulleaux und anderes zwangs­weise gegen Barzahlung versteigert werden.

Gießen, den 4. Dezember 1899. 8459 Seipel, Gerichtsvollzieher.

Spar- und Leihkasie Gießen.

Im Monat Dezember l. Js. werden bei der unterzeichneten Kaffe außer an den feststehenden Tagen Mittwochs und Samstags auch noch jeden Dienstag und Donnerstag Geschäftslage abgehalten. Die Einleger werden ersucht, unter Vorlage der Bücher die Zinsen in Empfang zu nehmen oder zuschreiben zu laffen. Zinsen, welche bis Ende Dezember nicht in Empfang genommm sind, werden den Einlegern gut geschrieben und vom 1. Januar 1900 an verzinst. Es brauchen hiernach im Monat Dezember alle diejenigen Einleger bei der Kaffe nicht zu er scheinen, welche nur Zinsen beischreiben laffen wollen, dies kann vielmehr ganz gelegentlich im Laufe des nächsten Jahres geschehen.

Gießen, am 29. November 1899.

Tpar- und Leihkasse Gießen. _________________ Doering.____________________8334

Ortskrankenkasse Gießen.

Ketr.: Wahl der Vertreter zur Generaloersanlulllms.

Gemäß § 50 des Statuts hat der Vorstand beschlossen, daß die Neuwahl der Vertreter zur Generalversammlung in der Wahlversammlung bezw. Wahltermin

Mittwoch ben 13. Dezember 1. Js., nachmittags 4 dis 8 Uhr im Gchipka-Past (Sälchen) statlsiaden soll.

Von sei'.en der Kaffenmitglieder sind 129 Vertreter, von feiten der Arbeitgeber 64 Vertreter zu wählen.

Indem wir die Kaffenmitglieder sowie die Beitrag zahlenden Arbeit­geber zur Wahlbeteiligung einladen, teilen wir noch mir, daß die Wahl der Kaffenmitglieder getrennt von derjenigen der Arbeitgeber stattfindet und zu diesem Zwecke für beide Teile je eine Wahlkommission ernannt worden ist. 8437

Wahlberechtigt sowie wählbar sind alle Kaffenmitglieder, welche das 21. Lebensjahr überschritten haben und im Besitze der bürgerlichen Ehren­rechte sind, sowie alle Beitrag zahlenden Arbeitgeber.

8437 Der Borftaud.

Mittwach bt# 6. Dezember 1. J., nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'scken Saale versteigert: Sofas, Kommoden, Kletderschränke, ein Aquarium, i Linoleumbelag, 1 Schreib­tisch, 1 Nähmaschine, 1 Silberschrank, eine Partie Schuhwaren, mehrere Fahr­räder, 2 schwere Zugpferde u. a m.

8453 Geißler, Gerichtsvollzieher.

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