Ausgabe 
6.10.1899 Erstes Blatt
 
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I $CF "Freisinnige Verein" zu Jena hat eine I Petition in Umlauf geatzt, in welcher der Landtag um | Erlaß eines Gesetzes, betr. das Vereins- und Ver- I sammlungsrecht, gebeten wird. Es sollen alle Ein- I wohner des Großherzogtums berechtigt sein, ohne vorherige I Erlaubnis irgend einer Behörde, auch ohne jede Anmelde- I pflicht, zwecks Erörterung von öffentlichen oder Privat» I angelegenheiten Vereine zu bilden und sich in geschloffenen I Räumen oder unter freiem Himmel zu versammeln.

I Postbeamte im Kolonialdienst. Die Post- I beamten, die in den Kolonialdienst überzutreten beabsichtigen, I sollen in Zukunft schon vor ihrer Entsendung in die Kolonien I in den für ihre spätere Verwendung in Betracht kommenden Sprachen ausgebildet werden und zwar am Orientalischen

I Seminar in Berlin. Schon im nächsten Wintersemester wird eine Anzahl jüngerer Postbeamten das Seminar be­suchen, um sich im Chinesischen, in Suaheli, Guzerati und Hiudustani oder im Türkischen und Neuarabischen auszu­bilden. Neben der betreffenden Landessprache ist für die Postbeamten im Kolonialdienst auch die Kenntnis des Eng­lischen und des Französischen erforderlich.

Der Landtag von Koburg-Gotha nahm trotz Widerspruchs der Regierung folgenden Antrag der Finanz-Kommission an:Die Errichtung neuer Fidei­kommisse ist untersagt. Grundstücke dürfen künftighin I einem Fideikomiß nur einverleibt werden: a) wenn dieselben aus dem Erlös für Fideikomißvermögen erworben werden, b) wenn der betreffende Landtag seine Zustimmung erteilt. Dies findet auch Anwendung auf die Domänenfidei- ko mmisse in den Herzogtümern Koburg und Gotha. Darauf erklärte Staatsminister v. Strenge die Zurück­ziehung des Entwurfes der Ausführungs-Bestim­mungen zum Bürgerlichen Gesetzbuch. Danach ver­tagte sich der Landtag auf unbestimmte Zeit. (Es ist die alte Streitfrage damit wieder aufgerollt, ob der Landtag berechtigt ist, über die Verwendung des Erlöses aus dem Domänengut mitzubestimmen. Das Ministerium bestreitet das. Staatsminister v. Strenge hat nach oben erwähntem Beschluß erklärt, daß die Regierung auf die Weiterberatung des Gesetzes keinen Wert mehr lege. Das Ausführungs- i gesetz muß aber bis zum 1. Januar, wo das Bürgerliche Gesetzbuch in Kraft tritt, verabschiedet sein. Daß der Land­tag einlenken wird, ist nicht anzunehmen, voraussichtlich wird hierzu die Regierung genötigt sein. D. Red.)

Wiesbaden, 4. Oktober. Der bisher für den inner­politischen Teil desRheinischen Kurier" zeichnende Redakteur P. Haas hat die fernere Verantwortlichkeit ab­gelehnt, nachdem das Blatt heute früh einen Leitartikel zu Gunsten der Zuchthausvorlage veröffentlichte.

Neuß, 4. Oktober. Wie dieNeuß-Großenbroicher Zeitung" aus zuverlässiger Quelle erfährt, ist die Kan­didatenliste für die Kölner Erzbischofswahl am Montag in Köln eingetroffen. Dieselbe enthält drei Namen. Der Name eines Kandidaten wurde auf seinen eiaenen I Wunsch gelöscht.

Straßburg, 4. Oktober. Seitens der heute nachmittag I stattgehabten Versammlung klerikaler Vertrauensmänner des I Kreises Schlettstadt wurde Rechtsanwalt Vond erscheer- I Straßburg einstimmig als Kandidat für die Reichstags» ersatzwahl in Schlettstadt-Barr aufgestellt. Vonder- scheer nahm die Kandidatur an.

Diesem Besuch wird eine weittragende politische Bedeutung, beigemessen und mit Allianzgerüchten in Verbindung gebracht.

Es ist sicher, daß die Vermählung der Prin­zessin von Asturien im Laufe des nächsten Winters erfolgt, es ist aber noch unbekannt mit wem.

Die 25 Millionen, welche Deutschland für Mikronesien zahlte, nicht einbegriffen, hatte laut einer Erklärung Villaverdes das Schatzamt im September eine Mehreinnahme von 19 Millionen im Vergleiche zu dem Parallelmonate des Vorjahres. Davon fielen auf de» Zoll acht Millionen.

rigens bildet sich auch in Natal selbst ein Freiwilligen­korps von ein paar Tausend Mann, worunter viele Johannesburger Flüchtlinge. Demselben gehören an­geblich auch viele Mitglieder der höheren Stände, Doktoren, Rechtsgelehrte und Universitätslehrer an. Vierzig Mann einer Lrchützengesellschaft bewachen die Eisenbahnbrücken von Colecfo (südlich von Ladysmith) bis Newcastle. Die größeren Brücken werden von je vier Mann bewacht. Dies läßt erkennen, wie groß das Mißtrauen in die Burenbevölkerung der Kolonie ist. Der Gouverneur hat auch warnend be­kannt machen lassen, daß auf jede hochverräterische Haltung der Tod, Gütereinziehung oder andere schwere Strafen stehen. Ein Aehnliches wird jetzt auch von den Engländern m der Kapkolonie verlangt. Der südlich an den Oranje Freistaat grenzende Gebietsstreifen der Kapkolonie, die Be­zirke Kobesbery und Aliwal North umfassend, gilt als der unsicherste. Bei den Vertretern der südafrikanischen Republik in Europa sind zahlreiche Anfragen von Personen, die als Freiwillige in das Burenheer eintreten wollen, eingelaufen. Nachdem die Regierung der südafrikanischen Republik hiervon benachrichtigt worden ist, giebt dieselbe nunmehr, wie dieFrkf. Ztg." von amtlicher Seite erfährt, bekannt, daß ihr Freiwillige, die sich auf eigene Rech­nung und Gefahr nach Transvaal begeben und sich dort stellen, willkommen sind, allein aufAnwerbunginEuropa mit Bestreitung-der Reisekosten wünscht die Regierung nicht einzugehen.

Kapstadt, 5. Okt. (Tel.) Ein Einwohner aus Johannes­burg, der in Kapstadt eingetroffen ist, erzählte, daß die Behörden von Prätoria sehr strenge Maßregeln getroffen haben, daß sie mit dem Angriff jedoch noch zögern, während Privatpersonen denselben fordern und sich bereit erklären, gegen die Engländer mitzukämpfen, wenn sofort gegen die­selben vorgegangen werde.

Brussel, 5. Okt. (Tel.) Wie verlautet, nehmen die Ver­handlungen zwischen Holland und Transvaal wegen der Mapia-Jnseln einen günstigen Verlauf.

Wien, 5. Okt. (Tel.) Die deutsche Vertretung in Trans­vaal hat den Schutz der österreichisch ungarischen Unter- ihanen übernommen, namentlich auch gegen den Militär- Dienstzwang.

London, 5. Oktober. In Aldershot macht sich unter I den Soldaten eine starke Unzufriedenheit be-l merkbar. Die Soldaten werden seit 14 Tagen im Alarm­zustande gehalten, woraus sie schließen, daß sie jeden Augen­blick nach Afrika abkommandiert werden sollen. Die Sol­daten beklagen sich darüber, daß die Anführer ihren Patriotismus angefeuert haben und daß sie jetzt unthätia I sein müssen. |

Astrales und Provinzielles.

Gießen, 5. Oktober 1899.

I 1OAO ** Geschichtsralender. Vor 96 Jahren, am 6. Oktober 1803, wurde zu Ltegnttz Heinrich Wilhelm Dove geboren, einer I der größten Physiker der Neuzeit, im Volke genannt der Wetter- macher. Dove ist epochemachend auf dem Gebiete der Meteorologie.

I Eine« seiner berühmtesten Werke,Das Gesetz der Stürme", wuide I vielfach aufgelegt und übersetzt. Er starb am 4. April 1879 in | Berlin als Professor an der dortigen Universität.

.** Drachensteigen über Stoppelfeldern! Wie reizvoll ist in diesen Tagen ein Gang durch die Feldfluren! Wo vor kurzem noch die goldenen Halme sich im Winde wiegten, stehen jetzt in Puppen und Mandeln die schweren Korn­garben beisammen und harren des großen Erntewagens, der sich knarrend auf dem durchfurchten Acker vorwärts bewegt. I Zwischen den gelben Stoppeln aber, die traurig gen Himmel starren, welch ein neues Leben! Grüne Grashüpfer freuen I sich des hellen Sonnenlichtes und üben sich in kühne» Sprüngen; unbeholfen, wie verlegen im Glanze der Ernte- I sonne, humpelt die dunkelfarbige Maulwurfsgrille daher und sucht sich ein schattiges, stilles Plätzchen, wo sie ihre Haus­musik weiter treiben kann; emsig rennen die Ameisen hm und her; ein rotbraunes Feldmäuschen schlüpft in sein enge» Loch. Heute Morgen noch glänzten zwischen den dürren Stoppeln und über den niederen Ackerunkräutern feine Seidengespinnste mit hunderten von Taudiamanten. Nu» ist im warmen Sonnenscheine der Schimmer verblichen, und der erste leise Hauch hebt die duftigen Gewebe in I die Lüste:

Nun spinnt das Märchen in blauer Luft Silberne Härchen ob Wald und Kluft."

Dort auf dem grünen Feldrain sitzen mehrere Knabe« und legen die letzte Hand an ihren Drachen. Sorgfältig haben sie daheim das Gestell zusammengefügt und mit Papier überzogen. Ein gefährliches Gesicht wurde darauf gemalt. Dann galt es, dieWage" zu machen, den Doppel- I faden, an dem der Drache im Gleichgewicht hängen muß. Sorgsam wurden beide Seiten abgewogen, die Ohrenauasten mußten das Gleichgewicht Herstellen helfen. Hierauf wurde I der Schwanz aus Streifen bunten Papieres geknüpft und oft auf seine Schwere geprüft. Endlich holte man beim I Seiler einige Rollen Bindfaden, nicht zu stark, sonst ist er ZU schwer, nicht zu schwach, sonst bestärkt er den Drachen in seinen Fluchtgedanken ja, ja, es muß auch beim Kinderspielzeug viel erwogen werden! Nun sitzen sie hier und wickeln den Faden auf eine hölzerne Winde, um ih» rascher ab- und aufrollen zu können, befestigen ihn an der Wage, und nun kann es losgehen. Dem Winde zieht man entgegen, einer der kräftigsten Knaben wirft denSegler der Lüfte" auf, und kopfschüttelnd, schwanzwedelnd, steigt er langsam, aber stetig empor, bis er endlich, dem Auge kaum noch sichtbar, still in der Höhesteht", wo er nur durch die Bewegung des langen Schweifes von dem Winde Kunde giebt, der da oben weht. Dann sitzen die Knaben still auf dem Raine nieder, blicken stumm auf das Werk ihrer Hände, das da oben in so unendlich scheinender Ferne schwebt, frei wie der Vogel in der Luft, und doch zugleich gefesselt und machtlos, unterthan der Gewalt der kleinen Menschenkinder. Was der Drache da oben wohl zu er- zählen wüßte, wenn sein Mund reden, seine Augen sehe« konnten! Oft freilich nimmt die Drachenherrlichkeit ein jähes Ende. Da ist einer, der auf keinen Fall gehorche» will. Gleich dem wilden, ungezähmten Renner bäumt und schüttelt er sich, und wirft sich endlich mit Geräusch zur Erde nieder und - bricht in Stücke oder zerreißt in Fetzen. Nicht minder schlimm ist es, wenn ein Drache so lange an seiner Fessel zerrt, bis er sich ihr entrissen hat, und nu» das Weite sucht - wo soll der enttäuschte Knabe ihn finden? In beiden Fällen giebt es nur ein Mittel einen neue» bauen! Laßt die Jungen draußen spielen, das Drachen­steigen, es ist noch ein so schönes Stück Poesie der Kindheit und ein stilles, schönes Vergnügen.

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Empfang. Se. König!. Hoheit der Groß Herzog empfingen am 4. Oktober u. a. den Oberleutnant de Rainville vom Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, Adjutant beim Landwehr­bezirk II Darmstadt, den Professor Dr. Netto, Rektor der Landesuniversität Gießen, den Oberförster Schneider von Treis a. d. Lda.

Militärdienstnachricht. Prinz Diether zu Ysen- burg und Büdingen, in der Armee, und zwar als Leutnant ä la suite des 1. Großherzoglich Hess. Jnfanterie- (Leibgarde-)Regts. Nr. 115, mit Vorbehalt der Patentierung angestellt. a

** Das Gießener Brauhaus (Inh. Ad. Denninghoff) erhielt am Dienstag einen 9 Meter langen, 2,40 Meter hohen, 80 Pferdekräfte gebenden Dampfkessel. Das Gewicht des Kolosses beträgt 450 Zentner und ist von der Firma Gebrüder Luhn in Haspe i. W. bezogen. Acht Pferdevorspann waren zum Transport des Ungetüms not­wendig.

* Netter Neberschuß. Das 24. Mittelrheinische Kreisturnfest, welches im August in Wiesbaden ge­feiert wurde, hat einen Neberschuß von rund 1 7,000 Mk.

Ausland.

Palermo, 4. Oktober. Anläßlich des 80. Geburts­tages Crispis ist die Stadt beflaggt. Aus ganz Sizilien und vom italienischen Kontinent treffen Glückwunschtele- I gramme ein. In vielen Städten und Ortschaften wird der Tag mit Festreden, Banketten, Konzerten und Illuminationen gefeiert. König Humbert sandte ein Glückwunschtele­gramm, worin er an die mutigen Dienste, die Crispi der Sache der Freiheit und der Unabhängigkeit Italiens ge­leistet, erinnerte und seine ausdauernde Hingabe an die nationale Sache, sowie seine warme Anhänglichkeit an den König hervorhob. Auch die Königin telegraphierte an Crispi und sprach ihm Glückwünsche aus. Kaiser Wilhelm sandte folgendes Glückwunschtelegramm:

Mil aufrichtiger Freude ergreife ich die Gelegenheit, welche mir der Geburtstag, den Eure Exzellenz heute feiert, darbtetet, um Ahnen meine besten Glückwünsche- zu fenden. Ich nehme lebhaften Anteil an Meter Feier, welche Ihrer langen, glänzenden Laufbahn besonderen Glanz verleiht. Seren Sie überzeugt, daß ich niemals die wertvolle Mitarbeit vergessen werde, welche Euer Excellenz dem Friedenswerke gewidmet yaben, das die Interessen Italiens und Deutschlands eng verknüpft.

Die Thatsache, daß Kaiser Wilhelm Crispi beglück­wünschte, hat in politischen Kreisen einen großen Eindruck gemacht. Man erblickt darin den Beweis, daß der Kaiser an der gegenwärtigen Handels- und Vertrags­politik, die unter Crispi inauguriert wurde, festhält. Die Crispiner gehen noch weiter und glauben, das Telegramm bedeute Crispis baldige Rückkehr zur Macht.

Paris, 4. Oktober. Die Kommission des Staats­gerichts Hofes lud das Kassationshofs-Mitglied Melcot vor, welcher eine Kenntnis der Thatumstände besitzt, unter denen der Versailler Richter Grosjean, der intime Freund Beaurepaires, am Morgen vor dem Leichenbegängnisse Faures die Gefangennahme Loubets und der wichtigsten Parlamentarier ins Werk zu setzen beabsichtigte.

Amsterdam, 4. Oktober. Die Regierungspresse warnt die Niederländer vor dem Eintritt in den Dienst Transvaals, da Holland aus Gründen seiner eigenen , Sicherheit neutral bleiben müsse.

Madrid, 4. Oktober. Der Hof kehrt gegen den 10. Oktober nach Madrid zurück. Gegen den 10. November erfolgt die Wiedereinberufung der Cortes. Heute wird der russische Minister des Auswärtigen, Graf Murawiew im Schlosse Miramar mit der Königin speisen und darauf mit Silvela eine lange Unterredung haben. 1

Deutsches Keich.

Berlin, 5. Oktober. (Telegr. d.G. A.") Der Kaiser trifft, wie demBerliner Tageblatt" aus London gemeldet ivird, am 20. November nachmittags auf Schloß Windsor ein. Er landet in Port Viktoria Shoerneß und reist direkt mittelst Sonderzuges nach Windsor ab, wo er bis zum 27. November verbleibt. Sodann reist der Kaiser nach Sandringham, wo er dem Prinzen von Wales einen Besuch abstattet. Der Besuch des Kaisers wird ohne Ceremoniell als Privatbesuch behandelt.

Berlin, 4. Oktober. Der Landtags-Abgeordnete Regierungs-Präsident z. D. von Colmar erklärt in einem offenen Briefe, daß er sein Mandat beibe­halten werde.

Wie derBerliner Börsenztg." gemeldet wird, steht es fest, daß eine katholische Fakultät an der Straßburger Uni» verfität errichtet wird. Der Plan wird folgendermaßen be­gründet:Die eingeborene katholische Geistlichkeit blieb bis­lang dem Deutschtum fremd. Viele Abbss haben deutsche Schulen überhaupt nicht besucht, wie z. B. WetterlL in Colmar, der auf einem französischen Lyceum seine Vorbildung genoß und bann in Innsbruck und Salamanca Theologie studierte. Daß bei diesen Leuten auch jede Verbindungs­brücke, die zum Deutschtum hinüberführen könnte, fehlt, braucht nicht erst bewiesen zu werden. Durch die Schaffung einer katholischen Fakultät an der Straßburger Universität wird sich ohne weitere Beihilfe und ganz von selbst der persönliche Verkehr mit Altersgenossen anderer Fakultäten anbahnen, und es werden Beziehungen geschaffen werden, die auf die nationale Geistesrichtung der Theologen im Sinn des Deutschtums von entscheidendem Einfluß sein werden. Selbstverständlich wird mit der Errichtung einer katholisch- theologischen Fakultät in Straßburg auch das Maturitäts- Examen und der mehrjährige Besuch eines deutschen Gym­nasiums im Reichslande obligatorisch werden. Bisher haben die jungen katholischen Theologen im Reichslande eine Maturitätsprüfung nicht abzulegen."

Aus dem Großherzogtum Weimar wird der H^rft. Ztg." geschrieben: Der neue Kurs unter Herrn von Wurmb als Minister des Innern hat es fertig gebracht, daß 20 am letzten Samstag anberaumte sozialdemo- kratische Versammlungen mit dem Thema:Ist die Sozialdemokratie im Großherzogtum politisch rechtlos?" v^boten worden sind. Da auch mehrere rein gewerk- «r Versammlungen in den letzten Wochen dem

Verbot verfallen sind, so will der sozialdemokratische Reichs­tagsabgeordnete für Weimar, Baudert, dies im Reichstag zur Sprache bringen, da durch diese Dersammlungs- v-rbott d-n Arbeitern ,m Großherzogtum das reichsgesetzlich durch die Gewerbeordnung gewährleistete Koalitionsrcchi ge­nommen seu Aus Weimar wird dazu heul- nachgemeldet: In einer Minister-Konferenz unter dem Vorsitz des Großherzogs wurde beschlossen, die Bekämpfung der sozialistischen Agitation im Großherzogtum auszunehmen. Verbürgten Nachrichten zufolge steht die Ein­bringung eines neuen VereinSgesctzes nach preu- ßischem Muster im Landtage bevor.

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