Vermischtes
sie eine neue Vorlage einbringe, welche nicht das allgemeine z ......... Wahlrecht enthält, werde sofort der Ausstand im Kohlen- I daß die oft recht langen Tunnel auf der Strecke Göttingen' kecken von Mons erklärt werden. Beernaert kehrt heute Bebra nicht erleuchtet sind. Die langen Fahrten durch stock- vom Haag zurück nach Brüssel. Es heißt, daß der König, " - '
falls im Laufe der Woche keine Einigung der Parteien überein neues Wahlgesetz erzielt werde, die Kammer aufzulösen, und das Land zu befragen gedenke. Man nimmt an, daß General Brialmont bei dieser Gelegenheit einen Aufruf zugunsten der allgemeinen Wehrpflicht erlassen werde.
Lüttich zogen am Sonntag 200 Bürgergardisten nach der Parade singend und die Gewehrkolben schwingend in ein Versammlungslokal der Sozialisten. Mehrere Bürgergardisten tadelten dort die Wahlvorlage der Regierung und forderten dazu auf, die Agitation gegen diese Vorlage fortzusetzen. In Alost mußte die Polizei scharf einschreiten. In Mons beschloß eine Versammlung, wenn die Regierung am Dienstag die Wahlvorlage nicht zurückziehe, oder wenn
* Ganz reizende Momentbilder aus dem Leben der gefiederten Welt läßt soeben die Liebig's Fleisch-Extrakt-Kom- pagnie erscheinen. DieMotive dazu bietet ausschließlich dieMcise. Wir sehen auf diesen Bildern unsere nützlichen kleinen Raupenfresser bei der Mahlzeit, beim Nestbau, bei der Jungenpflege, auf dem Herbstzuge und in der Not des Winters. Die hübschen beigefügten Berschen werden besonders das Kindergemüt ansprechen, während das auf jedem Bilde sichtbare Töpfchen mit Liebig's Fleisch-Extrakt wohl die Aufmerksamkeit der Mama und Hausfrau beansprucht. Seine Echtheit ist kenntlich an dem Namenszug in blauer Schrift „I. v. Liebig".
finstere Nacht sind für das reisende Publikum überhaupt sehr unangenehm, für die Damen sind sie geradezu beängstigend und geeignet, Erstickungsanfälle zu veranlassen. Welch grauenhafter Gedanke ist es, daß in dieser Finsternis ein Unfall sich ereignen könnte? Und ist ein Eisenbahnunfall nicht ebenso gut in einem Tunnel, als auf der übrigen Strecke möglich? Kann nicht auch hier, in der Finsternis eines Tunnels, ebenso gut ein Radreifen springen, eine Achse brechen oder eine Entgleisung stattfinden? Ein Unfall im Tunnel ist doppelt so schrecklich, als am lichten Tage. Der Gedanke daran ruft allein schon bei dem reisenden Publikum die unangenehmsten Empfindungen wach. Was bedeuten dem gegenüber die geringen Kosten der Beleuchtung sämtlicher längeren Tunnels!
I * Internationale Frauenkongreß in London. Die Ab- I Teilung für Erziehungsfragen ist vom Kindergarten bis zur Universität vorgerückt, und in der großen Halle zu W est-
I m in ft er wurde über die Verhältnisse berichtet, unter denen I die Frauen in den verschiedenen Teilen der Welt zum Hochschulstudium zugelassen werden, während in anderen Räumen erzählt wurde, was die Frauen in den verschiedenen Gebieten der Wissenschaft geleistet haben. Es wurde gezeigt, daß von Milch- und Fleischuntersuchungen bis zur Förderung der Astronomie allüberall der Frau besondere Aufgaben zugewiesen seien. Der populärste Teil des Programms war ohne Zweifel die Versammlung, in der die Bühne
! als Arbeitsfeld der Frau besprochen wurde, und zwar von mehreren der ersten Schauspielerinnen Englands. Mrs. Kendal war für den sozialen'Fortschritt der Schauspielerinnen im allgemeinen sehr dankbar, wußte aber über die praktische Frage der Berufswahl wenig mehr zu sagen, als daß der Erfolg auf der Bühne von gar vielen Vorbedingungen abhänge. Miß Genevieve Ward benannte als solche Vorbedingungen den Besitz vollkommener körperlicher und geistiger Gesundheit und ein vorteilhaftes Aussehen. Als weitere erforderliche Eigenschaften hob sie das gute Gedächtnis, ein frohes Gemüt und neben ausdauernder Arbeitskraft den Mangel an Nervosität hervor. Die bloße Schönheit habe zwar oft nur kurzlebige Triumphe auf der Bühne zu verzeichnen, aber eine äußerlich unansehnliche Frau überhaupt keine, es sei denn, daß sie mit eigentlichem Genie begabt i sei. Im übrigen gebe es bei allen Nachteilen und Mühen kein anderes Gebiet, in dem die Frau so viele Erfolge vor - .
sich habe, wie gerade die Bühne. Unter den folgenden ^nd der erste Mensch, der mir das gesagt hat, und es ergreift
Vorträgen machte ein solcher von Fräulein Nina Mardon, " ” ' ' '
einer jungen deutschen Schauspielerin, einen besonders angenehmen Eindruck auf die Versammlung, und diejenigen Damen, die sich weniger für den in geläufigem Englisch vorgetragenen Inhalt der Ansprache interessierten, fanden an der vorteilhaften Erscheinung der Rednerin hinlänglichen Gesprächsstoff. Fräulein Mardon beklagte, daß in Deutschland die Schauspielerinnen weit weniger günstig behandelt werden als ihre männlichen Kollegen und namentlich auch schlechter bezahlt. Weitere Erörterungen über Probleme der Rechtsungleichheit der beiden Geschlechter, das Klubleben für Frauen u. a. m. fanden in besonderen Sälen statt, während eine Massenversammlung in der riesigen „Queens Hall" abends die Verleihung des Stimmrechts an die Frauen als Forderung aufstellte.
Budapest, 3. Juli. Der hier eingetroffene Gras Thun hatte mit Koloman Szell eine Konferenz. Es handelte sich dabei um die Feststellung der Details der demnächst in Kraft tretenden Ausgleichs-Vorlage, welche die kaiserliche Sanktion bereits erhalten haben soll.
Belgien. Wie gemeldet, erklärten am Samstag die Bürgermeister in Brüssel, Antwerpen, Lüttich und Gent vor dem Konfg, sie könnten nicht mehr für die Aufrechterhaltung der Ordnung einstehen, wenn das Ministerium die Wahlvorlage nicht zurückziehe. Am Sonntag äußerte sich die Volksbewegung in einer Reihe von Städten wieder stärker, meist aber doch so, daß die Polizei sich nicht ein- mffchte. Es scheint, daß sie nur bei schwerer Bedrohung des Friedens dazu schreitet. Ein Auflauf der Sozialisten im Brüffeler Stadtpark, wobei die Militärkapelle sich entfernte, wurde nicht gehindert; ebenso wenig Schmähver-
mich tief, weil gerade ähnliche Ideen mir vorgeschwebt haben, als ich ans Werk ging.
* Verkehrswesen. Man schreibt: Eine unverantwortliche Sparsamkeit des Eisenbahn-Fiskus ist es.
Postenhaus und versuchten das Feuer zu löschen. Auf Veranlassung des Maschinenwärters eilte eine Militär-Patrouille herbei, worauf die Ausständischen flohen. Der Regierungs- Prüstdent von Münster ist in Recklinghausen eingetroffen. Sonst ist alles ruhig. Auf allen Zechen sind mehr Bergleute angefahren, als in den verflossenen Tagen, sowohl in Herne wie auch in Recklinghausen, sodaß der Ausstand als gebrochen gilt.
Berlin, 3. Juli. Zur Frage der Auflösung des Abgeordnetenhauses schreibt ein Berichterstatter: Wir können auf das bestimmteste versichern, daß, selbst wenn die Kanalvorlage abgelehnt werden sollte, bisher eine Auflösung des Landtags nicht in Betracht gezogen worden ist und aller Voraussicht nach auch nicht in Frage kommen wird. In der Presse werden auch die Gerüchte einer kommenden oder gar schon bestehenden Ministerkrisis allzu sehr aufgebauscht, ja man geht sogar in kühnem Fluge der Phantasie soweit, bereits Namen von Kandidaten für angeblich in Erledigung kommende Ministerposten in die Oeffentlichkeit zu lancieren. So wird in einem Sensationsblatte Freiherr von Zedlitz, der Führer der Freikonservativen im Abgeordnetenhause, als Nachfolger Dr. von Miquels genannt. Nach unseren Informationen, bemerkt dazu die „T. R.", sind alle diese i Meldungen Produkte der gespannten politischen Lage, aber deshalb nicht glaubwürdiger. Wir verweisen sie in den Bereich der Fabel und Legende.
— lieber die Audienz des Fürsten Bismarck beim Kaiser werden merkwürdiger Weise ganz widersprechende Nachrichten verbreitet. Während die dem Fürsten doch nahestehende „Hamb. Nachr." sich telegraphieren lassen, der Fürst sei wieder abgereist, ohne überhaupt mit dem I Kaiser zusammengetroffen zu sein, — während ferner der I offizielle Bericht nichts von der Audienz meldet, wissen andere I Blätter sogar mit Bestimmtheit von einer langen Unter- I redung zu melden, die der Kaiser mit dem Fürsten in I Travemünde gehabt habe. Ueber den Inhalt dieser Unter- I redung lassen sich natürlich nur Vermutungen aufstellen. I Erzählt wird, dem Fürsten sei der Botschafterposten in I Washington angeboten worden, den er aber aus verschiedenen I Rücksichten habe ablehnen müssen. Andere dagegen behaupten, es seien überhaupt nicht politische Dinge zwischen dem Kaiser und dem Fürsten besprochen worden.
— Die feierliche Enthüllung des Bismarck- I Turmes an der Rottmannshöhe am Starnberger See fand I Samstag in Gegenwart des Ministerpräsidenten, Staats- I ' Ministers Frhrn v. Crailsheim als Vertreter des Prinz- I rezenten statt. Um das Denkmal hatten die Studentenschaft I und Veteranenvereine Aufstellung genommen, während den I Platz davor die Minister, sowie zahlreiche geladene Persön- I lichtesten, Professoren, Künstler, Offiziere füllten. Nach dem Vortrage einer von Paul Heyse gedichteten Hymne hielt Freiherr v. Pechmann die Weiherede. Hierauf übergab I Professor v. Lenbach im Namen des Bismarck-Vereins das I Denkmal der Stadt München, als deren Vertreter Bürger- I meister v. Borscht es mit dem Gelöbnis übernahm, es für I ewige Zeiten in Ehren zu halten.
— Zurückgewiesene Bismarck-Ehrung. Die Frauen Hamburgs hatten einen prachtvollen, künstlerisch I ausgeführten großen Silberkranz für das Mausoleum Bis- I marcks in Friedrichsruh gestiftet. Die Annahme dieses Kranzes hat Fürst Herbert Bismarck verweigert. Zur Auf- I klärung dieser Ablehnung teilt der betreffende Ausschuß folgendes mit: „Da einer späteren Bestimmung zufolge im I Mausoleum zu Friedrichsruh keine Widmungskränze zuge- I lassen werden sollen, haben die Damen des Komitees beschlossen, den Kranz einstweilen im Rathause unterzubringen, I bis der Bau des geplanten Museums in Friedrichsruh fertiggestellt sein wird.
— In Deutsch-Ostafrika ist eine Gewerbesteuer emgeführt worden, die in sieben Klassen mit Jahresbeträaen von 360, 240, 120, 60, 12 und 6 Rupien erhoben wird. Jedes selbständige Handelsgeschäft unterliegt der Steuer, desgleichen Kolonialgesellschaften, Plantagenunternehmer, Gastwirte, Hausierer, Höker, Ausrufer, Makler und Auktionatoren. Einstweilen gelten die Bestimmungen nur für das Küstergebiet und für die Landschaften Handel' und Bonder und das Rufiyi-Delta, soweit dieses für Handelsfahrzeuge zugänglich ist.
* Nömerfunde in Stockstadt. Man schreibt der Frkf. Ztg. aus Aschaffenburg vom 28. Juni: Auf dem beschränkten Raum bei dem Klärbassin der Zellstofffabrik in Stockstadt,
zu einer Beratung zusammen, um die Sachlage zu besprechen.
* Seewesen. Der „Norddeutsche Lloyd" beschloß den Bau eines neuen Doppelschrauben-Schnelldampfers von 23 bis 24 Knoten Schnelligkeit für den Dienst Bremen New-Jork. Die Ausführung soll einer deutschen Werft übertragen werden.
* Das Jubiläum des Weltpostvereins. Im kommenden September werden 25 Jahre verflossen sein, daß inBernder Weltpostverein beschlossen und begründet wurde. An dieses Ereignis knüpft sich folgende, weniger bekannt gewordene Aeußerung der ersten deutschen Kaiserin Augusta. In den ersten Tagen des Juli 1874 nahm Staatssekretär von Stephan an einer Mittagstafel bei Kaiser Wilhelm und der Kaiserin Augusta im Schloß zu Koblenz teil. Die Kaiserin äußerte zu Stephan den über kurz vorher gegründeten Weltpostverein: „Sehen Sie, es ist ja nicht das, daß hier für alle Länder der Erde ein billiges und gleichmäßiges Porto hergestellt ist, das ist an sich gewiß sehr gut für die Schiffsrhcder, die Kaufleute, die Bankiers, wie für die Gelehrten, die Schriftsteller, die Zeitungen und selbstverständlich auch für die Familien, aber es ist nicht die Hauptsache. Diese liegt darin, daß die verschiedenen Völker hier an eine gemeinsame, übereinstimmendeThätigkeit gewöhnt werden, an das ständige Bewußtsein eines ihnen allen gemeinschaftlichen Interessengebietes, an die freiwillige Unterwerfung unter ein gemeinsames Gesetz und an das Arbeiten nach einer großen, alle umfassenden Organisation; darin liegt der fruchtbarste Keim und die Saat für die Zukunft." Stephan war überrascht und, wie er später äußerte, so ergriffen, daß^er der Kaiserin erwiderte: „Eure Majestät
* Allerlei Erinnerungen an Johann Strauß veröffentlicht die „N. Fr. Pr." Strauß machte hier und da sehr ergötzliche Streiche. So kam ihm einmal von Südtirol von einem Dilettanten das Anerbieten, einen von diesem „komponierten" Marsch „herzurichten". Der Dilettant erkundigte sich — als schriebe er irgend einem Geschäftsmanne — was die Arbeit koste. Strauß, der gerade guter Laune war, schrieb zurück, er bekomme für derlei Redaktions-Arbeiten per Takt 5 Kr. und, wenn eine größere „Reminiscenz" auszumerzen sei, außerdem 50 Kr. Er glaubte damit die Sache abgeschlossen. Bald kam aber der Marsch samt einem Brief mit 5 Gulden 50 Kr. Der Marsch zählte 100 Takte; der „Autor" hatte also die Taxe richtig erlegt und auf eine zu beseitigende „Reminiscenz" gerechnet. Als Zusatz
stand noch dabei: „Ich hoffe, daß nun etwas ordentliches d'raus wird!" — Vor der ersten Aufführung der Oper „Die Rantzau" in der Hofoper kam Regisseur Stoll als Abgesandter des Direktors Jahn zu Strauß mit der Bitte, der Meister möge gestatten, daß zu der Novität das Ballet aus Strauß' Oper „Ritter Pazman" gegeben werde. Strauß willfahrte diesem Wunsche nicht, obwohl man ihm die Artigkeit sagte, daß man das Ballet als Halt für die etwas schwach befundene Novität „Rantzau" brauche. Nachdem Regisseur Stoll sich entfernt hatte, meinte Strauß ganz zutreffend: „Wenn mein Ballet gut genug ist, eine andere Oper zu halten, dann ist es ja auch gut genug, bei meiner Oper diesen Dienst zu versehen!" — Vom Alter hörte Strauß nicht gerne reden und vermied es, dieses Thema zu berühren. Als er einmal in einer Gesellschaft, in der von einem Künstler die Rede war, eine Dame nach dem Alter desselben fragte, erwiderte sie, da sie die Eigentümlichkeit des Meisters kannte: „Er ist noch ein junger Mann — 65 Jahre alt." Als die Zeitungen von semem 73. Geburtstage Notiz nahmen, war er sehr verstimmt und äußerte zu einem glückwünschenden Besucher, der bei ihm erschien: „Man hat mir etwas Furchtbares angethan. Als ich heute früh erwachte und die Zeitung zur Hand nahm, las ich, daß ich 73 Jahre alt sei. Das hat mir einen „Nenner" gegeben, denn das ganze Jahr denkt man nicht daran, wie alt man ist, und nun steht es schrecklich wahr vor einem gedruckt."
* Für die Besucher der Allgemeinen Deutschen Sport- Ausstellung München 1899 sind zufolge Allerhöchster Genehmigung nachstehende Fahrpreisermäßigungen auf den k. b. Staatseisenbahnen und den bayerischen Strecken der Lokalbahn-Aktien-Gesellschaft in München zugestanden morgen: 1. Die Giltigkeitsdauer der Rückfahrkarten nach München C.-Bhf. und O.-Bhf. wird für die Aussteller und deren Personal auf 30 Tage verlängert. 2. Für Arbeiter bedeutender Fabriken und gewerblicher Anstalten, die in größerer Zahl (mindestens 30) die Ausstellung besuchen, wird bei gemeinschaftlicher Hin- und Rückfahrt die Beförderung nach München C.-Bhf. und O.-Bhf. und zurück auf einfache Fahrkarten III. Klasse gewährt. 3. Für Gewerbevereine u. dgl. können bei einer Teilnehmerzahl von mindestens 200 Personen zum Besuche der Ausstellung Sonderzüge gestellt werden. Die für die Hinfahrt gelöste Fahrkarte III. Klasse berechtigt zur taxfreien Rückfahrt, auch einzeln, innerhalb 10 Tagen. 4. Während der Dauer der Ausstellung werden von Samstag, den 8. Juli ab an jedem Samstage und Sonntage Fahrkarten nach München C.-Bhf. oder O.-Bhf. ausgegeben, die zur freien Rückfahrt innerhalb 10 Tagen berechtigen, wenn sie in der Ausstellung abgestempelt worden sind. Bei Lösung der Fahrkarten am Schalter find ausdrücklich „Ausstellungskarten" zu verlangen Wegen Gewährung gleicher Begünstigungen- sind auch an die Verwaltungen der Übrigen deutschen Eisenbahnen Gesuche gerichtet worden. ’
Ausland.
SBicn, 3. Juli. Der Kaiser, der sich jetzt völlig wohl befindet, ist heute früh nach Ischl abgereist.
Brünn, 3. Juli. Hier und in der Umgebung ist ein allgemeiner M a u r e r st r e i k ausgebrochen. Die streikenden Maurer verlangen eine Lohnerhöhung.
Mohacs, 3. Juli. Hier herrscht ein furchtbares Unwetter mit Hagelschlag, welches die Saaten vollständig vernichtet hat. Auch aus den benachbarten Komitaten werden Saatenverwüstungen gemeldet.
Valenzm, 3. Juli. Am Samstag erzwangen Pöbelhaufen durch Aufreißen der Straßenbahnschienen die Einstellung des gesamten Trambahn-Verkehrs Der Tumult war so groß, daß die Läden, Cafös, Theater, das Schlachthaus, die Markthalle und die Fabriken geschlossen werden mußten. Als dann die Gendarmerie und Polizei erschien, wurden sie mit einem Steinhagel empfangen Auch das zur Hilfe requirierte Militär wurde angegriffen und mußte von der Schußwaffe Gebrauch machen. Es wurden zahlreiche Personen verwundet. Ob auch Tote zu verzeichnen finb, ist bis jetzt nicht bekannt. Die Aufrührer wollten auch noch em Kloster angreifen und dasselbe in sammlungen vor klerikalen ZeitungsredaktionenSÄen I Senbarmeri^'baran^ bcr
mug d,e Haltung der Burgergardisten Hervorrusen. In > wurden vorgenommen. Qu bet trakn He ®en "rak


