Ausgabe 
5.5.1899 Erstes Blatt
 
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Amtm

Berlin, 3. Mai. Der Postzeitungstarif ist heute von der Kommission des Reichstages unter Ablehnung der Prinzipien der Berücksichtigung des Bezugspreises nach dem System der Regierungsvorlage, jedoch mit veränderten Sätzen, rn erster Lesung festgestellt worden.

Berlin, 3. Mai. Die Mitteilung von einem Kom­promiß bezüglich der Kanal-Vorlage, das in der Kommission bevorstehen sollte, wird nunmehr von einem konservativen Mitgliede der Kanal-Kommission, dem Ab­geordneten v. Pappenheim, als unbegründet erklärt.

Berlin, 3. Mai. Die gestrige Sitzung des StaatS- ministeriums dauerte von 3 bis 8 Uhr. Außer den Ministern nahm auch Staatssekretär v. Podbielski an derselben Teil.

* Arrszeichnrrung. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht, am 28. März de» Feldgeschworenen Jakob Schäfer IV. zu Sprendlingen das Allgememe Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für 50jährige treue Dienste" zu verleihen.

** Ernannt wurden die Regierungsbauführer Otto Berth aus Darmstadt und Ludwig Pfaff aus Huy (Belgien) zu Regierungsbaumeistern.

! ** Dilettanten'Auffuhruug des TheaterVereinS. Die

1 Bretter, die die Welt bedeuten, gleichen dem Magnete, unterscheiden sich von diesem aber doch recht wesentlich. Während der Magnet nur verwandte Metalle anzieht, thu» es die Bretter allen Männlein und Weiblein gleichzeitig a», und gerade denen am meisten, die der Bühne am fernsten stehen. Daß darum nun auch alle Berufene wären, "w ich nicht zu behaupten, spreche aber auch das Gegenteil nicht aus; der Erfolg hat Beweiskraft, und der ist de« Dilettanten-Aufführungen ja stets treu geblieben. Das oben Gesagte bezieht sich natürlich nicht, wenigstens nicht, soweit cs sich um Zweifel handelt, auf die gestrige Auf­führung, hier kommen Anwesende in Betracht, und die sind ja stets ausgeschlossen. Die Darsteller standen gestern, nun sagen wir es offen, unter dem Eindruck der heutzutage alles beherrschenden Konkurrenz; jede der drei Gruppen war sichtlich bemüht, für sich die Palme zu erringen. Wir werden uns nun aber wohl hüten, in diesem edlen Wett­streit den Paris zu gewissenhaft zu kopieren, wir schneide« unfern Apfel in drei gleiche Teile und glauben damit das Richtige getroffen zu haben. Mozarts OperBastien und Bastienne" die den Abend eröffnete, giebt den Darstellern reiche Gelegenheit, ihr Können zu zeigen, und haben diese, zumal stimmlich, ganz respektableLeistungengeboten; aufdas prächtige Stimmmaterial darf so mancher Berufssänger neidisch sein. Gruppe 2 und 3 hatten sich das LustspielOffiziere und Juristen", sowie das GenrebildElzevier" erwählt, der litterarische Wert tritt hier sehr in den Hinter­grund, desto mehr bietet er den Darstellern Gelegenheit, die Lachmuskeln der Zuhörer in Bewegung zu setzen. Bon diese« Recht haben denn auch unsere Künstler mit Geschick und Geschmack ausgiebigen Gebrauch gemacht. Verdient gemacht haben sich um den Erfolg auch die Herren Regiffeure, ganz

I wurde, tote erwähnt, an viele» Stelle» von erregten Zwischen­rufen der Tschechen unterbrochen. So rief Dr. Schil: »Die Deutschen protegiert man, die Tschechen unterdrückt man!" Breznowsky schrie:Der Bezirkshauptmann hätte etngesperrt werden sollen, er ist ja preußisch" u. s. w. Schließlich wurde die Antwort unter großem Lärm zur Kenntnis genommen. In dem weiteren Verlaufe der Sitzung I griff der radikale Tscheche Dr. Baxa den Statthalter und dte Behörden in heftigster Weise an, wobei er u. a. sagte, daß die Justiz und die politische Verwaltung in Böhmen, insbesondere aber jene, die an der Spitze ständen, wert seien, daß man sie anspucke (!) Als Antwort auf die Rede Herolds im Landtage hat übrigens die Stadtvertretung von Eger eine Kundgebung beschlossen, in welcher sie über die m der Landtagssitzung vom 29. April gegen Eger geschleuderten Vorwürfe und Beschimpfungen die größte Entrüstung und Verachtung ausdrückt und erklärt, jeder weiteren Planmäßigen Herausforderung der deutschen Bevölkerung von Eger ent- schteden^entgegenzutreten.

Brünn, 3. Mai. Die strikenden Textilarbeiter ! veranstalten seit heute früh vor den Fabriken Demonstra- ttonen. Da die Situation mittags einen bedrohlichen Charakter annahm, rückten Dragoner aus, um die Straßen zu versperren.

Agram, 3. Mai. Im Auftrage des Kriegsministeriums beschlagnahmte die Polizei zahlreiche im Nachlaß des verstorbenen Grafen Nugent befindliche Korrespondenzen I und Dokumente, weil dieselben Staatsgeheimnisse ent- I hielten. I

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r3 ^ai- Staatssekretär v. Bülow erhielt anläßlich seines heutigen 50jährigen Geburtstages vom Kaiser als Geschenk ein silbernes Schreibzeug, welches den Namenszug des Kaisers trägt.

, . d^lm, 3. Mai. Im Abgeordnetenhause widmete heute Präsident v. K r ö ch e r dem verstorbenen früheren Präsidenten des Reichsgerichts, Dr. Eduard v. Simson einen warmen Nachruf. Sodann wurde in die Taqes- oronung eingetreten und der Gesetzentwurf betreffend die Bullenhaltung in der Provinz Sachsen in dritter Lesung debattelos angenommen. Alsdann folgte die Fortsetzung der Beratting des Kommissionsberichtes über den Antrag Gamp und Genossen betreffend Maßregeln gegen die in der Land- ^^lfchaft herrschende Arbeiternot. Nächste Sitzung Montag den 8 Mm. Tagesordnung: Staatsvertrag zwischen Bremen und Preußen betreffend die Weser-Kanalisierung und das Bolksschullehrer-Relikten-Gesetz.

. Der erste Gottesdienst auf derDormition j

in J e rusa le m hat am vergangenen Sonntag stattgefunden, und zwar unter Teilnahme der dort weilenden deutschen Pilgerkarawane, die kürzlich von München abgegangen ist.

- Marinenachrichten. Der Stapellauf des auf der Germaniawerft im Bau befindlichen Linienschiffes ..Er­satz König Wilhelm" wird durch den Brand von Sonnabend keine Verzögerung erleiden. Er wird vielmehr, wie früher in Aussicht genommen, Ende Mai stattfinden.

Leichenfeierlichkeiten für Eduard v. Simson. Freitag abend wird in der Wohnung des ver­storbenen Reichsgerichts-Präsidenten eine Gedenkfeier statt- jinbcn, an der sich ausschließlich die näheren Verwandten I -^"gen. Die öffentliche Trauerfeier erfolgt Sonnabend mittag 12 Uhr in derNeuen Kirche" am Gendarmenmarkt. Die Beisetzung findet aus dem Jerusalemer Kirchhof in der Bellealliancestraße statt. I

3 Millionen Pfnnd, wovon Beit 500000, Rbvdes 20nn. und andre 500000 verbürgen. Nunmehr veranstalt, Betschuanalandbahn, die künftig Rhodesia-Bahn heiß/ 1 Ausgabe von 3 Millionen vierprozentiger Schuld» fmrpthiinnpn ynpTrfip unti Sav __k rr ? .

Lokales und Provinzielles.

I Gießen, 4. Mai 1899.

I ** ^"^°chrlchten - Ernennungen, Beförderung» », I Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller I gftadigst geruht, am 3. Mai den ständigen juristischem I Htlfsarbeiter bei dem Ministerium der Finanzen, Reaie' ^srat vr Ferdinand Rohde, zum vortragendeu Rat bei dem Ministerium der Finanzen, Abteilung für Eisenbchu- I jyeicn' mit dem AmtstitelOberfinanzrat" zu ernenn» dem kontrollierenden Beamten bei der Hessischen Ludwig Eisenbahn-Gesellschaft i. P. Finanzrat Karl Planz der Charakter alsGeheimer Finanzrat" zu verleihen; b» Baumspektor des Hochbauamts Mainz, Baurat Reinhart Grimm, in gleicher Diensteigenschaft an das Hochbauami Darmstadt, den Baumspektor des Hochbauamts Bensheia Baurat Gustav Neuling, in gleicher Diensteigenschaft ax Das Hochbauamt Mainz zu versetzen; den Sekretär bet Abteilung für Bauwesen des Ministeriums der Finanzci

| Baumspektor Adam Paul zu Darmstadt, zum Bauinspeklvr 1 des Hochbauamts Bensheim, den Bauaffessor Heinrich Wagner aus Stuttgart zum Sekretär der Abteilung für Bauwesen des Ministeriums der Finanzen unter Verleihung des Titels und Ranges eines Bauinspektors zu ernennen, den Bauassessoren Burkhard Kaibel aus Osthofen, Wil- Helm Becker aus Darmstadt, August Becker aus Darm­stadt den Titel und Rang eines Bauinspektors zu verleihe«.

* Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 29. April l. Js. dem Rentamtmann des Rentamts Groß-Umstadt, Domänenrat Wilhelm Warthorst, aus Anlaß seines fünfzigjährigen Dienstjubiläums die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütige« zu verleihen.

Rom, 3. Mai. Mit einer überaus langen Erklärung, worin die Okkupation der Sanmun-Bai als ein Unternehmen bezeichnet ist, mit dem die Ehre und die Würde Italiens verknüpft sei, kündete Pelloux die Entlastung des Ministeriums an; das sei der einzige Ausweg, die unhalt­bare Lage zu lösen. Die Linke unterbrach den Redner mehrere Male mit den heftigsten Invektiven. Frkf. Ztg.

Madrid, 3. Mai. Hier ist neuerdings ein Delegierter der Philippiner eingetroffen.

London, 3. April. Cecil Rhodes hat am Dienstag !n der Generalversammlung der Britischen Südafrika-Ge­sellschaft in London wieder eine jener lebhaften Huldigungen genossen, auf deren Herbeiführung derNapoleon Süd­afrikas" sich ja so trefflich versteht. Seit früher Morgen- stunde war der Saal des Cannonstreet-Hotels von mehr als 2000 Menschen überfüllt, während eine ebenso große I oa9* von Aktionären der Chartered Company vergeblich in das polizeilich abgesperrte Hotel Einlaß suchte. Lauter Beifall begrüßte das eintretende Direktorium. Der Herzog von Abercorn stellte Cecil Rhodes als den Mann vor, dem jedermann Ehre zolle. Rhodes erhob sich dann, von minutenlangem Jubel empfangen, und erklärte: Binnen | Jahresfrist würden die Einnahmen und die Ausgaben sich ausgleichen. Heber den Mineralreichtum Rhodesiens sage er jetzt mit dem Bewußtsein voller Verantwortlichkeit, das Land fei von gewaltigem Reichtum. Mit der Zeit werde I k seine Stellung gegenüber den besten golderzeuqen- I den Landern der Welt aufrecht erhalten können. Der Tele­graph durch Afrika sei gesichert, seine Fetigstellung auf drei Jahre zu veranschlagen. Das Hauptverdienst an dem Bu= stand ekmnrnen trage das freundliche Entgegenkommen des deutschenVolkes und der hohe Charakter des deutschen i ! Kaisers. Entgegen der sonst in Telegraphendingen beklebten Praxis, hätte Deutschland für die Fortführung der Linie durch Deutsch-Ostafrika die denkbar liberalsten Bedingungen bewilligt. Diese Bemerkungen veranlaßten einen demon- I strativen Beifall der Versammlung, der stürmisch wiederholt I wurde, so oft der Name des deutschen Kaisers genannt I wurde. Rhodes fuhr dann in scherzendem Tone fort:Ich war so glücklich, die Freundlichkeit des deutschen Volkes

Charakter des deutschen Kaisers kennen zu lernen (Beifall), der, was auch seine Gefühle in der Vergangenheit r1!9 1 r ^wister kleiner Vorkommnisse waren (Heiterkeit), welche sehr unbefriedigend für mich verliefen (Heiterkeit! und die er zu tadeln für recht hielt, doch ein Mann von großherziger Gesinnung ist. Als es zur Frage der Ent­wickelung Afrikas kam und als ich an ihn appellierte, kam er mir mit einem Weitblick und einer Weitherzigkeit, welche bewundernswert ist, entgegen, indem er mir jede Hilfe zur Ausführung meiner Pläne gewährte. Unter Wahrung aller Interessen unterzeichnete ich nach drei Tagen eine Verein­barung mit seinen Ministern wegen der Legung eines Tele- graphen durch sein Gebiet. Die Linie geht nach 40 Jahren in den Besitz der Deutschen über; dafür sind sie aber be­reit, unsere Durchgangslinien zum tatsächlichen Kostenpreise zu unterhalten. Das ist deutscherseits ein wertvolles Zu­geständnis, wenn man bedenkt, wie sehr in Europa die internationale Telegraphie zu internationaler Erpressung oenufct wird, an der wir Engländer, soweit wir unser Geld in Telegraphen angelegt haben, uns eifrig beteiligen. In meinem eigenen Lande verurteilte man die Telegraphenlinie als abenteuerlich. Aber wenn das wahr wäre, so hätte gewiß der deutsche Kaiser mir nicht seine Unterstützung ge­wahrt." Nach diesen abermals mit dem lauten Beifall seiner imperialistischen Freunde angenommenen Schmeicheleien an Die deutsche Adresse wendete sich Sir Cecil spöttisch gegen das «einmütige Verhalten der britischen Regierung. Diese habe früher die Bürgschaft für die Obligationen zur Fortführung der Eisenbahn bis zum Tanganjika in Aussicht gepellt, neuerdings aber verweigere sie dieselbe. Trotzdem fei der Bahnbau gesichert. Soeben sei der erste Eisenbahn- , ^9 in Salisbury eingelaufen. Das britische Volk greife em, wo die Regierung versagte. Die Ausgabe für sei neulich dreimal überzeichnet. Jetzt hätten die Minengesellschaften Geld für die Gwandabahn und die Bahn nach den enormen Kohlenfeldern Rhodesiens auf- 5f)OOAn ditimii v. » bis zum Tanganjika seien

^Un? ÜD? Gesellschaften gezeichnet, womit 150 engl. Meilen gebaut werden können. Die übrigen 750 Meilen kosten |

Ausland.

Wien, 3. Mai. DasNeue Wiener Tageblatt" meldet: Die Kriegsmarine entsandte denKorvetten-Kapitän Soltyk zur Friedens-Konferenz, um als Sachverständiger bei den Verhandlungen über den Schutz des privaten Eigen­tums und der Ausdehnung der Genfer Konvention im See­kriege zu fungieren.

Maü Im böhmischen Landtage, so Inhpr^0? J?CrÄ " aus Prag, erwiderte der Statt- Halter Graf Coudenhove auf die von den tschechischen Ab- angebrachte Interpellation und die Brandrede Dr. Herolds, betreffend die Vorgänge in Eqer. Die von $toCe»ebnenunThT9 if£ fäonenber Rücksicht auf bie Tschechen und doch wurde sie zu wiedcrkolten Malen on ®eI$,et und stürmischen Zwischenrufen der

Jungtschechen unterbrochen. Der Stat kalter tt ärt7 ,, n STOÄVÄSb ttt&nb krustig und en.sch.eden erwiesen Hube d/ch weise über d,e ungerechten beleidigenden Vorwürfe »E tsch-ch.sch-rs-its gegen die Behörden und die Bcumtenschus erhoben wurden, aus das entschiedenste zurück Sck>li-K,i^ erklärte Graf Coudenhove, er werde strenge darüb^ wachen daß die ihm untergebenen Behörden bei ihrer aetamt Amtsführung sich vom Geiste der vollkommensten Nupartest lichkcit leiten lassen werden. Die Rede des Statthalters

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I cTXvv vvu a/uulucn vierprozentiger Schulde Rundlichen schreibungen, welche von der Chartered Company bauert J f uiH aP verbürgt werden. Die Chartered Company selbst Ernt? nXfterä bildeten, kein Geld, denn sie habe zwei Millionen bar in der L S Rhodes schloß mit einem Anruf an Englands Jugend d,',^ ffn da-

I ernste Arbeit wettbewerbsfähig in Handel unb®r^ I^.nte viel bleiben.Made in Germany fei heute weit eher Empfehlung für Waren als das Gegenteil, was er Feindseligkeit den Engländern als Warnung Rtcht enden wollender Jubel erschallte, als Rhodes Rede beendet hatte. Die Versammlung erklärte einstig die Gutheißung der Bahnanleihen. Vor dem Hotel wa^ eine tausendköpfige Menge auf die Abfahrt Rhodes' d» sie wie einem siegreichen Fürsten zujubelte, wobei mS eine kurze Ansprache an die Menge hielt. - So ein h, geifterter Londoner Bericht." Die radikale Preste, vor w Daily Chromcle", triumphiert dagegen, daß Rhodes.^ aller semer unsauberen Umtriebe keine RegierungsbürM i. fnr seme Eisenbahnen habe erzielen können, da diese Baknf,- zum Teil durch Landstriche gehen, in denen ein weißer $Qnr' überhaupt nicht leben könne. Die Bank von England w niqjt« von Rhodes Eisenbahnwerten wissen, da dieser b,i den Manipulationen bezüglich der Maschonalandbahn (Beü^ bahn) sich schon unzuverlässig erwiesen habe. Was uns Deutsche betrifft, so nehmen wir seine Schmeicheleien mrä der vorsichtigen Lehre der weisen Lebensregel auf: Tra« schau, wem!" Wir haben alle Ursache, Sir Cecil gegenük- mißtrauisch zu fein, nicht zum mindesten, wenn er das deutsche Lob in so hohen Tönen singt. ($.

wolle alles auf dem Wege der Knappschaft machen, aber bieS sei doch eine zu alte Form. Das patriarchalische System gehöre einer vergangenen Zeit an, man könne auf dasselbe nicht moderne Verhältnisse anwenden.

Abg. Frhr. v. Stumm (Rp.) lehnt es in einer Ent­gegnung gegen den Vorredner ab, den Sozialdemokraten ein l[aben9rÖ&erC!3 ^^ionSfeld zu schaffen, als sie schon jetzt

Nunmehr vertagt sich das Haus auf morgen 1 Uhr. TageS-Ordnung: Fortsetzung der heutigen Beratung; Ge­bühren beim Nordostseekanal und kleinere Vorlagen. __Schluß 5»/i Uhr.____________________

Deutsches Keich.

.Berlin, 3. Mai. Der Kaiser hat anläßlich der gestrigen Besichtigung des ersten Garde-Regiments den Regiments-Kommandeur, Oberst Freiherrn v. Pletten­berg, zum Flügel-Adjutanten und den Erbprinzen von j Hohenzollern zum Bataillons-Kommandeur ernannt.

Berlin, 3. Mai. Die Reise des Kaiserpaares. Der Kaiser und die Kaiserin trafen Mittwoch vormittag 9 Vs Uhr in Straßburg ein und wurden auf dem Bahnhofe vom Statthalter Fürsten zu Hohenlohe - Langenburg und Gemahlin, der Generalität und den Spitzen der Behörden I empfangen. Das Infanterie-Regiment 132 stellte die Ehren­kompagnie. Eine Schwadron des Husaren-Regiments Nr. 9 I geleitete den Wagenzug nach dem Statthalterpalast, wo ein Frühstück stattfand. |