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größten Jubel hervorrief.
-r.
•• Oeffentliche Bocher- und Lesehalle. Wenn hie und da Hemmtet wurde, daß mit dem Frühjahre ein Nachlassen in her Benutzung der Bibliothek eintreten würde, so hat man sich darin getäuscht. Die Benutzung hat sich vielmehr von Monat zu Monat gehoben. Im April waren eS 1652 Bände, die verliehen wurden, gegen 1471 im März, iß entfielen auf illustrierte Zeitschriften 383, Erzählungs- litteratur 908, Verdichtungen 16, Jugendschriften, Märchen ilnd Sagen 218, Länder- und Völkerkunde 25, Geschichte 45, Naturwissenschaften und Technologie 40, Philosophie 8, Sprachwissenschaft und außerdeutsche Litteratur 9 Bände, iluf die einzelnen Berufsklassen verteilen sich diese Bände ») an Männer: Handwerker 530, Arbeiter 251, Kaufleute 216, Studenten und Schüler 214, Beamte 85, ohne Staudesangabe 11 Bände (Summe 1307); b) an Frauen: Hausfrauen und -Töchter 294, Gewerbetreibende 36, Arbeiterinnen und Dienstmädchen 15 Bände (Summe 345). Rach auswärts (nähere Umgebung) wurden verliehen 72 Bände. — Im Anschluß an diese Statistik möchten wir einige Wünsche aussprechen: Das Amt des Bibliothekars ist bei dem großen Andrang ein sehr schweres. Deshalb sollte »au nicht — wie das so oft vorkommt, durch kleine Kinder bie Rückgabe und das Abholen von Büchern besorgen lassen, bas erschwert nur den Geschäftsgang. Ebenso störend ist bas Austauschen von Büchern oder deren Weitergabe an britt.' Personen, die nicht zu dem Hausstande des Entleihers gehören. Letzteres wird deshalb hiermit untersagt. An die Viekistherrschaften und Arbeitgeber richten wir die Bitte, ähre Bediensteten möglichst auf unsere Anstalt hinzuweisen, rad ihnen Gelegenheit zum Entleihen guten Lesestoffes zu
•* Theater-Verein. Die Besucher der heutigen Aufführung sind freundlichst gebeten, recht pünktlich zu kommen, da unbedingt um 8 Uhr begonnen werden muß. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß die in .klze vir" zu Gehör kommenden Kouplets Gießens Zustände sarkastisch - humoristisch beleuchten, was gestern abend
zu: „Heute wieder l u st i ck".
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besonders auch der Kapellmeister Herr P. Polster, der seine Schar in überraschend kurzer Zeit zusammengestellt mb geschult hatte. Er verdankt das freilich zum Teil der freundlichen Unterstützung der Herren der Bauer'sch en livilkapelle, die als Berufsmusiker den festen Kern des Orchesters bildeten. In Hinblick auf die heute abend statt- Sribenbe Wiederholung rufen wir allen, die gestern hlten, das bekannte Motto König Jeromes, etwas variiert,
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geben. Der Erfolg wird nicht in letzter Linie ihnen selber zu gut kommen. Schließlich bitten wir, uns auch fernerhin gute Bücher, besonders Reisebeschreibungen und populäre naturwissenschaftliche Werke, zuwenden zu wollen.
** Cirkus Drexler. Auch die gestrige Nachmittags- sowie die Abend-Vorstellung erfreuten sich eines recht zahlreichen Besuches und boten bei äußerst sorgfältig und reichhaltig zusammengesetztem Programm großartiges. Einzelne Nummern des Programms herauszugreifen, hieße dem Ganzen Abbruch thun, und wollen wir deshalb nur darauf aufmerksam machen, daß im ganzen noch zwei Vorstellungen stattfinden, beide mit vollständig neuem Programm, zu dem wir dem Cirkus ein recht volles Haus wünschen.
4prozentige Mainzer Stadt-Anleihe von 1899. Wie uns mitgeteilt wird, soll die jüngst von der Darmstädter Bank übernommene Anleihe nicht zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt werden, sondern die Bank begiebt die Obligationen freihändig. In Anbetracht des geringen Anleihe-Betrages dürften die Papiere wohl bald vergriffen sein. Die Einführung an der Frankfurter Börse steht für die nächste Zeit bevor.
A Mainz, 3. Mai. Die von verschiedenen Blättern gebrachte Mitteilung, daß Kaiser Wilhelm Mitte dieses Monats auf einige Tage hierher kommen werde, erfährt jetzt dadurch ein Dementi, daß nach eingegangener Erkundigung weder der Civil- noch der Militärbehörde irgend etwas von der Hierherkunft des Kaisers bekannt gegeben wurde. Immerhin wäre indes nicht ausgeschlossen, daß der Kaiser während seines Aufenthaltes in Wiesbaden zu den zur gleichen Zeit auf dem „großen Sande" hier statt- findenden großen militärischen Uebungen ein» oder mehrmals kommen und dabei die hiesige Stadt passieren, aber keinen Aufenthalt in derselben nehmen würde. — Der Ausstand unter den hiesigen Zimmerern nimmt größere Dimensionen an, als man anfänglich geglaubt hat, und fängt bereits an, die anderen Baugewerbe unangenehm zu beeinflußen. Während zu Anfang nur die Gesellen der großen Geschäfte gestrikt hatten, ist jetzt die Arbeitseinstellung eine allgemeine und erstreckt sich auch auf die umliegenden Landgemeinden, von welchen einige viel Zimmerarbeiten nach Mainz liefern. An einzelnen Baustellen haben die Schreiner mit den Zimmerleuten die Arbeit niedergelegt. Die unverheirateten Zimmerleute haben sämtlich Mainz verlassen. — Unser Stadtoberhaupt Oberbürgermeister Dr. Gaßner
feiert nächsten Samstag seine silberne Hochzeit. Seitcn- der Stadtverordneten wird ihm durch eine Deputation die Gratulation dargebracht werden.
Aus -er Zeit für die Zett.
Vor 78 Jahren, am 5. Mai 1821, beschloß Rapole.u I. als Staatsgefangener sein Leben auf St. Helena. Gram über seinen Sturz, Mangel an gewohnter Thätigkeit und Aerger über die unwürdige Behandlung brachen seinen ge- sunden Körper und beugten seinen starken, stolzen Geist vor der Zett. Nach sechs peinvollen Jahren fand er im Grabe bte Ruhe, die ihm im Leben fern geblieben.
Neueste Meldungen.
Depeschen deS Bureau .Herold".
Bad-Nauheim, 4. Mai. Gestern mittag fand hier unter Teilnahme sämtlicher Beamten, der Bevölkerung, Vertretern der österreichisch-ungarischen Kurgäste (u. a. k. u. k. General- Konsul Stöckinger aus London und Familie, Baron und Baronin d'Avignon von Schloß Plaß, Offiziere aus Wien, Prag, Linz, Brünn) die feierliche Enthüllung einer Gedenktafel für die verewigte Kaiserin Elisabeth von Oesterreich statt. Die Weihrede hielt der Bürgermeister, der in bewegten Worten die Verstorbene feierte, an die Besuche der Kaiserin Friedrich, des deutschen Kaiserpaares, des Großherzoglich Hessischen Fürstenpaares erinnerte und insbesondere hervorhob, wie sehr die Verstorbene nach dem Gebrauch der hiesigen Bäder sich gekräftigt und gesundet gefühlt habe.
Berlin, 4. Mai. Der Senior en-Konvent des Reichstages beschloß, am Samstag die Sitzung wegen der Beerdigung Eduard von Simsons ausfallen zu lassen. Der Reichstag wird bei der Trauerfeier durch die Präsidenten und das ganze Bureau vertreten fein.
Berlin, 4. Mai. Der Barbier Busse, welcher in der Nacht zum 29. Dezember v. I. die Kellnerin Jdonie Herrmann ermordete, wurde gestern vom Schwurgericht zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt.
München, 4. Mai. In Bad Reichenhall vergiftete das 16jährige Dienstmädchen des Kaufmanns Vörle beffen zweijähriges Söhnchen mit Karbolsäure. Das Kind starb nach sechsstünbigen schrecklichen Qualen. Das Mäbchen beging bas Verbrechen aus Rache, weil chrn die Herrschaft gefünbigt hatte.
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Die Lieferung von Decksteinen au die nachbenannten Straßenstrecken fei im Wege schriftlichen Angebots tttßeben werben und sinb Angebote bis Dienstag den 9. Mai I-. 38., vormittags IO Uhr, ie Amtszimmer bes Unterzeichneten, vsseldst die Bedingungen zur Einsicht jifen Stegen, einzureichen.
In Dorfgill 180 cbm.
Dorfgill—Hofgüll 550 cbm.
In Arnsburg 80 cbm.
t IIrnsburg—Muschenheim 350 cbm. Gießen, am 3. Mai 1899.
Der Großh. Kreisbauinspektor.
Stahl._______3742
OtebehRdirekiimtsbefirlt Frankfurt a. M. |fiinbe|n Mrideuhaufeu—Hrrdoru.
Verdingung tu la A rbeiten des Loses V zwischen ‘»ne 7,19 und 11,02, umfassend rot. ItiMOOOcbm Erdarbeiter», 1450 cbm MUmerwerk der Brücken re. sowie der »litdlen zur Herstellung eines m langen Tunnels mit rot. «350 cbm Mauerwerk.
Mnmngen und Bedingungen liegen W-Üimd der Dienststunden im Zimmer fZL 8 der hiesigen Bauabteilung zur Elimcht aus. Die zu den Angeboten zu »Endenden Abdrücke des Berdingheftes lötiM gegen post- und bestellgeldfreie Eiundung (nickt in Briefmarken) von 2 iffll. vom Eisenbahn-Betriebs-Sekretär I Mer in Herborn (Nossau) bezogen! w>>!n'in. Angebote sind versiegelt mit der AiH^nft: .Angebot auf Erdarbeiten, und Tunnelbau der Neubau- fithtji Weidenhausen—Herborn, Los V“ bi 13 >un 5. Juni d. Js., mittags 12) Ufer, an uns einzusenden, zu welcher Zimt bie Eröffnung der eingegangenen LilD!>c>ce in Gegenwart der etwa er- fdciwixen Bieter erfolgen wird. Zu- stWGfrist 4 Wocken. 3727
Hiibo rn (Nassau), den 30. April 1899. königliche Eisenbahn-Bauabteilung. Manntmachung.
2» unser Firmenregister würbe eimgittgen, baß bas seither von Fnirdrtch Karl Jacob Kämmerer in Lch betriebene Hanbelsgeschäft auf ® Ma® Paul in Lich am 1.April l.. ü-bergegangen ist, ber es unter beit: seitherigen Firma Joh. Kämmerer wvAlfü.hrt unb bem Friedrich ftäntmeuer Prokura erteilt hat.
Sch, am 3. Mai 1899. 'Msßherzogliches Amtsgericht.
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Dienstag den 16. und Mittwoch den 17. Mai 1899, jedesmal mittags 2 Uhr, sollen im Pfandlokale zu Gießen, Seltersweg 11, gegen Barzahlung versteigert werden:
1 Pianino, Sofa, Kommode, Glasschrank, Schreibsekretür, Kleiderschrank, Regulator und sonstige Hausgeräte, sowie 1 Kassensckrank.
8735 Kemmer, Pfandmeister.
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Submission.
Für bie Großh. psychiatrische Klinik soll bie Lieferung von 100 Zentnern guter Speise- kartoffelu auf bem Wege ber öffentlichen Submission vergeben werben.
Die für diese Lieferung gültigen allgemeinen Bebingungen (Erlaß ber Großh. Ministerien vom 16. Juni 1893) und bie speziellen Bebingungen liegen an ben Wochentagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr au bem Verwaltungsbureau offen.
Offerten sinb versiegelt unb mit entsprechen!)» Aufschrift versehen unb unter Beifügung von Probekartoffeln bis zum Mittwoch de« 10. Mai 1899, vormittags 11 Uhr, auf bem erwähnten Bureau abzugeben
Der Zuschlag erfolgt bis 13. Mai 1899.
Gießen, am 2. Mai 1899.
Großherzogl. Verwaltungs-Direktion der psychiatrischen Klinik.
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Verdingungen und Zeichnungen liegen während der Dienststunden hier zur Einsicht aus.
Die zu den Angeboten zu benutzenden Vordrucke können gegen porto- und be- tellgeldfreie Einsendung von 0,80 Mk. (nicht in Briefmarken) vom Eisenbahn- Betriebs-Sekretär Welker hier bezogen werden. 3737
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Herborn (Hess.-Nassau),den 3.Mai 1899. Königliche Eisenbahn-Bauableilung. Grfferkj-Dtt-achtMg.
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Mainz, ben 3. Mai 1899.
Großh. Waflerbauamt Mainz.
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