Ausgabe 
5.1.1899 Erstes Blatt
 
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heute wieder hierher zurückgekehrt.

Rom, 3. Januar. Infolge ungünstiger Depeschen aus tzrithrea wurde über die zu ergreifenden Maßnahmen | ein Kriegsrat abgehalten.

Rom, 3. Januar. Aus Sizilien wurden Ruhe­störungen gemeldet. In Misceny demonstrierten mehrere lausend Bauern gegen die Verzehrungssteuern, sie griffen die Zollabnahmestellen an und brannten dieselben nieder.

Paris, 3. 'Januar.Echo" berichtet, das Marine- Departement habe die Zurückziehung von zwölf Torpedobooten aus dem aktiven Dienst zwecks Bereit- Haltung für alle Eventualitäten verfügt.

Paris, 4. Januar. Infolge des leidenschaftlichen Hasses der Nationalisten gegen Dreyfus und seine Partei sieht sich, wie man jetzt wahrnehmen kann, doch auch der Kassations­hof in der Ausführung seiner Entschlüsse gehemmt. Na­tionalistischen Blättern zufolge hatte der Kassationshof vor vierzehn Tagen die Rückkehr des Dreyfus beschlosieu.

Males und PravinMes.

Gießen, den 4. Januar 1899.

Pfreimbtner-Offenbach.

** Fraueukoupees in Schnellzügen. Da in den Durch­gangswagen der Schnellzüge die Frauen ko u pees ost weite Strecken leer laufen, so wurde auf der Wagenbestellungs - Konferenz, welche die europäischen Bayn- verwaltungen in Haag abhielten, beschlossen, die Frauen­abteilungen auf den Stammteil der Schnellzüge, soweit nur irgend thunlich, zu beschränken und, wenn mehr als em Durchgangswagen im Schnellzuge sei, ein Frauenkoupee nur in jenem Wagen einzurichten, welcher die weiteste Strecke z» durchlaufen habe. Es wird sich daher künftig nicht mehr m allen Durchgangswagen ein Frauenkoupee befinden, un lediglich Nachtschnellzüge werden solche Frauenkoupees m jedem direkten Wagen führen.

** Ein übereinstimmendes Verbot wurde von den Eisen­bahnen erlassen, wonach es strengstens untersagt ist, daß Reisende in den Zügen auf mitgebrachtem Spirituskocher Thee oder andere warme Getränke bereiten. Das Zugpersonal ist angewiesen worden, dergleichen Manipulationen zu ver­hindern, weil durch diese nicht nur sehr leicht Feuer ent­stehen kann, sondern auch die Mitreisenden belästigt werden. Sodann ist das Lokomotivpersonal angewiesen worden, das Qualmen der Maschinen auf den Stationen und an Bahn­steigen nach Möglichkeit zu verhindern. Das Oeffnen der Bläser, das Dampfablassen soll an Uebergängen, bei der Fahrt durch Ortschaften, an Bahnsteigen und überall dort, wo es zu Belästigungen des Publikums oder zum Scheu­werden von Tieren Veranlassung geben könnte, unterbleiben. Ebenso ist der Mißbrauch der Dampfpfeife verboten.

** Erledigte Stellen im Bezirk des 11. A r m e e c o r p s. Bankenhain, Kaiser!. Postamt, Landbriefträger, 700 bis 900 Mk. Gehalt und 60 Mk. Wohnungsgeldzuschuß jähr­lich. Braunfels, Bürgermeisteramt, Sekretär, 800 bis 1000 Mk. Gehalt jährlich. Eisenach, Großh. Steuerrevision, Expedient und Schreibgehilfe, 14 Mk. Wochengeld. Eisenach, Kaiser!. Bahnpostamt VI, Postschaffner, 800 bis 1500 Mk. und 144 Mk. Wohnungsgeldzuschuß jährlich. Darmstadt, I Oberpostdirektion, ein Landbriefträger und ein Postschaffner, Ersterer 700 Mk., Letzterer 800 Mk. Gehalt und der ge­setzliche Wohnungsgeldzuschuß. Wenigenjena, Kaiser!. Post­amt, Landbriefträger, 700 Mk. Gehakt und 60 Mk. Wohnungs- qeldznschuß Wiesbaden, Polizeidirection, zwei Schutzleute, 1000 bis 1500 Mk. jährlich. - Im Bezirk der Großh. Hessischen (25.) Direction: Direction der Mam-Neckarbahn, Anwärter für den Stations- und Abfertigungsdienst, 1000 bis 1600 Mk.

» Wetterbericht. Niederer Druck beherrscht fortgesetzt I ganz Europa mit Ansnahme des äußersten Norden und ist I seit gestern namentlich auch im Süden der Alpen das Baro- I meter stärker gefallen. Die am Vortage im Nordwesten I befindliche Depression bedeckt heute Oesterreich-Ungarn und I Deutschland. Sein Centrum liegt an der ostdeutschen Küste, I ein zweites ist über der serbisch-ungarischen Küste zu er- I kennen. Die Witterung ist auf unserem Gebiete trübe und I regnerisch. Voraussichtliche Witterung: Zunächst I noch trübes Wetter mit zeitweisen Schneefällen.

O Altenbuskck, 2. Jauuar. Der hier seit kurzer Zeit I bestehenden Kleinkinder - Bewahranstalt wurde von I hochherziger Seite eine schöne Neujahrsgabe zuteil. Die Inhaber der Firma Karl Emmelius, Gießen, die Herren I Louis und Heinrich Emmelius, deren humaner Sinn all­gemein bekannt ist, haben genannter Anstalt Mk. 1000 über­wiesen. Diese hochherzige Spende verdient umsomehr An­erkennung, als diese Herren unfern Pfarrer, Herrn Scriba, bei seinen Bemühungen um Errichtung dieser Anstalt bereit- I mit einem gleichen Betrage von Mk. 1000 unterstützt hatten. ! Es freut uns, von solchen Akten berichten zu können, und I wir wollen hoffen, daß diese gemeinnützige Bethätigung nicht

Ausland.

Wien, 3. Januar. Maßgebende Kreise versichern, es I liege bisher keinerlei Nachricht vor, daß der deutsche oder russische Kaiser im Laufe dieses Jahres hierher- I kommen. , . . . .

Wien, 3. Januar. Das WienerVaterland" dementiert die Prager Meldung, Kardinal Schönborn würde sem Amt niederlegen, da er in ein italienisches Kloster einzu- I treten beabsichtige.

Wien, 3. Januar. Wie verlautet, sollen die dies­jährigen Kaisermanöver längs der bayrischen Grenze in Ober-Oesterreich und Salzburg abgehalten werden.

Wien, 4. Januar. Ein völliger Stillstand in der Steuereinhebung, der Rekrutenstellung und sonstiger, von der Bewilligung der Volksvertretung abhängiger Wirksamkeit der Staatsbehörden ist mit dem Neujahrstage in Ungarn eingetreten. Dieses Land hat nämlich keinen | §. 14 in seiner Verfassung, und die Regierung weiß, daß dort das Volk bezüglich Staatsstreichsgeschichten keinen Spaß versteht. Der Finanzminister hat angesichts der mangelnden verfassungsmäßigen Steuerbewilligung sämmtliche Steuer­beitreibungen eingestellt. Der Magistrat der Hauptstadt beschloß im Zusammenhänge mit dem finanzministeriellen Erlaß vorläufig nicht einmal Steuerermahnungen verschicken zu lassen. Auch die Rekrutierungen sind für die Dauer des Ex Isx-Zustandes eingestellt. Doch wurden am letzten Tage | des Jahres 1898 im ganzen Lande alle jene Stellungs- ! pflichtigen, welche im März 1899 zur Abstellung kommen sollten, zur Aushebungskommission einberufen und zu ihrer nicht eben freudigen Ueberraschung regelrecht ausgehoben, jedoch bis 1. Oktober 1899 sofort wieder beurlaubt. Um die Regierung vor einer etwaigen Geldklemme zu bewahren, haben angeblich die regierungsfreundlichen Großgrundbesitzer beschlossen, ihre ganze Steuer für das Jahr 1899 bereits im Monate Januar zu erlegen. Wenns nur auch geschieht! Denn beschlossen ist bekanntlich leichter, als wirklich gezahlt. Die Regierung und die Opposition erklären, sie seien ent­schlossen, auszuharren. Doch klingen, wie schon erwähnt, die Erklärungen der Regierung und ihrer Partei minder entschieden, da darin schon vonKompromissen" die Rede ist, während die Opposition dabei bleibt, daß Banffys Rücktritt unerläßlich sei.

Gorz, 3. Januar. Wegen der slowenenfreundlichen Haltung des Fürsterzbischofs Missia sind bereits 45 Per­sonen italienischer Nationalität zum Pro­testantismus übergetreten.

Budapest, 3. Januar. Das Duell zwischen Horanszki und Banffy hat heute Vormittag um 11 Uhr stattgefunden. Nach zweimaligem Kugelwechsel, wobei niemand verletzt wurde, schieden die Gegner unversöhnt.

Budapest, 3. Januar. Die heutige Sitzung im Ab- geordnetenhause vollzieht sich wider Erwarten ruhig, aber mit ausgesprochener Obstruktion. Die Opposition verlangt bei jedem Anträge namentliche Abstimmung.

Budapest, 3. Januar. Ministerpräsident Banffy ist

Der Justizminister, von der Entscheidung verständigt, hob indeß hervor, die Rückkehr würde große Ruhestörungen veranlassen, und es würde geradezu unmöglich sein, Dreyfus vor den Ausbrüchen der Wut zu schützen. Darauf hat denn der Kassationshof die Bekanntgabe der Entscheidung vertagt - Auch wird berichtet, daß seit der Entscheidung des Kassationshofs zu Gunsten der Revision tn der Be­handlung des Hauptmanns Dreyfus keine Aenderung oder Milderung eingetreten sei. .

London, 3. Januar. DieBirmmgham-Post" will wisien, daß der Staatssekretär v. Bülow in diesem Früh­jahre London besuchen werde.

Petersburg, 3. Januar. Der Zustand der Kaiserin, welche leidend war, hat sich erheblich gebessert.

nuf 60,64 Kgr. gesunken, im Jahre 1897/98 auf 62,o2 Kgr. gelegen. ®ie Zunahme des Fleischverbrauchs xm Iah 1897/98 ist nur eine scheinbare, denn seit 1893 bis dahm 1898 ist der Verbrauch von anderem als Pserdeflei,ch siir den Kops der Bevölkerung von 68,35 Sgr. aus o7,51 Kgr. gejunten. , $eccm6cr. Herzog Albrecht hat heute das silberne Jubiläum seiner Zugehörigkeit zur preumichen Armee gefeiert: er ist seit dem 24. Dezember 1863 als Oberst ä la suite des 6. thüring. Infanterie-Regiments Nr. 95 geführt worden. Im Jahre 1879 erfolgte jeme Ernennung zum Generalmajor, 1883 zum Generallieutenant und 1888 diejenige zum General der Infanterie ^m Jahre 1893, bald nach seiner Thronbesteigung, wurde der Herzog zum Chef des genannten Regiments ernannt, das außer' ihm auch den Herzog von Sachsen-Memmgen zum Chef hat. Herzog Albrecht ist bekanntlich außerdem Chef des 2. rhein. Husarenregiments Nr. 9 zu Straßburg und Admiral ä la suite der deutschen Marine. Am 23. Januar 1899 wird der Herzog das Fest seiner silbernen Hochzeit mit der Großfürstin Maria von Rußland, einer Tante des Zaren, begehen können.

Aus Thüringen, 1. Januar. Der 1898er Jahres­bericht der Handels- und Gewerbekammer von Sonne­berg, dem Hauptindustrieort von Spielwaren, fordert bei der Neuabfassung des Zolltarifs für die Handelsvertrags- Verhandlungen: 1) daß die Scheidung der Spielwaren nach dem sie zusammensetzenden Material in Wegfall kommt und 2) daß für die zu schaffende einheitliche Position Spiel­waren ein mäßiger 10 Prozent vom Wert oder 20 Mk. für 100 Ko. nicht übersteigender Einfuhrzoll festgesetzt werde. Nur bei Erfüllung dieser Forderungen sei etwas Ersprieß­liches für die deutsche Spielwarenindustrie zu erwarten.

Von der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 31. De­zember den Privatdozenten an der Landes-Universität, Dr. Georg Sticker, zum außerordentlichen Professor bei der medizinischen Fakultät, den Privatdozenten Dr. Heinrich Walther zum außerordentlichen Professor bei derselben Fakultät der Landes-Universität zu ernennen.

* Die gestern Abend veröffentlichte Jmmobilien-Der- steigern«- der Peter Worch Eheleute in Gießen wurde zurückgezogen, was wir hiermit auf Wunsch der Be­teiligten zur Kenntniß bringen.

** Stadttheater. Bereits gestern wiesen wir darauf hin, daß am kommenden Freitag, den 6. d. M., die Novität A Basso Porto" zur erstmaligen Aufführung im hiesigen Stadttheater gelangen soll. Das effektvolle Werk Cognettis, welches uns in drei Akten Szenen aus dem neapolitanischen Volksleben vorführt, ist in der Emil Dürerschen Uebersetzung über die Mehrzahl der deutschen Bühnen gegangen und hat überall den tiefsten, nachhaltigsten Eindruck hinterlassen. Der hochinteressante Inhalt des Cognettischen Werkes hat bekannt­lich den Komponisten Spinelli zu seinem Musikdrama gleichen Namens begeistert, welches ebenfalls auf den meisten deutschen Opernbühnen mit größtem Erfolge gegeben wurde. Man darf auf die Aufführung des Cognettischen DramasA Basso Porto" mit Recht gespannt sein.

** Panorama Photoplastik. Die im Panorama Neuen Bäue avisierte Serie des Riesen geb irges stellt sich den vorangegangenen würdig zur Seite, wenigstens scheint es uns, als ob die Aufnahmen nicht nur neuer und nut sehr vollkommenen Apparaten hergestellt seien, auch das ganze Arrangement der Staffage in den Landschaftsbildern ist äußerst geschickt. In einigen Bildern ist dank der zarten Kolorierung und dem kräftigen, detaillierten Hervortreten der im Hintergrund befindlichen Bäume, Pflanzen oder Felsen eine prächtige Perspektive erzielt. Aus den 50 dem Riesengebirge entnommenen Bildern fanden wir hervorragend I schön: Schloß Erdmannsdorf mit seinem wundervoll spiegelnden See, dann die folgende Kaskade, den Kynast, die Bismarck-Höhe mit dem Restaurant, den Kochelfall mit Baude, Zackelfall, die Klamm, den Elbfall mit Baude, den Eingang zum grünen Grunde, die Schneekoppe, den Riesen- qrund, den kleinen Teich, ebenfalls von wunderbarer Wirkung, die Prinz Heinrich-Baude im Winter, sowie die letzte Hörner- I I schlittenfahrt der Prinzessin von Meiningen, eine über­raschende Abwechselung bei den vielen Landschaftsbildern, den Mittagsstein, die große Aupa u. s. w. Man sreht eine Fülle von prächtigen Ansichten, die den Besuch des Panoramas auch in dieser Woche zu einem lohnenden gestalten. Wir möchten daher das Publikum und die Herren Lehrer mit ihren Schülern auch von außerhalb darauf auf­merksam machen.

** Zuwendungen. Aus mehreren Dörfern in der Um- | qebung Gießens sind seither in diesem Blatte Mitteilungen erschienen, in denen dankend hervorgehoben wurde, welche bedeutenden Geldbeträge Herr Direktor Pascoe von dem Gießener Braunsteinbergwerk den verschiedensten Wohlthatig- keitsaustalten und einzelnen Armen zu Weihnachten gespendet hatte Da eine ähnliche Mitteilung ans Gießen selbst bis iebt nicht erfolgt ist, so lönnte die Meinung entstehen, daß fierr Direktor Pascoe sein Wohlwollen nur dem Lande, nicht auch der Stad, zngewendet hätte. Dies wäre aber ein großer Jrrtnm. Um ihn z» beseitigen, fei deshalb hier imt- geteilt daß Herr Direktor Pascoe zu Weihnachten auch G.eßen freundlichst bedacht hatte, indem er den Herren Pfarrer Dr. Naumann und Pfarrer Schlosser zur Chrlst- beiiberuna für die von ihnen geleiteten Vereine und Anstalten und für Arme den Betrag von 250 Mk., beziehmigsweife 150 Mk überbringen ließ. Wie demnach Herr Direktor Pascoe ebenso stenndlich an die Stadt Gießen wie an di- umliegenden Ortschaften gedacht hat, so wurde und wird I demselben auch ebenso aufrichtig von hier aus der herzlichste | D°nk^entgegengebracht.^^ Vorstand des Reichsausschusses für die Deutfchen Nationalfeste ist kürzlich in Berlin ein­mütig zu dem wichtigen Beschlüsse gelangt, die Organisatton de« Reichsausschusses zn erweitern, und zwar in der Weife, daß sich mit einer ähnlichen Verfassung nm etwa der Dentsch-Oest-rreichische Alpenverem, em großer Deutsch er Bereit! für vaterländische Festspiele bildet, dem örtliche Zweigvereine im ganzen Reiche als felbstandM Glieder anaehöreu. Diese örtlichen Vereine soNeu zunächst ^e großen Gedanken der Deutschen Na,ionalseste ,m Klemen verwirklichen, d. h. sie sollen den Besttebungen, an allen Orten unsere Volksfeste zu veredeln, mdem sie die Pflege der Körperzucht in ihren Mittelpunkt stellen und dadurch diele zu einer Bolkssitte machen, Ausdruck geben. Hand in Hand mit diesen örtlichen Bestrebungen setzt der Verein feind Bemühungen fort, die Deutfchen National feste aus I dem Niederwald- zustande zu bringen. Auf diese Weise wird das ganze deutsche Volk allmählich ans das wirksamste

in den Kreis der Gedanken eingefuhrt, d'° den Deutschem Nationalfesten zugrunde liegen, und die auf eme torper liche, wie sittliche und künstlerische Ge undung unseres Volkes hinauslaufen. Die Berliner Beschlüsse werden im Januar kommenden Jahres dem Reichsausschuß »orgeleg^ und zweifellos von diesem angenommen werden. Es wird dann möglich sein, alle Freunde des Deutschen Nattonal- sestgedankeiis, sei es unmittelbar IN den®eiit dien »erent für vaterländische Festspiele oder mittelbar durch °rtl'che Vereine, die ähnliche Zwecke verfolgen, sich"51'91e6=r"; Damit ist ein bedeutsamer Schritt zur p^tis-hen wirklichung des schönen vaterläiidische» Unternehmens gethan.

VorttagsknrS für praktische Landwirte zu «i-»-»' Mittwoch den 4. Januar wurde der vom Wirtschaftsrat veranstaltete Vortragskurs durch den Vize Präsidenten des Landwirtschaftsrats, Herrn Gutsbesch» C. S ch lenke - Hardthos bei Gießen, >n D°rhmderunz des Präsidenten Herrn Geh. Regierungsrat Haas-Ostenva-y, durch eine kurze Begrüßung eröffnet. Im Namen Großh. Regierung nahm ferner Herr Landesökonomierat^v Darmstadt, im Namen des landwirtschaftlichen Provinzm^ Vereins zu Oberhessen Seine Erlaucht Graf Friedrich zu Solms-Laubach, im Namen der Stadt Gießen Herr Oberbürgermeister G n auth- Gießen: da» Wort zu kurzen Ansprachen. Der Kurs ist außerordentl zahlreich besucht; es wurden 246

löst. Als erster Vortragender sprach Herr Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Märcker-Halle überNeue Erfahrungen aus dem Gebiete des Zuckerrübenbaus und der Zuckerruben- industrie." Hierauf trug Herr Landeskulturrat Dr. Klaas- Darmstadt überLandeskulturaufgaben' vor. £>e» letzten Vortrag hielt wiederum Herr Geh. Regierungs- rat Professor Dr. Märcker-Halle und zwar überNeu- Erfahrungen auf dem Gebiete des Kartoffelbaues und des Brennereibetriebes". Nachmittags folgen die Diskussion stunden. Morgen Donnerstag sprechen die Herren Gey. Hofrat Dr. Thaer-Gieß-u und Dr. K i r st e > n-Berlin, ferner Bürgermeister Leun-Großen-Linden und Juliii