Ausgabe 
4.7.1899 Zweites Blatt
 
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noch zurückstehenden Regierungs-Vorlagen und Interpella­tionen geeinigt habe, daß der Schluß des Landtages am 15. Juli stattfinden solle. Er bittet das Plenum um eine positive Erklärung des Einverständnisses. Abg. Ulrich bittet den Präsidenten, das Gesetz über die widerruflich an­gestellten Beamten, sowie die Vorlage wegen der Gehalts­regulierung der Forstwarte noch zur Beratung stellen zu wollen.

Es wird zur TagesordnungBeratung des Artikel 13 des Einkommen st euer - Gesetzes" geschritten. Abg. Friedrich bemerkt. Die Regierung habe mit einem Federstrich vier Millionen Steuern gestrichen, und nun komme sie mit allen möglichen kleinlichen Mitteln, um diesen Ausfall zu decken. Mit dem gleichen Scharfsinn, mit dem sich die Regierung gegen die Besteuerung der Luxuswagen gewendet habe, hätte sie sich auch gegen eine Fahrradsteuer wenden müssen. Abg. Osann ist ebenfalls für eine erhöhte Progression bis zu 5 Prozent, und wird dem An­trag Reinhard zustlmmen. Der Standpunkt der Negierung in der Fahrradbesteuerung sei nur der gewesenGeld her", mithin nicht geeignet, sich Sympathien zu erwerben. Die Abg. Osann und Friedrich stellen hierbei den An­trag, daß großjährige unverheiratete Einkommensteuer­pflichtige bis zu V4 höher zur Einkommensteuer heran­gezogen werden können. Katholische Geistliche sind von dieser Steuer ausgeschlossen. Abg. Schmeel ist gegen den Antrag Reinhardt, weil ihm der Ertrag zu minimal ist. Dagegen wird er für Einführung einer Junggesellen­steuer stimmen. Dem Antrag HaasSchmitt kann er nur bedingungsweise zustimmen. Abg. Haas-Offen­bach begründet seinen Antrag und bestreitet die Ansicht der Regierung, als werde bei jeder Budgetberatung über diesen Punkt debattiert werden. Geh. Staatsrat Krug würde es als ein Unikum bezeichnen müssen, wenn die Kammer auf Streichung der unteren Klassen bestehen werde. Die Regierung könne einem dahingehenden Beschluß nicht zustimmen. Abg. David plaidiert für den Antrag seiner Partei, d. h. auf eine Erhöhung der Progression von 4 Prozent bis auf 6 Prozent. Die Einführung einer Jung- gesellensteuer hält er für schwer durchführbar. Die Be­kämpfung dieser neuen Steuer überlasse er den Fachleuten. Die ablehnende Stellung der Regierung zur Progression von 6 Prozent verstehe er nicht, da doch die Grundsteuer und Einkommensteuer seither 8 Prozent betrug. Gegen die Bemerkung der Regierung, als gehe durch die gesamte Steuer-Reform ein roter Faden, müsse er feierlichst pro­testieren. Wäre man aber im Hause diesem Faden gefolgt, so würde man nicht so wehmütig von der Reform Abschied nehmen, wie dies jetzt geschehen müsse. Es sprechen noch die Abg. vr. Schröder, welcher für eine Progression von 5 Prozent eintritt. Bei der nun folgenden Abstimmung wird der Antrag Ulrich auf 6 Prozent Progression mit 25 gegen 10 Stimmen abgelehnt und der Antrag Haas- Offenbach, eine Progression von 5 Prozent einzuführen, wird gegen 2 Stimmen angenommen. Der Antrag Osann auf Einführung einer Junggesellensteuer wird mit 18 gegen 16 Stimmen angenommen.

Zur Beratung des Art. 49 des Einkommensteuergesetzes übergehend hat der Abg. Reinhardt beantragt, die drei unteren Steuerklassen zu entlasten. Es sprechen zu dem Antrag die Abg. Weidner und Ulrich. Der Antrag Reinhardt wird mit 17 gegen 16 Stimmen abgelehnt.

Zu der Regierungsvorlage die Vermögenssteuer betr. haben die Abg. Ulrich und Genossen eine höhere Pro­gression beantragt. Abg. David begründet den Antrag und hebt hervor, daß nach der Regierungsvorlage der Großgrundbesitzer entlastet und der Kleinbauer belastet worden. Die Progression treffe aber jeden nach seiner Leistungsfähigkeit. Geh. Staatsrat Krug warnt nochmals, an der Regierungsvorlage etwas zu ändern, da dieselbe ge­eignet sei, Ungleichheiten auszugleichen. Auch der Abg. Ulrich begründet den Progressionsantrag seiner Partei.

ganz kleine Blumentöpfe, in die man zur Hälfte Moos stopft und sie auf die Pfähle stülpt. Die Ohrwürmer kriechen in diese warme Schlafmütze hinein und werden mit dem Moose herausgenommen.

Eine ständige Arbeit bildet im Monat Juli das Be­spritzen des Rasens. Je feuchter man ihn hält und je häufiger man ihn mit der Rasenmähmaschine schneidet, desto schöner, sattgrüner und sammetartiger wird er. Alles sich im Rasen zeigende Unkraut muß sofort, ehe es sich weiter ausbreitet, mit einem spitzen Messer ausgestochen werden. Dies gilt besonders vom Gänseblümchen und vom Löwen­zahn, den schlimmsten Unkräutern des Rasens. Bei größeren Flächen, auf denen sich die Gänseblümchen gar zu breit machen, bedient man sich zu ihrer Vernichtung einer be­sonders konstruierten Rasenharke.

In diesem Monat erscheinen auch schon überall neue einheimische Kartoffeln, viel wohlschmeckender als die Kartoffeln aus dem Süden, die schon im Mai in den Schau­fenstern der Delicateß-Handlungen lagen

Neue Kartoffeln sind eine große Delicatesse, doch muß man bei ihrem Genuß vorsichtig sein, denn sie sind schwer verdaulich, erzeugen leicht Leibschmerzen und Diarrhöe. Am besten ist es, diesen noch nicht ganz reifen Kartoffeln eine Schnellreife dadurch zu geben, daß man sie einige Tage in trockenen Sand legt, der den Sonnenstrahlen ausgesetzt ist, so, daß sie ganz davon bedeckt sind. Abends werden sie in einem trockenen Raum aufbewahrt, um sie dem Tau zu entziehen. Dadurch bekommt man dann reife, mehlreiche Kartoffeln, die nicht nur dienlicher, sondern auch zarter von Geschmack sind.

Die früheste und wohlschmeckendste Freilandkartoffel ist diePerle". Für eine Kartoffel klingt der Name etwas poetisch, aber Poesie verbindet sich hier mit Prosa zu einer guten Harmonie. I. C. Schmidt in Erfurt.

Von einer Konfiskation des Vermögens könne nicht die Rede sein. Die Steuer soll nur von denjenigen getragen werden, die es vertragen können. Bei der Abstimmung wird der Antrag Ulrich'auf Einführung der Progression bei der Ver­mögenssteuer mit 19 gegen 14 Stimmen angenommen. Ein Antrag des Abg. David, den Art. 13 des Gesetzes betr. wird abgelehnt. Die Sitzung wird hier abgebrochen. Nächste Sitzung am Dienstag vormittag um 9 Uhr.

Deutsches Reich.

Berlin, 1. Juli. Der Kaiser wird auf der Nord- lau d s r e i s e von folgenden Herren begleitet: Prinz Christian von Schleswig-Holstein, Generaladjutant v. Kessel, Chef des Marine-Kabinetts Kontre-Admiralv. Senden-Bibran, General­major Graf Hülsen-Haeseler, den Flügeladjutanten Graf Klinckowström, Mackensen, Major Boehn, Major Berg, dem Inspekteur der Marine-Infanterie Oberst v. Hoepfner, Generalarzt Professor Dr. Leuthold, Hausmarschall v. Lyncker, dem Botschafter Grafen Eulenburg, dem Grafen Schlitz- Görtz, dem Theaterintendanten v. Hülsen, dem Professor Güßfeld und dem Marinemaler Saltzmann.

Berlin, 2. Juli. Bei dem gestrigen Frühstück des Lübecker Jachtklubs dankte der Kaiser für die Be­grüßung durch den Bürgermeister, und begrüßte gleichzeitig den neu begründeten Lübecker Jachtklub. Der Kaiser sprach die Hoffnung aus, daß dies ein Zeichen sei für den Zug der Nation, die Zukunft immer mehr auf dem Master zu suchen. Er hoffe, daß das Aufblühen des Segelsports dazu beitragen werde, das Interesse für die deutschen Unter­nehmungen im Auslande zu stärken. Alsdann trank der Kaiser auf das Wohl der Stadt Lübeck und des neuen Jachtklubs.

Berlin, 2. Juli. In parlamentarischen Kreisen wird derDeutschen Tageszeitnug" zufolge das Gerücht ver­breitet, der preußische Finanzminister habe Herrn Lucas den Rat gegeben, auf den Kaiser dahin einzuwirken, daß die Kanal-Vorlage wegen ihrer zweifelhaften Aussichten auf einen späteren günstigen Zeitpunkt verschoben werde.

Berlin, 1. Juli. Das Staatsmini st erium trat heute nachmittag 2 Uhr unter dem Vorsitz des Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen.

Berlin, 2. Juli. Die gestrige Sitzung des Staats­ministeriums währte von 3 Uhr nachmittags bis 6 Uhr abends. Auf der Tagesordnung standen nur zwei Punkte, darunter die Frage wegen Regelung der Verhältnisse der Witwen von Staatsbeamten.

Berlin, 1. Juli. Die Kanal-Kommission des Abgeordnetenhauses hat heute vormittag ihre Auf­gabe beendet. Die Petitionen und der Rest der Kompen­sations-Forderungen wurden der Negierung als Material überwiesen. Die erste Plenarsitzung nach der Vertagung wird am 7. August stattfinden und die Kanal-Vorlage sogleich auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Berlin, 1. Juli. DerReichsanzeiger" veröffentlicht )ie Ernennung des Oberpräsidialrates vr. v. Bethmann- Hollweg zu Potsdam zum Regierungs-Präsidenten in Bromberg.

Berlin, 1. Juli. Von glaubwürdiger Seite wird der Kreuz-Zeitung" die Nachricht von der Erkrankung des Erbprinzen Danilo von Montenegro und von der Verschiebung der Hochzeit als böswillige Erfindung be­zeichnet. Der Erbprinz sei kräftig und gesund und es liege nichts vor, was der auf den 27. ds. anberaumten Hochzeit in Cettinje hindernd in den Weg treten könnte.

Berlin, 1. Juli. Wie aus Travemünde gemeldet wird, ist als erste der bei der Wettfahrt von Kiel nach Travemünde beteiligt gewesenen Jachten gestern abend 91/2 Uhr die Jacht des Kaisers,Meteor", eingetroffen. Heute vormittag hörte der Kaiser an Bord derHohen- zollern" den Vortrag des Chefs des Civil-Kabinetts v. Lucanus und empfing darauf den Fürsten zu Wied. Heute mittag legab sich der Kaiser nach Lübeck, um an einem Frühstück )es Lübecker Jacht-Klubs teilzunehmen.

Berlin, 1. Juli. In der heutigen Sitzung des gemein- chaftlichen Landtages erklärte der Staatsminister v. Strenge, daß der Herzog von Connaught für sich unbedingt zugunsten des Herzogs von Albany verzichtet, der Prinz von Connaught nur bedingt verzichtet, indem er sich das Erbrecht vorbehält ür den Fall, daß der Herzog von Albany vorzeitig stirbt oder dessen Mannesstamm erlischt. Der Vormund des Herzogs von Albany ist der Erbprinz von Hohenlohe- Langenburg. Außerdem ist dem Hause heute das Regent- chaftsgesetz zugegangen. Es verlangt, daß der Vormund auch Regierungs-Verweser sein soll, falls der Herzog von Albany etwa in minderjährigem Alter zur Regierung ge- angen sollte. Die bezüglichen Vorlagen werden an die Verfassungs-Kommission überwiesen, welche morgen vormittag 10 Uhr eine Sitzung abhält. Am nächsten Montag findet Plenar-Sitzung statt, in welcher die bezüglichen Vorlagen zur Verhandlung gelangen sollen. Weiter wird noch aus Ko bürg gemeldet: Der Minister v. Strenge erklärte im Landtag, der Herzog von Connaught verzichte, weil er sich von seinem einzigen Sohne nicht trennen könne und durch eine Stellung genötigt sei, in England seinen Wohnsitz zu behalten, aber die Berechtigung einer deutschen Erziehung des Koburger Thronerben anerkenne. Der Minister hat bei allen Mitgliedern der englischen Königsfamilie, ins­besondere bei der Königin, volles Verständnis und Entgegen­kommen gegenüber Koburger Interessen und Wünschen ge­funden.

Prinz Heinrich von Preußen wurde in Jokohama vom Prinzen Kanin empfangen und nahm in dem kaiserlichen Palais Wohnung. Die kaiserlichen Majestäten gaben am Samstag zu Ehren des hohen Gastes em Mahl.

y ?uIL .9 Herner Bezirk ist alles ruhig. Im Recklinghäuser Revier sind auf der ZecheKönig Ludwig"

von tausend nur hundert Bergleute angefahren. Die Lage dort ist sehr bedrohlich. Die Aus ständigen bedrohten den Direktor. Bei der Zeche Blumenthal I und II wurde eine Versammlung von etwa tausend Streikenden unter freiem Himmel abgehalten. Dieselbe wurde durch Infanterie ge­sprengt. Die Gebäude der Kraftstation der elektrischen Bahn bei Bruch wurden nachts mit Steinen bombardiert. Von der ZecheLudwig" wurden Kürassiere herbeigeholt, welche die Menge auseinandertrieben.

Aus Kiautschou. Es sind Nachrichten aus Kiautschou eingetroffen, daß die Unruhen fast völlig be­endigt sind. Der chinesische Provinz-Gouverneur hat Beamte mit der völligen Wiederherstellung der Ordnung in Kaomi beauftragt. Der Erfolg der deutschen Expedition kann also als gesichert gelten.

Ueber die Verkehrsbeziehungen zuOstasien finden sich jetzt schon manchmal Aeußerungen in den Handels­kammerberichten. So stellt der neueste Bericht der Handels­kammer Breslau fest, daß es einer bedeutenden Breslauer Lederwaren-Firma gelungen ist, sich ein Absatzgebiet ihrer Fabrikate in China zu erringen. Von der Firma ist eine Filiale mit eigener Werkstatt in Schanghai gegründet. Die technische und kaufmännische Leitung dieser Zweignieder­lassung liegt in den Händen einiger Europäer. Die Ar­beiter sind Chinesen. Von Schanghai aus sind auch ver­schiedene Verbindungen nach anderen chinesischen Häfen, wie Hunkow, Nanking, Chefow, Tsintau u. s. w., wie auch nach Sibirien angebahnt.

Samoa. DerKöln. Ztg." wird aus Apia vom 16. v. M. gemeldet: Der Arbeit der Kommission ist es zu danken, daß die Entwaffnung beider Parteien rasch durch­geführt worden ist. Bisher sind 1878 Gewehre von Mataafa und 1300 von Malietoa Tanu nebst 700 von dem eng­lischen KreuzerPorpoise" ausgeteilten eingeliefert worden. Die Krieger sind unter der Mitwirkung der Kriegsschiffe Falke" undPorpoise" nach der Heimat zurückbefördert worden. Angesichts der Unzufriedenheit Mataafas wird der Königssitz Mulinuu endlich geräumt. Tann wird demnächst auf eine der Fidschi-Inseln deportiert werden. Der deutsche Konsul Rose und der britische Konsul Maxse reifen heute ab. Oberrichter Chambers soll ihnen folgen.

Ausland.

Wien, 1. Juli. Bei einem nachts hier ausgebrochenen Hausbrande sind ein Mann und eine Frau in den Flammen umgekommen. Ein Kind erlitt schwere Brand­wunden. Mehrere Hausbewohner konnten sich durch Sprung aus dem Fenster retten, trugen jedoch ebenfalls schwere Verletzungen davon.

Budapest, 1. Juli. Der Sozialist Eduard Barn wird den Grafen Alada Zichy zum Duell fordern, angeblich weil letzterer ihn in einer Volks-Versammlung beleidigt hat.

Budapest, 1. Juli. Die sozialistische Partei beschloß, am 16. Juli hier und in der Provinz Straßen-Umzüge für das allgemeine Wahlrecht zu veranstalten.

Budapest, 2. Juli. Der Graf Szirmay erstattete gegen einen höheren hiesigen Beamten Strafantrag wegen Betrugs, Erpressung und versuchten Kinderraubes, begangen an der fünfjährigen Tochter des Grafen.

Paris, 2. Juli. Frau Dreyfus erhielt die Er­laubnis, ihren Gatten täglich zu besuchen, sowie dessen Speisen selbst zuzubereiten und ihm zu bringen.

Brüffel, 1. Juli. Gestern abend bewegte sich ein Zug von ungefähr 10000 Personen vom Volkshause zu dem Rathhause, ohne von der Polizei belästigt zu werden. Am Rathause angelangt, begrüßte die Menge den Oberbürger­meister. Van der Velde hielt eine Ansprache, worin er dem Oberbürgermeister den Dank der Arbeiterpartei aussprach für die Zurückziehung der Verfügung betreffs Verbot der Versammlung von mehr als fünf Personen auf der Straße. Van der Velde dankte gleichfalls für die Nachsicht, welche die Polizei während der letzten Ereignisse an den Tag gelegt hatte. Oberbürgermeister Buls erwiderte in kurzen Worten und dankte für die ihm dargebrachten Ovationen und drückte )ie Hoffnung aus, daß zukünftige Kundgebungen friedfertiger verlaufen möchten. Dies wurde auch von Van der Velde versprochen, und der Umzug kehrte kurz nach Mitternacht nach dem Volkshause zurück.

Konstantinopel, 30. Juni. Nach den in Konstantinopel eingetroffenen Berichten befindet sich Smyrna in einem Zustande großer Beunruhigung, infolge der Unbotmäßigkeiten der kretischen mohammedanischen Flüchtlinge, deren gegen­wärtig etwa 23,000 vor den Thoren der Stadt kampieren. Die erwähnten Berichte bezeichnen die Lage als sehr ernst, da die Kretenser jeder Kontrolle spotteten, stürmisch und drohend Unterhalt von den Behörden forderten und um so gefährlicher würden, da sie selbst thatsächlich gänzlich mittel­los und rein gar nichts vorgesehen sei, für sie zu sorgen. Auf der Pforte haben wiederholt Zusammenkünfte statt­stattgefunden, um die Lage zu erwägen, diese resultierten in wiederholten Anweisungen an die Smyrnaer Behörden, )ie Emigranten auf das Innere zu verteilen und sie durch Ueberredung zum Abgang nach den ihnen zugewiesenen Landstrichen zu bewegen. Die diesbezüglichen Versuche aber blieben erfolglos und der Mali wie der dortige Platz­kommandant erklären sich ohnmächtia, die ihnen erteilten Instruktionen auszuführen, da die Äretenfer sich abzuziehen weigerten; einige, welche wirklich nach dem Innern gegangen bezw. fortgeschickt worden seien, feien bald wieder zurück- gekehrt. Da die Flüchtlinge wohl bewaffnet und unter ihren Führern diszipliniert und organisiert, sowie zum gemein­samen Handeln entschlossen seien, nütze aller moralischer Druck nichts.