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Nr. 104
Erstes Blatt.
Donnerstag den 4. Mai
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Anrts- und Anzeigeblutt für den Rreis Gieren.
Kennet Wo «»zeige» zu der »achosttlagS für de» $ej erfcheinentau 9t um «ter W »er*. 10 llhr.
Wüefthn, Expedition und Druckerei:
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I Mission für die lex Heinze wurde heute die zweite I Beratung der Vorlage fortgesetzt. § 184 a, b, c wurde I erledigt.
Berlin, 2. Mai. Die Reichstags-Kommission znr Beratung der Novelle zur Gewerbe-Ord- I nung trat heute zusammen. Die in Artikel 1 und 2 vor- I geschlagenen Aenderuugen zu den §§ 19, 21 und 3 der I Gewerbe Ordnung wurden angenommen, ebenso in Artikel 3 I die vorgeschlagenen Aenderungen des § 34 der Gewerbe- I Ordnung.
I Berlin. 2. Mai. Der Zustand des Kardinal-Erzbischofs I Dr- Krementz in Köln ist hoffnungslos. Seine Auflösung I steht bevor.
Berlin, 2. Mai. Wie die „Hilfe mitteilt, findet der | diesjährige national-soziale Parteitag in der Zeit I vom 1. bis 4. Oktober in Göttingen statt.
Berlin, 2. Mai. Die Mitteilung der „Freisinnigen I Zeitung" von einer Wendung betreffs der Kan al-Vorlage, wonach ein Teil der konservativen und klerikalen I Gegner derselben nunmehr die Verbindung des Dortmund- I Ems-Kanals mit dem Rhein, aber nicht dem Mittelland- I Kanal bewilligen wollen, wird der „Rational-Zeitung" als I unbegründet bezeichnet. Dagegen wird dem Blatte bestätigt, I daß bei vielen Gegnern der Widerstand gegen die Vorlage I sich abschwäche. Die Tragweite dieser sich anbahnenden 1 Stimmungs-Aenderung müsse abgewartet werden.
Berlin, 2. Mai. Der Besitzer der Wechselstube Louisen- I stadt, Fritz Thiele, ist seit gestern mit seiner Geliebten | flüchtig geworden. Er hinterläßt etwa 100000 Mark I Schulden an Börsen-Differenzen, die er kleinen Leuten zu I zahlen hat, wozu er nicht imstande ist.
Berlin, 2. Mai. 2 500 Holzarbeiter find wegen I der Maifeier auf einige Tage resp. auf eine Woche von der I Arbeit ausgesperrt worden. Heute vormittag fand eine I Versammlung der Ausgesperrten statt. Heute abend wird I zur Beratung weiterer Schritte eine Bertrauensmänner- I Konferenz abgehalten.
M.P.C. Berlin, 3. Mai. Wie wir hören, wird binnen I kurzem das Erscheinen des Schlußbandes der Berufs- I statistik für das deutsche Reich erwartet. Derselbe I enthält nicht sowohl Tabellen, als vielmehr zusammenfassende I Betrachtungen über die Ergebnisse der Zählung. Die I letztere war bekanntlich eine Berufs- und Gewerbezählung I und fand am 14. Juni 1895 statt.
M P C. Zu den Aufgaben des Reichstages, die vor- I aussichtlich eine Erledigung nicht mehr finden dürften, gehört die Justiznovelle mit dem Antrag Rintelen auf Wiedereinführung der Berufung in Strafsachen. Die Zahl der hierzu gestellten Unteranträge ist schon jetzt eine so große, daß es schlechterdings unmöglich scheint, die einschlägigen Fragen in wenigen Sitzungen zu erledigen. Je, mehr aber beim Stellen von Unteranträgen auch die Sozial- j demokraten sich beteiligt haben, um so sicherer möchte wohl zu erwarten sein, daß diese, zumal wenn kein beschlußfähiges Haus zusammen ist, die Debatten außerordentlich in die Länge ziehen und zum Halten von Wahlreden benutzen werden.
M.P.C. Wenn in den nächsten Tagen die Kanal- kommission des Preußischen Abgeordnetenhauses eine Informationsreise in das Ruhrgebiet unternimmt, so wird I unwillkürlich die Erinnerung an frühere Reisen, welche von I den Parlamenten bei uns ausgeführt wurden, in die Er- I innerung zurückgerufen. Die erste derartige Reise dürfte I wohl die sein, welche das Zollparlament mit dem Zoll- I bundesrat am 24. und 25. Mai 1867 nach Kiel u'.:d Har::- [ bürg unternahmen, wobei die Mitglieder Gelegenheit hatten, I den stattlichen Anfang der deutschen Marine und die unge- I heuren Mittel der mächtigen Handelsstadt an der Elbe zu I bewundern.
Berlin, 2. Mai. Im Abgeordnetenhause sind die Ge- I schäftsanordnungen für die nächsten Wochen getroffen worden. I Zwischen den beiden am 8. und 10. Mai ftattfindenden I Plenarsitzungen wird am 9. Mai die Kanalkommission I tagen, sodann am 12. und 13. Mai. Vom 15. Mai ab I werden bis zum 19. Mai einschließlich die Pfingst- I serien dauern. Am 30. Mai tritt das Plenum zum ersten I Male nach den Ferien zusammen. Für jetzt glaubt man, daß am 31. Mai die Verlesung des Berichts der Kanal- I kornmisfion stattfinden dürfte. I
— Die Ausschmückungs-Kommission des I Reichstags hat einen künstlerischen Beirat gewählt. Der- I selbe wird nach dem Ermeffen des Präsidenten einberufen I werden und hat nur Gutachten und Vorschläge zu unter- I breiten. Die Entscheidung bleibt der Kommission uüein [
I überlassen. Auf diese Weise werden Konflikte wie mit Geh. I Baurat Wallot im Falle Stuck vermieden.
— Von einer „Eugen Richter. Stiftung" ist I gelegentlich einer am Sonntag stattgehabten Sitzung des I Zentralausschusses der freisinnigen Polkspartei Mitteilung I gemacht worden. Die „Freis. Ztg." berichtet darüber: I Abg. Schmidt (Elberfeld) nahm Gelegenheit mitzuteilen, daß I aus Anlaß des 60. Geburtstages des Abg. Eugen Richter I im Sommer 1898 Parteigenossen Gelder zu sammeln be- I gönnen hatten zu einer Parteistiftung unter dem Name» I „Eugen Richter-Stiftung", welche nunmehr abgeschlossen ist I und für Parteizwecke dem geschäftsführenden Ausschuß zur I Verfügung gestellt werden soll. Abg. Schmidt übergab dem Abg. Richter in seiner Eigenschaft als derzeitiger Vorsitzender I des geschäftsführenden Ausschusses den Betrag dieser in I 65000 M. 3r/z v. H. Konsols angelegten Sammlung. Abg. I Eugen Richter nahm namens des Ausschusses dankend die I Summe in Empfang, welche für die Opferwilligkeit der I Parteimitglieder für Parteizwecke ein um so schöneres Zeug- I uis ablege, als gerade im Wahljahr 1898 die Parteigenossen. I für Parteizwecke anderweitig in Anspruch genommen worde» I seien. Wenn die Verknüpfung mit seinem Namen diese Stiftung gefördert habe, so gereiche ihm dies um so mehr I zur Ehre, als es sich hierbei nicht um irgend welche Person- I liche Zuwendungen, sondern um die Förderung allgemeiner I Parteizwecke handle.
— Koloniales. Neueren Pariser Meldungen zu- I folge sind die ersten französischen Expeditionen nach de« I Tschadseegebiet daselbst eingetroffen und haben sich mit de« I Sultan von Bagirmie in Verbindung gesetzt. In die I dortigen recht unklaren Verhältnisse und Zustände wird erst I Licht kommen, wenn der unterwegs befindliche „Gentil" I daselbst angelangt sein und eine regelrechte Verwaltung im I Mündungsgebiet des Schari eingerichtet haben wird. Da I das Land westlich von der Mündung des Schari in de» I Tschadsee zur deutschen Interessensphäre gehört, so hat das französische Vorgehen östlich davon für Deutschland eine Bedeutung, die sich mit der Zeit recht fühlbar machen wird, I zumal wohl noch Jahre vergehen werden, ehe man von I deutscher Seite bis zum Tschadsee vorrücken und sich dauernd dort niederlassen wird. Auch die bestimmt von Reichswege» in Aussicht genommene Expedition nach dem Benns kommt I in diesem Jahre nicht mehr zu stände; die geeigneten Monate, I um sie in Gang zu setzen, wären Juli und August, bis I dahin wäre aber die Ausrüstung der Expedition nicht mehr I möglich. Außerdem ist die Entscheidung darüber noch nicht ergangen, wer der Führer des Zuges in ein neu zu besetzendes Gebiet sein soll. Bekanntlich ist dafür der Major von Wißmann in Aussicht genommen, doch heißt es, er werde den Antrag ablehnen. Für die deutsche Festsetzung am Venus ist es von großer Bedeutung, daß die Kamerunschutztruppe unter Hauptmann v. Kamptz die Sklavenräuber nördlich von Sannaga am Mbam niedergeworfen hat, die unter dem Namen Ngila Wüte Watare bekannt sind. Wenn auch jetzt in jenen Gegenden wohl einige Ruhe eingetrete» ist, so kann unsere Ausgabe dort noch nicht als abgeschlossen | angesehen werden. Zunächst ist abzuwarten, welchen Eindruck das Vordringen der deutschen Schutztruppe auf die Emire von Tibati und Jola machen wird, die als Lehnsherren von Ngila, Wüte u. f. w. bezeichnet wurden. Wir stehen jetzt den vordringenden Haussa gegenüber. Ganz Adamaua, welches bis zum Venus reicht, befindet sich offenbar in einer Übergangsperiode. Die Errichtung einer deutschen Station zu Garun am Benutz, die hoffentlich im nächsten Jahre zur Ausführung kommt, bildet für Adamaua einen gewissen Abschluß.
Breölau, 2. Mai. Der „Breslauer General-Anzeiger" meldet: Ein großes Schadenfeuer zerstörte heute morgen die großen Fabrikgebäude der Strohhut-Fabrik B. Perls Nachfolger. Die vierstöckige Fabrik ist total ausgebrannt. Expedition und Geschäftslager sind verschont geblieben. Etwa 300 Arbeiter und Arbeiterinnen wurden arbeitslos. Der Schaden ist bedeutend, die Entstehungs- ursache unbekannt.'
Breslau, 2. Mai. In dem Mordprozeß sprachen heute nachmittag 4% Uhr die Geschworenen den angeklagte» Schuhmacher Herrmann nicht des Mordes, sondern des Totschlags schuldig, worauf der Gerichtshof dem Anträge des Staatsanwalts gemäß den Angeklagten zu 15 Jahre» Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilte.
Emden, 2. Mai. Der Reichstagsabgeorduele Franz ins, der Vertreter des ersten hannoverischen Wahlkreises, ist heute in Blankenburg am Harz gestorben.
Nr. 18 des Reichsgesetzblattes, ausgegeben den 29. v.Mts., «enthält:
(Nr 2571.) Bekanntmachung, betreffend Ausnahmen •lon dem Verbote der Sonntagsarbeit im Gewerbebetriebe, vom 26. April 1899.
(Nr. 2572.) Bekanntmachung, betreffend den Betrieb 3on Getreidemühlen. Vom 26. April 1899.
Gießen, am 2. Mai 1899.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Bechtold.
«dreffe für Depeschen: Jtapifet $Ufc*e Fernsprecher Nr. 51.
S^iugspret* vierteljährlich 2 Mark 20 Pf,., monatlich 75 Pfg. mit vringerlohn. .
Bei Postbezug 2 Mark 50 Pf^ vierteljährlich.
Bekanntmachung.
Bei den beiden Bullen und verschiedenen weiblichen Litten in Kölschhausen, Kreis Wetzlar, ist BläScheu- snsschlag fest gestellt worden.
Der Bläschenausschlag unter dem Rindvieh zu Oberbiel, Steindorf und Aßlar, Kreis Wetzlar, ist ab* geheilt.
Unter dem Rindvieh der Gemeinde Waldgirmes, Kreis Biedenkopf, ist der Bläschenausschlag fest- gestellt worden.
Gießen, den 1. Mai 1899.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Bechtold.
W4<i»t täglich ®tt Ausnahme des MonkagS.
Die Gießener k'«m-ttte»ßtätter vertan tarn Anzeiger Lchentlich viermal beigelegt.
Gießener Anzeiger
Heneral-Anzeiger
An die Großh. Bürgermeistereien des Rentamtsbezirks Gietzen.
Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden aus orts- Miche Weise bekannt machen zu (affen, daß die Pacht- Vteträge für die zu Ende 1899 leihfällig werdenden Grund- ßMe, welche am 1. Mai l. Js. fällig waren, sowie die ifNtnbaibgaben vom 1. Quartal 1899 nur noch bis zum
5. d»S. Mts. ohne Kosten bezahlt werden können.
Gießen, den 2. Mai 1899.
Großherzogliches Rentamt Gießen.
___I. E.: Böß.___________________
Bekanntmachung.
Die 18jährige Lina Schmidt von Burgsolms, zuletzt tä Diensten des Oekonomen Anton Mignon zu Wetzlar, ist W dem 27. April d. Js. verschwunden. Sie wurde zuletzt alledem Kornmarkt zu Wetzlar abends gegen 10 Uhr ge* feifyn, in Gesellschaft eines mittelgroßen Mannes in grauer 3Ne unb langen Stiefeln.
Da möglicherweise ein Verbrechen vorliegt, ersuche ich ni« schleunige, eingehende Recherchen, und um Mitteilung ülö« den Verbleib der Schmidt und über die Persönlichkeit ÜMS Begleiters.
Signalement:
Geburtsort: Burgsolms; Alter: 18 Jahre; Gewerbe: Düeislmagd; Größe: 1 Meter 60—64 Ctm.; Haare: hell- HJW; Stirn: gewöhnlich; Augenbrauen: hellblond; Augen: bUw; Nase: gewöhnlich; Mund: gewöhnlich; Zähne: voll- 4äMg; Gesichtsfarbe: frisch; Gesichtsbildung: rund; SikiÄir: gesetzt; Sprache: deutsch; Kleidung: rote Taille, 8’M mit Perlenbesatz, blauer Rock mit gelben Tupfen.
Limburg, den 1. Mai 1899.
Der Erste Staatsauwalt.__________
Deutsches Reich.
Serliu,2. Mai. Zu dem Kaiserbesuch in Straß- b mrz «ird der „Post" gemeldet, daß der Kaiser morgen ooi:pniltag um 9'/8 Uhr auf dem dortigen Centralbahnhofe i Mmtaifft und während seines Aufenthaltes daselbst im Palais I
Statthalters Fürsten Hohenlohe Wohnung nehmen wird. Lnr U/g Uhr fährt der Kaiser nach Rosheim, um sich von ml ms zu Wagen nach dem Qdilienberge zu begeben. Km S'/s Uhr erfolgt die Rückkehr nach Straßburg, woselbst «mo Wemb im engen Kreise beim Statthalter Familientafel MÄet. Für Donnerstag morgen ist ein Ausflug nach der iHvh-Königsburg vorgesehen. Abends wird der Kaiser beiili:Statthalter an einem offiziellen Diner teilnehmen. Am I Freichg hält der Kaiser über die Straßburger Garnison I grochi Parade ab. lleber die Abfahrt des Kaisers sind bffwwe Anordnungen bisher nicht getroffen. Die Kaiserin I wl^'ihr-k» Gemahl, vom Schloß Urville kommend, in Straß- I
besuchen, während die kaiserlichen Kinder auf dem Schlöffe »erben. I
tofih, 2. Mai. In der ReichStags-Kom-j


