Ausgabe 
4.5.1899 Drittes Blatt
 
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Plan von Berlin hergestellt werden, in welchen alle sehens­werten Anstalten aus dem Gebiete der Volkswirtschaft-, Gesundheits- und Wohlfahrtspflege, große Jndustriewerke mit mustergiltigen Wohlfahrtseinrichtungen u. a. m. unter Angabe der Besuchszeit ausgenommen werden. Am Freitag, 26. Mai, ist der Nachmittag für Ausflüge Vorbehalten, welche der Besichtigung der Heilstätte» des Roten Kreuzes am Grabowsee, des Berlin-Brandenburgischen Heilstätten- Vereins bei Belzig und der städtischen Heilstätten Blanken­felde und Malchow gelten sollen. Für diese Besichtigungen werden möglichst frühzeitige Anmeldungen von den Kongreß­mitgliedern erbeten werden.

* Oliver Cromwell. Man schreibt aus London, 25. April: Heute ist der 300. Jahrestag der Geburt Oliver Crom­wells, vielleicht des größten Staatsmannes und Feldherrn, den England hervorgebracht hat. Wenn der Haß, den die Parteien einem Staatsmanne entgegenbringen, zugleich ein Maßstab für die Wucht seiner Aktion und Persönlichkeit ist, so kann sich Cromwell in dieser Beziehung nicht beklagen; denn auch heute kann sich in England, wo man im politischen Heben so wenig nachträgt, zum mindesten die Hälfte des Volkes noch nicht entschließen, seinen Gedenktag mitzufeieru. vs bleibt das den Nonkonformisten überlassen, den direkten Nachkommen jener Puritaner, aus deren Reihen Cromwell hervorgegangeu ist, und wenn die radikalen und liberale» Blätter seine Verdienste um England in glühenden Farben schildern, so schweigen die Konservativen oder weilen be­

sonders bei der Vergänglichkeit seines Werkes. Literarisch und in den Augen der Historiker hat allerdings Carlyle das Andenken des Lord-Protektors, das acht Generationen mit jedem Schimpf überhäuft haben, völlig rehabilitiert, und derVerräter" undheuchlerische Königsmörder" der vorcarlyleschen Zeit ist nun unseren zwei ersten Historikern, dem einen, Prof. Gardiner,der größte Engländer aller Zeiten", und dem anderen, Sir John Seeley,der ver­wegenste und originalste Staatsmanu, den wir besessen haben". Auf der anderen Seite hat aber noch 1894 das Unterhaus einen Antrag der Regierung, Cromwell in West­minster Hall eine Statue zu errichten, verworfen, und bis heute steht die einzige Statue des großenRebellen", deren sich England rühme» kann, in Manchester, der Grund, wes­halb, wie das Volk fest glaubt, die Königin diese Stadt während ihrer ganzen Regierungszeit nie besucht hat!

* Eine Radfahrt im Lowenkafig. Eine sehr gefährliche Radfahrt wurde kürzlich von einem Berufsfahrer, Maurice Berlin, in Agen unternommen. Wie eine englische Zeit­schrift erzählt, handelte es sich um eine Wette von 3000 Mk. Bertin verpflichtete sich, in einem Löweukäfig mit seinem Rad um das Tier herumzufahren. Die Menagerie Himm in Agen wurde als Schauplatz für die kühne That bestimmt. Eine ungeheuer große Menge strömte hier zusammen, um dem ungewöhnlichen Schauspiel beizuwohnen. Der Besitzer der Tiere begleitete Bertin in den Käfig, wo der furchtlose Radfahrer sogleich auf das Rad sprang und eine kurze

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Rundfahrt im Käfig machte. Zwei Löwe» »ud eine Hr? befanden sich darin. Zunächst starrten die Tiere das m gewohnte Schauspiel an. Dann aber stellte sich der Löwe in Positur, nm sich auf den fahrenden Berti» stürzen. Der Wächter bemerkte es, hielt das Tier mit Peitsche im Zaum und Bertin gewann die Wette, nachb er die versprochene Anzahl von Runden gemacht hatte.

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