Ausgabe 
4.1.1899 Erstes Blatt
 
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bereite einen Angriff auf den Negus Menelik vor, dann wurde angekündigt, Menelik rüste ein ganz großes Heer zur Niederwerfung Mangaschas aus; bald darauf wurde von einem Vergleiche zwischen Menelik und Mangascha be­richtet. Aus allen Mitteilungen ging gleichmäßig hervor, daß Kriegsrüstungen in Abyssinien stattfanden. Wenn die Truppen jetzt den Marsch nach Westen einschlagen und Galabat besetzt haben, so stehen sie an der uralten Ausfall­pforte Abyssiniens nach dem Sudan. Die Kämpfe der Mahdisten mit den Abyssiniern 1885 bis 1887 drehten sich fast ganz um Galabat oder Metemmeh; von dort aus ge­langt mau nach der fruchtbaren Landschaft Gedaref. Galabat selbst, das mehrere Jahre von den Mahdisten beherrscht worden war, gehört jetzt wieder zu Abyssinien, seine Besetzung durch Truppen Meneliks wäre an sich nicht auffällig, doch macht das plötzliche Vorrücken nach der Westgrenze Aethio- Piens den Eindruck, als wollte Abyssinien in die Sudan- Angelegenheiten eingreifen. Diese Vermutung liegt um so näher, als von Adis Abbeba aus schon Ansprüche auf das ganze östliche Ufer des Nil vom 2. Grad bis zum 14. Grad nördl. Breite, also nur einen Grad südlich von Khartum, gemacht morden sind. So würde dort dem Festsetzen und Vorrücken der Engländer am oberen Nil ein neuer starker Gegner entgegenrücken. In verschiedenen Briefen aus Abyssinien wurde seit vorigen Sommer angegeben, daß die Abyssinier neuerdings den Briten mehr entgegen­kämen und sich von den Franzosen zu entfremden begännen. Ein abyssinischer Einfall in den ägyptischen Sudan wäre wohl eine eigentümliche Erläuterung dazu. Bei der bekannten Hinterlist und Unzuverlässigkeit der Abyssinier läßt sich von ihnen Alles erwarten.

Asien. Von Afrika hat sich der Gegensatz zwischen Frankreich und England für den Augenblick am stärksten wieder nach dem fernen Osten verpflanzt. Da­durch, daß die chinesische Regierung trotz des von dem britischen Gesandten erhobenen Einspruchs die Forderung einer ausschließlichen Erweiterung der französischen Nieder­lassung in Shanghai bewilligt hat, wäre diese Angelegenheit nach langem Schwanken endlich zu Gunsten der Forderung Frankreichs entschieden worden. Die Vergrößerung der Settlements in Shanghai ist für die nichtchinesischen Be­wohner der großen Handelsstadt zwar von großer praktischer Bedeutung, ihre politische Bedeutung aber erhält sie erst durch die Gegnerschaft zwischen Frankreich und England in China. Sowohl der britische wie der amerikanische General­konsul in Shanghai hatten gegen die ausschließliche Er­weiterung der französischen Niederlassung Einspruch erhoben, und der Erstere hatte diesen Einspruch sogar politisch mit der von China eingegangenen Verpflichtung begründet, im Ge­biet des Jangtse ohne die Einwilligung Englands keinerlei Gebiete an eine fremde Macht abzutreten oder zu verpachten. Wenn trotzdem die chinesische Negierung über diesen Ein­spruch Englands hinweggegangen ist, so dürfte Rußland, der in China allmächtige Freund der Republik, in Peking eingegriffen haben, um dem Bundesgenossen einen Dienst zu leisten und zugleich die Behauptung eines Theiles der Pariser Presse zu entkräften, daß namentlich im fernen Osten das Bündnis mit Rußland nur dem letzteren Vortheil ge­bracht habe. Um so gespannter darf man darauf sein, ob England seinen Einspruch aufrechterhalten wird und welchen Nachdruck es ihm zu geben geneigt ist. DieTimes" er­klären in dieser Beziehung:Es wäre gut, von vornherein zu verstehen zu geben, daß wir nicht gesonnen sind, eine Behandlung dieser Art hinzunehmen. Deutschland, die Ver­einigten Staaten und Japan sind nicht weniger als wir interessiert, zu verhindern, daß Frankreichs Neidhammelpolitik ihre Wirksamkeit äußere. Welchen Druck die Franzosen auch auf die Pekinger Regierung zur Wirkung bringen können, wir können unsere Stärke weit unmittelbarer und schärfer fühlen lassen."

Lokales und Provinzielles.

Gießen, den 3. Januar 1899.

** Diejenigen unserer verehrlichen auswärtigen Abonnenten, welche den Kalender für 1899 durch den Versand beschädigt erhielten, werden freundlichst gebeten, uns solches zu melden, damit wir Ihnen ein unversehrtes Exemplar zustellen können.

** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung, Donnerstag, den 5. Januar 1899, nachmittags 3y2 Uhr pünktlich. 1) Diensteinführuug und Verpflichtung der neugewählten Stadtverordneten. 2) Gesuch des Georg Koch um Erlaubnis zur Erbauung eines Gewächshauses an der Ludwigsstraße; hier: Dispens von §. 18 des Ortsbau­statuts. 3) Baugesuch der Gebrüder Horn am Kreuzplatz; hier: Dispens von §. 18 des Ortsbaustatuts. 4) Lieferung der zur laufenden Straßenunterhaltung erforderlichen klein­geschlagenen Basaltsteine pro 1899/1900. 5) Die Ent­wässerung der Marburgerstraße; hier: Arbeitsvergebung. 6) Ausbau der Liebigstraße; hier: Rechnungsdekretur für das Abwalzen derselben. 7) Desgleichen der Ebelstraße. 8) Die Verwertung der Schweineborsten aus dem Schlacht­hause. 9) Entleeren der Senkgruben in den städtischen Ge­bäuden; hier: Gesuch des Heinrich Zölzer um Erhöhung der Vergütung. 10) Fortführung der Personenstandsregister; hier: Vergütung der Ratsdiener hierfür. 11) Gesuch des Bureaugehülfen Weidmann um Gewährung von Urlaub. 12) Gesuch des Forstwarten Arft um Erlaubnis zum Be­wohnen des Versteigerungszimmers im Forsthaus am Lumpcnmannsbrunnen. 13) Erläuterung der Revisions- bemerkuugen zur Rechnung der Stadt Gießen pro 1896/97. 14) Ankauf der Neumühle; hier: a. Rechnung des In­genieurs Leithäuser über eine Turbinen-Anlage; b. Her- stellung einer Uferbefestigung sowie Ausfüllung eines Kolkes am Mühlgraben. 15) Die Rechnung der Armenkaffe pro 1897/98. 16) Den Voranschlag der Armenkasse pro 1899/1900. 17) Neuwahl der Deputationen und Kommissionen. 18) Ge­such des Heinrich Möller um Konzession zum Wirtschafts­

betrieb im Hause Nordanlage 1. 19) Desgleichen des Wilhelm Berndt im Hause Bahnhofstraße 34. 20) Des­gleichen des Robert Schmidt tjn Hause Liebigstraße 64.

** Silberne Hochzeit. Heute feiert Herr Geheimerat Prof. Dr. Riegel und Frau Gemahlin das Fest der silbernen Hochzeit. Obgleich das Jubelpaar diesen Tag in aller Stille begehen wollte, wurde es doch im engeren Kreise bekannt und fanden dadurch alle Verehrer Gelegenheit, ihre Herzenswünsche darzubringen. Schon in aller Frühe wurden prachtvolle Blumenspenden und sinnige Geschenke dem hoch­verehrten Jubelpaare dargebracht. Hieran schlossen sich persönliche Gratulationen von Freunden, Bekannten sowie der Aerzte, Beamten und des klinischen Personals. Um i/2ll Uhr erschien die Regimentskapelle zu einem Ständchen. Möge es dem hochverehrten Jubelpaare vergönnt sein, auch das Fest der goldenen Hochzeit in Gesundheit und körper­licher Frische zum Segen seiner Familie und zum Wohl der Menschheit zu begehen.

Wir berichteten über die Ehrung, welche den älteren kaufmännischen Beamten der Firma Gg. Phil. Gail hier- selbst zu teil geworden ist. Heute sind wir in der erfreu­lichen Lage, einen weiteren Fall anführen zu können, wo langjährige Dienste gebührende Würdigung gefunden haben. Die Firma Carl Emmelius dahier hat nämlich am 1. Januar ihren bewährten Mitarbeiter, Herrn Wilhelm Köser, ebenfalls zu ihrem Prokuristen ernannt.

* Zu den Jubiläen im Hause Gg. Phil. Gail tragen wir noch nach, daß jeder der beiden Jubilare mit einer an­sehnlichen Ehrengabe vom Chef des Hauses bedacht wurde.

'* Stadttheater. Die gestrige dritte Aufführung des Erbe" von Felix Philippi war leider nur schwach be­sucht. Da bereits der Besuch der zweiten Aufführung zu wünschen übrig ließ, darf man wohl annehmen, daß das Gießener Publikum an dergleichen Sensationsstücken wenig Gefallen findet.

* * Stadttheater. Es sei schon heute darauf aufmerksam gemacht, daß am nächsten Freitag den 6. ds. Mts. eine Novität von hervorragender Bedeutung im hiesigen Stadt­theater gegeben wird, nämlich Goffredo Cognettis dreiaktiges WerkA Basso Porto, Szenen aus dem neapolitanischen Volksleben. Das interessante Werk wurde zuerst in Deutschland im Neuen Theater zu Berlin und zwar mit durchschlagendem Erfolge aufgeführt und ist als­dann auf einer großen Anzahl deutscher Bühnen in Szene gegangen.

* * Theater Verein. Mittwoch den 11. Januar. Ein altes Sprichwort sagt, alle Sprichwörter und Gleich­nisse hinken, wenn aber alle Sprichwörter hinken, so hinkt das soeben angeführte selbstredend kräftig mit. Ein beson­ders unzutreffendes Sprichwort ist nun aberDer Pro­phet gilt nichts in seinem Vaterlande"; das mag für die falschen zutreffend sein, nicht aber für die, von welchen man das Gegenteil behaupten darf; die finden gerade in der Heimat die wärmste Anerkennung. Auch wir in Gießen haben unsere Propheten, die wir mit vollem Recht feiern, eine Wittich, einen Levi und einen Buff zählen wir mit berechtigtem Stolze zu unseren Stadtkindern. Dem Theater-Verein ist es nun gelungen, durch eine weitere Entdeckung das Gießener Künstler-Kleeblatt zu einem vierblätterigen zu gestalten, und zwar ist dieses Blatt ein ungemein kräftiger Trieb, das voll und ganz diesem Trifolium zugehört. Den gerade nicht über­mäßig poetischen Namen Peppler trägt der neu entdeckte Stern, der, von Gießen ausgegangen, heute am Kunst­himmel zu Hannover hell strahlt. Peppler, der am Hof­theater zu Hannover wirkt, ist ein echtes Gießener Kind, unmittelbar an der Lahn, in der Obermühle, hat er sein absolut erstes Debüt gegeben und damals sofort den ungeteiltesten Beifall seiner Eltern gefunden. Dieser Er­folg ist ihm treu geblieben, als er sich von den Mühl­brettern auf die weltbedeutenden schwang, er steht an erster Stelle an einer ersten Bühne. Mit herzlicher Freude hat er den Engagementsbesuch als Gast seiner Heimatstadt an­genommen, in der Hoffnung, von seinen engsten Landsleuten ebenso empfangen zu werden, die ihm sicher nicht zurufen werden:Der Prophet gilt nichts in seinem Vater lande." -r

** Der diesjährige Winter scheint eben so mild ver­laufen zu wollen, wie diejenigen der letzten Jahre. Statt der glänzenden weißen Schneedecke und der erfrischenden trockenen Kälte früherer Winter hatten wir seither nichts als naßkaltes Wetter mit all seinen unangenehmen Folgen für die Gesundheit. Freunden der Natur dürfte es daher willkommen sein, sich einmal wenn auch nur für kurze Zeit in diejenigen Gegenden zu versetzen, in welchen selbst während der Hundstage Schnee und Eis die Herrschaft behaupten, in das Hochgebirg! Gelegenheit dazu bietet der seitens der Sektion Gießen desDeutschen und Oester- reichischen Alpenvereins" für nächsten Donnerstag imCafs Ebel" angesetzte Vortrag über Die Gründe und Gletscher des Zillerthales und über dort aus­geführte Bergbesteigungen. (Siehe Anzeige.) Wir machen daher Freunde der Alpenwelt darauf aufmerksam, daß zu diesem Vortrag Gäste willkommen sind und durch Mitglieder der Sektion Gießen eingeführt werden können.

** Der allgemeine Verband der deutschen landwirtschaft­lichen Genossenschaften veröffentlicht die Firmen von 1731 ländlichen Genossenschaften als Zugänge des Jahres 1898. Unter den neuen Genossenschaften sind über 1500 ländliche Spar- und Darlehenskassen, über 100 Molkereien und die Provinzial-Ein- und Verkaufsgenossenschaften für Schleswig-Holstein, Rheinpreußen uno Nassau. Der allge­meine Verband umschließt jetzt 6400 Genossenschaften, während in ganz Deutschland 12200 landwirtschaftliche Genossenschaften bis Ende Dezember 1898 ins Leben ge­treten sind.

I« Amerika verstorbene Hesse». In Akron, O., Wilhelm Fink, 77 Jahre alt, aus Heppenheim a. d. W.

In Johnstown, Pa., Wilhelm Wilhelm, 77 Jahre alt, aus Inheiden.

-e Neu-Ulrichstein, 2. Januar. Monatsbericht der Arbeiter-Kolonie pro Dezember 1898. Ende Dezember 1898 sind in der Kolonie stellen-, resp. arbeitslos 61 Mann. Dieselben verteilen sich auf das Großherzogtum Hessen 11; Regierungsbezirk Wiesbaden 10; Regierungs­bezirk Kassel 4; Provinz Sachsen 2; Provinz Westfalen 5; Provinz Rheinlande 7; Provinz Brandenburg 1; Pro­vinz Pommern 2; Thüringen 1; Provinz' Posen 1; Provinz Ostpreußen 1; Provinz Schleswig-Holstein 1; Provinz Schlesien 1; Reichslande 1; Königreich Baiern 5; Königreich Württemberg 1; Königreich Sachsen 4; Groß­herzogtum Baden 1; Großherzogtum Mecklenburg 1; Aus­land : Oesterreich-Ungarn 1. Hiervon waren: Arbeiter 29, Bäcker 1, Barbiere 1, Bergmann 1, Dreher 1, Former 1, Gärtner 2, Kappenmacher 1, Kaufleute 6, Kellner 4, Klempner 1, Maschinen-Zeichner 1, Maurer 3, Photo­graphen 1, Schlosser 2, Schreiner 2, Schuhmacher 2, Tuch­macher 1, Tüncher 1. Gearbeitet wurde an 1574 Tagen. Verpflegt wurde an 1865 Tagen. Die Kolonie zählte im Dezember 219 Sonn- und Feiertage, 71 Krankentage, be­urlaubt wurde 1. Im Monat Dezember 1898 wurden ent­lassen auf eigenen Wunsch 4 Mann, in Arbeit 1, in die Familie zurück 1, wegen schlechten Betragens 2, gestorben 1. Abgewiesen wurde 1 Mann. Seit Bestehen der Kolonie sind ausgenommen worden im Ganzen 3525, dagegen ab­gegangen im Ganzen 3464, bleibt Bestand am 1. Dezember 1898: 61 Mann.

An der äußersten Grenze unseres Landes, im hessischen Odenwalde, liegen im Sensbacher Thal die Orte Heb­stahl und Untersensbach mit einer Einwohnerzahl von zusammen 1100 Seelen. Da beide Orte bis daher noch keine Kirche besitzen, so müssen sie, wollen sie die Wohl- thaten eines Gottesdienstes genießen, in das 2 Stunden entfernte Städtchen Beerfelden wandern, was mit großen Beschwerlichkeiten und Kosten verknüpft ist, da die 500 Meter­hohe Sensbacher Höhe überschritten werden muß. Die Einwohner haben deshalb beschlossen, sich ein Kirchlein für ihre Verhältnisse zu bauen; da die Gemeinden aber sehr arm sind, so haben sie sich an das Ministerium gewandt und um die Erlaubnis zu einer Landes-Kollekte gebeten und ist dieselbe vom Ministerium des Innern unter dem 3. Oktober v. I. bereitwilligst erteilt worden. Hohes Ober­konsistorium hat ebenfalls eine Unterstützung zugesichert. Das Kirchenbau-Komitee wendet sich nun vertrauensvoll au die Mildthätigkeit ihrer evangelischen Glaubensgenossen mit der herzlichen Bitte, ihnen doch eine Unterstützung gewähren zu wollen und solche an den vom Kreisamte Erbach autori­sierten Kolporteur zu übergeben. Da die Einwohner der genannten Orte sehr kirchlich gesinnt sind, so ist das Er­suchen der Gemeinde auf das Wärmste zu unterstützen.

Worms, 1. Januar. Nach dem Beispiel anderer Städte hat die Eisenbahndirektion auch am hiesigen Platze eine Eisenbahnschule ins Leben gerufen, die nicht allein von hiesigen Beamten, sondern auch von vielen auswärtigen des Jnspektionsbezirkes Worms besucht wird. Leitung und Unterrichtsstunden sind an die Vorstände hiesiger Dienst­stellen verteilt, und als Lokal der Wartesaal für Nicht­raucher bestimmt. Diese Einrichtung kommt namentlich allen Anfängern zu gute, die in der Vorbereitungszeit zum Examen stehen, da ihnen durch Leitfaden und nähere Er­klärungen viele interessante Aufgaben klargestellt werden. Ebenso werden durch solche vortreffliche Neuerungen alle Teilnehmer schon von Anfang an in ein gemeinsames Ganze zusammengeführt.

Aus der Zeit für die Zeit.

Vor 50 Jahren, am 4. Januar 1849, starb in seiner Vaterstadt München Franz Xaver Gabelsberger, der Erfinder der Stenographie in Deutschland und Begründer des nach ihm benannten, am weitesten verbreiteten Systems. Die Gabelsbergersche Schule, die ihre Schrift jetzt mit Vorliebe deutsches Einheitssystem" nennt, zählte am 1. Juli 1897 im deutschen Reiche, Oesterreich und der Schweiz 974 Vereine mit 33 571 Mitgliedern. Die gesamte deutsche Stenographen- wclt aber wird gerade am heutigen Tage pietätvoll des Be­gründers der Schnellschrift gedenken. Gabelsberger wurde am 9. Februar 1798 in München geboren, wo man ihm ein Denkmal errichtet hat.

Statistik

sämtlicher Hochschule« Deutschlands.

Die akademische Jugend auf sämtlichen deutschen Universitäten, technischen Hochschulen, den tierärztlichen Hochschulen, den Berg-Akademten, den Forstakademien iu Eberswalde, Münden und Tharandt, sowie der Landwirtschaf t- lichen Hochschule zu Berlin besteht im laufenden Wintersemester aud 44 333 immatrikulierten Studenten und 8918 HSrern und Hospitanten, zusammen also aus 53 251 Personen.

, ^An den 21 deutschen Universitäten (einschl. der Akademie in Munster) ftnb.32 697 Studenten immatrikuliert, hiervon entfallen auf die neun preußischen Universitäien 16 416, und zwar Berlin 6151, Bonn 1780, Breslau 1622, Köttingen 1191, Greifswald 858 balle 1605 Kiel 858, Königsberg 778, Marburg 1107 und Münster 566 auf die beiden badischen Universitäten 2283, und zwar ?£?urgJ141 und Heidelberg 1142 - auf die drei bayrischen 6274, und zwar München 3905, Würzburg 1343 und Erlangen 1026 -°uf die würtembergischen Universitäten in Tübingen 1306 -

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