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4.1.1899 Erstes Blatt
 
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199, Heidelberg 66, Erlangen 181, Tübingen 270, Gießen 59, Leipzig 317, Straßburg 72 Jena 36 und in Rostock 32.

Katholische Tbeologte studieren 1297 Studenten, und zwar in Bonn 273, in Bieslau 211, München 167, Würzburg 152, Tübingen 169 und in Münster 325.

In der jurtsttchen Fakultät sind im Ganzen 9294 Stu denten immatrikuliert. Hiervon in Berlin 2107, in Bonn 473, in Breslau 456, Güttingen 349, GretfSwatd 185, Halle 373, Kiel 202, Königsberg 227, Marburg 335, Freiburg 257, Heidelberg 345, Erlangen 200, München 1238, Würzburg 220, Tübingen 431, Gießen 195, L-tpzig 1089, Straßburg 330, Jena 184, Rostock 98.

Die medizinische Fakultät (etnschl. der Zahnheilkunde) zählt 8106 Studenten, und zwar Berlin 1311. Bonn 252, Breslau 321, Göttingen 222, GretsSwald 318, Halle 241, Kiel 439, Königs­berg 248, Marburg 273, Freiburg 394, Heidelberg 240, Erlangen 325, München 1102, Würzburg 667, Tübingen 261, Gießen 215, Leipzig 6*3, Straßburg 335, Jma 194 und Rostock 105.

Die philosophische Fakultät (einschl. der an drei Universi­täten bestehenden mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultäten) zählt im ganzen 11088 Studenten, und zwar Berlin 2321, Bonn 701, B'eSlau 458, Göttingen 484, Greifswald 105. Halle 606, Kiel 157, Königsberg 239, Marburg 373, Münster 241, Freiburg 291, Heidelberg 501, Erlangen 320, München 1398, Würzburg 304, Tübingen 175, Gießen 248, Leipzig 1364, Straßburg 338, Jena 250 und Rostock 214.

Als Hörer bezw. Hospitanten sind zugelasien im ganzen 6104 Herren und 435 Damen, von letzteren in Berlin 234, Bonn 26, BreSlau 32, Göttingen 25, Halle 15, Kiel 21, Königsberg 34, Heidelberg 24, Erlangen 5 und Leipzig 19.

An den deutschen Universitäten sind 2092 Aus­länder, also etwa der sechszehnte Teil der ganzen Studentenschaft. Die meisten Ausländer zählt Berlin mit 564, es folgen Leipzig mit 305, München mit 202, Halle mit 148, Heidelberg mit 137, Straß­burg mit 97, Freiburg mit 94, Göttingen mit 87, Jena mit 62, Marburg mit 58, Würzburg mit 56, Königsberg mit 55, Bonn mit 51, Breslau und Tübingen mit je 34, Erlangen mit 28, Kiel mit 24, Gießen mit 23, Greifswald mit 17, Rostock mit 12 und Münster mit 4 Ausländern.

Von den Ausländern sind 440 Oesterreich er, 259 Schweizer, 552 Russen, 126 Engländer, 42 Franzosen, 22 Italiener, 26 Türken, 1 Spanier, 4 Dänen, 20 Norweger und Schweden, 30 Serben, 44 Bulgaren, 17 Griechen, 43 Holländer, 17 Luxemburger, 28 Belgier, 19 Rumänen, 305 Amerikaner, 81 Asiaten, 13 Afrikaner und 3 Australier.

Die Russen bilden hiernach einen ganz außerordent­lich hohen Prozentsatz aller Ausländer, und zwar nicht blos in der Gesamtzahl, sondern auch bezüglich jeder einzelnen Universität. Berlin zählt ihrer 195, Bonn 6, BreSlau 8, Göttingen 15, Greifs­wald 4, Halle 39, Kiel 2, Königsberg 51!!, Marburg 13, Freiburg 16, Heidelberg 43, Erlangen 5, München 35, Würzburg 8, Tübingen 6, Gießen 8, Leipzig 78, Straßburg 10 unb Jena 10.

Als Sonderheit sei erwähnt, daß in Bonn 16 Belgier immatrikuliert sind, die sämtlich Jura studieren.

An den deutschen technischen Hochschulen find im Ganzen 9380 Studierende immatrikuliert und 2536 Hospitanten und sonstigen Hörern das Hören der Vorlesungen gestattet.

Die technische Hochschule in Berlin zählt 2425 Im­matrikulierte und 1003 Nichlimmatrikulierte. Unter den letzteren befinden stch 37 R gierungsbaumeister, ferner 6 Studenten der Unt- verfität, 6 von der Bergakademie, 4 von der landwirtschaftlichen Hochschule und 1 von der Kunstakademie, sowie 45 Marine Offiziere, kommandiert zum Hören der Vorlesungen über Schiffsbau. Als zweitgrößte technische Hochschule folgt München mit 1839 immatriku­lierten und 282 nicht immatrikulierten Studierenden, dann Darm­stadt mit 1302 bezw. 141, Karlsruhe mit 889 bezw. 196, Han­nover mit 858 bezw. 339, Stuttgart mit 767 bezw. 171, Dresden mit 684 bezw. 134, Aachen mit 340 bezw. 141 und endlich Braun­schweig mit 276 bezw. 129 Studierenden bezw. Hospitanten und Hörern.

Von den Immatrikulierten studieren 1385 Architektur, 1673 Jngenieurwesen, 4571 Maschinenbauwesen, Elektrotechnik und Elektrochemie, 955 Chemie, 379 allgemeine Wiffenschasten, 27 Forst­wesen (in Karlsruhe), 37 Landwirtschaft (in München), 110 Berg- anb Hültenbau (in Aachen), 9 Handelswissenschaft in Aachen, 213 Schiffsbau und Schiffsmaschinendau in Berlin.

Von den Immatrikulierten und Hospitanten gehören 1598 dem AuSlande an. Berlin zählt 273, Darmstadt 346, München 311, Dresden 176, Karlsruhe 150, Stuttgart 102, Aachen und Hannover je 98 und Braunschweig 44 Ausländer. Auch hier find mehr als der dritte Teil Ruffen, nämlich 540. Es folgen 263 Oesterreicker, 157 Schweizer, 142 Norweger und Schweden, 95 Ru- mänter, 77 Holländer, 76 Amerikaner, 64 Bulgaren, 40 Italiener, 34 Luxemburger, 26 Engländer, 23 Serben, 11 Asiaten, je 9 Dänen, Franzosen und Griechen, je 8 Türken und Belgier, 4 Afrikaner, 3 Spanier, 2 Australier, je 1 aus Montenegro und Portugal.

Die meisten Russen sind in Darmstadt, nämlich 151, dann Berlin 110, München 77, Karlsruhe 74, Dresden 63, Braunschweig 27, Aachen 16, Hannover 12, Stuttgart 10 Russen

Bei dem massenhaften Andrange der Russen zu den deutschen HochschuUn stebt zu befürchten, daß bei Eröffnung der technischen Hochschule in Danzig ein wahrer Sturmlauf auf dieselbe seitens unserer östlichen Nachbarn gemacht werden wird, das Beispiel giebt die Universität Königsberg mit 51 Russen unter 55 Ausländern.

Auf den tierärztlichen Hochschulen find immatrikuliert 1206 Studierende und 160 stnd als Hörer zugelasien. Die Hoch­schule in Berlin zählt 395 immatrikulierte, ferner 133 Miltär- Roßarzt-Eleven als Hospitanten und 10 sonstige Hörer; Hannover 231 bezw. 12, Dresden 171 bezw. 4, München 341, Stuttgart 95 bezw. 1 immatrikulierten Studenten bezw. Hospitanten. Unter den 42 Ausländem sämtlicher Hochschulen nehmen wiederum die Russen die erste Stelle mit 24 ein, hiervon allein 16 in Dresden, 6 in Berlin, je 1 in Stuttgart und Hannover; ferner studieren 8 Oesterreicher, 6 Bulgaren, 2 Luxemburger und 1 Asiate.

An den Bergakademien studieren in Berlin 189, in Clausthal 190 (181 immatrikulierte und 9 Hörer) und in Frei­berg i. S. 268 (davon 232 immatrikulierte und 36 Hörer) im ganzen alw 602 Immatrikulierte uud 45 Hörer. Von den Im matrikulierten gehören 201 dem AuSlande an und zwar 96 Russen (86 allein in Freiberg), 22 Rumänier (sämtlich in Freiberg), 14 Eng- länder (12 in Freiberg), 20 Holländer (16 in Clausthal). 11 Oester­reicher, 9 Amerikaner, 6 Afrikaner, je 4 Luxemburger, Asiaten und Australier, je 2 Schweden und Spanier und Schweizer, je 1 Däne, Grieche, Franzose, Bulgare und Türke.

An den Forstakademten in Eberswalde, Münden und Tharandt find 201 immatrikuliert und 7 Hospitanten. Eberswalde zählt 68, Münden 45 bezw. 2, Tharandt 88 bezw. 5 Studierende bezw. Hörer. Unter den 85 Ausländern sind 43 Ruffen, davon 27 in Eberswalde, 10 in Tharandt und 6 in Münden; ferner 30 tester- reicher, 4 Norweger, 3 Holländer, je 2 Serben und Bulgaren und 1 Asiate.

An der landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin studieren 347 immatrikulierte Studenten und 66 Hörer. Unter den 26 Ausländern bilden auch hier die Rusien mit 18 den größten Teil der Ausländer.

Vermischtes.

* Verkehrswesen. Aus Kiel, 31. Dezember schreibt man der T. R.": Nach dem soeben erschienenen Kieler Handelskammer - bericht befuhren 1898 (nach vorläufigen Ermittelungen) den Kaiser Wilhelm-Kanal 25 000 Schiffe mit 3 000000 Reg.-« Tonnen (1 R T. 2 833 Kubikm.) Netto Raumgehalt und 1500 000 Mark Einnahme gegen 21904 Schiffe mit 2 345 849 Reg.-T. (1 198 722 Mk. Einnahme) im Jahre 1897 und 20068 Schiffe mit 1 751065 Reg.-T. (903 132 Mark Einnahme) im Jahre 1896.

Der StettinerVulkan" unterhandelt mit dem Ham­burger Senat wegen Erwerbung eines am Köhlbrand un­mittelbar bei den in Bau begriffenen neuen Hafenanlagen belegenen 280000 Geviertmeter großen Geländes, auf dem derVulkan" eine großartige Schiffswerft errichten will.

* KommiffionSrat Franz Renz im Hamburg verkaufte fein Zirkus Grundstück in Breslau an Herrn Hoflieferanten Emil Zadek für 343000 Mark.

* Der Norddeutsche Lloyd setzte die Fahrpreise für Zwischendeck nach New-York für Schnellpostdampfer auf 160 Mark, für Postdampser auf 140 Mark, nach Baltimore auf 140 Mark und 130 Mark und nach Galvrston auf 140 Mark fest.

* Das reichste Schmuckkästchen DieRevue des Revue»" gibt ein Verzeichnis der reichsten Schmuckkästchen, die sämtlich Amerikanerinnen oder Engländerinnen gehören. An der Spitze steht das der Mrs. John Astor, das auf 3 700000 Frank- geschätzt wird. Dann folgt Mrs. Olliver H. P. Belmont, die Eigentümerin dec Perlenschnur, die einst Marte Antoinette gehörte und unter Brüdern 900000 Franks wert ist. Mrs. H. Mc Twombly ist im Besitze eines Diamantkolliers im Werte von 1750000 Franks, und Mrs. Bradley Martins hat einen Rubinenschmuck von 2 Millionen aufzuweisen.

Verkehr, Zand- und Volkswirtschaft.

Gieße«, 3. Januar. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. JL 0.700.90, Hühnereier per St. 710 H, 2 St. 0000 Enteneier 2 St. 0000 H, Gänse, eier per St. 1113 H, Käse 1 St. 58 H, Käsematte per St. 3 S>, Erbsen per Liter 20 H, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar

JL 0.000.60, Hühner per St. X 1.001,20, Hahnen per Stück 0.901.40, Enten per St. </M 1.802.50, Gänse per Pfund v# 0.480.60, Ochsenfleisch per Pfd. 6874 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 6264 H, Schweinefleisch per Pfd. 6876 Schweine­fleisch, gesalzen, per Pfd. 80 Kalbfleisch per Pfd. 6466 Hammelfleisch per Pfd. 5066 H, Kartoffeln per 100 Kilo 6.00 bis 6.50 JL, Weißkraut per St. 1020, Zwiebeln per Ctr. JL 5.005.50, Milch per Liter 16 H.

Neueste Meldungen.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 3. Januar. Das Befinden des Kaisers hat sich gebessert. Derselbe ist bereits aufgestanden, darf jedoch auf Anraten der Aerzte das Zimmer noch nicht verlassen.

Berlin, 3. Januar. Infolge großer Sch nee stürme ist der telephonische und telegraphische Verkehr mit einer großen Anzahl Orten im Inland und Ausland gestört.

Berlin, 3. Januar. Dem Bun des rat ging der Kreuzztg.'' zufolge ein Gesetzentwurf betr. die Abänderung des Bankgesetzes zu.

Berlin, 3. Januar. Der aus Kiel hier anwesende Freund des Professor Harnack wird ebenfalls vermißt.

Berlin, 3. Januar. DasKleine Journal" schreibt aus Paris: Die dortigen Zeitungen erklären den Krieg mit England, welches Deutschland und Amerika für sich gewonnen glanbt, als unvermeidlich.

Paris, 3. Januar. Das erste Glückwunsch-Tele­gramm, welches zum Jahreswechsel im Elysee eintraf, war vom Zaren, welches in den herzlichsten Worten ab­gefaßt war. Viel erwähnt wird noch die Ansprache des Generals Zurlinden bei Gelegenheit der Vorstellung der Offiziere. Zurlinden erklärte seine Treue gegenüber den Gesetzen und versicherte, das Vaterland und dessen Ehre stets vertheidigen zu wollen.

Paris, 3. Januar. Infolge des heftigen Sturmes sind zahlreiche Unfälle in den Straßen vorgekommen. Die Zahl der Verletzten beträgt 42. Aus Cherbourg treffen zahlreiche Hiobsposten ein. Viele kleine Dampfer und Fischerboote sind mit der ganzen Besatzung untergegangen.

Paris, 3. Januar. DasJournal" versichert, die Königin Viktoria habe sich zur Zeit, als der Krieg zwischen Frankreich und England auszubrechen drohte, folgendermaßen ausgedrückt: Sollte ein Krieg zwischen England und Frankreich ausbrechen, so bitte ich Gott, mir die Gnade zu erweisen, mich noch vorher zu sich zu rufen.

Paris, 3. Januar. Der Pater Charmetant, der Leiter der französischen Mission, erklärte in einem Interview mit einem Redakteur desGanlois" das daß der neu ernannte Gesandte in Konstantinopel, Constans, der richtige Mann für diesen Posten sei, weil er die katho­lischen Interessen mit den Interessen Frankreichs verbinde.

Paris, 3. Januar. Louis Havet, Mitglied der Akademie, erklärte imTemps", er stehe in der Dreyfus- Angelegenheit auf Seiten des Sozialisten Jauräs, des Protestanten Pressensä und des Katholiken Violet.

Paris, 3. Januar.Figaro" kündigt an, daß die Rückberufung des englischen Gesandten Monson bevorstehe.

Paris, 3. Januar. Aus dem Sudan kommt die Meldung, daß der berüchtigte und gefährliche Leiter der Aufständischen, Samori, der vor Kurzem gefangen ge­nommen wurde, gestern nach St. Louis abgeführt worden ist. Die Abfahrt gab Anlaß zu einer ergreifenden Cere- monie. Der Gouverneur ließ in Gegenwart des General­stabes und der Truppen Samori die Front 'der Truppen abmarschiren. Er hielt sodann eine Ansprache, in der er sagte, Samori habe durch seine fortgesetzten Greuelthaten den Tod verdient. Indessen habe die französische Regierung versprochen, dem Rebellen das Leben zu lassen. Wir können, sagte der Gouverneur, das Wort nicht brechen, und schicken ihn deshalb auf eine andere afrikanische Besitzung.

Rouen, 3. Januar. Die Polizei hat gestern eine Person verhaftet, welche sich wegen Vertrauensbruch eine gericht­liche Verfolgung zugezogen hat. Es ist nunmehr festgestellt worden, daß dieser Mann ein Spion ist. Man hat bei ihm eine Menge Notizen und Pläne über die Be­festigungen von Rouen gefunden.

London, 3. Januar.Morning Post^ meldet aus Washington, die amerikanische Regierung habe beschlossen, im Hinblick auf die wichtigen Ereignisse auf den Philippinen 6 weitere Regimenter nach Manila abzusenden.

Bekanntmachung.

Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in § 25 der Wehrordnung werden alle im Jahre 1879 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Be­freiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten und ^ltweder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirtschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienst- boten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Rekru­tierungsstammrolle in der Zeit vom 5. bis 15. Januar d. I. bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden und dabei, w«v« sie dahier nicht geboren find, ihren Geburtsschein, und wenn sie bereits bei einer früheren Musterung konkurriert haben ihren Losungsschein vorzulegen.

c. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche raerka mrc ^rU.n^ unterlassen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von oer ^eunohme an der Losung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung u. s. w. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zur Zett der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen stnd deren Eltern, Lchr*' Brod- oder Fabrikherren zu diesen Anmeldungen ver pflichtet. Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militär, pflichtigen auf Grund de« § 32, poe. 2, lit. a, b, c, d, e f und g der Aiehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubringen sind, da verspätete Gesuch- kein- Berücksichtigung finden.

Gt-ß-n, den 3. Januar 1899.

Der Oberbürgermeister:

I. V.: Wolff. 274

Mittwoch den 15. Aeör., nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Peter Worch Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien:

Flur 25 Nr 74*/(00 291 qm Hofraite an der Chaussee an der Warte, Flur 25 Nr. 74M/P0 362 qm Grab­garten daselbst

öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 8. Januar 1899.

Großh. Ortsgericht Gießen.

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