Der Titel wird bewilligt.
Auch der Ausgabe titel für das R eichstagS- PrLsidial-Gebäude gelangt zur Annahme.
Bei einem weiteren Titel erstattet Geh. Rat Richter als Kommissar für die Pariser Weltausstellung Bericht über den Fortgang der Arbeiten daselbst. Es sei zu erwarten, daß die deutsche Ausstellung eine wohlgelungene sein werde.
Alsdann genehmigt das Haus noch die Forderung für Tiefsee-Forschungen und stimmt in Verbindung damit der von der Kommission beantragten Resolution zu, betreffs Einstellung einer Summe in den Etat für eine Südpolarexpedition.
Nächste Sitzung morgen 1 "Uhr.
Tagesordnung: Fortsetzung der Etatsberatung.
Schluß 5s/t Uhr.
Deutsches Reich.
Berlin, 1. März. Das Abgeordnetenhaus begann heute mit der Beratung des Eisenbahn-Etats, Titel Personen- und Gepäckverkehr. Hierzu lag ein Antrag Wedekamp (frs. Volksp.) vor, der Regierung die Erwartung auszusprechen, daß bei den Staatseisenbahnen die Ausgabe von Arbeiter-Rückfahrkarten und Arbeiter-Wochenkarten mindestens in dem bisherigen Umfange beibehalten werde. Minister Thielen ging den Eisenbahn-Etat in seinen Einzelheiten durch und sagte am Schluß, ob die Regierung die Schienenwege erweitere oder die Wasserstraßen zu Hilfe nehme, oder ob die Regierung beide gleichmäßig entwickeln werde, das sei eine Frage, die die Regierung erst später bei anderer Gelegenheit erörtern wolle. Es sei das eine ernste Frage, so ernst, wie den Landtag seit langem keine andere beschäftigt habe. Nachdem noch eine Reihe von Abgeordneten das Wort genommen, vertagt das Haus die Weiterberatung auf morgen.
Berlin, 1. März. Die Erklärungen des Herrn v. B ü l o w. Die „Times" bespricht die gestrigen Erklärungen des Staatssekretärs v. Bülow in einem Artikel, in dem sie schreibt: Bezüglich der Unterhandlungen für einen neuen Handelsvertrag hatte Staatssekretär v. Bülow nicht viel zu sagen, aber was er sagte, war in praktischem, friedlichem Geiste gefaßt, der dem Abschluß befriedigender Vereinbarungen förderlich ist. Die Bemerkungen des Ministers Aber die gegenwärtige Lage auf Manila sind geeignet, den Verdacht, den man jenseits des Atlantischen Ozeans über die Absichten Deutschlands auf den Philippinen hegte, zu mildern. Ebenso versöhnlich war die Erklärung des Staatssekretärs über den Stand der Dinge auf Samoa. Nichts kann verständiger oder freundlicher sein, als der Gesamtton seiner Darlegungen über die dortige Läge. Bis zur Erreichung einer endgiltigen Lösung werden England und Amerika, des sind wir sicher, mit Deutschland darin Zusammengehen, daß jede Macht sich mit der Aufrechthaltung ihrer eigenen Vertragsrechte begnügen und zugleich sorgsam die ihrer Mitbeteiligten achten müsse.
Berlin, 1. März. Eine halboffiziöse Korrespondenz teilte dieser Tage mit, die von verschiedenen Seiten in Petitionen an den Reichstag angeregte Ausdehnung der Sonntagsruhe habe bei den verbündeten Regierungen nicht auf Zustimmung zu rechnen. Der Ursprung dieser Nachricht ist in dem schriftlichen Bericht der Petitionskommission des Reichstags zu suchen, die sich bereits am 1. Februar d. I. mit der Angelegenheit auf Grund von Petitionen zu beschäftigen hatte, welche von einer Kommission der Leipziger Droschkenkutscher, vom Verband der deutschen Barbier-, Friseur- und Perrückenmacher-Innungen, dem Verein der Kölner Spezialgeschäfte der Cigarrenbranche und der Kreissynode von Eylau an den Reichstag gerichtet sind. Die verschiedenen Petitionen von Gewerbetreibenden haben selbstverständlich in erster Linie die Interessen der in Betracht kommenden Gewerbe im Auge, während die Petition der Kreissynode Pr. Eylau die auf die Sonntagsruhe bezüglichen Bestimmungen der Gewerbeordnung auf sämtliche Schankstätten ausgedehnt wissen wollte. Im Verlauf der Kommissiousverhandlungen gab der Vertreter der verbündeten Regierungen die Erklärung ab, „daß den Wünschen der Petenten nur im Wege der Gesetzgebung entsprochen werden könne, von den verbündeten Regierungen aber eine Aenderung der auf die Sonntagsruhe bezüglichen Bestimmungen der Gewerbeordnung zur Zeit nicht in Aussicht genommen sei." Die Kommission beschloß unter Zustimmung des Regierungskommissars, zu beantragen, die betr. Petitionen dem Reichskanzler als Material zur Aenderung der Gewerbeordnung zu überweisen.
— Zur Konzession von HaidarPascha. Das Jrade des Sultans wegen Anlegung eines Hafens mit Kais u. s. w. in Haidar Pascha als Ausgangspunkt der Anatolischen Eisenbahn rückgängig zu machen, ist dem französischen Einflüsse nicht gelungen. Doch hat er, wie es scheint, die Pforte dazu veranlaßt, die Konzession an lästige Bedingungen zu knüpfen, wenigstens wird der „Franks. Ztg." in diesem Sinne berichtet. Das Blatt schreibt nämlich l „Die Konvention über die Hafenanlagen in HaidarPascha, die in den nächsten Tagen der Direktion der Anatolischen Bahn ausgefolgt werden soll, enthält guten Informationen zufolge in der Tariffrage Bedingungen, die augenscheinlich *ur der französischen Kai-Gesellschaft zu gute kommen. Ferner befindet sich in der Konvention betreffs des Rücklaufes der Hafenanlagen die bedenkliche Klausel, daß der Rücklauf jeder Zeit der französischen Regierung offen stehen soll." Der „Hamb. Storr." läßt sich darüber aus Berlin schreiben: Es ist kaum anzunehmen, daß diese unter französischem Einflüsse diktierte Konvention von deutscher Seite angenommen werden wird. Die Folge davon dürften jedenfalls weitere diplomatische Verhandlungen fein."
— Die Briefe des Freiherrn v. Stumm. Ein Berliner Blatt stellt den Vorfall, der den „Vorwärts" in
den Stand setzte, die Briefe des Herrn v. Stumm zu veröffentlichen, wie folgt dar: Das Pult eines Redakteurs der „Post" ist erbrochen und daraus sind Briefe des Frhrn. v. Stumm gestohlen worden. Durch gleichzeitige Entnahme einiger Zigarren suchte der Dieb die Sache zu verdecken ... Die Sache wird ein gerichtliches Nachspiel haben und dabei werden hoffentlich Hehler und Stehler gebührend gebrand- markt und gestraft werdens
— Schutz der deutschen Interessen auf den Philippinen. Das „R. B." meldet aus Washington: Auf Wunsch der deutschen Regierung läßt Präsident Mac Kinley den Schutz des Lebens und Eigentums der auf den Philippinen befindlichen Deutschen durch die Land- und Seestreitkräfte der Vereinigten Staaten ausüben. Deutschland will sein noch in den philippinischen Gewässern stationiertes Kriegsschiff für den Dienst an der chinesischen Küste verwenden.
Wilhelmshaven, 1. März. Der Kaiser ist hier mittelst Sonderzuges kurz vor 12 Uhr eingetroffen. Am Bahnhofe wurde er von den Admiralen begrüßt. Er fuhr alsdann durch die festlich geschmückte Stadt zum Exerzierschuppen. Nach Betreten desselben schritt der Kaiser die Front der Rekruten ab. Nach einer Ansprache der beiden Oberpfarrer wurden die Rekruten vereidigt, worauf der Kaiser eine Ansprache hielt und Kontre-Admiral Hoffmann durch ein Hoch auf den Kaiser dankte. Nach der Rekruten-Vereidigung besichtigte der Kaiser die beiden Kreuzer „Viktoria" und „Louise", worauf er sich zum Frühstück ins Kasino begab.
Wilhelmshaven, 1. März. Der Kaiser begab sich an Bord des Linienschiffes „Kurfürst Friedrich Wilhelm". In feiner Ansprache an die Rekruten ermahnte er dieselben zu treuer Pflichterfüllung, indem er gleichzeitig auf das tapfere Verhalten der Mannschaft der „Bulgaria" hinwies.
Hamburg, 1. März. Bei der Rhederei Rob. M. Sloman, in deren Besitz die „Mvravia" kürzlich überging, sind vormittags Depeschen angekommen, die den thatsächlichen Verlust des Dampfers bestätigen. Es besteht noch die Hoffnung, daß die Besatzung das Schiff vor der Strandung verließ und von einem vorbeifahrenden Schiffe ausgenommen wurde. Die kanadische Regierung sandte einen Dampfer ab, um die Mannschaft aufzusuchen.
Hamburg, 27. Februar. Auf die Anzeige von der Zuwendung von 10,000 Mk. an den Fonds zur Erbauung eines Seemannshanses in Kiautschon hat Hos- marschall Freiherr v. Seckendorff als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Gesellschaft, der die Seemannshäuser der kaiserlichen Marine unterstellt sind, mit folgendem, an die Direktion der Hamburg-Amerika-Linie gerichteten Dankschreiben geantwortet: „Kiel, 25. Februar. Die Direktion der „Hamburg-Amerika-Linie" hat Veranlassung genommen, zum dauernden Andenken an die glückliche Bergung der „Bulgarin" Kapitalsstiftungen zugunsten unserer deutschen Seeleute zu machen. In hochherzigster Weise ist auch uns eine abermalige Spende von 10,000 Mk. und zwar für das neu zu erbauende Seemannshaus in Kiautschou überwiesen worden. Das hehre Beispiel deutscher seemännischer Tüchtigkeit, welches die brave Besatzung der „Bulgarin" gegeben hnt, des Führers schlichte Treue bei der helden- hnsten Pflichterfüllung, dns tief Ernste und dns Schwere des Berufes, welches in der mit Gottes Hilfe glücklich und ehrenvoll bewirkten Rettung der „Bulgnrin" wieder hervorgetreten ist — nlles dies wird unserer Gesellschaft ein neuer Ansporn fein, unseren deutschen Seeleuten nllzeit und mit voller Hingebung zu dienen. Indern wir der „Harn- burg-Arnerika-Linie" den wärmsten Dank unserer Gesellschaft für die abermalige so hochherzige Spende barbringen, bitten wir auch unsere herzlichsten Glückwünsche zur Rettung der „Bulgarin" freundlichst entgegennehmen zu wollen."
Aus ElsaßLothriugen, 25. Februar. Dem aufmerksamen Beobachter kann es nicht entgehen, daß in den letzten Jahren die Sympathien der Elsaß-Lothringer für Frankreich eine merkliche Abkühlung erfahren haben. Dies ist in den jüngsten Tagen wieder in der Art and Weise zu tage getreten, wie die Nachricht vom Tode des Oberhauptes der französischen Republik und der Wahl seines Nachfolgers ausgenommen wurde. Während vor einem Jahrzehnt noch bei jeder einigermaßen wichtigen Nachricht aus Paris überall auf den Straßen sich Gruppen von Eingeborenen bildeten, die einen lebhaften Meinungsaustausch pflegten, zeigte sich anläßlich der erwähnten Todesnachricht nicht die geringste Aufregung; man las die an den Straßenecken angeschlagenen Depeschen und ging ruhig seines Weges weiter. Damit will natürlich nicht gesagt sein, daß die Bevölkerung kein Interesse mehr an französischen Vorgängen habe; dagegen ist sicher, daß man ihnen kühler und gleichgiltiger gegenüber steht als früher, und daß man die hiesigen ruhigeren Verhältnisse mehr und mehr zu schätzen beginnt. Dieser Umschwung ist namentlich auch durch die mit der Dreyfus-Sache zusammenhängenden französischen Wirren gefördert worden, sowie durch den wirtschaftlichen Aufschwung, der sich hier neuerdings auf allen Gebieten bemerkbar macht.
Ausland.
Brux, 1. März. Heute vormittag stürzte im Habsburg- schachte infolge eines Maschinendefektes die Förderschale ab, wobei zwei Arbeiter schwere und fünf leichtere Verletzungen davontrugen.
Rom, 1. März. Der Papst hat die Nacht unruhig verbracht. Heute früh 9 Uhr wurde Professor Mazzoni gerufen zur Vornahme einer Fistel-Operation. Das Fieber ist gering. Zur Erhaltung der Kräfte werden dem Patienten leichte Dosen Coffein gegeben. Das Leiden soll infolge eines bösartigen Ausschlages am linken Arme zum Ausbruch gekommen fein.
Rom, 1. März. Das heute über das Befinden des Papstes ausgegebene offizielle Bulletin lautet dahin, daß eine Fistel-Operation ftattgefanben hat, welche der Papst
gut überstanden habe, obwohl kein Chloroform angewendet wurde. Der Zustand des Patienten ist befriedigend.
Rom, 1. März. Heute mittag erkundigte sich im Auf- trage des Königs Humbert Monsignore Anzino nach dem Befinden des Papstes. Abends 6 Uhr traten die Aerzte im Vatikan zu einer Besprechung zusammen.
Rom, 1. März. Im Vatikan dementiert man kategorisch alle Gerüchte vom Tode des Papstes. Derselbe befinde fich im Gegenteil wohler.
Rom, 1. März. Das Leben des jetzt 89 jährigen Papstes Leo XIII zeigte sich dieser Tage auf das erust- lichste gefährdet, doch sind die schlimmsten Besorgnisse wenigstens für den Augenblick beseitigt. Vom Mittwoch wird aus Rom darüber berichtet: Die Ursache der Krankheit ward anfangs darauf zurückgeführt, daß der Papst vorgestern ohne jede Vorsichtsmaßregel sich im Garten des Vatikans dem schneidenden Nordwind (der Tramontana) aussetzte. Sofort traten Fieberschauer und stechende Schmerzen in der Herzgegend ein. Doch weigerte der Papst sich, den Dr. Lapponi, seinen Leibarzt, rufen zu lasten, und ließ sich nur von einem Diener bewachen, mit dem Befehl: „II medico sarä chiamato domattina1' (Morgen wird der Arzt gerufen.) Niemand wagte sich dem zu widersetzen. Früh morgens erschien Lapponi und fand den Papst leicht rheumatisch, fast ohne Fieber. Dieser blieb bis Mittag im Bett, erhob sich dann aber für einige Stunden und legte sich erst um 2 Uhr auf wiederholtes Drängen Rampolla's zu Bett. Inzwischen erschien Lapponi ron neuem; er stellte eine Fistel an der linken Hüfte fest und beschloß, bei der verhältnismäßig kräftigen Konstitution des Patienten, wenn die nächtlichen Beobachtungen nicht schließlich noch dagegen sprechen, die Operation der Fistel. Diese wurde heute von Professor Mazzoni unter Beistand Lapponis vorgenommen. Nach außerordentlich glücklich gelungener Operation, wobei der Patient nicht chloroformiert wurde, stieg das Fieber von 37,4 auf 37,8 Grad, im übrigen war der Zustand befriedigend. Das Bulletin darüber ist für die Kardinäle und die Vertreter der fremden Mächte im Empfangssaale des Staatssekretariats ausgehängt. Die Fistel soll schon seit reichlich zwanzig Jahren bestanden haben. Wie die Aerzte erklären, ist das Fieber jetzt fast geschwunden und es ist Aussicht vorhanden, daß sich weitere Zwischenfälle nicht ereignen werden. — Die Empfänge an» läßlich des morgigen 89. Geburtstages Leos sind indes abgesagt, im Vatikan umfassende Maßregeln gegen den unbefugten Eintritt Neugieriger ergriffen, die heute in Menge hinströmen. Der Polizeidienst im vatikanischen Stadtteil ist verstärkt. — Der Eindruck, welchen die Nachricht über die Krankheit des Papstes gestern hervorrief, war in allen Kreisen der Bevölkerung ganz enorm. Im Vatikan selbst wurden nur Personen zugelassen, welche ihre Wohnung im päpstlichen Palast nachweisen können oder einen besondere» Paß hatten. Mittags erkundigte sich Monsignore Anzino im Auftrage des Königs Humbert nach dem Befinden des Papstes. „Tägl. Rundsch."
Paris, 1. März. Präsident Loubet wird sich am 10. März nach der Riviera begeben, um die dort eintreffende Königin von England zu besuchen. Der Besuch dürfte günstige Rückwirkungen auf die englischfranzösischen Beziehungen ausüben.
Paris, 1. März. Die große Frage, an welche der fernere Bestand des Ministeriums Dupuy geknüpft zu fein schien, ward durch den Gesetzentwurf über die Reform des Revisionsverfahrens gebildet. Die Deputiertenkammer hat bekanntlich den von Dupuy beantragten Entwurf, durch welchen die Rechtsprechung im Revisionsverfahren und besonders im Dreyfus-Prozeß der Strafkammer des Kassationshofes entzogen und der Gesamtheit der drei Kammern dieses obersten Gerichtes übertragen werden würde, bereits angenommen. Im Senate dagegen hatte sich gegen dieses Gelegenheitsgesetz vom Hause aus ein starker Widerstand geltend gemacht, der aber gegenüber dem Einflüsse der Regierung sich abschwächte, so daß die Senats-Kommission schließlich einen Anhänger der Vorlage zum Berichterstatter wählte. Die Vorgänge nach der Leichenfeier und insbesondere Doroulödes Versuch jedoch, die Truppen ihrer Pflicht abtrünnig zu machen, hatten die Opposition im Senate gegen das geplante Ausnahmegesetz wieder gestärkt. Die Stellung Dupuys war nun sehr schwierig, da er auch Rücksichten auf die Armee zu nehmen hat. Die Forderungen der Generale gehe» eben, wie ihr Blatt, die „France Militaire", noch unlängst unzweideutig ausgesprochen hat, dahin, daß Loubet und die Regierung der Republik sie von dem Dreyfushandel befreie, und in welchem Sinne diese Befreiung gemeint ist, kann niemandem zweifelhaft fein. Inzwischen hat sich der Wind nun aber wieder gedreht. Am ersten Tage der Erörterung machten die Reden der Senatoren Lecomte und Verenger gegen die Gesetzesvorlage großen Eindruck auf den Senat. Da Sprenger aber zum Schluß bemerkte, einige Chefs der Armee hätten große Fehler begangen, und die Vorlage sei eine Folge ihres politischen Einflusses, so errang der Kriegsminister Freycinet einen großen Erfolg mit der Erklärung, kein Chef der Armee habe jemals einen solchen Tadel verdient; er habe es niemals nötig gehabt, gegen irgend einen derselben einschreiten zu müssen. Dieser geschickte Zug vermehrte die Aussichten der Annahme um ein Bedeutendes. Am zweiten Tage faßte denn auch, nachdem der Justizminister Lebret und der Ministerpräsident Dupuy, letzterer unter Stellung der Vertrauensfrage, für die Vorlage gesprochen und aufs neue die Gesetzes- wie Vaterlandsliebe des Heeres betont hatten, der Senat mit 155 gegen 125 Stimmen den Beschluß, aus der Generalerörterung in die Einzelerörterung der Vorlage einzutreten.
Rußland. Gegenüber den allarmierenden Kopenhagener Meldungen veröffentlicht jetzt auch der ungarische Welt- reisende Graf Eugen Zichy in Ofen-Pester Blättern einen
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