Ausgabe 
2.8.1899 Zweites Blatt
 
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mit dem Marquis d'Arlandes stieg er nur hier in die Luft auf, um 25 Minuten später wohlbehalten zwei Kilometer vom Aufstiegsorte entfernt zu landen. Seitdem stiegen häufig Personen auf, auch die Brüder Montgolfier unter­nahmen wiederholt mit mehreren Begleitern Luftfahrten. Leider raffte am 2. August 1799 den jüngeren Bruder Etienne ein früher Tod dahin, er starb in Servieres, dem­selben Orte, wo ihm die erste Idee seiner großartigen Er­findung gekommen war. Sein älterer Bruder Joseph Michael überlebte ihn um elf Jahre; er machte noch durch verschiedene eigene Erfindungen, z. B. die des Fallschirmes und Stoßhebers, von sich reden und erwarb sich große Ver­dienste um Industrie und Kunst, indem er z. B. zuerst die Errichtung einer Gesellschaft zur Förderung der Industrie anregte (1807). Den Fallschirm erfand er bereits 1784, doch soll schon im Jahre vorher ein gewisser Sebastian Lenormand, ein Physiker aus Montpellier, dieselbe Erfindung gemacht und sich am 26. November desselben Jahres, mit einem mächtigen Schirm bewaffnet, von der Sternwarte seiner Vaterstadt herabgestürzt haben. Der ältere Montgolfier starb am 26. Juni 1810.

Der von den Montgolfiers erfundene Ballon erhielt nach den Erfindern den NamenMontgolfiore". Die Montgolfiören wurden indessen, obwohl sie sich durch Regu­lierung ihres Feuers sehr leicht in vertikaler Richtung lenken lassen, bald von der Entwickelung der neuen Kunst überholt, da sie erstens in hohem Maße feuergefährlich sind und zweitens eine viel geringere Steigkraft besitzen als die mit Gasen emporgetriebenen Luftschiffe. Um entsprechend steigen zu können, müssen sie also beträchtlich größere Dimensionen haben, endlich auch die Herstellungskosten erheblich gesteigert werden.

Schon 1768 hatte Black auf die Möglichkeit hingewiesen, leichte, mit Wasserstoff gefüllte Körper in die Luft empor­steigen zu lassen. Cavallo ließ in Verfolgung der Idee bereits 1782 mit Wasserstoff gefüllte Seifenblasen steigen. Nachdem nun die Montgolfier mit ihrem mit erwärmter Luft getriebenen Ballon die allgemeine Aufmerksamkeit auf

spezifischem Gewicht als die athmosphärische Luft sind, in dieser emporsteigen. Sie versuchten nun, auf künstliche Weise ein recht leichtes Gas herzustellen, und erwärmten zu diesem Behufe die in einer Hülle aus Papier und Leinwand besindliche Luft.

Heber den erzielten Erfolg haben wir bereits oben berichtet. Stand nach demselben die Möglichkeit der Luft­fahrt fest, so befanden sich die Erfinder doch über die Ur­sache des Aufsteigens noch im Irrtum. Sie glaubten nämlich, die Emporhebung mittelst eines durch Verbrennung von Stroh und Papier erzeugten Gases bewirkt zu haben, während dieselbe doch lediglich die Wirkung der Verdünnung der Ballonluft infolge der durch das Feuer hervorgebrachten Erhitzung ist Das große Aufsehen, welches die Versuche der Brüder erregte, wurde die Ursache einer Anzahl anderer Experimente, auf welche wir weiter unten zurückkommen. Zunächst reiste Etienne Montgolfier nach Paris und Versailles, um dort den gelungenen Versuch zu wiederholen. Der Erfinder genoß die Ehre, seinen Ballon dem könig­lichen Hofe und den Mitgliedern der Akademie der Wissen­schaften vorführen zu dürfen, er wurde nebst seinem Bruder zum korrespondierenden Mitgliede der Akademie der Wissen­schaften ernannt und gelangte in den Besitz verschiedener Belohnungen und Ehrendotationen. Die Vorführung vor dem Hofe am 19. September 1783 war die erste, bei welcher lebende Wesen mit dem Ballon emporstiegen; man hatte nämlich einen Käfig mit einem Schaf, einem Hahn und einer Ente angehangen, und die Thatsache, daß diese dreiLuftschiffer" wohlbehalten auf der Erde wieder anlangten, ermutigte nun auch unternehmende Menschen, den Versuch einer Luftfahrt zu wagen. Der erste, welcher das Wagnis unternahm, war PilLtre de Rozier. Etienne Montgolfier hatte für das kühne Unternehmen einen eigenen Ballon hergestellt. Rozier bestieg am 21. Oktober 1783 den Aörostaten und ließ sich, während der Ballon an einem Seile festgehalten wurde, zu wiederholten Malen bis zur Höhe von 30 Meter in die Luft emporschnellen. Die ge­lungenen Proben machten ihm Mut, und in Gemeinschaft

tägiger Kündigung wird beispielsweise eine einwöchentliche Krankheit oder eine zwei- bis dreitägige Reise wegen eines besonders dringlichen Vorkommnisses als eine verhältnis­mäßig nicht erhebliche Zeit anzusehen sein; desgleichen bei einer Kündigungsfrist von sechs Wochen vor dem Quartal­schluß eine Krankheit von vier Wochen und eine ebenso lange Behinderung infolge Einziehung zu einer Militärdienstübung. Der Dienstverpflichtete muß sich jedoch für die Zeit seiner Verhinderung auf feinen Lohn den Betrag aurechnen lassen, der ihm aus einer auf Grund gesetzlicher Verpflichtung be­stehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommt.

Ist der Dienstverpflichtete bei einem dauernden Dienst­verhältnis in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen (wie Dienstmädchen, Diener, Erzieherinnen, Hauslehrer und sehr häufig auch Lehrlinge, Kommis, Gesellen ?c.) so hat der Dienstberechtigte ihm im Falle der Erkrankung auch die er­forderliche Verpflegung und ärztliche Behandlung bis zur Dauer von sechs Wochen, jedoch nicht Über die Beendigung des Dienstverhältnisses hinaus zu gewähren, wenn der Dienstverpflichtete die Krankheit nicht vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt hat oder soweit nicht durch eine Versicherung oder durch eine Einrichtung der öffent­lichen Krankenpflege für solche Fälle Vorsorge getroffen ist. Der Dienstberechtigte kann die ihm durch die Krank­heit des Dienstverpflichteten verursachten Kosten auf den für die Zeit der Krankheit zu zahlenden Lohn in Anrech­nung bringen.

Von großer Bedeutung ist ferner § 618, welcher die zu gunften der gewerblichen Arbeiter getroffene Vorschrift, wo­nach die Arbeitsräume, Vorrichtungen oder Gerätschaften so einzurichten und zu unterhalten und die Arbeiten so zu regeln sind, daß der Arbeiter gegen Gefahr für Leben und Gesundheit so weit als möglich geschützt ist, auf alle Dienst­verhältnisse ohne Unterschied ausdehnt. Ist der Dienstver­pflichtete in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen, so sind auch in Bezug auf den Wohn- und Schlafraum, die Ver­pflegung und die Arbeits- und Erholungszeit diejenigen Ein­richtungen und Anordnungen zu treffen, welche mit Rücksicht auf die Gesundheit, die Sittlichkeit und die Religion des Dienstverpflichteten erforderlich sind. Besonders in den großen Städten und vielfach auch auf dem Lande wird diese Bestimmung eine wie wir wohl nicht erst zu betonen brauchen erfreuliche Aenderung in den Wohnungsver­hältnisfen der Dienstverpflichteten zur Folge haben müssen. Alle hier erwähnten Vorschriften sind zwingender Natur, können also durch keinerlei Vereinbarungen aufgehoben oder beschränkt werden.

lieber die Kündigungsfrist wird folgendes bestimmt: Ist die Vergütung nach Tagen bemessen, so ist die Kündigung an jedem Tage für den folgenden zulässig; ist sie nach Wochen bemessen, so ist die Kündigung nur für den Schluß einer Kalenderwoche zulässig und hat spätestens am ersten Werk­tag der Woche zu erfolgen, ist die Vergütung nach Monaten bemessen, so ist die Kündigung nur für Monatsschluß zu­lässig und hat spätestens am 15. des Monats zu erfolgen, ist die Vergütung nach Vierteljahren oder längeren Zeit­abschnitten bemessen, so ist die Kündigung nur für den Schluß des Quartals zulässig und sie hat 6 Wochen vorher zu er­folgen. Dieselbe Kündigungsfrist können auf alle Fälle die zur Leistung von Diensten höherer Art Angestellten, Privat­beamte, Lehrer, Erzieherinnen zc., beanspruchen. Eine Bindung für die Lebenszeit ist unzulässig; ein solcher Vertrag kann nach Ablauf von 5 Jahren mit halbjähriger Frist gekündigt werden. Als besonders bedeutsam sei zum Schluß noch die Bestimmung erwähnt, wonach der Dienstnehmer nach der Kündigung jedes dauernden Dienstverhältnisses angemessene Zeit zum Aufsuchen eines anderen Dienstes und ein schrift­

Linien der Telegraphennetze eingerichtet werden, und zwar unter Benutzung von sogenannten Schaltuhren u. dergl. an den einzelnen Verbindungsstellen und an den Stationen, welche die Berichte automatisch aufzeichnen.

Die nächste Aufgabe wäre, wie gesagt, die erst kürzlich wieder von dem Stockholmer Kongreß für Meeresforschungen angeregte Einbeziehung der Faroer-Inseln und Islands in das europäische Telegraphennetz.

Was die sogenanntenBauernregeln", besonders aber die in die erste Hälfte des Mai fallendenEismänner" und den auf den 27. Juni fallendenSiebenschläfer" betrifft, so steht die moderne Wetterkunde diesenBauernregeln", ebenso wie den Wettervoraussagungen für längere Zeit als einen Tag sehr zweifelnd gegenüber, obwohl nicht zu ver­kennen ist, daß in den Bauernregeln manchmal einealt­bewährte" Erfahrung zum Ausdruck kommt, die aber jetzt vielleicht gar nicht mehr zutrifft. In den kalten Mai-Tagen kommen hauptsächlich die Unterschiede zwischen den Tempe­raturen der nordwestlich von uns gelegenen Meeresflächen, die im April noch sehr falt bleiben, und der im April schnell aufsteigenden Erwärmung Mittel-Europas zur Wirkung. Daher die besonders starke Entwicklung nordwestlicher kalter Luftströme um den 12. Mai.

Die Regel von den Eismännern hat also einige Be­rechtigung, allerdings mit sehr starken Einschränkungen. Erstens ist es nicht ein bestimmter Tag, der als maßgebend betrachtet werden kann, und zweitens wird die Regel im Stich lassen, wenn der Mai auf einen kalten April folgt, wenn also die Erwärmung des Festlandes noch nicht so weit fortgeschritten ist, um zu den ausgleichenden Luft­strömungen vom Meere her in besonderer Weise Veranlassung zu geben. Die Kälterückschläge aus dem Nordwesten ver­späten und verteilen sich alsdann über längere Zeiten.

Auf noch schwächeren Füßen als dieEismänner" steht der sogenannteSiebenschläfer". Ende Juni treten mit

einer gewissen Regelmäßigkeit unsere Sommerregen auf, die oft eine große Beständigkeit zeigen, wenn sie gerade um

diese Zeit bei uns eintreten. Ob es aber gerade am

27. Juni, demSiebenschläfertag" regnet oder nicht, das

hat für die Gestaltung der Witterung in den nächsten Wochen keine maßgebende Bedeutung.

Ein deutscher Fachmann über den heutigen Stand der Wettervoraussage und die Bauernregeln".

Auf welche Zeit ist nach dem heutigen Stande der Wissenschaft eine Wettervoraussage möglich, und wie stellt sich die Wissenschaft zu den sogenanntenBauernregeln?"

Diese Frage hat ein Mitarbeiter derTägl. Rund." einem unserer hervorragendsten Fachmänner auf dem Gebiet der Wetterkunde vorgelegt und es ist ihm folgende Antwort zu teil geworden:

Nach der Ansicht der Fachmänner ist es bei dem heutigen Stande der Wetterkunde ausgeschlossen, für länger als 24 Stunden eine auch nur einigermaßen zuverlässige Voraussage aufzustellen, und auch für diesen Zeitraum ist es nur möglich, für größere Gebiete, nicht für einen ein­zelnen Ort eine solche zu geben. Denn einesteils ist unsere Kenntnis der Vorgänge in den oberen Luftschichten noch viel zu gering, teils werden diese oberen Luftschichten ihrer­seits wieder durch kosmische Einflüsse stark berührt. Diese Einwirkung des Weltalls auf die Vorgänge in unserer At­mosphäre ist schon dann leicht erklärlich, wenn man sich ver­gegenwärtigt, daß die Erde mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometer in der Sekunde das Weltall durchrast, während unsere stärksten Winde auf der Erde eine Geschwindigkeit von vierzig Metern in der Sekunde selten übersteigen. Jene riesige Geschwindigkeit kann unmöglich ohne Einfluß auf die Zustände und Bewegungen in den obersten Luft­schichten bleiben, in welche außerdem unablässig aus dem Himmelsraume Scharen von kleinen und kleinsten Welt­körpern eindringen, die uns nur zum Teil als Sternschnuppen sichtbar werden. Ebenso ist nicht bloß der Einfluß der Wärmestrahlung der Sonne, sondern auch der von ihr aus­gehenden elektrischen Strahlungen auf die Erde offenbar sehr groß, und all diese sich unserer näheren Kenntnis noch fast vollständig entziehenden Vorgänge im Weltall werden voraussichtlich noch auf lange Zeit hinaus die Wettervor­aussage erschweren, selbst wenn es uns gelungen sein wird, die Gesetzmäßigkeit in den Bewegungen der Lust, soweit sie durch die Vorgänge auf unserer Erde beeinflußt wird, voll­ständig zu erkennen.

Für das letztere wäre es von großem Werte, die inter­nationale Wetterberichterstattung endlich so einzurichten, daß uns der Telegraph immer vollständiger in kurzen Zeitab­schnitten von den für unsere eigene Lage wichtigsten Punkten der Erde Mitteilungen über die Witterungslage übermittelt. Namentlich wäre für die Verbesserung der Wettervoraus­sage dringend zu wünschen, daß der seit langem geforderte Kabelanschluß an die Faroer-Inseln und Island endlich zu stände kommt, und daß endlich auch mit den Azoren ein beständiger Wetterdienst verabredet wird. Das Zustande­kommen dieser neuen Verbindungen, für die unser Kaiser in richtiger Würdigung ihrer hohen Bedeutung für den Wetter- und Schiffahrtsdienst so warm eingetreten ist, würde die Sicherheit der Wettervoraussage bedeutend erhöhen, sie wäre von größter Bedeutung für den internationalen Wetter­dienst.

Von größter Wichtigkeit wäre ferner die Schaffung von internationalen europäischen Zentralstellen der Voraus­sage. An solchen Zentralstellen müßten möglichst fortlaufend von den für sie wichtigsten Punkten selbstthätige drahtliche Aufzeichnungen eingehen. Diese selbstthätige Wettermeldung könne gewiß ohne Störung des sonstigen Verkehrs auf den

die neue Erfindung gelenkt hatten, kam Charles sofort auf die Versuche mit Wasserstoff zurück. Er ließ sich einen Ballon aus Taffet anfertigen, ihn mit Firnis überziehen und füllte ihn mit Wasserstoffgas. Diesen Ballon, den berühmtenGlobus", ließ er am 27. August 1783 vom Champ de Mars in Paris im Beisein einer nach vielen Tausenden zählenden, enthusiastischen Menge los. Der vier Meter Durchmesser haltende, 24 Pfund wiegende Ballon stieg innerhalb zwei Minuten bis zur Höhe von 1000 Meter empor, dann entzogen ihn die Wolken den Blicken der Zu­schauer. 23 Kilometer von Paris entfernt, bei Goneffe, erfolgte der Absturz, nachdem die Ballonhülle infolge zu starker Gasanspannung einen Riß erhalten hatte, durch den das Gas entwichen war. Die Erscheinung des Kolosses rief unter der abergläubischen und unwissenden Bewohnerschaft von Goneffe und Umgegend eine unbeschreibliche Panik hervor. Man hielt den Aßrostat für ein ungeheures Tier, fiel mit Dreschflegeln, Steinen, Sensen und Heugabeln über ihn her, ging ihm mit Flintenschüssen, Gebeten und Be­schwörungsformeln zu Leibe, band ihn schließlich an den Schwanz eines Pferdes und schleifte ihn zu Grunde. In der Folge verdrängten die mit Wasserstoffgas gefüllten Ballons, Charlieren genannt, die Montgolfiören; heutigen Tages benutzt man gewöhnlich Leuchtgas, das leichter zu erlangen und weniger kostspielig ist.

Auf die weitere Entwickelung der Luftschiffahrt, ebenso wie die technische Seite des Themas können wir hier nicht eingehen, nur der seltsame Zufall möge noch Erwähnung finden, daß derjenige Mensch, welcher zuerst den Mut fand, mit einem Ballon in die Luft emporzusteigen, PilLtre de Rozier, auch die Reihe der so zahlreichen Opfer der gefährlichen Kunst eröffnen sollte. Der unglückliche Lust- schiffer versuchte, gleichzeitig Wasserstoffgas und erwärmte Luft zum Emportreiben der Luftballons zu verwenden. Wohl diesem Umstande ist es zuzuschreiben, daß sein Ballon einst­mals kurz nach der Abfahrt explodierte und er nebst seinem Begleiter, dem Physiker Romain, den Tod in den Wellen fand.

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liches Zeugnis bei seinem Weggang verlangen kann, das sich auch auf die Leistungen und die Führung im Dienst auf Wunsch zu erstrecken hat. N. H. V.

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Deutsches Keich.

Nordlandfahrt des Kaisers. S. M. S. Hohenzolleru", Kommandant Kapitän zur See Graf von Baudissiu, und S. M. S.Heia", Kommandant Korvetten- Kapitän Rampold, sind am 30. Juli nach Kiel in See gegangen. In kurzer Zeit wird der Kaiser also wieder vaterländischen Boden betreten. Bemerkenswert ist, daß die jetzige Reise des Kaisers in die nordischen Gewässer seit dem Jahre 1896 wieder die erste glatt abgelaufefte sein wird. 1897 wurde der Kaiser bekanntlich von einem herabfallenden Tauende ins Auge getroffen und immerhin bedenklich verletzt und ferner durch das plötzliche Ableben des Leutnants von Hahnke infolge Absturzes mit dem Zwei­rade schmerzlich berührt. Im vergangenen Jahre mußte der Kaiser seine Nordlandreise wegen des so schnell und unvermutet erfolgten Todes des Altreichskanzlers Fürsten Bismarck vorzeitig unterbrechen und in Schnellfahrten der Heimat zusteuern.

Besuch des Kaisers in Marienburg. Ge­legentlich seines diesjährigen Jagdaufenthalts in Rominteu wird der Kaiser die so schwer vom Brande heimgesuchte Stadt Marienburg besuchen und an Ort und Stelle die dann noch nicht getilgten Spuren des mächtigen Feuers besichtigen.

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